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General-Mzeiger

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Ar. 184

Dienstag den 9. August

1921

Ate Eröffnungssitzung. Bericht des SachverstänSigenausfchuffes. - Merftreit in der Frage -es Jnduftriebeckens. Gin italienischer Dev miMungsvorschtag. Einberufung -es -eutfchen Reichstags?

Kestern, 3 Uhr nachmittags, hat in Paris die Tagung des Obersten Rates ihren Anfang genommen, auf die die ganze Welt mit Span­ung schaut. Denn von ihr hängt, wie selbst die Ententeblätter zugeben, nicht mehr und nicht weniger als der Friede Europas und die Ruhe der Welt ab. In der Tat, wenn der Feindbund in dem Kernpunkt der internatio­nalen Lage, in der oberschlesischen Frage, einen gefährlichen Brandherd weiter bestehen läßt ober durch eine unzureichende Entspannung neue Keime zu Verwicklungen legt, so ist der Mebe Europas und der Welt im höchsten Grade gefährdet. So sehr ist Oberschlesien eine internationale Frage, so sehr rächt es sich, daß die Feinde, Frankreich voran, so lange diesen Charakter des oberschlesischen Problems ver­kannt haben. Und nun soll der Schaden wieder gutgemacht, soll die oberschlesische Frage wirk­lich gelöst werden, damit die Einigkeit wieder- kehre. Ganz schön, nur daß die Möglichkeit zur stnigung inzwischen bis auf ein winziges Maß aeschwuftden ist. Die Aussichten zu einer- Mg, die wirklich Befriedigung schafft, sind ge­ringer als je, denn Frankreich hält, wie aus den unten folgenden Berichten vom ersten Zitzungstage hervorgeht, mit äußerster Kraft an einer Lösung fest, die Polen alles, Deutsch­land so wenig gibt, daß dieses nach der Absicht Frankreichs sich aufbäumen muß, um das ge-

tritt die entgegengesetzte Absicht, nämlich btè, daß der größte Teil Oberschlesiens Deutschland zufallen muß. Ueber die Unteilbarkeit des In- : Wriebeckens ist man sich zwar einig, aber Frankreich fordert dieses Becken für Polen, «ährend England es Deutschland zuteilen will. Hier tut sich ein Widerstreit der Anschauungen auf, der nunmehr durch einen italienischen Ver- - iMlungsvorschlag gelöst werden soll. Dieser Vermittlungsvorschlag um die Sforzalinie kann es sich nicht handeln, da dieser Plan gänz- M fallen gelassen worden ist ist noch nicht bekannt, er soll erst in der heutigen Sitzung Mgeleat werden. Ob die Vermittlungsaktion AN Erfolg sein wird, muß vorläufig noch da­hingestellt bleiben. Bemerkenswert ist hier nur, daß die offizielleAgenzia de Roma" vor eini­gen Tagen den Ton für die Pariser Konferenz mit der Erklärung angab, Italien könne nicht

! Blassen, daß Polen eine Westgrenze erhalte, durch die es in einen Schwächezustand Deutsch- land gegenüber versetzt werde. Sehr viel ist

! also von dieser Seite trotz des in letzter Zeit i bemerkbaren Einlenkens in das englische Fahr- vaffer nicht zu erwarten.

Wie also eine Lösung zustande kommen wird, ist für uns noch völlig dunkel. Wir harren Sespannt des Kommenden.

Die Eröffnungssitzung.

Paris, 8. Aug. Ueber die erste Sitzung des Obersten Rates ist folgendes offizielle Kommu- | aus-gegeben worden:

I Der Oberste Rat ist um 3 Uhr nachmittags im I Ministerium für Auswärtiges zusammengetreten. I Mirand begrüßte die Delegierten und gab seiner I ^ßiedigung Ausdruck über die Rückkehr des Ver- I neterz der Vereinigten Staaten in den Rat der I Mierts. Der Sachv erstand ig en-Ausschuß wurde I "»dann ersucht, das Ergebnis seiner Untersuchnn- I M zur Kenntnis zu bringen. Der Präsident die- I Kommission setzte die juristischen Grundsätze I ^einander, über die sich die Sachverständigen I stimmig geeinigt haben. Sir Cecil Hurst ent- I Adelte im einzelnen den englischen Standpunkt. I Wer setzte Laroche die französische These aus- I Wer. Der Oberste Rat wird morgen vormit- I die alliierten Oberkommissare in Oppeln über

t£ verschiedenen Fragen hören, die sich aus die I Knblickliche Lage in Oberschlesien und insbe- I '^re aus die Frage der Sicherheit beziehen.

