Hanauer W Anzeiger
General-Anzeiger
Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan
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Nr. 209 Mittwoch den 7. September 1921
Das Neuefke.
— In dem Konflikt zwischen Berlin und München Verden heute die Verhandlungen fortgesetzt.
— In einer amtlichen Havasnote wird vorbehaltlich enbgültiger Nachprüfung bestätigt, daß Deutschland am 31. August die fällige Milliarde Goldmark gezahlt hat.
— Gestern wurden an verschiedenen Orten zahlreiche KommLNistenverhastungen vorgenomincn.
— Die Griechen haben Angora besetzt. •
-r Die Alliierten haben in Vndapest ein befristetes Ultimatum über Westungar» überreicht.
Bayern und das Reich.
Steifere Verhandlungen zwischen München und Berlin.
München, 6. Septbr. Unter der Ueber« schrift: „Bayern und das Reich" teilt die bayerische Staatszeitung mit: Heute vormittag traten fast alle Fraktionen des Landtages zu Beratungen zusammen. Um 11 Uhr versammelten sich dle Führer der Koalitionsparteien, um zur Lage und den gestrigen Beschlüssen des Ministerrats Stellung zu nehmen. Den Beratungen wohnten auch Ministerpräsident v. Kahr und Staatssekretär Schweyer bei. Das
Ergebnis der Beratungen war, wie wir erführen, daß Uebereinstimmung dahin erzielt wurde, daß mit Berlin wegen der Frage der Verordnung des Reichspräsidenten und des bayerischen Ausnahmezustandes weiter verhandelt werden soll. Zu diesem Zweck begeben sich Staatssekretär Schweyer mit zwei Referenten und den Abgeordneten Held, Vorsitzender der Landtagsfraktion der Bayerischen Volksparte', und Dr Dirr, Führer der demokratischen Land- fÄgsfraktion, nach Berlin.
- Berlin, 7. Sieptvr, â WâMDââ bayerischen Vertreter mit der Reichsregierung werden heute nachmittag im Reichskanzler
hause stattfinden.
München, 7. Septbr. Nach hiesigen Blät- termeldungen erläßt der hiesige Bürgerrat im Namen einer großen Anzahl der wichtigsten Körperschaften des bayerischen Wirtschaftslebens eine Erklärung, in der er „die verwerfliche Hetze gegen die bayerische Koalitionsregierung" bedauert und die Regierung Kahr auffordert, vor dem von verschiedenen Seiten auf chn ausgeübten Druck nicht zurückzuweichen.
Die Deulfchnalionalen beim Reichs- kanFler.
Berlin, 6. Septbr. Heute abend fand auf Ansuchen der deutschnationalen Fraktionen und Partei im Reichskanzlerhause eine Aussprache über die politische Lage und Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. August statt. Don deutschnationaler Seite waren beteiligt: die Reichstagsabgeordneten Hergt,
eben dem Reichs
teiligt: die Reichstagsabge
Schiele und Dr. Düringer. 91 kanzler waren bei der Besprechung anwesend: Der Reichsminister des Innern Gradnauer, der Reichsjustizminister Schiffer. Die deutsch- »attonalen Abgeordneten legten ihre Ausfassung über die Verordnung des Reichspräsidenten dar, die sie auf das Lebhafteste bekämpften. Sie verlangten Anwendung der Verordnung gegen alle extremen Richtungen, die bett politischen Kampf mit Gewalttätigkeiten führen. Insbesondere verlangten sie Schutz gegen gewallsame Sprengung und Störung rechtsgerichteter Kundgevungen und Versammlungen. Der Reichskanzler besprach die Entwicklung der politischen Atmosphäre |Cit her Annahme des Ultimatums, verwies auf die rußenpolitischen Schädigungen, die durch chauvinistische Kundgebungen hervorgerufen wurden und betonte die absolute Oiolmenbigfeit, auf das schärfste alle Versuche, die Weimarer Verfassung mit Gewalt beseitigen zu wollen, obzuwehren, wenn Deutschland nicht bum) Den inneren Bürgerkrieg elendiglich zu Grunde gehen solle. Ebenso sei der Schutz der Jtepu« bitt gegen alle gewaltsamen Angriffe eine selbstverständliche Staatsnotwendigkeit, ^abri werde die Verordnung streng und ge« ewatttätigen Ele-
recht gegen alle a------ -
mente, wo immer sie sich zeigen mögen, an« gewendet werden. Ebenso erklärte uer Reichskanzler, es werde mit allen Mitteln gewaltsamen Störungen friedlicher Versammlungen entgegengetreten werden. Er richtete die ernstliche Mahnung an die deutschnationalen Abgeordneten, alles aufzubieten, um Ausrei- zung zur Gewalt mit allen nur erdenklichen Mitteln der Aufklärung und parteipolulsllien Beeinflussung alsbald und nachdrücklichst aus dem politischen Kampfe auszuschalten. Im einzelnen erhoben die Leutschnationalen Vertreter eine Reihe von Forderungen, deren Erörterung
)em Reichstag vorbehalten fein wird. Die Besprechung nahm einen dem ernsten Charakter der politischen Lage durchaus Rechnung tragenden Verlauf.
