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General-Anzeiger
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Ar. 192
Donnerstag den 18. August
1921
Das Neueste.
— Lloyd George wird wegen seiner letzten Rede im Unterhaus von einem Teil der französischen Presse scharf angegriffen.
— Die britische Regierung hat die Ausfuhr von StickgaS und Gasgranaten verboten, sowohl für Ariechenland als auch für die Türkei.
— Herr v. Sâoen, seither Gesandschaftsrat bei der Wiener Gesandschaft, traf in Warschau ein und wirb hier zunächst als Geschäftsträger fungieren. Er dürfte späterhin den Posten eines deutschen Gesandten in Warschau bekleiden.
— Nach einer Havasmeldung aus Rom sollen die Verhandlungen über ein Wirtschaftsabkommen mit der Sowjetabordnung nahezu beendet sein.
— Die Interparlamentarische Konferenz ist gestern in Stockholm eröffnet worden
— Nach einer Meldung aus Konstantinopel hat eine Feuersbrunst mehr als 1000 Häuser ix Skutari auf dem asiatischen Teil der Bosporus zerstört.
Zur Schu!dsrage.
Im „König Lear" läßt Shakespeare durch den Mund des Narren kundtun: „Die Wahrheit ist ein Hund der ins Loch muß und hinausgepeitscht wird." Zu diesem Wort des großen Briten, der seine Landsleute wie nur einer kannte, paßt der Spruch: „Wahrheit hat ein gut 'Gesicht, aber schlechte Kleider". Das deutsche Volk ringt um die Wahrheit in der Welt, die bisher wie ein Hund ins Loch gepeitscht worden ist, die W a h r- heit von der Kriegsschuld der Entente. Das deutsche Volk steht voll ehrlichem Antlitz, mit reinem Gewissen vor den Völkern der Erde, aber in Armut, in schlechten Kleidern, mehr noch, wehrlos, machtlos. Es ist h ö ch st e s, s i t t- ‘ \ , Siege
die wundervolle gemeinsame Abwehr geschaffen. Ueberhaupt versteht es Schwertfeger, in seinem Artikel die psychologischen Momente bei der Schuldfragenerörterung sowohl wie bei der Frage der Krwgsverbrechen betbottreten zu lassen.
Der ebenfalls als Mitarbeiter des Grafen Brockdorff und Publizist in der Schuldftage bekannte v. Bülow bringt einen Aufsatz über die kriegstteibenden Kräfte und bk Gesamtloae Europas 1914. Bülow führt in seinem Artikel aus, daß der Krieg gewissermaßen historisch durch die Gegensätze zwischen fast allen Großmächten her- beigeführt worden ist daß aber diese Gegensätze d-en eigentlichen Ausbruch des Krieges nicht entfesselt haben. Bei der Gegenüb-erstellung der beiden Bündnisgruppen bringt Bülow zum Ausdruck, daß der Dreibund nur die Haltung des Bestehenden erfaßte, während die Entente namentlich nach dem Hinzutreten Englands mehr als politische Geschäftsgem-einschaft gekennzeichnet werden muß. Er schreibt u. a-: „Der Ring, der um die Mittelmächte gezogen war, ist mit den Jahren so eng -geword-en, daß bereits der geringe Anstoß eines österreichisch-ungarischen Balkankonfliktes genügte, um die ganze Kriegsmaschine in Gang zu setzen und Rußland, Frankreich und England in einen Krieg gegen Deutschland zu stürzen. Für Deutschland bestand 1914 auch gar keine Möglichkeit mehr, diesem Konflikte zu entgehen. Selbst die Preisgabe des österreichisch- ungarischen Bundesgenossen hätte nur zur Auflösung des Dreibundes geführt und wäre offenbar das Vorspiel zu seiner Niederwerfung gewesen. Das Ententeshstem war wie ein Selbstschuß eingestellt, der sich löste, sowie ein Interessengebiet des Verbandes im geringsten berührt wurde".
Zwei umfangreiche, die letzten V-eröffent-
Oberschlesien.
DerSkandpunkk der Reichsregierung.
