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Rr. 237
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GrundstüLsverpachtung.
Die fiskalische Nferparzcllc Blatt 9 Nr. 25 Kessel- stadt wird am Mittwoch den 12. d. MtS. vormittags 111 Uhr im hiesigen Domänenrentamt öffentlich verpachtet.
Hanan den 7. Oktober 1921.
Domänenrentamt.
22. Zuckerverteilung bei Landkreises Hanau.
Ab Dienstag den 11. Oktober 1921 gelangen SOO Gramm Zucker zum Pfundpreise von Mk. 4.— zur Ausgabe.
Eine weitere amtliche Verteilung von Zucker findet nicht mehr statt. Die Versorgung erfolgt künftighin durch den freien Handel.
Hanau den 10. Oktober 1921.
Kreiswirtschaftsamt dek Landkreises Hanau.
Bekanntmachung über die Berechnung des Jahresarbeitsverdienstes in der Invalidenversicherung vom 13.
September 1921.
Auf Grund des § 1245 Abs. 2 der Reichsver- sicherungsordnung in der Fassung des Gesetzes oom 23. Juli 1921 über die anderweite Festsetzung der Leistungen und der Beiträge in der Invalidenversicherung (R. G. Bl. S. 984) wird folgendes bestimmt:
§ 1.
Soweit nachstehend nichts anderes bestimmt ist, gilt für die Zugehörigkeit zu den Lohnklassen als Jahresarbeitsverdienst
bei täglicher Zahlung das Dreihundertfache, bei wöchentlicher Zahlung das Zweiundfunf- Zigfache,
• . bet zehntäglicher Zahlung das Dreißigfache, bei vierzehntäglicher Zahlung das sechsund- zwanzigfache,
- bei monatlicher Zahlung das Zwölffache, bei vierteljährlicher Zahlung das Vierfache
des gezahlten auf volle Mark abgerundeten Ent-
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gelts. Anzurechnen sind ferner Gewinnanteile und andere Bezüge, die der Versicherte gewohnheitsmäßig erhält, nachdem im vorangegangs- nen Kalenderjahre bezogenen Beträge. Für Sachbezüge gilt der nach § 160 Abs. 2 der Reichsversicherungsordnung festgesetzte Wert.
Für unständig Beschäftigte (§ 441 der R. V. O.) gilt als Arbeitsverdienst das Dreihundertfache des Ortslohnes.
§ 2.
. Diese Vorschriften treten mit dem 1. Oktober 1921 in Kraft.
Berlin den 13. September 1921.
Der Reichsarbeitsminister. Dr. Brauns. Wird veröffentlicht.
Hanau den 4. Oktober 1921.
Versicherungsamt für den Landkreis Hanau.
I. V.: Brenken.
MM WilMMWt«.
Als Arbeitssuchende sind zurzeit gemeldet:
a) m ä n n I i d) e: Kontoristen, Bürogehiffen, Buchhalter, Techniker, Gärtner, Gartenarbeiter, Steinmetz, Diamantreiber, Juweliere, Silberformer, Goldarbeiter, Installateure, Spengler, Schlosser, Maschinenschlosier, Mechaniker, Sattler und Tapezierer, Bürstenbohrer, Weinküfer, Uhrmacher, Schreiner,' mech. Hilfsarbeiter, Schneider, Buchdrucker, Steindrucker, Photograph, Ziseleure, Heizer, Maschinisten, Oberkellner, Krankenpfleger, Fuhrleute, Kasienboten, Hausburschen, Packer, Lagerarbeiter, Bauhilfsarbeiter, Taglöhner aller Art.
b) weibliche: Kontoristinnen, angehende Stenotypistinnen, Verkäuferinnen, Ppliseusen, ungelernte Arbeiterinnen, Monatsfrauen.
Offene Stellen:
a) männliche: 1 Silberschleifer, 1 Silberformer, 1 Gürtler, 2 Metalldrücker.
b) weibliche: 1 tücht. Poliseuse, Dienstmädchen.
Offene Lehrstellen:
1 Schriftsetzer-, 1 Drucker-, 3 Gärtner-, 1 Schreiner-, 1 Juwelier-, 1 Tapezierer- und Polsterer-, 1 Schmiede-, Schneider-, 1 Friseur-, 1 Spengler-Lehrling, 2 Verkäuferinnen-Lehr- stellen für Schuhgeschäft, 2 Mädchen für Netz- flechterei, 1 Kupferschmicde-Lehrling.
