Mittwoch den 20. Juli
Seite 3
längerem Vortrage das Thema: „Lebensfragen der Landwirtschaft." Der -lte Vorkämpfer für die Landwirtschaft verstand
die Anwesenden auf die Gefahren hinzu- meisen, die von allen Seiten der Landwirtschaft drohen. Dagegen auf der Wacht zu fein, erahnte er die anwesenden Mitglieder. Wer nicht ,è,villt sei, zu kämpfen, habe keine Aussicht, leben dürfen. Ausführlich behandelte er die Steuerungen, das neue Getreideumlageverfahren, dabei manche Legende mit amtlichem Material zerpflückend, die auf leichtgläubige Leser bauend, Mientlich der demokratische Bauernbund in seiner Presse immer wieder bringt, um Zwiespalt in die Reihen der Bauern zu bringen. Daß dieses bei der Bauernschaft nicht verfängt, zeigte bet lebhafte Beifall, mit dem die Ausführungen Jinis des öfteren unterbrochen wurden. Eine lebhafte Aussprache^ brachte auch die Milch- fra 9 c mit sich Seitens der Stadt Hanau war der Eintrag gestellt, den bisherigen Mi^vreis nb Stall von 2.50 auf 2.20 Mk. herabzusetzen. Von allen: Rednern wurde betont, daß zurzeit eine Herabsetzung des Milebvreites unm^niich sei und nur der Zwischenhandel für die Milch- derteuerung verantwortlich gemacht werden müßte. Der städtischen Milch'eNtrale in Hanau [off mitgeteilt werden, daß sich die Kreisbauern- Mst angesichts der gegenwärtigen Futternot unter keinen Umständen zu einem Vreisabschlag verstehen könne. Eine Reihe weiterer Fragen, die auS einzelnen Ortsgruppen gestellt wurden, sanden noch Erledigung, wobei wiederholt Herr Lind aus dem reichen Schatz seiner Erfahrun- M wertvolle Erläuterungen geben konnte. Zum Ichlusse fand nachstehende Entschließung ein- füntmige Annahme:
Die Bauernschaft Hanaus erhebt schärfsten Einspruch gegen die neue Besitzsteuerbelastung und ist gewillt, den VerleidtgungSkampf mit allen Mitteln aufzunehmen.
Gegen 7 Uhr wurde die prächtige Versannn- lung geschlossen.
Wetter-Doraussage für Donuerstaa den 21. Aulir Kanm verändert.
Landkreis Kanan
Nittelbuchen, 19 .Juli. (Allerlei.) Verhaftet wxrrde eine hiesige Frau, die frühere Hebamme M., die sich des Verbrechens gegen das keimende Leben in zahlreichen Fällen schuldig gemacht haben soll. Das Laboratorium zur Herstellung ihrer Mixturen soll sich in Hanau (Herrnstraße) befunden haben. Zwei ihrer Patientinnen befinden sich zur Zeit in Hanauer Krankenhäusern und durch letztere ist endlich das verderbliche Tun und Treiben dieser Per-
t»Wl» JèWÄ 3Bü hbbm „i^^XAts;., aUh«-^» t^ZZ^. Versammlung UNI
tiefem niederträchtigen Handwerk begegnen onnte, denn der Kreis der Hilfesuchenden, die 'on ihrem zeitlichen „Leiden" befreit sein wollen, soll ziemlich umfangreich gewesen sein. — ta hiesigen Landwirt P. haben seine Kinder B mitgespielt. Nachdem er die letzten Monate ich unheimlich dem Trunke ergeben hatte und u diesem Zwecke allerlei Werte umsetzte, und Mr schon Teile der neuen Ernte zum Einsatz gelingen sollten, wurde er am Montag abend MN seinen Söhnen regelrecht „verdroschen" Wb auf das Rathaus in Schutzhaft verbracht. 3om Bürgermeisteramt wurde sofort die Al- oholsperre über diesen Mann verhängt. — hiesige Einwohner Kaiser erhielt gestern von seinem Sohne, der seinzeit im Jnf.-Regt. M die Karpathenschlacht mitmachte und seit W Zeit vermißt wurde, die hocherfreuliche Nachricht aus dem Durchgangslager Lechfeld, M er gesund und munter aus der russischen ^sangenschaft zurückgekommen und Ende die- Ier Woche in seinem Vaterhause einzutreffen
Konzert -es Kauptausschufses für
Kandwerk und Gewerbe.
