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General-Anzeiger
AmLüHes Organ für S!aö!- und Landkreis Kanau
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Erscheint Lgllch mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
Hr. 256 Dienstag den 1. November 1921
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Der neue RauA
Protest der Belegs«
Ein Schurke spricht das Wort: „Das Recht pohnt beim Ueberwältiger und die Schranken unserer Kraft sind unsere Gesetze". Franz Moor, der Bösewicht, ist der Künder solcher Unmoral. Das Gewissen der Welt ist der gleichen Ueberzeugung, das hat uns die Lösung der oberschlesischen Frage bewiesen, das beweist uns die neue allen „vertraglichen Bestimmungen" zum Trotz angedrohte Fortsetzung des durch die Bestimmungen von Versailles eingeleiteten inneren Zerstörungswerkes. Das alte Sprichwort: „Läßt Gewalt sich blicken, geht das Recht auf Krücken" haben wir in den letzten drei Jahren derart zu fühlen bekommen, daß man sagen kann, man hat das Recht nicht nur mißhandelt, sondern totgeschlagen und die Entente, mit Frankreich an der Spitze, ist eben daran, ihrer bisherigen Gewaltpolitik ein neues Glied hin- zuzufügen, das sich letzten Endes gegen unsere gesamte Industrie richtet; denn das den Deutschen Werken — zu denen auch das Werk Wolfgang bei Hanau gehört —, angedrohte Schicksal, von dem wir gestern berichteten, ist nur ein Vorspiel; die Privatindustrie wird folgen, d. h. wenn das deutsche Volk den Anfang der Vernichtung ruhig hinnimmt, wie es bis jetzt bei anderen Maßnahmen immer der Fall gewesen ist.
Um was handelt es sich bei dem neuen Raubzug der Entente, oder richtiger gesagt, Frankreichs? Wie schon erwähnt zunächst um die Vernichtung der Deutschen Werke, -^u^Ver staatlicher Heeresbetriebe, die heute sämtlich in die Friedensindustrie eingestellt smd. Mit Entsetzen erinnern wir uns noch derDenchte und der Photographien von den von der Entente und auch von einzelnen Parteien im Innern unseres Landes geforderten und unter Aufwendung bedeutender Kosten — beim Werk Wolfgang find hierfür fast 10 Millionen Mark für Löhne verausgabt worden — durchgeführten Zerstörung und Verschrottung dieser auch für Friedensarbeit oft unersetzlichen Maschinen, mit Schaudern und blutendem Herzen denken wir der Berge von Maschinenteilen, die blindlings zerschlagen auf den Höfen der Werke herum- logert. Um Hunderttausende von Arbeitern nicht brotlos zu machen, wurden diese Werke unter starker Beteiligung des Reiches in die Friedensindustrie übergeführt. Diese Umstellungsarbeiten geschahen unter ständiger Aussicht der Entente. Monatelang gehörten die Kommissionen zu den täglichen „Gästen" in den Betrieben. Die Kommissionen wechselten ab und was die eine ohne weiteres als den Bedingungen des Vertrages von Versailles entsprechend genehmigte, das wurde sicher von der folgenden als Kriegsgerät der Vernietung überantwortet, sodaß man sagen kann, die ganze Umstellung auf reine Friedensarbeit hat sich in zweijährigem Mühen und keinen, Schritt breit ohne Einwilligung der Entente bei allen Teilen der Deutschen Werke vollzogen. Und nun plötzlich legt General Rollet seine zerstörende Hand an diesen wichtigen Teil der deutschen Industrie. Einem Werke nach dem andern befiehlt, er mit seiner Herrengeste die Stillegung, ja die Zerstörung bis auf den Boden und bis unter die Erde, wie es z. B. in Wolfgang der Fall ist. Die Erzeugung harmlosen Materials für die Filmfabrikation, für die gewisse Lieferungen amerikanischer Rohstoffe ausdrücklich freigegeben waren, wird mit Gewalt unterbunden und die Gebäude sollen dem Erdboden gleichgemacht werden, um ein „Kartoffelfeld" entgehen zu lassen.
