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General-Anzeiger
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Amtliches Organ für Slaöl- und Landkreis Sanou a^A«K»tej^^
Erscheint täglich mü Ausnahme der Sonn- und Feiertage
Fernsvreckanicklüff« Nr. 1237 nah 1288.
Str. 115
Frettag den 20. Mai
1921
Das Neueste.
i - Reichrkommiffar für die Entwaffnung Dr. Peter» I zM sich in dm nächste« Tagen nach München, zwecks IMMche mit der bayerischen Regierung in der Ent- ^nunglftagt.
- In btt französischen Kammer begann gestern I jjt Beratung der Interpellationen über die «»wärttge ftlitik der französischen Regierung.
— Die letzte Erklärung Lloyd George« hat in Fmkreich erneute Entrüstung heroorgerufen.
I - Wie Reuter erfährt, bat die italienische Regie- Mig ihre Bereitwilligkeit erklärt, de« Grafen Sforza litt Teilnahme an der bevorstehenden Konferenz bei i Obersten Rat«« zu entsenden.
— Die Resolution Knox wird nächste Woche dem ■ zirpräsentemtenhaufe vorgelegt werden.
- Zwei Gruppen englischer Beamten und Z«ugm 1 reifen mit dem Generalstaat«anwalt an der Spitze, i« 20. und 28. Mai in der Angelegenheit bei Ver- ? fahren® gegen bie deutschen Krieg»beschukdigten nach ‘ Leipzig.
- E» wird mitgeteilt, daß Besprechung« in der ntfllifdjen Kohlenkris« stattgefunden haben, welche in Wtdenstellender Weise fortschreiten.
I Aus der französischen Kammer. I Scharfe Kritik «« BriandS Nachgebeu gegen» I über Deutschland — Lloyd George „kein Hüter der Gerechtigkeit".
I Unter großem Andrang des Publikums I unb vor stark besetztem Haus« hat gestern I nachmittag in der französischen Kammer die I Beratung der vorliegenden Interpellation I über die auswärtige Politik der Regie- I rang begonnen.
Als erster Interpellant ergriff das Wort ' I der Abgeordnete Andrä Tardieu. Er sagte, I n habe vor der Abreise des Ministerpräsidenten I nach London die Frage an ihn gerichtet, ob I er mit den Verbündeten verhandeln wolle, I damit die lückenlose Ausführung der Klausel I des Friedensvertrages gefordert werde, und I damit Deutschland die Zahlung seiner Schuld I aafgezwungen werde, damit es mit Zwangs- I maßnahmen bedroht werde im Falle es sich I weigere oder im Falle es fortfahre eine Politik I des Feilschens zu betreiben. Man müsse die I Alliierten auf ihre Unterschriften hinweisen, I das sei die einzige Grundlage für gesunde unb normale Beziehungen. Ministerpräsident I Briand habe sich geweigert eine Antwort zu geben. Die Ereigniffe hätten für ihn die I Antwort erteilt. Am 1. Mai habe Deutsch- tz land die verlangte 1 Milliarde Goldmark bezahlt und nun habe man die restierenden 12 Milliarden zur großen Schuld geschlagen. Keine Sanktion sei ergriffen worden. Was die Verhandlungen mit den Verbündeten anbetreffe, so hätte sie als Prolog eine rednerische Kundgebung erzeugt, die eine seltsame Verkennung französischer Realitäten beweise, die auf die Schwäche der französischen Regierung zurückzuführen sei bei der Verteidigung der Jntereffen des Landes (Beifall und Widerspruch). Die Regierung habe ihre Verpflichtungen nicht ausgeführt. Cie sei nicht zur Grundlage des Versailler Friedensvertrages zurückgekehrt. Der Abgeordnete Louis Dubois habe die Schäden Frankreichs 1919 auf 200 Milliarden Franken geschätzt. Die Abschätzung bon Oktober 1920 sei durch Millerand und Loucheur erfolgt und hätte den Betrag von 232 Milliarden Papierfranken ergeben. Augenblicklich müsse man 214 Milliarden Papierfranken in Goldmark umrechnen. Man habe es also mit einem Betrage von 136 Milliarden Eoldmark zu tun. Diese Summe habe die französische Regierung in ihrem Memorandum von der Reparationskommission verlangt. Die Regierung Briand habe der Kammer als Betrag der französischen Schäden 210 Milliarden Goldmark angegeben. Wie könne also die Reparationskommission den Gesamtbetrag der alliierten Schäden auf 132 Milliarden Goldmark abschätzen. Die Franzosen würden 52 Prozent dieser Summe zu fördern haben. Sie werden aber •tut 68 Milliarden Goldmark erzielen. Rach seiner Ansicht habe also Frankreich einen Verlust von 50 Prozent zu verzeichnen.