ge (Spanierin leiden fteht und dieser Par Not gibt, ist zur Ge
Der Hauptausschuß für Handwerk und Gewerbe veranstaltet am 28. Juli, abends halb 8 in der Centralhalle ein Konzert, das einen Mnderen Kunstgenuß zu versprechen scheint. beiden mitwirkenden Künstler, Frl. Marie
e w s k a und Herr Adolf F e st sind erste ‘We, wie aus den uns vorgelegten Kritiken Morgeht. So schreibt die „Crefelder Zeitung" N die Abschiedsvorstellung „Carmen" von Olszewska vom Stadttheater Krefeld u. a.: D Maria Olszewska, unsere hervorragende isi-e Altistin, die heißblütige Spanierin leiden- Mlsilch zu verkörpern versteht und dieser Par- J em5 eigene persönliche Not gibt, ist zur Ge- nGe bekannt. Mit der Wiedergabe ihrer Pa- füllte Maria Olszewska den ihr von ^D'rektion mit Recht bewilligten Ehren- und "ichledsabend aus. Die große, satte, sonore hr Bme' die Kultur und seine Gepflegtheit , et Kunst, der alle groben und plumpen Wir- LfM fernliegen, ihre im raschen Aufstieg sich Zwilche Spielfertigkeit, das Faszinierende Erscheinung: das alles genossen die Zu- „ ner dieses ausverkauften Ehrenabends noch ui vollen Zügen an ihrer prächtig ge» und lebensvollen Carmen. — Die 8ieh Hamburger Ztg." schreibt über einen wröbcnb der Künstlerin u. a.: Sie sang nur und Mörike; jedes Bild mit sicherem tau1 "der doch in strenger und wieder frei» $Sr Selbstzucht zum Ganzen und zum geformt und belebt — auf ioi
Lr^’nbton, mit künstlerisch allemal an» Modulation, alles durchwärmt und wr .1" stark subjektivem Empfinden und iiM Swingendem Temperament. Sie schU- heimliche, umdunkelte Stimmungen
ea-
gedenke. Da bekanntlich das Jnf.-Regt. 223 im ^.rz 1915 fast ganz aufgerieben worden sein soll, so besteht doch immer noch Hoffnung für Manchen, der damals als vermißt gemeldet wurde. Gewiß wird der jetzt glücklich Zurück- kebrende viel zur Aufklärung Interessenten mitteilen können. Auch in unserem Kreise sind damals mehrere als „vermißt" _____7_X___ den. — Auf dem Kinziggauturnfest in Büdingen errang Herr Lehrer Brenner — ein Mittelbuchener — in der Oberstufe den 6. Preis. Wir gratulieren!
gemeldet wov
g. Dornigheim, 20. Juli. (Unglücks- fälle.) In der verflossenen Woche verbrannte sich das l^jäijr. Söhnchen des Schreiners Adam Naß so sehr, mit kochender Milch, daß es nach wenigen Stunden seinen Geist aufgab. — Gestern fand der 13jährige Sohn des Schlossers Peter Glock beim Baden im Main seinen Tod, obwohl der hiesige Arzt und einige Mitglieder der Sanitätskolonne mit großer Anstrengung Wiederbelebungsversuche gemacht hatten. Dieser traurige Fall dürfte wohl alle Eltern an die Pflicht erinnern, Kinder ohne Aufsicht bei dem durch die Schleußen hervorgerufenen hohen Wasserstand nicht baden zu lassen. — Da das Baden in gesundheitlicher Beziehung für jeden Menschen von großer Bedeutung, das Baden im offenen Main sehr gefährlich ist, so wäre es mit Freuden zu begrüßen, wenn die hiesige Gemeindevertretung dem Beispiel der benachbarten Gemeinde Mühlheim folgte und eine zeitgemäße Badeanstalt auf Gemeindekosten errichtete. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Hüttengesiitz, 19. Juli. (B l i tz ein s ch la g.) Bei dem gestern nachmittag hier niebemgange« neu Gewitterregen schlug der Blitz in die 1788 erbaute Kirche bezw. Kirchturm ein und mndete. Die obersten zwei Stockwerke des Turmes sind vollständig abgebrannt. Durch das tatkräftige Eingreifen der Feuerwehr konnte trotz des Wasssrnrangels ein weiteres Umsichgreifen des Feuers vermieden werden.
