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ht deren Geschichte mußte es als Ruhmesblatt

vnet werden, daß sie bei dem Großfeuer im Bekleidungsaint ein Ueberspringen auf wei- tr Holzbauten verhindert habe.

Reparatur der Tafeln der kaufmännischen Fortbildungsschulen.

Die erforderlichen Mittel zur Reparatur der Wandtafeln in Höhe von 3700 Mk. wurden be­willigt.

Beschaffung von Oefen für die Handelsschulen.

Die Kosten für die Beschaffung von acht irischen Oefen wurden bewilligt.

Beteiligung an der Main-Donau-Akkien- Gesellschaft.

Entsprechend unserer Bevölkerungszahl be­schlossen die Stadtverorndeten, die Beteili­gung der Stadt mit 5 0 0 0 0 0 Mark. Maßgebend für diesen Beschluß war besonders noch der Umstand, daß von der baldigen Fort- führung der Mainkanalisation, besonders aber von der Linienführung das Schicksal des See- Fulda-Mainkanals abhängt.

Beitrag an den See-Fulda-TNain-Sanalverein.

Die städtischen Körperschaften haben bereits den Beitritt der Stadt Hanau zu dem genann­ten Verein beschlossen und auch den laufenden Jahresbeitrag mit 150 Mark sowie einen ein­maligen außerordentlichen Beitrag von 5000 Mark bewilligt.

Gestern wurde weiter als einmaliger Bei­trag zu den Kosten der Ausarbeitung eines Vorprojektes für die in Aussicht genommene Linienführung 50000 Mark bereitge - stellt.

Alsdann wurde in die Weiterberatung der Eingabe des Dürgerausfchufses betr. Milch­zwangswirtschaft eingetreten. Die Eingabe wurde bekanntlich bereits in der vorletzten Sitzung behandelt, ohne daß es zu einem Resultat gekommen wäre, da die Sitzung infolge mehrerer Zwischenrufe aus dem Zuschauerraum und der dadurch ver­ursachten Unruhe abgebrochen werden mußte. Bevor aber der Referent, Herr Wörner, gestern auf die Milchversorquno zu sprechen kam, griff er nochmals zurück auf die ebenfalls in der genannten Sitzung behandelte

Mehlverkeilung

insbesondere auf den von Herrn Stadtv. Niko­laus der Bäckereigenossenschaft gemachten Vor­wurf, daß die Verteilung inbezug auf Roggen- u. Weizenmehl recht ungleichmäßig erfolge. Herr Dörner brachte einen Brief zur Verlesung, den die Bäckereigeiwffenschaft am 5. Dezember v. Js. an Herrn Nikolaus gerichtet hat. in dem letzterer aufgefordert wird, innerhalb drei Tagen seine Behauptungen durch Tatsachen- bemMem Herr Nikolaus habe diesen Brief bis heute noch nicht beantwortet.

Herr Bürgermeister Dr. Müller gab die Erklärung ab. daß ihm nichts bekannt geworden sei, daß die Bäckereigenoffenschaft in ihren Ver­pflichtungen versagt habe. Im Gegenteil, es sei sestgestelll worden, daß die Geschäfte sich ein­wandfrei abgewickelt hätten.

Herr Stadtv. Schnellbächer erklärte, daß Herr Nikolaus keine Ursache habe den Brief zu beantworten: wenn die Genossenschaft etwas wolle, solle sie sich an den Staatsanwalt wenden, dann würde man schon Beweise bringen.

Herr Stadtv. Nikolaus führte zwei Fälle wn Verwechselungen von Weizenmehl und Roggenmehl an und schloß mit neuen dunklen Andeutungen, die sich auf eine kommende Ein­gabe der Bäckereigenossenschaft bezogen. Herr Stadtv. Dr. Nußbaum hob hervor, daß es Pflicht des Herrn Nikolaus gewesen wäre, seinen in der vorletzten Sitzung geäußerten Ver­dacht näher zu begründen. Redner verurteilte weiter die Art und Weise, wie hier Angriffe erhoben und mit geheimen Andeutungen vorge­gangen würde.

Nach einigen weiteren Ausführungen der Herren Stadtv. Bervges, Schnellbacher und Wörner, wurde zu der Behandlung der

Milchverforgung zeschritten. Herr ©tabto. Henrich wies zunächst den in der vorletzten Sitzung durch Herrn Stadtrat Pense gemachten Vorwurf zurück, daß die hiesige Bevölkerung schwer Not leide, weil die Hanauer Landwirte die Milch nicht ablie­ferten. Redner betonte, daß festgestcllt worden sei, daß die genannten Landwirte ihre Milch an die Bezugsberechtigten verteilt hätten.

