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General-Anzeiger

AmMches Organ für Stadt- und Landkreis Sana«

Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- tmb Feiertage

Verlagsleitung: Ad. Jndermühle. Verantwortlicb: für oolitiichen und allgemeinen Teil Richard 5ultié;füt lokalen und provinziellen Teil sowie SportJ. V.: Richard Hultsch: für Anzeige» ».Reklamen August Brodt. alle in Hanau a.Main. Rotationsdruck der Waisenbausbuchdruckerei Hanau. Fernsprechanschlüsse Nr. 1237 und 1238.

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Freitag de« 29. Juli

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1921

Wem über die MhmOMMMMWM

In der gestrigen 9. Sitzung des Repara- iansausschusses des vorläufigen Reichswirt- Pftsrats führte Reichsminister Dr. Rathenau a. aus:

Die Verhandlungen sind seit meinem ersten zchcht ununterbrochen gefördert worden und wurden zum größten Teil in Paris, zum kleine- en Teil in Berlin geführt. Einen ziemlich teilen Raum nahm die erste Gruppe der lebensragen ein, wobei es sich darum handelt, is Reparationen und Restitutionen, die durch M Versailler Vertrag uns vorgeschrieben sind, mrd) einmalige Lieferungen endgültig auszu- lsichen. Diese Gruppe von Nebenaufgaben, szieht sich auf Viehlieferungen, Lieferungen »rollendem Material und Rücklieferungen un Maschinen und Einrichtungen. Von den souptfragen ist die eine die der Finanzierung, für den Fall, daß die jährlichen Sachleistun- cn, die wir an Frankreich zu machen haben, enjenigen Betrag überschreiten, den Frank­eich bereit oder in der Lage ist, sich auf das leparationsfonto anrechnen zu lassen, m.üssen Bege gefunden werden, um Shmbungen zu er­möglichen, die dahin zielen, daß solche überschis- ienben Beträge auf spätere Annuitätsleistun- en angerechnet werden. Die zweite Frage ist Frage des Preises. Es wird nötig sein, eine kisgrundlage zu finden, die für einen be- immten Zeitraum genau übersetzen läßt, mel= jee der Wert der Ware ist, die geliefert und »gerechnet werden soll. Dabei ist das Grund- mizip einzuhalten, daß Frankreich nicht Wa- M von uns empfängt, die teurer sind, als sie 1 Frankreich selbst hergestellt werden können, fer ?Leg wird vermutlich der sein, daß eine

Jndexkommission an die äst wird, die, ausgehend von den Vorkriegs- ireifen, vielleicht für den Zeitraum eines Vierteljahres diejenigen Jndexzuschläge ermit­telt, die während dieser Periode in Geltung fnb, sodaß also durch eine Multiplikation des Wer mit dem Grundpreis der jeweilig gel- He' Wert sich ergibt. Mit diesem französi- WN Preise ist nicht unbedingt der deutsche Lie- ierant gebunden. Dieser französische Preis be­zicht sich auch nicht auf den freien, sondern auf m gebundenen Handel. Auch läßt sich heute Mb nicht übersehen, ob er wesentlich über oder wesentlich unter den deutschen Preisen liegen wird Wir sprachen sodann über die Frage der sirichtung einer französisch-deutschen Organi­sation zur Aufnahme von Lieferungen

