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' <7Hstl, 4. Slug. In Gegenwart zahlreicher a5s und Landtagsabgeordneten, Vertretern «Reichs-, Staats-, Landes- und Kommunal- ^ürken wurde heute der 24. Bundestag des ^âs deutscher Militäranwärter (E. 23.) tzen Vorsitzenden Bundesdirektor Pertsch- & eröffnet. Zum Verhgndlungsleiter wurde ssimbahn-Oberinspektor Diedrich-Hannover be« Abg. Meyer-Herford versprach als 23er« der Deutschen Volkspartei, sich der For- "Lngen des Bundes in vermehrtem Umfange Munehmen und insbesondere gegen die vom Msfinanzministerium und Reichspostministe- verlangten Ergänzungsprüfungen 23er« Irrung einzulegen. Reichstagsab. Schulte als Vertreter der Deutschen demokratischen Partei L in längeren, beifällig aufgenommeneft Aus- führungen dafür ein, daß die Reichs- und Lan- d-gbehörden alles zu tun hätten, um den Be- Mten, insbesondere den aus dem Militär- Mlvârterstande hervorgegangenen, ein Exi- »Mminimum zu gewahren, das ihnen einen nnacmeffenen Lebensunterhalt gewährleiste. Sie verschiedenen Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, u. a. der Oberpostrat Säuber- lèin als Vertreter des Reichspostministeriums, versicherten, daß sie ihrerseits die maßgeblichen Stellen veranlassen wollten, die Wünsche der Zundesleitung deutscher Militäranwärter zu berücksichtigen. Dem sodann erstatteten Jah­resbericht ist zu entnehmen, daß der Bund deut­scher Militäranwärter jetzt 24 Verbände mit 670 Vereinen umfaßt, dem insgesamt 82 582 Mitglieder angehören. Der Verein Franken­berg (Eder) hat vorübergehend feine- Tätigkeit eingestellt; durch die Besetzung sind 46 Kreise bezw. Vereine aus dem Bunde ausgeschieden. Der Jahresbericht beklagt die Herabsetzung der Zahl der planmäßigen Beamten, die Herunter- gruppiefung in niedere Klassen in Verbindung mit der fortschreitenden Teuerung, die für die Beamten ganz allgemein eine wenig erfreuliche Zukunft eröffnen, zumal bei der Verabschie­bung der Besoldungsgesetze und der Besol- bungsordnung die berechtigten Wünsche der Militäranwärter völlig unberücksichtigt geblie­ben sind. Auch die in Aussicht .genommene Aenderung des Reichsbeamtengesetzes und das endliche Erscheinen eines preußischen Beamten- Mes eröffne noch nicht die Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Die Verhandlungen wer­ben 3 Tage umfassen.

Gersfeld (Rhön), 3. Aug. Dieser Tage weilte auf der Wasserkuppe ein von Würzburg kommender französischer Major, um sich davon zu überzeugen, daß die zu den vom 10. bis 25. August dauernden Segelwettflügen, benutzten Flugzeuge keine solche seien, die von der En­tente nach dem Vertrag verboten sind.

mc. Frankfurt a. M.» 4. Aug. Am Sonntag ist im Main die Tochter des Droschkenkutschers Bickert ertrunken. Nunmehr haben sich Ver- ^mtmuiite erMei^, dâchas.Mhdchen nicht einem Unglücksfall, sondern einem überlegten (Morde zum Opfer gefallen ist. Man glaubt, .daß auf Anstiftung der Verwandtschaft ein ge­wisser Schmidt als Täter in Betracht kommt, der am Montag wegen anderer Straftaten ver­haftet wurde. Schmidt war auch bei der Lan­dung der Leiche am gestrigen Mittwoch in der Nähe des Städelschen Instituts dabei. Die Untersuchung ist eingeleitet und wird hoffent­lich bald Licht in die dunkle Affäre bringen.

Helmstadt, 3. Aug. Schreckliche Brandwun­den erlitt das achtjährige Landwirtstöchterlein Werr, das Spiritus ins Feuer goß, um es besser anzufachen. Der brennende Spiritus spritzte Druck und im Nu stand das Kind in Flammen. Es starb nach seiner Einlieferung ins Kranken­haus.