Herr Stadtv. B e r n g c s forderte die Auf­hebung des städtischen Kuhstalles, bessert Betrieb jm letzten Jahre einen Verlust von über einer Million Mark ergeben habe. Dabei betrage der Milchertag des Kuhstolles nur etwa ein Achtel der insgesamt benötigten Milchmenge und die­ses Quantum müsse mit einer Million Mark ârlust bezahlt werden. Seiner, des Redners Ansicht nach, müsse es möglich sein, dieses ge- ^ge Quantum auf einem anderen billigeren Wege aufzubringen.

Herr Stadtrat Pense wiederholte, daß die Hanauer Landwirte seinerzeit bei Aufhebung der Zwangswirtschaft es abgelehnt hätten, die Milch weiter an die Molkerei zu liefern, da­gegen hätten sie fi . ereit erklärt, direkt an die Bezugsberechtigten zu liefern. Doch der Stadt- »ermaltung sei es vor allem darauf angekom- ^en, eine Kontrolle über die Milchlieferungen su Haben, um festzustellen, welche Menge noch lehlt, eine Kontrolle, die infolge der direkten Belieferung durch die Hanauer Landwirte nicht Möglich gewesen sei. Nach der vorletzten «tadtverordnetensitzung hätten sich nun die andwirte bereit erklärt täglich 148 Liter Milch oireft an die Konsumenten auf Grund

ärztlicher Atteste zu liefern. Während nun die auswärtigen Landwirte von der Stadt den Stallpreis von 3.50 Mk. für das Liter erhielten, ließen sich die Hanauer Landwirte von den Kon­sumenten 4.80 Mk. bezahlen. Was den Kuh­stall anbelangt, so sei er selbstverständlich eben­falls für bessert Beseitigung, nur müsse erst das Milchquantum für die Milchküche, die die Milch für die Säuglinge zubereite täglich 300 bis 350 Liter auf andere Weise sichergestellt sein. Würden die Hanauer Landwirte ihre gesamte Milch an die Milchküche abliefern, dann könne der Abbau des Kuhstalles sofort erfolgen.

Herr Stadtv. Henrich gab einige Auf­klärungen über die Preisgestaltung, indem er bemerkte, daß der Landwirt in der Stadt von jeher gezwungen gewesen sei, für seine Pro­dukte einen etwas höheren Preis zu nehmen als der Landwirt auf dem Lands. Der Stadt­landwirt erzeuge ganz erheblich teurer, seine Lasten seien wesentlich höher. Wenn nun die Milch gar noch in die Molkerei abgeliefert wer­den müßte, dann würde sich durch die hohen Transportspesen der Milchpreis auf etwa 10 Mark erhöhen.

Herr Bürgermeister Dr. Müller stellte die Ausarbeitung einer Vorlage in Aussicht, die sich mit der Auflösung des Kuhstalles befassen wird.

Zum Schlüsse folgten noch lebhafte Ausfüh­rungen des Herrn Stadtv. Schnellbacher über die Notwendigkeit des Kuhstalls. Solange die Garantie nicht gegeben sei, daß die Land­wirte ihre Milch restlos ablieferten, müsse der Kuhstall beibehalten werden und wenn dadurch der Stadt das Liter Milch auf 50 Mk. zu stehen komme.

Damit war die Besprechung dieser Ein­gabe beendet. Die nächste Eingabe des Bür­gerausschusses betr. Holzverteilung wurde von Herrn Stadtv. Wörner zurück­gezogen.

Einem Gesuch des Wilhelm Horst um Er­höhung der Vergütung für die zu leistenden Fuhren wurde entsprochen. Die Vergütung beträgt per Tag und Gespann 200 Mk.

Sodann wurde der Ankauf zweier Wagen mit den darauf liegenden Halbpontons, die auf dem hiesigen Eisenbahn-Ersatzpark stehen, be- schlalsen. Der Preis beträgt per Stück 2500 Mk.

