Mittwoch den 13. Juli
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Nr. 161
Der nächste englische Zeuge Z o t t s war erster Offizier des Dampfers „Atlantian". Der Dampfer wurde am 25. Juni 1918 zwischen g und 10 Uhr abends torpediert. Der Zeuge ist schwimmend von der Besatzung des U» Bootes gerettet worden. Er wurde als Gefangener im Torpedoraum untergebracht. Die Behandlung war gut. Weiter gibt er an, daß ihm vom Angeklagten Boldt das Versprechen abgenommen worden sei, nichts über die Torpedierung der „Llandooery Castle" zu sagen. Don Boldt wird hierzu angegeben, daß dieses ein allgemeines Dersprechen gewesen sei und sich auf die technischen Einrichtungen bezogen habe. Der Zeuge gibt zu, daß auch die Einrichtungen gemeint gewesen seien.
Nach einer Mittagspause wird der englische Zeuge Crosby vernommen. Er war Telegraphist auf dem Dampfer „Atlantian". Aus einem Rettungsboot ist er auf das U-Boot gekommen. Dort ist ihm von einem Offizier das ehrenwörtliche Versprechen abgenommen worden, niemals etwas über das, was er auf dem si-Boot gehört und gesehen hat, zu sagen, bis die Feindseligkeiten eingestellt seien. Der Zeuge hat angenommen, daß sich das Versprechen nicht nur auf die Torpedierung der „Llando- very Eastle" bezog. Am 27. habe einer von den Mannschaften am Motor gesagt, es sei ein großes Hospitalschiff in Sicht. Er hat darauf gehört, wie vom Ü-Boot Schüsse abgegeben worden sind. — Der Zeuge Savage, Steward der „Llandovery Castle" kam zunächst in ein Rettungsboot, das unterging. Dann kam I tr auf ein anderes Boot, das ebenfalls unter» Ö. Er zog sich darauf an einem Strick er aufs Schiff.
Der Präsident stellt fest, daß nach den Angaben dieses Zeugen bereitszwei Boote ; versunken waren, ehe die „Llan- dovery Castle" untergegangen I war. Der Zeuge wurde vom Kapitänsboot aufgefischt. Der Kommandant des U-Bootes i habe zum Kapitän gesagt, die Explosion sei so stark gewesen, daß doch sicher Munition an Bord gewesen sei. Das Rettungsboot kam I glücklich vom U-Boot ab, das bald darauf eine I Anzahl Schüsse obgab.
I Der Zeuge Murphy hatte auf der „Llandovery Castle" bis 8 Uhr Wache und ging I dann in seine Kabine. Durch die Explosion I wurde er veranlaßt, hinauszugehen und zu I den Rettungsbooten zu eilen. Er schnitt zwei I Plötze los und kam schließlich in das Offiziers- I vor* Er berichtet genau wie die anderen von I der Beschießung des Bootes und will auch ge- 1 seifen haben, daß die anderen Rettungsboote I noch über Wasser waren. — Als der Präsident 1 ihm entgegenhält, daß bisher kein anderer I Zeuge eine solche Angabe gemacht habe, er» I Bibers dieser Zeuge, er habe Lichtsignale ge« BW» und nehme an, ta ^^MM. L Mungsbooten hergekommen sein könnten. P Nach Beendigung des Geschützfeuers habe er I die Rettungsboote nicht mehr gesehen. Der Zeuge Chapman, der nochmals I oorgerusen wird, hätt es nicht für ausge» I schlossen, daß Morphy die Signale nur in der I Einbildung gesehen habe. Er selbst hat sie ■ nicht gesehen.
