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Fernlvrechanschlüffe Nr. 1237 und 1238.
Nr. 301
Samstag den 24. Dezember
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1921
Das Neueste.
— Gestern nachmittag fanden in der Reichskanzlei Chefbesprechungen über das Reparationsproblem statt, an denen alle für diese Frage zuständigen Minister und Vertreter der amtlichen Stellen teilnahmen.
— Wie uns aus Berlin gemeldet wird, wird Dr. Rathenau heute abend aus London dort eintreffen.
— Der zweite Reichsparteitag der deutschen Zentrumspartei findet am 15., 16. und 17. Januar in Berlin im Plenarsitzungssaale des Reichstages statt.
— Lord Lee hat dem Marineausschuß der Washingtoner Konferenz die vollständige Unterdrückung der U-Boote vorgeschlagen.
— Die französische Kammer lehnte den achtstündigen Arbeitstag für landwirtschaftliche Arbeiter ab und bestritt die Zuständigkeit der diesbezüglichen Genfer Beschlüße.
— Der belgische Kriegsminister hat in der Kammer einen Gesetzentwurf eingebracht, durch den das Kontingent der Rekruten für 1922 auf 113 200 Mann festgesetzt wird.
Zwischen London und Cannes.
Die Auffassung Frankreichs über das Reparationsproblem.
Der Pariser Korrespondent der „Vossischèn Zeitung" berichtet über die Auffassung Frankreichs in den auf der Konferenz von Cannes zu erörternden Fragen auf Grund einer an zuständiger französlicyer Stelle erhaltenen Information, daß im Gegensatz zu England Frankreich eine gleichzeitige Lösung der drei dringendsten Probleme: Die deutsche Frage, die mitteleuropäische Frage und die Herstellung der wirtschaftlichen Ordnung in Deutschland als das dringendste Problem, durch dessen Lösung allein eine brauchbare Grundlage für den wirtschaft- ?ÄW«Äte« d x.r deutschen Finanzen, die als Voraussetzung für die Wiederherstellung der normalen Wirtschaftslage zu gelten habe, hätten die französischen Sachverständigen ein Programm ausgearbeitet, das eine Erweiterung der Befugnisse des Garantieausschusses, nicht aber die Einsetzung einer ständigen Kontrolle versieht. Die französischen Vorschläge bezeichnen zunächst eine Neuordnung der Reichsbankverfassung nack dem Vorbild des Statuts der Bank von Frankreich oder der Bank von England als unerläßlich. Sie fordern weiter die Schaffung einer Devisen- tentrale zur Verhütung von Devisenspekulationen und eine Verschärfung der Vorschriften über die Devisenabgabe von der Ausfuhr. Unter der Voraussetzung, daß die Sanierung der deutschen Finanzen erzielt wird, ist Frankreich bereit, aus den Londoner Zahlungsplanzuverzichten und bei Lösung der Reparationsfrage auf völlig neuer Basis mitzuwirken. Frankreich habe auch nichts einzuwenden, daß das Reparationsproblem auf der Konferenz unter Hinzuziehung Deutschlands besvrochen wird. Nach dem französischen Plane sollen die in London vereinbarten Jahreszah- lungen durch eine große internationale Anleihe, die 15 oder 16 Milliarden Goldmark erreichen könne, abgelöst werden.
Englischer Finanzrak.
Amsterdam, 24. Dezember. Aus London wird gemeldet: Lloyd George hielt gestern in Gegenwart Chamberlains, des Schatzminiüers Horne und des Kriegssekretärs Evana in der Downingstceet eine Konferenz mit vier führenden Vertretern der britischen Finanz und der Industrie ab, in der die Fragen des wirtschast- üchen Wiederaufbaues Europas behandelt wurden. An der Besprechung nahm auch Kindersley, der Direktor der Bank von England teil. Die Finanzleute versicherten Lloyd George, daß sie ihn energisch unterstützen würden. In der nächsten Woche werden die vier Sachverständigen nach Paris reisen um dort mit dem Komitee der französi- ichen Sachverständigen Verhandlungen zu pflegen. Die Beschlüsse, die aus diesen gemein- samen Beratungen hervorgehen, sollen an die alliierten Regierungen in der nächsten Sitzung m Obersten Rates überbracht werden. Lloyd George wird über Weihnachten in London Reiben, um sich an den Verhandlungen der Gnanzleute zu beteiligen.
