Hanauers Anzeiger
General-Anzeiger
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Nr. 299
Donnerslag den 22. Dezember
BB
1921
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Die Monti Militant« itttiti
Die französisch-brittschen Ansichten unvereinbar. Einberufung des Obersten Rates.
Nach den letzten bei uns kurz vor Redaktionsschluß eingelaufenen Drahtmeldungen sind die Londoner Besprechungen zwischen Briand und Lloyd George beendet, ohne daß man zu einer Einigung über diesen oder jenen Punkt gelangt ist. Ja gerade deshalb, weil keine Eini- S erziett worden ist, weil, wie es in der ung des „Daily Chronicle" heißt, die französische Ansicht über die wirtschaftlichen und politischen Probleme Europas mit der Ansicht Großbritanniens nicht vereinbar ist, ist man zu einer Beendigung der Verhandlungen gekommen und hat beschlossen, die Regelung der schwebenden Fragen dem Obersten Rat zu überlassen. Es wird also das gleime Verfahren angewandt, wie seinerzeit bei Belvrechung der oberschlesischen Frage, nur handelte es sich damals um die Ueberweisung der Regelung vom Obersten Rat an den Völkerbundsrat, wahrend heute die Regelung und damit wohl in der Hauptsache die Verantwortung von den beiden
Premierministern dem Obersten Rat übertragen wird. Wenn auch die Londoner Besprechungen im Hinblick auf die Weltprobleme nur als eine Art Vorkonferenz gedacht waren, so hatte man diese Besprechungen doch in der Absicht
biefe Besprechungen doch in der Absicht angebahnt, eine Entspannung zwischen England und Frankreich herbeizuführen und über die wich-
tigsten Fragen eine Einigung zu finden. Beides ist, soviel man aus den Meldungen herauslesen kann, nicht erreicht worden — ob es dem Obersten Rat gelingen wird, muß noch dahingestellt bleiben. Wir sind der Ansicht, daß die Fragen, die in London besprochen werden sollten, nur I ppn einet großen Konferenz ^rlebiai^nßrhen können, n'amüch- der weltwirtschaftlichen Wie- deräufbau-Konferenz, die sinnvoll nur sein kann unter voller Zuziehung Deutschlands und Rußlands einerseits und des seitherigen Weltban- Aers Amerikas andererseits.
AneinigkeU unser Den Sachverständigen»
Paris, 21. Dezbr. Wie der Sonderberichterstatter der Havasagentur aus London meldet, hat heute vormittag zwischen den französischen und den englischen Sachverständigen ein Meinungsaustausch über die finanziellen Fragen, insbesondere darüber stattgefunden, mit welchen Mitteln Deutschland in die Möglichkeit zu versetzen sei, seinen bsvor- stehenden und ferneren Verpflichtungen nachzukommen. Im Laufe des Tages werde sich wahrscheinlich eine Lösung dieser Fragen er- geben. Möglicherweise werde auch die Kommission für die russische Frage, die aus Lou- cheur, Sir Wortington, Evans und Sir Robert Horne besteht, heute einen Bericht über die Lage in Rußland erstatten.
' Die von den englischen Blättern gemachte Mitteilung, daß Loucheur vor seiner Abreise sich bemühen werde, die Ratifikation des Wiesbadener Abkommens durch die englische Regierung und eine Revision des Finanzabkommens vom 13. August zu erreichen, werde von 'ranzösischer Seite bis jetzt nicht bestätigt. Ueber- Haupt seien die Mitteilungen an die Presse seit Montag von seltener Spärlichkeit, was die oft widerspruchsvollen Gerüchte erklärten.