Wie wir hören, finden im Laufe dieser Woche weitere Aussprachen mit den übrigen Parteien und Fraktionen statt.
Verbote und Verhaftungen.
Der Oberpräsident von Hannover, Noske, hat auf Grund des § 4 der Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. August Demon- fttatwnsumzüge verboten, da in letzter Zeit dabei Gewalttätigkeiten gegen »achen und Personen verübt worden seien.
Die von der Deutschen Dolkspartei für Dienstag abend in Leipzig angesetzte Sedanfeier, bei der Dr. Mittelmann sprechen sollte, wurde polizeilicherseits verboten.
Dem „B. T." wird aus Braunschweig gemeldet: Anläßlich einer Wucherdemonstration kam es in Helmstedt zu einem Zusammenstoß zwischen Stahlhelmleuten und Demonstranten, wobei ein Kriegsbeschädigter durch Messerstiche verletzt wurde.
Der „Lokalanzeiger" meldet aus Halle: Hier wurden etwa 20 Kommunisten und einige Mitglieder des Arbeiterbildungsvereins wegen Beteiligung an der Störung des Stiftungsfestes des Bröllwitzer Kriegervereins verhaftet. Sie werden des Landfriedensbruchs beschuldigt.
Wie die „Rote Fahne" meldet, wurde der Vorsitzende der Freien Arbeiterunion, die gegenwärtig in Halle tagt, namens H a m -
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Polizei ohne Angabe von Gründen verhastet.
Brantt'chweia, 6. Septbr. Nack einer Meldun« her „Branw'chweigischen Laudesreitnng" versendet da? staatliche Presseamt die Mitteilung, bei wegen der jüngst in Braunschweiz erzeigten ThxewittK^lëge mehrere Mitglieder der »ommuRiftssche« Partei verhaftet wurden.
Die Sixeikwelle.
Maqstevzzrg, 6. Septbr. Der „Magdebargischen Zeitung" zutolge wurde in einer Versammlung her Funktionäre und Betriebsräte der Metallarbeiter nnd verwandter Betriebe beschlossen, den Spruch der LchlichtnngSauSichuflel nicht anzuerkennen, an den ausgestellten Forderungen, nämlich einer Mindeft- erböiuing bei StundenlobueS nm 2 M. scstzubalten nnb sofort in den Streik zu treten. Eine Vermitt- lungSaktion der Regierungspräsidenten, in letzter Stunde eingclcitct, wurde verworfen. Tie Urabstimmung in den Betrieben ergab eine große Mehrheit für den Streik, von dem ungefähr SO000 Arbeiter betroffen werden.
Der Streik der Braucreiarbeiter wurde hexte beendet.
Der Streik der Transportarbeiter dauert weiter an.
Haste, 6. Septbr. Nach Annahme des Schier». "ürucheS durch beide Parteien nehmen mergen früh die Metallarbeiter die Arbeit wieder auf.
Am Oderfchleslsn
Uèrtiistelluns des Berichtes bis 10. Septbr.