In erster Linie machte man geltend, daß es sich doch wohl nur um ganz geringfügige Liefe­rungen handeln werde; denn man hat festge­stellt, daß aus großen Listenforderungen der alliierten Länder, die kurz nach dem Friedens­schluß bei uns einliefen und etwa 18 000 Posten umfaßten, verhältnismäßig wenig Material von Deutschland aus geliefert wurde. Es wun­derte mich, daß man diese Schlußfolgerung zog, denn diese Listen waren durch einen Zufall zu­sammengeweht. Es ist doch deswegen nicht be­dauerlich, daß auf diesem Gebiete nur mäßige Liefeningen erfolgt sind, weil diese Leistungen unausbleiblich in das große Loch der Vorliefe­rungen gefallen wären, die uns in dem Lon­doner Ultimatum außerordentlich schwach an­gerechnet worden sind. Ich rechne nicht da­mit, daß man nun aus besonderer Rücksicht für uns oder unsere Wirtschaftslage die Absicht hat, uns enorme Lieferungen zu übergeben. Ich glaube aber, dqß die Geschädigten selbst eine beschleunigte Lieferung wünschen. Das Wieder­aufbaugeschäft in Frankreich ist mit großen staatlichen Mitteln und entschiedener Energie gefördert worden. Aber zweifellos ist es auf verschiedenen Gebieten noch nicht soweit vorge­schritten, wie es den Wünschen der Geschädig­ten entspricht. Insbesondere ist von 600 000 Häusern, von denen 300 000 beschädigt und 300 000 vernichtet worden sind, nur ein ver­hältnismäßig kleiner Teil wieder aufgebaut worden. Wir können also wohl damit rechnen, daß auf den Umfang der Lieferungen das eigene Interesse der Geschädigten wirken wird. Die französische Regierung hat ihrerseits den Wunsch, das Wiederaufbaugeschäft in wenigen

ptimismus enthaften, aber ich glaube, daß dieses ganze VerhandlungsgefchSfk für die deutsche Volkswirtschaft von entschiedener Be­deutung

mrch die Materie selbst, und sie sind außerordent- ich groß durch die Gegenwirkungen/ die sich in edem Lande naturgemäß geltend machen, und sie lud weiterhin groß durch die allgemeine Wirt- chastslage, die in den verschiedenen Ländern den Zedanken erschwert, große Leistungen vom Aus­land zu beziehen. Nehmen wir an, daß unsere Sachleistungen zwar nicht phantastisch hoch seien, ich aber doch in sehr erheblichen Grenzen be- vegen, nämlich in solchen Grenzen, die der Größe des Aufbauproblems in Frankreich entsprechen. So wird ein Strom von Waren aus Deutschland nach Frankreich und ein Strom von Bestellungen von Frankreich nach Deutschland geleitet und ausgenommen werden müssen. Dabei ist die erste Aufgabe die der Sicherheit der Erfüllung. Das,

was wir übernehmen, ist die Verpflichtung von Land zu Land. Es ist eine Verpflichtung, die nur übernommen werden kann, wenn sie durch den

Rathenau gab der Staatsserketär im Reichswirt- schaftsministerium Dr. Hirsch einen UeberMid über die Erörterungen bezüglich des sogenannten Loches im Westen" und die Gestaltung der deutsch-französischen Handelsbeziehungen. Er be­tonte die Schädigungen, welche der deutschen Wirtschaft durch die Unterstellung der deutschen Ein- und Ausfuhr im Rheinland unter das von der Entente eingeführte Ein- und Ausfuhrregime zugefügt werden und hob hervor, daß die innere Berechtigung der meisten deutschen Beschwerden auch von der Gegenseite nicht verkannt wird. Der Wunsch der Gegenseite nach einer allgemeinen Kontingentierring derjenigen Einfuhr, die nicht ganz frei zugelassen werden könne, begegne von deutscher Seite keinen grundsätzlichen Bedenken, natürlich unter der Voraussetzung, daß die wirt­schaftliche Einheit wieder hergestellt wird und damit überhaupt eine Wirtschaftsregelung für Deutschland wieder möglich wird. Hierüber soll demnächst weiter verhandelt werden.

Aus Oberschlesien.

Nene Verzögerung?

Willen und die Kraft des Landes, das sich zu den Leistungen verpflichtet hat, gewährleistet ist, Träger der Verpflichtungen in Deutschland ist der Wiederaufbaukommissar. Er muß durch die Einrichtungen des Landes so gedeckt sein, daß er unter allen Umständen erfüllen kann, was, er übernimmt. Das zweite Prinzip ist das einer gerechten und verständigen Verteilung. Die Leistungen, zu denen wir uns vervflichten, sind nicht freiwillige Leistungen von einzelnen, son­dern Leistungen, die aus dem schweren Frieders- ÄSÄ SS 'S I S2t

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eine Lösung gefunden werde. Es sei nicht unmög­lich, daß man sich sofort über eine Uebergangs- lösung einig werde, die auf dem normalen Wege gegenseitigen Entgegenkommens die Zustimmung der interessierten Mächte finden könne. Die Lö­sung werde jedenfalls darin bestehen, daß sich

" ' ' ' itte in Berlin

zahlt, die es von den Lotsuerzaytern empfangt- Wir könnten es nicht rechtfertigen, wenn einzelne Landesteile, einzelne Länder oder einzelne Be­rufsstände bei diesen Leistungen zu kurz, kämen, wenn beispielsweise nur die Großindustrie lei­stete, aber nicht das Handwerk, die Kleinindustrie und der Handel.

