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Hanauer W Anzeiger

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General-Anzeiger

Amtliches Organ für S§M- und Landkreis Kanan

Erscheint täglich mU Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Verlagsleitung: Ad. Jndermühle. Verantwortlich: für politischen und allgemeinen Teil Richard öu!tick: für lokalen und provinziellen Teil sowie Svort Wilhelm Moritz: für Anzeigen und Reklamen August Brodt. alle in Hanau a. Main. Rotationsdruck der Waisenbausbuchdruckerei Sanou. Fernivrechanschlüsse Nr. 1237 und 1238.

Nr. 267

Wonlag den 14. November

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1921

Das Enöe öes Floi

Karding und âghes über die Well« schlage (

Sardings Eröffnungsansprache.

PräsidentHardinghatam Samstag gormittag um 3^11 Uhr in der Continental Memorial Aad zu Washington die Konferenz über die Entwaffnung eröffnet. Er wünschte zu Beginn seiner Begrüßungsrede den verschiede­nen Delegationen ein Willkommen und er­innerte an die verschiedenen Gedenktage, die die alliierten Regierungen gemeinsam von dem gro* ßen Kriege hatten, an dem sie teilgenommen hatten, um die gemeinsame Sache zu vertei­digen. Harding begründete alsdann den Gegen­stand der Konferenz.

Die Pflicht der Konferenz sei, , die Hoff­nungen und Wünsche der Brüderlichkeit, die sich gerade aus dem großen Kriege ergeben hatten, zu verstehen. Die Well breche unter dem Gewicht der S ch u l d e n zusammen; es sei not­wendig, daß man die Last von ihren Schultern nehme. Alle Menschen, die eine wirkliche Be­schränkung der Bewaffnung wünschten, ver­langten, daß der Krieg außerhalb des Gesetzes gestellt werde. Präsident Harding sprach als­dann von den Bereinigten Staaten und sagte:Wir haben keine Furcht; wir ver- leidigen keine niedrigen Ziele. Wir beargwöh­nen in niemanden einen Feind. Keine Besse- rung in der Welt kann erzielt werden, ohne daß pon den Völkern Opfer gebracht werden. Wir oMen nicht sagen, daß jede Nation ihre Rechte ! «fr ihre Freiheit ^lchâlLN MM,. Mr können nicht die A s p i r a t i o n e n der Völker leugnen und ihre nationalen Notwen - sdigkeiten ignorieren. Kein notwendiger I Stolz darf verletzt oder geberftütigt werden; keine Nationalität soll untergehen. Aber wir ' haben begriffen, daß, wenn man sich weniger i auf den Krieg vorbereitete, man am Frie­den einen größeren Reiz finden würde." Je­doch könne nichts erziell werden, so sagte der Präsident weiter, wenn man gewisse natio­nale Verstimmungen vernachlässige. Deshalb müßten alle zusammen handeln, damit die Ursachen dieser Besorgnis beseitigt mürben. Selbst wenn man von den edelsten GefühlenM- seelt sei und wenn man der kalten und harten Realität der Tatsachen ins Auge sehe, müsse man zugestehen, daß die übertriebenen Ausgaben, die das Wettrennen in der Bewaff­nung notwendigerweise mit sich bringe, dazu zwängen, die Rüstungen herabzusetzen. Nament- üch im augenblicklichen Zeitalter sei die Welt in tragischer Weise zur Einsicht geführt worden. Aber der Weg werde edler sein, wenn man die Vernunft, das Gewissen und die Brüderlichkeit reden lasse.Wir haben uns", so fuhr der Prä­sident fort,hier versammelt, um der H u m a - n i t ä t zu dienen. Wir haben uns hier vereinigt, um mit unseren Mandaten die Lasten der Völ­ker zu vermindern und endlich eine bessere Ord­nung aufzurichten, die der Welt ihre Ruhe geben

Washington, 12. Rovbr. Dem Reuterschen Büro zufolge führte Präsident Harding in fei­ner Rede auf der Abrüstungskonferenz u. a. noch aus:

Es sei nicht notwendig, die Bedeutung einer solchen Konferenz zu überschätzen. Sie sei keine unziemliche Prahlerei und keine Herabsetzung der anderen Nationen, die, obwohl nicht auf der Konferenz vertreten, doch mit höchster Achtung behandelt würden. Man erwarte, daß die Be­schlüsse dieser Konferenz einen außerordentlichen Einfluß auf die gesamte Welt haben werde. Es sei nicht eine Konferenz zur Festsetzung von Bestimmungen, es sei ein Zusammenkommen aus allen Teilen der Erde, um die Fehler in den internationalen Beziehungen auf das kleinste Maß zurückzuführen. Die Welt sei friedliebend und dringe nach Erneuerung. Sie hungere und dürste nach einem besseren Zusammenleben. Die Menschheit schreie nach Erlösung und flehe nach der Gewißheit eines dauernden Friedens. In allen Ländern werde die Last der Schulden gleich schwer empfunden. Alle verlangten nach Freiheit und Gerechtigkeit. Alle Völker müßten sie besitzen. Die Welt taumele in ihren Schulden und wolle ihre Lasten abgenommen haben. An­gesichts der riesigen Kosten eines Krieges und der fortwährenden Rüstungslasten verlangen alle einsichtigen Völker wirkliche Beschränkung der Rüstungen und eine Aechtung des Krieges. Die hunderte von Millionen von Menschen in der Welt, die im Frieden zahlen und im Kricze fallen, wollen, daß ihre Staatsmänner die Aus­gaben für die Zerstörung in Mittel zum Auf­stau urnwandiüll»

brüllung. Lughss Abrüslungsvor- ur See.

Präsident Harding fuhr fort, indem er sich an die Delegierten der Konferenz wandte: Die Ver­einigten Staaten begrüßen Euch mit uneigen­nütziger Hand. Wit haben keine Furcht. Wir verfolgen keine niedrigen Ziele. Wir haben nie­manden als Feind im Verdacht. Wir denken nicht an Forderungen. Zufrieden mit dem, wa^ wir haben, suchen wir nicht nach dem, was an­deren gehört. Wir wollest mit Euch an einem Tische internationaler Verständigung und inter­nationalen Wohlwollens zusammensitzen. Kein Volk braucht gedemütigt und erniedrigt zu wer­den. Wir müssen miteinander verbandeln, um die Kriegsursa^^ internationale Be­mühungen zu beseitigen. Das kann nur durch eine Konferenz geschehen.

Äusihes Präsiden! der Konferenz.

Washington. 12. Novbr. Staatssekretär Hughes ist zum ständigen Präsidenten der Ab- rüftungsfonferent geroßt worden. Er teilte mit, daß bei den Verhandlungen die französische und englische Sprache gebraucht werden könnten.

Seine Eröffnungsrede begann er mit der Erklärung, daß die von den bei der Konfe­renz anwesenden Re"i»runasvertrstern gegebe­nen Sicherstellungen die besten Zeichen für den Erfolg der Konferenz seien Er setzte auseinan­der, daß den alliierten und assoziierten Mächten eine Gelegenheit geboten sei, die Rüstungen ein- Suldjränten, unb üuö uie am^ ... ... . ..... .