L o n d o n, 21. Dezbr. Dem „Evening Stau- dard" zufolge versuchten die Sachverständigen nachmittags, die einander gegenüberstehenden Ansichten in der Reparationsfrage zu versöhnen. Eine Uebereinstimmung sei nicht erzielt worden. Wie gemeldet wird, ist die Lage
Die Ansicht der Franzosen ist es, Deutschlands Erklärung, es sei nicht im Stande, die Januar- und Februarralen zu bezahlen. den Versuch bedeute, sich seinen Ver- pflirytungen zu entziehen. Von britischer Seite fet dargelegl worden, daß Deutschland Maße Mühe haben werde, Geld zu erhalten. Die beiden einander gegenüberstehenden Ansichten zu vereinigen, habe sich weit schwieriger èbwiesen als man angenommen Halle. Es kann letzt endgültig mitgeleilt werden, daß in dieser Frage Einmütigkeit nicht herrscht. Die "ranzosen verlangten energische Maßnahmen gegen Deutschland. Die Engländer feien jedoch der Meinung, daß, wenn diese Politik befolgt werde, der Sturz der deutschen Regierung unvermeidlich sei, was die chaotische Lage Europas nur noch verschüm- weru würde.
Wie weiter berichtet wird, können augenblicklichen Beratungen zu keinem gültigen Beschluß führen. Es wird eine
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fammenkunft des Obersten Rakes für Januar einberufen werden, der der Vorschlag bezüglich der Frage der Reparationen und der allgemeinen wirtschaftlichen Wiederherstellung Europas unterbreitet werden soll. Es fei möglich, daß diese Zusammenkunft in Paris oder in San Remo stattfinden werde.
Eine weitere Schwierigkeit.
London, 22. Dezbr. Wie der „Manchester Guardian" berichtet, ist eine weitere Schwierigkeit entstanden, daß die Franzosen von neuem die Frage der ersten Milliarde aufgeworfen haben und einen Anteil daran als Kompensation für ihre Zustimmung in der Frage des Moratoriums beanspruchen. Von britischer Seite wurde demgegenüber geltend gemacht, daß das Wiesbadener Abkommen Frankreich besondere Vorteile sichere. — Das Blatt schreibt, die Lage Briands seinem Lande gegenüber werde beträchtlich erleichtert werden, wenn er der französischen Oeffentlichkeit ein konkretes finanzielles Zugeständnis von Seiten Englands als Einleitung zu der Neuregelung der Reparationsfrage vorlegen könne. Ein solches Zugeständnis werde es auch Briand ermöglichen, mit größerem Vertrauen die französische Oeffentlichkeit in die umfassende Frage des europäischen Problems einzuführen, wobei seine Ansicht keineswegs von der Lloyd Georges soweit abweiche, wie angenommen werde. Die | Schwierigkeit für Lloyd George desteyeqWrm, daß die britische öffentliche Meinung heute Frankreich viel kritischer gegenüber st ehe als vor einem Jahre und daß finanzielle Zugeständnisie nur gemacht werden könnten, wenn Frankreich seinerseits einer radikalen Behandlung der Reparationsfrage zustimme. Sowohl Briand wie Lloyd Georgs hielten es für richtig, daß die Frage des Moratoriums sofort geregelt werde.
London, 21. Dezbr. Die Abendpresss veröffentlicht in Sperrdruck eine Meldung, daß L l o y^> George auf seine Weihnachtsferien in Criccith infolge der Schwierigkeiten, die bei den Verhandlungen mit Briand in der Downing Street entstanden sind, verzichtet.
Einberufung des Obersten Rates nach Cannes.
London, 21. Dezbr. Der Sonderberichterstatter der Havasagentur meldet, daß Briand und Lloyd George in chrer Unterredung, die heute abend in der Downing Street stattfand, beschlossen hätten, den Obersten Rat zu einer Tagung einzuberufen, die während der ersten Januarwoche 1922 in Cannes abgehalten werden soll. Die Konferenz der Außenminister von Frankreich, England und Italien würde einige Zeit nachher, wahrscheinlich in Paris, stattfinden. Bezüglich des britischen Planes eines internationalen wirtschaftlichen Kongresses sei nichts festgelegt worden. Diese Frage solle auf die Tagesordnung des Obersten Rates gesetzt werden, der darüber, wie auch über alle die verschiedenen Probleme entscheiden werde, die in London gestreift worden seien.