Paris, 28. Juli. Der diplomatische Mitarbes» ter der Havasagentur teilt mit: Er habe nach Schluß des Ministerrates den Eindruck gewonnen, daß das französische Ministerium wünsche, die Auseinandersetzungen, die zwischen Paris und London über die oberschlesische Frage schweben,

"derhaupt. Wir haben die entschiedene Ab­sicht, den freien Handel gewähren zu lassen, ja ihn zu unterstützen, soweit wir es tpnnen, auch im zu unterstützen, wenn er nicht zu Bar- i «stungen zwischen Besteller und Lieferant Wt, sondern zu Gutschriften auf das Repa- Eonskonto. Ich denke mir, daß die Lieferun-

9m non Gütern, wobei es auf die Frage des Herstellers und der Konstruktion ganz beson­ders ankommt, soweit wie möglich dem freien ch»vdel gehören müssen, daß dagegen dem «Mini)anbei Güter gehören werden, wie fteispielsweise Baumaterialien, wenn sie in feiern Umfange verlangt werden. Für bie= sc» Kollektivhandel, wobei Besteller wie Her- Mer. zahlreich sein werden, gibt es einfache

I Äugungsformen in Frankreich zu finden. 1wurde daran gedacht, daß man nach Art der I Mtationen Niederlassungen an den verschie- I men Stellen etablieren soll, wobei der Ge- I Schädigte auf der einen Seite seinen Bon der ! EUnen französischen Behörde präsentiert, ihn I gestempelt bekommt, dann auf die deutsche I ««le übertritt und dort seine Bestellungen I Äbt, die von da aus an die Zentralstelle in I Wdslanb weitergeleitet werden. Zurückge- I p-en ist während dieser Verhandlung das Ge- I W der Arbeitsleistung an Ort und Stelle. Ich I Vie, daß, sobald zwischen Frankreich und uns I 111 gewisses Handelsverhältnis etabliert ist, diese Art der Zusammenarbeit sich er-

I Wichen läßt. Ob in sehr erheblichem Um- I Re, möchte ich schon deshalb bezweifeln, weil I den französischen Berichten an Kammer I Senat hervorgeht, daß die Gesamtzahl der I Riten Arbeiter, die Frankreich aus verschre- I Nationen zusammengerusen und aus

I geschädigten Territorien versammelt hat,

I ? größer ist als 25 000. Die Verhandlungen I ? M naturgemäß nicht mit großer GeschmlN- IN vorwärts. Es steht aber zu hoffen, daß I u ui nicht allzu ferner Zeit zu einem Pnnzrp I grundlegenden Verständigung kommen.

I stoischen wurden die Verhandlungen in I L ätschen Oeffentlichkeit vielfach erörtert. I wurden mehrere Einwendungen erhoben.