Der Sachverständige Korv.-Kapitän S a a l- I »ächter glaubt nicht, daß wirklich Signale I gegeben worden sind. Es sei vorgekommen, I daß längst nach dem Untergang von versenkten I Schiffen noch Lichterscheinungen sich an der be- I treffenden Stelle gezeigt haben, die von Kal- I cium aus den Schiffen verrührten. Zahlmeister Deckoffizier a. D. Thring I aus London weiß nichts davon, daß die „Llan- I dovery Castle" Munition geführt hat. Er ge- I Härte der Ueberroachungskommission für Laza- I rettschiffe an.
I Gin englischer Kapitän als Massenmörder. Roroettenfapitän a T.Nitzsche, früherer Kommandant I des lUPoot 108, veröffentlicht im „Berl. Lokalanz.» ■ tjiicn Artikel über den neuen N-Boot-Proiek in I «"Vng. Dabei gibt er eine Schild rung bei 'Per« ■ Wten! der Engländer nach der Schlacht bei den I Falklandsinieln. Er heißt da: Der Kommandant de> I »^largow" hat nach der Schlacht bei den Falklands I u,Vn einem Pressevertreter gegenüber erzäb't, bei die I MtStioro* sich dein schwer beschädigten, vollkommen I d'ichoffenen Kreuzer .Ltiprig", der feine Munition ■ Wehr hatte, ans 18u Meter genähert habe. Der I "OnimaiiDant be! deutschen Schiffe» hatte die Ueber» ■ wenden an Deck versammelt, sprach ihnen zu und I ^'teilte Amoretten an fif. Sie standen dicht bei« I lammen, und bie„ GlaSgoiv" — lo hat der Komman- I Mit wörtlich mählt — eröffnete das Feuer und I ®M'te sie zu 50 und 60 Nieder und verstreute ihre I “weine weit und breit Tue britischen Kanoniere I ®f<geiten sich schlichlich, weiter zu morden. Korvetten I Man Nitzsche schreibt zum SÄlust: So sah bei I »'M an», den zu bekämpfen die U-l’oote mtgefch’ I J’fen. Es bandelte er »icht nur im ftaQe des I »sMrz „Leipzig", sondern überall, w» er ihm vahte I Ueberlegung must inan anstellen, diele Fragen I "Cautworten, um die richtige Einstellung zu dem I £ sinnen, was dem U-Boot-Krieg tiloiivciibigtcit
Die Lage in Oberschlesien.
Zunahme deS Po.uischen Terror-.
. ^hbnik, 13 Juli. Nach Aussagen von flücht« L ^' nimmt der Terror der volniichen Jn'nrgenten ,. "En Kreisen Rybnik und Pletz täglich an Um ann Tt 3h den Orten stehen taatnder polnis.be Ban»en Die mit Dlevolvern bewaffnet find, während sie "^ Waffe Karabiner tragen. In Der letzten m^‘ toltrDeii zwei beladene Möbelwagen de» Kau » «ikick ^"ldmaiin in die Lim geipiengt. In oe, h^EN Nacht überfielen bie Insurgenten Den AÖrfter Binh 0116 Nollau, räumten feine Wobnnng an« uns |at “Moten ihn ant» Schwerste. Tn^ch die Jn- •m 17 i tolr^ bekannt, dass der vierte An'stand schon ij, ' ^»ü beginnen wird. Ihre Führer 'ordern 5uii 2 . Einivobner auf, die Gegend bi! zum 15. |T an räumen. Wer dem Räuniungsbeiebl nichi owu, werde über bie Grenze nach Polen ver«
schleppt. Selbstverständlich hat diese Androhung eine Massenflncht der Deutschen zur Folge. In der hiesigen Gegend scheinen d e Vorbereitungen der Polen für den vierten Aukstand vollkommen beendet zn fein. Die Mibrer der Poleu ’ür den l'oslaiter Bezirk sind Michalski, Pawelitz, Widera, Kan'mann Kolpewitz und Grubenaufseher Durczokin aus Dörengriind.
Energisches Vorgehen der Engländer gegen die Polen.
