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SanauerS Anzeiger

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General-Anzeiger

AvMches Organ für SlaSk- »ad Landkreis Kanan

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Verlagsleitung: Ad. Jndermühle.

Verantwortlich: für politischen und allgemeinen Teil Richard Hultsch: für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport Wilhelm Moritz: für Anzeigen und Reklamen August Brodt, alle in Hanau a. Main. Rotationsdruck der Waisenhausbuchdruckerei Hanau. Fernsprechanschlüffe Nr. 1237 und 1238.

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Nr. 208

Dienstag den 6. September

1921

Das Reuelke.

, In amtlichen Kreisen Bayerns wird die Lage in dem Konflikt mit der Reichsregierung â ernst bezeichnet.

General Le Rond ist in Oppeln wieder eingetroffen.

Nach einer Meldung desPetit Parisien" MS Washington hat der Präsident des amerika­nischen Arbeiterverbandes erklärt, daß die Zahl der As>:itslosen in Amerika ungefähr 6 Millio­nen beträgt.

Nach einer Meldung derDaily Mail" aus Tokio wird in offiziellen Kreisen die Ansicht ausgedrückt, daß Japan sich mit einer Kriegs­flotte begnügen müßte, die zu der amerikanischen Motte im Verhältnis von 2 zu 3 steht.

Nach einer Meldung aus Selsingfors sollen in Rußland 61 sogenannte bürgerliche Verschwörer" des Hilfskomitees erschaffen wor­den sein.

Angestörle Geschäfte oder politische Freiheit?

Was wird aus Oberschlesien, was aus der Aufhebung der Gewaltmaßnahmen am Rhein? Man kann nicht oft genug daran erinnern, daß beide politische Fragen nur Schachzüge sind im spiele der hohen Weltpolitik. Insbesondere stielen die zahlreichen zwischen England und Frankreich zu lösenden Fragen in diese Ent­scheidungen hinein. Aber auch die Vorgänge in der französischen äußeren und inneren Poli­tik, und die letzteren nicht zum wenigsten, be- einffuffen das Schicksal des Rheinlandes wie das Oberschlesiens. Der zwischen Frankreich und Polen bestehende Vertrag über die Zutei­lung des oberschlesischen Industriegebietes an Pân, über die Zuteilung werwoAer Hon- Sessionen in Polen an Frankreich machen neben den sonstigen allgemeinen Gründen der französischen Machtpolitik die oberschlesische Frage so schwierig. Und da Briand, wie schließlich alle Staatsmänner, die Verantwor­tung zu tragen haben, nicht ganz so nationa­listisch ist, wie die ihn drängende Kammer­mehrheit, so hat er gegen diese und ihre unter­irdischen Minen fortgesetzt einen harten Kampf um sein ministerielles Dasein zu führen. Schon das allein erklärt manche Handlung der fran­zösischen Politik, die sonst mehr als unerklär-

Mr sind leider vorerst nach den ganzen Verhältniffen ziemlich machtlos dagegen, daß man aus Deutschland, aus dem Wohl des deutschen Volkes, oft genug lediglich einen Schachzug im Spiel der Weltpolitik macht.

Aber wir müssen doch immer wieder unsere Stimme erheben. Und gerade jetzt besteht da­zu noch ein besonderer Anlaß. Es erheben sich in Frankreich Aeußerungen, die anscheinend im Gegensatz zur offiziellen französischen Poli- tik die Aufhebung der wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen am Rhein verlangen. Man hat schon vor Wochen in Frankreich be­gonnen, einen Unterschied zu machen zwischen den wirtschaftlichen und zwischen den pol.ti- ichenSanktionen". Es gibt drüben offenbar eine Strömung, die nicht abgeneigt ist, die Rheinzollgrenze aufzuheben, die militärische Lesetzung von Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort aber aufrecht zu erhalten. Vielleicht ist man in Deutschland nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung, denn während man im Kampfe gegen die Gewaltmaßnahmen die wirtschaft- lichen Schäden, hervorgerufen durch die Rhein- Mgrenze, stets stark betont hat, ist die poli- stche Ungerechtigkeit, die in der militärischen Besetzung der Städte liegt, nicht so scharf her- "orgehoben worden. Das hat den Eindruck er­weckt, daß wir die geschäftlichen Schädigungen stark empfinden, die politische Belastung aber zu ertragen bereit wären. Man hört in Frank- saich immer wieder den Gedanken äußern, daß °ie Deutschen ein warmes Interesse nur für ihre "aschäfte hätten, gegen politische Erniedrigun- gen aber ziemlich gefühllos wären. Hüten wir 'M diesem Gedanken neue Nahrung zu geben.

könnte uns fortgesetzt neue politische Er­niedrigungen eintragen.