London, 22. Dezbr. Zu der Beend!- guvgderkonferenz zwischen Lloyd George und Briand durch die Einberufung des Obersten Rates auf die erste Januanvoch: nach Cannes berichtet „Daily Lhronicle", die französische Ansicht über die wirtschaftlichen und politischen Probleme Europas sei von der brilischen Ansicht verschieden, sodaß man übereingekommen sei, die gesamten Fragen durch den Rat der Alliierten entscheiden zu lassen. Die Engländer hofften, daß, wenn die Konferenz des Obersten Rates Erfolg habe, eine allgemeine internationale Konferenz, auf der auch Deutschland und Rußland vertreten sein sollen, darauf folaen würde. Diese Konferenz solle eine Regelung oer Gesamtheit der europäischen Fragen zustande bringen.
Laut „Daily Chronicle" ist Großbritannien bereit, Frankreich die wirksamste Garantie für seine Sicherheit zu geben, nämlich eine allgemeine Garantie. Es ist jedoch n i ch t b c r e i l, die f.r a n z 8 f i s ch e S i ch e r- heit gegen Deutschland zn garantieren. Diese Garantie müßte laut „Daily Chronicle" eine allgemeine europäische Vereinbarung ausmachen.
In der Repacationsfrage beweise der Nachdruck, mit dem die französischen Sachverständigen in dieser Woche versucht hätten, Garantien für die Reparationszahlungen im nächsten Jahre und für ein teilweises Moratorium für die Januar- und Februarzahlungen zu erlangen, daß sie von dem Geist Lloyd Georges. der den Weg für einen wirklichen Wiederaufbau Europas wieder freimachen wolle, noch weit entfernt seien. Drei Jahre nach dem Waffenstillstand müsse noch der wirkliche Friede hergefkeüt werden.
Laut „Daily (Hronicle" werde L l o y d G e - orge auf die Konferenz von Cannes mit einer klar umschriebenen Politik gehen. Wenn diese Politik jetzt nicht angenommen werde, so werde Europa noch tiefer in das Chaos versinken. "
DrtanS an Kughes.
Washington, 21. Dezbr. In der Antwort Briands auf den Brief von Hughes heißt es: Sie befürchten, daß die Beibehaltung der französischen Forderung den Abschluß eines Abkommens zwischen den fünf Großmächten verhindert. Der Wunsch der französischen Regierung geht dahin, alles zu tun, was sich mit den Lebensinteressen Frankreichs vereinbaren läßt, um unsere Ansicht in der Frage der Flottenrüstungen in Uebereinstimmung zu bringen. Frankreichs Befürchtungen gehen nicht von dem Gesichtspunkt eines Angriffes, sondern von dem einer Verteidigung aus. In der Frage der Schlachtschiffe habe ich unseren Delegierten Weisungen in dem von Ihnen gewünschten Sinne gegeben. Was jedoch die Hilfsschiffe anbetrifft, so ist es der französischen Regierung unmöglich, sich mit dem Beschluß der Kammer in Widerspruch zu setzen, die Verminderungen anzunehmen, die denen der Schlachtschiffe entsprechen. Der leitende Gedanke auf der Konferenz von spieligen F'lottenrüstungen, die zum Angriff bestimmt sind. Ich glaube nicht, daß das Programm dahingeht, einer Nation wie Frankreich, die eine lange Küste und eine große Anzahl weit entfernt liegender Kolonien besitzt, die Mittel zur Verteidigung feiner Verbindungslinien und feiner Sicherheit zu verweigern.
(Unter den hier angeführten S)ilfsfAiffen sind vor allem U-Boote zu verstehen, deren völlige Abschaffung bekanntlich England for« dert. D. Red.)
