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»seiger

Amtliches Organ für Skaöl- und Landkreis Lanau

Veriagsteitung: Ad. Jndermühle.

Verantwortlich: iür politischen und .allgemeinen Teil Richard öultidj; für lokalen und vrovinziellen Teil iomte Sport Wilhelm Moritz: für Anzeigen und Reklamen August Brodt, alle in danau a. Main. Rotationsdruck der Waisenhausbuchdruckerei banau. Fernivrechanschlüsse Nr. 1237 und 1238.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Miklwvch den 21. Sepkember eaiffiBEiKWWiwMsiw^g^^ »riM«Ä«»ML kihmii ii ।1 apâaËaeaMK^ar'

Nr. 221

1921

Das Neueste.

In Oppau bei Mannheim ereignete sich heute morgen ein furchtbares Explosionsunqlück, dessen Folgen sich noch nicht übersehen lassen.

. Nach einer Reutermeldung stellt sich die britische Regierung in der Frage der Errichtung von Kontrollbureaus auf den deutschen Stand­punkt.

In Irland ist ein Eisenbahnerstreik aus­gebrochen.

Die griechische Armee befindet sich auf dem Rückzüge und wird von den Türken verfolgt.

* Mustapha Kemal mobilisiert in Anatolien

Um die Sanktionen

London, 20. Septbr. Reuter meldet: Es scheint mit Sicherheit angenommne werden zu dürfen, daß die d e u t sch e R e g i e r u ng die Entscheidung des Obersten Rates, nach wttcher eine Organisation eingerichtet werden soll um die Gewährung von Einfuhrli­zenzen durch Deutschland zu beobachten, loyal anzunehmen beabsichtige. Ueber die genaue Aus­legung dieser Entscheidung gingen die Meinun­gen ziemlich weit auseinander, indessen ist zu hoffen, daß die ganze Frage binnen kurzem ge­klärt sein wird, sodaß die wirtschaftlichen Sanktionen hierauf aufgehoben wer­den. Die einzige noch ausstehende Frage betrifft den Punkt, ob die interalliierte Organisation die Eigenschaft eines Beobachters haben soll um über die Erteilung der Lizenzen zu wachen und über jede unbillige und unterschiedliche Be­handlung an die alliierten Regierungen zwecks einer etwa notwendig werdenden Aktion zu be­richten habe, oder ob sie eine Körverschaft sein die bev oHm ö ch t kg t sei, gegen die Ge- WWkung von Lizenzen ih- Veto einzulegen. Die britischen Kreise sind für die erstgenannte Auf- fassung.

Dazu bemerkt das Wollfbüro: Diese Reuter- meldung bestätigt das, was bisher über den deutschen Standpunkt in dieser Angelegenheit bekannt geworden ist. Die deutsche Re­tz i e r u n g i ft bereit, di« Kommission mitzubilden und anznepkennen, der es obl'^en soll, die sogenannten Diskriminationen zu prüfen, d. h. darüber zu wachen, daß kein Land gegen­über dem anderen in der Handhabung der E'n- fuhrregelung benachteiligt wird. Sie wendet sich jedoch und dieser Standpunkt wird r^ dieser Reuter-Meldung von der englischen Regiemmg geteilt gegen jede Erweiterung der Befugnisse der Kommission. da hierdurch ein Eingriff in die deutsche Wirtschaftshoheit er­blickt werden müßte.

Das Goldangebol der Industrie.

Berlin, 20 Septbr. Der vom Revarations- auSfchuß zur Beratung des Antrages Mssel auf Heranziehung der Sachwerte für die Reparation eingesetzte neungtiedrige Arbeitsausschuß be­schäftigte sich in mehreren Sitzungen mit dem Angebot der Industrie dem Reiche durch Inan­spruchnahme eines langfristigen Kollektiv kredites die Mittel zur Erfüllung der auswärtigen Ver- PstichtunKen für die nächsten Jahre zur Ver­fügung zu stellen. In erster Lesung wurde der von dem Referenten Dr. Machenburg ausgearbeitete Wan zur Kreditorganisation gutgehe.ßen, der eine Zusammenfassung der Land- und Forstwirt­schaft in Angliederung an die Berufsgenossen­schaften vorsieht. AlS Kredi^gmmdlaae ist eine Haltung der einzelnen Mitglieder gegenüber der gesamten Organisation gedacht. Die Mitol'e^r sind berecht'gt, diejenigen Beträge. die sie für die Amortisation mit Zinsen auswcndet. von einem bestimmten Zeitvunkt ab dem Reiche Mf bestimmte Steuern zu verrechnen.