In "einer Unterredung mit dem oberschlesischen Korrespondenten der „Vossischen Itg/ erklärte der ennf'fche General Jennifer. daS ein neuer polnischer Russland gewaltsam unterdrückt würde. Die polnische Grenze würde jetzt gchmt werden und zwar durch Truppen aller drei in Oberschlesteu vertretenen Mächte. H-nn'ker bat dann, bah die deutsche Presse die deutschen pberf*tcfi'r wöaljchst zur Geduld mahnen mÖne, da iraendwelche Gewalttätigkeiten von ihrer Seite für die Sache der Deutschen von allerarösttem Nachteil fein werde. _®r hoffe, daß die Entscheidung de» Obersten Rate» über Oherschlekien bald satten werde und könne versichern, daß ine interalliierte Kommission ständig auf Beschleunigung dränge.
Nach einer weiteren Meldung der „Boff. Jtg." find in Oberschlesien die englischen Truppen in den letzten Tauen an verschiedenen Orten energisch gegen die noch 'm Besitz von Waffen befindlichen polnischen Banden vorgegangen. In Groß-Dombrowka wurden 200 bewaffnete Polen von englischen Soldaten entwaffnet.
Für ein ungeteiltes deutsches Oberschlcsien.
Verein, 12. Juli. Wie wir hören, beriefen die Bereinigten Verbände fieimattrener Oberschlesier zum 15. Juli abend» acht grobe Protestversammlungen ein, nm zum letzten Male kür -in »noeteilte« deutsche# Oberschlesien einzutreten. Den Borsitz führt Exzellenz Harnack El werden prominente Vertreter aller Par- 'eien sowie Führer von Handel und Industrie da» Wort ergreifen, u. a. für die Demokratie Professor Schücking, für die deutsche Vol'Svartei der Geheimrat Prostffor Kabl. für die Eozialdemokratie der früher Minister des Reichern Köster, für da« Zentrum der schlesische Abgeordnete Hershel, für die Dentschnat' analen Professor Hötzsch. Die Versammlung wird eingeleitet werden durch eine Ansprache Gerhart Hauptmann», der eigen» au» Schlesien berüberfommt. Der Berliner Mânnergesanßverein wird bei der Versammlung Mitwirken.
Das Unrecht -er alliierten int Rheinland.
»Sln *, RH., 12. Juli. Unter der Neberschrist- .Der Ruin im Rheinland" schreibt die Köln. Kg * it. a.: Welches Geschrei ist 'N den Verbaudsmawten über die Behandlnng der belgischen ^olkswirtkcka t durch die deutichen Knegrbedörden erhoben worden? Belgien hat daraufhin im "Pariser Friedensveitrao Biilliarden'oedernnfteii benründet und auch bew'llwt ei halten. Werden die Hüter der Weltgerechtigkeit so rechtlich denkend fein, auch die dem Rheinland die durch Machtwillen und Unvernunft entstehenden schweren Schäden jn verhüten? Tenn e« hebt doch heute fest, dass der Verband dar Rheinland zum Opfer feine, Verlegenheit gemacht hat, die daran» entstand, bah er kein besserer Mittel wichte, um Deutschland gefügig zu machen. Der Verband hat sich dann in derselben Lage
wüutbju. au- ^MffuMè- u« M»^Wt^ iKfleiuwr i an sich, durch das zwar die parteipolitischen Belgien. Denn er perechtdenkend kein will, dann würde Dikfersnzsn überwunden worden sind, die
*r nta »-l»^ tm ulnaiMfAttXd AMA«iM^ai<H ct^llkAH ^ ' _„ y _ , , . ... '
er die jetzt im Rheinland- anoenchtetrn Schäden