rung Vorschläge, die Konferenz solle unverzüg­lich mit der Bearbeitung dieser Frage beginnen, ohne jedoch die Prüfung der Frage des Fernen Ostens zu verschieben, die eben­falls dringlich eine Lösung erheische. Hughes erinnert dann an das vor 23 Jahren vom Za­ren erlassene Reskript, das so edle B-^^bungen ausdrückte, und fuhr fort: In dem Maße, wie die Rüstungen zunähmen, würden die Regie­rungen immer weniger in der Lage sein, die größtenteils durch die Stüftv.ngen entstandenen wirtschaftlichen Krisen zu vermeiden, die eine fortwährende Gefahr ausmachten. Man müsse den Rüstungen ein Ende machen, das sei die höchste Pflicht der Staaten. Man dürfe sich nicht damit begnügen, Untersuchungen und statistische Erhebungen vorzunehmen. Die gegenwärtige Konferenz sei zusammenberufen worden, nicht um Wünsche allgemeiner Art zu äußern, son­dern um zu handeln. Für ibn, Hughes, be­stehe die Hauptschwierigke't in dem Wettbewerb der Seevrogramme, und zur Einschrän­kung der Rüstungen zur See sei es wichtig, auf diesen Wettbewerb zu verzichten. Die einzige Hoffnung auf Einschränkung der Rüstungen zur See bestehe darin, ein Einvernehmen zwischen den beteiligten Rationen herzustellen.. Dieses Einvernehmen müsse durchaus vernünftig und gerecht hinsichtlich dessen, was man an Zu ge­st ä n d n i s s e n von jeder einzelnen Macht ver­lange. Hughes schlägt dann für alle Nationen eine Einstellung der Rüstungen zur See vor. die erS e e i e r i e n" nennt, und macht einen Vorschlag über eine Verminderung der Flotten­stärken, demzufolge unverzüglich insgesamt für die amerikanische, englische und ja - panische Marine 66 Einheiten erster Klasse, Me bereis gebaut sind oder ück im Bau bey­den, mit einer Gesamttonnage üon l 878 043 Tonnen zerstört werden sollen. Diese Zer­störung soll innerhalb eines Zeitraumes von 3 Monaten stattfinden, vom Zustandkommen des internationalen Uebereinkommens an gerechnet. Die Vereinigten Staaten würden an Einheiten erster Klasse 500 650 Tonnen. Großbritannien 604 450 und Japan 299 700 Tonnen opfern.

Das Abrüsiungsprogramm.

Die allgemeinen Grundsätze des amerikani­schen Abrüstungsprogramms, die Staatssekre­tär Hughes in feiner Eröffnungsansprache vor­getragen hat, sind 'folgende: .

1. Der Bau aller Großkampfschiffe der gegenwärtigen Bauproaramme, sowohl der bereits in Ausführung befindlichen als cu* erst geplanten, wird aufgehoben.

2. Verminderung findet statt durch Aus­rangierung gewisser älterer Schiffe.

3. Die b e st e h e n d e n Aloltenstärken der in Betracht kommenden Mächte werden im all­gemeinen berückNchligl«

Die zukünftige Seestärke.

Washington, 13. Novbr. Havas veröffentlicht folgende Einzelheiten über das Seeprogramm Hughes:

Drei Monate nach dem internationalen Uebereinkommen, das die Rüstungen zur See betrifft, soll der Jststand zur See in Einheiten erster Klasse für die drei Hauptmächte fein: Großbritannien 22, Vereinigte Staaten 18, Iapan 10 Einheiten. Der gesamte Stand der Tonnage für große Kreuzer und Zerstörer soll für jede einzelne Macht wie folgt sein: Großbritannien 450 000 Tonnen, Verei­nigte Staaten 450 000 Tonnen, Japan 270 000 Tonnen. Die genehmigte Tonnage für Unterseeboote soll sein: Großbritannien 90 000, Vereinigte Staaten 90 000, Iapan 40 000, die Tonnage für Flugzeug­mutterschiffe: Großbritannien 80000, Vereinigte Staaten 80 000, Japan 48 000 Tonnen. Keine der Regierungen, deren Tonnage gegenwärtig die vorgesch.iebene Grenze überschreitet, soll gezwungen sein, sie zu reduzieren, bevor der Ersatz der unmodernen Skiffe durch neue Bauten beginnt. Die Kreuzer sollen nach 17 Jahren durch neue ersetzt werden, die Unterseeboote nach 12, Flugzeugmutterschiffe na^ 20 Jahren. Bezüglich der Verwendung von Handelsfahrzeugen zu Kriegszwecken sollen be­sondere Vorschriften ausgestellt werden. Gegen­wärtig vorhandene und im Bau befindliche Schiffe, deren Tonnage 5000 Tonnen nicht über- sind von den Bestimmungen des Nebereinkom­mens nicht betroffen. Jede an dem Ueberein­kommen beteiligte Macht soll sich verpflichten, die anderen Mackste von jeder Einzelheit bezüg­lich Neubau und Ersatz der Schiffe zu unter­richten.