Deshalb gilt es jetzt, laut und deutlich aus- ?usprechen, daß die Aufrechterhaltung der Be- sthung von Düsseldorf und Duisburg genau so ^berechtigt und unerträglich ist, wre die Rheinzollgrenze. Die Aufrechterhaltung der Besetzung über so wichtige Teile des Jndustrie- Sebietes widerspricht in ihrer Gesamtheit allem 'Nschtsempfinden, allem Treu und Glauben, Mer politischen und wirtschaftlichen Klugheit. ?'e widerspricht in jeder Hinsicht dem Frie- ^nszustand, der doch formell seit Versailles bestehen soll. Sie fordert das Gerechtigkelts-

Berlin, 5. Septbr. Die Königsberger kommuni­stische ZeitungDie rote Fahne der Ostens" wurde verboten.

Jen«, 5. Septbr. Auf -rund der Verordnung des Reichspräsidenten wurde die Zeitung «Der Heimat- bote" in Gera 14 Tage verboten.

Der Proiefi der Deutschen Dolksparlei.

Die Reichrtagsftaktion der Deutschen Bolkrpartei trat gestern mit dem Vorstand der preußischen Land- tagssraktion zu einer außerordentlich stark besuchten Sitzung zusammen. Nach einem elngebendcn Bericht Stresemann» über die politischen Vorgänge der letzten Zeit folgte eine ausgedehnte Debatte, in der die An­wesenden einmütig bie von dem Fraktionsvorsitzenden dem Reichspräsidenten und dem Reichskanzler abge­gebenen Erklärungen über die Notwendigkeit einer gleichmäßigen Anwendung der erlassenen Ausnahme­bestimmungen auch für die radikale Linke billigten.

Der Soldal ist der Bürger im Wassenrock.

Ein Aufruf des Reichspräsidenten über das Tragen der Uniform.

Der Reichspräsident hat nachstehende Kund­gebung für die Wehrmacht des Reiches erlassen:

Die politische Erregung der letzten Zeit hat bedauerlicherweise dazu geführt, daß in verschie­denen Fällen Angehörige der Wehrmacht in den Straßen ohne jeden Grund angegriffen, beleidigt und sogar mißhandelt worden sind. Derartige be­dauerliche Ausschreitungen finden nur dadurch ihre Erklärung, daß die Uniform in den poli­tischen Streit der Parteien hineingezogen wurde. Es wurde nicht mehr unterschieden zwischen dem Vertreter der verfassungsmäßigen Wehrmacht, dessen Berufskleidung der Waffenrock ist, und dem politischen Gegner, durch den man sich pro­voziert glaubte.

Die Reichsregierung ist entschlossen, diesem Zustande ein Ende zu machen. Durch Verordnung WWWWWWWWWWWWWMW der Verfassung und auf besondere Befehle des NeichswehrministerS ist für die Zukunft jeder Mißbrauch der Uniform verhindert. Die Regie» rung muß daher von allen Streifen des Volkes und allen Parteien verlangen, sie in ihrem Be- . streben, der Wehrmacht deS Reiches die gebotene Achtung und Geltung zu sichern, zu unterstützen. Der Soldat ist der Bürger im Waffenrock, der Vertreter der verfassungsmäßigen Wehrmacht des Reiches. Ihn als solchen zu achten, ist ein Gebot der Selbstachtung des Volkes. Die Autorität des Staates macht es der Reichsrsaierung zur Pflicht, Ausschreitungen gegen bie Wehrmacht des Reiches und Angriffe gegen ihre Angehörigen mit den ihr zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln zu begegnen."