Deutsche JnformalionsDelegierle für Cannes.
Bonbon, 24. Dezbr. „Daily Telegraph" "^det: Die Sowjelccgierung werde auf der «anferen; von Cannes nicht vertreten lein. I jedoch wahrscheinlich, daß Deut sch - an0, wenn auch nicht unmittelbarerwerse
durch die Häupter der deutschen Regierung, so doch mittelbar durch technische Delegierte vertreten sein werde, die sich zu Informalionszwecken zur Verfügung des Obersten Rates halten würden, ebenso wie Rathenau, der bei den letzten englisch- französischen Beratungen sich zur Verfügung des britischen Schatzamtes gehalten habe.
Deutschland muß zahlen im Interesse des fran- zosischen Budgets. >
Paris, 23t Dezbr. (Havas.) In feinem Generalbericht über das Budget für 1922, der morgen verteilt wird, gibt Cheron bezüglich der Eintreibung der deutschen Schuld dem festen Entschluß des Senats Ausdruck, zu fordern, daß Deutschland seinen Verpflichtungen genau nachkomme. Wenn Deutschland bezahle, was es schuldig sei, könne das Problem noch gelöst werden, aber nur unter der Bedingung, daß man unverzüglich mit der Politik der Anleihen für die ordentlichen Ausgaben ein Ende mache.
Kein Zurückgreifen auf unsere Goldreserve.
Im Zusammenhang mit der aus London kommenden Meldung, daß man Deutschland bezüglich seiner Zahlungen am 15. Januar und 15. Februar einen Nachlaß zu geben beabsichtige. daß aber immerhin für uns noth 500 Goldmillionen aufzubringen feien, wird in Berliner Wirtschaftskreisen das Gerücht verbreitet. daß hie Regierung lebten Endes bea^ sichtige, den Goldbestand der Reichsbank anzugreifen, da die Regierung selbst kerne Devisen mehr kaufe, die von den Außenhandslsstsllen aber an die Regierung abg-führten Devisen nicht ausreichen, unsere im Januar und Februar fälligen Verpflichtungen zu decken. Aus dem Reichsfinanzministerium erfahren wir hierzu, daß man auch nicht im entferntesten daran denkt, unsere überdies so schmale Goldreserve noch zu verringern, daß man sich also WWWMDMMMWWO lungen, wie die uns im Januar und Februar erwachsenden Verpflichtungen zu tilgen seien, so daß über den Modus noch nichts bestimmtes gesagt werden kann.
Pariser Pressestimmen.
" Paris, 23. Dezbr. Der „Figar o" schreibt, die einzige Entscheidung, die Briand und Lloyd George in London getroffen hätten, sei, im Janar mehrere Ministerkonferenzen zusammenzuberufen. Mehr und mehr verzichte man auf die normale Diplomatie, um sich in ein System zu verrennen, das die unangenehmsten Ergebnisse zeitigte. Zwei, drei, vier, fünf oder zehn Politiker an irgend einem Kurort vereinigt, die miteinander nur durch Dolmetscher verkehrten, träfen nach abgekürzten, improvisierten und konfusen Erörterungen unwiderrufliche Entscheidungen und verfügten selbständig über das Vermögen, ja selbst über das Leben der Völker. Wie es scheine, sei dies das letzte Wort des Geistes der Demokratie und des Fortschritts.