Washington, 13. Novbr. (Havas.) Nach dem Programm von Hughes hat Amerika zu zer­stören: 15 große neu erbaute Einheiten mit einer Wasserverdrängung von 518 000 Tonnen und einem Wert von 330 000 Dollars, außer­dem 15 alle Panzerschiffe mit einem Tonnen- gchal! von 227 000 Tonnen. Großbritannien soll den Bau von 4 Einheiten vom Typus Hood" einstellen. Diese Schiffe haben eine Wnfferverdrängung von 170 009 Tonnen. Die zu $erfforenben Aeberdreadnouglhs haben eine Wasserverdrängung von 411375 Tonnen.

Verblüffung über die Abrüflungs-

, Vorschläge.

London, 14. Novbr. Eine Umfrage ergibt, daß der ausländischen und insbesondere ter eng­lischen Delegation die Abrüstungsvorschläge des amerikanischen Staatssekretärs Hughes sehr überraschend gekommen sind und daß sie alle Erwartungen übertroffen haben. Alle Delega­tionen, also nicht nur hie englische, betrachten die Abrüstungsvorschläge für viel ernsthafter uHd die Eingriffe in ihre Flottenvrogramme für viel radikaler, als erst angenommen worden ist. Eine weitere Meldung deutet den Weg an, auf dem der Widerstand gegen diese Abrüstungs­pläne organisiert werden dürfte. Es scheint da­nach so, als ob Japan als Bahnbrecher vorge­schickt werden solle, während die übrigen Mächte im wesentlichen als Sekundanten auftreten wer- den. In auffälligem Eifer wird betont, daß die Japaner die Vorschläge als zuweitgehend, wäh­rend die E"-^änder sie als Grundlage für wei­tere Verhandlungen ansehen wollen.

Pvineare über den Warkflurz.

Paris, 13. Novbr. Poincarè bespricht heute abend imTemps" die deutsche Finanzkrise. Er führt den Marksturz auf die schreckliche Un­ordnung zurück, die in den deutschen Finanzen bestehe, auf die Beibehaltung eines Defizits, das man nicht beseitigen wolle, auf die systema­tische Vernachlässigung der Beitreibung der Steuern und auf die nicht genügende Besteu­erung von Wein Zucker und Tabak. Poincarè sagt, gegenüber einem Deutschland, das wirk­liche Schwierigkeiten habe, aber das sie ver­größert hätte, um sich seinen Verpflichtungen zu entziehen, habe man nur Gewißheit, bezahlt zu werden, wenn man von ihm positive Pfänder verlange, und wenn man eine ernste Kontrolle "der feine Ausaaben und (Einnahmen. Über

seinen Export, seine Zolleinnahmen ckind Kohl lenförderung einrichte. Der Vertrag von Dev failles berechtige die Alliierten, entsprechend« Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen.

London, 13. Novbr. Ein Sonderberichterstatter desObserver' berichtet aus Paris, der letzte Sturz der Mark habe endlich Frankreich die Wirklichkeit vor Augen geführt. Ein finanzieller Zusammenbruch würde, wie die französischen Kreise jetzt ein, ätzen, daS Wies­badener Abkommen gefährden. Der Berichterstatter schreibt, eS sei nun Sache der Washingtoner Konferenz, so schnell wie möglich die Diskussion über die Frage der Schuld der wirtschaftlichen Verwicklungen zu er- öffnen.

Rathenau über das Erfüllungs­problem.