Unterwestern, 3. Aug. Der Milchhändler Konrad Rack von Unterwestern, dem im Kriege die Milchsammelstelle übertragen wurde, hat in Angster Zeit mehr als 300 Zentner Limburger «äse von verschiedenen Firmen bezogen und

Ein unbekannter Brief des General­majors Freiherrn von Ramsay.

®tn Freunden der hananifchen Geschichte mitgekeilt von Studienrat Dr. Heiler.

. Die Schlacht bei N ö r d l i n g e n am 6. September 1634 war eine der folgenschwersten 30jährigen Krieges. Damals siegten der des Kaisers, König Ferdinand von Mam, und General Gallas über die Schweden, die seit dem Heldentod ihres Königs Wan Wolf bei Lützen in der Leipziger Ebene ! M von den Generälen Horn unb Bern- von Weimar geführt wurden. Mit riefen die siegreichen spanischen Regi- nach der Nördlinger Schlacht:viva la Austria",es lebe das Haus Oesterreich", mit Recht konnte ihr Führer ihnen ant« Wen:Die Leipziger Schlacht ist vergolten". An Horn war gefangen und Bernhard von . ^mar gezwungen worden, über den Rhein gehen, während sich die evangelischen Msten und Städte an Frankreich anschlossen, n vor den Kaiserlichen zu retten.

, -Die Ruhe, in der man seit 3 Jahren in gelebt hatte, wurde natürlich durch JWoreue Schlacht ebenfalls empfindlich ge- ^Z_weil man mit der nahe bevorstehenden

Hanau im 30j. Krieg S. 138 ff.

»L. W der Feinde rechnen mußte. Graf J 111P P Moritz von Hanau ließ sich denn y v°r allem die ausgiebige Vcrprovian- seiner befestigten Residenz angelegen begab mh aber, als die ersten feindlichen sichtbar wurden, über Metz nach ,t 5- dann nach den Niederlanden, nachdem Verweser der Grafschaft Hanau seinen osrohen Bruder Jakob Johann ein­

über die Grenze verschoben. Rack hat die Käse­kisten seit Wochen beim Hellen Tage am Bahn­höfe Schöllkrippen ausgeladen, so die letzte Sendung am Samstag. Außerdem trafen am Sonntag, Montag und gestern noch mehrere Sendungen ein. Was noch zu haben war, wurde beschlagnahmt. Mit welcher Dreistig­keit Nack arbeitete und wie sicher er sich trotz Verbot fühlte, beweisen die großen Mengen, die verschoben wurden, so erhielt er z. B. einmal 100 Zentner in einer Sendung.

Meckbach, 3. Aug. Auf dem Heimwege vom Felde wurde gestern abend gegen 7 Uhr die 33 Jahre alte Ehefrau des Landwirts Joh. Georg Wilhelm Apel vom Blitz getroffen und sofort getötet. Die Schwester der Verstorbenen, die sich in unmittelbarer Nähe befand, sah sich plötzlich in ein Flammenmeer gehüllt, kam aber sonst mit dem Schrecken davon. Der Körper der so jäh aus dem Leben geschiedenen jungen Frau wies zahlreiche Brandwunden auf, das Kopftuch, welches die Frau trug, war total zer­fetzt und die Haarnadeln verbogen.

Des fingen, 2. Aug. In der Villa des Drahtwarenfabrikanten Oskar Moos von Frankfurt a. M. wurde hier eingebrochen. Den Dieben fielen Gegenstände im Werte von 37 000 Mark in die Hände. Offenbar kommt als Beteiligter eine Person in Betracht, die mit den örtlichen Verhältnissen der Villa wohl ver­traut war.

