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Das Neueste.
I _ Gestern fand eine Kabinettssitzung statt, m sich mH dem Problem des Friedensschluffes mir Amerika sowie mit der ober schlesischen Frage beschäftigte. Näheres ist nicht bekannt.
- Reichsjustizminister Schiffer sprach in einer Remscheid gehaltenen Rede über die Stellung H Kabinetts Wirch.
1 - Der Zusammentritt des Obersten Rates (off mmmehr am 4. August erfolgen.
- Die polnischen Vorbereitungen für den Didett Aufstand nehmen immer deutlichere For- jiett ott. In verschiedenen Ortschaften fanden Gießereien statt.
- Aus Washington wird gemeldet, daß bte Lrrhandlungen über den Mschluß. einer.Ver- Mg« der fünf zentralamerikanischen Repu- Mn Panama, Salvador, Guatemala, Niaragcua Ni Costa RiM zu einem einzigen souveränen Naate vor dem Abschluß stehen.
Annäherung zwischen London und Paris?
Zusammentritt des Obersten Rates am 4. August England wünscht keine Truppenverstärkung — Der vierte Polenaufftand.
Nach Berichten französischer Blätter soll eine lmâherung zwischen London und Paris statt geinten haben. Worin diese besteht, wird aller- titgs nicht ausgeführt. Der „Temps" schreibt in iinèm gestrigen Leitartikel, die französische Re- ierung sei damit einverstanden, daß der »berste Ra 1 am 4. August zusammen- rete, um die oberschlesische Frage zu prüfen.
Die englische Regierung scheint mit diesem Zeitpunkt einverstanden zu sein, denn Reuter eßet, daß London durchaus bereit sei, einen ufschub von wenigen Tagen zuzugestehen, oamrt iiirnd sich darauf einrichten könne. Nichtsdesto- leitiget halte die englische Regierung durchaus ge Ansicht aufrecht, daß die Verschiebung der «usammenkunft bis Ende August jede Aussicht uf eine erfolgreiche Entscheidung der ober- Mschen Frage nehme. Was die Frage der »Mvenentsenduug nach Oberschlesien anbelangt, ) erklätt das Reutersche Büro, daß es nicht zu- tene, daß die englische Regierung eine Note an iè französische Regierung gesandt habe, in der ic der Entsendung französischer Truppen nach Oberschlesien unser Vorbehalt znstimme. Der mische Standpunkt ist noch immer der, daß bei inet sofortigen Entscheidung keine weiteren siruppenentsendungen erforderlich.find. Die eng- ische Regierung ist durchaus geneigt, sich mit der musischen Regierung über alle Punkte des Ergehens ins Einvernehmen zu setzen, unter der Dingung, daß eine sofortige Entscheidung nicht lâttger verlängert wird. Frankreich dagegen scheint ton der Truppenentsendung nicht abzulassen, tonn wie unser lpn-Korrespondent aus Antwer- dm meldet, sollen gegen Mitte dieser Woche von •ott aus die Trupp env erstarkungen für Ober- chlchm abttansportiert werden, weil ein Trans- tott über Land durch Deutschland von General ^outte abgeraten wurde. Die Transport- Mchser gehen nach Danzig. Die Truppen sollen W 2. August in Oppeln eintreffen.
Zur Frage der Truppenverstärkungen.
General-Anzeiger
Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Saturn
Erschein! tägllch mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
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Dienslag Den 26. Juli
des Truppentransportes stellen kann, nicht eine Macht allein, beipflichtet.
Ein neues französisch-polnisches Abkommen.
Jpu. Paris 26. Juli. Aus amtlicher französischer Quelle vernimmt „Continental News", daß dir französische Negierung nach den Besprechungen mit Korfanty, an General Le Rond Order erteilt hat, daß er im Falle eines deutschen Anschlags in Oberschlesien Hilfe polnischer Truppen, die sich in der Nähe der Grenze befinden, in Anspruch nehmen kann. Auch mit der polnischen Regierung sind Telegramme gewechselt, welche dieses Abkommen bestätigen. Die französische Regierung wird gegenüber den Verbündeten diese Maßnahme damit begründen, daß die ernste Lage in Oberschlesien Veranlassung zu einem Zusammengehen mit Polen gab, weil die Verbündeten es ablehnten, Trupppenverstärkungen zu entsenden.