*

»Die Havas-Agentur verbreitet zu diesem Kom-- I ^unique noch folgende Einzelheiten: Minister-

^Ment Briand appellierte an die Einigkeit I um die ernsten und schwierigen Probleme I 7 lösen, die der Konferenz gestellt seien. Wenn I g Geist der Einigkeit und der Solidarität, der i v^vte die vorausgegangenen Zusammenkünfte

Urscht halle, so erklärte er, sie auch weiter leite, ^n könne die Aufgabe zu einem guten Ende

dieser Konferenz heran. Lloyd George dankte Briand, der bemerkte, daß das o b e r s ch l e s i s ch e Problem vielleicht das schwierigste von allen sei, die der Oberste Rat bis jetzt zu lösen gehabt habe. Das Problem wäre an sich vielleicht weniger schwierig, wenn es nicht durch äußere Umstände so verwickelt geworden sei. Lloyd George ist jedoch überzeugt, daß, wenn die Mit­glieder desMbevsten Rates das Problem mit dem ernsten Willen, zu einer Einigung zu gelangen, in Angriff nehmen, die Lösung möglich sei. Uebergehend zu der Verhandlungsmethode, der mau folgen solle, erklärte der englische Minister­präsident, daß es sich vielleicht empfehle, zuerst die Auseinandersetzungen der Sachverständigen zu hören, um alsdann die Frage her Verstärkungen für Oberschlesien zu erledigen. Ministerpräsident Bonomi ergriff dann das Wort, um auf die Be­deutung der zu fassenden Beschlüsse und aus ihren Einfluß für den Weltfrieden hänzuweisen. Mi­nisterpräsident Briand begrüßte alsdann, wie be­reits gemeldet, den Vertreter der Vereinigten Staaten, der seinerseits Briand dankte und, ver­sicherte, daß er Präsident Harding die herzlichen Worte übermitteln werde, die Briand gesprochen habe. Schließlich gab der japanische Vertreter Hayashi seine Zustimmung zu der vorgeschlage­nen Verhandlungsmethode und drückte seine feste Ueberzeugung aus, daß die Konferenz eine Lö­sung finden werde.

Der Bericht des Sachverständigenausschusies zur Regelung der oberschlesischen Grcnzfrage stellt nach demTemps" fest, daß über drei grundsätz­liche Fragen eine Einigung erzielt romben ist.

1, Daß der Friedensvertrag von Versailles dieTeilung desVolksabstimmungs- gebietes zwischen Deutschland und Polen z u l a s s e, daß man sich also nicht auf die in dem gesamten Abstimmungsgebiet von einer Partei erzielten Mehrheit berufen könne, um ihr Ober­schlesien insgesamt zuzuteilen,

2. daß der Friedensvertrag vorschreibe, daß bei der Festsetzung der deutsch-polnischen Grenze Rücksicht genommen werden müßte auf die Wün­sche der Bevölkerung, die durch die Abstimmung zum Ausdruck gekommen sind und auch auf die geographische und wirtschaftliche Lage der Orte, 3?endlich, daß man bei der G r e n z z i e h u n g sich von der gemeindeweisen Abstimmung leiten lassen müsse.

Die Sachverständigen haben nach dem Temps verschiedene Vorschläge für die Grenzführung geprüft und sind schließlich auf zwei L 5 sun- g e n,' eine französische und eine englisch-italieni­sche, als Verhandlungsbasis gekommen. Die von Graf Sforza anempfohlene Lösung sei von dem Sachverständigenausschuß nicht wieder ausoenom- men worden. Die in Frage kommenden beiden Lösungen hätten keine Einstimmigkeit gefunden. Beide Mane verlangten die Unteilbarkeit des Jn- dustriebezirkes. Die französische Lösung wolle das Gebiet Volen zusprechen, während die englisch­italienische Lösung das Gebiet zum größten Teil Deutschland zusprechen wolle.