Barmen, 2. Aug. Ein tragischer Todesfall hat zu einem frühzeitigen Abbruch der vom 25. bis 31. Juli d. J. hier abgehaltenen Tagung des Verbandes der Kommunalbsamten und -Angestellten Preußens (E. 23.) geführt. Der erste Vorsitzende des Verbandes, Oberstadtsekre­tär Scheidig (Charlottenburg) erkrankte wäh­rend der Tagung so schwer, daß die Verhand­lungen nicht zu Ende geführt werden konnten. In der darauffolgenden Nacht ist er dann ver­schieden. Die preußische wie die gesamte deutsche Kommunalbeamtenschaft der Verstorbene war auch Vorsitzender des Reichsbundes der Kommunalbeamten-und -Angestellten Deutsch­lands und in dieser Eigenschaft Mitglied des vorläufigen Reichswirtschaftsrates hat mit feinem Tode den Verlust eines Mannes mit seltenen Führereigenschaften, reichem Wissen und von unermüdlicher Pflichttreue zu beklagen.

Kunsl und Leben.

Line neue arktische Expedition. Der eng­lische Polarforscher Donald B. Mac Millan, der bei der letzten glücklichen Nordpolexpedition von Peary 1909 sein erster Leutnant wâr, bricht jetzt zu einer neuen Expedition auf, durch die er hauptsächlich Basfinsland, die große arktische Insel südwestlich von Grönland, erforschen will. Das Schiff der Expedition, die sechs Mitglieder

ist ein. 115 Tonnen-Schoner ,Bom- doin". Mac Millan hofft, Basfinsland Mitte August zu erreichen und ein Lager südlich von dem Eingang in die gefährliche Pury- und Helastraße zu errichten, wo vor einem Jahr­hundert die Schiffe der Kapitäne Heary und Lyon bet ihrer Suche nach der Nordwest- Passage festliesen. Im Winter 1921 zu 22 soll die Küste von Baffinsland erforscht werden, und der Sommer 1922 wird dem Eindringen in das Innere der unbekannten Insel gewidmet sein, wo nach den Erzählungen von Eskimos sich ein reiches Feld für die Erforschung dar­bieten soll. Nach ihren Angaben befinden sich dort große Erzlager, hohe Berge und schöne Seen, die noch niemals von weißen Männern geschaut wurden. Besondere Beobachtungen sollen dem magnetischen Pol gewidmet werden, der zuerst von James Roß 1830 nicht weit von dem in Aussicht genommenen Sinterlager Mac Millans festgelegt wurde. Die Expedition wird auch den Versuch machen, um Baffinsland her­umzufahren.

gesetzt hatte, der sich auf das Kriegführen besser verstand.

Herzog Bernhard aber ernannte schon am 10. September seinen bewährten General­major Freiherrn von Ramsay") zum Gou­verneur der Festung Hanau, in der nach der Nördlinger Schlacht im ganzen 1604 Mann, nämlich 862 Mann vom Regiment Burgsdorf, 136 von der Kompagnie Ramsays selbst, 42 Mann vom Stabe dieser zwei Truppenteile und 624 gräflich hanauische Reiter, in Garnison lagen, um den strategisch so wichtigen Punkt am Main zu sichern.

Sofort nach seiner Ankunft am 2. Okt. 1634 ging Ramsay an die Instandsetzung der Festung und Geschütze und die Verproviantierung der Stadt. So schickte er auch an den Grafen Philipp Reinhard von Solms-Ach die Aufforderung, Lebensmittel in die Stadt Ha­nau zu schaffen. Am 21. Okt. schrieben ihm aber die Räte des Grafen von Solms eine glatte Absage, deren ^auptgrunb sich aus dem hier zum erstenmal veröffentlichten, bisher un­bekannten Antwortschreiben') Ramsays ergibt. In Lich war man nämlich der Ansicht, der Graf von Hanau müsse seine Residenz allein verproviantieren, an deren Wohlergehen den Solmsern gar nichts weiter liege. Schon am 23. Oktober 1634 schrieb deshalb Ramsay voll Aerger einen Brief nach Lich, der hier genau nach dem Original miedergegeben sei. Ram­say adressiert:Den Wohllöbl. Erenvesten vndt Hochgelahrten Grässlichen Solmßschen Herren Nähten vndt Befehlhabern zu Lich. Meinen

) in Schottland geboren, war er zunächst in eng- lischen und seit 1630 in schwedlschcn Kriegsdiensten.

3) Es befand sich bisher in Privatbesitz unb ist noch mit dem tadellos erhaltenen roten Siegel Ram- laus versehen.