ersetzen, in erster Lmie sich aber bei gesunder Ueber» legung hüten, noch grössere Schäden anzurichten. Ebensowenig wie der Verband zugeben wollte, bass Belgien ein Opfer deutscher KrieliSiiotwendigkeit wurde, ebensowenig sann der Verband von Teut'chland Sntereffeiiloftflfeit verlangen, w nn die Rheullanöe zum Opfer der wirt'cha'tlichen ,Zwecke der Verbands» linder gemacht werden. KriegSmatzuahmen wiegen aiißerdeni Völkerrecht! ch noch leichter als politische G - waltmatznadmen und Machcnicha'ten. Nach Unterlagen an» Industrie- und .vandelskreiien gibt der Rölue» Grotzfirmenverband in Wort und Bild eine sehr leiens- werke Zu aiiimcnsteÜnng einiger in den beiden letzten Monaicn durch die Sanktionen elngetrelenen Schädigungen. Rn Hano einer Tafel wird gezeigt, da« Die SchadensqueUe sowohl in Den Zollmatz- nabmeit wie in den Genehmigungsvriaure>> zu suchen sind. Jeder Dieser Schadensquellcn für fi li betrachtet, hat ein mehr o er mm er großes Zurück- g'hen des llm'azeS und bannt auch des Gew nnes zur »yoliie und muß ipmtt letzten Endes auf dem Umwege über Ärbeitsstreckuiig, Stillegung der Betriebe, Eiir- laffiing sämtlicher Angeße-iteir itnb Arbeitet uns unter Zurückgang Der allgnneineu Leo-nshaltung zum Rum er Racinlande führen.
Gegen die schwarze Schmach.
Slmftcrbam, 1!. Jim. Laut „Allgeiiiecn Handklir blad* bildete sich tu Deventer eine vorläufige Mom- niissiou, die es sich zur Aufgabe macht, in allen Stadien siommitee« zu DUDen, um gegen die Be ctzuug bei Rhcmlanoe durch ichwarze Truppen Etnipruch zu er» heben. Die,. w e ein Run. schreiben der Komm ff ton erk ärt, eine Missetat fugeuuber unserer Rasse und ein Ho»n auf die Kultur ist. Diese Tat der Franzo en übertreffe an Ba. bare, alles, ivas Die Welkgeich chn zeige. Ta.urch, caß mir dagegen Eiujpluch erheben, io erklärt Die vorläufige stoinmmion, vc, richten w r eine eruite Kulluraroeit, Die nicht nur tarnende von Frauen und Mindern Der irxueuen Schânonng durch airuaiiudie Reger enrz>eheu |0d, sondern auch in weiterer Znkuum Europa vor neuem Uuglücf, neuen Mo. den und neuem Unheil behüten soll.
Preußische LandesoersammrunZ.
(Sitzung vom 12. Juli.)
Der Gesetzentwurf belreffend Die Anrechnung des Rutzungsweues des Hausgailens auf das E.»kommen der Volksschullehrer wird dem Aus- ajÜR für Beamienangelegenheilen überwiesen.
Der Gesetzentwurf über die Bereitstellung von 300 Mill.oncn zur Förderung der Anssed- lunzen stehen sodann zur Beratung. Nach einer Teilte wird der Entwurf dem Siedtungsaus- schuß überwiesen.
Der Enlwurf einer Abänderung des Berggesetzes wird sodann in zweiter und Dritter Le- omg angenommen, ebenso der Entwurf über Die Eingemeindung der Landgemeinde Hoven in die Stadt Witten an der Ruhr.
Ter Ausscliptzantrag. de Wohnungsnot durch Nr »bauten im weientlich ftä’seren Maße alS bisher zu steuern, ^u diesem Zwecke die bereits rür 1922 in Aussicht genommene Bewilligung bereits 1921 zu bewilligen, bei der Reichsregierung auf Bewilligung wei
terer Mittel zur Förderung des Wohnungsbaues zu dringen, und an die Gemeinden und Länder heranzutreten, um unter Benutzung der Ueber- teuerungszuschüffe den Bau von Wohnungen zu veranlassen, wird angenommen.
