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Hanauer S Anzeiger

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General-Anzeiger

Amtliches Organ für SlaSt- und Landkreis Lamm

Erscheint lSgüch mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Verlagsleitung: Ad. Jndermüble. Verantwortlich: für politischen und allgemeinen Teil R i cha rd tz u lt! L: für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport Wilhelm Moritr: für Anzeigen und Reklamen August Brod t, alle in Sanau a. Main. Rotationsdruck der Waisenhausbuchdruckerei Hanau. Fernsprechanschlüffe Nr. 1237 und 1238.

. Nr. 7

Monlag den S. Januar

1922

Teilmoratorrum f Einlösung Deutsch!

Lannes, 8. Ian. Heuser meldet: Die Konferenz beschloß. Deutschland unter noch festzusehenden Bedingungen für einen Teil seiner Zahlungen A u f s ch u b zu gewähren. Außerdem soll Deutschland eingeladen und über seine Zahlungsfähigkeit gehört werden.

Die Alliierten haben den Beschluß gefaßt, Deutschland grundsätzlich einen Zahlungsauf­schub zu gewähren. Unter welchen Bedingungen ist noch nicht bekannt. Daß aber Bedingungen an den Beschluß geknüpft sind, steht bereits fest und diese Bedingungen werden in über unseres Volkes künftiges nationales Geschick entschei- dmden Garantien bestehen. Die Alliierten ge­währen keine Erleichterungen, ohne dabei Vor­teile zu haben. Wir erinnern nur daran, was in letzter Zeit über die Bedingungen in die Oeffentlichkeit gedrungen ist: Herstellung des Gleichgewichts im ordentlichen deutschen Etat durch Steuern und des außerordentlichen Etats durch eine Zwangsanleihe, Aufhebung der Subsidienpolitik für Kohle und Getreide, Ein­schränkung der Tätigkeit der Notenpresse und dergl. alles Forderungen, die außerordent­lich schwerwiegend für uns Deutsche sind. Wir haben daher absolut keine Ursache,den Zahlungs­aufschub jetzt schon mit allzu großem Optimismus zu begrüßen das dicke Ende folgt nach! Man muß sich vergegenwärtigen, daß es sich in Cannes in der Hauptsache um die Regelung und den Ausgleich der Interessen der anderen handelt und um die unsrigen nur so weit, als sie zu diesem Zweck in Betracht kam. men. Wenn England jetzt Deutschland ein Moratorium bewilligen läßt, so geschieht das. weil durch die Nichtbewilligung des Morato­riums und dis dadurch herbeigeführten Folgen für Deutschland mittelbar englische Wirtschafts- intereflen schwer beeinträchtigt würden. Diesen aber entspricht es selbstverständlich, wenn die Bewegungsfreiheit Deutschlands auf wirtschaft­lichem Gâiete in einer Art und Weise einge­schränkt wird, die ihm nur die Bewegungsfrei­heit läßt, wo das der englischen Industrie und dem englischen Handel verhältnismäßig gleich- gültig sein kann. Anzunehmen ist darum, daß nach Englands Willen Deutschland Bedingungen gestellt werden, die seine Bewegungsfreiheit auf diesem Gebiete außerordentlich einschränken.

