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Nr. 277 pBHSüi
Samstag den 26. November Tf»MlMIIMIieMII|»iMI»aHBaMBMMBimnnMMimW«*MÉiiiMaaa«»^
Das Neueste.
— Der „Vorwärts" veröffentlicht authen- tisches Material über die Mittel, mit denen der Wrzputfch in Mitteldeutschland von den Kom- munisten inszeniert worden ist.
— Der Reparationsausschuß des Reichswirtschaftsrats faßte einstimmig eine Entschließung, nach welcher die unverzügliche Durch- suhrung einer Kreditaktion der Industrie eine Lebensnotwendigkeit für Deutschland sei.
— Asquith erklärte in einer Rede, die Die- derherflellung Europas fei nur möglich, wenn drei Maßnahmen getroffen würden: 1. die Re- <wn des Versailler Vertrages, 2. die Annullierung der alliierten Kriegsschulden, 3. die Beseitigung der Zollschranken.
— Das Abkommen von Angora scheint die französisch-englische Spannung zu verschärfen.
— Der Reichsverweser von Ungarn ersuchte den Grafen Bethlen, Vorschläge zur Kabinettsbildung zu machen.
— Der japanische Kronprinz ist zum Regenten Japans gewählt worden.
Auslandsverlreker im Werk Wolfgang.
Wie wir vor einigen Tagen berichteten, hat der Allgemeine Gewerkschaftsbund durch sein Vorstanosmitglied, den Reichstagsabgeordneten Wissel, auf der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf eine Reihe von Konferenzteilnehmer, darunter Regierungsvertreter und Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens, des Parlaments und der Presse zu einer Rundreise durch Deutschland eingeladen, um diesen Gelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse in Deutschland zu unterrichten. Diese Reise hat Anfang dieser Woche unter Wissels Führung Hren Anfang genommen. Am Donnerstag sbend trafen fce Râimeymer m yauan ein und gestern vormittag wurde das Werk Wolfgang, eine Abteilung der Deutschen Werke A.-G., einer Besichtigung unterzogen. Die Reiseteilnehmer waren aus aller Herren Länder und zwar waren vertreten Amerika, England, Frankreich, Japan, Spanien, Südafrika, Italien und Schweden. Unter Führung leitender Herren des Werkes wurden den Besichtigungsteilnehmern — 23 an der Zahl — in eingehender Weise die Werksanlagen gezeigt und näher erklärt, und chnen so Einblick sowohl in die verschiedenen Fabrikationszweige des Werkes als auch in die von der Entente angeordneten Zerstörungsmaßnahmen gegeben. Die Herren konnten sich an Ort und Stelle davon überzeugen, daß das SBert mit Fabrikation von Kriegswaffen nicht mehr das geringste zu tun hat, daß die laut den Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages angeordneten Zerstörungen einwandfrei durchgeführt worden sind, daß die von der Interalliierten Militärkommission neu angeordneten Zerstörungsmaßnahmen jeher sachlichen Begründung entbehren und daß die Zurücknahme der betreffenden En- tentenoten unbedingt erforderlich ist, wenn nicht wirtschaftliche Schädigungen die Folge sein sollen. Es wurde den ausländischen.Vertretern weiter gezeigt, was die Werksleitung seit Kriegsschluß in der Friedensproduktion aufgebaut hat und was die Entente dem Werk, trotzdem man große Mühe und Geschicklichkeit im Umstellen in die Friedensarbeit bewiesen hat, neuerdings nehmen will.