ist; denn einmal ist die Umwandlung von Gold­leistungen in Sachleistungen für uns unent­behrlich, und auf der anderen Seite ist es von Bedeutung, wenn wir neben den schweren Lasten, die wir in den nächsten Jahren zu tragen haben werden, nicht mit Beschäftigungs­losigkeit zu kämpfen haben. Ich komme dabei auf diejenigen grundsätzlichen Auffassungen, die sich hinsichtlich des ganzen Reparationsgs- schäftes aegenüberstehen, und die sich im wesent­lichen um den Begriff der Erfüllung bewegen. Die eine geht, davon aus, die Vertragsbestim­mungen seien etwas absolut Unabänderliches und etwas absolut Unerfüllbares. Sie stellt sich auf diesen Standpunkt, noch bevor der Versuch entschieden ist, Aenderungen vorzunehmen, die uns die Last tragbar machen, und noch bevor der Anfang gemacht worden ist, an das eigentliche Wiederaufbauwesen heranzutreten. Und doch ist in dem Ultimatum selbst aus­drücklich ausgesprochen, daß die Bestimmungen die Unabänderlichkeit nicht in sich tragen; denn es ist uns freigestellt worden, Aenderungsvor- schläge zu machen. Was den dunkelsten Punkt der ganzen Bestimmungen betrifft, nämlich den Index, so liegt es heute schon st, daß fast überall, wo volkswirtschaftliche Kräfte sich regen, auch die Einsicht durchgedrungen ist. daß mit diesem Index und mit Bons provi- soires, die auf ihm beruhen, außerordentlrcy wenig anzufangen ist. Ich vertrete den Stand­punkt, daß man jeden Versuch machen muMte Leistungen, die uns auferlegt worden sind, tragbar zu machen, und ich bin weiterhin ber Meinung, daß wachsende Erkenntnis auf der Gegenseite uns diese Arbeit erleichtern wird. Ich bin ferner der Ansicht, daß wir dann einen entschiedenen Anspruch haben, die Aenderungen durchzusetzen, die möglich sind, wenn mir mu einem Unerfüllbar nicht etwa einen Mangel an gutem Willen entschuldigen, sondern wenn mir davon ausgehen, daß ein fester Lude in diesen Fragen ein ganz außerordentliches Aktivum ist. nicht nur bei uns, sondern vor altem im Ver­hältnis zur Gegenseite.

wird also notwendig i ein, die LeiftungsverSände Ä einem S-lbstverw tungskörper zusammenzuschließen, der alle Leistrmgsverbände sowohl der Länder wie die gewerblichen Verbände enthält. Der Ver­band würde selbst Aufträge übernehmen, die ihm zufließen und würde selbst derjenige sein, der die Aufnahmeorganisationen in Frankreich schafft. Bei ihm würden die Aufträg« zusammenlaufen. Er würde sie verteilen und unter eigenem Recht und unter eigener Sicherheit effektiveren. Dann würde der Reichskommissar nur noch eine Stelle der Überwachung sein. Hiermit ist ungefähr das- enige umschrieben, was die letzten Wochen unserer Arbeit erfüllte, soweit sie sich nämlich auf Frank­reich erstreckt.

Wiederholt tauchte in letzter Zeit in der eng­lischen Presse die Besorgnis auf, es möchten die Sonderverhandlungen zwischen Frankreich und uns das Ergebnis haben, daß die englischen In­teressen oder die anderer alliierter Nationen zu kurz kommen. Soweit die Verhandlungen bisher mit Frankreich stattfanden, waren-sie nicht der­artig, daß die Rechte irgend einer Nation zu kurz kamen. Aber ich möchte wiederholen, wir in Deutschland haben ein wesentliches Interesse an der allgemeinen Umwandlung von Goldleisiungett in Sachleistungen, und zwar nicht nur Ffsinkrerch gegenüber. Wir haben ein allgemeines Interesse daran, daß wir auch mit den übrigen Ländern zu analogen Abmachungen kommen. Bei jeder Ab­machung dieser Art haben wir es überdies mit der Revarationskommiision zu tun, die als oberste Instanz das Schuldenwesen verwât. Wir wün­schen auch mit der Reparationskommission in engster Fühlung zu bleiben hinsichtlich aller der­jenigen Abmachunaen, die mit irgend ernem ein­zelnen Lande getroffen werden. Wir teilten dies auch der Kommission selbst mit. Wir glauben daß die Verhandlungen, die auf diesem Wege geführt werden, schließlich nicht allein zum Vorteile Deutschlands seien, denn zum Vorteile,Deutsch­lands geschieht in der Welt heute wenig Wir werden aber deswegen, wie ich hoffe, Aussicht auf Verwirklichung haben, iveil sie z'.im Vorteile aller dienen. Wäre der Goldstrom möglich der die übrigen Länder, aus dem Herzen Deutich- lands kommend, ernährt, so wäre das kern Gluck für die Sauber. Noch weniger aber wäre es für diese Lände- erträglich, die gesamten Märkte der Welt mit einer krankhaften Ueberproduktion an deutschen Produkten überschwemmen, zu sehen. Die Erkenntnis bricht sich Bahn, daß die Ab­machungen in irgend einer Forni für uns trag­bar gemacht werden müßen und daß ihre Trag- barmachung nicht mehr und nicht weniger be­deutet, als die Ueberwindung, der gegenwärtigen Konsum- lind Produktionskrise unb, die Ermög­lichung eines gemeinschaftlichen wirtschaftlichen

zugeben.

