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General-Anzeiger
Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kana«
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Sir. 171
Montag Sen 25. Juli
1921
Das Neueste.
-Dte deutsche Antwort auf die französischen Stellungen wegen Oberschlesien ist dem fran- ösischen Botschafter in Berlin überreicht "â"i>ie deutsche Regierung hat dem franzö- UèN Botschafter erklärt, daß sie ihre Zustim- ^ng zur Entsendung einer Division nach Ober- Msien nur geben könne, wenn die Forderung MN der Gesamtheit der drei Ententestaaten erhoben wird.
-In London wurde offiziell bekannt gemacht, hob die Konferenz des Obersten Rates bestimmt nfang August in Boulogne stattfinden werde, xurz vorher werde, wahrscheinlich am 3. August, eine Zusammenkunft der Finanzminister m London stattfinden.
Der Landarbeiterstreik in Pommern ist msammengebrochen.
Die belgische Kammer hat mit Stimmen- mhrheit abgelehnt, den Frauen das Stimmrecht die Provinzialwahlen zuzuerkennen.
— Die internationale Donaukonferenz ließ hos ausgearbeitete Statut über den Verkehr auf er Donau durch die beglaubigten Delegierten her beteiligten Staaten unterzeichnen.
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Die -eulsche Antwort an Frankreich.
Auf die Aufzeichnung, die der ftanzösische Kotschafter in Berlin am 16. Juli bei seiner rche wegen Oberschlesien der deutschen Re- ienmg überreichte, hat der Reichsminister des usw artigen am Samstag dem ftanzösischen otschafter folgende Antwort übergeben:
Die deutsche Regierung ist durch den Schritt ftanzösischen Botschafters vom 16. Juli über- t worden. Die
Kschwerde über den angeblich „infolge des Bertens der Deutschen immer drohender werden- ' Charakter der Lage in Oberschlesien und die angebliche Gefahr einer gewaltsamen mischen Mtion" Die deutsche Regierung hält 8 für unmöglich, daß die erhobenen Voreilungen hätten erfolgen können, wenn die fran- zösische Regierung über die tatsächlichen Verhäft- chse in Oberschlesien zutreffend unterrichtet gewesen wäre. „Die sehr bestimmten und eingehenden Berichte des Generals Le Rond sowie die dringenden Mitteilungen der polnischen- Regie- Mg", auf die sich die von dem ftanzösischen Bot- iWer übergebene Aufzeichnung beruft, decken W offenbar nicht mit den tatsächlichen Zuständen im Abstimmungsgebiet.
Die Lage in Oberschlesien ist in keiner Weise dmch das Verhalten der deutschen Bevölkerung bedroht. Diese hat sich niemals mit dem Gedanken eines Ausstandes getragen: Als sie sich Anfang N zur Verteidigung zusammenschloß, erfolgte dies nur
’” äußerster Notwehr gegen polnische Angriffe, ^ie deutsche Bevölkerung denkt überhaupt nicht ^M die Waffe ihres guten Rechts mit der Ge- E zu vertauschen und wünscht nichts sehnlicher, endlich wieder in Ruhe und Frieden ihrem Berufe ohne Störung durch polnische Gewalt- nachgehen zu können.
Die französische Aufzeichnung verweist auf Leblich „ungeheuerliche Aeußerungen und un- Melbare Herausforderungen des Generals welche die Schwere des in Oberschlesien ^bereitetes, Angriffs bestätigen sollen. Die solche Regierung wäre dankbar, wenn sie hier- S nähere Informationen erhalten könnte. Ihr ist trotz Nachforschungen von derartigen ®r« Zungen oder Herausforderungen des ^nerals Höfer nichts bekannt ge- «ordeu.