Die Lage in München.

tIMWnB aus »er bayrische» Bolkipa t-i.

Bläitrrmttdun«en au« München»l«e, hat »r bayrisch« Vottrpartei den Ab«. Dr. Zcchnbre^r, bei« 8 (ihrer der Opposition «egen die Pol hf de? B^rtei- Vorsitzenden Held und unentwe«ten Andän'ers ^«!>r4, wegen groben Dertranen-druch« au« der B«rtei «ud- «eichlossen. Zabnbrecher Patte «eitern trüb '» der »Münchener Zeitung" k^assc Angriffe gegen die Par^- itihtn« gerichiet, Neuwadlcn vcrla>">t und die Ruck- berninng K«hr» oeioidert. Die Verba"dliingen mit Aeriin sollten seiner Ansicht nach den Kam>niisi»N'n tnt-oarn un» mit «»en DoLmaitzte« einjii und allein d Kahr übertragen werden.

Vin« Anfrage an brn R«ichS''a'»z'rk.

Berlin, 20. Sent. Die Germania" br ntt einen Aus a, »Kapv-mu-", welcher idilitih* die Fra^c iu wirft: Hat Dtc>t,m«n v er der Rcichs'«n rr^Lat- sacken au'znweisen, »a» in München unter dem « >'d der rcallionürcn Regicrn-ig von dieser dem t kl o ei wicht ein neuer Kanvuti» von verbrechenickc» wie

MM WOllAM sei »»ieii.

Von einem furchtbaren Explosionsunglück sind heute morgen die Badischen Anilinwerke in Opnau b. Ludwigshafen, sowie die benachbarten Ortschaften heimgesucht worden, dessen Folgen sich bis zur Stunde noch nicht übersehen lassen. Einzelheiten über das Unglück sind nur schwer zu erfahren, da die Telegraphenämter von Mannheim und Ludwigshafen wegen drohen­der Gefahr bis kurz vor Redaktionsschluß ge­sperrt waren. Die Explosionen waren so ge­waltig gewesen, daß die Detonationen und Erschütterungen in einer Entfernung von über 100 Kilometer Luftlinie gehört bezw. wahrge- ncm.men worden sind. Auch in H a n a u wurde die Explosion in Form eines langanhaltenden Knalles mit nachfolgender Erschütterung be­merkt, die Fenster und Türen in Bewegung setzten.

Es liegen folgende Meldungen vor:

Pforzheim, 21. Septbr. Heute vormittag ist ein Hochofen der Badischen Anilinwerke Lud- wiashafen, melier sich in Oppau, Regierungs­bezirk Frankenthal befindet, in die Luft ge­flogen. Die Explosion erfaßte sofort zwei wei­tere Oefen, die gleichfalls unter fürchterlichem Krachen, die sehr weit aehört wurden, in die Luft flogen. Der Materialschaden ist unge­heuer aroß. Es gebt das Gerüst um, daß lehr viele Menschen tot sind. Die Mannheimer Spitaler sind überfüllt. Auch die Hafenanlage in Manubeim soll in Mik^idc-nkchast aezoaen M«^ MWx^M« ^ ^^,^B^ nicht in Erfahrung gebracht werden, da das Mannheimer Tâeuraphenamt sowie andere Aemter der r'm"ebunq wegen Störung den Betrieb eingestellt haben.

Mannheim, 21 Septbr. In Mannheim und Lubw'asha^en wurden zablre'ck'« Fensterscheiben durch den Luftdruck einyedrückt, Rolläden her- unterge'open, Fsnllerflüael oewaltlam geöffnet und leichtes Mobiliar beiseite geschoben oder umgeworfsn. Die Zahl der Toten und Ver­wundeten geht in die Minderte, konnte aber bis­her nicht annähernd festoestsllt werden.

»texten, die den Mord als Mittel benutzen, vorbereitet wurde? Hier, Herr Reieürtanzler. ist die formulierte Frage. Beantworten Sie sie io sehnen als möztich.

(Auf die Antwort sind wir gespannt.)