Aus aller Mett.

Einbrecher in Autos. Bei mehreren Ein­bruchsdiebstählen der letzten Zeit in Berlin fiel der Kriminalpolizei auf, daß die Einbrecher die gestohlenen Sachen jedesmal auf Autos in Sicherheit brachten. Die Verbrecher hatten es in der Hauptsache auf Konfektionsgeschäfte des Stadtzentrums abgesehen. Bei einem Einbruch in der Taubenstraße gelang es nun, den Ein­brechern auf die Spur zu kommen und ihnen nicht nur den Raub abzunehmen, sondern sie auch festzunehmen. Um die Beamten zu täu­schen, hatte die Bande zwei Autos benutzt. Das eine fuhr vor den Augen der Beamten davon. Die Kriminalbeamten holten es ein, konnten aber keine gestohlene Sachen entdecken. In­zwischen war aber ein zweiter Kraftwagen vor­gefahren. Diesem folgten die Beamten gleich- 'alls. In der Samantestraße 18 machte tfas Ge­mährt halt und die Fahrgäste verschwanden mit Ballen und Säcken in einem kleinen Zigarren­laden des Hauses. Dort wurde dann bald da­rauf die ganze Beute gefunden und beschlag­nahmt. Der Ladenbesitzer Huber wurde fest­genommen. Er gibt nun an, daß er mit dem Einbruch nichts zu tun habe, die Sachen ihm vielmehr von einem Unbekannten gebracht worden seien. Am Tatort aber hatten unter­dessen die Beamten Fingerabdrücke gefunden, und der Erkennungsdienst konnte einwandfrei feststellen, daß sie von den Händen des Huber herrührten, der so der Beteiligung am Einbruch überführt werden konnte. Seinen Spießge­sellen sind die Beamten auf der Spur, doch ge­lang es bisher noch nicht, sie festzunehmen.

Vereine. Derlammlunqen.

* <«y«u«r er««ench»r «e«r. ISIS. Heute Wi«H-rh«,vm brr Eks«n,stim>«». Alle Damen teerten um piWtlicfie» Erscheinen 8 Uhr im Lerein»l«k«l ®«nbert*wm zebelen

* Mädchtnbttn». Die Zusammenkunft der Jnqende,r"UNe von Frl. Voltz Heut« naebm. Hex 4 bis 6 Uhr muss Hererst au»s»klen.

* Verein für H-mt-vickie nutz Vârheil» knnHe. Heute abend 8 U5r Vereinèabend ix der »Stadt Bremen" im eierr« Sael. Vertrag iber Semmerkrankheiten und Brechdurchselß

* »reiw. kH««er»vedr, K. Komp. Dent« abend SV, Udr Komnaanie-Versammlun« bei Kemerad Bie«.

* »eilt. SasiuoVitttracht". Dit Vlit,lleder und Angchöriae« uxtrrnebmen Sennte«, 7 ein ex Srazieraanz in Hauen» nüber« Um-etun, und treffen fi* nachdem uachm. 4 Udr im Sastban»Zum Schwanen", Kesselffedt, an einem eemütlichen Zu- 'ammcnie'n. Freunde sind willkommen.

* TbenfeKTtbt.Wer. ?rftnel -K»nOre«ati»n. Heute abend 87* Uhr aemüilicher Abend. Auch Nicht- mi!»lieder sind Herrlichst eingeladen.

* Kath. Gesellenvtrein. Heute abend Lettin»- abend.

* Vun» der technisch«« «nseffellten un> Beamte». Hente abend 8 Ubr M,nat»aers«mml»n,

ix derLipr. Bierhalle". ?8ichti«e T«,t»ordnun-.

^rwmeu ârMuauedu MMAt.

* Werkmelster-Bezirksverein

n. Marken Sam»

tag ist abend« 7/» Uhr Monatrversammlnn» im Ver- ein»lok«lDrei Schwanen".

* AuO«n»«bteiruns des D. *. B Heute abend S Uhr Manattversammliinj itxRaten Zimmer" der .greien Krone".