Zu dieser Meldung verbreitet die Havas- Agentur eine eingehende Mitteilung, aus der hervorgehoben zu werden verdient, daß an erster Stelle der Justitiar des Quai d'Orsay, Fr o-« m a g e o t, dem Obersten Rat die,leitenden Grund­sätze mitteilte, über die sich die surrstnchen Sach­verständigen hinsichtlich der Vertragsklauseln über Oberschlesien geeinigt hätten. Fromageot ent­wickelte alsdann die Fragen, über die eine Eini­gung erzielt wurde. (In der gleichen âise, wie es in der obigenTemps"-Meldung mitgeteilt wurde.) Er hob hervor, daß von den vorgcbräch­ten Lösungen an zweien festgehalten worden sei, an der von Frankreich und der von England, die jedoch beide nicht die Einstimmig­keit der Sachverständigen gesunden hätten. Jedoch bestehe ein Purckt, über den sich die Delegierten der Mächte geeinigt hätten, näm­lich über die fast vollständige Unteil. barkeit des JndustriegbietbeS. Aber während der französische Vorschlag die Tendenz habe, das Gebiet fast vollkommen Polen zuzu­schreiben. wolle der andere Vorschlag, es zum größten Teil Deutschland zusprechen. Hseraiss er­griff Cecil ssurst da-Word Derftmstifthe Kn- rat desForeign Office kennzeichnete das Er­gebnis der Volksabstimmung wre folgt;} 678 Kommunen hätten sich für Polen auö-,

gesprochen, 844 für Deutschland, 479 000 Stim­men seien für Polen, 707 000 für Deutschland ab­gegeben worden. Er fasste die e ng l i s cb e M e i- n u n g wie folgt zusammen: 1. Da Frankreich die gemeindeweise Abstimmung als Basis für die Re­gelung annehme, sodaß jedes Gebiet dem Lande ungeteilt werde, für das es gestimmt habe, solle nur der Fall zugelasien werden, daß gute Gründe dagegen sprachen. 2. Enklaven müßten als un­praktisch und ungerecht für beide Teile vermieden werden. 3. Das Zentrum des Industriegebietes müsse Deutschland übertragen werden. Was den Rest der zu ziehenden Grenze anbeträfe, bestän­den wenig Differenzen zwischen den französischen und englischen Vorschlägen. Der englische Sach- vevstündige warf dem französischen Vorschlag vor, daß er die Verhältnisse der Abstimmung in seiner Zusprechung der strittigen Gebiete umstoße. Der französische Vorschlag würde 7 Elftel der Stim­men, die für Deutschland abgegeben, Volen und nur 4 Elftel der Stimmen, die für Polen abge­geben wurden, Deutschland zusprechen., während die Stimmen wie folgt verteilt seien: 60 Prozent für Deutschland und 40 Prozent für Polen. Mi­nisterialdirektor Laroche setzte alsdann die französische These auseinander, nach welcher den beiden Parteien die Kommunen nach dem Ergeb­nis der Abstimmung zugeteilt werden sollen, wenn die Abstimmung undtskutabel sei. Wenn Enkla­ven notwendig seien, so müsse man, um sie zu ver­meiden, auf die geographischen und wirtschaft­lichen Bedingungen Rücksicht nehmen und die Zp- sprechung der betreffenden Kommunen nach den Verbindungen regeln, die sie mit den benachbar­ten Gebieten haben. Deshalb müsse die Ge­samtheit des Kohlenbeckens nach der französischen Meinung Polen zugesprochen werden. Laroche kritisierte dann den englischen Vorschlag und bekäinpfte be- onders die britische These über die Unteilbar-

ücniW einen rmitkâugsvor-

chlog, der morgen beraten werden soll.