Äoâinattonen über das Preutzen- Kabmett.

Nach der »Bett. Nbendpost" sotten die Verhand­lungen zmiichtll Stc^crwald und den bisherigen Re­gierungsparteien in Preußen an der einen und der èoialocmotratie auf »er anderen Seite angeblich soweit gedielten sein, daß stenurnoch den fornte.lett Parte - tagsdeiä'luß der SPD. brauchten, um in Nirem Ergchui' der Oeffent ichkeit unterbreitet zu werden. So ac die Verteilung der Porte'euille« soll, wie man sagt, test eben: Das Zentrum werde Präsidium und Kultus, eie Tenticoe Soitipartei Landwielichait und Finaaren erba ten. Von den Tcmol.atcu werde der bisherige Hande tmini .er Fischbeck anch weiter dem Kabul tt nnaetföreu uns Dieo;ialo mo.'ratie cuDltm ivcrdc die oie- Dtibleibenb n Posten dessen, das Znnere mit Seoeiing, das WobliabriSinmistciinm m-t dem früheren Alun lerpHtfidcntcn Otto Braun und da» ^tustiz- m,yisterium mit dem erbgeoroneten Professor Ler. RaobiUch.

Vom sozialdemokrarischen Parlettaz.

Attnahme des Antrages des $artei»orfi«ubeS mit 290:67 Sie untren.

Der zweite Tag der Tagung der sozialdemo­kratischen Partei brachte heiße Debatten um den Antrag des Parteivorftanoer, betreffend die LecaliUonsoeieiligung. Die Aussprache eröffnet Hermann Müller. Er rechnet mit der Oppoftt-on ab, der er empfiehlt, ihre vor der Renolut. on geschriebenen Manulkrivte zu ver­brennen. In der Deutschen Lillspartei herrschen nd) seiner Dieinung verschiedene Tendenzen. Der ehrliche Politiker muß zugcoen. daß dort einige Zeichen der Besserung sich bemerkbar machen. Stiunes habe er nie für einen Politiker gehalten TaS beweise sein Auftteien in Spaa. ân 'olle sich aber hüten, StinneS zum »Schwar­zen Mann^ zu machen. Zum Beispiel sei StinneS lauge nicht der Schlechteste bei den Verhand­lungen mit den Arbeitne^^eun «ewr'en. Tie VollSpartei habe sich nach Unterschrift des Ulti- mafums für die Erfüllung des FriedenSvertrageS ausgesprochen. Las sei auch im Auslande anl-

DomMannheimer Generalanz." erhalten wir kurz vor Redaktionsschluß folgende Drahtung:

Heute morgen gegen ^8 Uhr, als die Mor- nenschichk in die Badischen Anilinwerke in Oppau einfuhr, um die Nachtschicht abzulösen, ereignete sich, wie man sagt, im Bau 37 und 38 eine schwere Explosion eines Gaskompresiers. Ls entstand eine unpsheurs Stichflamme und die umliegenden Gebäude stürzten in Trümmer. Kurz darauf erfolgte eine zweite Explosion. Die Arbeiter, die gerade in die Fabrik einfahren wollten, erlitten schwere und leichte Verletzun­gen. Wie es in der Fabrik aussieht, läßt sich ' " werlich lagen, da über dem Werk immer noch grüne Gaswolken schweben, die ein Herankom­men unmöglich machen. In Masten st. 7.neu die Arbeiter, meistens blnkübeicktrömt, aus der Fabrik. Am Oppauer Weg liegen hunderte von verwundeten Arbeitern, die zum Teil schwer, zugerichiet worden sind. Viele haben ihre Deine, andere wieder Arme und Augen eingebüßt. In der Nähe des Bahnhofes find zahlreiche Hilfs- imbulafionen eingerichtet worden, in denen die verwundeten Arbeiter verbunden werden. 3n Oppau sind fast sämtliche Häuser ab- g e d e ck t und viele zum Einsturz gebracht worden. In Ludwigsba^n süllen sich die Glas­scherben zu Haufen. Fast kein Fenster ist ganz geblieben. Wie uns die Direktion mittcilt, ist eine Gefahr nicht mehr vorhanden. Ueber die Ursack-e der Explo­sion ko»"-^ bisher noch nichts festgestellt wer­den. Zur Zeit der E""losion 'ollen 820 Ar- beiter in der Fabrik tätig gewesen sein. Ueber die Zahl der Toten und Verrvr^öeken -ht-not* M " ekernnt. Mannheim hat ebenfalls schwer unter der E'iplosion gelitten. Viele Leute sind verletzt worben. Die Fensterscheiben sind zum größten Teil zertrümmert.

