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Montag den 5. Mai

Tlr. lOS

Kassenbote Heinrich Rehbein, Schlosser Seorg Winkler, Kaufmann Georg Handke, Angestellter Hermann Heyder, Metallarbei­ter Franz B o r st, Hausfrau Kath. Gimbel» Von den K o m m u n i st e n (Sparta­kusbund): Arzt Dr. Wagner, Gewerk- schaftsangestellter Bernhard Nagel, Werk­zeugmacher Heinrich Fischer, <5täbt Arbeiter Karl Rimbach.

Von den Sozialdemokraten: Gold­arbeiter Eduard Schreiber, M. d. L., An­gestellter August Schmidt, Ortskrankenkassen- Angestellter Konrad Weber, Redakteur Hans Kärgel, Bäcker August Winter.

Hochstadf. (G e m e i n d e w a h l e n.) Ber­einigte Bürgerliche (Bauern und Handwerker, Liste Heckert) 428, Vereinigte sozialdem. Partei (Liste Hensel) 365, Kommunisten (Liste Huhn) 110 Stimmen. Ergibt 6 Bürgerliche, 5 So­zialisten, 1 Kommunist. Interessant ist ein Ver­gleich der kommunistischen Stimmen für den Reichstag mit denen für die Gemeindevertre­tung. Für den Reichstag wurden 207 Stimmen übgegben. Er zeigt, wie die Kommunisten selbst ihre Mhrer bezüglich ihrer Fähigkeiten für pttcktische Arbeit einschätzen. Kommentar über- flüssrg.

HBlengefätz. (Gem ein de wähl.) Liste Knichel (Bauernpartei) 4 Vertreter, Liste Habermann (Handwerker) 3 Vertreter, Liste Jakob (Vereinigte Soziald.) 5 Vertreter, insge­samt 12 Vertreter.

Langendiebach. Bei der Gemeindevertreter­wahl erhielten die Sozialdemokraten 675 (6 Sitze), Hausbesitzer 136 (1 Sitz), Wirtschaftliche Vereinigung 358 (3 Sitze), Kommunisten 212 (2 Sitze), ungültig 25,

Lokales.

Hanau, 5. Mai.

* Die Versorgung der Offiziere und ihrer Hinterbliebenen. Mit Wirkung ab 1. April 1924 sind die Berftümmelungszulagen für die ehe- rwatigen Offiziere und- Militär beamten des Friedensstandes und die Kriegsversorgung ihrer Hinterbliebenen neu festgestellt worden^ Don diesem Zeitpunkt ab beträgt: die einfache Ver- stümmelungszulage monatlich 12 Goldmark und die erhöhte Verstümmelungszulage monatlich 36 - Goldmark. Der Zuschlag zum Witwengeld befragt monatlich 12 Goldmark und der Zu­schlag Mn Waisengold monatlich 9 Goldmark. Außerdem können künftig auf Antrag an ehe­malige Offiziere und Militärbeamte des Frie­densstandes, die bisher Kriegs-, Tropen-, Luft- dienst- oder Verstümmelungszulage bezogen hoben, in BÄürfnissällen Zuschläge zu ihren jetzigen Dersongungsgebührnissen von den Ver- forgungsämrsm bewilligt ^werden, wenn sie jetzt nicht Gâmarkbezüge in Höhe von mindestens einem Drittel der früheren gesetzlichen Bezüge erhalten. In besonderen Notfällen können auch we-itergehende Zuschüsse gewährt werden.