Tardieu fragt nach Instruktionen, die den französischen Delegierten bei der Repara- kionskommission erteilt worden seien. Man solle ihm nicht erwidern, die Kommissiyn sei autonom und und unabhänaia. Briand selbst
habe sie eine Konferenz ad referendum genannt. Wenn das nicht bedeute, daß die Reparationskommission von den Regierungen abhänge, dann verstehe er nicht mehr französisch. DieReparationskommission Habesich nach London begeben müssen, um dort das Abkommen, das beschlosten war, anzunehmen. Während die Regierung Briands bestätigt habe, daß infolge der deutschen Weigerung das Pariser Abkommen anzunehmen, man zu dem Versailler Vertrag zurückgekehrt sei, hätte die englische Regierung behauptet, das Abkommen von Paris allein bestehe. Jnfolge- desten habe die Reparationskommission die Ziffern der alliierten Forderungen herabsetzen müssen, damit sie ungefähr den Ziffern des Pariser Abkommens gleichkomme. Erst nach Feilschen sei die Reparationskommission zu der Summe von 132 Milliarden gekommen. Weil sich die französische Regierung an das Abkommen von Paris gebunden glaubt, deshalb habe sie diese Ziffern angenommen. Tardieu fragt, ob deshalb die Kammer der Regierung das Vertrauen ausgesprochen habe, um diese verkrüppelte Ziffer annehmen zu müssen.
Der Abgeordnete spricht alsdann von verschiedenen Verfehlungen Deutschlands. Briand habe ausdrücklich erklärt, wenn Deutschland am 1. Mai nicht 12 Milliarden gezahlt habe, dann werde es eine starke Hand am Halskragen fassen«. Deutschland habe nicht bezahlt.
Man habe sich mit Versprechungen zufrieden
Nach Ansicht bei Redners habe sich Deutschland bemüht, die innere Lage Polens zu verschärfen. Seit 600 Jahren weigerten sich die Polen in Oberschlesien, h-zztjch zu HMen. (!) Die Abstimmung habe den Die französische Regierung habe erklärt, wenn Polen günstigere Resultate gegeben, als ^loyü GMüc Deutschland im Verzug sei, werde sofort das behauptet habe. Wenn KlZhümd verzwesM-Ay. Ruhrgebiet besetzt werden. Man habe aber das, weil das Gebiet für Deutschland einen nichts getan und immer wieder neue Kon- befestigten Platz im doppelten Sinne des Wortes, im ferenzen abgehalten. Er habe also Bedenken militärischen und industrielle», barstelle. Der Abge- kür hie Zukunft Jetzt lasse man durcb ordnete versuchte seine Behauptungen über di« industrielle des polnischen Oberschl-si-n« durch Statistiken Zeitungen verkünden, die Sanktionen würden ^ xxhârten und erklärte, Deutschland wolle dieses
automatisch in Tätigkeit treten, wenn Deutsch-
land seinen Verpflichtungen nicht nachkomme.
Er befürchte aber stark, daß man in diesem Falle nur immer wieder zu neuen Konferenzen komme. (Beifall). Das sei eine Verletzung des Friedensvertrages, ein Richt- erfüllen der im Parlament gegebenen Versprechen. Wenn man im Namen Frankreichs gewiste Worte ausspreche, dann müsse man handeln, wie man gesprochen habe. Wenn man aber sein Versprechen nicht halte, vermindere man die Autorität Frankreichs. Clemenceau habe sich nicht vor den Vorschlägen Lloyd Georges gebeugt. Er bedauere, feststellen zu müsten, daß Lloyd George einzelne Klauseln des Friedensvertrages, namentlich aber die, die die Polen beträfen, bekämpft. Die Rede Lloyd Georges sei um so überraschender weil Lloyd George seit 16 Monaten garnichts anderes tue, als die Revision des Friedensvertrages, der seine Unterschrift trage, zu veranlassen und zwar immer zum Schaden Frankreichs. Weder im Kriege noch im Frieden könne das englische und das französische Volk sich voneinander trennen. Sie hätten einen Vertrag unterzeichnet, der sie bindet. Die Politik der fortgesetzten Konzessionen habe in England gefährliche Jllusstonen Heroor- gerufen. Sie sei zum größten Teil auf die
Schwäche der jetzigen Regierung zurückzuführen.