Wir hatten Gelegenheit an der Besichtigung teilzunehmen. Ein Bild von der wahnsinnigen Zerstörungen kann sich nur derjenige machen, der die Anlagen der ehemaligen Pulverfabrik durchwandert. Der Rundgang macht melancholisch, well er auf Schritt und Tritt den Vernichtungswillen einer Militärkommission zeigt, die von wirtschaftlichen Dingen, von den Nöten der Arbeiter und ihren Hoffnungen keine Ahnung hat. Wir sahen eine große Anzahl leere Hallen, ganze Berge von Maschinenteilen, die auf Geheiß der I. a. K. zerstört und zerschlagen werden mußten, große Flächen mit aufgeschichteten Ziegelsteinen, die von den dem Erdboden gleichgemachten Hallen, in denen einst die Granaten gedreht und gefüllt wurden, wo das Pulver Jjergeftellt und getrocknet wurde, herrühren. Man hat, wenn man durch die Schutthalden des Werkes schreitet, den Eindruck, als ob man durch den Wahnsinn europäischer Politik gehe. Der Vernichtungswllle, die Zerstörungswut grenzt geradezu an Wahnsinn. So wurde u. a. auch eine Front Hallen gezeigt, die, trotzdem die Maschinen . bereits herausgenommen und zerstört sind, medergerissen werden müssen, nur weil in diesen Gebäuden ehemals Granaten gedreht worden sind. Man erfährt, daß Hallen zerstört, die Kessel aus den Häusern herausgerissen werden mußten, und man begreift kaum den Wahnsinn chrer Zer
Briand erinnerte an die friedliche Haltung Frankreichs nach 1870 und dann an die Marne und an Verdun. Frankreich habe, um Blutvergießen zu vermeiden, zugegeben, daß der Frieden auf seinem eigenen Boden erzwungen wurde. Es habe dem Feinde erlaubt, sich in allen Ehren mit voller Bewaffnung zurückzuziehen unter würdevollen Bedingungen also, die 50 Jahre vorher verweigert worden seien. Man habe also kein Recht, Frankreich als räuberische Nation hinzustellen. Briand erinnerte daran, wie Frankreich sich bemüht habe, nach dem Frieden von Frankfurt a. M. seine Verpflichtungen zu erfüllen und wieder zu normalen Beziehungen zu seinem Feinde von gestern zu gelangen. So lange Deutschland, fuhr er fort, Staatsstreiche aushecke, Rachehoffnungen nähre, sich in Verbänden zusammenschließe, um seine verbotene Armee von ehedem zu ersetzen, müsse Frankreich stark bleiben. An dem Tage, an dem Frankreich schwach würde, würde eine neue Kriegsgefahr bestehen und das demokratische Regime Deutschlands gestürzt werden. Frankreich dürfe die Sache des Friedens nicht im Stiche fassen. Schließlich wandte sich Briand an die Deutsch-Amerikaner, die auf den französischen Schlachtfeldern zusammen mit Amerika gegen das imperialistische und militärische Deutschland der Hohenzollern gekämpft hätten. Briand forderte sie auf, Deutschland zuzureden und es auf den Weg des normalen Lebens, eines großen demokratischen Deutschlands zu führen.
China gegen den englischen SkankPuakt der offenen Tür.
Parte, 25. Novbr. Nach einer Havasmel- dung aus Washington hat gestern ein Mitglied der chinesischen Delegation erklärt, China sei bereit, die weitere Teilnahme an der KonsS- renz zu verweigern, wenn der englische Stand- puntlBN Der o rage der Ys seyen *m ütui allen Mächten angenommen werde. Es sei jedoch zu hoffen, daß der englische Vorschlag, ein Konsortium zu bilden, um die Eisenbahnkonzessionen zusammenzulegen, von den Vereinigten Staaten und den anderen Mächten abgelehnt werde.
Französtsch-englifche Spannung.
