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Hanauer W Anzeiger

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Sir. 56

Dienstag den 8. März

1921

DieLonöoner Konferenz gescheitert

Ablehnung des -eulschen Angebvles. — Sofortige Anwendung -er Sanktionen. — Die Truppen der Alliierten marschieren. — Die deutsche Delegation verläßt London.

Das große politische Schauspiel in London ' hat einen raschen Abschluß gefunden. Ein neuer Tyrannenspruch ist gefällt, das groteske Zerr- Elfo des europäischen Friedens ist durch den Abbruch der Verhandlungen seitens der Alliierten und die Durchführung der Sanktionen um neue IZüge des Hasses und der Brutalität vermehrt worden. Trotzdem Deutschland durch sein letztes Angebot einen bis zum Selbstmord gehenden Verständigungswillen gezeigt hat, ist dieser Wille abgelehnt worden und die alliierten Staatsmänner, die einst für Gerechtigkeit und -Freiheit das Schwert gezogen haben wollen, kehren heute wegen einiger Milliarden, nein, nicht einmal darum, sondern um nichts zur rück­sichtslosesten Vergewaltigung des wehrlosen Deutschlands zurück. Das ist Tyrannei und dieses bedeutet einen glatten Bruch des Friedens­vertrages, der von vornherein beabsichtigt war, wie wir ja kürzlich an dieser Stelle erst aus- führten.

Wir stehen heute also unter dem Eindruck er Tatsache, daß ein weiteres Stück deutsches and von fremdon Truppen besetzt wird. Aber

ins steht.fest: Deutschland ist mit reinen Hän­den und mit reinem Gewissen von dem Konfe-

enztisch aufgestanden. Das steht fest und des- alb: das, Gleichgewicht nicht verlieren! Wir üssen uns zwar darauf gefaßt machen, daß 1 wmen über uns verhängt

— Jaß ------

-heit schweren Belastungsproben

^wird, aber was auch kommen mag, Kaltblütigkeit ist das erste Erfordernis der Stunde. Ein Volk von 60 Millionen mit starken Vitalismus, wenn auch wehrlos, kann

man nicht morden, kann man nicht mit einem Schlage umbringen, wie Verbrecher einen ein­zelnen waffenlosen Menschen umbringen. Ein ^olk von 60 Millionen ist eine kompakte Masse, ist ein riesenhafter Felsblock, von dem mit Ge­walt kleine Stücke abgehauen werden können, der aber von außen her niemals mit einem Schlage zertrümmert werden kann. Offenbart das deutsche Volk in seiner Gemeinschaft in diesen Stunden keine Sprünge und Risse. dann wird es unbedingt die heute begonnene Be­lastungsprobe von London bestehen. Sprünge und Risse in unserer nationalen Zusammenge­hörigkeit können nur durch Parteihader und andere innere Zwistigkeiten hervorgerufen werden. Verbannen wir daher aus unseren Reihen jeden politischen Streit und halten wir fest zusammen.

Heilige Einigkeit erfülle unser Volk und Land. Deutschlands guter Genius stärke alle Herzen, damit wir fest bleiben in den kommenden schweren Stunden. Die Zeit neuer Peinigung und Marter durch unsere Feinde kann nur von kurzer Dauer sein..

Eine Proklamation Les Reichs­präsidenten.

Der Reichspräsident hat gestern abend noch folgende Proklamation ergehen lassen:,