Berlin, 3. September 1921.

Der Reichspräsident gez. Ebert.

Der Reichskanzler gez. Dr. Wirth.

Der Reichswehrminister gez. Dr. Geßler.

Die Sireikwette.

Der Streik der Metallarbeiter in den Sie­gener Erjenwerken hat sich weiter ausgedehnt. Die Arbeiterschaft der Lokomotivfabriken sowie sämtlicher Werke in Freudenstadt bat sich dem Streik angeschlossen.

In Hamburg find die Holzvlatzarbeiter und Flößer in den Streik getreten.

Aus Essen wird gemeldet, daß auf der Kruppschen Zeche Selzer-Neuack die Belegschaft streikt, weil einige Zechenschmiede wegen Teil­nahme an der Demonistration anläßlich der Er­mordung Erzbergers bestraft worden find.

Nach einer Blättermeldung aus Magde­burg sind die Transportarbeiter in den Aus­stand getreten.

Freiburg L Br., 5. Septbr. In der badischen Textilindustrie ist es heute zum Abschluß eines neuen Tarifvertrages auf Basis des letzten An­gebots der Arbeitgeber gekommen. Die Löhne der ältesten Stundenlohnarbeiter betragen jetzt 5.40 Mark, die der ältesten Arbeiterinnen 4 Mark. Damit iist die Gefahr eines Ausstandes in der badischen Textilindustrie beseitigt.

Die Sonderbündler regen sich.

Mainz, 5. Septbr. Gestern waren unter der Bevölkerung Gerüchte verbreitet, daß in Köln die rheinisttze Republik ausgerufen worden sei. Tie hiesige Polizei erhielt im Lauft des gestrigen Tages die Anweisung, im Falle, daß Plaftit- anschläge gemacht würden, die die Pro'^imierung verkünden, sofort einzuschreiten und die Plakate abzureitzen. Die Plakatankleber seien festzustellen. In den Straßen Dtainz wurden massenweise die Samstagsnummer derRheinischen Republik" gratis verteilt. Die Nummer entbält eine er* neuft Aufforderung an die rheinischen Verwal- tungsbeamten, sich der Regierung der-rheinischen Reuutlik zur Verfüauna zu stellen. Außerdem

empfinden aller anständigen Menschen auf der Erde heraus. Es mag eines Tages Herrn Briand das politische Leben erleichtern, wenn er die Aufrechterhaltung der Besetzung auf un­absehbare Zeit erkaufen könnte mit einer Auf- abe der ohnehin unhaltbaren Rheinzollinie. ^ür uns dürfen solche Erwägungen keine Rolle spielen. Schon weil die Aufrechterhal- ung der Besetzung über so wichtige Teile des Industriegebiets stets eine verstärkte Plattform ibt für die ganze französische Rheinlandpoli­tik. Diesen Nachteil können wir mit keinem Schachergeschäft erkaufen. Der größte geldliche Gewinn wiegt in keiner Weise das verlorene Stück deutscher Selbständigkeit auf, das mit >er Fortsetzung der Besetzung von Düsseldorf- Duisburg verbunden ist. Politische Freiheit ist wichtiger als ungestörte Geschäfte.

Der Konflikt mit Bayern.

Neue Verschärfung der Spannung?

München, 5. September. Staatsrat Dr. Schweyer und der Vorsitzende der demokrati- chen Landtagsfraktion Dr. Dirr, die namens )er bayeri^sien Regierung und der Koalitions- oarteien sich zu Verhandlungen mit der Reichsregierung nach Berlin begeben hatten, ind wieder nach München zurückgekehrt. Sie laben nach denen ihnen gewordenen Aufklä­rungen die Ueberzeugung gewonnen, daß eine Aufhebung des Ausnahmezustandes in Bayern über den Kopf der bayerischen Regierung hin­weg, d. h. ohne Verhandlungen, von der Reicbsregierung nicht geplant war. Damit war Jie Aufgabe der Vertreter erfüllt. Ihrerseits haben sie anerkannt, daß die Reichsregierung allerdings sich in einer Art von Notlage befun­den habe, auf der anderen Seite aber auch nachdrücklichst die besonderen Verhältnisse Bay- W»

so daß sie nur in unverbindliche Besprechungen eintreten konnten, die jedoch die Hoffnung auf einen gütlichen Ausgleich rechtfertigten.