.. Die französische Aufzeichnung spricht weiter- deutschen Banden. Sollten mit dem Usdruck „Banden" die früheren und inzwischen "Mosten deutschen Selbftschutzformationen ge- M sein, so muß diese für die Verteidigung des lvkÄbodens entwürdigende Bezeich- 9 mit Entschiedenheit z u rückg e wie s en Aufzeichnung besetz wert sich ferner über Attentate, welche besonders (fegen .."Mische Truppen und Beamte gerichtet seien. ift folgendes zu bemerken:
im s e Ermordung des Majors Monialegre ist S.“cn hier vorliegenden Nachrichten nicht von Seite erfolgt und berechtigt nicht dazu, J .Tat mit dem deutschen Selbstschutz oder Aschen Bevölkerung ftgendwie in Verist zu bringen.
^ ,^n dem Ratiborer Falle handelt es sich um einen französischen Leutnant, der L deutscher Flüchtlinge vor dem Bahn- C fotographierte. Dieser französische Offizier, während des Zlufftandes die Ueber gäbe der
Stadt Ratibor an die Palen eifrig betrieben hatte, hat schon seit längerer Zeit die deutsche Bevölkerung durch sein Verhalten stark gereizt. Er wurde an dem fraglichen Tage von der Menge bedräng!, welche die Herausgabe der Platten von ihm forderte. Er zog sich in sein Hotel zurück und bedrohte von dort aus die Flüchtlinge mit Handgranaten. Schließlich gab er die Platten heraus, die dem Kreiskontrolleur übergeben wurden. Mißhandlungen des Offiziers haben nicht ftatt- gefunben.
3. Ueber den Fall des Hauptmanns Lux und des Leutnants Duval liegen nähere Nachrichten nicht vor. Die deutsche Regierung würde dankbar sein, wenn ihr die zur Nachprüfung erforderlichen Unterlagen zugänglich gemocht würden.
4. Der angebliche Bombenwurf in der Nähe des Hospitals stellt sich als die Handlung eines Betrunkenen dar, der nach Schluß der Polizeistunde in ein dem Hospital benachbartes Wirtshaus einzudringen versuchte und vom Wirt entfernt wurde.
Zu dem Fall der Mißhandlungen des Untersuchungsrichters Schädelin ist M bemerken, daß es sich offenbar um einen Racheakt eines unschuldig in Untersuchungshast genommenen Mannes handelt. Eine Bevaubuna hat nicht stattgefunden, Der Vorwurf, daß die Polizei absichtlich nicht eingeschritten wäre, läßt sich nach den getroffenen Erhebungen nicht auftechterhalten.
So bedauerlich diese in der ftanzösischen Aufzeichnung angeführten Fälle auch erscheinen mögen, so lassen sie die von der französischen Re- 'gierung daraus gezogenen politischen Folgerungen nicht zu. Die in der ftanzösischen Behauptung ausgestellten Behauptungen über den deutschen Seftstschutz sind nicht zutreffend. Die deutsche Regierung muß zunächst die
Verantwortung für den vberschlesischen Selbss- schutz ablehnen.
Sie betont, wie in ihrer Note V-... __. — erneut mit Nachdruck, daß der oberfchlesische Selbftfchutz sich als eine aus dem Zusammenschluß der Bevölkerung hervorgegangene Notwehr- aktion darstellt, der sich in einem Gebiet gebildet hat, das der deutschen Verwaltung entzogen und der Verwaltung der Interalliierten Kommission unterstellt ist. Die in der Aufzeichnung enthaltenen Angaben über die Stärke des Selbstschutzes und über die zahlenmäßige Beteiligung von Nichtoberschlesiern, entsprechen ebenfalls nicht den Tatsachen. Nach der, gemäß den mit der interalliierten Kommission getroffenen Abmachungen erfolgten Auflösung des Selbstschutzes kehrten seine vberschlesischen Mitglieder an ihre Wohnstätten zurück, soweit ihnen dies bei dem immer noch herrschenden polnischen Terror möglich war. Die übrigen Mitglieder begaben sich in ihre Heimat und nahmen ihre durch den Aufstand unterbrochene Erwerbstätigkeit wieder auf oder haben, soweit sie arbeitslos waren, von der ihnen in schlesischen und anderen Kreisen unter Beihilfe der Gewerkschaften und anderer Organisationen vermittelten Arbeitsgelegenheit Gebrauch gemacht. Die deutsche Regierung ließ ihren Zusicherungen gemäß die in das unbesetzte Deutschland übergetretenen Teile des Selbstschutzes, soweit sie noch im Besitz von Waffen waren, von den aufgestellten Schützpolizeikommandos entwaffnen. Sollten wider Erwarten auf unbesetztem Gebiet vereinzelt noch bewaffnete Trupps aüftauchen, so werden sie entwaffnet und aufgelöst werden.