Ja, werden nun manche sagen, Deutschland ist ja nun eingeladen worden, an der Konferenz tsilzunehmen, um unsere Zahlungsunfähigkeit numdlsth zu erläutern. Gewiß, aber diese Ein- labung betrachten wir als eine Selbstverständ­lichkeit, die sogar der Schandvertrag von Ver- iailles vorsieht, wenn Deutschland auf Grund seiner wirtschaftlichen Verhältnipe nicht in der Lage ist, die ihm aus dem Vertrage selbstver­ständlich so, wie ihn der Feindbund auffaßt erwachsenden Wiederherstellungsverpflichtungen zu erfüllen, mit anderen Worten, wenn es nicht in der Lage ist, die Kontributionen zu zahlen, die ihm der Feindbund unter dem Titel einer Wiederherstellung angerichteter Schäden aufer­legt hat. Diese Selbstverständlichkeit sieht Ver­sailles vor, wenn auch jedenfalls Frankreich nichts davon wißen will, da letzteres direkte Verhandlungen mit Deutschland fürchtet. In dieser Beziehung bedeutet der Vorstoß Lloyd Georges in das Zentrum der diplomatisch-poli­tischen Stellung Frankreichs gegenüber Deutsch­land unzweifelhaft einen Erfolg der englischen Politik der aber noch lange nicht zu Deutsch­lands Gunsten ausgelegt werden kann; denn England treibt, wie schon gesagt, englische Po­litik und keine deutsche, es treibt eine Politik kühl rechnenden Verstandes und keine des Ge- sühls oder des Herzens. Nach allem was bis letzt aus Cannes zu uns gedrungen ist, geurteilt, scheint es, daß man uns in Cannes am Leben lassen will. Aber man täusche sich nicht darüber: es ist ein Paria- und Sklavenleben, das ans günstigenfalls zugedacht wird.

Die Einladung an Deutschland.

.Paris, 7. Jan. Aus Cannes wird gemeldet: Die Sitzung des Obersten Rates hat von 7 Uhr abends bis 8 Uhr 45 gedauert. Ministerprä­sident Briand hat vom Obersten Rat den Äus- 'wg erhalten, die deutsche Regierung s i n z u l a d e n, Delegierte nach Paris zu ent- sinken, wo sie sich bereithalten sollen, nach Hannes zu kommen, wenn der Oberste Rat sich "der die Reparationsfrage geeinigt habe. Die deutschen Delegierten werden so gemäß den Bestimmungen des Vertrages die Möglichkeit âen, ihre Bemerkungen über die Zaklunas-

ür Deutschland. - mSs nach Cannes.

fähigkeit Deutschlands zur Kenntnis zu bringen und sie werden Mitteilung von den Be­dingungen der Alliierten erhallen. Der Vorschlag, die deutschen Delegierten einzu­laden, war von der britischen Delegation ein­gebracht worden, die ihre sofortige' Berufung verlangte. Ministerpräsident Briand, unter­stützt vom Ministerpräsident T h e u n i s, hatte auf die Notwendigkeit für den Obersten Rat hingewiesen, zu diesen Verhandlungen erst zu schreiten, nachdem man sich über die Beding­ungen, die man Deutschland unterbreiten wolle, geeinigt habe, namentlich was die Garantien betreffe, die von seiner Regierung verlangt wer­den sollen, um seine Finanzlage zu sanieren. Dieser Standpunkt wurde vollkommen g e - billigt.

Paris, 9. Jan. Die Konferenz von Cannes hat am Samstag abend in einer fast zweistün­digen Sitzung die Zuziehung der Deutschen zur Konferenz beschlossen. Dieser überraschende Be­schluß ist entstanden infolge der Unmöglichkett, unter den Alliierten in der Reparationsfrage zu einem Abschluß zu gelangen. Das Einladungs­telegramm ist am Samstag abend um 9.20 Uhr von Cannes abgegangen und ist am Sonntag vormittag 11 Uhr beim Auswärtigen Amt in Berlin eingegangen.

Das Telegramm an die deutsche Regierung hat folgenden Wortlaut:

Der Oberste Rat wird ohne Zweifel das Bedürfnis haben, Ihre Vertreter in der nächsten Mache (vom ö.-*»^^

Zeit zu gewinnen, regen wir an daß Ihre Ver­treter sich nach Paris begeben und sich dort be­reit halten, um unserem Rufe zu folgen.

(gez.) Briand.

Die deutsche Delegation.

Berlin, 9. Ian. Gestern nachmittag fand eine Kabinettssitzung statt, die sich mit der Ein­ladung des Obersten Rats belästigte. Es wurde beschloßen, der Einladung Folge zu leisten und eine Delegation unterderFüh- r u n g des Wiederaufbauministers a. D. Dr. Rathenau zu entsenden. Zu der Delegation sollen gehören Staatssekretär Schröder vom Reichsfinanzministerium, Staatssekretär Hirsch vom Reichswirtschaftsministerium. Staatssekre­tär a. D. Bergmann, der Vorsitzende der Kriegs­lastenkommission, Staatssekretär ou-yer, Mi­nisterialdirektor Trendelenburg und Legations­rat Martius. Die Delegation ist bereits heute nachmittag 2 Uhr abgereist.

