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Hanauer «Anzeiger

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Staöi- und Landkreis Kana»

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Nr. 266

Samstag den 12. November

1921

Das Neueste.

Die Ratifikationsurkunden zu dem am 25. August zwischen Deutschland und Amerika unterzeichneten Vertrage wurden gestern abend im Auswärtigen Amt ausgewechselt. Damit ist der vertrag in Kraft getreten und der Friedens-

zustand wiederberaestellt.

Das Reichskabinett beschäftigte sich gestern nachmittag mit laufenden Angelegenheiten, Hauptsächlicki Personalfragen. In der Angelegen- " "..... ' * ~" ch keinen

Heit der Kredithilfe hat das Kabinett noch keinen Entschluß gefaßt.

Wie aus parlamentarischen Kreisen mit­geteilt wird, verhalten sich die Mehrheitssozia­listen dem Projekt der Industrie gegenüber durchaus ablehnend.

Der preußische Staatsrat hat in seiner gestrigen Sitzung den Entwurf einer vorläufigen Steuer vom Grundvermögen ab gelehnt.

Heute vormittag %10 Uhr (5^ Uhr nach­mittags deutscher Zeit) wird die Washingtoner Konferenz mit einem Gebet und einer Rede Hardings eröffnet werden.

In der burgenländischen Frage steht eine neue Wendung insofern bevor, als die Abstim­mung in Oedenburg bereits am 20. November stattfinden soll.

Die französische Regierung hat am 1. No­vember mit Ablauf des 1. Februar 1922 das Handelsabkommen mit Italien gekündigt.

Die Bedingungen der Industrie

Partei in irgend einer Form in Verbindung gebracht zu werden.

Entweder redlkhilfe oder Sozialisier.

Berlin, 12. Novbr. DerVorwärts" erklärt in einem Artikel: Die Industrie will Deutsch­land ausverkaufen. Wird die Kreditbilfe durch die Ablehnung der Voraussetzungen zunichte und es ist notwendig die Industrie vpr diese Frage zu stellen so müssen wir heran an die Erfassung der Sachwerte sowohl durch die Reichsbeteiligung am Produftionsertrag wie durch die Sozialisierung der Bodenschätze, die schon die Rechsverfasiung vorsteht.

Das Schicksal des Indufkrieprogramms.

Berlin, 12. Novbr. DieBerliner Börsen­zeitung" schreibt: Wir glauben Grund zu der Annahme zu haben, daß die Zusicherung des Reichsverbandes der deutschen Industrie, daß die Privatisierung der Eisenbah­nen auf der Grundlage eines großzügigen Siedelungsprogramms unter Be­teiligung der Arbeiterschaft und der Gewerkschaften an den zukünftigen ge­mischtwirtschaftlichen Betrieben der Eisenbahn burd^»h"hrt werden soll, schließlich doch zu einer sachlichen Behandlung der ganzen Frage in Gemeinschaft mit dem Reichsverbande Ver­anlassung geben wird.

Die Grundsätze von Washington.

Berlin, 11. Novbr. Der Geschäftsführer des Reichsverbandes der deutschen Industrie erläu­terte vor Pressevertretern die Erklärung des Reichsverbandes, die gestern dem

Paris, 11. Novbr. (Havas): Der Sonderbe­richterstatter der Agentur Havas berichtet aus

Washington: Die Kolitis Hardings, wie sie in allgemeinen Umrissen aus früheren Besprechun-

Der VersaillerRache-Verlrag".

Paris, 10. Novbr. In derDaily Mail", der Chicago Tribune" und denNewyork World" veröffentlicht der englische Romanschriftsteller H. G. Wells einen Artikel, worin er den Versailler Vertrag als die Krö-

Preussischer Staatsrat.