* Vach 5 Jahren. Ein Kofferdiebstahl in dem O-Zuge von Hanau nach Berlin, der be­reits fünf Jahre zurückliegt, konnte nunmehr von der Frankfurter Kriminacholizei aufgeklärt werden. Auf der Reise nach Berlin wurde am 1. Oktober 1919 einem Hanauer Fabrikanten ein Musterkoffer mit Wjouteriswaren gestohlen. Alle Nachforschungen blieben damals ergebnis­los und der Fabrikant hatte einen Verlust an Brillantringen usw. im Werte von etwa 150 000 Goldmark zu beklagen. Vor kurzem nun wurde ein ehemaliger Lokomotivführer bei einem Frankfurter Händler von Kriminalbeamten dabei beobachtet, wie er einige Ohranhänger verkaufen wollte. Der Verdacht der Beamten, daß es sich um Diebsgut handele, bestätigte sich, und es stellte sich heraus, daß man es hier mit dem Dieb des Musterkosfers zu tun hatte, der im Begriff stand, die letzten Stücke seines Diebsgutes zu veräußern. Der ehemalige Loko­motivführer wurde festgenommen. Er hatte damals den Zug, in dem der Fabrikant war, gefahren und den Koffer aus dem Packwagen gestohlen. Daß er noch weitere derartige Dieb­stähle ausgeführt hat, beweist, daß in seiner Wohnung noch eine Anzahl Da-menhand-, Geld- und Brieftaschen gefunden wurden, die er zweifellos auch aus dieselbe Weise wie den Musterkoffer des Juwelierserworben" hat.

* Kkadltheaier Hanau. Das Original-Tegern- seer Bauern-Theater (Direktion Ander! Schul­thes hielt gestern in unserem Stadttheater seinen Einzug, um einen Cyklus Vorstellungen zu veranstalten. Man begann mit der Komö­dieDie Wallfahrt" von Richard Manz, deren Erfolg ein durchschlagender war. Tüchtige Schauspieler und Schauspielerinnen mit selten feiner Beobachtungsgabe, vornehmer Dezens und einem goldenen Humor unterhielten das Publikum auf das ergötzlichste, das dann auch mit stürmischen Beifallsbezeugungen nicht kargte. Besonderen Gefallen fanden die Ein­lagen im ersten und zweiten Zwischenakt, be­stehend aus Zittervorträgen, Tänzen und Ge- sangsterzetten. Für die weiteren Darbietungen behalten wir uns noch ausführlichere Be­sprechungen vor. Jedenfalls hat die Direktion unseres Stadttheaters mit diesen Gastspielen eine angenehme Abwechslung in das Repertoir eingefügt. st

* Lllftpostverbindungen. Am 1. Mai eröff­nete der Deutsche Aero Lloyd mit der englischen Imperial Air Transport Comp. einen werk­täglichen Flugdienst mit Luftpostbeförderung auf der Linie Berlin-Hannover-Amsterdam- London, Abflug Berlin (Staaken) 10,0 Uhr, ab Hannover 12.30, an Amsterdam 3.15, an Lon­don Mrovdon) 6.30. zurück ab London 9.0. ab

