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General-Anzeiger

Anzeiger

AmMches Organ für ElaSi- und Landkreis S

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Willi

Verlagsleitung: Ad. Jndermüble.

Verantwortlick: für volitilchen und allgemeinen Teil Richardöultsch:tür lokalen und provinziellen Teil sowie Sport Wilhelm Moritz: für Anzeigen und Reklamen August Brodt. alle in Hanau a. Main. Rotationsdruck der Waisenbausbuchdruckerei Lamm. Fernsprechanschlüsse Nr. 1237 und 1238.

Nr. 284

Montag den 8. Dezember

SB» 1921

Das Neueste.

Noch englischen Blättermeldungen soll Mathenaus Londoner Mission gescheitert sein.

Der Reichskanzler hat die Kreditkom­mission gebildet, die der Regierung bei der An­leihebeschaffung behilflich sein soll.

Der Goldankaufspreis ist seitens der Reichsbank für die neue Woche auf 720 (bisher 850) Mark für ein Zwanzigmarkstück ermäßigt morden.

Der Ueberschuß der deutschen Einfuhr über die Ausfuhr stieg im Oktober weiter auf 4,2 Milliarden gegen 3,2 Milliarden im Sep­tember d. Js.

Aus Washington wird gemeldet, daß Verhandlungen zwischen Japan, England und Amerika über den Abschluß einer Tripelallianz levorstshen.

. Englischen Blättern zufolge ist die irische ^rage wieder ernst. Sinnsein hat die Vor- chläge der britischen Regierung nicht angenom­men. Der Hauptstreitpunkt bildet der Treueid.

Der Oedenburger Abstimmungstermin dürfte von der Generalkommission wahrschein­lich auf Mittwoch oder Donnerstag festgesetzt werden.

Zwei politische Reden.

Am gestrigen Sonntag sind wiederum zwei Reden gehalten worden, die sich mit unserer politischen Lage beschäftigten; nämlich eine des Reichskanzlers Dr. Wirth gelegentlich eines Er-rpftrngsabends des Vereins der Berliner Presse und die andere des früheren preußischen Ministerpräsidenten Stegerwald vor dem Esse- per Gewerkschaftsbund.

Dr. Wirth.

Reichskanzler Dr. Wirth führte u. a. aus: Has Deutsche .Reich. tLlâ^ je&genSjtothQt SB die Zusammenfassung aller produktiven te zu seiner Rettung notwendig, und es ist bar anzuerkennen, daß in der J n - I dustrie-undBankweltes viele Männer gibt, die die deutsche Not einsehen I und zu praktischen Ergebnissen kommen wollen. Aber andererseits ist doch auch unverkennbar die Tendenz zu merken, diese Zusammenfassung abseits vom Staat zu vollziehen, selbst auf die Gefahr hin, den Staat dabei ausdorren zu lassen. Dieser Gefahr wird vorgebeugt, wenn der Staat gestützt wird durch die geistigen und kulturellen Kräfte, die man ebenso wenig ent­behren kann wie Eisen und Kohle. Aller dieser produktiven Kräfte bedürfen wir, wenn wir über die nächsten Monate überhaupt Hinweg- kommen wollen. Das ist die Aufgabe, die wir uns zunächst in der Reichsregierung und in den Landesregierungen gestellt haben:

Die kommen wir über den Winker hinweg?