Inzwischen soll sich nach Blättermeldungen die Lage wieder wesentlich zugespitzt haben. Der für Sonntag angesetzte bayer^cye Minister­rat sei deshalb auf Montag verschoben worden. Der Reichsminister des Innern habe nämlich die bayerische Regierung telegraphisch ersucht, das Erscheinen derMünchen-Augsburger Abendzeitung" wegen eines ArtikelsAuf dem Wege zum Sowjetregiment" auf angemessene Zeit zu verbieten und über die Maßnahme nach Berlin Mitteilung zu machen. Weiter hat der Reichsminister des Innern mitgeteilt, daß der Abgeordnete Dr. Klingler in Koburg die Reichsregierung telegraphisch aufgefordert habe, die Sicherheitspolizei in Koburg, die die republikanische Fewr zu stören drohe, zurück­zuhalten. Auch hier ersuchte Dr. Gradnauer, das Weitere zu veranlassen und hierüber nach Berlin zu berichten. Wie die genannte Korre­spondenz zuverlässig erfährt, bestehe in maß­gebenden bayerischen Regierungskreisen keine Neigung, ein Verbot derMünchen-Augsburg. Abendztg." zu erlassen.

München, 6. Septbr. In einer mehrstün­digen Sitzung beriet, wie die Blätter aus Mün­chen melden, der bayerische Ministerrat gestern nachmittag die politische Lage. Endgültige Be­schlüsse wurden nicht gefaßt, da man zunächst die Ansicht der Führer der Koalitionsparteien abwarten will, die heute mittag noch zu einer gemeinsamen Sitzung zusammentreten. Mün­chener Regierungskreistz sehen die Lage als sehr ernst an.

München, 5. Septbr. Von gut unterrich­teter Seite wird uns als Ergebnis des heutigen bayerischen Ministerrats mitgeteilt, daß Mini­sterpräsident Kahr nicht zurücktritt, der Be­lagerungszustand in Bayern nicht aufgehoben wird und oas Verbot derMünchen-Augs­burger Abendzeitung" nicht durchgeführt wird. Unter dem Einfluß Berlins treiben die baye­rischen Sozialisten, Mehrheitssozialisten und Unabhängigen, die sich in Nürnberg zusam­mengefunden haben, einer gefährlichen Ent­scheidung entgegen, indem sie ankündigen, die Aufhebung des bayerischen Belagerungszu­standes gewaltsam durchsetzen zu wollen. Die am gleichen Tage in Nürnberg tagenden baye­rischen Gewerkschaftsvertreter drohen nur zu deutlich mit dem Generalstreik.

Verbotene Zeitungen.

Frankfurt a. M., 6. Septbr. Die lieft' kommunistische ZeitungDer Kommunist" wnrbe wegen eines Artikel» vom 81. August vom Ministerium der Innern auf 14 Tage verboten.

Halle, 5. Septbr. Die Regierung bat von heute abend ab für 14 Tage die kommunistische Zeitung Die Tribüne" in Halle wegen Hetzerei«« gegen bie Verfassung verboten.

entfaltet Herr Smeets in mehreren Seiten langen Artikeln eine emsige Propaganda für die rhei­nische Republik. Von einem tatsächlichen Aus­rufer der rheinischen Republik ist bisher noch nichts bekannt.

Zur irischen Frage»

London, 5. Septbr. DerStar" meldet: Die Extremisten beider Parteien in Irland bereiten sich auf ein Scheitern der Verhandlungen zwi­schen der britischen Regierung und den Sinn­feinern vor. In Ulster seien bereits 10 000 Frei­willige eingetragen. In wenigen TEN wurden Waffen und Ausrüstungogegenstände verteilt. LautManchester Guardian" ist man dagegen in hiesigen gut unterrichteten Kreisen der Ansicht daß die vorgelchlagene Konferenz zwischen bei britischen Regierung und Vertretern der Sinn­feiner stattfinde.