Amsterdam 12.15, ab Hannover 3.30, an Ber­lin 5.30. Die Luftpost befördert nach Holland und England gewöhnliche und eingeschriebene Briefsendungen aller Art, nach Holland auch Zeitungen (Verlegersendungen mit mindestens je 10 Stück einer Zeitungsnummer), zwischen Berlin und Hannover, Bviefsendungen, Zei­tungen und gewöhnliche Pakete, auch dringende. Gleichzeitig beginnt wieder der Luftpostdienft Berlin-Danzig-Königsberg (Pr.) (Aero Lloyd und Junkers gemeinsam), ab Berlin (Staaken) werktäglich 1.0 Uhr, an Danzig 4.45, an Kö­nigsberg (Pr.) 6.30, zurück ab Königs­berg (Pr.) 8.0, an Danzig 9.30, an Berlin 2.0. Beförderung von Briefsendungen, Zei­tungen und Paketen. Im Süden verkehren die Luftposten Frankfurt (Main)-Fürth-Nürnberg- München-Zürich-Genf ' und München-Wien- Budapest (Junkersbetriebe), ab Frankfurt (Main) werktäglich 8.20, ab Fürth/Nürnberg 10.40, ab München 12.30, an Zürich 2.45, außerdem ab München 8.45, an Zürich 11.0, an Oenfl.30. In Richtung Budapest ab Mün­chen 9.0 und 12.30, an Wien 12.0 und 3.20, an Budapest 2.45. Anschluß von Berlin an Flüge München-Genf und München-Budapest mit Zug D 24, ab Bertzn tags vorher 7.10 abends. Rückflüge ab Genf 11.45, ab Zürich 9.45 und 2.15, an München 12.0 und 4.20, Rückflüge ab Budapest 9.0, ab Wien 8.30 und 11.45, an München 11.45 und 3.0, an Fürth- Nürnberg 2.20, an Frankfurt (Main) 4.30. Außerdem besteht eine zweite Flugverbindung ab Wien 9.0, an Budapest 10.45, zurück ab Budapest 4.0, an Wien 6.0. Nach der Schweiz, Oesterreich und Durchgangsländern Beförde­rung von gewöhnlichen und eingeschriebenen Brieffendungen und gewöhnlichen Paketen, auch dringenden. Die Zuschlagsgebühren für Luft- postfendungen sind niedrig. Ein einfacher Luft­postbrief im Jnlandsverkehr, einschl. Danzig kostet 10 Pfg. gewöhnliche Gebühr und 10 Pfg. Flugzuschlag, zusammen 20 Pfg., im Auslands­verkehr kostet der einfache Brief 30 Pfg. ge­wöhnliche Gebühr und 20 Pfg. Flugzuschlag, zusammen 50 Pfg. Luftpostsendungen werden am besten durch Luftpostmarken frsigemacht, die bei allen größeren Postanstalten ständig zu haben sind. Die jetzt vorhandenen Luftpost­marken sind in ihren Beständen beschränkt, weil sie in einiger Zeit durch eine andere Ausgabe mit neuem Markenbild ersetzt werden sollen: Es empfiehlt sich, die Luftpostsendungen als Eilsendungen, im Verkehr mit Berlin unb München als Rohrpostsendungen, aufzuliefexn, wenn die Luftposten planmäßig erst nachmit­tags an den Zielorten eintreffen. Nähere Aus­kunft bei den Postanstalten.

* Das Fest der silbernen Hochzeit begehen morgen die Eheleute August Schreiber, Aka­demiestraße 52 (Zeichenakademie). Das Jubel­paar ist auch seit 25 Jahren treuer Leser un­seres Anzeigers.

* Stadttheater Hanau. Das Gastspiel der Tegernseer Bauernbühne, Leitung Ander! Schulthes bringt am Montag die prächtige KomödieDie Wallfahrt" von Richard Manz, mit der die Tegernseer ausnahmslos größten Lacherfolg erzielten. Die für Dienstag und Mitt­woch in Aussicht genommenen Gastspiele fallen aus. Am Donnerstag geben die Tegernseer S' Jägerblut", lustiges Volksstück von Rau­chenegger.

* Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie. Von der Preuß. General-Lotteriedirektion find fol­gende Termine festgesetzt worden: 3. Klasse 10. Mai (Erneuerungsfrist 3. Mai), 4. Klasse 7. Juni (Erneuerungsfrist 31. Mai), 5. Klasse 9.26. Juli (Erinnerungsfrist 2. Juli.

Aus Nah und Fern.

Frankfurt a. M., 4. Mai. Am 2. Mai wurde am Nadelwehr in Niederrad die Leiche einer un­bekannten Frau aus dem Main geländet. Die Tote ist dreißig bis vierzig Jahre alt, 1.64 groß, kräftig, hat dunkelbraunes Haar, trägt blauen Rock, weißes Hemd, ebensolchen Unterrock und blaues Reformkleid. Ferner schwarze Lackhalb­schuhe mit Gummiabsätzen und schwarze Flor- strümpfe. Die Tote hat schon längere Zeit im Wasser gelegen.