Viviani über die Konferenz.
Paris, 21. Dezbr. Wie die Blätter mitteilen, erklärte Viviani bei feiner Ankunft in Le Havre einem Berichterstatter, was die praktischen Ergebnisse derWashingtonerKon- f e r e n z in Bezug auf die Abrüstung anlange, so könnten sie erst endgültig sein, wenn alle an der Frage beteiligten Nationen ihre Meinung zu erkennen gegeben hätten. Er sei der Ansicht, daß Frankreich sich zum Beispiel in der Frage der Pfänder nicht beugen könne, solange es nicht gewiß sei, daß Deutschland, die furchtbare Werk- ftätte chemischer Produkte, alle Sicherheiten in Bezug auf Einschränkung oder Einstellung der Fabrikation für Gas geliefert habe. Was die Unterseeboote und die Flotieneinbeiten anlange, so brauche Frankreich unstreitig eoenso wie England eine bedeutende Tonnage, um die Verbindung mit feinen Kolonien zu sichern.
5 Jahre Festungshaft für Fagow.
Leipzig, 21. Dezbr. Im Jagowprozesse wurde heute mittag das Urteil verkündet: Der Angeklagte D. Jagow wird wegen Beihilfe zum Hochverrat unter Zubilligung mildernder Umstände zu 5 Jahren Festungshaft verurteilt. Das Verfahren gegen die beiden Angeklagten Dr. S ch i e l e und v. Wa n g e n h e i m wird auf Grunu des Amneltiegefebes e i n g e • ft e 111 ba sie nicht als Führer anzusehen sind. Die durch das gesetzliche Verfahren entstandenen besonderen Kosten werden der Staatskasse auferlegt. Die übrigen Kosten fallen dem Arrge- klagten v. Jagow zur Last.
In der Urteilsbegründung führte Präsident von Pelargius u. a. aus: Jagow sprach feine Bereitwilligkeit aus, sich an der von Kapp geplanten Neuregelung der Dinge zu beteiligen, èlls der Einzug der Döberitzer Truppen erfolgte und Lüttwitz die höchste bemalt in Händen hatte, erklärte sich Jagow Kapp gegenüber bereit, oas preuoi^'e Ministerium des Innern zu übernehmen. Eine Flut von Proklamationen wurde nach dem Einzug Kapps in die Reichskanzlei verfaßt UNÜ..M verbreiten gefußt Sa
gow war von Kapp zum preußischen Minister des Innern ernannt worden. Wanaenheim war zum predßischen Landwirtschastsmmister und Schi"^ als Reichswirtschastsminister in Aussicht genommen. Jagow nahm eine Reihe von Amtshandlungen vor. Wangenheim hat seine Amtsbandlungen vorgenommen, sondern suchte den drohenden Eisenbahnerstreik abzuwehren. Schiele ist nicht als Minister tätig gewesen. Er hat nur an den Besprechungen teilgenommen. Das Vorgehen Kapps und des Generals Lüttwitz stellt einen vollendeten Tatbestand eines hochverräterischen Unternehmens im Sinne der Paragraphen 81 Abs. 2 und 82 dar. Die Aenderung wurde gewaltsam erstrebt, wie sich aus bet Verwendung von Militär und aus der Besetzung der Ministerien ergibt- Der Einwand, durch die Revolution vom 9. November 1918 seien diese Bestimmungen des Strafgesetzbuches hinfällig geworden, ist unbegründet, denn dar Strafgesetzbuch schützt jede bestehende Einrichtung. Belanglos für die Schuldfrage ist der Umstand, daß Kapp und Lüttwitz sowie Jagow nur im Interesse des Vaterlandes gehandelt zu haben glauben. Mit Unrecht beruft lich die Verteidigung auf die Notwehr gegenüber dèn damaligen angeblich ungesetzlichen Zuständen. Unter keinen Umständen ist ein Staatsbürger befugt, gewaltsam gegen solche seiner Meinung nach ungesetzlichen Zustände