Tardieu schließt indem er das Ministerium Briand kritisiert, weil es die Verstümmelung der französischen Forderungen angenommen habe und weil es nicht gelungen sei, die Beziehungen zwischen Frankreich und England zu verbessern und schließlich, weil es die Jahresklasse 1919 unter die Fahnen gerufen ohne zu den Zwangsmaßnahmen zu greifen für die man die Mannschaft mobilisiert habe. Die Erfahrung beweise, daß man den französischen Standpunkt aufrechterhalten könne, ohne sich mit England zu entzweien.
Der Abzcordncte Baudry D'Asson ergriff nach kurzer Unterbrechung der Sitzung als zweiter Interpellant das Wort. Der Abgeordnete Forgoot habe bewiesen, daß das Abkommen von Paris die französischen Forderungen verstümmelt habe. Hinsichtlich ver Londoner Kon»erenz ist der Abgeordnete der aleichen Ansicht wie Andre Tardieu. Briand ver
pflichtete sich vor der Kammer und dem Senat, sofort Sankttonen zu ergreifen, um da« Ruhrgebiet zu besetzen, wenn am 1. Mai Deutschland seine Verpflichtungen nicht erfüllt habe. Der 1. Mai hätte da« Ziel, nicht der Beginn der Aufforderung an Deutschland sein müssen, Lloyd George aber habe ein neue» Ultimatum verlangt. Briand habe die Tatsache angenommen.
DaS Abkommen von London sei für Denlsch- land günstiger als alle vorangegangenen.
Der Redner sagte, Briand habe nicht» andere» als Papier in Händen. Da» Wort „Mobilisierung der Schuld" auszusprechen, sei eine vollständige Verkennung seiner Bedeutung, wenn man kein Pfand in Händen habe. Der Redner wendet sich gegen Lloyd George, her kein Hüter der Gerechtigkeit sei. Seit zwei Jahren wolle er Polm dem Martyrium der Bolschewisten ausliefern. (Beifall.) Briand hätte mit Belgien da» Ruhrgebiet besetzen müssen, trotzdem sich England dem entgegengestellt habe. Die internationale Finanz und nicht England sei gegen die Besetzung bei Ruhrgebiete». Die Notwendigkeit der Besetzung diese» Gebiete» sei erwiesen. Er sei fest davon überzeugt, daß er damit die Gefühle von 90 Prozent der französische« Natton ausgesprochen habe. Der Redner sagte zum Schluß, man würde ein nationale» Verbrechen begeh«, wenn man da» Abkommen von London gutheißen würde. Oberschlesien nannte er notwendig für Deutschland, damit es wieder Kriegsmaterial herstellen könne.
Der Abgeordnete Barg aine ergeht sich zuerst in Betrachtungen über den Wechselkurs und prüft die Frage der Deutschland auferlegten Annuitäten. Er erinnert daran, daß England den KohlenpreiS zu einer Zeit erhöht habe, zu der es ganz Europa ax Kohlen gefehlt habe. Es habe den Kohlenpreis herabsetzen müssen, weil Kohlen in Mengen vorhanden gewesen seien. Deshalb sei
Lloyd Georg« für die aitg«i»blickliche Kris« verantwortlich.
Gebiet in den Dienst seines Heeres stellen. Zum Schluß sprach er die Hoffnung aus, daß die Vereinigten Staaten mit den Alliierten zusammen- arbeiten würden, um eine «eue Gemeinschaft der Völker aufzurichten. Hierauf wird gegen
7 Uhr die weitere Diskussion vertagt.
Zur Erklärung Lloyd Georges.