Loudon, 6. Septbr. Der Berichterstatter der „Westminster Gazette" meldet, die vom VölkerbuudSrat mit der Berichterstattung über die obcrschlesiiche Frage betrauten 4 Mitglieder würden wahrscheinlich ihren Bericht bis 10. September fertig haben. Es könne schon jetzt zuversichtlich erklärt werden, daß der Völker- bundSrat in der oberschlesischen Frage eine Entscheidung treffen werde, die weder in Uebereinstimmung mit den britischen Vorschlägen, noch mit den französischen sei, sondern daß er ganz unabhängig Vorgehen werde. Die Entscheidung der Rate» solle, wie der Berichterstatter schreibt, sowohl Polen wie auch Dcuttchlaud und vor allem der »berschlesischen VcvSlkernn, Be- sriedignng gewähren.
Polnische Kriezslreibereie«.
Lchneivemüh!, 6. Sept. Die polnische Bernfr- »crnnigung verbreitet in »em ehemalig preußischen Teilgebiet einen liu ruf, der zur Sammlung aller Arbeiter «ufforrert. Die Vereinigung begründet Heien Ausruf wie folgt: Da» Kapltal un» »ic Reaktion sind an der Arbeit und wollen Zwietracht säen unter »en Arbeitern, um nicht nur innere Strafte zu zersplittern, sondern um un» io^ar dahin zu bringen, daß wir Ml» in einem neuen Kriege nochmal« für die Interesse« ec» Mll>tar>«mu» hinschlachten lasse». Au einer ander» Stelle des Ausruf» heißt e*: Noch leisten auf un« die Folgen de» Krieges, noch haben wir nickt genügend Prot und auch nicht genügend Arbeit für alle. Sollen wir, die Opfer, un» durch einen neuen Krieg in noch größeres Elend treiben lassen? Nein uns nochmal» ne u! Zum Schluss- heißt e» in dem Ausruf: Augen aus I Laßt euch nicht zu Unbesonnenheiten oder zu
Uebersällen Hinreisen. Nur gegenseitige Verständigung ist da» Mittel, durch dar weiteres Blutvergießen und weitere? Morden vermieden werden kann. — Diese Warnung der polnischen Berussvereinignug verdient dar allergrößte Interesse der Oeffentlichkeit.
Polnische Warnungen an Ruhland.
Paris, 6. Sept. Nach einer Meldung aus Warschau unterstreicht die ganze Presse, daß die Regierung eine energische Galtung gegen die Sowjetregieruno an- n-bmen müsse, welche die Bestimmungen des Rigaer Vertrages nicht einbölt. Die reguläre Repatriierung werde.böswillig gebindert, es fände eine Heimsendung unerwünschter Elemente statt, die Rücklieferung polnischen Gute» unterbleibe. Der polnische Beauftragte in Moskau fei feit Wochen gezwungen, in feinem Eisenbahnwagen zu kampieren. Mit der von der Sowjetregiening zuiesagten zweimonatlichen Zahlung b-r Wertb-träge al» Ersatz für den zurückgebaltenen Eisenbahnwagenvark sei niemals begonnen worden. Der „Kurjer Poliki" kündigt infolgedessen kategorische Rorbentnaen der polnischen Regierung an. Der sozialistische «Robotnik* erwartet sogar einen ultimativen Schritt. .Ngsz Kurier bezeichnet den Abbruch der diplomatischen Beziehungen für möglich, kündigt jedoch andererseits die Rückreise des zurzeit in Warschau messenden polnischen Gesandte« Filipowicz nach Markau für morgen an.
Aus Sowjet-Rußland.
Dia T-wset-Regierung beschuldist bit amerikanische Regierung der Sluzeitlung bei Aufstande». — Studentenunruhen. — Gräfin
Tolstoi verhaftet.
London, 6. Sept. .Pall Mall and Globe" schreibt: Die amerikanischen Berichte aus Moskau scheinen die letzten Hoffnungen zu zerstören, daß die bolschewistische Regierung bei der Bekämpfung der
amerikanische Rcgicrnng seihst, »ersucht zu haben, einen Aufstand anznzcttel». Eine solche Haltung sann el Hoover unmöglich machen, feine Hilfsaktion über eine zcwisse Grenze diirchzusühren. Die Bolschewisten kümmern sich in Wirklichkeit gar nicht darum, was sn» ein Paar Millionen Menschenleben wird, wenn sie nur bie Mgonie de» russische» LolkcS z» ihrem Vorteil aitlheiiten könne«.