Offenbach, 3. Mai. In der Nachbargemeinde Lämmerspiel vernichtete ein Waldbrand echeb- liche Mengen Kulturen, größere Vorräte ge­schlagenen Brennholzes und eine Jagdhütte. Der Brand konnte erst durch ein zahlreiches Aufgebot von Feuerwehren und vielen anderen Hilfskräften eingedämmt werden.

Wiesbaden, 3. Mai. In der Nacht zum Kar­freitag wurde hier ein Uhrengeschäft ausge­plündert. Die Einbrecher wurden jetzt in Stutt­gart ermittelt und verhaftet. Ein großer Teil der geraubten Sachen konnte den Einbrechern wieder abgenommen werden, doch die wertvoll­sten waren bereits anderweitig verkauft. Der Geschädigte erleidet durch den Einbruch einen bedeutenden Schaden.

Mainz, 4. Mai. Wimpfen: Neckar heute nachmittag, fallend, 790 Ctm.; Worms, Mainz 406, Stillstand. Maxau, Rhein 723, fällt. Höch­ster Stand heute früh zwischen 8 und 9 Uhr 736 Ctm. Die Personenfahrten auf dem Rhein sind eingestellt. Der Main wächst noch, da in der Maingegend schwere Unwetter 'herrschen. Die Schneeschmelze scheint vorüber zu sein. Die Petetsaue bei Mainz, über die die Kaiserbrücke nach Biebrich führt, steht vollständig unter Wasser.

Aschaffenburg, 3. Mai. Ein nächtliches Abenteuer erlebte die Familie des Oekonom Sckwarzkovi. Der Sohn des Sch. erschien bet

der Polizei und meldete, daß in der Nacht im Anwesen des Sch. ein unbekannter Mann an­geschossen worden sei. Hierzu machte er folgende Angaben: Heute morgen um ^5 Uhr hatte plötzlich der Hund im SchwarUopfschen An­wesen, das das letzte Haus in der Goldbacher­straße ist, scharf angeschlagen und hätte sich nicht mehr beruhigt. Auf Anruf habe sich nie­mand gemeldet, aber der Hund habe andauernd weiter angeschlagen. Darauf habe man den Hund losgemacht und dieser fei an den Spreu­schuppen gerannt und habe ihn.wütend verbellt. Auf Anruf habe man wiederum keine Antwort aus dem Spreufchuppen bekommen. Als man dann mit einer Stange in den Spreufchuppen gestoßen habe, fei ein nackter Mann herausge­kommen, ohne ein Wort zu sprechen. Der Schwiegersohn des Sch., Buchhalter Urban Ei­sert, habe hierauf einen Schreckschuß abgegeben. Da sich im selben Augenblick der nackte Mann bewegt habe, sei er angefchossen worden. Als die Polizei auf diese Meldung hin sich zum Sch'schen Anwesen begab, fand sie den fremden Mann im Bette vor. Er hatte einen Durchschuß der rechten Hand, einen Streiffchuß am Kinn und einen Steckschuß im linken Lungenflügel. Es war schwer etwas aus ihm herauszubringen/ Erft nach längerer Zeit gelang es der Polizei, pon ihm zu erfahren, daß er Franz Peppel heiße und aus Offenbach fei. Er wurde ins Krankenhaus verbracht, wo er an feiner nicht ungefährlichen Verwundung darniederliegt. Ob es sich um einen Geisteskranken handelt, konnte noch nicht festgestellt werden. Die weitere Untersuchung wird Klärung in die Angelegen­heit zu bringen haben.

Wertheim» 3. Mai. Durch das anhaltende dreitägige Regenwetter ist die Tauber sehr stark angewachfen. An den Bauten des Teilbach- Werkes haben die Fluten nicht nur eine schwere Störung, sondern auch mancherlei Schaden an­gerichtet. Die Holzbrücke wurde weggerissen, die Balken, Bretter und Bohlen folgten den reißen­den Fluten. Arbeiter sind heute beschäftigt, auf der unteren Tauber die Ausreißer wieder zu fangen.