Worms, 21. Sep'br. Auch hier wurden durch die Explosion in Oppau zahlreiche Fenster- ' heiben zertrümmert. (Worms liegt unaefähr 20 Kilometer von der Unglückssielle entfernt.)

Heidelberg, 21. Septbr. Hier wurden durch den von der Explosion in Opp-ou verursachten Luftdruck zahlreiche Fensterscheiben zertrümmert.

gefallen. Leider habe die Republik noch immer nicht den Einheitsstaat. Die Einheitsrepublik sei aber in Gefahr, besonders durch Davern, wo nach Aeußerungen von Beamten die Monarch!« für diesen Winter vorbereitet werde. Solche Ge­sichtspunkte müßten die Sozialdemokratie zur Mi'arbs-t an der Regierung zwingen. Dann zieht der graue Kämpe Eduard Bernstein feine alte Walze auf Dölkerfrieden! Innervolr- tifch sei die Lage doch so, daß die Deutsche Volks­partei heute die Partei des Bürgers sei. Hinter ihr stehe die Intelligenz und das Kavital. Ohne eine fruchtbare Koalistonspolitik fei di« Repu­blik einfach unmöglich. Im Auftrage der schlesischen Delegierten sprach dann V ietsch- Breslml für die Resolution mit dem Kompro- mißzufatz, der die Fraktionen mitbestimmend machen soll. Die größte 11 eherraf Sima braute dann eine Erklärung der Chemnitzer, die Losereit abgibt in der die Chemnitzer der Entschließung der Parteivorsi-andes »ustimmen. allerdings mit der gleißn Ein^änkimg wie die Schlesier. In intfre^an'en und über' engen­den Ausführungen geht dann der frühere Außen- n in ist er D r Köster auf die Derauicku--, ber NegierunzSbildung mit der auerpärtiaen Politik eim Irankr-ich und England verbanden von Deuü'bland eine Rcgier"ng. die stark va-'ftsii'ch. aber auf der anderen Seite durch Zu'ammen- assurg der wirtsclaftlicken Kräfte trga'ähig ist. Die S. P. D. darf nèst fragen: »Sollen wir di« Deutnhe Dolksvatt«i in die Regierung neb= men?" Sie muß vielmehr fragen: »Sollen wir die Deutsche Dolksvartei v»n der Verantwortung âe't lassen, damit sie billige Opposition treiben kann?" Er bandelt sich darum, die positinen Kräfte in der VsllSvartei -u mobilisieren und die negativen Kräfte festzulegen. Die große kultur­politische AuSe'nander'etzuna mit dem Zentrum kommt. Da wird es sich zeigen, daß wir in unserm (feistes:tarnte auch »»bere Parteien not­wend z haben, mit denen wir sonst wirtschaft­lich nicht übereinstimmen.

Im Schlußwort streift Franz Krüger nochmals die durch die Aussprache geschallene Lage. Eine Protesterklärung der Chemnitzer oeoen die Kritik des Parteivorstander an der

Chemnitzer Richtung wird vom Vorstand abge­lehnt. Molkenbuhr teilt dann mit, daß der Parteivorstand seine große Entschließung in folgenden zwei Punkten abänderte: An Stelle Grundforderung soll Mindestforderung stehen. Der letzte Satz wird den Kompromißlern ange­paßt durch folgenden neuen Wortlaut:

Im übrigen sollen die Fraktionen unter Berücksichtigung der allgemeinen politischen Lag« im Benehmen mit dem Parteivorstand über den Eintritt von Parteigenossen in die Regierung entscheiden."

Die Konzession an die Halbzufriedenen ist darauf berechnet, ihnen di« Waffen aus der Hand zu schlagen. In namentlicher Abstimmung wird dann die Entschließung des Parteivorstan­des mit den beiden obenbezeichneten Abände­rungen mit 290 gegen 67 Stimmen angenommen. Damit fallen alle anderen Abänd erungs- antr â g e und der FrankfurterAntrag, der für den Austritt der Sorialdemokvaten aus der Reichsregierung ausfpricht. Unter dem glei­chen Punkt der Tagesordnung werden nun die Abstimmungen über die übrigen Aniränge vor­genommen. Als erster wird ein Antrag Nürn­berg über die Einigung des Praletariatz an­genommen.

