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Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Sanaa

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

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M. 141

Montag den 23. Juni

1921

Der Reichskanzler vor öem öeulschen Gewerkschastsbunö

Das Londoner Ultimatum und dessen ErsAlungsmöglichkeiren.

Der Reichskanzler hielt am gestrigen Sonntag» «Mittag in Essen in einer Versammlung des Mischen Gewerkschaftsbundes folgende Rede:

Verehrte Versammlung, meine Damen und

Besten Dank für bit freundliche Begrüssung. Ml auch den lieben Sängern für die pracht. : vollen Darbietungen. Cie brachten Trost und ((Ermutigung zugleich auszuharren auf dem Deren dornenvollen Wege, der uns vorge. zeichnet ist in der Erfüllung des Ultimatums, in der Erfüllung einer Riesenarbeit. Nur allein dach Arbeit können wir vorwärts schreiten zu jenem Lande der Sehnsucht, wo der Name Freiheit einen guten Klang hat. Ein Trost und eine Ermutigung ist er für mich, als beseitiget Lhef der Reichsregierung vor einer so tausend- öpfigen Versammlung von Männern der Arbeit, du werttättgen Volke» zu sprechen. Ich soll über das Ultimatum sprechen. Ich werde Ihnen, meine Damen und Herren, aufnchtig und ehrlich, »der auch mutigen Herzens unsere derzeitige Lage schildern. Ich nehme auch jedes Iritisdje Wort entgegen, wie ich mich nicht scheuen werde, da und dort ein Wort nichtparteipolitischer

Jtritif, aber allgemeiner Kritik in meine Rede einfließen zu lass

en.

Mr wollen

ein Ultimatum erfüllen.

Ein schweres Wort, dar Watt Ultimatum. D» ist das Kennzeichen des Heuttgen Europa. Her ist es erst seit kurzem so? Seit Jahren % WfS "Wort, bas ^^^^ brutale Gewalt, das Zeichen der unglücklichen Europa. Gehen sie um sieben Jahre zurück, oa kommen Sie in das Jahr 1914. Dort stand auch am Beginn einer neuen Aera, die bas Ende der Glückes für Millionen von Dkenschen bedeutete, dort stand auch ein Ultimatum. Es war bas unglückliche Ultimatum an Serbien. Was hat es uns gebracht, jenes Machtwort? Tod und verderben in der ganzen Welt, nicht nur über uns und nicht nur über blühende Sanbftridje Frankreichs, Rußlands und anoerer Lander, jenes Ultimatum war der Beginn der Zerrüttung der ganzen Weltwirtschaft.

Die Völker waren vor dem Kriege ineinander

der ganzen Erde und Teilnahme gittern dieser Erde für wette Be-

I verflochten durch tausendfältige wirtschaftliche Beziehungen, jene Beziehungen, die die Wohl­fahrt der Völker herbeiführten. Steigender I Wohlstand aus der ganzen Erde und Teilnahme an den Genutzgütern dieser Erde für wette Be- völtevungsschichten war das Zeichen der europä­ischen Kultur vor dem Kriege. Und da kam das Mimatum und da kam das, was dahinter steht, Auswirkung der brutalen Macht: der Krieg! Schauen Sie um sich im Osten und Westen, was hat der Krieg herbeigefühnt? Millionen Gräber Wen auf den Schlachtfeldern, Jammer und Elend aller Art, und jetzt am Ende der Epoche dieser sieben Iah« steht wiederum ein UltU wtwm. Das ist das Ultimatum von London, d<ls an uns ergangen ist. Wie hätten wir uns demgegenüber verhalten fallen, so schallt es uns hon manchen Seiten entgegen. Die einen sagen, v hättet nein sagen sollen, ander« sagen, es toslr richtig, daß ihr ja gesagt habt. Ich will mit niemandem rechten, der nein gesagt hat. Nur, weine Damen und Herren, war das ja das letzte Wvtt, das auch die Hütten sprechen müssen, die wn sagen wollten. Wir haben das Ja gesagt und haben es zu verantworten, und was das La bedeutet, bas Ihnen auseinanderzusetzen, ist wei-nx Pflicht und Schuldigkett bei meinem heu- ügen Besuche in Essen. Ich achte und respek- uere die Gefühle derer, die nicht ja gesagt haben, flver meine Damen und Herren, die Gefühlswelt Furcht das letzte Wort in der Politik. (Sehr wchtig.) In ber Politik muß man abwägen und manchmal in Zmückdrängung von Gefühlen