Mannheim, 3. Mai. Im Rosengarten in Mannheim wurde die vom Reichsverband deutscher Erfinder e. V., Mannheim, veranstal­tete Deutsche Erfindungen-, Neuheiten- und Jndustriemesse in Anwesenheit von Vertretern der Regierung und der Stadt eröffnet. Wie der Vorsitzende der Messekommission in seiner Er­öffnungsansprache mitteilie, sind die Anmel­dungen so zahlreich eingegangen, daß sie nicht alle berücksichtigt werden tonnten. Mehr und mehr interessieren sich auch österreichische Fir­men und Erfinder für diese jetzt zum fünften- mal abgehaltene Messe; man will im nächsten Jahr eine besondere Abteilung für Oesterreich errichten. Aus angebahnten Verhandlungen mit mehreren Erfinderverbänden erhofft man das Ergebnis, daß die Mannheimer Veranstaltung zum Mittel- und Sammelpunkt der Erfindun­gen wird. Die Messe nimmt den Nibelungen­saal mit Empore, den Versammlungssaal und die Wandelhalle in Anspruch. Sie zeigt in Gruppe A Erfindungen in Modell oder Zeich­nung, von denen Lizeyz oder Schutzrecht ver­kauft wird, in Gruppe B Fertigfabrikate, an­gewandte Erfindungen und Neuheiten als Muster, nach denen Waren verkauft werden. Stark vertreten sind Bauwesen, Elektrotechnik, Geschäftsbedarf (Büroeinrichtungen), Haus- und Küchengeräte, Kunstgewerbe, Maschinen, Mu­sikinstrumente, Optik, Raucherartikel, Reise­artikel, Spiel- und Sportwaren, Lehrmittel und Reklame.

Dürrenberg, 3. Mai. Der 64jährigen Frau B. aus Keuschberg traten am Saalewehr plötz­lich zwei 11jährige Knaben entgegen. Der eine hielt ihr eine Pistole vor das Gesicht und feuerte ab. Die Frau erhielt durch den Schuß erhebliche Verletzungen und mußte sich in ärzt­liche Behandlung begeben. Der Knabe wurde festgenommen.

Sport-Nachrichten.

Futzbail.

Dr. Popper - Gedächtnisfeier.

Am gestrigen Sonntag vormittag hatten sich bereits die Prominenten des Hanauer Fußballsportes und die Vertreter der Behörden der Süddeutschen Fußball- verbandeS ant Grabe Dr. Poppers eingefunden, wo­selbst Herr Gießler für den Süddeutschen Verband, Herr A l i g für das Sportecho und Herr Schäfer für Hanau 93 unter ehrenden Worten Kränze nieder­legten. Am Nachmittag stieg dann auf dem Sportplatz an derSchönen Aussicht' vor ca. 1500 Zuschauern das Städtespiel Hanau-Wiesbaden. Unter Berücksichtigung der sehr glatten Bodens, der an die Spieler sehr große Anforderungen stellte, wurde ein sehr interessantes und faires Spiel geboten. Bald nach Beginn ging Wiesbaden durch halbrechts in Führung: Hanau gleicht nach Kombination Sachs II. Berberich durch letzteren aus. Als Wack bei einem Durchbruch des Wiesbadener Halblinken fälschlicherweise tatenlos stehen bleibt, ist Wiesbaden zum zweitenmal erfolgreich. Der- Wiesbadener Tor­hüter verhütet nunmehr, gegen Berberich im Kampfe stehend, ein sicheres Tor durch nicht einwandfreies Spiel, den 11 m verwandelt Krebs II. Paus« 2 :2. Nach Wiederbeginn hat Hanau mehr vom Spiel und Link I. ist nach Sachs Notlage zum drittenmal für Hanau erfolgreich, während Karl bei einem Eckball das Resultat auf 4: 2 für Hanau stellt. Als Schieds­richter war Weingärtner «Offenbach) ein sicherer Leiter. Abends fand imHotel Riesen" eine dem Tage entsprechende Zusammenkunft statt, bei der Herr Dr. R a ß b a ch (Wiesbaden), der Vorsitzende desâtheinhessen- SaarbezubS, ehrende Worte für den großen Führer des Süddeutschen Fußballverbandes fand. Das Ruth'sche Doppelguartett trug durch mehrere ausge­zeichnet vorgktragene Lieder zum Gelingen der Veran­staltung besonders bei. Sa-

Hanau 94 Kickers Viktoria Mühlheim 3:2 (0:0).