Die „H u m a n i t é" führt aus, die Zusammenkunft von London sei ein vollkommener Mißerfolg gewesen. Weder über das Problem der Reparationen, noch über das des Orients, noch über die Beziehungen zu Rußland, noch über das Problem des wirtübaftlicksn Wiederaufbaues der Welt fei ein Einverständnis erzielt worden. Die Politik des französischen nationalen Blocks und die Politik des britischen Merkantilismuß seien und blieben in ernstem Widerstreit.
Der „Po pulaire" vertritt den Standpunkt, es sei doch etwas Positives aus ' er Unterredung hervorgegangen, nämlich die Zusammenberufung des Obersten Rates nach Cannes, der beauftragt sei, in kürzester Frist einen internationalen Kongreß der Regierungen vorzubereiten. Lloyd George und Briand hätten also doch begriffen, was Winston Cburchill jüngst angekündigt habe, daß weder die Beziehungen Englands zu Frankreich noch die Beziehungen der Entente zu Deul'ckland losgetrennt werden könnten von der viel umfassen« deren Krage, nämlich der Frage der allgemeinen Wirtschaftslage Europas und der Welt. Sie hätten begriffen, daß eine unbesiegbare Soh« darität -heute alle Völker angesichts der gleichen aus den gleichen Ursachen hervorgegangenen Schwierigkeiten eine und daß es sozusagen kein Reparationsproblem mehr gebe, sondern das Problem der Weltreparationen.
Don -er Washingtoner Konferenz. Englischer Antrag auf Abschaffung der A Boote.
Paris, 27. Dezbr. Nach einer Havasmel- dung aus Washington ist gestern nachmittag die erweiterte Fünfzehnerkommission zu einer
dreistündigen Sitzung zusammengetreten. Lord Lee verlas seine Denkschrift zur Verteidigung des englischen Standpunktes, der auf die völlige Beseitigung der Unterseeboote hinausläuft. Darauf setzte der französische Delegierte Sarraut den Standvunkt seiner Regierung auseinander und erklärte dabei, er sei mit den anderen Delegierten einig über die tiefe Mißbilligung der barbarischen Verwendung. die die Unterseeboote im Laufe des letzten Krieges gefunden hätten. Die Unterseebootsfrage sei schon im Laufe der Friedensverhandlungen und vor dem Völkerbund erörtert worden. und die öffentliche Meinung habe sich ihrer Beibehaltung günstig erwiesen. Die französische Delegation sei der Ansicht, daß das U-Boot vor allem eine Verteidigungswaffe sei, besonders für die mit großen Einheiten wenig versehenen Flotten. In seinem jetzigen Zustande sei das U-Boot für die Beherrlckung des Meeres unzureichend, doch fei es unbestreitbar, daß das U-Boot in durchaus ehrenhaften Formen verwendet werden könne. Es fei sicher, daß diese VerwendungSformen geprüft, erörtert und so festgesetzt werden mühten, daß das Völkerrecht auf dem Meere mit den Lehren des letzten Konflikts in Einklang gebracht werde. Eine Klette die sich des U-Bootes bedienen wolle, müsse davon eine ihren nationalen Derteidigungsbedürf- nisim entsnrech^ub- Anzahl be^en: unter den gegenwärtigen Umständen fei die Verwendung großer U-Boote am besten mit her A^ung vor den Gesetzen der Menschlichkeit vereinbar, nach denen die Bemannung der torpedierten Schiffe an Bord genommen werden müßten.
Nach dem Korrespondenten des „Newyork Herald" in Washington sind die französischen englischen und amerikanischen Delegierten von einer Verständigung über die Hilfs- schiffe gar nicht mehr so weit entfernt wie allgemein angenommen wurde. mö"Nchci-meise werde diese Verständigung nächste Woche er« Mcht-.^ins-Mche Vor-Erage Mrde b^tt^ möglich, daß die Engländer fatfna)Hm auf die völlige Abschaffung verzichteten, denn sie wüßten, daß sie in diesem Punkte nicht durchdringen würden. Jetzt führten sie einen Fewzug für die Beschränkung der Tonnage der einzelnen U« Boote und für das Verbot der Verwendung von U-Booten bei Angriffsmaßnahmen. Der Unterausschuß der Konferenz nahm eine Resolution an, worin die Revision der internationalen Regeln für den U-Bootkrieg gefordert werde. Demselben Korrespondenten zufolge sind die Amerikaner gegen das Verbot der Verwendung von Gasen.