Vereine» Versammlungen.
* Verein der Hochspeflartfreund« Rothenbuch e. B. Heute abend 8 Uhr Verei«»abend im Vereinslokal „Zur Sonne".
* Grfanstverei« „Melomanin". Morgen abend 8 Uhr Singstunde im Vereinslokal „Zur Karthaune".
* Gesangverein „Tonblüthe". Heute abend 8V« Uhr Singstunde im Verein-lokal zur „Stadt Bremen".
* Ruthsches Doppelquartett. Heute abend 6 Uhr Singstunde in der „Ostdeutschen Küche", an« schließend Verein»abend.
* Turngemeinde (GesangSabteilg). Heute abend 8 Uhr Singstunde.
* Erster »anauer Fußballklub 1898. Heute abend 8 Uhr Verein-abend.
* V. Aung - «leafried Stenographie. § 3 wiederholen.
Heute 6 Uhr
I Auflage zur Weihnachtrsparkasse im
„Elefanten".
* Mae. Jungfrauen-Kansresation. Marge« «benb 8 Uhr Vorstand-sitzung, Freitag abend Nähstunde.
* Neichsbuud >et»riee«»ef*»»i6teM (Ort’e gruppe Hanau). Heute abend 8 Uhr Dorstand;- sitzung zur »Stadt Bremen". — Freitag, 22. Juli, abend» 8 Uhr Mitgliederversammlung. Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig.
* Verein ehemaliger 6er Ulanen. Morgen abend 8 Uhr außerordentl. Versammlung im Verein»- lokal „Große Krone".
* Tnrngesellfchast Hanau. Heute abend 8 Uhr Vorstandrsitzung. — Heute abend 8 Uhr Sitzung der gesamten Damenabteilung. — Morgen abend 8 Uhr 1. Hauptversammlung der Wanderriege. — Morgen 8V, Uhr Ordnungsantschußsitzung. Diejenigen Turner, welche bei den Reich»jngendwettkä«pfen Ordnungsdienst versehen baben, sind auch bei dem am 24. Juli stattsin- benben Verband»turnfest Ordnung«au»schußmitglieder. Erscheinen zweck» Einteilung unbedingt erforderlich.
♦ Turnverein 1860. Morgen abend 6 Uhr Uebunggstunde sämtlicher Abteilungen auf dem Turnplatz. Um vollzählige» Erscheinen wird gebeten. —
mit klingendem Hauch und in diesen Kreisen immer noch mit modulatori- schen Lichtern, mit einer Gesundheit der Anschauung und des Empfindens, mit einem Reichtum an Herzhaftigkeit, wie sie selten zu vernehmen.... Die Eigenart der Klangmittel und der sichere Geschmack, der ihren Aufwand regelt, wirkten nicht zuletzt aufmerksamsten Verfolg zahlreich Versammelter zu er« zwingen.
Ueber Herrn Fest schreibt die „Krefelder Zeitung" gelegentlich einer Aufführung von „Rigoletto" u. a.: Daß die diesjährige Erstaufführung in unserem Musentempel auf beachtenswerter Höhe stand, verdanken wir vor allem Kapellmeister Fest, der die musikalische Leitung mit Geschick und Schwung besorgte. Der jugendliche Kapellmeister, der uns schon wiederholt den Beweis tüchtigen Könnens lieferte, traf die „italienische Note" dieser Musik mit lobenswerter Sicherheit. Zudem hielt er
mono»
das Ganze fest in feinen Händen und toi gefetzt bemüht, dem so oft eigentümlich tonen Guitarreorchester Verdis durch die Kunst der Schattierung sowie italienischer Rubato- Wirkungen größeren Klangreiz abzugewinnen. — Ueber die Aufführung von „Die lustige- Weiber von Windsor" schreibt die „Krefelder Zeitung" u. a.: Kapellmeister Adolf Fest war ernstlich bemüht, keine der feinen und schlagenden Nuanzierungen der Musik unausgelöst zu lassen und steigerte insonderheit die Finale in sprudelnder Klangdynamik zu starker musikalischer Ausdrucksfähigkeit. Er verstand es, mit bekannter Schlagfertigkeit und verständnisvoller Einsicht der Fülle von Wohlklang, Temperament, Humor und Gefühlswärme, die dieser Partitur eigen ist, gerecht zu werden.