Zugestimmt wurde weiter einem Grund- stücksaustausch zwisch. Aschaffenburgerstr. und Friedberger Bahn (ehemaliges Kirchen­grundstück) an Oekonom Hoffmann. Letzterem sind seinerzeit im Hafenbelände insgesamt 40,96 Ar Grundstücke enteignet worden, wo­für jetzt das obige städtische Gelände an ihn abgetreten worden ist. Bei dieser Ange­legenheit wurde folgender Antrag des Herrn Stadtv. Schnellbacher behandelt:Pachtland wird nur den Landwirten von der Stadt ver­pachtet, welche. ui vollem MajMper J&toxumei Milchverformrng das nötige Quantum Milch abliefern. Den Landwirten, die zurzeit Pacht­land von der Stadt haben und das nötige Quantum Milch nicht abliefern, ist sofort das Pachtland zu entziehen. An allen Pachtver­trägen ist die Verpflichtung betr. Milchabliefe­rung aufzunehmen."

Nach kurzer Debatte wurde dem Antrag zilgesrimmt.

* Prägung neuer Reichsmünzen. In der letzten Zeit find neuerdings Versuche zur Her­stellung neuer Reichsmünzen aus Metall ge­macht worden. Wie eine Berliner Korrespon­denz mitteilt, sind diese Versuche geglückt, und es kann damit gerechnet werden, daß im Früh­jahr an die Ausprägung .herangetreten wird. Die Versuche waren hauptsächlich darum so schwierig, weil eine gewisse Sicherheit gegen Fälschungen geschaffen werden mußte. Zunächst will man an die Prägung von Ein-, Zwei- und Fünfmarkstücken herântreten. Wenn nur endlich einmal das schmusige Kleingeld aus Rapier verschwände!

* Ablieferung der für die Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1921 verwendeten Steuer- karten und Markenbläkler. Auf die amtliche Be­kanntmachung des Finanzamtes, wonach jeder Arbeitnehmer verpflichtet ist innerhalb des Mo­nats Januar 1922 feine Steuerkartc oder die losen Markenblätter, die für den in der Zeit vom 1. April bis zum 31. Dezember 1921 be­zogenen Arbeitslohn zum Einkleben und Ent­werten von Steuermarken verwendet worden sind, der für ihn zuständigen Steuerhebestelle für Hanau die städtische Steuerkaffs und für die übrigen Gemeinden die betreffende Ge- meindchebestelle zu übergeben oder zu über­senden.

*Speiseöl. Anfangs vorigen Jahres wollte der Kaufmann W. S. aus einem im Hofe stehenden Faß Speiseöl in eine Blechtanne abfüllen. Da das Oel ziemlich gefroren war, ging die Prozedur äußerst langsam und des­halb nicht immer unter Beaufsichtigung vor sich. So kam es, daß die Kanne überlies an­der Inhalt des Faffes sich in den Hof ergoß. Das Oel wurde nun in eine Zinkwanne und einen Topf geschöpft, wobei auch Zigarren- stummel, Streichhölzer und Fichtennadeln in dasselbe gerieten. Nachdem das so aufgefangene Oel durchfiltriert und zweimal ausgekocht war, kam es teilweise wieder zum Verkauf als Speiseöl. Trotz der Reinigungsmethode liefen aber verschiedentlich Beschwerden seitens der Käufer wegen der trüben Beschaffenheit des Oels ein und schließlich mußte S. unter der Anklage, verdorbene Nahrungsmittel unter Verschweigung dieses Umstandes in den Handel gebracht zu haben, gestern vor dem Schöffen- 0 erscheinen. Er gab an, nur das an der äche befindliche Oel wiederverkauft zu haben, während das dicke Oel als Fußbodenöl verwandt worden fei. Das Schöffengericht hielt

aber ein Vergehen wegen Nahrungsmittel- fälschung als vorliegend und verurteilte den Angeklagten zu der höchst zulässigen Geldstrafe von 1500 Mark.

* Schlesier-Verein. Morgen Samstag, feiert der Schlesier-Verein in der Turnhalle sein zweites Stiftungsfest. Ein reichhaltiges, der Würde und dem Ernst der Zeit entsprechend aufgestelltes Programm sichert allen Teilneh­mern einige vergnügte Stunden. Die Jugend kommt durch Tanz auf ihre Rechnung. Ein­trittskarten sind noch zu haben bei den Herren Stadahl, Hammerstr., Franz Völkel, Schnurstr. und Stanelle, Kesselstadt.