Sicherungsvertrag Pacificabkommen Die deutschen Zahlungen Die Bedingungen.

Lannes, 9. Jan. Auf Grund der privaten Besprechungen zwischen Lloyd George und Bri­and ist nunmehr die Grundlage für das Allianz-Abkommen zwischen Frankreich und England geschaffen worden. Briand hat gestern ein Expose über den französischen Standpunkt angefertigt unb Lloyd George wird seinen Briand mündlich auseinandergesetz­ten Standpunkt heute ebenfalls schrifllich nie­derlegen. Das französisch-englische Abkommen wird nicht den Ramen Allianz tragen sondern wird Sicherungsvertrag heißen. Aoyd George soll ferner eine Art Pacificabkom­men vorberellen, an dem Frankreich, England, Belgien und Italien beteiligt werden, später sollen auch Deutschland und Rußland daran teUneymcn.

Daily Mail" erklärt, daß Lloyd George anfangs von einem Dreimächteabkommen zwischen Frankreich, England und Deutschland gesprochen und erst nachträglich seine Einwilli­gung für eine Aenderung des Vertrages gege­ben habe. Allerdings spricht man davon, daß Frankreich für die Gewährung der Allianz an Llovd George wichtige Zugeständ- niffe gemacht habe. Einmal hätte er seine Einwilligung geben müßen für die wirtschaft­lichen Wiedcraufbaupläne Lloyd Georges, dann aber auch für bie Einladung Deutschlands. Frankreich hatte indessen von England eine Garantie hinsichtlich Polens verlangt. Lloyd George aber hätte sich gegen eine solche Garan­tie definitiv geweigert. E, ist das Gerücht im Umlauf, daß im Zusammenhang mit dem Alli- anzabkommen Frankreich das linke Rheinufer zu räumen hätte und daß Lloyd George die Absicht hätte, dieses Ver- langen auf der Konferenz von Cannes zu

stellen. Das letztere wird fravzowchsrseits ent­schieden bestritten.

In der Reparationsfratze werden folgende Summen genannt, die von Deutschland für das Jahr 1922 gefordert werden sollen: Die Barzahlungen werden auf 7 00 Mil­lionen Goldfranc angesetzt, die S a ch- leistungen auf 1350 Millionen. Von den Barleistungen sollen für Frankreich 200 Millionen, für Belgien 450 berechnet werden. Die anderen Staaten sollen den Rest unter sich vertellen. Von den Naturalleistungen fallen an Belgien 100 Millionen und an Frankreich 1250 Millionen. Die Bestimmungen von Wiesbaden bleiben unangetastet, nur soll die Dauer des Abkommens auf drei Jahre herabgesetzt wer­den. Es handelt sich nunmehr noch darum, zu bestimmen, ob am Ende der Cannex Konferenz an Deutschland ein Ultimatum geschickt werden soll. Briand soll dafür, Aoyd George dagegen sein.

An die Herabsetzung der d«ltschen Barzah­lungen für das Jahr 1922 sollen folgende B e - dingungen geknüpft sein:

Die deutschen Zölle sollen auf die Goldbasis gestellt werden, der Preis für die deutschen Koh- len wird auf die gleiche Höhe gesetzt wie für die Kohle aus den übrigen europäischen Ländern, die Ausgabe von Papiergeld wird beschränkt, der deutsche Markkurs wird verbessert.

Zur Regelung der Reparationsfrage haben sich sämtliche französischen Mttglieder der Repa- rationskommission nach Cannes begeben.

Eine Einladung an Lenin.

Cannes, 9. Jan. Eine Depesche aus Rom meldet, daß gemäß der Entscheidung des Ober­sten Rates die Regierung durch Vermittlung der russischen Handelsdelegation bereits eine Einladung an Lenin zu der internationalen WtrrfchaftskOnferenA, die m Genua MNfrnoen soll, erlassen hätte.