Sie können mir vorhalten: Das ist ab'er nicht die Politik, die wir erstrebt hatten, die Politik auf lange Sicht! Diese Politik auf lange Sich!, von der Sie wohl glauben, heute ein gewisses Programm hören zu können, ist allerdings nicht allein von uns abhängig. Sie ist aber abhängig von der gesamten Weltlage und von jener Erkenntnis internationaler Art, d a ß m i t politischem Druck, daß mit einem demandernfolgenden Ultimatum daßmitSanktionen die Weltwirt­schaft nicht saniert werden kann. Die Politik, die ich zunächst die innere nenne, die nicht eingestellt ist auf die Entwicklung von Jahren, kann auch nicht etwa gelöst werden durch einen sich immer wiederholenden Perso­nenwechsel. Sie kann auch nicht gelöst werden ebenso wie die große auswärtige Politik durch das Tick-Tack der Taktik der Koalitions- dildung. Nein: das Hinwegkommen über den Winter wie über die großen außenpolitischen Probleme erfordert eine verantwor- sungsbewußte Mitarbeit aller Schichten unseres Volkes! Und wenn der Tag da ist, da große Entscheidungen reifen, wenn man sich entschließen muß, diesen oder jenen Weg zu gehen, ist es die Aufgabe der deutschen Presse, allen politischen Faktoren und insbesondere den politischen Parteien in unse­rem Vaterlande beizubringen, daß es keine Po­tilik bedeutet, sich seitwärts in die Büsche zu schalgen! Wollen wir über den Wmter hmweg- kommen, so ist die veranwortungsvolle Mttar- deit aller produktiven Kräfte unseres Volkes, Wit der Reaierung in einem Maße nötig, wie kaum jemals zuvor! Wollen wir Außenpolitik wachen, wollen wir insbesondere das größte aller Probleme, das R e p a r a t i o n s p r o b - l e m, das kein deutsches Problem allein rst, son­dern ein Wirtschaftsproblem, den Völkern na= Herdringen, so müssen wir in Deutschland einen

politischen Wirrwarr zu einer Unmöglichkeit machen! Ich weiß, daß man mit dem oder je­nem Politiker nicht zufrieden ist; ich weiß, daß man mit dieser oder jener Regierung sehr wohl einen sehr scharfen Kampf auf politischem Ge­biet ausfechten kann; ich habe auch immer Ver­ständnis gehabt dafür, daß die Finanzminister besonderen Angriffen ausgesetzt sind. Aber mit diesem politischen Kampf allein wird das deutsche Volk nicht frei werden uni) wird auch sein tägliches Brot nicht bekommen. Wir mar­schieren d t e Richtung, die wir feit dem 10. M a i eingeschlagen haben und für die wir auch die Verantwortung tragen, weiter. Dabei ist es ein müßiges Gerede, etwa zu sagen: Hier steht der Kanzler der Erfüllung! WM man ein solches Schlagwort in seinem ganzen Unwert erkennen, so muß man einmal zur Negation übergehen, und ich frage Sie: Wie muß eine Regierung der Nichterfüllung, der Nicht­leistungen, des reinen Protestes sich in der Welt bewegen, damit schließlich die Einheit Deutschlands nicht in Gefahr kommt? Das ist doch das große Ziel unserer politischen Ar­beit das Letzte, was wir aus großer Verganqen- Heit gerettet haben, die Einheit des Va­terlandes und die Einheit feiner Wirt­schaftsführung- hinüberzuretten in eine Atmosphäre, wo nicht mehr der Gedanke reiner politischer Auswirkung des Sieges, des Haffes und der Zerstörung maßgebend ist, sondern wo der politische Haß wie ein Nebel am Morgen zerstoben ist durch die aufgehende Sonne, wo die Menschen sich zur Beratung über die großen wirtschaftlichen Probleme und über die Kultur­probleme der Welt wieder an den Konferenz­tische versammeln werden! Diesem Ziel hat un­sere mühsame Arbeit gedient. Jeden heißen wir willkommen, der dem Ziel der Rettung des deutschen Vaterlandes, seiner Einheit und seiner haben wir eine »on weiten Kressen verlangte Polemik zurückgestellt. Ich versage es mir deshalb heute, manche Probleme zu be­rühren, die unsere Herzen bewegen. Wir haben den Weg ehrlicher Verständigung nicht erst seit gestern betreten. Wir haben chn in den letzten Tagen wieder betreten. Wir sind willens, auch heute noch die schweren uns auf­erlegten Verflichtungen ,3 u erfüllen. Die Regierung hat am 10. Mai bei der Annahme des Ultimatums die weltwirtschaftlichen Folgen der Annahme des Ultimatums denen zugsscho- ben, die uns dazu gezwungen haben. Hat je­mand in der Welt geglaubt, daß man ein Volk wie das deutsche mit seinen 60 Millionen Men­schen isoliert herausheben könne aus den vor dem Weltkriege so tief wirtschaftliche und finanziell verflochtenen Nationen,