Paris, 7. Sept. Rach einer Mekd«»g her Agentur „Muffte* an» Moskau haben bie Studenten gegen da» Verfahren der Bolschewisten, die ans dem letzten Kongress absolut eine Mehrheit bilden wollten, Klindgebunien veranktaltet nnb eine Resolution äuge» nommen, in der bie Sowjet» getadelt werden. Äii» diesem Grunde finb 352 Studenten verhaftet und mehrere Tausende, die den Vernich machten, bre gefangenen Stamcraben zu befreien, von der Roten Armee zerstreut worden. Alle Hochschulen in M » « k« u würben geschlossen und bie Mehrzahl der Studenten verschickt.
Paris, 7. Sept. Nach einer Meldung bei Ton scrberichterstatlrr«. bei „Matin" aus Helsingsors erzählen dort eingetroffene Ftiichtlinge, daß bie Gräfin Tolstoi, bie Tochter bei berühmten Schriftsteller», bie Mit,lie» bei Altrussischen «omitec» ist, »erhaltet wurde.
Paris, 6. Septbr. Wie öer Sonderberichterstatter der „Information" aus Riga meldet, sind die Hauptorganisatoren des russischen Komitees, Vischkin, Rokokowitsch und Galwin weiter in Haft behalten worden. Nach der „Prawda" sollen besonders Rokokowitsch und dessen Frau mit ausländischen Monarchisten Verhandlungen angeknüpft haben, was um so unwahrscheinlicher fei, als beide als überzeugte Sozialisten und Demokraten bekannt seien.
Die Lage in Wesiungarn-
Er« Ultimatum >« Alliierten an Ungarn.
Wren, 6 Sept. Die „Meue Freie Press:" meldet aus Wiener Neustadt: Die alliierten Mächte haben ter uxaariidjcn Legierung ein befristetes Ultimatum überreicht, in dem bie fertige Räumung des ganzen laut Friede»«ver!r«g an Oesterreich abjutretenben west- ungarischen Gebiete« verlangt wird. Das Ultimatum läuft am sechsten Tage 2 Uhr nacht» ab.
die
Honten, 7. Sept. Wie Reuter erfährt, wurde auf italienische Vorstellungen hin beschlossen, in tera'i nette Note an Ungarn schärfer zu fassen.
urfarüngtidie Note wird daher durch einen Zusatz schärst werde».
Die ver-
von be»
Wien, «.Sept. Da» Korrbüro meldet: Der den Ungern gestern angegriffene Ort Kirchich ag findet sich im Besitze der ö,ei reichlichen Weiirmachi. Die dort verwendeten österreichischen Lruppen zeichneten sich ui jeher Beziehung aus und haben sich glänieitD bewährt. Die ungarischen Truppen und Sniurgenten heben teil» entlang der Grenze, teil! am österreichischem ?»hen Schlitzciigrävcn au». Bem:,keii»werler Wrise befinden sich unter den verwnndeten österreichischen
Loloaten vauptiächlich ©anttäisiolhateiu Die Leiche eurer dersertzc» wurde von den Ungarn exiliertet un» autaebänat.
Wien-r-Rrustadt, 6. Sept. I» Gebiet hon Kirchschlag tritt allmählich Beruhigung ein. Die Flüch - finge kehren wieder zurück. Dagegen treffen au» dem Grenzgebiete täglich Leute ein, die v»r den Bedrohungen der Freischärler ihre H-imat verlaffen mußten. Sie berichten, bei die Bevölkerung bei nicht besetzten Teile» bei Burgenlandc» viele Bedrückungen zu erdulden habe und daß bet Wunsch nach der Besetzung bei Landes durch Oesterreich ganz allgemein ist.
Wien, 7. Sept. Der Politischen Korresvoxdenz infolge äußerte die ungarische Regierung anläßlich der Vorsprache bei österreichischen Gesandten in Budapest, welcher die Verantwortlichkeit der ungarischen Regierung für bie in der Zone A und besonder» auf österreichischem Gebiei vorgesallcnen Ereignisse fest stellte, die Absicht, den Streitfall gütlich zu beseitigen. Weiter teilten bie drei Generale der interalliierten Kommission in Oebenburg der österreichischen Regierung den Plan mit, bie ungarischen Banden durch Ententeosfiziere ,m Ruhe zu bewegen und ihre Auflösung und Entwaffnung auf ungarischem Boden durchzusührcn.