Revision!

DieNewyo rker 51 aa t 55eitun g" schreibt unter der SpitzmarkeVersailles die Todsünde":

Wie am ersten Tage we^en wir bis zur letzten Stunde immer und unerschütterlich an der Forderung festhalten: Revidiert den Ver­sailler Vertrag!

Die Welt nicht Deutschland allein, nicht Europa allem, nein, die ganze Wett kann erst Ruhe und Frieden wiederfinden, wenn diese Spottgeburt von Haß und Gewalt beseitigt ist. Denn der Vertrag von Versailles ist die Wurzel aller Uebel; er ist der Krebs, der am Leben aller Völker frißt; er ist die Todsünde der drei, für die Millionen büßen müßen.

Und es gibt nur eine Rettung: Revidiert den Vertrag!

Versailles war das Ende der furchtbarsten Katastrophe in der Geschichte der Mensch­heit . . . und Versailles war der Anfang der nicht minber furchtbaren Heimsuchung der Menschheit. In allen Ländern haben die Ein- sichtiaen und Haßbefreiten ihre Stimme er­hoben gegen diese Ausgeburt wahnwitziger Rachsucht. Die Engländer Keynes, Wells und Shaw, die Franzosen Caillaux, Rolland und France, die Italiener Nitti, Giolitti und An­cona und zahllose Leuchten in allenalliierten" Ländern haben den Bertrag verurteilt und seine Revision verlangt!

Ueberall sieht man, daß der Versailler Ge­waltfriede Europa und die ganze Welt an den Rand des Abgrundes getrieben hat.

Ueberall sieht man, daß der unvermeidliche nächste Schritt Sturz und Vernichtung bedeutet.

Ueberall sicht man, daß die Revision bes Vertrages von Versailles dringende Notwen­digkeit und bestmögliche Rettung ist.

Ueberall sieht man das nur nicht in Frankreich, weil sie es dort nicht sehen können vor Angst und Haß, ober weil sie es dort nicht sehen wollen.

So wird und muß der Tag kommen, wo alle übrigen Völker die Franzosen zur Einsicht zwingen werden, damit das Schlimmste ver­hütet werde... wo alle übrigen Völker mit den Franzosen ober gegen die Franzosen zu­sammentreten werden zur Ausrottung dieses Grundübels, zur Ausmerzung dieser freßenden Krankheit, zur Austreibung dieser Todsünde wo alle Völker zusammentreten werden zur Revision des Versailler Vertrages.

Um die Erfassung der Sachwerte.

Berlin, 9. Jan. Die Versuche der Regierung, in der Frage der kommenden Steuern die Par­teien auf ein Kompromiß zu einigen, haben bisher ein greifbares Urteil noch nicht erzielt. Die Vertreter der S. P. D. hatten nach wie vor

daran fest, neue direkte Steuern nur dann be­willigen zu können, wenn die Regierung sich auf eine weitgehende Erfassung der Sachwerte festlegt. Die Vertreter der Demokraten und des Zentrums dagegen halten die Erfassung der Sachwerte nicht nur für technisch undurchführ­bar, sondern erklären, daß dieser Eingriff in die Vermögenssubstanz die Vernichtung unserer Wirtschaft bedeuten würde. Trotzdem erscheint es nicht ausgeschloßen, daß die Regierung dem Druck von links nachgeben und doch noch einer neuen Plan zur Erfassung der Sachwette her ousbringen mirb.

Gorki über Deukschiand.