Die ftanzösische Aufzeichnung behauptet ferner, daß die Oberleitung des Selbstschutzes an Ort und Stelle geblieben sei und, daß General Höser sich in Brieg befinde. Dies ist nicht der Fall. Das Kommando des Selbstschutzes, das in Oberglogau feinen Sitz hatte, ist aufgelöst und Oberglogau geräumt worden. General Höfer weilt nicht in Brieg, wo er nur am 6. und 7. Juli gewesen ist, um die Auflösung des Selbstschutzes zu vollenden. Vielmehr begab er sich von dort nach seinem Wohnsitz Koburg und war auf seiner Durchreise dorthin am 11. Juli in Berlin. Während somit die Gefährdung des Friedens von deutscher Seite keinswegs zu befürchten ist, besteht die e r n st e Gefahr, daß von polnifcher Seite erneut versucht wird, das Ziel zu erreichen, das in drei Ausständen vergeblich angeftrebt wurde. Der deutsche Reichsminister des Auswärtigen hat in Uebereinstimmung mit dem gesamten Kabinett auf dessen Wunsch am 20. Juni in einer Besprechung mit dem fwnzösischen Botschafter über das Räumungsabkommen feiner Auffassung dahin Ausdruck gegeben, daß er an eine ernsthafte Absicht der polnischen Insurgenten, das Abstimmungsgebiet zu räumen, nicht glaube. Die Tatsachen bestätigen diese Auffassung voll. Sie sind auch dem französischen Botschafter durch einen Kattowitzer Auaenzeugen am 7. Juli in Gegenwart des Ministers des Aeußern, bestättgt worden und sind der französischen Regierung bekannt.
Die Räumung des Gebietes durch die Polen ist nur zum Schein erfolgt.
Anschließend hieran wird in der Note auf die polnischen Einfallsvorbereitungen, ferner auf die terroristischen Akte der Polen usw. hingewiesen und schließt:
Die deutsche Regierung bedauert lebhaft, daß die französische Regierung den vielen augenscheinlich von polnischer Seite ausgehenden falschen Behauptungen Glauben und Beachtung geschenkt hat. Sie gibt sich der Hoffnung hin, daß die französische Regierung auf Grund der obigen tatsächlichen Richtigstellung der ihr vorliegenden Nachrichten zu der Ueberzeugung gelangen wird, daß von der „Gefahr" eines deutschen Aufstandes oder von einer deutschen Drohung" nicht gesprochen werden kann. Sie ist ferner der Ansicht, daß die Vermehrung der französischen Streitkräfte schwerlich dazu beitragen würde, die infolge der noch ausstehenden Entscheidung naturgemäß gespantrte Lage in Oberschlesien zu beruhigen. Die deutsche Regierung hat dadurch, daß sie das Ultimatum nicht nur angenommen hat, sondern -auch in seiner Ausführung schon weit vorgeschritten ist, den Beweis geliefert, daß
ihre Orientierung auf Frieden und nicht auf kriegerische Abenteuer gerichtet
und das Ziel ihrer Politik die Wiederherstellung friedlicher und normaler Beziehungen ist. Sie hat bereits ungeheure Leistungen finanzieller und wirtschaftlicher Art vollbracht und hat auch Jn der Entwaffnungsfrage alle Forderungen Genüge . getan. Die deutsche Regierung wird nach wie vor in diesem Bestreben fortfahren. Innerhalb weniger Wochen hat sie, um nur einiges zu nennen, die schwere Artillerie der Land- und Küstenbefestigungen sowie das von der Kontrollkommission nicht zugelassene Gerät des Heeres, der Marine und der Polizei abgeliefert, sie hat die Her
ofen und alle in De
SelbstschutzOrganisationen entwaffnet und auf- Berlin, 25. Juli. Auf den Hilferuf Maxin? gelost. Die Durchführung des Friedens Vertrages I Gorkis hat der Dichter Gerhart Hauptmann Die« hängt aber u. a. davon'ab, ob es 'gelingt, die ^— — -'""^ s^"^» ^«1»^™™
Polen dazu zu bringen, ihrerseits den Fr ie- densvertragzu achten, von dem Streben nach unrechtmäßigen Zielen Abstand zu nehmen und aus die Anwendung aller Mittel der Gewalt
zu verzichten.