Sie letzte Erklärung Lloyd Georges über Oberschlesien hat, wie wir gestern vorauSabnten, große Entrüstung der Pariser Presse hervorgerufen. Es wird sogar die Frage aufgeworfen, ob Lloyd George etwa daran denke, ein Bündnis mit Deutschland zu schließen. DaS „Echo de Paris" erklärt, die Entente cordiale stehe auf dem Spiele. Briand erklärte gegenüber einem Vertreter bei „New Dark Herald", bie Rede Lloyd Gcoracs sei nur ein Ausfluß seiner schlechten Laune. Gegenüber dem Vertreter der „Daily Mail" äußerte er, auch Frankreich habe den Wunsch, den Versailler Vertrag durchzurühren, aber er dürfte nicht so aufgelegt werden, daß die reichen Kohlenschötze Obcrschlefiens Deutschland zufallen und die Polen nur das erhielten, was übrig bleibe. Er wünsche keine Kontroverse mit Lloyd George, werde aber vor der Kammer noch einmal über bie oberschlesische Frage sprechen. Eine Begegnung mit Lloyd Georoe halte er nicht für wünschenswert, solange nicht die Dokumente über bie Volksabstimmung und ihre Folgen der Interalliierten Kommission in Oppeln vorliegen.
„Petit Journal" sagt, »er sich nie wandle, sei absurd. Ater cs gebe einen Punkt, in dem man sich in Frankreich niemals wandle. Da« seien eben die Verpflichtungen, bie der FriedcnSvcrtrag allen Mächten auferlege, bie ihn unterzeichnet hätten. Dieser Vertrag, von dem Lloyd George nicht allein Sexntnil besitze, b-balte dem Obersten Rat die endgültige Entscheidung über die oberichlesische Grenze vor. Die französijchen Vertrete,r würden zur »ächste» Konferenz mit ihren Beweisgrützden gehen, die sie zu verteidigen wissen mürben, und mit dem Verlangen nach Billig- (eit, das gewiß ebenso viel Wert fei wie die Stellung, die der englische Premierminister einnahm. Wenn Lloyd George Andeutungen mache auf einen möglichen Bruch »er französisch-britischen Entente, so wil das Blatt lieber nicht davon sprechen. E» wolle Lloyd George auch nicht beleidigen, indem cs anneume, daß er Frankreich mit einer möglichen Allianz mit Deutschland bedrohe.
Der „Tempr" sagt Lloyd George rebe von neuen Freundschaften; deshalb müsse man sich fragen, war sich ereignet habe. Der französische Soldat, der in Deutschland Wache .stehe, sage zu den Deutschen: Bezahle mich! Die' Deutschen aber antworteten: Womit? Wir haben nicht« mehr auf dem Meere unb nicht» mehr in Ueberfee. Wenn wir exportieren wollen, dann verlangt Lloyd George von unseren Waren eine Steuer von 50 Proz., abgesehen von den 33 Proz. des Antidumping-Gescycs l Der Franzose wolle ein P sand, Lloyd George aber interveniere und lasse da« ii. cht zu. Jetzt aber, nachdem Deutschland eine reine K onlinentalmacht gewoiben sei, denke er, warum man ^i« deutsch« Fremidschast nickt vkleoe» Utu. Man
könne Deutschland in Rußland und «s« R«ßla«d nötig Laben. Zum Schluß sagt der Temv«, Frankreich sei dazu verurteilt, sich mit den Deutschen bernm- ,ustreiten, weil er allein damit beauflagt sei, dem Vertrag Respekt zu »erschaffen. Er tra^e das Gesicht aller ererbten Rancune und aller nationalen Strömungen, die jenseit» bei Rhein» im Wachsen begrifft» seien. Aber el ernte nicht». Müsse man nun, so fragt bet Temp» weiter, in alle Unendlichkeit die Politik Lloyd George» tragen? Werd« «an ihm keine französisch« Politik entgegenstelle« können. Lloyd George sei Meister in der Knnst, da» eine Volk da» Kontinent» gegen da» andere «»»»spiele«. Könne Frankreich diese Völker einen?
Die Lage unverändert.
Oppeln, 19. Mai. Im Kreise Kreuzburg ist, dl« Lag« im wesentliche« unv«rind«rt. In bett Kreise» Ratibor und Kosel versuchten die polnischen Aufrührer da» linke Oderufer zu gewinnen. Di« Insurgenten drangen nacht» unter Maschinengewehr» und Minen- feuer gege« die Brücke bei Kreuzenort vor. Nachdem der Angriff gescheitert war, versuchten die Aufsttn- dischen noch, die Brücke in btt List zu spreng«, aber auch der Sprengung»versuch mißlang. Die polnischen Insurgenten versuchten ebenfalls erfolglos bei Kobel« Witz auf dem linken Obernfer festen Fuß zu fass«. Stärkere Schießereien werden au» Rogau und Mechmtz gemeldet. Au» dem Kreise Beutben wird mitgeterlt, daß die Insurgent« Eisextahmoagcio«» mit polnischen Bezeichnungen übermalen, polnische Nummerschilder für Kraftwagen au»,eben. In Kattovitz wurde die Lage sehr bedrohlich. Morgen» stellte eine pol- Nische Abordnung an ben Magistrat die Forderung auf Ueberaabe der Stadt. Die Forderung wurde ab. gelehnt. Die Stimmung der Bevölkerung in Kattowitz ist sehr erregt.