vorzugehen. Cs gibt andere und zwar gesetzliche Mittel, um sich dagegen zu wehren. Alle drei Angelegten mußten eknsehen, und haben noch de^ Ueberzeugung des Gerichts auch, eingsfehen, daß es sich um ein hochverräterisches Unternehmen gehandelt hat. Indem Sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen'zur Verfügung stellten. Hoben sie sich nicht nur äußerlich, an dem Unternehmen beteiligt, sondern auch fortgangsfördernd beteiligt Für ihre Mittäterschaft fehlen ausreichende An-
luny yetn ^duaiuen ^aven, uag yie u^n oeroen Führern durch Rat und Tat wissentlich Beihilfe leisteten. Der Einwand, daß am Morgen des 13. März das hochverräterische Unternehmen schon beendet gewesen sei, schlägt Mht durch. Es waren auch noch weitere, in der Zukunft liegende Ziele geplant. Der Senat erachtet es für ausgeschlossen, daß sich die Angeklag. ten über dieses Ziel im Irrtum befanden. Jagow wurde nicht zum unverarckwortlichen Werkzeug oder nur zum bloßen Boten, wenn er das, von Kapp ihm angebotene Amt annahm. Das Amnestiegesetz vom 4. August 1920 sieht unter den Führern alle Personen vor, die
sics) an leitender hervorragender Stelle an dem hochverräterischen Unternehmen beteiligt und auffällig betätigt haben. Jagow stellte fein großes Wissen und seine reichen praktischen Erfahrungen in den Dienst KappS und ebnete Kapp so den Boden für das Unternehmen. Da er aus selbstloser Vaterlandsliebe' handelte und in einem unruhigen Augenblick dem Rufe Kapps gefolgt ist, wurden ihm mildernde Um« stände zugebilligt. Andererseits erschien mit Rücksicht auf die schweren Folgen des Kappunternehmens, die zum Zeil bis heute noch nicht gänzlich beseitigt sind, eine nicht zu gering bemessende Strafe angebracht. Die beiben anderen Angeklagten spielten nur eine nebensächliche Rolle. Eine führende Rolle zu spielen wurden sie durch den Rücktritt Kapps verhin- dert. Deshalb war gegen sie auf Grund de« Amnestiegesetzes das Verfahren einzustellen.
Ein Brief Aapps.
Die „Münch. Augsb. Abendztg." veröffentlicht einen Brief Kapps von Akitte November ds. Zs. in dem es u. a. heißt, daß er (Kapp) es gründ- jätzlich ablehnen müsse, wegen angeblichen Hochverrats sich ben Organen einer Regierung zu stellen, die den Besitz der Gewalt lediglich Hoch- unb Landesverrat verdanke, einer Regierung die selbst die von ihr geschaffene Weimarer Verfasiung nicht befolge und noch nicht einmal die Reichspräsident«*« wähl' vorgenommen habe. Kapp erklärt, daß, wenn die Zeit für ihn gekommen fein werde, et sein Schweigen brechen werde. Bis dahin aber werde er alle Beschimpfungen und Verleumdung« ruhig auf sich nehmen. Der Brief schließt mit ben Worten: — Ich fühle mich verantwortlich, aber nicht einer Regierung Ebert, sondern meinem Vaterland, Gott und der Geschichte gegenüber. Diese werden einst über mich zu richten haben.
— Ein Weihnachlsgeschenk des Justiimiai« stets. Halbamtlich wird mÜgeteilt: Auf Wunsch des Reichspräsidenten wird der Reichsjufti^ minister noch vor den Festtagen einer große» Zahl von Verurteilten, die auf Grund fand«- gerichtlicher Urteile Strafen bis zu einem Jahr zu verbüßen haben, Strafunterbrechuno zutâ merben lassen mit der Aussicht auf bedingten Straferlaß narb Drüfuna der einarinen Urteils.