Es folgt Die große Anfrage des demokratischen Abgeordneten Hoff und Genossen, welche sich gegen die im Reichsschulgesetz enthaltenen, aus die Spitze getriebenen Bekenntnisabsonderungen innerhalb der Volksschulen richtet. Dies« Absonderung mache die Schule zu einer Kampffront und widerspreche der V«r- faffung. — Abg. Hoff (Dem.) begründet die Vorlage und fordert Zurückziehung des Reichs- schulgesetzentwurses und seine Beseitigung durch einen anderen Entwurf, der Die Einheitlichkeit her deutschen und vrei'ffl.kchen VoffSscbnlen wahre und verweist auf die einmütige Ablehnung Des Entwurfes birrd) die Lehrerschaft Redner betont, daß vro allem die Schulaufsicht dem Staate nicht genommen werden dürfte und gibt dem Proteste Ausdruck, Den die oe^amte Lehrerschaft gegen den Entwurf erheb». Sonderschulen dürften nur auf "trag der Erziehungsberechtigten zugelaffen werden und nur in dem unmittelbar im Gesetze gegebenen Umfang
Abg Holtz (U. S.) begründet den Antrag seiner Partei auf völlige Entfernung des religiösen Unterrichts aus der Schule, der mit der Interpellation Host verbunden morb^n ist. Die Err'moenschaften her Revolution sollten allmählich wieder über die Vostsschulen beseitigt werden. Dem könne nur durch die völlige Befreiung der Schulen von dem Gift der religiösen Beeinflussung entgegengetreten werden Wenn eS gelänge, die evangelischen und Die katholischen Schulen zusammenzuleoen könnte soviel Geld gespart werden daß unsere SW?stfiuTen noch viel wehr leisten könnten. Das Reichsfchi'lg-s-^ gehe aber nicht Wen Gedanken nach sondern sei nur bemüht, die DMennbvaWuIe fest zn verankern.
Kultusminister Becker: Ich habe hier nur die große Anfrage des Abgeordneten Hoff zu beantworten, nicht etwa den Reicbsfchulgesstz- entmurf zu begründen. Dieser Entwurf ist ein Kompromißentwurf. Preußen hat an seinem Zustandekommen hervorragend mitge- -wirkt und darauf gedrungen, daß wir endlich aus den schulpolitischen Schwierigkeiten herausgekommen sind, in die uns die Verfassung
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gebracht bat. Die Gegensätze zwischen den Anhängern der weltlichen und der fonfeffii vollen Schule waren bei den bisherigen Zi 'tänden unüberbrückbar. Mein hochverehrter
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Amtsvorgänger hat besonders nachdrücklich auf einen Ausgleich hingewirkt. Wir regten ein Notgesetz an, das Reich hat aber gleich einen Artigen Entwurf gebracht, ein Kompromiß, mit ‘'em eigentlich keine Partei so ganz zufrieden ist Die Kritik richtete sich bisher weniger gegen
den Entwurf, als gegen das Schulkompr Mß
Schulfrage aber nicht gelöst werden konnte. (Sehr richtig.) Seit dem Schulkompromiß ist der Ausnahmefall Regelfall geworden. Der Entwurf scheint immerhin eine brauchbare Grundlage zu bieten, man dürfe nur nicht an eine zu engherzige Auslegung denken. Jedenfalls muffe aber ein Notgesetz als Zwifchen- gefetz geschaffen werden. Er habe aber jedenfalls zu dem deutschen Volke und zu der deutschen Lehrerschaft so viel Vertrauen, daß sie sich ihre Schule nicht zerschlagen lassen.
PottMche Taiesberichte.
— Die Reparat onSverstandluttgrn in Paris.