Paris, 25. Novbr. Der Eindruck, den die Rede Briands vom vorigen Montag über die Abrüstung Frankreichs zu Lande in der englischen Oeffentlichkeit und in den britischen Regierungskreisen hervorgerufen hat, ist nach dem Londoner Korrespondenten des „Temps' durch die Prüfung des vollen Wortlautes in völlig ungünstigem Sinne umgeschlagen. Der Korrespondent glaubt zu wissen, daß das Kabinett die Erklärungen Briands ziemlich lange erörtert habe und daß Lord Curzon seine gestrige Rede, in der er Frankreich gewisser- maßen verwarnt habe, nicht ohne Zustimmung seiner Kollegen gehalten habe. Es heißt, Lloyd George wünsche ganz besonders, Briand sofort bei seiner Rückkehr von Washington zu sehen. Da er andererseits gerne in den letzten Sitzungen für die Einschränkung der Rüstungen beiwohnen möchte, werde er seine Abreise auf einen Tag in der ersten Dezemberhälfte ansetzen. Der Korrespondent glaubt, die Verstimmung in England zum Telle durch die französisch-englische Spannung erklären zu können, die durch den Abschluß des Abkommens von Angora entstanden ist. Diese Tatsache habe den Glauben erweckt, Frankreich trage sich mit dem Gedanken einer unabhängigen Politik des Verfolgens gewißer Vorteile.
London, 25. Novbr. Der „Evening Stan- ti rb" berichtet, daß die an Frankreich gerichteten Worte Lord Curzons in feiner gestrigen Rede in der City vom britischen Kabinett gebilligt worden waren.
5 o n b o n, 25. Novbr. (Havas.) Die Note der englischen Regierung an die französische Regierung ist von dem englischen Kabinett genehmigt worden. Sie wird der französischen Regierung wahrscheinlich morgen vormittag zugestellt werden. In Abwartung der Verhandlungen der durch den Vertrag von Angora hervorgerufenen Meinungsverschiedenheiten hat die britische Regierung M a ß n a h - men getroffen, um ihre Interessen in Kleinasien wahrzunehmen und hat zu diesem Zweck beschlossen, ein Kri^sschiff nach Mersina zu entsenden. „ ,
Paris, 26. Novbr. Der „Malm' verbreitet folgende sensationelle Nachricht, über die ihm die Verantwortung überlassen werden muß:
Die Engländer konzentrieren in diesem Augenblick in Cypern Truppen, und bereuen eine Lgndung in Mersina vor. Als Vorwand diene die Zurückziehung der französischen Truppen und die Notwendigkeit, in der sich England befinde, um die christlichen Minder- itotten zu schütze«.
störungen, der sich nur auf einen Satz zu berufen scheint: „Wir sind die Sieger, wir müssen vernichten!"
Die Besichtigung des Werkes, an der auch Vertreter des Betriebsrates teilnahmen, dauerte von vormittags 9 Uhr bis mittags 12 Uhr. Die ausländischen Besichtigungstellnehmer enthielten sich während des Rundganges und nach demselben fast jeder Aeußerung über das Gesehene. Nur einige neutrale Pressevertreter, so besonders der der Schweizerischen Depeschenagentur, gaben uns wiederholt durch Aeußerungen ihr Erstaunen über die maßlosen Zerstörungsforderungen kund. Vertreter Frankreichs erkundigten sich bei den Vertretern des Betriebsrates eingehend über die Ansichten der Arbeller, ohne jedoch irgendwie eine bestimmte Stellung einzunehmen. Irgend welchen direkten Fragen wichen sie mit einem Lächeln aus. — Von Hanau reisten die Reiseteilnehmer nach Erfurt, um die dortigen Anlagen der Deutschen Werke zu besichtigen.
Was Sttnnes in London erreicht hat.
Loudon, 25. Novbr. Stinnes hat gestern abend London verlassen und ist nach Deutschland zurückgekehrt. Obwohl er den Zweck seiner Reise geheim hält, behauptet die „Berl. Ztg." doch in der Lage zu sein, folgendes sagen zu können:
Die Angelegenheit stand unmittelbar im Zusammenhang mit den deutschen Reparationsleistungen. Es handelt sich hierbei um Verhandlungen, die er natürlich nicht im Auftrage der deutschen Regierung, sondern im Namen der deutschen Industrie geführt hat, und zwar handelt es sich um die Gewährung einer Anleihe an die Industrie, um diese in den Stand zu setzen, die notwendigen Garantien für die weitere Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen zu übernehmen. Die V e r h a n d l u n g e n sind bisher durchaus z u f r i e d e n ft e H e n b verlaufen. Schon im gegenwärtigen Stadium kann gesagt werden, daß unter den Finanzmännern in der City eine durchaus günstige Stimmung herrscht, die einen wirklichen Erfolg der Aktion erwarten läßt. Bei der Kreditgewährung an die deutsche Industrie würden die englische Regierung und die beteiligten Kreise stark an dem Wiederaufblühen der deutschen Industrie interessiert sein, und zwar nicht durch Kontrolle, sondern durch Beteiligung. Es würde eine Art Sach- leistunasabkommen darstellen, das unter Berücksichtigung der betreffenden englischen Interessen dem Wiesbadener Abkommen an die Seite gestellt werden könnte.