Die Liste für das Konzert zirkuliert, ferner sind Karten bei Ed. Schaaf, Klavierbandlung,
zu habeq.
Verband-turnfest. Karten im Vorverkauf zu 2.50 PH. ref». 1.20 »H. sind Mittwoch, Dennertta, und Freitag täglich von 4—6 Uhr bei Herrn A. Müller, Hainstr. 20, zu haben, an der Raffe 4 Mk.
* Hanauer Fußballklub Viktoria 1894. n»ffIen. ,^*en Spielern zur Kenntnir, daß Dien»t«g, 26. Juli, abend» 6 Uhr ein Training-übunglspiel der Ltga gegen die Liga • Reserven siattfindet. Alle Spieler haben pünktlich zu erscheinen.
Sporl-Nachrikhlen.
FauslbaU.
Lichklustbad — Turngemeinde.
Obige Mannschaften treffen sich heute abend 6 Uhr auf dem Sportplätze des Lichtluftbades und ist ein interessantes Spiel zu erwarten und jedem Faustballanhänger zu emp- fehlen. Die Mannschaft des Lichtluftbades spielt in folgender Aufstellung:
Weiß
Ebert Wulff
Müller Heilmann.
Aus Nah und Fern.
Schlüchtern. Am Sonntag, 31. Juli 1921 gedenkt der Turnverein Schlüchtern in schlichter, dem Ernst der Zeit entsprechender Weise sein 60jähriges Stiftungsfest zu begehen. Als Fest- Platz wurde der herrlich gelegene Waldort, der Acisbrunnen, gewählt. Zu dem Feste sind sowohl die Turn- als auch die Sportvereine eingeladen worden. Um allen Vereinen die Teilnahme an den Wettkämpfen zu ermöglichen, wurden 4 Uebungen: Stabhochsprüng, Kugelstoßen, 100 Meter Lauf und die 4. Uebung der allgemeinen Freiübungen der deutschen Turner^'-" für 1921 vorgesehen. Nachmittags findet außer Schauturnen und Turnspielen eine Vereinsstaffette 4X100 Meter statt. Die siegende Mannschaft erhält einen wertvollen Ehrenpreis. — Das Fest soll der edlen Turnsache dienen. Es soll das Jn- tereffe für die so wichtige körperliche Erziehung und Ertüchtigung der Jugend in alle Kreise unseres Volkes hineintragen. Der Turnverein Schlüchtern hofft an seinem Ehrentage recht viele Freunde des Turnens -nd Sports von Nah und Fern begrüßen zu können.
* Aus dem Kreise Schlüchtern, 18. Juli. Die Gemeinde Züntersbach, hart an der bayerischen Grenze, ist die erste des Kreises, die ein Denkmal für ihre im Weltkrieg gefallenen Glieder errichtet hat. Es steht an der von Schwarzenfels herabkommenden Poststraße am Eingang des Dorfes. Aus gelbgrauem Sandstein ist es errichtet und trägt als Krönung ein Kreuz. Neben einem aus- gehauenen Schwerte stehen die Jahreszahlen 1914/1918, darunter ist ein sterbender Krieger angebracht, zu dem sich Jesus neigt und daneben
folge wie sie den Holdentod erlitten, nehmen den größten Teil des Denkmals ein. Waffe und Charge fehlen, so ist die Tafel nicht zu voll. Von Bäumchen umgeben, macht das Ganze einen erhebenden Eindruck. Da in der Gemeinde die evangelische und katholische Konfession ziemlich gleichmäßig vertreten ist, auch die Gefallenen beiden Bekenntnissen angehören, und man sie nicht trennen wollte, stand man von Ehrentafeln in den Kirchen ab. Solche sind für die rein evangelischen Gemeinden des Kreises in Vorbereitung. — Die Dürre und der Wassermangel machen sich sehr unangenehm bemerkbar. Am meisten leiden die Kartoffeln und oas Gemüse, bei Korn trat Notreife ein und es mußte mit dem Schnitt begonnen werden. Die Heidelbeerernte ist nur gering. — In Schlüchtern verlor eine aus Siebenbürgen stammende Gemeindeschwester 600 Lei in Papiergeld, die sie sich wollte umwechseln lassen. Trotz Atlzeige bei Polizei und in der Tageszeitung hat sie der Finder behalten. — Jm Walde bei Heubach wurde ein Dienstknecht von einem mit 3 Pferden bespannten Holzwagen überfahren. — Wie die neue Zeit auch hier ihre Visitenkarte abgibt, konnte man kürzlich sehen, als statt des seit hunderten von Jahren üblichen mit Pferden bespannten Brautwagens eine ländliche Braut ihr Heiratsgut im Auto in ihre neue Heimat fahren ließ. Das Brautauto, die neueste Errungenschaft des Kreises Schlüchtern!