Berlin, 12. Novbr. Der preußische Staats­rat erledigte in seiner gestrigen Sitzung eine lleihe kleiner Vorlagen. Der erste Gegenstand )er Tagesordnung war die Beratung eines Ge-

nung des Revanchegedankens Frankreichs bezeichnet und sich nachdrück­lich dagegen wendet, daß Deutschland und Ruß­land auf der Washingtoner Konferenz nicht ver- treten sein sollen. Der Versailler Vertrag ist nicht dazu bestimmt, die Weltlage zu ordnen, sondern die Krönung der französischen Revancheidee. Obwohl Rußland im Jahre 1914 für die Ret­tung Frankreichs alles tat, und obwohl es im Weltkriege mehr Tote hatte als Frankreich und Amerika zusammengenommen, schließt man es von der Washingtoner Konferenz aus. Das deutsche und das russische Volk hatten keine Stimme in Versailles und sollen auch in Wa­shington nicht gehört werden. Wells bezeichnet es als krasse Ungerechtigkeit, daß man Deutsch­land ausschließen wolle. Deutschland besitze die Zentralste Lage in ganz Europa und übertreffe an Bevölkerungszahl alle anderen europäischen _____ahme Rußlands. Die Erzieh- ___o _t Volke ist höher, als die jedes anderen Volkes der Welt. Das deutsche Volk ist ehrenhaft, arbeitsam und geschert. Von seiner sozialpolitischen und wirtschaftlichen Lage hängt das Wohl Englands, Skandinaviens, Rußlands, Italiens und in einem geringen Grade auch Frankreichs ab. Deutschland hat große Tradi­tionen und eine große Literatur.

Völker mit Ausna

ung im deutschen

etzentwurfi vorläuf

5 über die Erhebung einer

igenSteuer vom Grund­vermögen. Namens der Mehrheit des

Hauptausschusses konnte Graf vonKayser- i n g k die Annahme der Vorlage nicht em­pfehlen. Der Staatsrat steht nach wie vor auf )em Standpunkt, daß die Interessen von Reich, Staat und Gemeinden eine alsbaldige reinliche Scheidung der Steuerzuständigkett auf dem gan- en Gebiet der öffentl. Abgaben erfordert. So ange eine reinliche Scheidung nicht endgültig vorliegt, kann der Staatsrat die Annahme der Vorlage nicht empfehlen. Die Entschließung wurde sodann mit den Stimmen der bürget« ichen Parteien und der Kommunisten gegen )ie Stimmen der Sozialdemokraten und Unab­hängigen angenommen.

Das Haus stimmte dann dem Gesetzentwurf zur Abänderung des Ruhrtalsperregesetzes vom 5. Juni 1913 ohne Aussprache zu, ebenso dem Gesetzentwurf betreffend Aenderung der Schiedsmannsordnung vom 29. März 1879. Die nächste Sitzung findet voraussichtlich am 22. November statt.

Donar Law gegen Lloyd Georges Jrenpolilik.

^stoizleV gegenüber" 'abgegeben" mor^ | 9en hervorgehe, lasse sich folgendermaßen zu war. Er gab zunächst einen Rückblick auf die | Jammens affen: Wehung der Kredttaktton, und erttatte, 1 m