Der vierte Polenaufstand.
Wie die Blätter ans Oberschlesien melden, ist infolge des Zusamemnstoßes zwischen deutschen Eisenbahnern und polnischen Insurgenten, die bei Dzierkowitz den D-Zug Breslau—Ratibor beschossen haben, in den Rybniker Gruben der Generalstreik erklärt worden. Im Kreise Rybnik sammeln sich große Scharen polnischer Insurgenten. Große Waffentransporte aus dem Kreise Rybnik in die Grenzdörfer des Kreises Ratibor werden von allen Seiten gemeldet und bestätigt. In Neuberum wurden drei Panzerautos mit sechs 10,5 Zentimetergeschützen von den Franzosen für die Polen ausgerüstet. Die Blätter erblicken in all diesen Vorkommnissen Anzeichen für das unmittelbare Bevorstehen eines vierten Polen- aufstandes.
Die Blätter melden weitere Angriffe auf die Ortschaften im nördlichen Oberschlesien. So wurde KolvoLitr im Kreise Roienbera überfallen.
Ratibor, 25. Juli. In Dzierkowitz kam es
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Verantwortlich: für volitischen und allgemeinen Teil Richard Hultsch: für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport I. V.: Richard Hultsch: für Anzeigen ».Reklamen August Brodt. alle in Hanau a.Main. Rotationsdruck der Waisenbausbuchdruckerei Hanau. Fernsprechanschlülle Nr. 1237 und 1238.
griffsabsichten Rußlands auf die baltischen Randstaaten werden als polnische Tendenzmeldungen betrachtet und als Versuche, den Erfolg der Konferenz im voraus zu sichern. Eine Angriffsmögüchkeit von Seiten Sowjetrußlands Wird hier infolge der russischen Hungersnot verneint. Soweit hier die Stimmung zu beurteilen ist, ist ein Erfolg der polnischen Bemühungen in Helsingfors kaum zu erwarten. Neuer- dings find Anzeichen dafür vorhanden, daß die baltischen Staaten stärkeren Anschluß an Deutschland suchen würden. Die Anerkennung Estlands de jure seitens Deutschlands rief einen ausgezeichneten Eindruck hervor. Dem Ergebnis der deutsch-lettischen Verhandlungen sieht man mit großen Hoffnungen entgegen.
Schiffer über die Stellung des Reichs- Kabinells.
Remscheid, 25. Juli. Reichsjustizminister Schiffer hielt am 23. Juli in Remscheid eine bemerkenswerte Rede über die politische Lage, in der er sich über die Stellung des K a - binetts Wirth folgendermaßen äußerte:
„Der Reichskanzler hat vor einigen Tagen in einer Auseinandersetzung dargetan, daß der Sturz des Kabinetts drohe, wenn die Regie
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verteilt. Diese Medaille trägt auf der einen Seite die Figur der Freiheit mit der Umschrift „Gloire â tour poilus". Auf der anderen Seite enthält sie das Bild des ehemaligen deutschen Kaisers, der einen Maulkorb und einen eisernen Halskragen mit einer dünnen Kette um den Hals trägt, dazu die Umschrift „Guillaume demier". Die Saarbevölkerung ist über die Verteilung dieser Medaille sehr empört. Aber sie wird sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und wird das Urteil über diese Medaille ruhig der zivilisierten Welt überlassen. Allerdings muß eine derartige Auszeichnung unbedingt einen verhetzenden Einfluß auf die Farbigen ausüben, deren Folgen auf die Saarbevölkerung zurückfallen.
(Wenn die Franzosen glauben, mit solchen Geschmacklosigkeiten die so oft betonten Versöhnungsbestrebungen zu fördern, so sind sie gerade auf dem richtigen Wege dazu.)