* Stadklhealer. Heute abend 7K Uhr, Ende %10 Uhr (14. Vorstellung im Freitag-Abonne­ment)Kameraden", Komödie von Aug. Strindberg. Samstag, 7. Ian., abends 7% Uhr, Ende VAX Uhr, die OperetteDie Post­meisterin" von Aug. Neidhardt. Sonntag, 8 Ian., nachmittags 3 Uhr, Geschlossene Vor­stellung (Kreisjugeichpflege). Abends 7% Uhr 4 Wiederholung ber OperetteDie Tanzgräfin" von Jacobson und Vodanzki, Musik von Robert Stolz. Montag, 9. Jan., abends 7% Uhr, Geschloffene Vorstellung.

* Optionsrechte (Polen und Danzig). Be­hördlicherseits wird nochmals darauf hinge­wiesen, daß die Optionsfrist mit dem 10. Januar 1922 zu Ende geht und daß auch die in schrift­licher Form abgegebenen Öptionserklärungen, um wirksam zu sein, spätesten« am 10.1 a n u a r 1922 bei den Optionrbehörden eingegangen sein müssen. Es wird weiter nochmal« darauf hingewiesen, daß für die im jetzigen Polen wohnhaft gewesenen Optanten der Regierungs­präsident und für die im Gebiete der jetzigen Freien Stadt Danzig, wohnhaft gewesenen Optanten der Landrat (Polizeipräsident, P o - lizeidirektor) Optionsbehörden sind und daß diese Behörden über die Form, in der die Optionserklärungen in beiden Fällen anzugeben sind. Auskunft erteilen.

* Der Handwerker- und Gewerbeverein Hanau veranstaltet, wie bereits berichtet, morgen Samstag.

7. San., abends 8 Uhr, in den Sälen der Central­halle seine Weihnachtsfeier. Das reichhaltige Pro­gramm verspricht nach den Vorarbeiten zu urteilen einen genußreichen Abend und wird allgemeine An­erkennuna finden. 11. a. werden Frl. Martha Strohm, Herr Gg. W. Lang, sowie Herr Hans Heinz Herberg, sämtlich Mitglieder vom hiesigen Stadt- theater, Rezitationen und den EinakterDie böse Ellersucht" zur Ausfuhrnna bringen. Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich. Geschenke zur Ver­losung werden in der Centralhalle dankend in Empfang genommen.

* <VinbritchSdi«bstahl. BiS 1OOO Mork Belohnung. Am 31. Dezember zwischen 89 Ilir abends wurde in dem Hause, Hauptstraße 25 vart. in Großauheim durch Einbruch 1 braune lackierte eiserne Stafette, innen ret, mit ca. 12 000 Mk. Inhalt (Ai-Markscheine au? den Jahren 1908, 10 und 14, lederbeiitel mit Nrckelbugel, Tnbalt: Einmarkstücke, 1 ^ubilâunit-Markftück, 1 Jubiläum?-Daler und etwa 7-R JubiläumS-L Moräste (alle-- in Silber), 1 Koller Friedrich-20 Markstück, ber'chiedenc Privat- Vapiere, 1 rote Lederbriettaiche fair einer Seite «ui» gerissen mit ce. 3000 Mk. Inball fhiu Scheinet, 3 leere Bestecketui«, eine Svardok« mit ca. 200 Mk., 1 Mietobuch, 1 Sparkassenbuch, Dresdener Bank (Filiale Julds. Ar. 1862', 1 Sparkassenbuch, Rr. unbekannt, 2 Sparkassenbücher Bez.-Sparkasse Main;. Nr. unbe­kannt, 3 Eparvrämien, Nr. unbekannt, auf den Namen Anna Kilian 2000 Mk.. Elisabeth SHIitx 2000 TIL Alexandrinc Kilian 2000 Mk. (Mittel». Creditbank), 1 rote* Notizbuch (Leder), 1 kl. graue Geldböric, mit rotem Knöpschcn am Bügel, Inhalt ca. 250 Mk.. 500 Mk. in loien Scheinen entwendet. 5 00 M k. Belohnung ist auigefegt für den­jenigen, der zweckdienliche Angaben machen kann, die zur Ergreifung der Täter fibten. Bis 1000 Mk. Belohnung werden demjenigen, deffen Angaben auch zur W edererlangung »on mindestens brr Hälfte des Gelde» dienen. Sachdienliche Angaben erbittet die Kriminol-Volizei Hanau beim, da? Bürger­meisteramt Großauheim.

wger sich geile, >. zu verantworten hatten, ve» strafte B. wegen Rücksalldiebstahls mit 6 Mo­naten, D. wegen einfachen Diebstahls ebenen« mit 6 Monaten Gefängnis. Bei letzterem kost erschwerend in Betracht, daß er die ihm ge­währte Bewährungsfrist so schnöde mißbraucht hat.