der erste Schritt von dem Reichskanzler W t ausgegangen fei, der Anfang September an die Industrie mit der Frage herangetreten fei, ob sie dem Reich in seiner Finanznot zu helfen be= reit sei. Nach den Vorverhandlungen mit den ausländischen Bankiers kam die Industrie zur Formulierung bestimmter Bedingungen. Es stellte sich heraus, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen die deutsche Industrie als Garan- tie für die Reichsanleihe im Auslande nur sehr schwer und in ganz ungenügendem Umfange Kredit erhalten würde. Der Londoner Bankier Baron R o t h s ch i l d hat den Höchstbetrag auf 50 Millionen Pfund, die amerikanischen Ban­kiers haben ihn auf 250 Millionen Dollar ge­schätzt. Zugleich wurde allerseits erklärt, daß vor Abschluß der Washingtoner Konferenz nicht an eine Kreditgewährung für Deutschland zu denken sei. Bei Prüfung der deutschen Kredit­fähigkeit erkannte die Industrie, daß die Finanz­wirtschaft des Reiches auch den Privatkredtt untergräbt. Die Staatsbetriebe find nach An- icht der Industrie am schlechtesten geleitet. Eine lnmenge überflüssiger Arbettskräfte ist bei der Eisenbahn beschäftigt, während im Bergbau und anderen Privatindustrien Arbeitermangel herrscht. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Schlußfolgerung, daß nur der Uebergang zur Privatwirtschaft die Reichseisen­bahnen wieder zu einem rentierenden Betriebe machen könnte. Es ist klar, daß eine solche Um­wandlung nur mit Zustimmung und unter posi­tiver Mitarbeit der Arbeiter und Angestellten durchgeführt werden könnte. Die Industrie wird in der nächsten Woche darüber mit den Gewerkschaften verhandeln. Sie denkt nicht da= ran, einem privaten Jndustriekonzern die ganze Etjenbahnverwaltung zu übertragen, sondern ist der Meinung, daß an dem Unternehmen das Reich, die Industrie, die Gewerkschaften, der Handel und die Landwirtschaft, kurz, die ge­samte deutsche Wirtschaft beteiligt fein müßte.

Es ist unmöglich, dieses Volk zu zerstören, unmöglich, es von der Landkarte auszu st reichen, doch ist es ° I möglich, es wirtschaftlich und sozial nieder- = brechen zu lassen. Wenn aber Deutschland rui­niert ist, ist auch der größte Teil Europas

London, 10. Novbr. London ist voll von Ge- lg der

Die Stellung der Parteien.

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arbeiten durch den

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dessen Werk jedoch, da es sich auf Europa be­schränke, nicht erschwert werden solle. Das Mittel, an engeren internationalen Beziehun-

gen mitzuarbeiten, würde die politische Äer- sammlung der jetzigen Konferenz sein;

2. Harding erkenne die Unabhängigkeit der Politik und die territorale Unverletzlichkeit Chi­nas an, halte es jedoch für nötig, innerhalb einer bestimmten Grenze die Forderungen Ja­pans zwecks einer gewissen Ausdehnung seiner Grenze zuzulassen. Die Schwierigkeit würde da­rin liegen, festzustellen, wie weit diese Ausdeh­nung gehen würde;

3. der Unabhängigkeit Englands gegenüber der übrigen Welt in Bezug auf Rohstoffe und Lebensmtttel solle Rechnung getragen werden;

4. die Lage Frankreichs müsse berückstcbtigt werden. Es müsse etwas geschehen, um die Be­fürchtungen Frankreichs zu zerstreuen. Der Dreibund dürfe unter keiner Form neu auf­leben. Amerika werde Frankreich zur gegebenen Zeit beistehen, indem es einen moralifchen Druck auf Deutschland ausübe:

5. selbst wenn die Konferenz chr Ziel nicht erreichen soll, werde sie dazu gedient haben, die Hindernisse für den allgemeinen Frieden an den Tag zu bringen und sie werde sie akich dieioni- gen erkennen lassen, die dafür verantwortlich seien.

Die Ansichten des Präsidenten Harding sollen angeblich in zwei wichtigen Punkten von den Gedanken abweichen, die man Staatssek­retär Hughes zuschreibt. Harding habe gegen­über England das ausgesprochene Ziel, die Kün­digung des englisch-japanischen Vertrages durchzusetzen.

Zu den gestrigen Besprechungen des Reichs­kanzlers mit den Führern der Reichslagsfrak- tionen der Sozialdemokratie und des Zentrums teilen die Blätter mit, daß das Zentrum für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Reichsverbande der deutschen Industrie sei, während die Sozialdemokraten die Bedingungen der Industrie für unannehmbar erklärten. In den Krei en der sozialistischen Abgeordneten herrscht laut -vorwärts" die Meinung vor, daß diese Be- dingungen nur das Mittel sein sollen, die kre- ditaklion überhaupt unmöglich zu machen. Sollte die Deutsche Volkspartei oder eine der Milielparkmen auf diese Bedingungen eingehen, so werde das die schwersten innerpolitischen Folgen haben. Rach Informationen desBerl. Lokalanzeigers" dürfte die Deutsche Volkspartei, _

es llblehnen, mit der ganzen Angelegenheit als meutrete, zu fordern.