Alliierte Truppen für das Burgenland.
Dem „Berl. Lokalanzeiger" zufolge haben die in Oppeln eingetroffenen Derstärkungstrup« pen der Alliierten den Befehl erhalten, sich zum weiteren Abtransport ins Burgenland bereit zu halten. Sie werden deshalb in Oberschlesien zunächst nicht eingesetzt.
Politische Tagesberichte.
— 660 Milliarden Mark Reichsschutdrn. Nach Mitteilungen aus dem Reichswirtfchafts rat betrugen am 1. September die Gesamt- schulden des Reiches 650 Milliarden Mark. Allein der Monat August hatte einen Zugang der Rcichsfchuld von 4 Milliarden gebracht. — (Allein für die Verzinsung dieser Aiesenschukd- summe sind mehr als dreiundrinhalbe Milliarde
Arbeitstagen auf 8,IS Millionen Tonnen zu veranschlagen. Im Juli 1921 betrug die Kohlenförderung 7,78 Millionen Tonnen in 26 Arben?- tagen. Die arbeitstäyliche Förderung stellt sich voraussichtlich auf etwa 301 300 Tonnen seyen 299 300 im Juli und 307 000 Tonnen im Jrâ 1921.
— Wilhelm II. unter Zensur. Die „6hie*go Tribune" mclbet au, Berlin: Die hoUanbi^e Meg» ruKj hat Wilhelm v. Hohenzsllern imtgehilt, da» 'M, nicht länger erlaubt form, direkt mit seinen »xbangMn ix Deutschland zu verkehren. Alle telephonischen imd tele^raphiichen Nachrichten werde» von jetzt ab gexfn* riert werben. , ,
— Zur Rüstungsfrags. Hava» meldet m* Genf: An diesen Tagen sind die Antworten er- wähnt worden, welche die Regierungen auf Wunsch der letzten Aölkerbundversammlung in Genf dahingehend, eine Herabsetzung ihrer Militärbudget» vorzunehmen, erteilt haben. Die Regierung der französischxn Republik hat antwortet, daß sie, so entschlossen sie den Weg der Herabsetzung der Rüstungen besä-,reite, den Wunsch nicht annehmen könne. Die französische Regierung ist der Ansicht, daß die Budgets nicht als Grundlage dienen können, um die relative Bedeutung der Ruftunge» genau zu beurteilen.
— Angora von den Griechen genommen?
Smprna wird Ler Agentur Reuter gemeldet: Angora soll von den Griechen genommen worde« sein. Der Kampf, der mehr all zehn Tag« dauerte, war sehr erbittert Es kam überall zum Nahkampf. Die Lage der kcmalistischen Arnree ist ungewi». — Nach in Sunikna eingegangenen Meldungen fiel Angora nach scharfem Kampfe, der mit der Vertreibung der Türken durch die Grieche» endete. _ ,
- Die irische Frag«. Wie Reuter aus Dublin meldet, wird dort die Lage zwar noch als kritisq angegeben, indessen verstärkt sich der Glaube, da» die Verhandlungen nicht abgebrochen werden und das britische Kabinett die bevollmächtigten ©um« feiner zu einer weiteren Konferenz einladen wlrd. Es wird als außerordentlich unwabrscheinitr» angesehen, daß Lloyd George bereit ist, die Ner- ontwortung für den Bruch des Waffenstillstände; zu übernehmen. Verantwortliche Kreise lehne» die Annahme ab, daß nicht eine ehrenvolle Regelung gefunden werden könne.
— Epi»« un» d«S englisch - jap«»lsch» Bündnis- Die Jpu melbet au» Peking: Du Tcr- banblitngcn über bie Erneuerung bei engllsch-jspamichen Bündnisse» werden hier eifrig verfolgt. Beide Wölfer haben Cbina unter der Bedingu», bet offexex Tü» eine Unabhängigkeit garantiert. Die Cdinesen erwart«» nickt» von »er Erneuerung bei Vertrage» für >hr Land. England wird auch dcn'Haß der Cinncjen gegen Japan auf den Hal» bekommen. Sian spricht bereit» von einem Boykott bei englisch« n Handels, wenn der Vertrag einige Ariikel über China enthalte» ioute. Du« wäre gegen bai 6<lbft5cftimmuni8«4t,