Ein Reinfall der französischen Propaganda.
rung in der Aufhebung der Sanktionen und »n der oberschlesischen Frage mit leeren Händen vor den Reichstag treten müsse. Diese Erklärung ist teilweise so aufgefaßt worden, als wenn er und die Mitglieder feines Kabinetis für ihre Person nicht geneigt seien, die Verantwortung für die Führung der Geschäfte weiterzutragen. Diese Auffassung wird den Verhältnissen nicht gerecht. Die Mächte der Entente müssen sich darüber klar sein, wenn sie über die Aufhebung der Sanktionen und die Zuteilung von Oberschlesien entscheiden, daß der an ue4l ^^ Sturz des Kabinetts Wirth mehr bedeute als ^ten beteiligt.
Kabinett von der
iu^t der Ereignis
Saarlouis, 25. Juli. Anläßlich des französischen Nationalfestes wollten die Franzosen in Saarlouis einen französischen Festzug arrangieren. An der Spitze marschierte eine Musikkapelle, die bezeichnenderweise einen deutschen Marsch spielte. Dann kam eine elsaß-lothringische Fahne und dieser folgten ganze 23 Frauen und Männer. Dieser Reinfall ist insofern bemerkenswert, als die französische Propaganda im Saargebiet besonders auf ihre Erfolge in Saarlouis stolz ist. Unergründlich ist auch, wo bei diesem Festzug. die angeblichen 150 000 Franzosen des Saargebietes geblieben sind, auf deren Wünsche sich Clemenceau einst berief. Auch in Elsaß-Lothringen hat sich nach den vorliegenden Berichten die Bevölkerung wenig und ohne sonderliche Begeisterung an den großen mehrere Tage dauernden Festlich-
PolMfche Tagesberichte.
nachts zwischen Deutschen und Polen zu leb- segt wird, so wird es keine Regierung geben, die ., ..... ......
h°'t°n Sch'bân. In Mir-N-N wurde ein ^.*^»0 «ÄfflÄt
haften Schißereien. _____________ Eisenbahnzug angehalten, weil gemeldet worden war, daß Dzierkowitz von bewaffneten Jn- urgenten besetzt worden war. Nach ondert- )albstündigem Aufenthalt konnte die Weiter- ahrt erfolgen. Zwischen Mirawa und Dzier- »owitz war die Strecke von stark bewaffneten polnischen Banden besetzt. Ungefähr einen Kilometer vor Dzierkowitz hielt der Zug abermals, da die Strecke und der Bahnhof von den Polen besetzt war. Die Strecke hinter Dzierkowitz bis Ratibor-Hammer ist ebenfalls von den Polen besetzt. Polnische Ortswehr nahm nachts eine deutsche Brückenwache bei Buckau im Kreise Ratibor unter heftiges Gewehrfeuer. Die Ortswehr bestand aus 80 Mann und war gut ausgerüstet, u. a. mit Maschinengewehren.
Ratibor, 25. Juli. Die Deutschen in Räuden riefen mittags telegraphisch den Kreiskontrolleur in Ratibor dringend um sofortige Hilfe gegen die
— Eine englische Anfrage wegen der deutschen
die Anfrage Bottomleys, ob der britische Botschafter in Berlin angewiesen sei, Schritte zu
der Rechten? Das würde in kurzer Zett besei-
SÄ um ein Euw.ich-N bei K-i-Mn.
Äta«®* Ate & Ä er Ä der b--ch-- u »ichmd-m, Mn S°-msw°rt »rtneint
polnischen Gewalttätigkeiten an.
Jtalienisch-französische Zusammenstöhr.