Bremen, 12. Novbr. Auf dem Parteitag dsd Deutschen Demokratischen Partei sprach Ra­thenau über das Erfüllungsproblem und die deutsche Wirtschaft. Er sagte: Die Stimmung bei unseren früheren Gegnern ist nicyt einheitlich. Die fremden Staatsmänner müssen mit ihren Parlamenten rechnen, die immer noch auf den Krieg eingestellt sind. Der Optimismus hat kei­nen Zweck in unserer Lage. Der Verlust Ober­schlesiens hat einen großen Teil des Kredits Deutschlands im Auslande verdorben. Die Ar^ beitsteilung in der Welt ist zerstört. Die Welt­wirtschaft war ein geschlossener Organismus, bet dem Arbeitende und Konsumierende sich in dis Hände arbeiteten; dieser Organismus ist zer­brochen. Wir können nur vorwiegend Sachlei­stungen leisten. Der Weg der Eoldleistung ist uns versagt und kann nur unsere Währung wei­ter zerrütten. Der Export bringt leider nicht die Devisen, die man erwartet hat. Die Auslands- Märkte sind an der letzten Grenze ihrer Auf­nahmefähigkeit. Wir müssen unsere Waren an Stellen liefern, an denen sie nicht den Weg in' hen Welthandel imden. Eine solche Stelle ist das Micderaufbaugebiet Nordfrankreicks. Es wäre ein Fehler, die Reparationsleistung als etwas für uns rein negatives zu betrachten. Es ist etwas Großes für uns im Urteil der Welt, wenn wir es in die Hand nehmen, Europa wieder zur Ordnung zu verhelfen. Das ist die Aufgabe, die für ein Jahrhundert nicht vergebens sein wird. Das sind auch die Grundlagen des Wiesbadener Abkommens. Die Verständigung mit Frankreich ist nötig. Dieses Ziel wurde verfolgt mit voller Kenntnis der englischen Regierung. Das Wies­badener Abkommen ist eine Verbesserung der Versailler Bestimmungen. Man nat gesagt, man habe England mit Wiesbaden verärgert. Des­halb habe es uns in Oberschlesien im Stiche ge­laden. Das stimmt nickt, denn die englische Po­litik war in ihrer Haltung gegenüber Ober- fliesten nicht frei, sowohl die öffent­liche Meinung Englands, wie auch die maßgebenden politischenKreife sind mit dieser Entscheidung nicht zufrieden. Wir haben nicht einen Moment versäumt, diese Frage mit England zu besprechen. Wir sind der Ueber­zeugung, daß England die Möglichkeit benutzen wird, gewisse Korrek- turen an der Entscheidung vorzu­nehmen. Sir Bredury, der zur Zeit in Berlin rr.ilt, bat in den Besprechungen, die ich mit ihm hatte, erklärt, daß er den Weg nach Wiesbaden für den richtigen halte. Auf dem Gebiete der Sachleistungen war Wiesbaden der erste Scsiritt. Wir werden auch mit anderen Staaten zu ähn­lichen Verträgen kommen müssen, die nicht so schwer sein werden, weil es sich da nicht um zer­störte Gebiete handelt. Die Kreditaktion der In­dustrie bedeutet ei"" große Opferwilligkeit. Aber die ^orm, wie sie jetzt angeboten wird, ist zu be­dauern. Bedingungslos hätte die Industrie ihre Hilfe geben sollen. (Beifall.) rlufsfaNdsbewegung in der Ukraine.

Lemberg. 15. Novbr. In der Ukrainè ist ein Aufstand ausgebrochen, dessen Ziel Kien bildet. Der Mittelpunkt des Aufstands lieg! heute zwischen Czerkieß und Kiew. Die cm sässische Bevölkerung steht der Bewegung syni vothisch gegenüber, ohne sie jedoch zu unter­stützen. Auf diesem Territorium befinden sich ungefähr 40 Atamanen und unter diesen eme große Anzahl ehemaliger Petljurasche Offiziere. Zahlreiche bolschewistische Abteilungen fhi# zum größten Teil mit voller Ausrüstung zu dc Aufständischen übergegangen. Aus alle, no; enicits der Grenze einlaufenden Meldungen geht hervor, daß die Aukstandsbewegung sich noch im Anfangsstadium befindet und daß erst später mit einem größeren Schlage gerechnet, werden kann.