Für eine rasche Entscheidung.

dem gesamten ober- uhe und Ordnung wieder

Vorkehrungen prüfe für die Beförderung der Truppenverstärkungen. Nachdem dieser Schritt getan sei, werde es die Ausgabe des Obersten Rates sein, den Zeitpunkt der Absendung der Verstärkungen zu bestimmen. Dieses Verfahren könnte den Vorteil haben, daß es den berechtigten Wünschen der französischen öffentlichen Meinung Rechnung trage und gleichzeitig in Deutschland als neue Bestätigung der französisch-englischen Solidarität angesehen wurde.

London, 28. Juli. Reuter erfährst daß das Kabinett heute vormittag die oberschlesische Frag« behandelt habe. Es sei kein Grund vorhanden, zu glauben, daß die britische Regierung die gegen­wärtige Lage als so ernst ansehe, wie man in einigen Teilen des Volkes glaube. Allerdings sei es sehr wahrscheinlich, daß die Zu- sammenkunft des Obersten Rates wieder etwas hinausgesch oben wird. Lord Curzon batte beute nachmittag eine Unterredun- mit dem französischen Botschafter.

Ich glaube also, daß man die Gegensätze hier im Lande nicht so hoch zu spannen brauchte ^ch glaube, daß man den Versuch mit großer Nach Halligkeit machen sollte, die Leistungen dadurch tragbar zu machen, daß man sie in verständige Formen bringt, und daß man ferner nicht von vornherein daran verzweifelt, etwas ^^^^^I^^^- leisten zu können, denn gerade oce^e ~eiftuii wird uns wieder zuhilfe kommen wenn es sich darum handelt, unerträgliche Bestimmungen; in bÄÄ irgendwie" unter- Berlin, 28. Juli. Im Zusammenhang mit den

ichätzm dürfen Sie sind außerordentlich groß! Ausfübrunaen des Wiederaufbaum-nuters Dr.

Breslau, 28. Juli. Der deutsche Ausschuß für Oberschlesien richtete an die interalliierte Kommission ein Schreiben, in dem darauf hin­gewiesen wird, daß die Polen an vielen Orten die gleiche Macht ausüben wie während des Aufstandes. Sodann wird auf die fortgesetzten Gewalttätigkeiten hingewiesen und hervorge­hoben, daß umfassende Vorbereitungen für einen neuen Aufstand getroffen seien. Der Empfang Korfantys durch den französischen Ministerpräsidenten habe in Verbindung mit den übrigen im einzelnen dargelegten Umstan­den bei der deutschen Bevölkerung große Un- ruhe und tiefes Mißtrauen hervorgerufen. So­fortige Abhilfe tue not. Dazu gehöre vor allem eine rasche Entscheidung über das Schicksal Oberschlesiens. Außerdem sei der Schutz der öffentlichen Sicherheit dürch moralisch ein­wandfreie, geschulte Polizeibeamte zu fordern, ferner die Bestrafung der Verbrechen, die Ent- fernuna der an den Verbrechen beteiligten. Personen aus allen Aemtern und Gerechtigkeit und Unparteilichkeit aller Organe der inter­alliierten Kommission. Der Ausschuß bittet seine Vorschläge zu prüfen und stellt seine ganze kraft in loyalster Weise zur Verfügung zur Er- süllung ihrer Aufgabe, dem gesamten ober, chlesischen Volke Ruhe und Ordnung n) leben

Aufbaues.

Das

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Qod) im Westen."

Politische Tagesberichte.

Beratungen des Reichskabinetts. Älè die Blätter erfahren, beschäftigte sich gestern das Reichskabinett wiederum mit der ober- schlesischen Frage. Heute wird das Kabinett über die neuen Steuern beraten?