Hier handelt es sich nicht mehr um Wahnsinn, sondern um offen ausbrechende Tollwut. Mit der einen Hand sucht der Franzose hunderte von Milliarden aus der deutschen Industrie herauszuprefsen und mit der anderen Hand meuchelt er, stellt Forderungen über Forderungen, die — und das sollten nun endlich einmal alle Deutschen einsehen — nur den einen Zweck haben: Deutschland völlig zu vernichten! Frankreich denkt nur an das eine: Niederhaltung des deutschen Gegners, nicht Wiederaufbau, sondern Vernichtung! Es handelt sich, wie schon gesagt, nübt nur um die Vergewaltigung der Deutschen Werke und der hier beschäftigten Arbeiterschaft. D nein. Wer dieses Glaubens ist, der kennt nicht die heimtückische französische Politik, der hat das hinterlistige ranzösische Intrigenspiel bisher nicht begriffen. Auch die Privatindustrie hat während des Krieges zum großen Teil in Kriegsdiensten gestanden und für einen französischen Leutnant ist e» ein leichtes, irgend eine Fabrik, die an Krieg
Mg Nr Enlenle.
hast von Wolfgang.
gar nicht mehr denkt, aufzugreifen und sie bei General Rollet anzugeben. Schon ist die Stilllegung beschlossen, auf Grund der französischen Auslegung des Friedensvertrags, die unserem Feinde schließlich das „Recht" gibt, den Bau von Lokomotiven zu untersagen, weil sie Munitionszüge und Soldaten befördern, die Landmaschi- nenfabriken zu schließen, weil durch sie die deutsche Landwirtschaft intensiviert und die Hungerblockade unmöglich gemacht wird. Also die Gefahr ist groß, wenn wir hier wieder nach- geben. Es handelt sich nicht nur um die 20 000 Arbeiter, die in Wolfgang, Erfurt und Spandau brotlos werden, nicht um die Millionen, die die Deutschen Werke und durch sie das Reich verliert. Rein, es geht um die ganze deutsche Arbeiterschaft, um die gesamte deutsche Industrie.
Deshalb heißt es zusammenzustehen und sich einhellig gegen die neue Forderung der Entente zu stemmen, sich endlich, wie es in der gestrigen Betriebsversammlung des Werkes Wolfgang von einem Arbeiter zum Ausdruck gebracht wurde, wieder einmal als Angehörige einer Ration, als Deutsche zu fühlen und zu zeigen. Fort mit dem Wankelmut, her die deutsche Entschlußkraft leider schon bis ins Mark angefressen hat, fort mit der feigen Meinung: „Was wollen wir sonst tun, als nachgsben?" Dafür die „schwielige Faust", von der auch in der genannten Versammlung gesprochen wurde, gezeigt und auf den Tisch geschlagen: B i s h i e r - herundnichtweiter! Gewiß, zuschlagen können wir mit dieser Faust nicht mehr — die Lest.ist.vorbei, aber wir können noch einen alles seine Grenzen y atz Dieser $8tue muß natürlich, wenn er von Erfolg begleitet sein soll, vom gesamten Volke getragen sein. An einem einheitlichen st a r k e n Willen ist schon mancher Ansturm gescheitert. Deshalb handeln wir nach Goethes Rat: Wer das Recht auf feiner Seite fühlt, muß derb auftreten, ein höfliches Recht will gar nichts heißen. R. H.
Betriebsversammlung Ses Neichs- merks Wolfgang.