In einem Samstagabendspiel hatte Hanau 94 in Fortsetzung seiner Pokalfpielverpflichtungen be. kannter Gegner die Kickers Diktoria Mühlheim, stärkste Südmainkreisliga, als Gegner gewonnen unb konnte dank vorzüglicher Leistungen der Has. reihe und des Stürmerquintetts eilten verdienten überlegenen Sieg feiern. Derselbe ist noch umso höher einzuschätzen, ba die Gebrüder Link, Schindler und K. Schmidt, die Hauptstützen der Mannschaft, abgestellt werden mußten. Das Spiel, das in der Hälfte nach beiderseitigen ausgelassenen Chanoen 0:0 endete, war in den letzten 45 Minuten direkt großartig. Die Südmamler sowie die Hiesigen Ite. fen zur Höchstform auf und gaben gute Leistungen zum besten. Dor allem gefiel der Mittelläufer Reis« mann und der rechte Läufer Methfessel auf der 94er Seite, während der Schwerpunkt bei den Mühl- Heimern der rechte Verteidiger Wild, welcher souv«. räne Leistungen vollbrachte, darstellte. Zuerst legtet» die Gäste ein Tor vor, dem ine 94er sofort den Ausgleich entgsgenstellten und durch Ueberraschungz, iattif ein 2. und 3. Tor hinzufügten. Das letzte, von Kirschke geschossen, war das schönste des. Tages, 3 Minuten vor Schluß ließ Mühlheim ein 2. Tor folgen.

Voranzeige.

Hanau 94 Liga Sp.-V. Klein-Stsinhelm Ltgx Samstag,'10. Mai.

Hanau 94 Liga Sp.-Cl. BüvgsMffenbach Ober­liga, Sonntag, 11. Mai.

Am kommenden Samstag und Sonntag sehen mir Hanau 94 wieder im Kampf mit zwei vorzügj lichen Mannschaften des Südmaiirkrsises. Die Haupt- Zugnummer jedoch bildet das Zufainnrentreffen der 94er mit der Oberliga des Sp.-Cl. 07 Offenbach. Bürgel am Sonntag. Beide Treffen auf dem Bik- toriaplatz.

Süddeuffche TNeisierschaft.

Nürnberg siegt über Waldhof 3:0, Halbzeit 1:0.

Endlich ist die süddeutsche Meisterschaft enffchie- den. Durch den gestrigen Erfolg über Waldhof ist Tier Erste Fußballklub Nürnberg süddeutscher Mei­ster geworden. Im Treffen gegen Waldhof zeigte sich Nürnberg von Anfang bis zu Ende im Felde überlegen, erging sich aber zu viel in UeberkonGi- nation vor dem Tor, weshalb die Ueiberlegenheit in der Torzahl nicht entsprechend zum Ausdruck kam. Bei Waldhof bildeten die zwei Flügel die Triebfeder und die Verteidigung und Deckung ver­hinderten weitere Erfolge. Das erste Tor gelang erst in der 44. Minute durch einen Strofftoß des Mittelstürmes Hochgesang aus 16 Meter Entfer­nung, nachdem Wittemann im Waldhofer Tor meh­rere Torgelegenheiten des Gegners in vorzüglicher Manier vernichtet hatte. Nach der Paufe kam noch der Wind den Nürnbergern zu Hilfe, sodaß sie sich fast dauernd in des Gegners Hälfte fefffetzen konn­ten. Doch das Drängen nach dem Tore hätte leicht zum Berhängms werden können, da die Waldhofer warteten, die aber von Bark und Stuhlfautlh ab­schlägig beschieden mürben. Außerdem mochte die Aufregung, die sich'allmählich der Waldhofer Stür­mer bemächtigte- dazu - beigetragen haben, daß sie sein Tor. fertig brachten. Dagegen erhöhten die Nürnberger durch den Halblinken Mieder in der '55. Minute ihre Tarzahl Wrch einen unverhoffter flachen Schuß, den Wittemann nicht sehen konnte, weil ihm die Aussicht versperrt war. Ein Schuß aus dem Hinterhalt vom linken Läufer Riegel führte in dep vorletzten Minute vor Schluß zum dritten Tor für Nürnberg.