London, 12. Novbr. Die Blätter weisen auf die große Bedeutung der heute beginnenden Washingtoner Konferenz hin.Daily Ex­preß" überschreibt seinen heutigen Leitartikel: Die Zivilisation am Scheideweg". »D a l l y N e w s" sagt, die Hoffnungen der ganzen Welt seien auf Washington gerichtet. DerT i - m e s" zufolge haben sich die Aussichten der Konferenz in den letzten Wochen vergrößert, da man sich immer mehr der katastrophalen Dolgen eines Fehlschlages der Konferenz bewußt werde. D a i l y C h.r o n i c l e" berichtet aus Wa­shington, es sei zwecklos, in Abrede zu stellen, daß in den dortigen Konferenzkreisen außer­ordentliche Nervosität, selbst Besorgnis vor­herrsche. Don allen in Washington vertretenen Mächten habe Japan am meisten Grund, einen Erfolg der Verhandlungen zu wünschen und einen Mißerfolg zu fürchten. Lord Curzon habe an den Staatssekretär Hughes ein Tele­gramm gerichtet, in dem er erklärt, die britishe Regierung werde alles tun, was in ihrer Möcht liege, um die Verwirklichung der großen Hoss- nungen, mit denen man in Washington ewam«

rüchten über eine dramatische Zuspitzung rischen Verhandlungen. Die hier versam: Mitglieder der Regierung Nordirlands Habtzn eine wenig versönhilche Erklärung abgegeben, und zu aller Eisttaunen hat Bonar Law, der

ammelten

Deutschland ist in einem großen Kriege be­siegt worden und es muß zugestanden werden, daß Deutschland durch ein besonderes imperia­listisches und kampflustiges System in den Krieg getrieben wurde, doch hatten England und Amerika wiederholt erklärt, daß sie keinen Kampf gegen das deutsche Volk, sondern gegen das deutsche System führen. Deutschland ergab sich auf der Grundlage der vierzehn Punkte von Wilson. Es verjagte den Kaiser und sagte sich öffentlich und unzweideutig von ihm los. Aber der Versailler Vertrag betrachtet alle diese Versprechungen Deutschlands als Fetzen Papier. Der Friede, der der deutschen Republik auferlegt wurde, war ein R a ch e f r i e d e n, als ob es noch einen Kaiser in Berlin gäbe. Es war die Rache Frank­reichs für den Vertrag von 1871, ohne irgend einen Schatten von Duldsamkeit für Deutsch­land.

Die Deutschen wurden als ein Volk von moralischen Ungeheuern behandelt, die sich voll­kommen von den Engländern, Franzosen und Amerikanern unterschieden. Jeder Deutsche wurde für den Krieg verantwortlich gemacht. Man forderte Unmögliches von Deutschland, wollte sogar die deutsche Zivilisation bestrafen, die schließlich für die ganze Welt und auch für Frankreich lebensnotwendig ist Die englische und französische nationalistische Presse gestand offen zu, daß sie Deutschland keinerlei Möglich- tc'.: für seine Wiedererhebung gewähren wolle.