Weg gehen, der in' klarer Berechnung welleUht der einzig inögliche sein wird und fein ^nn, um wieder ins Freie zu kommen. Von Gefühlen sich leiten lassen ist nirgends schädlicher ® in der Politik. Die Mehrheit unseres Vol, aber war für das Ja. Die heute durch mich Lei Ahnen vertretene Reichsregierung ist bie Legierung der Bejahung, ist die

Negicrung der Erfüllung»

M aber die Annahme des Ultimatums eine Entscheidung war, brauche ich Ihnen nicht Mtseinautber^ufc^en. Was schließt das alles für ^i^ben in sich. Aufgaben, die wir zunächst er, 'Uuen können, wenn wir nur wollen, und Auf­

gaben, deren Erfüllungsmöglichkeit nicht anders erwiesen werden kann, als durch die Anspan­nung aller Kräfte im Sinne positiver Leistung.

Was können wir erfüllen?

gewi mag

Die Abgabe der Waffen und die Auflösung ifser Wehren, das können wir erfüllen. Cs I schmerzlich sein für den ober jenen Patrio­

ten im Deutschen Reich, für einzeln« Landflächen in Deutschland denken Sie an Bayern, die Waffen abzuliefern. Ich glaube aber, wir sind so weit, daß wir auch bezüglich Bayerns sagen können, auch diejenigen, denen es im In­nern zuwider war, diesen Schritt zu gehen, wer­den ihn gehen und sind chn gottseidank schonin weitem Masse gegangen. (Bravo.) Die Auf­lösung der Wehren ist eine ebenso harte Pflicht, ich bin aber überzeugt, dass auch diese zweite Forderung in Kürze erfüllt fern wird. Auch die Uebergabe der Waffen im Osten war ein unend­lich schweres Opfer. Wir haben es gebracht für das Vaterland. Ich weiss, was es he'sst, wenn ein wehrloses Volk politisch zu führen. Ich weiß, was es heißt, wenn in einem Volke in den Zei­ten der Not nicht eine wirklich feste Einheit ge­schaffen werden kann, die auch schließlich unter dem Aufgebot von Macht die Grenzen des Vater­landes verteidigen kann. Es ist ein schwerer Ge­danke, an der Spitze eines wehrloien Volkes zu stehen, aber trotzdem, wir werden diesen domo.r- vollen, schweren Weg gehen, um eine aufrichtige Politik. an der niemand zweifeln kann, vor der ganzen Welt zu beweisen. (Beifall.)

, chen das Ja gesprochen, und warum?

im Ruhrgebiet, hier im Zentrum der großen schaffenden Stätten, gerade hier wiederhole ich es: Wir haben das Ja gesprochen her deutschen Einheit wegen und der deutschen Freiheit wegen. (Bravo.) Die deutsche Einheit ist ein hohes Gut. Was haben wir denn überhaupt geerntet auS dem ungeheuersten Zusammenbruch eines Volkes, eine Staates und einer Wehr­macht. den die ganze Geschichte der Welt kennt? Die Einheit unseres Volkes und unserer Wirt­schaft und die Freiheit der Arbeit, insofern, als wir bei allen Saften doch die Möglichkeit halben, selbst bie Arbeit zu bestimmen, als wir die Möglichkeit hab«n, überhaupt zu schaffen. Denn was sollte werden, wenn bie Kohlen, das Brot der Indufttie, unserer Verfügung entrissen wor­den wären? Avbeitslosigt«tt ohnegleichen wäre bie Folge. Di« Annahme des Ultimatums läßt uns die Möglichkeit der Eigengeftaltung unse- «s sozialen LebenS. Wir können selbst bestim­men die Art der Teilnahrve des Arbeitnehmers an der Entwickelung unserer materiellen Zdultur, di« Art, wie wir soziale Gedanken eins!testen lassen wollen in den kommenden Entwicklungs­prozeß, mit eitlem Mort, die geistige soziale Freiheit haben wir für bie Volksgenossen durch das Jawort gerettet. (Beifall.)