und daß man dieses isolierte Volk dann aus- pressen könne wie eine Zilrone

auf Grund des Friedensvertrages?! Ich weiß nicht, wie unsere Gegner von gestern sich die Fortsetzung der Politik im neuen Jahre denken. Wir wollen auch aufrichtig und ehrlich den Ge­danken der Berâwilligkeit, auch in Deutschland Substanz zur Verfügung zu stellen, soweit ein Kredit auf der Grundlage dieser Substanz mög­lich und seine Abdeckung ökonomisch überhaupt durchführbar ist, in den nächsten Tagen ver­folgen. Aber die Entscheidung, ob Geldgeber bereit sind, in den großen Topf der Reparatio­nen das ist ein Topf ohne Boden! ihr Geld hinsinzustecken, die Entscheidung darüber liegt nicht bei der deutschen Regierung, auch nicht allein bei der deutschen Industrie und der Bankwelt, sondern bei den Geldgebern, die nicht in Deutschland ihren Wohnsitz haben. Wir müssen deshalb mit Geduld der Entwicklung der kommenden Wochen entgegensehen Es ist nicht möglich, in alle Kreise den Gedanken hineinzu­tragen, daß gerade jetzt eine gewisse Zurück­haltung nötig wäre.

Stegerwald,

Stegerwald kam in Essen zunächst auf die finanziellen Ursachen unseres Niederganges zu sprechen, kennzeichnete dann die innere und äußere Politik und zeigte den Weg zur G e - sundung. Er führte u. a. folgende aus: Das deutsche Volk ist durch die. Vorgänge in den letz­ten Jahren wieder einmal auf lange Zeit zu­rückgeworfen worden. Früher ist dem deutschen Volke dieses Schicksal immer wieder zuao^ßen. Ich erinnere nur an den Dreißigjährigen Krieg, den Siebenjährigen Krieg und die Kriege Na­poleons. Die Weltkatastrophe, die sich in den letzten Jahren abspielte, war keine Naturnot­wendigkeit. Für kein Land war sie so schlimm, wie für Deutschland, wo von jeher die europä­ischen Streitigkeiten ausgetragen wurden. Auch

diesmal sind wir wieder, die Opfer geworden, trotzdem die Erschütterungen fi* nW auf deut­schem Boden abgespielt haben. Die fremden Völker sind immer wieder an den deutschen Strand geworfen worden und haben die kul­turelle und einheitliche Entwicklung des deut­schen Volkstums gestört. In Deutschland ist der deutsche Staat und das deutsche Volkstum nur wenig zusammenhängend. Nach 1870 wurden die tüchtigen Köpfe unseres Volkes der Wirt­schaft zugeführt und dadurch die Leitung der politischen Geschicke entzogen. Was in der ge= genmärtia-n Stunde mit Nachdruck erstrebt werden muß, das ist, daß in politischer Hinsicht zwischen den gläubigen Katholi­ken und den gläubigen Evangelischen eine einheitliche deutsche Auffas- sung herausgearbeitet werden muß. Denn die stärksten sozialen Gegensätze sind der Idee nach in Deutschland zu finden. In Wirklichkeit sind die sozialen Kontraste in den anderen Ländern viel größer als bei uns. Aber

der Klassengeist, der bei uns herrscht,

ist in keinem Lande so ausgeprägt. Die Sozial­demokratie und das Zentrum, die durch Bis­marck gegen den Staat aufgebracht waren, mußten nach der Revolution die Führung über­nehmen. So kamen Männer an die Spitze, denen es an Erfahrung mangelte. Aber trotzdem ist es in den letzten Jahren viel besser geworden.