Radfahren.

100 Klm. «aumeisterschaft.

. Bei regnerischem Wetter und aufgeweichterr Straßen wyrde gestern die Meisterschaft des Gaues Frankfurt über 100 Klm. ausgefahren. Gleichzeitig lief ein Renneü über 25 Klm. für Altersfahrer. Die Straßen waren infolge der vielen Niederschläge der letzten Tage sehr schlecht, welches aber, unseren Herren der Land­straße nicht hinderte, in den Sattel zu steigen. So kam es bann auch, daß ein großer Teil der gestarteten Fahrer, infolge Defekte, den Weg zum Ziel, zu Fuß antreten mußte. Als erste dieser Pechvögel, mußten vom Rad ClubWanderer' die aussichtsreich int Rennen liegenden Fahrer Paul Pleffel und Karl Heil, ersterer wegen Reifenschadens, letzterer wegen Ketten­bruchs aufgeben. Dafür entschädigten sich nun die Clubkameraden: Hans Reitzel und Franz Ludwiczak, welche unter Berücksichtigung der schlechten Wegever- hältnissè ein ausgezeichnetes Rennen führen. Nach­stehend die Ergebnisse:

Meisterschaft, 100 Km.: 1. Otto Gugau (Sei.* Club Frankfurt) 3:28,30; 2. Schwarz (Bel. - Club Frankfurt) 3:31,31; 3. Knappke (Germania) 3:34,31; 4. Schätzlein (Quartett) 3:41,56; 5. Emmerich (Bel- Club) 4 L.; 6. Pfeuffer (Quartett) I L.; 7. Stark (Adler) l1/» L.; 8. Leidlein (Quartett) *k L.; 9. Christmann (Bel.-Club) 3:46,42; 10. Reitzel (Wan­derer Hanau) 4 L.; 11. Ludwiczak (Wanderer Hanau) 4 L.; 12. Heeg (Germania Frankfurt) 10 L.; 13. Kreßmann 3:48,57; 14. Schepp 3:49; 15. Wtttiuanu 3:50,65.

25 Km. Vorgaberennen r 1. Roman Lipecki (R.-V. Adler Frankfurt) 51:44; 2, Hermann (Ger­mania) 52:33; 3. Mesch 52:34; 4. Stadel 52:39; 5. Kleinöder 54:33;" 6. M. Dilly 54:34; 7. I. Dilly 54:35.

Vereine» Versammlungen.

* Ortsgrnppe Hanau des Deutschen Reichs' ausschuffes für Leibesübungen. Heute Montag, 5. Mai 1924, abends pünktlich ff,9 Uhr findet in der Turnhalle, Jahnstraße, Vsrstandssitzung und Sitzung des techn. ArbeitsausschnsseS statt. Tagesordnung: StaffellausQuer durch Hanau". 562

* Türngemcinbe. Am nächsteu Freitag, 9. Mai,' findet die ordentliche JahreShaupt- versa ttrnt lung statt. Tagesordnung in der Mitt- wochr-Nmnmevl 564

* Ziegenzuchtverein. Heute abend 8 Uhr im Bürgcrlnän' Monâtsperfammlung und Vortrag. 5793

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