* Verein ehernal. Ser Ulanen Hanan. Der Verein Hanan der Bunde» bextféer Milittranwärter

»eransialtet nächsten Sannt«, ab 3 Uhr nachm. im Beamten-Kasino der Schup» (ebem. Kas. E.-R. II) sein dierjädr. Sommerfest, w»;u Einladun« an nn» er« ganten ist.

* Erster Hanauer UeÖnerbnnb (Restauration Zum Karpfen"). Heute abend Udr Eeneral-Ver- iemmluKf.

* ete«i»*ra>be*«e<r<nf*attS*»d»t>eraee. Unterricht»!,kalLyzenm" Stcintzeimcrstr. Kox 7 bi« 8 Uhr abeue« Anttnierkurse Rr. 1 und 2,u 8 bi« 9 Udr abend» Diktatkurse: Zimmer 1: 100 bi« 120 Silben, Zimmer 2: Katzkürru»,»l«hr<ant und Diktat 160 Silben nnd mehr.

* Turn- u. Kechtkltt». Heute abend 8 Uhr Sitzung de» Durnaurschusse«, ju der die Mit,lieber Alt, Elarman», Elsas;, H. Farr, Kreuscher, Lahfink,

sonders Lieben Herren vndt freunden." Das Schreiben selbst lautet wie folgt:

Wohledle Erenveste vndt Hochgelarte son­ders Liebe Herrn vndt freundte.

Waß dießalbe vnderm dem 21 dießes, wegen werglenhung der contribution zu hießi- ger garnison zu Roß vndt such an n.ich ge= laugen laßen, vndt welcher gestalt sie mit Herrn Philips Reinhard ten') Graven zu Solms, der Hochloblichen Cron Schweden geheimen Rahts praesidenten vndt obersten darueber communicirt vnd I. Gn. darueber vernehmen lassen, hab ich ableßend wohl vernahmen. Mag deßhalben in wendantwort Ew. Gn. vuer- Halten: gleich wie ich von Hertzog Benihardts F. Gn. ordre empfangen, die benachbarte orten zu vnderhalt vndt Verpflegung bieder hierein gelegten trouppen zu ziehen. Alß hab ich vor daß thunlichste mittel erachtet, mit denßelben gütliche Handtlung zu pflegen, damit sie ein leidtlichs mit gewißer ordre anhero lieffenc vnd dagegen die vnderthanen mit fouragieren vndt selbst einholung deß gehörigen vnder-' Halts verschont pleiben möchten. Solle ober wolle aber solche mitteil ihnen nit belieben, muß ichs dahin gestelt sein laßen, daß die Soldatesqu ihre notturftt selbsten einhohlen. Dabei ich gleichwohl ihnen ohnangedeutet nit laßen wollen, daß sie ganz ohnrecht berichtet sein, alß foltert dieße hierein gelegte trouppen zu Noß vnd fueß dem Grossen zu Hanau zu­ständig vndt er dießalbe allein alß seine garni- son zu vnderhaltenH schuldig sein solle. Son-

*) war zunächst dänischer Oberst, nahm später schwedische Dienste und war damals Präsident des schwedischen Sriegsrates (+ 1636),

*) Nach Wille <v 644 standen jedem schwedi­schen Soldaten täglich 2 Pfund Brot, 1 Pfund Fleisch und 1 Maß Wein zu.

.C. Lchmabn und W. Förster gebeten werden, Punkt» lieb zu erscheinen. Um Ubr Turnerversammlung. Tagesordnung: 1. Besprechung über die Teilnahme an der Emweibun, bei Sbrenfriebbofe« am 9. August vormittag» 11 Uhr. Die Mitglieder der Ordnung»- «u»'chuffe» werden gebeten vollzählig zu erscheinen. 2. Feldberpseff, letzter Meldetermin. 3. Bekanntgabe her Bedin-un«en für die Erwerbung de» Turn- und Spartabzeichen». 4. Städtewettkampf am 4. Septbr. in Offenbach. 5. Besprechung einer wichtigen Anfgabe der Turner, Leichtathleten und Spieler. 6. Lerein»- »eranffaltungen. 7. Verschiedene«. Wegen Wichtigkeit der Tagerordnung wird pünktliche» und «llstitige» Er­scheinen der Mitglieder erwartet.