mc. Frankfurt a. Al.« 20. Juli. Von heute ab müssen alle Züge an den Grenzstationen des französisch besetzten Gebietes einen Zwangsaufenthalt von 20 Minuten nehmen, da den Franzosen die seither erzielten Zolleinnahmen zu gering waren. Durch diese rigorose Maßnahme, die den Verkehr ungemein er» schwört, mußte der ganze Fahrplan im besetzten Gebiet umgetrempelt werden. Auch die Zollkontrolle auf den Landstraßen soll ver- schärft werden, und wenn man richtig orientiert ist, soll ein sogen. Stundenzoll eingerich- tet werden, d. h. die Landstraßen sind nur zu bestimmten Stunden fahrbar. Alle übrigen Tageszeiten werden sie für den Verkehr gänzlich gesperrt.
mc. Langen, 19. Juli. Heute früh hat sich ein marokkanischer Sergeant aus unbekannten Motiven erschossen. Er war sofort tot.
Mannheim, 19. Juli. «ergangene Nacht brach «Hf bem Terrain der Chemischen Fabrik Th. <S«lb» schmibt Feuer au». Eine nenerrichtete Versuch»anlage, bestehend aus einem etwa 20 Meter haben und etwa 6 Meter starken Turm, war in Brand geraten. Der Feuerwehr gelang c», ein Umsichgreifen des Brande» zu verhindern. Der Schaden geht in die Hunderttausend«. „ .
Aschaffenburg, 19. Juli. In Damm schlug her Blitz gestern nachmittag in die mit Futtervorräten gefüllte Scheune des Schmiedemeistcrs Fäth ein. In wenigen Sekunden stand der Bau in Flammen, die in der gefüllten Scheune reichlich Nahrung fanden. Die Freiwillige Feuerwehr war rasch zur Stelle, sodaß nach einer halben Stunde
der unter großer Rauchentwicklung entstanden« Brand, gelöscht^ war. Der Schaden dürste nid)- unbeträchtlich sein, da wie wir hören, größer^ Heu- und Getreidevorräte den Flammen zun Opfer gefallen sein sollen. ,
r. Marburg. 17. Juli. Heute wurde hier ih den Stadtsälen ein Sozialistentag abgehalten, zu dem sich nicht nur die sozialdemokratischen Vereine Marburgs und der umliegenden Ort. schäften, sondern auch eine große Anzahl Angehöriger der sozialdemokratischen Jugendvereine aus Frankfurt und Wiesbaden eingefundsen hatten. Diese veranstalteten mittags auf dem Marktplatze im Anschlusie an einen Redeakt anhand Wandervogelspiele und Tänze und darauf bewegte sich ein großer Demonstrationszug, in dem Schilder mit Inschriften und rote FahnèN getragen wurden, durch die Stadt nach den Stadt, sälen, wo eine große Versammlung stattfand. Der angekündigte Hauptredner, Oberbürgermeister Scheibemann, war nicht erschienen, stqit < dessen sprach Vorwärtsredakteur Kuttner aus Berlin. Bei der Aussprache kam es zu großem. Lärm, als ein Gegenredner, anscheinend ein Student, von Scheidemann mit der verdorrten Hand sprach. Der Mann konnte nicht weiter red^ Später schlossen sich noch allerhand Unterhè tungen, Theater. Spiele usw. an. Die Studenten- und Bürgerschaft hielt sich im allgemeinen von den Veranstaltungen fern.
Magdeburg, 1». guli. In her Nähe der Trupps ■ übungrptatze» Altengrabow ist gestern ein Waldbran» | aurgebrochen, her in kurzer Zeit eine gewaltige Au»- Deinung annahm. Zur Zeit sind ungefähr 6000 Morgen Waldbestand vom Feuer ergriffen, auch die
Baracken stehen teilweise in Flammen.