Terljoki, 7. Jan. In Petersburg ist ein Brief Maxim Gorkis aus Berlin einge­troffen, in dem er feine Eindrücke in Deutsch­land schildert. Ueber seinen Gesundheitszustand schreibt Gorki, die Aerzte hätten festgestellt, daß von den Lunaen nur ein Drittel erhalten, da­übrige zerstött sei; deshalb müsse er zunächst auf die beabsichtigte Behandlung seines Herzleidens in Nauheim verzichten und in den Schwarz­wald gehen. Dennoch habe er ein starkes Be­dürfnis nach Arbett.Hier in D e u t s ch l a n d," fährt Gorki fort,herrscht eine A t m 0 sphäre, die zur Arbeit anregt, denn die Deut­schen arbeiten selbst so eifrig, so tapfer und so sinnvoll, daß unwillkürlich die Achtung vor ihnen steigt, trotz ihrerBürgerlichkeit". Die Felder sind vorzüglich bearbeitet, die Winter­saaten stehen glänzend, überall ist es rein und ordentlich, und man fühst die kluge, mächtige Hand des Menschen, der seinen Boden liebt. Alles ist, wie es vor dem Kriege mar." Allein das fei nur der äußere Eindruck. Innerlich sei nicht alles so wohlbestellt; das zeige das Leben in den Restaurants und Kinos, in denen reli« givs-mvstil^e Filme vorherrschen. Ueberhaupt Jeien Alogismus, tsvcpäè Pâüjsphr^Md an dere giftige Näschereien" in Mode. Trotz bet vielen Streits herrsche aber ein erstaunlich spru­delndes Leben und der Berliner Straßenverkehr sei, nach einer Aeußerung Krassins, stärker als selbst in London.

Die Krisis in der K. P. D.

Der widerspenstige Friesland. Ausschluß des Ortsbezirkes Hanau?

DerBerl. Lokalanz." schreibt:

Der bisherige Generalsekretär der Kommu« mstischen Partei, Friesland (Reuter), ber, wie wir berichtet haben, infolge seiner Be­ziehungen zur Kommunistischen Ärbeitsgemcm- lchaft von der Zentrale der K. P. D. seines Postens enthoben ist, wurde bekanntlich jetzt auch von der K. P. D. aufgefordett, sein Man­dat als Berliner Stadtverordneter nisdsrzu- legen. Friesland erklätt jedoch, daß er gar keine Ursache habe, das Mandat niedcrzulegen unb wird die städtischen Körperschaften dahin in­formieren, daß die Zentrale der K. P. D. gegen feinen Willen und über seinen Kopf hinweg ge­handelt habe. Die Kommunisten legen bekannt­lich allenParlamemsantwänern" vor der Wahl eine Erklärung zur Unterschrift vor, worin der bett. Abgeordnetesein Mandat niederlegt". Leckt der Gewählte später irgendwie gegen dir Zentrale, schiebt man die Erklärung einfach an das Büro des betr. Parlaments und der Abge­ordnete wirderledigt". DiesVerfahren" ist bereits öfters angewendet worden, doch alle Gemaßregelten haben bisher stets Einfpruck erhoben. _ _ _

Der Fall Friesland ist in der K. P D übrigens nicht der alleinige Konfliktsstoff Ec werden in Bälde noch weitere Maßregelungen erfolgen. Die Zentrale der K. P. D. hat jich mär nur gegen bte unter Führung von Dr. Lev tehende Kommunistische Arbeitsgemeinschaft $1 wehren, sondern ebenso ernste Schwierigkeiler von der uttraradikalen Richtung zu erwarten die sich um die jetzt wieder aus der Haft eno lassensn Frau Ruth Fi'^er und Masich jckar: Wie verlautet, will die Zentrale der K. P. D sich zuvörderst durch einen betonebren Delegier ten mit Radek in Moskau in Verbindung setzen um die jetzt einzuschlagende Taktik sestzulegsn Die Schwierigkeiten, die der Zentrale jetzt auch außerhalb Berlins erwachsen, steigern sich er­heblich, und man trägt sich, wie von gut uitt«. richteter Seite behauptet wird, sogar mit dem Gedanken, den ganzen Ortsbezixi Hanauabzustoßen, da btefe Gruppe je# ein Flugblatt erlaßen hat, das der Zentrale bei Kommunlfttjchen Partei offenen Kampf anfagt

Aas Washington. Die Vettreier doI Großbritannien, Frankreich, Italien. Iapai und den Vereinigten Staaten haben die amerü konischen Vorschläge, die Verwendung giftig-, Gase als Kriegswasse zu untersagen, gcbilligjs