Mitbürger! Unsere Gegner im Weltkrieg haben unerhörte und unerfüllbare Forderungen an Gold und Gut an uns gestellt. Wir selbst nicht nur, auch unsere Kinder und Enkel sollen Arbeitssklaven der Gegner werden. Durch unsere Unterschrift sollten wir einen Vertrag besiegeln, den auszuführen auch die Arbeit von Gene- ratwnen nicht genügt hatte. Das durften, das konnten wir nicht tun. Unsere Ehre, unsere Selbstachtung gebieten es. Unter offenem Bruch °os Fricdensvcrtrages von Versailles sind die ^gncr zur Besetzung wetteren deutschen Lan- geschritten. Der Gewalt können wir Gewalt wall entgegensetzen. Wir sind wehrlos. Aber mnausrnfen können wir es, daß es alle hören, le noch nicht die Stimme der Gerechtigkeit er- nnen: Recht wird hier zertreten - u r dj G c walt! Mit den Bürgern, die '»Herrschaft erdulden müssen, leidet das o -lzc Volk. Ehern zusammenschmieden soll uns N^b ^eid zu einigem Fühlen, einigem Woacn. bnrger! Tretet der fremden Gewaltherrschaft Ausser Würde entgegen. Bewahret Euren èinn, aber laßt Euch nicht zu unbc- » ®nett Taten hinreißen. Harret aus! Habt ^'"""""! Die Reichsregierung wird nicht • bis fremde Gewalt vor unserem weiche« muß!

Der Reichspräsident: Ebert.

Der Reichskanzler: Fehrenbach.

Der Verlauf der letzlen Sitzungen.

: Svezialbericht.)

der

London, 7 März. Die heutige Sitzung . . Londoner Konferenz fcknd um 12 Uhr im Lan­casterhouse statt. Die Sitzung verlief in äußerst

kühlen Formen. Es fand keinerlei Begrüßung, die sonst üblich war, statt. Lloyd George eröff­nete die Sitzung mit der Frage, was Dr. Si­mons auf die Befragungen der Alliierten mitzu­teilen habe Dr. Simons erstatte, die deutsche Regierung lehne es ab, die Pariser Beschlüsse als ein Ganzes anzunehmen, da der Unterschied zwischen den Pariser Beschlüssen und den deut­schen Gegenvorschlägen so groß sei, daß kaum eine Brücke von dem einen zum andern gefunden werden könnte. So schlage er trotz größter Be­

denken eine

vorläufige Lösung der

Neparationsfrage vor. Deutschland sei bereit, eine vorläufige Regelung für die ersten fünf Jahre.auf der Grundlage der Pariser Beschlüsse anzunehmen. Feste Jahreszahlungen und daneben eine Ab­gabe. wobei Deutschland statt der 12proz. Export­abgabe, die unpraktisch erscheine, eine andere Lösung vorschlage. Dr. Simons ließ aber keinen Zweifel darüber, daß deutsche Gegenvorschläge nur dann unterbreitet werden dürften, wenn sie

'auch Aussicht auf Annahme seitens der Alliierten d.e nanoume ^u- Hätten, und

ungsproben ausgesetzt verbleibe, sowie Deutschland volle Hamdelsfrek-

Heit erhalte. Die Entscheidung darüber, ob deutsche Gegenvorschläge unterbreitet werden sollen, liegt vorläufig in der Hand der Alliierten. Falls aber die Alliierten auf eine endgültige Regelung bestehen, so bitte er um eine ein­wöchige Frist, da er sich mit dem Kabinett be­sprechen müsse. Er halte es angesichts der Lage für seine Pflicht, damit keinerlei Unklarheiten zwischen Deutschland und den Alliierten bestän­den, auf die Donncrstagrede des englischen Pre­mierministers einzugehen. Nachdem Dr. Simons seine Rede beendet hatte, entspann sich ein kurzes

Zwiegespräch zwischen Dr. Simons und Lloyd George.

Lloyd George: Sie nehmen also

die

Pariser Beschlüsse auf fünf Jahre an? Dr. Simons: Ja.

Lloyd George: Und als Bedingung da­für nehmen Sie das Verbleiben Oberschlesiens

bei Deutschland?

D r. S i m o ns: Ja.

Lloyd George: Aber wenn Oberschlesien nicht bei Deutschland verbleibt?

Dr. Simons: Dann ist eine neue Lage geschaffen.

Lloyd George: Also soll die deutsche Endschuld erst nach 5 Jahren festgesetzt werden?

Dr. Simons: Nein. Es sollen sofort Sachverständiacnberatnngen darüber ftattfrnLen.

Llvvd Georg ^: Und ist keine Garantie für ein Minimum möglich?