Siri deulfchsr Tag in Mexiko.

Mexiko, 20. Septbr. Nach einem Kabel- telegramm aus Mexiko fand aus Anlaß der Jahrhundertfeier der mexikanischen Unabhän- zigkeitserklärung, die sich über den ganzen Monat September erstrecken wird, am Sams­tag ein deutscher Tag statt, wobei die gesamte deutsche Kolonie dem mexikanischen Volke die Errichtung eines Beethoven-Denkmals als Ge­schenk in Aussicht stellte. Gleichzeitig wurde ein Werk über die mexikanische Archäologie -KW"ii& M. W»Mi^'i^_- Hb mann Beyer Dem Präsenten Obregon wid­mete. Der Tag wurde eingeleitet mit einem Festakt im Teatro Arbo, an dem der deutsche Gesandte Graf Montgelas, der mexikanische Minister des Aeußern Alberto Pani sowie viele mexikanische Staatsmänner und auswärtige Divlomaten teilnahmen. Sanitätsrat Pagen- 'techer brachte in einer eindrucksvollen An­sprache, die von dem Minister des Aeußern Zani erwidert wurde, die tiefen Sympathien des deuttcben Volkes für das edelmütige neu­trale Mexiko zum Ausdruck. An den Festakt eihte sich die Aufführung der Rütli- und der Apielschuß-Szene ausWilhelm Tell", darge- stellt von Lehrern und Schülern der deutschen Schule, sowie musikalische Darbietungen unter Mitwirkung von Professor Julian CarnUo, des deutschen Gesangvereins und der Solistin Frau Dorenberg. Nachmittags fand ein Volks­fest im Lirapark statt, zu dem Präsident Obre­gon erschien. Blumen sowie mexikanische und deutsche Fahnen schmückten den Festplatz, auf dem sich ein buntes Treiben entwickelte, an dem her Präsident regen Anteil nahm. Bei der Festtafel hielt Ackerbauminister Dilla Real eine Rods, in der er die Deutschen als wünschens­werteste Kolonisten bezeichnete, von denen Mexiko Nutzen zöge. Der frühere mexikanische Gesandte in Berlin Fabela erklärte, die Mexi­kaner nähmen die Deutschen mit offenem Her­zen auf Den Ansprachen folgten Darbietungen der deutschen Vereine und Vorführungen mexi­kanischer und deutscher Volkstänze.

Der 15. und 16. September waren offizielle Festtage. In den Straßen wogte eine unge­heure Menge, um die militärischen Paraden in Augenschein zu nehmen. In der Kathedrale fanden in Gegenwart der deutschen und aus­ländischen Gesandtschaften Gottesdienste zu Ehren der Helden der mexikanischen Unab­hängigkeitskämpfe und die Einweihung neuer Regimentsfahnen statt. Den Beschluß bildete abends ein Feuerwerk. Die ganze Stadt war glänzend illuminiert. Die Anwesenheit zahl­reicher Missionen aus den Ländern des lateim- f-hen Amerikas beweist die starke Einigkeit in allen internationalen Fragen, besonders hin­sichtlich der Politik gegenüber den Bereinigte» Staaten. Die Offiziere und Kadetten des ar­gentinischen SchulschiffesSalmiente", das in Veracruz eingetroffen ist, nehmen an den Fest­lichkeiten teil. Neben vielen Veranstaltungen 'estlicher und wissenschaftlicher Art sind auch Vorbereitungen für einen internationalen Stu» dentenkongrez im Gange, an dem eine deutsche Abordnung teilnehmen wird.

Dce deutsch amrritnnif*# WrUbettS* vertrag. Die Associate» Pretz mcl» t exS Waidingon: Hardmg wir» den deutsch - omerik«n0cden Frieden-» urrtreg dem Senat wabricbeinluh bald nach dem 21. Scpt. triolgtnoen Wi derzufammentritt bei Kon­gresse» unterbreiten. Möglicherweise «»ipt er au* »itjcm Aula« eine kurze Botichajp