Trostlos sieht unsere Finanzlage aus, die durch den Versailler Vertrag geschaffen ist. Eisenbahn und Post erfordern ungeheure Zu­schüsse. Das Kreditangebot der Industrie, das eine Entstaatlichung der Eisenbahn forderte, hätte auch ohne diese Bedingung gemacht wer­den müssen. Es kam unvernünstigerweise in einem Zeitpunkt, wo noch in vielen Köpfen der habt. Die sozialistischen Geister, die mich als einen Stinnesknecht bezeichneten, sollten erst einmal das kleine AVE der Politik lernen. Ich Stimme vielleicht politisch mit Stinnes nicht überein. Aber wenn ich zu wählen habe zwi­schen den Wucherern und Schiebern in den Großstädten und Stinnes auf der anderen Seite, der überleat, wie er der deutschen Wirt­schaft wieder auf die Beine verhelfen kann, so ist mir Stinnes liebes als die Tausende von diesem Pack. Mit parlamentarischer Mehrheit allein kann man nicht regieren, am allerwenig­sten in Deutschland. Das hat die Stadt Berlin erfahren müssen mit ihrer bisherigen sozialisti­schen und kommunistischen Mehrheit. Koalitio­nen sind keine Liebesheiraten. Die englischen Gewerkschaften waren es, die den deutschen Gewerkschaften schrieben: Laßt doch euern blöd­sinnigen Kampf gegen Stegerwald, der die Weltwirtschaft richtig ansieht. Wenn ihr Nicht die Vertreter der Wirtschaft mit vor die Regie­rung spannt, kriegt ihr keine Anleihen im Aus­lande. Die

Sfcbilifferutig der Reichsregierung ist die Voraussetzung, wenn tw aus dem jetzigen Elend Hera uskommen wollen.

Das Aeparalionsproblem. .

Eine Rote der deutschen Regierung.

Paris, 4. Pezbr. DerJntransigeant" läßt sich aus Berlin vom 8. Dezember aus diploma­tischer Quelle berichten, daß die deutsche Regie­rung an die Reparationskommission in Baris eine Note offiziellen Charakters gerichtet habe, in der sie an Hand von Belegen auseinander­setze, daß sie sich auf Grund des Versailler Ver­trages für berechtigt halte, die Frage eines Moratoriums aufzuwersen. Die deutsche Regierung lenke die Aufmerksamkeit der Repa­rationskommission auf die verheerenden Folgen, die die Zurückweisung ihrer Vortlage durch die Neparationskommission nicht nur für Deutschland, sondern für alle beteiligten Mächte nach sich ziehen würde. )

Der französische Standpunkt

Jpu. Paris, 5. Dezbr. Don diplomatischer Seite verlautet, daß Italien und England der Ansicht sind, durch eine erhebliche Einschrän- kung der Besetzung imRheinlande die Entschädigungslasten Deutschlands mildern zu können. Dagegen besteht bei der französischen Regierung schärfster Widersvruch und die Rich- linien der französischen Pläne bewegen sich in entgegengesetzter Richtung. Die nationalistische Presse sieht die einzigeGarantie, welche Frankreich von Deutschland fordern kann, falls wirklich eine andere Entschädigungsform zu Stande kommen sollte, in einer Besetzung

derwestfälischenJndu st riegebiete Die Kosten kommen natürlich auf Rechnung Deutschlands.

Rakhenaus Londoner Mission gescheitert.

London, 5. Dezbr. Die »Westmlnstel Gazette" berichtet, es sei Rathenau nicht ge­glückt, eine Anleihe zur Regelun" der im Ja nuar fälligen Reparalionsrake zu beschaffen Auch »Daily Telegraph" meldet, daß a Rathenau nicht gelungen sei, die erhoffte Au leihe seitens der Londoner Banken zu sichern.

Einigung in Washington?