Dr. Simons: Nein.

Lloyd George schloß dann-.

Die Antwort der Alliierten sei ihm nicht zweifelhaft. Da jedoch die Vorschläge der Deutschen geprüft und die Rnt-

Wort der Alliierten festgesetzt werden müsse, schlage ex die Vertagung der Sitzung

J45 Uhr vor. Darauf wurde die Sitzung gehoben

aus auf-

Zu Simons Ausführungen

In den Ausführungen auf der Konferenz hob Dr. Simons folgende Punkte hervor:

1. Die Schuldftage könne weder durch den Friedensvertr-ag noch/ durch Zwarg^maßregeln entschieden wc.den. Nur dU Geschichte könnte über die Verantwortlichkeit im Weltkriege ent­scheiden. Mir seien den Ereignissen noch zu nahe. Ob eine einzelne Nation ausschließlich schuldig am Kriege erklärt werden könne, und ob diese Nation Deutschland sei, würde kaum durch Untcr-eichnung des Fr'edonsvertrages endgültig entschieden werden kämen.

2. Die Zwangsmaßnahmen seien durch die Vorschriften des s lictzeèertra^Z nicht gerecht- xrf'gt. denn nur drei S'ellen kmä/en dawn: 1. § 18 Anhang 2 im achten Deis. 2. der S^l«ß- äh'ah des Art. 429, 3. Art. 430 Keiner dieser Paragraphen sei anwendbar

3. Die Zwangsmaßnahmen standen auch im Gegensatz zu dem Völkerbundsvertrag. Nach Ar^ 17 des Völkerbvndvertrages käme bei Strei­tigkeiten zwischen Mitgliedern des Völkerbund- vertrages und einem Staate, der Nichtmitglied ist, das im Art. 15 vorgesehene Sch'edsgerichts- verfahren zur Anwendung. Deutschland sei Nichtmitglied des Völkerbundes. Er Pro­ft e st i e r e deshalb namens der deutschen Regie­rung feierlich gegen die an gedrohten Zwangsmaßnahmen.

Die Antwort der Alliierten.