Lehrstellen-Suchende:
3 Schlosser oder Mechaniker, 2 Maschinenschlosser, 1 Verkäuferin für Lebensmittel.
Hanau den 8. September 1921.
Städt. Arbeitsamt. Berufsamt. Schirnstr. 8.
Abgeltung der Anträge ehemaliger Kriegsgefangenen auf Nachbewilligung der Löhnung und Entschädigungen für infolge der Gefangennahme erlittener Verluste.
Die Reichsregierung hat für die endgültige Abgeltung der Kriegsgefangenenanträge auf Löhnung und Entschädigung für abgenommene Gegenstände auf Antrag der Kriegsbeschädigten- und Kriegsgefangenenorganisationen bestimmte Summen bereit gestellt und mit der Verteilung dieser Gelder die Landes-, und Kreishilfsausschüsse beauftragt. Alle bis zum 15. August 1921 noch nicht in irgend einer Form erledigten Anträge obenbezeichneter Art sollen endgültig von den vorbezeichneten Stellen entschieden werden. Auch die schon seit Monaten gestellten Anträge, über welche die Antragsteller einen Bescheid noch nicht erhalten haben, gelten ab 15. August 1921 für die Reichsregierung als erledigt.
Wir fordern deshalb alle ehemaligen im hiesigen Stadtkreise wohnhaften Kriegsgefangenen, welche seinerzeit bei den Versorgungsämtern oder anderen Dienststellen Anträge auf Nachbewilligung der Löhnung und infolge Gefangennahme erlittener Verluste gestellt, aber bis jetzt eine Entscheidung noch nicht erhalten haben,' auf, uns ihre Ansprüche bis zum 15. Oktober 1921 schriftlich oder mündlich mitzuteilen. Der Mitteilung ist die genaue Bezeichnung derjenigen Dienststelle beizufügen, bei welcher der
Antrag gestellt wurde, damit wir in der Lage sind, die Anträge von dort anzufordern. Ferner ist, da die Mittel nach dem Grade der Bedürftigkeit der Antragsteller zur Verteilung kommen müssen, eine genaue Darlegung der wirtschaftlichen und pekuniären Verältnisse der Antragsteller beizufügen. Ein Rechtsanspruch auf Nachzahlung der Löhnung besteht nicht. Anträge, welche nach dem 15. Oktober eingehen, können voraussichtlich nicht mehr berücksichtigt werden.
Der Hilfsausschuß für ehemalige Kriegsgefangene des Stadtkreises Hanau. Geschäftsstelle: Schirnstraße 81.
Vom Bücherlisch.
„Mein Leipzig lob ich mir". Diese eigene Herzensüberzeu-gung Goethes ist der Leitgedanke, der das Oktoberheft (Nr. 4) der volkstümlichen und billigsten Heimatschrift „Sachsenblätter", geleitet von dem bekannten Dresdener Schriftsteller Ad. Ziesche (F. A. Esche), durchzieht. Leipzig ist in diesem prächtigen Hefte in Wort und Bild geschildert, und es enthält wertvolle Artikel über die alte Handels- und Messestadt, so Lessing als Leipziger Student, Leipzig und seine Herbstmesse, die Sachsen. in der Völkerschlacht, Auerbachs Keller, Aussprüche berühmter Dichter, Sprüche der Deutschen Bücherei und sonst allerhand Wissenswertes, wie auch Miszellen, aus sagenhafter Zeit, Volkshumor usw. Nâhrichten aus dem weitverbreiteten Süchs. LanLsmann- schaiftsleben und den Sachsenvereinen vervollständigen den Inhalt dieser. empfehlenswerten illustrierten Heimaischrist, die namentlich den fern der Heimat lebenden Sachsen willkommen sein dürfte. Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder direkt vom Verlag der „Sachsenblätter" AKanus'sche Buchdruckerei, Dresden-A. 1, Am See 7 — (Preis 3-50 Mark, — Ausland 4,50 Mark pro Vierteljahr — Einzelheit 1.50 Mark).
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