Berlin, 26. Novbr. Hugo Stinnes befindet sich feit gestern wieder in Deutschland. Er soll sich nach Mülheim an der Ruhr begeben haben, wohin auch der geschäftsführende Vorsitzende des Reichsverbandes der deutschen Industrie Geheimrat Bücher gereist ist. Stinnes hat am Samstag und Montag mit Lloyd George auf dessen Landsitz verhandelt.
Englische Sohlen für Deutschland.
Jpu. London, 26. Rovbr Die Londoner Blätter melden aus Wales, daß Stinnes auch die früheren Beziehungen zu den Sohlenirrdustrien Wales erneuert habe, um englische Sohlen nach Deutschland einzuführen. Der Import sei bis jetzt noch gering. Nun melden Lokalblätter in Cardiff, daß Stinnes durch Gesellschaften, an denen er interessiert ist. größere Mengen Sohlen gekauft hat. In der Berg- arbeiterpresse wird die Erwartung ausge- Öen, daß durch den Kohlenexport nach
Hland die Bergleute wieder vollauf beschäftigt werden können, was bisher nicht der Fall war.
Von der Washingtoner Konferenz.
Briands Abschiedsrede.
Paris, 25. Novbr. Nach einer Havasmel- dung aus Newyork hat der Ehrenpräsident der Associated Preß gestern abend im Lotos-Klub zu Ehren Brianbs ein Bankett gegeben. Briand sprach während des Festmals ein Abschiedswort an das amerikanische Volk uni) sagte u. a., dadurch, daß Frankreich nach Washington gekommen sei, habe es seinen Willen zu erkennen gegeben, mit derselben Herzlichkeit und demselben Eifer am Weltfrieden zu arbeiten, wie die anderen Staaten. Wenn er gesagt habe, Frankreich müsse bewaffnet bleiben, trotz der Lasten und der Wunden des Krieges, jo sei es deshalb, weil es sich bewußt sei, daß es nicht allein um seiner Sicherheit, sondern auch um der ganzen Zivilisation willen bewaffnet bleiben müsse. Es sei nicht Frankreichs Schuld, wenn die Natur es durch seme geographische Lage zum Soldaten der Welt gelacht habe, der über seinen Ruhm erröte.
1921
Die Kommunistische PuischlaKliK.
Der „Vorwärts" veröffentlicht zwei Be« richte, die während des kommunistischen März» aufftandes von der Aufstandsleitung in Halle an die kommunistische Zentrale in Berlin gerichtet worden sind und aus denen hervorgccht, daß die Kommunisten systematisch darauf hin- gearbeitet haben, durch Provokationen den Aufstand herbeizuführen. In dem einen Berichte heißt es, daß die Stimmung unter den Arbeitern sehr schlecht sei und daß es künstlicher Mitte! bebürfe, um die Sache hochzubringen. Die Stimmung der Arbeiter müsse durch Verhaftungen kommunistischer Führer und durch Attentat gestützt werden. In dem andern Bericht heißt es, die Sipo müsse zur Abwehr gereizt werden.
(Na, was sagen nun die kommunistischen Führer, die bei seder Gelegenheit das Wort „Provokation" im Munde haben, diese „Provokation" aber den Bürgerlichen zuschiebenk D. Red.)