Wetkerbericht.

Illitgeteilt von der Wetterdienststelle Iranksurt a. M.

Vorhersage bis Samstag abend: Ziemlich heiter, trocken, kalt, Ostwind.

Schneebericht vom Feldberg im Taunus: 18 bis 20 Ctm. Schneehöhe, Frost.

Schneebericht voni Feldberg im Schwarzwald: 55 Ctm. Schneehöhe, Frost.

Landkreis Kanan.

§ Langendiebach, 5. Januar. (Von der E ch u l f p a r k a f f e). Die hiesige Schulspar- kaffe gedeiht seit dem Jahre 1916, in welchem eine Neueinrichtung der Kaffe in Angriff ge­nommen wurde, ganz vorzüglich, wie folgende Uebersicht zeigt: Die Jahressumme der Einlagen betrug 1916 : 4248.45 Mk.. 1917: 7777.10 Mk., 1918: 14 299 2Rt, 1919: 20 510.50 Mk., 1920: 23 694 Mk. und 1921: 37 075.10 Mk. Der Kaffenbestand betrug End« 1916: 7797.43 Mk., 1917: 14 255.22 Mk., 1918 : 26134.29 Mk., 1919: 41 843.18 SRI., 1920 : 44 204.52 Mk. und 1921: 71209.40 Mk. Im vergangenen Jahr« haben sich ganz besonder» die Einlagen ver­wehrt. Nahezu sämtliche Schüler sind Mit­glieder her Schulsparkasse. Er wird eint ab. fohlte Sperrung der (Selber b « zur Konfirmation durchg«sührt.

g. Fechenheim, 6. Ian. (Jung ver­dorben.) Der 19jährige Schlosser Gustav D. und der gleichalterige August B., trotz ihrer Jugend beide vorbestraft, lohnten die ihnen zuteil gewordene Vergünstigung der Strafaus­setzung dadurch, daß sie am 26. November ihre üebische Neigung aufs neue betätigten. Sie chlichen sich nach der Arbeitszeit in die Fabrik von Casella und entwendeten dort 50 Kilogr. Blei, das ihnen aber bald darauf wieder ab» genommen werden konnte. Das Schöffengericht Hanau, vor dem die beiden jugendlichen Lang-

Aus Nah und Fern.

Mrtheim, 5. Jan. In der Nacht vom 1. zum 2 Januar ist ein hiesiger Bürger, Ber- chold Häuser, verschollen Sein Hut wurde am Steinbruch unterhalb der Spessartbahn in den Fichten gefunden. Es besteht die Ansicht, bei hier ein Verbrechen passiert oder der DermißH in der Dunkelheit in die Kinzig geraten ist.

r. Marburg, 4. Jan. Die Stadtverordneten beschlossen die Erhebung von Zuschlägen zur staatlichen Gebäudesteuer in Höhe von 15 Pr»K zum Zwecke der Förderung der Wohnungsbe» schaffung. Die Steuer wird auf die Mieter umgelegt. Ferner wurde beschlossen, für den Bau von drei Doppelhäusern für Professoren das Gelände zum Durchschnittspreis von 40 Mk. pro Quadratmeter zur Verfügung zu stellen. Es hat sich herourgestellt, daß Professoren Ruft nach Marburg ablehnten, da sie keine Wohnung bekommen konnten. Auch wurde der Be­willigung eines Zuschusses von 360 000 Mark zu dem Dom Staate im Biegenviertel zu er­bauenden Finanzamtsgebäudes die Zustum mung erteilt. Um die Gasanstalt rentabler zu machen, soll eine Separatoranlage und eine Schlackensteinfabrik damit verbunden werden.^

Großenlüder. 5. Jan. Das Ehepaar Kor­nelius und Agatha Reich, welches vor zwei Jahren sein SOjähriges Ehejubiläum gefeiert ist am Montag nachmittag aus diesem Leben oeschisden. Innerhalb drei Stunden folgte bk Frau dem Manne in die Ewigkeit nach. Ein gemeinschaftliches Grab wird beide umschließen bis zum Tage der Auferstehung.

Eifa, 5. Jan. Ein 13jähr. Junge war uns einem Luftgewehr in die Wohnung der FamW Post gekommen und hatte das Luftgewehr ab« grdrückt. Das Geschoß, ein grobes Schrotkorn, drang einem 2jähr. Kinde in bas Auge i^b darauf in dar Gehirn. In der Klinik zu Eießen, wohin man das Kind brachte, ist es gestorben.