Der Reichskanzler empfing den Vertreter der Vossischen 3
„Vossischen Zeitung" und machte ihm zur oberschlesischen Frage folgende Mitteilungen:
Sie fragen mich, welchen Standpunkt die Reichsregierung zu der neuesten Wendung in der oberschlesischen Frage einnimmt. Ich will zunächst eine tatsächliche Feststellung machen. Aus dem von dem französischen Ministerpräsi- denten unserem Botschafter in Paris überreichten Schreiben erfuhren wir lediglich, daß der Oberste Rat die Grenzfestsetzung in Oberschlesien vertagt hat. Ueber eine Befragung des Völkerbundsrates hat man uns eine Mitteilung nicht gemacht, sodaß ich mir in diesem Punkte Zurückhaltung auferlegen muß, bis sich Klarheit über verschiedene rechtliche und tatsächliche Fragen ergeben hat, die aus der Beiziehung einer neuen, wenn auch vielleicht nur beratenden oder gutachtlichen Instanz, erwachsen können. Rückhaltlos kann ich mich dagegen über die oberschlesische Frage an sich und über die Stellung der Reichsregierung dazu auch in dieser neuesten Phase äußern. Die
rschlesische Bevölkerung und das ganze itsche Volk haben die Entscheidung des Obersten Rates zwar mit klopfendem Herzen, aber mit Zuversicht erwartet. Wir hatten das Gefühl, daß der unanfechtbare Rechts- st a n d p u n k t, auf den sich unser Anspruch auf Oberschlesien gründet, und die offene Politik, die die Reichsregierung vertritt, nicht ohne Einfluß in der Welt bleiben konnte. Wir durften hoffen, daß die historische, kulturelle und wirtschaftliche Legitimation Deutschlands auf Oberschlesien an-
darf, unter anderen als selbstgewählten Regierungen und unter anderen als selbstgewahlten Gesetzen zu leben. Zu dem Grundsatz, daß man die Völker nicht wie Steine auf dem Schachbrett herschieben dürfe, bekennen sich alle ___________ Bei diesen Prinzipien des Völkerbundes muß Oberschlesien deutsch bleiben: denn die Bevölkerung will es, wie die Abstimmung bewiesen hat. Nur wenn das Selbstbestimmungsrecht sinngemäß und in ver- " iftiger Auslegung geachtet wird, läßt sich friedliche Lösung der nationalen Gegensätze an der sehr schwierigen deutschen Ostgrenze erhoffen, anderenfalls würden neue Verwirrungen unabwendbar fein. Die Entscheidung über Oberschlesien kann nicht anders fallen als im d eutschen Sinne.
hin- und Nationen.
nun!
eine
Briand des Streikes müde.
ober1
beu:
Eine Antwort auf Lloyd Georges letzte Rede.
Paris, 17. Aug. (Havas.) Ministerpräsident Briand erklärte heute abend Pressevertretern gegenüber, er fühle keinè Neigung, die Streitereien über den Obersten Rat noch fortzufetzen. Sie hätten nunmehr lange genug gedauert. Uebrigens sei der ganze Streitfall dem Völkerbundsrat zur Erteilung eines Gutachtens unterbreitet worden und dieser Rat bestehe aus den Vertretern von acht Ländern, die alle Bürgschaften für vollständige Unabhängigkeit gewährten. Diese Männer würden in ihrem Ge- ihrem Gerechtigkeitsgefühl die >ine Ansicht finden, die dem
wissen und in i, Grundlage für eine Ansicht , Wortlaut und dem Geiste des Friedensvertrags
entsprechen können.