Der deutsche Stau-punkt

Die Entscheidung über die Zukunft Deutsch­lands,

Reichskanzler Dr. Wirth hat dem Vertreter desRuovo Giornale" in Florenz eine Unter­redung gewährt. Zur oberschlesischen Frage iußerte sich der Reichskanzler unter anderem olgendermaßen:

Man hat es mir in gewissen Kreisen ver­argt, daß ich von dem deutschen Recht auf Ober- chlesien gesprochen habe; aber ich kann doch richt das verschweigen, was wahr und recht ist. Ich habe die Leiden der oberschlesischen Bevöl- lerung nicht verschweigen können, aber ich habe auch die Gerechtigkeit nicht öersckwiegen, wo l euns zu Teil geworden ist. Ein solches Zeug- ns für die Gerechtigkeit haben Ihre Truppen in Oberschlesien abgelegt, unter Blutopfern für den Schutz des Landes, soweit es in ihren Kräften stand. Die oberschlesische Bevölkerung hat ihrer Dankbarkeit dadurch spontanen Aus­druck gegeben, daß sie die Särge, der italieni­schen Truppen mit Blumen schmückte. Glau­ben Sie mir, das wird von dem oberschlesi­schen Volke nicht vergessen werden. Ebenso wie in Ost- und Westpreußen haben die italienischen Truppen auch in Oberschlesien durch ihr Ver­halten gegenüber der einheimischen Bevölke­rung ihre Friedensgesinnung kundgetan und ich glaube, daß dadurch manche Bande wieder an- geknüpst sind, die der Krieg zerrissen hatte. Ich hoffe bestimmt, daß die Erkenntnis von der europäischen Schicksalsgemeinschaft durch eine solche Friedensgesinnung gefördert und sich zur europäischen Solidarität auswachsen wird. Alle Mächte, ob Sieger oder Besiegte, müssen mit allen Kräften an dieser Aufgabe arbeiten, wenn das schwere Werk gelingen soll. Man kann aber die von uns verlangten ungeheuren Lasten nicht erwarten, wenn man uns die Hand abschlägt, Oberschlesien nimmt. Die Zu­teilung Oberschlesiens an Deutschland, ist unab­weisbar, wenn nicht das Selbstbestimmungs­recht der Völker, wie es in der Abstimmung zum Ausdruck gekommen ist, zum Hohn werden soll. In den Pressestimmen der letzten Tage ist wiederholt der Gedanke einer provisori­schen Lösung der oberschlesischen Frage er­örtert worden. Ich brauche Ihnen gegenüber nicht zu betonen, daß jede derarttge Lösung für die deutsche Regierung unannehmbar ist; sie widerspricht den klaren Worten des Fne« densvertrages und würde den Keim zu dauern­den Konflikten im Osten legen. Wir warten au den Spruch des Obersten Rates. Dieser ' " 1 scheidend fein

tfchlands, aber auch

Spruch wird ent die Zukunft Deu für die Zukunft Mitteleuropas,

Einberufung -es Reichstags?

In parlamentarischm Kreisen hält man, wie das ,B. T." berichtet, die Einbernfung des Reichstag» sofort, nachdem der Oberste Rat die Entscheidung über Oberschlesien gefällt bat für unbedingt erforderlich. Man sieht die Einbemfung des Plenums besonders deshalb als notwendig an, weil auf Grund der Ent« scheidnng des Obersten Rats zahlreiche überaus wichtige Fragen akut werden, die vom Reichstag be­sprochen werden müßten. Es wird Hingewiesen auf die dringende Frage der militärischen Besetzung der uns zugciprochenen Gebiete in Oder- schlesien zum C gegen etwaige Putschversuche. Die verschiedentlich in den letzten Tagen laut ge­wordenen Gerüchte über eine Einberufung des An»« wärtigen Ausschusses bestätigen sich nicht, wie die Deutsche Mgem. Ztg.' au» parlamentarischen Steven erfährt, jedenfalls wurde noch kein bestimmter Tag hierfür in Aussicht genommen.

Ein Alarmruf aus Oberfchlefieu.

(Don unserem dortigen F. Z.-Miirrrbeiter.)