Bertin, 26. Novbr. Der „Vorwärts" setzt die Veröffentlichung der kommunistischen Geheimberichte über den Mârzaufstand fort. In einem Berichte des Kommunisten Schmidt an die Zentrale heißt es, daß am Karfreitag in einer Sitzung der kommunistischen Führer im „Dresdener Hof" in Halle die Parole ausgegeben wurde: Provozieren um jeden Preis! Stürzt Straßenbahnwagen um! Schmeißt Handgranaten! Als Beweis, wie die mitteldeutschen Kommunisten von der Berliner Zentrale belogen morden sind, führt Schmitd an, daß sie Berichte über die Lage im Reich bekamen, die außerordentlich günstig waren. Berlin sollte im Generalstreik sich befunden haben, Leipzig, das Ruhrgebiet und selbst Nordbayern sollten damit angefangen haben. In Wirklichkeit- war nir- gends an einen Generalstreik zu denken. Der „Vorwärts" teilt weiter mit, daß auf Grund des von ihm mitgeteilten Materials Strafver, fahren eingeleitet worden sei. — Der „Vorwärts" stellt weiter fast, daß die Echtheit der beiden Dokumente, die er bei Gelegenheit noch ergänzen will, außer Zweifel steht; die Berichte sollten von den Inhabern der Richtung Lemk dem Exekutivkomitee der Internationale in Moskau unterbreitet werden. Sie waren der Abg. Klara Zetkin anvertraut worden, bei der sie gefunden wurden, als sie die Grenze überschritt. Ihre Veröffentlichung, so schließt der „Vorwärts", war dringend notwendig, damit die Arbeiter gewarnt werden vor den Leuten, die kaltblütig die Arbeiterklafie ins Verderben hetzten.
Großes Aufsehen in Berlin.
Berlin, 26. Novbr. Die Berichte des „Bot* wärts" haben außerordentliches Auffehen hervorgerufen und werden noch weitere Kreise ziehen. Die gesamte Presse bis einschließlich des unabhängigen Organs, der „Freiheit", sind sich darüber einig, daß das verbrecherische Treiben der kommunisMchen Leitung «nd die gewissenlose Verwirrung der Arbeiterschaft nunmehr in einer Weise dokumentarisch belegt worden ist, die viekleichk einen vernichtendeo Schlag gegen den Kommunismus und feine Telchènz zur Folge haben kann.
(Auf den Inhalt der einzelnen Dokuments merden wir in der nächsten Nummer noch zurückkommen. D. Red.)
Die DerfaWer Armferenz über Me Deutschen Werke.
Berlin, 25. Novbr. Ministerialrat Schäfer vsm Reichsschatzministeriam und »er Vertreter der Deutschen Werke. Funk«, find von ihren Besprechungen aus Versailles zurückgekehrt. 6te haben hier mit dem Vertreter Foch, dem General Weygand, konferiert und den Eindruck empfangen, daß man sich in die Angelegenheit sachlich ver. tieft und die Darlegungen der deutsch«n Delegierten durchaus gewürdigt hat. Die End scheidung wird allerdings von der Botschafter, ksnserenz getroffen werden, nachdem sie di« inter. alliierte Misitürkontrollkommisfion angehört hat
PolMsche Tagesberichle.
— Kür Meisten des Versailler Verträge» Der nationele liberale Bund nahm auf der gestrigen Schlußsitzung in New Castle eine Entschließung an, in der el heißt, der Handel könne nicht wieder belebt werden, bevor der Friedentzvertrag abgeindert ist, da Freibendel wiederhergestellt und mit den verschwenderischen Re-iernugSaudgebeu ein Ende gemacht sei.
— Der SunaerNreik. Die in der Strafanstalt Herne L Wests, inhaftierten politischen Gefangenen sind nach einer Meldung des „Lokalanz. in den Hungerstreik getreten.
— Reue Derhaftuua wese« «ehetmbtiudelei. Blättermeldungen aus Bremen zufolge ist der Oberlehrer Dr. Rüdnitz verhaftet worden. Er wird bet Teilnahme an einer verbaten«» Seheimo»aauisatia« beschuldigt.