Zu der Rede Lloyd Georges bemerkte Bri« and, die Rede gleiche ganz genau derjenigen, die Lloyd George im Obersten Rate gehalten habe. Er verteidige die nämliche Auffassung mit bei
s Und wenn sie in der Tat eine Jarket ist, die nur zu oft verdunkelt wird, aber nie er- lischt, dann darf das deutsche Volk so lange nicht ruhen, bis die Wahrheitsfackel, einem Flammen- berge gleich, hellstes Licht und vollkommene Klarheit über die Schuld des großen Krieges verbrettet hat. Goethe sagte einmal zu Eckermann: Manmuß das Wahre immer wiederholen. Auch das deutsche Volk und vor allem die deutsche Presse hat alle Veranlassung das Wahre von ber Kriegsschuld immer wieder in die Welt hinauszurufen. Wir begrüßen daher die kürzlich erschienene Sondernummer der Liza zum Schutze der deutschen Kultur: „Die Liga", in der sich ganz hervorragende Aufsätze von bekannten Poliftkern und Historikern über dle Schuldftage befinden. Die Sondernummer, dre durch die Landesgruppen und im Buchhandel zu beziehen ist, verdient allgemein bekannt zu
teile zur Erforschung der Kriegsursachen, bilden vohl den Hauptteil der'überaus interessanten Zeitschrift. Sauerbeck weist nach und versteht es treffend, seine Behauptungen mit den Aeuße-
werden.
Den Reigen eröffnet der Leiter der Liga vom Berg mit einem Aufsatz über Frredens-- vertragsaufklärung, in dem er in wenigen, aber überzeugenden Sätzen auseinandersetzt, wie ungemein wichtig die Aufgabe ist, das deutsche Volk über den Friedensverttag und die Schuldstage Alfzuklären. Mit Recht -betont Dr. vom Berg, daß „das ganze Volk zusammenstehen muß, um noch zu retten, was zu retten ist;, es handelt sich nicht um gelegentliche Demonstratioffen und Pro- toste, sondern es handelt sich um den harten^ unbrechbaren Willen, daß wir uns nicht selbst auf geben". Die Friedensvertragsaufklärung kennzeichnet Dr. vom Berg treffend mit „ den Worten: „Sie ist ein Einhämmern und Harten des Willens tut Selbstbehauptung." Darin sieht er die wichtigste Aufgabe aller Parteien und aller überparteilichen und wirtschaftlichen Organisation en.
In einem Einführungsartikel zur Schuld- frage charakterisiert der ehemalige Siaatsmmister Dr. Südekum in aufrüttelnden Worten, wie noch immer zahlreiche Angehörige in unicrpm Volke in stumpfer Gleichgültigkeit und oder Ee- smnungslmnperei in den Tag hinemleben, unbekümmert um den Inhalt und bm moralisch politischen Folgen des Gewaltfriedens»von Versailles. Auch geißelt er die weltentrückten ^rau- Mer, die, in einen verstiegenen Jnternat>âlis- Mus versunken, einer unter der Peitsche deâ stan-> râstschen Militarismus in den Staub sinkenden Welt die Botschaft der Bruderliebe predigen-
In einem weiteren Artikel bringt ditt durca seine verschiedenen Schriften über die L-..)urd- frage bekannte Oberst Schwert fc 9/r Grundlagen der Schulderörterung. Schwer feger Sehl bei seinen Betrachtungen von der bekannten Aeußerung Lloyd Georges aus, daß der tier- Witter Friedensvertmg hinfällig wird, wenn > Grundlage, die alleinige Schuld Deuischlan m Kriege, aufgegeben werden nnlß. Daß das - sche Volk an keinen Angriffskrieg gedacht hat Motiviert Schwertfeger damit, daßer sag - der Gedanke des Verteidigungskrieges gegen um vermeidliche Anccrifte von allen Seiten hat ivr»
Dr.