* Tnrngetnetnbe (Sport- und Spielabteilung). Heute abend Training in Wilbelmrbad. (Schwimm- «bteilun«). Sämtliche Schwimmer und Schwimme­rinnen, die nach Darmstadt gemeldet sind, habe» heute abend l/i9 Ubr im Verein»bau» zu erscheinen. lvorturnerschast). Morgenem«teg, abend» 8/» Uhr Vorturnersitzung.

Schachecke.

Ansgabt Rr. 48.

Motto:Wa» mich am eignen Werk erfreut, wird sicher auch noch andere freuen"!

(Rr. 6 unsere» Rufgabenvettbewerb».)

SCHWARZ

BCDEFGH

AeCDEFGH

WEISS

Weitz beginnt und frtzt mit de» 3. Zuge »att.

Lösung ,« fhefgate Nr. 87.

1. Kfl-cl

Ld8r-e7 2. De3e5+ u. s. w.

h6-h5 2. vag xvst- u. s. W.

#6g5 X De3e4 u. f. W.

Ld8-e7 S. Lf8Xh6 u. f. W.

Lösung jn Aufgabe Nr 88. 1. Tb5M

Sa6Xb4 2. 8b7c5 matt Ke4 2. Lc2 matt

Te6e5 2. T-d4 matt

Te6ei 3. DW matt

Te6-e3 3. 8f2 matt

U6 2. D matt u. s. W.

Lösung zu Aufgabe Nr. 39.

1. Sc6-e5

KXe5 2. Db7«6 u. s. W.

Kc5 2. VSH4Z- u. s. W.

Sb8-<6 2. e5Xf7+ x. s. W.

f7 , 8e5c4+ u. s. w

Aufgabe Nr. 44 fällt wegen einzelner Schwächen auf.

Huf die vorliegende Aufgab« Nr. 48 machen wir unsern Leserktti» besonder» aufmerksam.

Die Teilnehmer an unserem Partiewettbewerb wer­den darauf biugewiefen, bei in erster Linie Wert auf korrekte Eröffnung gelegt wird. In Rücksicht auf den hohen Prei» und Sie schöne Absicht »«» Preiggtber». bitte« wir nochmal» um rege Beteiligung.

W. R.

BmmwMmwwxmwgmxwwmmmMXxwxmmmiwmwwwmmii^W

dern well dießer ort alß ein Vor­mauer nit allein allein (!) allen benachbarten orten sondern auch deß gemeinen Evangelischen wehens mit extraordinarien einlagerung hat müßen oerfehen werden, dahero ich bau der Hoffnung gelebe, sie werden sich mit so viel alß ihnen erträglich vndt thunlich ist, auch ein« stellen, vnd da allezeite Verheerung, so diehen orten so wohl alh bei ihnen leider vorgange ist, von demjenigen, so dem gemeinen meßen zum besten gereicht, sich nit abhalten laßen. Welches den Herren Hebest empfhelung allefeiner Gött­lichen gnaden, zu Nachricht hinwerd ohnver- halten allen.

Hanau den 23. octob. 1634.

den Herren freundtwilligst Ia(kob) Ramsay."

Wie sehr Ramsay eilte der Winter stand ja vor der Türe, ersieht man daraus, daß der Brief nach einem Vermerk der Kanzlei in Lich schon am 24. Oktober dort überreicht wurde. Ein reitender Bote hatte ihn offenbar mit größter Geschwindigkcfft dorthin gebracht. Was nun von Lich aus geschah, um Ramsays Bemühungen zu unterstützen, steht nicht fest. Jedenfalls genügte es nicht, weil Ramsay selbst durch die Ereignisse überrascht wurde. Die Zahl der Esser wurde nämlich wider Erwarten dadurch noch größer, daß scharenweise die Bauern der Umgegend vor dem Feind in bie Festung Hanau flohen . So kam es denn im Winter 1634/35 zu einer Hungersnot in der Stadt, die dann wieder die Ursache zu ver­heerenden Seuchen, Pest und Typhus, wurde.