Die iranzösischcn und die deutschen Sachverstän»igen 'ür die Sachliesrruiigtn haben gestern die Verhandlungen wieder ausgenommen. Wie die Morgen blätter iiiilteiltn, hat SeiMionuuiffar Dr. GnggeuHenner die ÄUtwort der deutschen Ütegi-ruug überbracht, bie nach Dem .Matiii" bejahend ausg-'a >en sei. Die beutidn1 Regtemu« nehme die, Vorschläge üver die Bewerluiig der Sachlieserui'g iow e die Staffelung der Liefe, uiigen an. Jetzt wüldcii Sachverständige die iklu-iübinngs- benimmuiigru aueaiveilen und mit Ver.aiidiungen gaoe man direkt nach Schlutz Der ersten VoUvcriamm- .ung begonnen.
— Di« y iifamntcnfnnft Lloyd Georzes mit De avcra. Aus London wird gemeldet: Die 3h ammentiuiir zwuchen L.oy» G.o^ge uns Telavera wird nunmehr am Tonuelstag na. innren. Grufier und aiioeie Peuglieder der KMNirmcr werden Tela» veia aus seiner Reise begleiten. - Obwohl Da« WaffeusliUstan Sabko «me» -ereil» in Strait getielen ist, sind im Lru-e oes Lamsiago uns -oniuags no.« ^4 Personen tu Den ver>ch. eoei.cn Crtfdiauen getötei woroeu. In Bcliau haben o.e zioiistikle zwuchcu .Regteruitaitrciien uud Jniurgenlen sich wieder er neuert. Au.h tuet har eS mehrere Venvundele gegeben.
— Der vrauttichioigische Äre ^ah ung.' konfl kt. a.er vvr.aniigr Siaatog- ilchlSlios in Leipzig ar .tu x.iuiag oer y«ti, tagen au ton de» Oiauu« ^chw lgl chen rlausesverban-.es, zu erUaren, sah der am, io. ^.ai 1d2j gi.wah.le Lannlag am 15. ^.ai lv^i lein u-uoe erreicht »ave, «sge-emu uut der Begrnuouug, oer Luuo:ag haue le.ne Aiugaoe, Dem Lande eine oer laifUHß zu gehen, noch niujc eri um.
Vom Bücherkisch.
Wie lese ich starten? Einjührung in das Ver- itälid.i.s und Den Gebrauch topographicher irarten für uanbeiungen von Cbeua.iDmeficr E W. Schmidt. Von» 19^1. Berlag ^iUelm Llollfutz. Uit er die em Titel ist ein neues Schuftchen erschienen, welches sich mit beionderen Vorzügen den schon bestehenden Emsührungcn in Das - «r- nandilis und Den Gebrauch topographischer Karten zugesellen Dars. Der Verfasser hat nicht nur in seiner beruflichen Tätigkeit als Oberland- messer die Autorität. den Stofs treffend zu be» handeln, sondern hat auch Gelegenheit gehabt, <m Krieg- als 'Truvvensührcr den Wesenskern
.er Kar «.niuilde pra.tiich zu erproben. Neben ilaler Gliederung des Inhalts zeichnet das Setilistchen Die vortreffliche Labt schöner Karten.
beispiele aus so daß dem Wanderer ein wirklich gediegenes Hilfsmittel in die Hand gegeben wird, die Marschkarte mit Verständnis zu lesen und nützlich anzuwenden. Auch die sonstigen Textfiguren und der Druck wie das Papier, sind von besonderer Güte. Wir sind gewiß, daß vieles Bändchen die verdiente große Verbreitung finden wird.
Schacheckte.
Ru'gabe Nr. 46.
Motto: „«nfcblui 73*
(Nr. 8 unsere» Aukqabenwettbewerb».)
SCHWARZ
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WEISS
Weiß beginnt und setzt »it be» 3. Ange »ett.
Kampf um die Weltmeisterschaft im Schachspiel.
Da» wir vorau» befürchtet haben, da« ist leider inzwischen Tatsache geworden. Unser LaSker hat, unter den Einwirkungen des ungewohnten Klima» leidend, Den Entscheidungrkampf in Havanna verloren.