Ich weiß nicht, ob man heute allerorts ein- Ë«ht, was es heißt, unter Zwang zu arbeiten. Meine Damen und Herren! Sdjauen Sie hin­über nach dem anderen Rheinufer, noch den

.Städten, die unter der Sanktionierung seufzen. Mag auch der Druck schließlich da und dort nicht allzu groß sein, a« einzelnen Orten ist er schwer. Mir ist eine Stadt genannt worden, wo seit sie­ben Wochen nicht eine einzige Schulstunde ge­geben werden konnte wegen des großen Auf­marsches alliierter militärischer Kräfte. Mag man das da und dort gering einschätzen, allein aus den Stimmen, die an mich komnren, ersehe 'ich, wie gewalttg die Not wächst unter den wirt­schaftlichen Sanktionen, seh« ich, welch eine Not 'ür daS gesamte Rrchr-

erst hätte kommen müsse

«gebiet, Rheinland und

meine Damen und Herren. an der Arb«itSstätte 'unter dem Zwang feindlicher Bajonette das Ultimatum hätten erfüllen müssen, was wir jetzt, wenn wir unS anstvengen, in Freiheit zu er­füllen suchen werden. Ich fege, das Jawort war notwendig. um die Einheit zu retten. Das .Ruhrrevier ist das wirtsclurffliche Herz unseres »deutschen Vaterlandes, di« Kohle und das Enen, und ich glaube, die Gegner hätten das ganze deutsche Volk mit einem einzigen £><6d im Ruchr­yebiet beeinflussen fernen. Wek^e Pre-ie m,^ ten wir dann für Kohlen Een? Und sollten die Kohlen in der SSmb von Chaavinssten nicht «in Lockmittel zur Sprengung der deutschen Ein­heit werden? Als Süddenth^er freue im mim ,-rembe hier in Essen sacen zu können: Wir in SüddeUmland denken bei aller Wahrung unje-

cstfattn, wenn Sie,

ter Eigenart nie und nimmer daran, uns von unseren norddeutschen Brüdern zu trennen. (Beifall.) Niemals wird man dort die< Hand baiu bieten, das große Erbgut einer grossen Ver­gangenheit, die Einheit Mseres Vaterlandes, aufs Spiel zu setzen. (Beifall.) Wenn die pofl- Itifcben Würfel fallen, werd« ich, der ich auf meinem Mabe heute an b«vorzngter, verantwor­tungsvoller Stelle stehe, jederzeit dazu die Hand bieten, bie deutschen Stämme und die deutschen Lande einander näher zu briwen. und sie zu einen unter voller Wahrung ihrer Eigenart. In der Not wollen wir erst recht fein ein erntyi Volk von Brüdern. (Lebhafter Beifall.)

Ich meine, gerade in Ihrer Mitte muss daS Verftän'dnis finden, wenn ich sage, in großen Fragen, in der Führung ber

GcsamtpoNtlk mutz Einheit fVtn.

In der großen Gestaltung des Wirkschaftskebens, in der Frage des Rechts und der Freiheit der Arbetterwelt, da mutz Einigkeit sein in Deutsch­land, um dem Gedanken des schrankenlosen Kapi­talismus zu wsh«n. In den grossen Gedanken her sozialen Wohlfahrt und des Fortschritts muß Einheit sein in unserem betatschen Vaterland e. Aber in den Fragen der Verwaltung des ge- meiMichen Lsbens und in der Ausgestaltung der Gemeinden und Länder, in Kulturfragen und in den Fragen, wo appelliert wird an daS Gewissen des Einzelnen, da müssen wir den Län­dern und Stämmen bie Freiheit neben, ohne die sie verkümmern müssten und ohne die sie zu­grunde Fehen müssen, eine Freiheit, die größer