. Wie uns aus Berlin gemeldet wird, stützt sich - 5° deutsche Regierung bei der Ablehnung des : mzisischen Ersuchens um Durchführung von "uppentramsp orten durch Deutschland
§ 2 des Artikels 88 des Versailler Ver- Ws, der besagt: Die Zone der Volksabstim- wird unverzüglich einem interalliierten ^sschuß von vier Mitgliedern unterstellt, die »ott den Vereinigten Staaten von Amerika, Mnkreich, dem britischen Reich und Italien ^nnt werden und sie wird von Truppen der fetten und affozierten Mächte besetzt. Die "^Gche Regierung verpflichtet sich, die Beförde- W dieser Truppen nach Oberschlesien zu er- «etetn. Weiter kommt als Rechtsgrundlage der / 375 in Betracht, worin es heißt: Deutsch-
M hat den Beförderungsweisungen einer im der alliierten und assoziier-
Mächte handelnden Behörde nachzukom- Zu der Nachricht französischer Blätter, ? ^nzösisch« Botschafter in Berlin habe schon L Bereitstellung von 10 Transportzügen für ^°«rschlestschen Verstärkungstruppen gefordert, die Blätter von zuständiger Stelle, daß ^'tellt 's^ einzelne gehende Verlangen nicht G $n Frankreich hat, wie wir schon gestern mel- die Ablehnung der deutschen Regierung to « ^ hervorgerufen, während die eng- d?»^lse der deutschen Auffaffung, daß nur ^Gesamtheit der Alliierten, also die drei Ä bk in Oberschlesien vertreten sind, ein '•StttK.Köneg Ersuchen an Deutschland weaen
Wie der „Lokalanzeiger" aus Gleiwitz meldet, soll es dort zwischen Franzosen und Italienern zu schweren Auseinandersetzungen gekommen sein. Die Italiener seien mit der Waffe gegen die Franzosen und Polen vorgegangen. Dabei wurde «in Pole getötet und mehrere Franzosen durch Kolbenschläge schwer verletzt. In Herzoglich- Zawada im Kreise Ratibor wurde ein mit Handgranaten ausgerüsteter Insurgent festgenommen, per eingestand, den Befehl erhalten zu haben, die italienische Wache in die Luft zu sprengen.
polnischen Plane im Osten.
Riga, 25. Juâ. Bei der Erörterung über das Problem des Randstaatenbundes treten Polen und Sowjetruhland in einen scharfen diplomatischen Endkampf über die politische Hegemonie des Ostens ein. Du bevorstehende Randstaatenkonferenz in Helsingfors, die auf die Initiative Polens einberufen wurde, soll als Grundlage die bevorstehende Militarkonventron zwischen Polen und Rumänien endgültig für den Anschluß der nördlichen Randstaaten dre- nen. Durch die Einberufung der Helsmgforser 'Konferenz beabsichtigt Polen zum ersten Male im Prinzip den politisch bereits bestehenden und wirtschastlich im Werden begriffenen Dreibund Litauen, Lettland und Estland zu sprengen, Litauen zu isolieren und 3U erdrücken, sodann sich den Beistand der Randstaaten gegen Sowjetrußland zu sichern. Sowietrußland hat sich indessen mit dem zur Tatsache werdenden baltischen Dreibund abgefunden und die Konse- auenxen gezogen. Es hat nunmehr wiederholt osien L Möglichkeit eines engen Anschlusses oder einer tieferen Verständigung mit den Bal- ttn'taaten ausgesprochen. Die Helsmgforser Meldungen über die Mobilisierung und An
Die
der Mitte bringen. Wir hätten das Chaos. Es wäre keine Mehrheit da, die eine ruhige Entwicklung und einen friedlichen wirtschaftlichen Aufbau gewährleistete. Darum hängt von dem Schicksal des Kabinetts Wirth das Schicksal Deutschlands ab, nicht um der Männer willen, sondern um die Art der Zusammensetzung willen. Es hängt — darüber kann gar fein Zweifel sein — weiter das Schicksal Europas, das Schicksal der Well davon ab. Aus scheinbar kleinen Dingen würden große, gewaltige, furchtbare, vernichtende Folgen entstehen. Ich weiß wohl, daß bei den Mitgliedern der Entente vielfach andere Auffassungen herrschen, daß man uns größere Leistungen zutraut, als wir selbst für möglich halten. Wir haben keine Veranlassung, auf dieses für uns schmeichelhafte Vertrauen stolz zu fein; denn es kann vermutend für uns werden. Unsere scheinbare wirtschaftliche Blüte beruht auf unserer fallenden Valuta. Der Zusammenbruch, der erfolgen kann, würde furchtbarer und plötzlicher eintreten als der Zusammenbruch vor drei Jahren, der nicht bloß von vielen von uns, sondern auch den Feinden ganz überraschend kam, tue nicht glauben konnten, daß das bis dahin siegreiche Deutschland so vollkommen zur Erde sank. Genau dasselbe kann sich wieder ereignen. Ganz plötzlich kann das in drei Jahren mühsam aufgerichtete Gebäude zusammenbrechen unD das Reich unter seinen Trümmern begraben und mit diesem Reich wird das wirrschastliche Leben Europas vernichtet. So furchtbar ernst ist die Situation. Es hängt von der Entscheidung über Oberschlesien das Schicksal Deutschlands, es hängen davon die Daseinsbedingungen der ganzen Welt ab. Noch aber brauchen wir nicht an der Möglichkeit zu verzweifeln, daß Gerechtigkeit und Vernunft siegen über bie Politik, die darauf berechnet ist, Deutschland zu erledigen. Noch dürfen wir hoffen, daß der gute Geist den Sieg erringen wird, nicht um unsererwillen, sondern um der ganzen Weit
willen."