rungen der politischen Figuren Frankreichs zu belegen, daß die Legende von dem heimtückischen, unerwarteten Ueherfall Frankreichs durch Deutschland bereits in sich zusammengebrochen ist. So hebt Sauerbeck geschickt hervor, daß der verantwortungsvollste Vertreter der Poincarèschen Po- lttik im Ausland, der französische Botschafter Pa- isologue, in der Revue de deux Mondes gestanden hat, daß er d-en Botschasterposten in Petersburg erst übernahm, als Viviani versprochen hatte die französische Politik ganz auf den Krieg einzustellen. Was die Julikrise 1914 anbetrifft, so erwähnt Sauevbeck, daß die Botschafter Frankreichs in Petersburg, London und Berlin lange vor den entscheidenden Tagen nicht nur durchaus mit dem Krieg gerechnet haften, sondern sogar, wie es Jules Cambon ausdrückte, „diese Ueberzeugung zum Grundsatz ihres Handelns machten". Während Frankreich von Ämerbeck stark zerrupft wird, kommt England etwas besser fort. Sauerbeck führt aus, daß England die einzige der Ententemächte war, die ein offenkundiges aggressives Kriegsziel nicht gehabt hat. Seine Motive lagen mehr auf dem Gebiete der Eifersucht, die ben Gedanken nahelegten, den (Segnet durch das einzig mögliche Mittel, den Krieg, an weiterer Kraftentfesselung zu verhindern. Englands Schuld in der Juli- Krise formuliert Sauerbeck dahingehend, daß England zwar eine ganze Reihe von Dermitt- lungsvorschlägen gemacht hatte, aber nicht die entscheidenden Worte fand, um seine Bundesgenossen vom Kriege zurückzuhalteu-.
Ein weiterer Aufsatz von Graf Max Mont- g e l a s über die russische allgemeine Mobilmachung und die deutsche Kriegserklärung bringt in knapper, aber doch erschöpfender Form die für die Kriegsentfesselung grundlegenden Ereignisse, wie sie sich zwischen Berlin und Petersburg abgespielt haben.
Die Wahrheit muß an den Tag. Wir dürfen nicht müde werden, das Wahre immer zu wiederholen. zumal deutsche Schuld und Sühne in inni- gem politischen Zusammnhang stehen. Wenn das deutsche Volk auch in „schlechten Kleidern" in Not und Drangsal sich befindet, Jetn Gesicht ist gut" und sein Gewissen ist rein. Die Schuld liegt auf der Gegenseite. Noch möge man nach landläufiger britischer Moral die Wahrheit wie einen Hund iirs Loch peitschen, aber bleiben wir standhaft und tragen wir unermüdlich die Wahvhefts- fackel von Land zu Land, dann wird es sich erweisen, daß die Stunde der Weltenwende kommen muß, nämlich die des Zusammenbruches der : Lügengewebes der Entente über die deutsche ■ Schuld am Kriege. kl. H.
a
b^Ä" aff ow»" ff ff I*" *WÄ » rum, in Verfolgung imaginärer Sonderinter- > n großer Irrtum, wenn Lloyc essen im Osten Deutschlands einen Militärstaat entstehen zu lassen, der in erster Linie einer Bedrohung Deutschlands dienen soll. Eine derartige Maxime wäre gefährlich und für den europäischen Frieden verhängnisvoll. Leider wurde die Entscheidung erneut vertagt und die oberschlesische Frage, die seit über anderthalb Jahren eine arbeitsame Bevölkerung in Verwirrung hält und die ganze Welt in Atem, bleibt vorläufig eine schwere Bedrohung des
Weltfriedens.
In dem Schreiben, in dem der Oberste Rat die Vertagung der Entscheidung mitteilt, wird versichert, daß der Aufschub m ö g l i ch st kurz sein werde. Ich erblicke darin ein stilles Eingeständnis, daß man sich an Oberschlesien auf das schwerste versündigt, wenn man es noch lange in dieser schwebenden Pein läßt und wenn man dem unglücklichen Lande noch nicht sein Recht gibt. Wir schließen uns der Mahnung an die Oberschlesier, Ruhe und Besonnenheit zu wahren, voll an und brauchen uns in dieser Beziehung weder etwas vorzuwerfen, noch uns zu einer Initiative treiben zu lassen. Auch die Bevölkerung im übrigen Deutschland folgt verständnisvoll und diszipliniert der Parole, die wir ausgegeben haben, durch keinerlei gewaltsame Handlung das klare Recht zu trüben, auf dem wir diesen geistespolitischen Kampf sicher führten.