dieses köstlichste Gut der Einheit, das reichste Mannigfaltigkeit in sich schließt, um diese Einheit zu retten. Ist uns diese Rettung gelungen? Ich weiß noch nicht, ob sie in allem gelungen ist. Ich weiß auch nicht, ob es uns gelungen ist, den letzten Rest jener deutschen Lande in dieser Ein­heit zusammenzuschließen, wo der Sturm, der Bürgerkrieg tobt. Aber auch für diese Frage hat bie Annahme des Ultimatums eine große und gewaltige Bedeutung. Glaubt denn jemand un­ter ihnen, dass, wenn die Franzosen das Ruhr­gebiet besetzt hätten, wenn sie vorgerückt wären bis Hamm, daß gleichzeitig die Polen in

Oberschlesien

sich begnügt hätten nur mit bem Raube, den sie jcgt zur Dmnöe noch in Händen hauen? Ober, jcytepen und die Annahme des Ultimatums hat einen inneren Zusammenhang insofern, als durch die Annahme des Ultimatums der Weg pret wurde zur nachdrücklichen Betonung unseres Rechtes, das aus den Bestimmungen des Foie- densverwages beruht.

Will man in Europa eine neue friedliche Entwickelung, will man ernstlich in Deutschland eine friedliche Demolratte und eine demokratisch« Republik, so muß die ganze Welt in Oberschlesion ein ehrliches und aufiicyligeâ Spiel mit dem deutschen Volle spielen. (Sehr richtig.) Es sind wahrhaftig kümmerlich« Reste von Rechten, die man uns gegeben hat im Friedensvertrag von Versailles. Was verlangen wir denn in Oberschlesien? Verlangen wir etwa, daß man den Deutschen dort das Land zurückgibt, allein auf das Verlangen der Berliner Zentralstelle hin? Ist es etwa nur das Verlangen der jetzi­gen Reichsregierung? Reinl Wir verlangen Overschlesien als Ausdruck des demokratischen Willens der dortigen Bevölkerung Die Bevölke­rung hat ab gestimmt. Glaubt jemand in Eu­ropa. glaubt jemand in England, in Frankreich, dass einer von den alliierten Machthabern an vielem Plebiszit vorbeigehen darf? Die Wunde wurde sich im europäischen Leben nie schliessen, wenn der Gedanke der demokratischen Freiheit und der Selbstbestimmung verletzt würde. Ein Brandherd für ein ganzes Jahrhundert müßte aus Overschtesien hervorlodcrn, wenn das Recht der boritigen Deutschen tödlich verletzt würde. Wer es also ernst meint mit der Entwicklung Europas, wer cs ernst gemeint hat mit dem Gc- baulen der Freiheit und mit dem Gedanken der L.«moftati«, der muh die Abstimmung in Ober­sch I essen achten, sonst bereitet sich eine neue euro­päische Katastrophe vor. Europa kann eine zweite presse Katastrophe ohne Zusammenbruch der Kultur nicht mehr überstehen. Ich glaube, der Gedanke, daß hinsichtlich Oberschlestens ein faires Spiel getrieben werden muss, hat bereits in der Wett Wurzel gefaßt. Warum zögert man denn?

Die das die wir die

polnischen Aufständischen haben nicht Ritt Recht Deutschlands anaegriffen, sie halben Alliierten selbst angegriffen. Darum rufen es hinaus in die Lande: Es würde für alliierten Mächte ein verhängnisvolles Zei­

chen sein, wenn sie den Gedanken bes Rechts und des Friedensvertrages nicht rasch und bald endgültig zum Siege verhelfen würden. (Bei­fall.) Die Sache ist gewiß in BewegMF, das Ende leider nicht abzusehen. Eine unermessliche (Snt^âufdiung hat dort die deutsche Bevölkerung erfasst Gestern noch erzählten mir einige Flücht­linge. wie die Deutschen zu Tausenden über die Gren« strömen, um ihrem deutschen Vaterland« das Leben zu retten. Ist das der Neuaufban Europas, nach dem sich alle Völker sehnen, wenn ein sieirter Diktator nicht zurückgehen will vor den Millionen Bajonetten, die die Alliierten zur Verfügung haben? (Sehr gut ) Je mehr die Diktatur eines Kovfauty sich dort auslebt, se schwächer bie alliierten Regierungen sich crebär- den, um so fester werden wir den Ruf erheben, daß das deuticke Volk ein Recht darauf hat, so­fern es in der Erfüllung des Ultimatums arbei­tet, ehrlich und anständig bchand«lt zu werden. (Beifall.)