Gestern vormittag fand im Beisein der Direktion eine Betriebsversammlung des Reichswerkes Wolfgang statt, in der die wegen der von der Interalliierten Militärkomnnssion geforderte Schließung des Werkes Wolfgang von der Arbeiterschaft nach Berlin zur Generaldirektion der Deutschen Werke entsandte Delegation Bericht über-die Lage erstattete. Zunächst wies Herr Direktor Brandenburg auf die Bedeutung des furchtbaren Schlages hin, der demnächst gegen die Deutschen Werke im allgemeinen und gegen Wolfgang im besonderen geführt werden solle. Der Vernichtungswille der Entente, so führte der Redner aus, kenne keine Grenzen. Trotzdem man bereits zu Anfang des Jahres die neu aufzunehmende Fabrikation genehmigt habe, trotzdem ein Votschafterrat in seiner Sitzung vom 10. Febr. 1920 ausdrücklich erklärt habe, daß die Deutschen Werke weiter bestehen und sich in die Friedensindustrie umstellen könnten, die Forderung gestellt, einzelne Werke systematisch zu zerstören. Es Jolle sagar die Reparatur von Lokomotiven und Waggons eingestellt werden. Mit den Werken, die jetzt zerstört werden sollten, werde man natürlich noch nicht Schluß machen, sondern die Willkür der Entente und besonders der Franzosen werde weitergehen und schließlich auch die Privatindustrie in Gefahr bringen.
Sodann nahm der Betriebsratsvorsitzende, Herr Borst das Wort und führte u. a. aus: Zwei Jahre mühevolle Arbeit liegen hinter uns. Als wir glaubten Fabrikationszweige gefunden zu haben, die uns Gewähr für eine dauernde Arbeitsstätte boten, kam Ultimatum auf Ultimatum und Forderung auf Forderung der Entente, die nun schließlich auf die vollständige Vernichtung des Werkes Wolfgang hinauslaufen. Rach der letzten an die Eeneraldirektwn der Deutschen Werke gerichteten Forderung der Interalliierten Militärkommission soll u. a. unser Werk Wolfgang vollkommen st-llgelegt und zerstört werden. Die Gebäude finb bis auf den Erdboden zu vernichten und alle elektrischen und Dampfleitungen sind herauszureißen. Sogar die unterirdischen betonierten Kanalisationen sollen zerstört werden. Die Rohmaterialien sollten bis zum 15. Oktober verbrannt werden. Die Fortführung des Betriebes wurde erst bis zum 31. Oktober, dann bis zum 30. November genehmigt mit der höhnischen Bemerkung, „um so zu gestatten, die laufende Fabrikation
zu beendigen und sich danach umzutun, wie Sie das mit dieser Arbeit beschäftigte Personal am besten verwenden können". Das Werk soll wie gesagt dem Boden gleichgemacht werden, um dann nach einem Ausspruch eines Ententeoffiziers Kartoffeln anzubauen. Der Betriebsrat des Werkes Wolfgang hat sich sofort nach Vernehmen dieser Forderung mit der Generaldirektion in Verbindung gesetzt; wir sind nach Berlin gefahren und haben dort verhandelt. Das Ergebnis der Verhandlung war: Die Hauptleitung lehnt es ganz entschieden ab, auch nur irgend etwas vernichten zu lassen. An der Arbeiterschaft liegt es nun, sich hinter den Hauptvorstand zu stellen und die Forderung der Entente abzulehnen. Mit der Nachgiebigkeit muß es ein Ende haben, es muß endlich ein Strich darunter gemacht werden. Mag die Entente kommen wie sie will, wir werden keine Maschinen zerstören und werden keinenSteinvgmanderen entfernen. Es geht um unsere Existenz und wir werden wissen, was wir zu tun haben. Wir werden der Ententekommission erklären: Hier ist unsere Arbeitsstätte und hier hört endlich unsere Geduld auf. Sollte die Entente es etwa auf eine Machtprobe ankommen lassen, dann wird man uns nur mit Waffengewalt von unserer Arbeitsstätte fortjagen können. — Redner erklärte dann, daß auch in den anderen in Frage kommenden Werken die Arbeiterschaft der gleichen von ihm vertretenen Ansicht sei.