Ein neuer Schritt des französischen Bolfchafiers.
Berlin, 23. Juli. Der ftanzösische Botschafter fragte bei seinem heutigen Besuche den Reichsminister des Auswärtigen Dr. Rosen, ob die deutsche Regierung erklären wolle, daß sie bereit sei, die nötigen Vorkehrungen für den Transport einer ftanzösischen Division zu treffen, die die ftanzösische Regierung nach Oberschlesien zu senden beabsichtige. Der Reichsminister des Auswärtigen erteilte dem ftanzösischen Botschafter heute abend nachstehende Antwort:
Herr Botschafter? Bei unserem heutigen Gespräche haben Sie mir mitgeteilt, daß die ftanzösische Regierung entschlossen sei, eine Division Hilfstruppen durch Deutschland nach Oberschlesien zu schicken und knüpften hieran die Anfrage, ob die deutsche Regierung bereit sei, die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Nach Rücksprache mit dem Herrn Reichskanzler beehre ich mich hierauf mitzuteilen, daß die deutsche Regierung bereit ist, bezüglich der Transporte von Truppen der alliierten und assoziierten Mächte den Bestimmungen des Versailler Vertrages in jeder Weise nachzukommen. Indessen kann nach ihrer Auffassung dos Ersuchen um Beförderung von Truppen nach Oberschlesien nicht von einer der drei Mächte im eigenen Namen, sondern nur im Namen der Gesamtheit der drei Mächte, welche die Besetzung Oberschlesiens ansführen, gestellt werden. Ich darf Eure Exzellenz daher um geneigte Mitteilung darüber Bitten, ob das Ersuchen in diesem Falle im Namen der drei Okkupationsmächte "gestellt worden ist.
Das Echo in Paris.
Paris, 24. Juli. Der „Temps" bespricht in seinem heutigen Leitartikel die Verhandlungen, die in der letzten Woche sowohl mit der englischen als auch mit der deutschen Regierung in der oberschlesischen Frage gepflogen werden. Deutschland erkläre, daß der Selbstschutz von Oberschlesien in einem Bezirk operiere, der seiner Verwaltung entzogen sei. Die deutsche Regierung habe aber am gleichen Tage dem französischen Botschafter erklärt, sie weigere sich, eine ftanzösische Verstärkungsdivision zu transportieren. Sie verzögere also oder verhindere eine Maßnahme, die dazu geeignet sei, die französischen Truppen in Oberschlesien zu sichern. Sie versperr« also dem Gendarmen den Weg. Das Deutsche Reich sei also von heute ab für alles das verantwortlich,
was den französischen Soldaten in Oberschlesien zustehen könne.
Das „Petit Journal" nennt die deutsche Antwort eine Note, die schlechten Willen bekunde und die durch ihren unverschämten Ton an die schlimmsten Erklärungen Bethmann Hollwegs und Kühlmanns erinnere. Man spekuliere in Berlin auf einen Konflikt zwischen London und Paris. Das sei ein pshchologischer Irrtum.
Der rechtssozialistische „Bon Soir" schreibt: Die unverschämte Antwort der deutschen Regierung erkläre sich aus der Verschiedenheit der Haltung von Frankreich und England- Aber Deutschland habe noch einmal Unrecht, sich ein« zubilden, daß diese Meinungsverschiedenheiten in der oberschlesischen Frage eine endgültige Weltuneinigkeit bedeuteten. Me Erklärung beweise, daß Deutschland bei derartigen Umständen falsch spekuliere. Der „Don sott* hofft auch, daß die deutsche Antwort Lloyd George die Augen öffnen werde.