Worms, 5. Jan. Ein schwere« Unglück er­eignete sich gestern im nahen Leiselheim in bei Wohnung de« Landwirt« Christian Spieß, bei sich erst kürzlich mit der Witwe Zmmel. bi< zwei Knaben im Alter von 13 und 8 Jahren besaß, verheiratet hatte. Spieß bewahrte in seiner Wohnung einen Blindgänger auf, mit dem der 13jährige Junge in Abwesenheit der Estern spieste. Er bearbeitete das Geschoß mit Nagel und Hammer, als es mit einem furcht- baren Knall explodiert«. Dem Jungen wurde die linse Hand abgerissen und der Letd #&ar! aufgeschlitzt, daß die Gedärme herau«kamen. Nach Anlegung eines Notoerbande« wurde der Schwewerletzte in bas Krankenhau« gebracht, wo er abend, nach qualvollen Schmerzen ge­storben ist. Sein jüngerer Bruder trug durch die umherfliegenden Spr«ngstücke schwere Ver­letzungen an Kopf und Beinen davon, doch hofft man, den Knaben am Leben erhalten zu können.

Stuttgart, 5. Jan. Der ledige Kaufmann Johann Vetter von hier verschob Tausende von Zentnern Kartoffeln aus der Gegend von Augsburg anscheinend in das besetzte Gebiet oder nach Frankreich und bezahlte entsprechende Preise dafür. So war der Preis von 5055 Mark der Zentner, um den anfänglich die Kar­toffeln genügend zu haben waren, rasch bis zu 7880 Mark, in einzelnen Fällen bis zu 86 Mark gestiegen, welchen Preis Vetter bot. In Uebereinstimmung mit den Anträgen des Amtsanwolts, der das wucherische Treiben mit einem der wichtigsten Vvlksnahrungsmittel einer verrück ienden Kritik unterzog, wurde Vetter vom Schöffengericht Augsburg zu 1 Jahr Gefängnis und 20 Ö00 Mark Geldstrafe (oder ein weiteres Jahr Gefängnis) verurteill.

Vereine. Verjammlnnge«.

* Turn- und Fechtklub. Heute abend großer Ler» einsabend. Von 89 Uhr Turnstunde der Jugend- und Männerabteilung.

* Loangel. Kasino. Heute abend 8 Uhr Haupt- irnbe (Forsthaus z. Talheim) mit Kinderchor im Seretnshaus, Nußallee.

* Singelfportoer ein Hanau. Freitag, 6 Januar, abends 8 Uhr, Versammlung im Beremslokal Kar­thaune, Salzstraße.

* B. st Jung-Siegfried. Heute 8 Uhr Helser- mg.

* Theoterabklg. der BL 3.-ft. Heute abend findet keine Versammlung statt.

* Herein für Homöopathie und Natur Heilkunde Heute Freitag abend %9 Uhr Vereinsobend. Bis zum 13. Januar muffen alle in die Bibliothek ge­hörige Bücher zum Umschreiben vorgezeigt sein.

* Freiw. Stcigerkorps Sesselftadt. Heute abend 1-9 Uhr Komiteesitzung im Gasthaus zum Anker.

* Deutscher und österreichischer Alpenvereiu, Sektion Hanau. Sonntag, 8. Jan., morgens 9 Ubr, von der Steinhennerbrücke^lbmarsch nach Steinheim, Fasanerie, Froschhausen, Seligenstadt, Hanau.

* Gesellschaft Humor. Samstag abend 8 Uhr Mitgliederversammlung im Restaurant Nordend.

* Hanauer Kudergesellschast 1879 e. V. Am kommenden Samstag, 7. Jan., abends 8% Ubr Monatsversammlung im Bereinslokal Rest. Mohr.

rurngtmcindc (Lorturnerjchaft). Morgen abend 81/, Uhr Lotturnerfitzung.

* MilitârawSrt«r-Ber«ln. Heute abend b ihr äußerst »ringende und wichtige Sitzung des Gc, 'amtvor, lande? im Elefanten.

* W«rtm«ist*r'B«iirk»-V«r«tnHa««U«.M. Morgen abend 7/, Uhr PivnatSoerfammlung tut Ver- ein?Iokal zu den 3 Schwanen.

»um» »er techn. «n««ste»t«n u. ©tarnten. Heute abend 8 Uhr Mitgliederversammlung. Neuwahl bei gesamten Vorstandes.