Hierauf ergänzte noch Herr Conrad, der ebenfalls an den Verhandlungen in Berlin teilgenommen hat. die Ausführungen feines Vorredners und betonte, daß die Vertreter der Arbeiterorganisationen nicht tatenlos zusehen würden, daß tausende von Familienvätern brotlos gemacht werden sollen. Die Arbeiter- schaft. betrachte es als eine
daß sie sich in dieser Frage restlos fünfer den Hauptvorstand zu stellen habe. Die hier in Frage kommenden Forderungen der Entente seien für die Arbeiterschaft unerfüllbar; letztere werde die Zerstörung des Werkes glatt verweigern. Um den festen Willen der Arbeiterschaft kund zu tun, empfahl er folgende
Entschließung
zur Annahme, die dem Hauptvorstand über- nüttelt werden soll:
„Die Arbeiterschaft der Deutschen Werke A -G^ Werk Wolfgang, nimmt mit Entrüstung Kenntnis, daß die Interalliierte Militärkommission die Schließung des Werkes Wolfgang verlangt. Die Schließung ist umso unverständlicher und in keiner Weise mit den Bestimmungen des Friedcusver- träges in Einklang zu bringen, als die Arbeiterschaft alles daransetzt, um das Werk zu dem zu machen was bei der Gründung der Deutschen Werke als Ziel gesetzt wurde, nâm- lich eine „Stätte der Arbeit", in der nicht wie früher Produkte zur Vernichtung von Menschenleben und Kulturgütern hergesleLt werden, sondern wo im Interesse des Volksganzen und darüber hinaus im Interesse der gesamten Weltwirtschaft Werte geschaffen werden, die für den täglichen Bedarf der deutschen Industrie und den Handel bestimmt sind. Wir fordern deshalb die Hauptleitung der Deutschen Werke als die Vertreter des Betriebes und den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund als Vertreter der gesamten Arbeiterschaft auf, überall wo erforderlich, alles zu tun, damit die Werke, die Zehnlausenden von deutschen Arbeitern Verdienstmöglichkeit gewähren, nicht der Schließung verfallen. Wenn nötig, hat der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund an die Solida- ridät der Arbeiter der ganzen Welt zu appellieren."
Diese Entschließung fand einstimmige Annahme. — Herr Borst ergriff dann nochmals das Wort, indem er ausführte: Ich habe Herrn Generaldirektor Weinlich gefragt, was er zu tun gedenke, wenn am 30. November die Entente mit Gewalt vorgehe. Die Antwort wurde mir offen gelassen, worauf ich erklärt habe, daß wir als Arbeiter dann versuchen würden, das Werk weiter zu führen. Herr Generaldirektor Weinlich hat mir darauf erklärt, daß wir die volle Zustimmung bekommen würden, vorausgesetzt, daß sich die Regierung nicht unter die Knute bringen lasse und etwa die Zustimmung zu der Vernichtung des Werkes gäbe. Zum Schluß brachte der Redner den Appell an die Regierung zum Ausdruck, mit der N a ch g i e b i g - keit der Entente gegenüber endlich einmal Schluß zu machen.
Neuregelung des Befoldungswesens.