(Mr können diese Stellungnahme der französischen Presse nicht verstehen, daß unsere Antwort doch wahrhaftig nicht zuviel sagt, im Gegenteil, unserer Ansicht nach noch viel zu zahm abgefaßt ist. Do-- allen Dingen wäre es Pflicht der deutschen Regierung gewesen, auf die unerhörte französische Unterstützung der Polen hinzuweisen. Hier kann man nicht deutlich genug werden — vor allem darf man vor der Wahrheit nicht zurückschrecken. D. Red.)
Zwei weitere Reparationszahlungen.
P a r i s, 25. Juli. Der „Temps" erklärt, die deutsche Regierung habe wissen lassen, daß sie in der Lage sei, zwei weitere Zahlungen im Betrage von 71 Millionen Goldmark in verschiedenen europäischen Währungen zu leisten. Hierdurch werde sich der Ende nächsten Monaks sättige Betrag auf 654 Millionen Goldmark herabmindern.
sem am Sonntag in einem längeren Telegramm geantwortet, in dem es, der „Berliner Montagspost" zufolge, am Schluffe heißt: Die ganze zivilisierte Welt hat Ihren erschütternden Ruf nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen gehört. Sie wird ihn nicht ohne Antwort lassen. Je mehr sie zu tun imstande ist, je besser es ihr gelingt, Hunger und Krankheit zu bekämpfen, umso tiefer wird sich die Menschheit entsühnen. Was aber das schwergeprüfte, doch allseits hilfsbereite deutsche Volk betrifft, so ist es schon heute durch den Ruf aus dem Osten tief erregt und bewegt und ich darf getrost sagen, daß Volk und Reichsregierung in dem innigen Wunsche einig sind, nach bestem Vermögen tat« träftig Hilfe zu leisten.
(Diese Meldung wird zunächst so manchen Leser stutzig machen, da es sich um eine Unterstützung eines Landes handelt, dessen Volk sich selbst sein Bett zurecht gemacht hat und das mit seinen Irrlehren auch unser Volk zu verseuchen droht. ^Regierungsseitig ist bereits darauf hingewiesen worden, daß bei dieser Hilfsaktion angesichts unserer schwierigen Ernährungslage Lebensmittel nicht in Frage kommen, daß vielmehr Medikamente und operative Instrumente zur Verfügung gestellt werden sollten. Weiter ist darauf hingewiesen worden, daß von Dieser Not in Rußland, die ja noch vor kurzem in den deutschen kommunistischen Blättern, abgeftruten wurde, auch zahlreiche Deutsche in Rußland, namentlich im Wolgagebiet betroffen sind. Wir unterstützen diese Hilfsaktion, aber nur Dann, tnenn wir die Garantie dafür haben, daß Die geleistete Hilfe auch in die richtigen Hände kommt. Wir können uns schwerlich denken, daß bei dieser Hilfsaktion diejenigen Elemente, die bolschewistenfeindlich sind, überhaupt berück sich- tiat werden. Diese Garantie muß also geschassen werden, denn wir haben absolut keine Ursache, die bolschewistischen Elemente und das bolschewistische Regime zu unterstützen.)
Die Washingtoner Konferenz
Varis 24. Juli. Nach einer Havasmeldung aus Tokio beschäftigt die geplante Konferenz über die Fragen des Stillen Ozeans die gesamte öffentliche Meinung. In allen Kreisen wünsche man, daß Japan an den Vorbesprechungen über die Konferenz teilnebmen müsse. Wakatsukl, der Führer der Kensei-Kai-Partei, empfiehlt dem Lande, noch vor dem Zusammentritt der Konfe» renz seine Politik gegenüber China und Swi- rien mit aller Deutlichkeit klarzulegen. Das werde die im Auslande bestehenden Mißverständnisse zerstreuen. Die Zeitung „Jomurrt Shimbun" erklärt, man müsse alle Zweifel über die Beweggründe zur Einberufung der Konferenz vollständig beseitigen, denn die Ergebnisse
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