Paris, 5. Sevtbr. Nach einer Meldung des Newyork Herald" sollen die Sinnfeiner bereit sein, die sechs besonderen Bedingungen, die Lloyd George in seinem Briefe erwähnte, anzunehmen. Es müsse aber Einverständnis darüber herrschen und bekanntgeaeben werden, daß es sich um eine Konzession seitens Irlands handle und nicht etwa um eine Verpflichtung.

Neue Bürgermorde der Sowjet­regierung.

Paris, 6. Septbr. Wie demMatin" aus Heffingfors gemeldet wird, veröffentlicht die russischePrawa" eine Liste von 61 Personen, die infolge der jüngsten Verschwörung des Hilfskomitees erschossen worden sind. Unter den Opfern befinden sich eine Anzahl hervor­ragender Vertreter der Wissenschaft, der Kunst und der Literatur, so u. a. der Geologe Prof. Koslowski, der Jurist Prof. Lazarowiffch und

Terror herrscht auch in Kiew und Odessa.

PolMsche TagesberiÄjte.

Einberufung des preutzischen Landtags. Die Berliner Abendblätter melden, daß der preußische Landtag jetzt endgültig zum 28. Sep­tember einberufen wird.

Geheimhaltung des Wiesbadener Ab­kommens. In der gestrigen Sitzung des Reichskabinetts wurde ein vorläufiger Bericht des Wiederaufbauministeriums über die Ver­handlungen zwischen Loucheur und Rathenau in Wiesbaden erstattet. Wie dieDeutsche Allgemeine Zeitung" mitteilt, können gemäß der mit der französischen Regierung getroffenen Vereinbarungen Mitteilungen über den Inhalt des Abkommens noch nicht gemacht werden.

Für Schwarz-weiß-rot. Die Jvu meldet aus Buenos Aires: Bei einer auf Veranlassung des deutsch-chilenischen Bundes unter den Deut­schen Chiles veranstalteten Abstimmung über die deutsche Flagge wurden folgende Stimmen abgegeben: Für schwarz-weiß-rot 4024 Stimmen, für schwarz-roi-gold 10 Stimmen und für schwar:-weiß-rot mit schwarz-rot-goldener Ecke 19 Stimmen. (Aehnliche Meldungen liegen auch aus anderen Gegenden vor, wo die Ausländsdeut­schen überall eine Stimmemnehrheit für die alten Reichsfarben aufgebracht haben. D. Red.)

Die dtMschen Steuer« acnügeir >tt Entente noch nicht. DieTime»' berichten aus Par.tz, daß dielkevarationslommissiou die neuen beubdjert èicuergeiebentrofirfe für nicht weitgehend genug er­achtet, um die Forderungen der nächsten Sabre sichcr- justellen. Im Prinzip habe sich die Reparation», kommission für eine Ueberführnnz des Goldschätze» Deutschlands als Sicherung in die alliierte Besatzung«- zone ausgesprochen.

Ein amerikanisch-mexikanisches Abkomme«. Nach einer Temps-Meldung aus Mexiko ist zwischen den Vertretern der amerikanischen Pe­troleumunternehmungen und dem merikauischeu Finanzminister ein Abkommen abgeschlossen wor­den. Dieses Abkommen, das nur noch der Be­willigung des Präsidenten Obreaon bedarf, würde den Garantievertrag, dessen Anerkennung der gegenwärtigen mexikanischen Regierung zm Bedingung gestellt wurde und den der General Obregon in seiner Botschaft an den Kongreß vom 1. September für unannehmbar erklärte, un­nötig machen. Die Anerkennung des Generals Obregon durch die Vereinigten Staaten soll unter diesen Umständen unmittelbar bevorstehen. Dann würde man auch die Einladuna des Ge­nerals Obregon zur internationalen Konstrenz auswärtiger Gläubiger annehmen und Delegierte nach Mexiko schicken, um die Verhandlungen zwecks Wiederaufnahme der Zahlung der aus­wärtigen Schulden zu pflegen. Wie Havas dazu meldet, hat Präsident Obreaon dem oben­erwähnten Abkommen bereits seine.Zustimmung erteilt.