Die Gefahr eines neuen sâständ^en /Put, sches seitens großpolnisch gesinnter Teile der oberschlesischen Bevölkerung besteht zurzeit nid)t; dagegen ist mit einem W i e dera ufl e b en des Bandenkrieges zu rechnen, wenn ein mili­tärischer Einmarsch von Polen her in das Ab­stimmungsgebiet erfolgen würde. Mit einem sol­chen -militärischen Vorgehen Polens wird in Oberschlesien gerechnet für den Fall, daß der Oberste Rat eine Entscheidung treffen wird, die den Wünschen Polens nicht entspricht. Die Fo.ge eines Einrückens des polnischen, Heer^ Tn Deutschland zugesproisiene Gebietsteile würde na­türlich einen deutsch-polnischen Krieg bedeuten. Ein solcher liegt nach allem, was hier vor sich geht, durchaus im Bereiche der Möglichkeit. Frankreich ist es vor allem, das Polen dazu an­treibt, um auf diefe Weise eine Schwackrimg Deuâbla.'ids berbeizurübren. ^Liund erde- von Em-

Grenze ereignen, die jedoch, jede für sich Betrag el, dem Fernstehenden unbedeutend ersmeinen mögen, geben in ihrer Totalität einen Beweis, ür französisch-polnische Krie gs- ) o r b e r e i t u n g e n gegen Deutschland Französische Offiziere organisieren reguläre und irreguläre polnische Truppen, zwischen den fran­zösischen Behörden des Abstimmungsgebietes und den sog. Aufstands-Liquidations-Kommitzionen, die nichts weiter als polnische Dropagandazeu- trolen sind, besteht ein offensichtliches Handrn- Handarbeiten, französische Waffen und Munition werden in Menge den Polen geliefert, wie leder oberschlesische Bahnbeamte zu berichten weiß, beim polnischen Jnsurgentenstobe in Sosnowize wer­den mit Hilfe der französischen Offiziere, die hier tagtäglich aus- und eingehen, die Plane Esge- arbeitet. Es sollen förmliche Abkommen zwischen Polen und französischen Regierungsstellen be­stehen für den ^a einer Polen ungünstigen Ent­scheidung des Obersten Rates. Selbstverständlich wird Frankreich in einem Konrliktsfalle zwi-Äcn Deutschland und Polen nicht aktiv zu Gunstm des letzten eingrreifcn, den Einmarsch nach ~ ber­ichtest en aber wird es mit allen Mitteln begünsti­gen, namentlich burcb die Duldung und ^rchurung einer neuen Insurrektion, die die polniich-miuta- rische Aktion zu unterstützen hätte. Diese neue Insurrektion wird, das ist hier bu allgemeine auf' die Tatfachen geftützte Auffassung, um vieles schlimmer sein als der Maiaufstand. Was jetzt von den damaligen Jnsurgeiven Waffen Ben?*, sei es als Mitglied der sogenannten Gemeine- wehren, sei es illegitim, ist nicht im mindesten Träger irgend einer nationalen oder sozialen Idee, sondern gehört zur Klasse der Spitzoubcn und Banditen. Dies Verbrech ertum al, o- wurde die Fühnmg bei einem abermaligen So«!retogen erhalten. Was das für die deutstben und selbst für die polnischen Oberschlesier bedeutet, die durchaus nicht mit diesem Gesindel zu nein. ren sind, braucht nicht ausgefuhrt zu werden. SeMverständlich werden sich die Deutschen nunt, weil Frankreich es wünscht, von den ^^aeuten- h orden stillschweigend abmurksen lassen. Oh ne hier­über viel zu sagen, genügt es anzudcuten, dog man sich in diesem Falle nach bewährter Methode zu schützen verstehen wird. Aber wenn auch, die Folge wird sein, ein unglaublich blutiger Bür­gerkrieg in Oberschlesien und die, Hinopfenmg vieler Unschuldiger auf beiden Seiten. Man- tue diesen an die Oeffentlichkeit gerichteten Alarinruf nicht als Gespensterseherei ab. Einmal bereits sind derartige Warnsigwale in den Wind gesmia. gen worden, das war aber in der ersten des April. Und in den ersten Tagen des Sia ; wrngs los. Mögen alle zuständigen Instanz« ihr Augenmerk auf Oberschlesien richten und tut was nötig ist, um Zustände und Ereignisse 31 verhindern, wie sie oben befürchtet werden.

(Weitere PoLÜM Nachrichten auf Seite 5.$