Raoul Jos» Capablanc« ist also der neue Welt- meister. Er ist am 19. Nov. 1888 zu Havanna ge* hören, also 33 Jahre alt. Da» Schachspiel lernte er im Alter von 4 Jahren und zwar dadurch, daß «r den Partien seines Vater« zu>chnute. Mit 12 Jahren galt er bereits all der stärkst« Spieler Cuba». Seit oem Jahre 1905 hat er zumeist in New Aork gelebt. 3m Sabre 1919 siegte er in glänzender Weise über den damals größten amerikanischen Meister Mnrsdall, oen er mit 8:1, bei 14 unentschiedenen Spielen, schlug. Zwei Jahre später gewann er in dem sehr stark be» legten Turnier zu San Sebastian, an dem allerdings Lasker nicht teiinahm, den 1. Preis. Aus dem großen intet nationalen Turnier tu Peterrburg ging er, hinter Valter, all zweiter Sieger hervor. Außerdem hat er in mehreren amerikanischen Turnieren, sowie in Hastinj« 1919 ben ersten Prei« baeongetragen.
. â wU0J.cn, Dorf kapadianc- aut feinen Lorbeeren nicht lange anSruben. Schachmeister Rubinstein hat an ihn bereit! eine Heraurfsrserung gerichtet und e« steht zu erwarten, daß auch andere Meister versuchen werben, ihm feinen Titel streitig zu machen.
Aus dem Winterturnier der Öotcnburget Schach» gefeUfcbaft ging A. Rubinstein all Sieger hervor, dar ScleSnlew, R. Herzog, A. Ahlberg und weiteren 7 Teilnehmern. W. R.
WWe MMllMlWN.
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Auf Gruno beS § 1 des Gesetzes zur Durchführung der Artikel 177/178 deS FriedenSver- träges vom 22. März 1921 werden in Verfolg der Annahme des Ultimatums der Alliierten Repir rungen vom 5. Mai 1921 hiermit die Organisationen Escherich innerhalb oes Deutschen Reiches
für aufgelöst erklärt.
Personen die sich an ein-r der aufgelösten Organisationen als Mitglied beteiligen, werden mit Geldstrafe bis zu fünfzigtausend Mark oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten oder mit Festung bis zu gleicher Dauer bestraft.
Berlin den 24. Juni 1921.
Die Reichsregiernng. gez. Dr. Wirth.
Wird veröffentlicht.
Hanau den 5. Juli 1921.
Der Landrat und Polizeidirektor. Voigt.
MW MMMAllW.
Unter Bezugnahme auf die Verordnung des Herrn Lberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau ?om 13 Mai 1905. betr. Verbot der Ausfuhr von Reben aus reblausverseuchten Gemarkungen l veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 21 von 1905), wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht. daß z. Zt. als reblausverseucht zu gelten haben die Gemarkungen Hochheim, Oestrich, 28tn=> Kl, Johannisberg. Geisenheim, Lorch, Lorchhausen, Caub, St Goarshausen, Bornich, Nochern und Wellmich, sämtlich tm Regierung^ bezirk Wiesbaden. Die Gemarkungen Winkel und Oestrich gelten zusammen mit dem verseuchten Teil der Gemarkung Jo^an"isberg als ein Gemeindebezirk im Sinne des § 6 der Verordnung vom 16. August 1905 (veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 34 von 1905, A. III. 4988).
Cassel am 10. Juni 1921.
Der Regierungspräsident. I. A.:. S iaelL
Wird veröffentlicht.
Hanau den 8. Juli 1921.
Städtische Polizei-Verwaltung.
Der Oberbürgermeister. I. V: Dr. Engels
Hühneraugen Hornhaut. Scheiden u. Warzen ,^, d» SrzHkn empfoMrr* miUiamnfach EJ^ârofB , -. In Apotheken o. Drogerien erhältlich. Drogerie Schlegel. Markt 16*