Antwort der Deurfch-Amerikaner.
Wahrend seiner Anwesenheit in Washington hielt Briand im Lotosklub eine Rede, in der er unter anderem auch folgendes sagte:
„Im Kriege kämpften Deutschamerikaner als Soldaten der 32. Division Schulter an Schulter mit uns . . . Sie sümpften und sie sagten uns, daß sie nicht gegen Deutschland, sondern gegen den Geist der Unterdrückung, gegen das Deutschland der Hohenzollern, gegen das Deutschland der militaristischen Tendenzen kämpften . . . Hier stehe ich und rufe diesen Deutschamerikanern zu: Warum erhebt Ihr nicht Eure Stimme, daß sie über den Ozean dringe zu jenen, deren Blutes Ihr seid? Warum ratet Ihr Ihnen nicht, uns entgegenzukommen und alles in ihren Kräften Stehende zu tun zur Wiederherstellung der Ruhe? Sagt ihnen, daß sie von Frankreich nichts zu fürchten haben."
Hierauf gibt dem französischen Großsprecher die „Newyorker Staatszeitung" folgende Antwort:
Ja, Herr Briand, die Amerikaner deutschen Stammes haben auf französischem Boden ihr Blut vergossen; sie haben gegen das Land ihrer Väter und Mütter und Geschwister gekämpft; sie haben als Amerikaner in Erfüllung ihres Bürgereides gekämpft, weil es einem Woodrow Wilson in seinem Ratschlusse gefiel, unser Land in diesen Krieg zu treiben . . . unser Land — my country right or wrong.
Sie haben gekämpft, „für Freiheit und Gerechtigkeit, für Selbstbestimmung und 2 Ano« kratie"--
sie haben aber nicht gekämpft für die Befriedigung der französischen Rachegefühle,
sie haben nicht gesümpft für die Losreißung deutscher Landestelle vom deutschen Mutterland, nicht für die Rückgabe des deutschen El- saß-Lothringen, das Frankreich einst im Frieden gestohlen; nicht für den Raub des deutschen Malmedy-Eupen; nicht für den Raub von Danzig, Memel, Tirol; nicht für die Knechtung des Saargebietes: nicht für die Vergewaltigung Oberschlesiens.
Sie haben gekämpft für Gerechtigkeit und Frieden, aber nicht für das Verbrechen an Recht und Frieden—, nicht für den Vertrag von Versailles . . . nickt für die Vernichtung Deutschlands
Unsere Söhne, diese treuen Amerikaner, in deren Adern deutsches Blut flieht, sind — wie Sie, Herr Briand, sagen — gegen das Deutschland von Hohenzollern und gegen den deutschen Militarismus ins Feld gezogen.
Nehmen wir einmal an, daß Ihre Auslegung zutreffe . . . Haben wir unsere Söhne über den Ozean geschickt, haben unsere Söhne Gesundheit und Leben geopfert, damit das Deutschland der Hohenzollern, damit der deutsche Militarismus zerstört und aus seinen Ruinen das Frankreich Louis XIV, und Napoleons des Ersten und der well schlimmere, maßlos freche und unerträgliche französische Miu- tarismus aufsteige?
Wir Deutschamerikaner sollen unseren Brüdern raten, den Franzosen entgegenzukommen und alles in ihren Kräften Stehende zur Wie» derftellung des Friedens zu tun! — Wie könnten wir das mit gutem Gewisien verantworten?