Die europäischen Alliierten sehen nunmehr seit drei Jahren, wie Deutschland zu Boden liegt, in einer kurzen Zett wird Deutschland DOuig tot sein. Aber seine Nachbarn werden di Opfer dieses Zusammenbruches sein, wie aud von den siamesischen Zwillingen einer nicht sterben kann, ohne den andern mit sich zu ziehen. Es ist höchste Zeit, daß diese barbarische Unvernunft, diese Verlängerung de Kampfes nach der Ergebung aufhören soll, und daß die besten Männer Deutschlands als dests> vernünftige Vertreter zu den Beratungen nach Washington berufen werden. Früher oder später wird es unumgänglich notwendig sein, daß der Weltfriede auf andere Weise behandelt werde als durch den Versailler Vertrag. Wells beklagt es dann, daß Rußland nicht zu der Kon renz eingeladen wurde. Er behauptet, da Frankreich und England Rußlands Soldaten zu großem Dank verpflichtet seien, weil ohne Ruß­land Deutschland den Krieg schon im Jahre 1916 gewonnen hätte. Wells fordert, wenn es auch nicht möglich sei, Rußland so lange es von den Bolschewisten beherrscht werde, zu der Kon­ferenz einzuladen, daß man geeigneten Juristen den Auftrag erteile, die russischen Interessen auf der Washingtoner Konferenz zu weil es sich um Lebensinteressen eines Boltes handele, das in zwanzig oder hundert Jahren ebenso mächtig sein könne wie die anderen europäischen und außereuropäischen Staaten.

nieder ins politische Leben zurückgekehrt ist, be­kanntgegeben, daß er die Einwendungen Ulsters zegen den Versöhnungsvlan der Regierung eile, weil dieser zu einem Bürgerkrieg in Eng-

sters

and führen müsse, und daß er daher bei jedem Versuch, einen Druck auf Nordirland auszuüben, auf besten Seite treten und der jetzigen Regie- »pposition machen müsse. Zweifellos hat

rung Opposition machen müsse. Zweifellos hat Bonar Law durch diese Stellungnahme den Widerstand Ulsters sehr gestärkt und damit der Friedenssache großen Schaden zugefügt, und wenn das Versöhnungswerk^t an der Hals­starrigkeit Ulsters scheitern sollte, so wäre es zum größten Teil auf das Konto Bonar Laws zu setzen. Da anderseits Lloyd George in diesem Fall mit seinem Rücktritt gedroht hat, so ver­mutet man. vielfach, daß Bonar Law danach strebt, der Nachfolger Lloyd Georges zu werden. Es ist aber zu beachten, daß die Regierung noch immer an einer optimistischen Auffassung der Lage festhält, und daß der Erste Minister auch

auf dem gestrigen (sulwyau-Danren seyr yoy- nungsvolle èöne angeschlagen hat. Auch verfügt die Regierung zweifellos über scharfe Mittel, um Ulster ohne irgendwelchen äußern Druck ge- fügia zu machen. Die unverständliche Haltung der hiesigen Ulsterführer kann f^ wohl auf taktische Erwägungen zurückzuführen sein. Jedenfalls stehen das ganze Land und der größere Teil der unionynschen Partei hinter Lloyd George, während Bonar Law nur auf einen mäßigen Anhang, höchstens 100 Abge- ordnete, zählen könnte. Immerhin vergißt man hier nicht, daß Ulster bisher noch jeden Versuch einer Versöhnung zuschanden Gemacht hat. Es wäre denkbar, daß Lloyd George in dem Augen­blick, wo er das Scheitern seines Dersöhnungs- Werks voraussieht, die Regierung nieder-egte und üch für eine Weile die größtmögliche Rube gönnte, um bei passender Gelegenheit mit fri- kben Kräften wieder hervorzukommen. Die Wahrscheinlichkeit spricht jedoch dafür, daß die Verhandlungen mit Ulster nach einigen Sitzungen vertagt und erst wieder enommen werden, wenn Lloyd George von zurückgekehrt ist.

Die Ausschließung der Habsburger. Reu- ter meldet: Ungarn hat sich in Form einer feier- lichen Zusage an die Mächte verpflichtet, die Dynastie Hamburg für immer von der unD»- rischen Thronfolge auszuschließen. Die Alliier- ten sind der Ansicht, daß eine in dieser Form übernommene Verpflichtung durchaus befriedi­gend ist. Die Kleine Entente ist benachrichtigt ward»», daß der Zwischenfall beendet sei.

(Infolge Störung an einer Setzmalchme konnten heute die Parlamentsberichte (Reichs- tag und Landtag), sowie einige mecterepojaume Nachrichten nicht gesetzt werden. D- Wl