3hm zu bett Reparationen!

Wir sollen zwei Mlliarden an festen Annui­täten pro Jahr zahlen. mir sollen 26 Pro^ut der Ausfuhr bezahlen und wir sollen drittens dazu bie Besatzungskosten tragen. Die letztere Summe ist die unprobuttiöfte. Sie trägt nicht bei zum Wiederaufbau, sondern schwächt unsere Letttn-raKkrart, genau wie die Santtionen. <Sie sind ein Hemmjchnh für den Handel und damit auch für unsere ßeiftimgen aus dem FriedenS- verttag. Wer in Europa Frieden, Ruhe, Wahl- fahrt und Aufbau für alle will, der mutz dem Gedanken schnell näher treten, die unproduktive Ausgabe des europäischen Militarismus auf ein Minimum zu reduzieren. (Sehr richtig.) Der Ruf geht hinaus an bie Arbeiterschaft (über Länder: Sorgt überall dafür im demokrattschen Geiste, daß das, was Deutschland zahtt, nicht zu unnötigen Ausgaben verwendet wird, sondern daß es verwendet wird zum wahren Segen für die werktätige Bevölkerung der ganzen noKeiden- den Welt. (Beifall.) In diesem Sinne glaube ich auch, daß eine große Arbeilerbe wcgungg aller Länder, ganz Europas und der ganzen Wett von Segen für alle sein wird. Dienen Sie nach Ihren Idealen der großen Arbeiterbewegung nach ihren Polittsften und kulturellen Anschau­ungen, dienen Sie dem großen Gedanken der Gemeinschaft im kleinen wie im großen. Schlie­ßen Sie sich zu Verbänden zusammen, wo Sie tonnen, Sie alle, die Sie arbeiten mit Kopf und Hand. Der Mensch muß sich an den Menschen rechen, und allein durch die Sitte, daß er sich einer großen Gemeinschaft unterwirft, allein buird) den Zusammenschluß können wir alle groß, frei und mächtig werden, und der Gedanke der Gemeinschaft, der wird auch die Grenzen unseres Vaterlandes überschreiten.

Sehen Sie, vom ersten Dag« an, wo wir die neue Regierung gebildet haben, war cs mein eifriges Bestreben, Männer zu finden, die den Gedanken der Solidarttät und der gemeinsamen Arbeit auch zu den Miierten hinüberzuttagen. Ich habe für das Ministeriumdes Wie­deraufbaues, wie Sie wissen, einen Mann gefunden, der im Kriege eine große organisato­rische Leistung vollbracht hat, Herrn Dr. Ra­th « n a u, der im Kriege dazu beige tragen hat, daß mir überhaupt durch die Organisation der Rohstoffe den Krieg solange sortieren konnten, ohne vorher erbärmlich zusammenzubrvchen. Alle die, die im Kriege in großer Organisation gearbeitet haben, alle die brauchen wir wieder, mögen sie eine ^rrteisarbe haben, wie sie wollen. Wir rufen sie wieder auf, mit uns die große Organisation wieder aufzurichten, die den Me- Leraufbau Europas ermöglicht. Dabei kommt es nicht darauf an, wo ein solcher Mann her­kommt. Lassen wir doch alle Geben persönlicher Bekämpfui^g hinweg. Was hat denn das für eine Art. jeden Tag einen Mann, der in irgenb einer verantwortungsvollen Position steht in den Kot hinunterzuzichen. Machts besser, $r Nörgler, und lammst eure Scharen, kommt in ben Reichstag, treibt Opposition, kritisiert auch erbarmungslos! Aber eins müssen sich die

.(Schluss der Rede auf Seite 44