Wir haben von allem Anfang darauf aufmerksam gemacht, daß die oberschlesische ürage keine rein deutsche Angelegenheit ist. Wir haben daraus hingewiesen, daß es eine europäische Frage ist, denn es könnte sich an Oberschlesien ein neuer großer Brand entzünden, wenn die Gewalt über die (Selbstbestimmung der Bevölkerung triumphieren würde. Jetzt hat man von Europa an die Welt, an die G e - samtheitderNationen appelliert. Der Weltsriede und das Weltgewissen könnten eine ungerechte Lösung der oberschlesi- Swn Frage nicht ertragen. Wenn diese beiden egriffe Wert haben, wenn sie keine Scheinwerte sind, deren sich lediglich die Propaganda bedient, dann brauchen mir auch heute nicht zu verzagen. Der Streitgegenstand Oberschlesien stellt sich nicht als irgend eine Grenzfrage dar, sondern das Schicksal dieses Landes ist mit dem W e l t f r i e d e n und von jetzt ab auch mit dem Ansehen des Völkerbundes, wie immer man auch über sein bisheriges Wirken denken mag, auf das innigste oer- knüpft. Seine Prinzipien, die von der gesamten Kulturwelt anerkannt werden, beruhen auf der Ueberzeugung: Der Friede ist besser als der Krieg, und man muß ihn mit allen Mitteln erhalten, und auf das Erkenntnis, daß das Selbstbestimmungsrecht der Völker zu acht« ist und kein Volt gezuMtgrn werden-
_____ö _ _ „ . Lloyd George Frankreichs Haltung einzig u'nd allein der Sorge um Frankreichs Sicherheit zuschreibe. Er sei genau so gut wie Lloyd George eifriger Anhänger des Zedankens der Gerechtigkeit und der Durchführung des Friedensvertrages. Eine Meinungsverschiedenheit bestehe dagegen nur in der'Art und Weise, wie wir den Artikel 88 auffasfe- und vor allem in dem Geiste, in dem über b: Volksabstimmung entschieden worden ist. Das Gutachten des Völkerbundes roirb, so sagte Briand, unsere Meinungsverschiedenheiten in dieser Frage beilegen. Im Obersten Rate waren wir eigentlich nur in zwei Punkten vollständig einig. Unsere Sachverständigen und vor allem die Juristen hatten einstimmig folgende Schluß- aufstellung angenommen: 1. Der Friedensvertrag sieht grundsätzlich und tatsächlich eine Teilung Oberschlesiens vor; 2. Für diese Teilung, die nach der Abstimmung der Bevölkerung erfolgen soll, werden die ethnographischen Belang« entscheidend fein.
Briand erläuterte sodann nochmals etn»
ien
üe
gehend den französischen Standpu n k t in der oberschlesischen Frage, sowie den Gang der Verhandlungen, um eine Verständigung zwischen dem französischen und englischen Standpunkt zu erzielen, was sich aber als unmöglich erwiesen habe, und schloß: Die ober» schlesische Frage habe eine vorübergehende Streitigkeit hervorgerufen. Wenn diese aber einmal geregelt sein werde — und das werde nicht lange bauern —, so wolle er hoffen, daß trotz alledem für die Völker der Entente die Notwendigkeit bestehen bleibe, ihre engste Einigkeit zu wahren, um Europa das Gleichgewicht und die Beständigkeit zu sichern, die für den Frieden der Welt unentbehrlich seien.
Zusammentritt des Völkerbunds, rates.
Paris, 18. Aug. Wie die Agentur HavaS mitteilt, soll Baron I s h i, nachdem in den letzten Tagen ein lebhafter Meinungsaustausch stattgefunden habe und hauptsächlich infolge der am 17. August zwischen den Mitgliedern des Völkerbunds rates in Paris abgehaltonen Besprechung, beschlossen haben, die ursprünglich auf den 1. September festgesetzte Session des Völkerbunds- rates auf einige Tage früher zu verlegen. Der Rat soll in Genf gegen den 2 5. Au- aust zusammentreten. Auf der Tagesordnung wird in erster Linie die P r ü fu « 8 der ober schlesischen Frage stehen.
— Der ständige internatianale Weric^v»! ist nach einer Meldung au» Genf nunmehr gefiebert Spanien und Haiti haben die bevorstehende Kahnt® tionen des Protokolls telegraphisch mitgeterlt., Dmmi ist die notwendig« Zahl von 24 Staaten erreuht. i