In polnischer Gofo«s«nschast.
Berlin, 20. Mai. (Priv.-Teltgr.) Der am 3. Mai von d« polnische« Insurgenten festgenommene deutsche Plebilzitkommissar Rechtkanwalt Ku»th, der über die Grenze auf polnische» Gebiet nach Schwarzwaffer gebracht Word« war, ittzt aber wieder freigelaiien worben ist, erzählt i« einem Bericht über MÄÄ®
von Posener aktiven Soldaten sei, die erklärten, daß sie nach Oberschlesien kommandiert worden seien. An der Grenze versehe polnische» reguläres Militär den Stappen- und Nachrichtendimst. Er habe auch auf polnischem Gebiet Franzosen «getroffen. In Schwarz- wasser hätten zehn französische Offiziere Nachschub med Verpflegung, den MunitionStranSport u,w. geleitet. Er habe einwandfrei Nachschübe von Minenwerfern, Munition xnb Verpflegung au» Polen feßgestcllt. Oberschlesische Bauer« und Bergarbeiter hatten nur dem Namen «ach da« Kommando über dl« Jnsurgen- ten, während die eigentliche Führung in den Händen aktiver polnischer Offiziere auch höheren,Range» liege, Hinter der Front würden Kompagmen lunger Leute, di« au» Freiwilligen, die au« Polen, Po,« und West. Preußen zusammengeströmt sind, bestehen, von aktiven polnischen Offizier« ausgebildet. —. Nach einem polnischen Bericht habe« die Polen sei Beginn bei Aufruhr, 956 Tote und über 1*00 Verwundete ver-
England und Amerika.
Eine neue Rede Lloyd Georges.
(Setzte Meldung.)
London, 20. Mai. Die auf dem gestrigen Vearüßungrabend zu Ehren des neuen amerikanischen Botschafters Harvey von Lloyd George und Harvey gehaltenen Reden ftnoen m der Presse die größte Beachtung. Lloyd George erklärte, die zukünftige Wohlfahrt der Welt hinge mehr von dem guten Einvernehmen und der Zusammenarbeit zwischen England und Amerika ab als von irgend einer anderen Tatsache. Dies sei die beste und sicherste Gewahr für den Weltfrieden. Lloyd Georg« fuhr fort: Der Beschluß der Vereinigten Staaten Harvey als Vertreter Amerikas in den Obersten Rat zu entsenden und ihn an der bevorstehenden Sitzung teilnehmen zu lassen, ist von ungeheurer Bedeutung, denn es ist wesentlich für den Frieden der Welt, daß Amerika dabèl ist. Wenn dieser Krieg nicht der letzte war, dann wird der nächste Krieg Europa in Trummer legen. Es ist wesentlich, daß wir Mittel fmden, um die Nationen aus diesem Labyrint des Hasses und der Entwürdigung herauszuziehen und zwar aus Gründen der eigenen Sicherheit. AKr sind froh, daß die Vereinigten Staaten kommen, nicht weil wir sie in diese Streitigkeiten hineinziehen wollen (dies würde nur zu einet Verschlimmerung der Dinge führen), sondern weil wir wollen, daß Amerika heraurhrlft. Sie Ereignisse im Handelsleben in den letzten Monaten haben bewiesen, wie abhängig nicht nur eine Ration in Europa von der anderen ist, sondern wie abhängig ein Kontinent von dem anderen ist. Der Beschluß der V-relmgt.n Staaten erzeugt daher Hoffnung in unserer Brust.
Harvey erklärte, er sei vofi seiner Regierung ermächtigt und angewiesen worden, falls eine Sitzung des Oberst«n Rates zur Erörterung der oberschlefischen Frage stattmüien sollte, in rhr den Präsidenten der ölt« einigten Staaten zu vertret««-
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