Washington, 5, Dezbr. Der Peffiiuir- MUS der letzten Tage ist in einen sensationellen Optimismus umgeschlagen. Balfour, Hughes und Kato sollen gestern abend zwischen 6 und 8 Uhr alles in Ordnung gebracht haben. Ameri­kanische Kreise versichern, daß Japan dem von Hughes vorgeschlagenen Alottenverhâllnis M- slimmeu werde und den englisch-japanischen Bündnisvertrag aufgibt, wofür es eine Eal- ichädlgung in einer Tripelallianz Eng­landAmerikaJapan erhalten soll. Japan soll als Gegengabe die Aufhebung der Ilottenbasen im Stillen Ozean verlangen, was eine gewaltige Verstärkung der japanischen Position bedeuten würde. Weiter scheint di« Uebereinstimmung zwischen Amerika und 3a* an so sehr prinziviellcr Ratur zu fein, daß noch weitere amerikanisch-japanische Sovderver- Handlungen werden stalkfindea müssen. Zu allen europäischen Kreisen bchält aber der Skeptizismus die Oberhand. Es sieht so aus, als ob die ganze Geschichte zur Aufmunterung der öffentlichen Meinung in Amerika so schon aufgetragen wäre. Weiter hört man, daß Huahes in der Vollsitzung der Konferenz vor jchla^cu ^q|J^^ it^nutl^n ute^jrâ ie Japaner von den LHim^ei^d^halbe Rech auf die Schantungbahn fordern wollen.

Die Entente im Stillen OzeanI

Paris, 5. Dezbr. Nach einer Meldung bei United Preß" aus Washington umfaßt der neue japanisch-amerikanisch-englisch-französische Vertrag zwei Hauptteile. Zunächst verpflichten sich die Signaturmächte, mit allen Mitteln den Frieden im Stillen Ozean aufrecht zu erhalten und verstehen sich dazu, um dieses Ziel zu er­reichen, ihre Flottenbasen nicht zu befestigen. Die Befestigungsklausel bezieht sich besonders auf die amerikanische Insel Guam und die Phi­lippinen, sowie die Insel Bonin und dürfte viel­leicht Sonderbestimmungen für die Sicherung Der Philippinen enthalten. Wie derNewyork Herald" erfährt, wird die Nachricht von der Kündigung des englisch-japanischen Vertrages halbamtlich bestätigt, obwohl die Delegationen darüber formelle Informationen ablehnen.

(DerNewyork Herild" bestätigt offiziös die Nachricht von der Kündigung des englisch-japanischen Vertrages, obwohl die Delegationen formelle Er­klärungen darüber ablehnen. Man nimmt an, daß zuerst Kato und dann Balfour die Kündigung mit­teilen wird: darauf wird Hughes das Wort ergreifen, um zu erklär«,, daß die amerikanische Regierung sich gern an einem Abkommen beteiligen werde, das ar die Stella des englisch-japanischen Bündnisses träte D. Red.)

Was uns -ie Enrenlekommisfioneu Kosten.

In einigen Blättern erschien dieser Tage eine Notiz über die Kosten der Interalliierten Kommissionen, die irrige Angaben enthält. Die Gefamtkosten der Kommission in ganz Deutsch­land sind weit höher. Die in der Notiz ge­nannten Zahlen können sich nur auf Verbn allein beziehen. Die Gesamtkosten und Aus­lagen für die Kommissionen, abgesehen von den weiter unten aufgeführten Posten betragen für Oktober 23 457 641.63 Mk. Sie verteilen sich wie folgt: Berlin 1350 330.50 Mk., Breslau 248 341.75 Mk., Cassel 111645 Mk., Koblenz 121 960.75 Mk.. Dresden 204 5-16.61 Mk. Düsseldorf 209 588 Mk., Kiel 157 627.33 Mk., München, 401 003.99 Mk., Stettin 215 543.66 Mark, Stuttgart 245143.20 Mk., kleinere Städte 391 905.99 Mk. Es fehlen noch die Zu- lammenstellung für Königsberg i Pr. und Bremen. Die übrigen Kojlen umfassen: Die Kosten für die Unterbringung der Difijiete, für die Unterbringung der Mannschaften, für die Instandsetzung der Kraftwagen, für die Ge­schäftszimmer, für das deutsche Personal, für Heizung und Beleuchtung, für sanitäre Zwecke und die Kosten anderer Art, die unter den vor­stehenden nicht unterzubringen waren. Di« Kosten für die Gehälter der Mitglieder bet Kontrollkommission sind in der obigen Auf­stellung nicht einbegriffen