Ist Deutschland, machtlos und waffenlos, nicht bis zum Aeußersten gegangen? Hat *s nicht den Schwertfrieden unterzeichnet, den Diktaten von Spa, Boulogne, Genf, nicht allen Diktaten sich gefügt? Tut es nicht alles in fei« nen Kräften, tut es nicht alles über feine Kräfte, gibt es nickt den letzten Heller, das letzte Hemd, das letzte Brot, um den Heißhunger, die Gier und die maßlose Gefräßigkeit der Franzosen zu stillen? Was soll es denn noch tun? Sollen wir ihm raten, daß es dis Hand noch küßt, die mit sadistischer Lust ihm den letzten Blutstropfen aus dem Herzen drücken möchte?
Sie sagen, Deutschland habe von Frankreich nichts zu fürchten . . . Und wo ist der Beweis hierfür? Nicht a n Rhein und nicht in Oberschlesien, nicht in der Eintreibung der Reparationen und nicht in den ewigen endlosen Drohungen — und am allerwenigsten in der verlogenen, verhetzenden, verleumdenden Rede, die Sie, Herr Briand, vor der Konferenz in Washington zur Sanktionierung des französi- MwâMarismus und SmperalMnus geha^
Wir wollen und werden unsere Stimme er« heben, nicht daß sie über den Ozean, daß sie nach Washington dringe. Wir wollen und werden im Namen der Gerechtigkeit und des Friedens, im Namen unserer für Gerechtigkeit und Frieden gefallenen Söhne eins fordern und so lange fordern, bis unser Wunsch erfüllt ist: die Revision des Schandvertrages von Versailles — damit der Herrschsucht und Tyrannei des militaristischen Frankreichs ein Ende bereitet, damit der Welt endlich wieder Frieden werde.
Politische Tagesberichte.
— v. Ingow bittet um r^mib. Der Verteidiger des Herrn v. Jagow hat beim Reichsjustizminister den Antraa gestellt, v. ^raom einen kurzen Urlaub zur Regelung seiner persönlichen Verhältnisse zu gewähren. Ein Antrag auf Strafaufschub soll, wie berichtet wird, nicht gestellt werden, da diesem Antrag aller Wahrscheinlichkeit nach nicht Folge gegeben würde.
— Eine Verschmelzung der „Internationa' len" abgelehnt. Der Antrag der Zentrale der K. P. D. bei der Exekutive der kommunistischen Internationale, schleunigst Schritte zu unternehmen, um ein Zusammenwirken sämtlicher internationaler Organisationen der Arbeiterklasse zustande zu bringen, findet sowohl im „Vorwärts" als auch in der „Freiheit" schärfst- Ablehnung. Der „Vorwärts" schreibt er sei überzeugt, daß die zweite und die Amsterdamer Gewerkschafts-Internationale und hoffentlich auch die Wiener Arbeitsgemeinschaft diele Verhöhnung der internationalen Arbeiterklasse ein« fach ignorieren würden. Die „Freiheit" erklärt, der Antrag der Zentrale der K. P. D. offenbare deutlich den Bankerott der sogenannten dritten Internationale.
— Eine ernste Krise bei der Beratung des Arbeitszeitgeskckes. Die Reichsarbeitsverwaltung hat den Entwurf des Arbeitszeitgesetzes mit den Hauptvertreterkörperschaften des Personals unter Hinzuziehung von gewerkschaftlichen Vertretern beraten. Dabei hatten sich so große Meinungsverschiedenheiten herausgestellt, daß die Verhandlungen sehr bald auf den toten Punkt gerieten. Nunmehr hat die Verwaltung es abgelehnt, den Entwurf mit dem Personal weiter zu beraten, weil er bereits vom Kabinett in Behandlung genommen sei, und weil aus außenpolitischen Gründen und auch nach einem persönlichen Wunsche des Reichskanzlers die Beschleunigung der Behandlung des Entwurfs nahe liege. Hiergegen wird seitens des Hauptbeamtenrates und Hauptbctriebsrates sowie auch seitens der Gewerkschaften Protest erhoben