Berlin, 31. Oktbr. Ueber die Frage des Neuaufbaues des Befoldungswesens und der wegen der weiter eingetretenen Teuerung für die B e a m t e n zu treffenden Maßnahmen haben die feit mehreren Tagen geführten Verhandlungen zwischen den Vertretern der Reichsregierung und den Beauftragten der Spitzenorganisationen zu einer Verständigung geführt. Wenn auch die Wünsche der Beamtenorganisationen nicht restlos erfüllt werden konnten, wurde doch eine Erhöhung der Grundgehälter zugestanden, die sich notwendig erwies, weil die sonst wandelbaren Teuerungsbezüge in ein zu krasses Mißverhältnis zu den festen pensionsfähigen Bezügen gekommen wären. Auch der Ortszuschlag und der Kinder- zuschlag sollen wesentlich erhöht werden. Dagegen kann der Teuerungszuschlag wieder in ein gesundes Verhältnis zu den Grundbezügen gebracht werden. Es ist ein Satz von 20 Proz. vorgesehen. Der durch diese Maßnahmen erwachsende Mehraufwand ist erheblich, aber wegen der veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse unvermeidlich. Der Beamtenschaft des Reiches und der Länder wird durch die vereinbarten Verbesserungen, die mit Wirkung vom 1. 10. ab gewährt werden sollen, eine wesentliche Hilfe in der derzeitigen Notlage zuteil. Alle beteiligten Faktoren sind sich darüber einig, daß die Mehraufwendungen an die Beamtenschaft mit größter Beschleunigung ausgezahlt werden sollen. Die Reichsregierung wird die Gesetzesvorlage den gesetzgebenden Körperschaften ungesäumt unterbreiten. Ueber die für die Angestellten und Arbeiter vorzunehmenden Verbesserungen wird unverzüglich verhandelt werden.
^LtLmanos „Betrachtungen
Die gestrigen Berliner Abendblätter bringe- Auszüge aus dem 2. Teil der „Betrachtungen zum Weltkriege" von Bethmann Hollweg, der in den nächsten Tagen erscheinen soll. Der Sohn des verstorbenen früheren Reichskanzlers, Felix Bethmann Hollweg, übergibt das Manuskript in dem von ihm vorgefundenen nicht völlig fertigen Zustande der Oeffentlichkeit. Auf ein allgemeines Kapitel, das insbesondere die Beziehung zwischen Kriegsführung und Politik erörtert, folgen vier spezielle Kapitel „Polen", „U-Bootkrieg", „Wilsons Aktion", das „Frie- densangebot der Mittelmächte" und schließlich „Das erste Halbjahr 1917", das mit der Demission des Reichskanzlers abschließt.
Ein großer Teil des Buches ist den Friedensbemühungen gewidmet; u. a. heißt es darüber: „Unabhängig von den österreichischen Demarchen taten sich während des Krieges zum ersten Mal im Frühahre 1917 Anzeichen auf, als ob die Entente zu Gesprächen über den Frieden bereit sei; verläßlich wurde festgestellt, daß einflußreiche Männer Frankreichs und Belgiens nicht abgeneigt feien, sich mit Deutschland zu begegnen. Für Frankreich war Briand als bereitwillig zu einer Aussprache ange- deutet. Für September wurde eine Zusammenkunft des Barons von der Lancken mit Briand fest vereinbart, allerdings im letzten Augenblick durch Ribot verhindert."
Die große unb bis kleine Enlenle.
Wien, 31. Oktbr. An unterrichteter Stelle wird uns mitgeteilt, daß die Meinungsverschiedenheiten zwischen der großen und der kleinen Entente infolge der Nachgiebigkeit der kleinen Entente sich bereits soweit geklärt haben, daß nur noch in der Frage der Abschaffung der Habsburger Dynastie, wofür sich die kleme Entente einsetzt, oder nur der Thronentsagung des Königs Karl, womit sich die große Entente zufrieden geben will, ein Unterschied besteht.
London, 1. Novbr. Reuter glaubt zu missen, daß den Regierungen der kleinen Entente Be- richt erstattet worden ist, daß die Großmächte jede aktive Intervention gegenüber Ungarn iw gegenwärtigen Augenblick durchaus nicht billige. •'
Budapest, 31. Oktbr. Wie die Blätter mel- den, werden Exkönig Karl und Zita in bei Nacht um Mittwoch von Tihany nach Duna Foeldvar gebracht, wo sie von dem inzwischen dort eingetroffenen Kanonenboot „Glouworm ausgenommen werden sollen. Für die Ueber- führung werden die gegenwärtig in Tihany weilenden Militärvertreter Englands, Franky reichs und Italiens Sorge tragen.
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