I
MitkMnMM^
Nach einem Erlasse des Herrn Reichsministers - der Finanzen hat der Herr Reichspostminister die «
Oberpostdirektionen angewiesen, nicht verwendete echte Steuermarken zu 25 Mark auf Antrag noch bis Ende Juli 1921 umzutauschen.
Finanzamt. Weber.
Für die Oberschlesier-HUfe
Z
hier
Hn¥ bei der Krei»sparkasse Von den Landgemeinden
Fechenheim . . . . Kilianstädten . . . Neuwiedermuß . . , Niederdorfelden . . Oberdorfelden . . , Ravolzhausen . . . Roßdorf (2. Ueberw.) Rückingen . . . .
weiter eingegangen.
200.- Mk.
779.— ,
800.— ,
100.— ,
50.— ,
100.- ,
297.— ,
100.— ,
1926.- Mk.
5
D«zu der Betrag der am 6. Juli veröffentlichten Liste . . . 10 066.50 Mk.
zus. 11992.50 Mk.
Gefundene und verlorene Gegenstände.
Gefunden: Brille mit Futteral, 1 Wagenkette, 1 Handglocke, 100 Mark in Kriegsanleiheschein. 3 Mark und Kindernährmiltelkarten, Familienstammbuch I. Ad. H. Ebert, 1 Krawattennadel, 10 Mark in bar, 1 Paar getragene Kinderschuhe.
Verloren: Schwarze Besuchstasch« mU 200 Mark, Brieftasche mit Inhalt, goldenes Medaillon mit Bild von 4 Kindern, silbernes Kettenarmband, schwarzlederne Brieftasche mit Geld und Frachtbrief.
Zugelaufen: Brauner Deckel, Wolfsspitz, 1 Boxer, schwarzgelber Dackel, schwarzgelber Wolfsspitz, 1 Dobermann mit Halsband Erwer.
Entlaufen: 1 Windhund, schwarzbrauner Schäferhund, brauner Wachtelspitz.
Das Fundbüro ist nur von 9—12 Uhr Dorrn geöffnet.
MMe IMMMmeit.
Vom 25. Juli 1921 ab liegen auf 8 Tagz zur Einsicht der Gemeindeangehörigen folgenbi Haushaltspläne auf Zimmer Nr. 35 des Rap Hauses (2. Obergeschoß) aus:
a) Haushaltsplan des. Armen- und Fürsorge- wesens für Rechnungsjahr 1921,
b) desgl. der Stiftungen und Nebenfonds für Rechnungsjahr 1921,
c) desgl. der städtischen Sparkasse für Rechnungsjahr 1921,
d) desgl. der Begräbnislasse für Rechnungsjahr 1921,
e) desgl. des Althanauer Hospitals für Rechnungsjahr 1921;
Hanau den 15. Juli 1921.
__________Der Magistrat._______________
Auf Grund des § 8 der Karten- und Luft. barkeitssteuer-Ordnung der Stadtgemeinde Hagnau vom 21. April 1920 ordnen wir hiermit an, daß vom 1. August ds. Js. ab bie bei karten, steuerpflichtigen Unternehmungen zu verwenden. J den Ausweise (Eintrittskarten) neben den fort- laufenden Nummern (§ 5 der Steuerordnung) 5 mit einem leicht abtrennbaren Kontrollabriß ver-^ sehen sein müssen und daß jeder Ausweis (Ein- 7 trittstarte) den dafür jeweils zu entrichtend:« Kassen-Eintrittspreis beutlid) aufgrdruckt tragen muß.
Hanau den 19. Juli 1921.
Der Magistrat.
Zur Erledigung der Vorbereitungen für bie.4 Unterbringung der 1. Klassen der Volks- unM Mittelschuleii sowie der Hilfsschule in dem Er. holungsheim Wegscheide bei Orb werden big Eltern hiermit ausgefordert, die Aunveldungen — soweit noch nicht veranlaßt — in Zimmer 22 dc^ städtischen Wohlfahrtsamtes, Schirustraße 8 tunlichst umgehend bewirken zu wollen.
Hanau den 19. Juli 1921.
Der Magistrat, Wohlfahrtsamt.