Wie die Franzosen an der Versöhnung arbeiten.
Am französischen Nationalfeiertag wurde an die französischen Truppen im Saargebiet, Die vor dem Völkerbund als sogenannte Sicherhetts- oler Polizeitruppe gelten, obwohl sie, wie die zublreichen von ihnen verübten Raubüberfalle auf friedliche Bewohner beweisen, in keiner Weise dazu geeignet sind, eine Bronzemedaille
Meinung, daß dies erforderlich sei.
— Wiederbesetzung des Reichskommiffariats für die besetzten Gebiete. Wie wir von gutunterrichteter Seite erfahren, wird nunmehr die Wie- derbesetzuna des Reichskommiffariats für die besetzten Gebiete, bas durch den Rücktritt des Herrn von Starck wieder frei wurde, in aller Kürze erfolgen. Die Widerstände, die sich in gewissen Kreisen der Wiederbesetzung entgegenstellten, sind behoben. Mit dem Amtsantritt des Fürsten H atz- feld-Wildenburg ist in allernächster Zeit zu rechnen.
— Streik der Kölner Buchdrucker. Die Kölner Vuchdruckergehilsen sind wegen Lohnforderungen ausständig. Die vom Ausstand betroffenen Zeitungen geben bis auf weiteres gemeinsam ein Morgenblatt unter dem Titel X „Nachrichtenblatt der Kölner Zeitungen" heraus. Die „Rheinische Zeitung" und die sozialistische Republik" erscheinen, da sie die Forderungen der Gehilfen bewilligten.
— Das belgisch-luxemburgische Abkommen über den Betrieb der luxemburgischen Eisenbahnen ist gestern unterzeichnet worden. Der Betrieb der Eisenbahnen wird den Gegenstand eines endgültigen Abkommens zwischen den beiden Ländern bilden, worüber noch Erwägungen schweben. Einstweilen wird der Betrieb vom belgischen Staat geleitet. Das Abkommen wurde auf 50 Jahre abgeschlossen.
— Ein wirtschaftliches und politisches Abkommen zwischen Polen und Tschecho-Slowakei. Das tschecho-slowakische Pressebüro meldet aus Warschau: Der polnische Minister des Aeuhern Skirmunt erklärte in einer Pressekonferenz, die Ankunft des tschecho-slowakischen Handelsmusters Hotowetz eröffne die Aussicht auf engere Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten, was durch den Abschluß eines Vertrages im September zum Ausdruck gelangen soll. Er betonte weiter als Standpunkt der polnischen Reaierunq, daß der Handelsvertrag nicht aus der Gesamtheit der Fragen der tschechischpolnischen Politik herausgerissen werden soll. Das Handelseinvernehmen könne nur MU einem politischen Einvernehmen gleichlaufend ^in_ Exkaiser Karl. Spanische Zeitungen der» öffentlichen ein Telegramm, wonach der frühere Kaiser Karl sich demnächst in Spanien meder- lassen wird, nachdem ihm die schweizerische Bun. desregierung mitgeteilt hat, er muffe das Schwer- zergebiet spätestens bis zum 31. August ds. Js/ .verlassen haben».'