In der Nachmitlagssitzung der Konferenz er­klärte Lloyd George, daß er zu seinem großen Bedauern namens der Alliierten feststellen müsse, daß die Vorschläge, die Dr. Simons gemacht habe, nicht annehmbar seien und trotz des gewählten Zeitaufschubes eine Hinausschiebung der Sanktionen nicht rechtfertigten. Die Freunde des Weltfriedens in den alliierten Ländern und in Deutschland seien bisher darin einig gewesen, daß eine definitive Regelung der Schadensfrage zum Wiederaufbau der Weltwirtschaft notwendig sei. Die alliierten Sachverständigen hätten ja allerdings einen fünfjährigen Plan aufgestellt. Dieser sei aber von keinem Staatsmann in den alliierten Ländern ausgenommen worden. Die Alliierten müßten genau wissen, woran sie sind. Bevor Deutschland nicht ausreichende Vorschläge mache, gebe es keinen Frieden. Wenn er in die­ser Nietung die Vorschläge Simons untersuche, müsse er sagen, daß diese nur anscheinend der Grundlage der Pariser Beschlüsse entsprächen, denn sie seien Bedingungen unterworfen, die sie in ben’ nächsten fünf Jabren umwerfen könnten. Wenn insbesondere das Plebiszit in Oberschle­sien ganz oder teilweise ungünstig a"^"^e, sei Simons berechtigt, 3u_ erklären, daß eine neue Mtuation grichaffen sei. Es j< rein Vorschlag für fünf Jahre, sondern nur für fünf Wochen. Ueber die sonstigen von der deutschen Delegation gemachten Reserven brauche <i nicht erst zu reden, weil die Reserve für Oberschlesien alles hinfällig mache. Und was geschehe nach fünf Jahren? Hierfür liegen keine Vorschläge vor. Kein Minimum Kurz nichts, womit die Alliierten, be­sonders die, welche zur Wiederherstellung der verwüsteten Gebiete rasch Geld haben müßten, etwas anfangen könnten. Gewisse Sätze in der heutigen Reve Dr. Simons zeigten, daß Deuftch- lanb' die Situation überhaupt noch nicht ver­standen habe. Simons habe von ungeheuren Opfern gesprochen, welche das Provisorium er­fordere Wenn Oberscylesien verloren gehe, werde Deutschland. 10 Millionen mehr Bevölkerung haben als Großoritannien. Um die großbritan­nischen Schulden an Pensionen und Krregesbe- schädigtenunterstützung usw. zu bezahlen, seien 500 Millionen Pfund Sterling notwendig. Wenn Deutschland dieses Jahr die Pariser Beschlüsse aus führe, würde es für alle Alliierten 125 Mill. Pfund Sterling, also ein Viertel der Summe verwenden, ine Großbritannien allein aufbringen müsse. Der andere auffällige Punkt sei die Wei­gerung Dr. Simons, d.e Verantwortlichkeit für oen Krieg anzunehmen. Dieser Punkt sei der ^unoamentaljatz des friedens Vertrages. Dr. Si­mons habe die Geschichte zur Revision des Schulderrenntnisses angerusen. Er frage, wann die Geschichte zu laufen beginne. Wenn Dr. Simons von einem Vorschlag von 5 Jahren spreche, dann sei das für die Alliierten ein unbe= yagiiu;es Gefühl, daß nach dreien 5 Jahren eventuell die »rage der Verantwortlichkeit als Rxvisionsgrund des ^riedensvertrages angenom­men werden könnte. Die Pariser Beschlüsse stell­ten einen großen Nachlaß der Versailler Be­dingungen dar. Die Alliierten hätten immer be­tont, daß sie hinsichtlich der Annuitäten mit sich reden lassen wollten, sowie über eine der Aus- suhraogade äquivalente andere Regelung und eine Behelligung der Alliierten an der Verbesse­rung der deutschen Lage. Sie müssen aber auf zwei Punktest- bestehen Erstens müßte unver­züglich der Gesamtbetrag der von Deutschland zu oewirkenden Leistungen ober die Faktoren sest- gestellt werden, die als Basis für ihre Fest­setzung dienen sollten. Zweitens müßte die Zah- lungsweise der Annuitäten ge.egelt werden. Ein bloßer'PapMvertrag genüg« nicht Im Interesse der Alliierten, im Interesse Deutschlands und der Welz sei eine desinitive Regelung notwen­dig. Die Vorschläge, die Dr. Simons unterbrei­tet habe, könnten nur diese Siegelung verzögern. Lloyd Georg« schloß mit der Bemerkung, daß zu ihrem großen Bedariern d'e Alliierten zu dem -chlüß gekommen seien, daß

die Sanktionen sofort in Kraft treten müßten. - Die Sitzung wurde auf eine Viertel- unde^Äiterbrochen um der deutschen Delegation eleqeu.yci' zur Stellunbnabme *u geben

Die Erklärung Dr. Simons.

Nach Wiedereröffnung der Sitzung gab Dr. Simons folgende Erklärung ab:

Herr Präsident! Meine Herren! Ich muß bedauern, daß auch heute wieder der Zweck der neuen deutschen Vorschläge mißverstanden wor­den ist. Auck für uns waren die Nachteile einer provisorischen Regelung nicht zweifelhaft, und wir haben dies« fünfjährige vorläufige Regelung nur unter dem Zwange eines Ultimatums, das heute endet vorzebracht, weil wir glaubten, eine Maßnahme Vorschlägen zu müssen. Lieber hätten wir eine Gesamtregelung vorgesehen. Jetzt noch würden wir eine solche weitaus vorziehen. Wir hatten aber keinen zweiten Vorschlag in der Tasche, sondern mußten nach der Ablehnung des ersten einen neuen Weg suchen, und haben uns nach diesem neuen Weg sowohl hier in der Del« gation als auch in Berlin im Kabinett bemüht. Wir sind beauftragt, und ich habe den Auftrag ausgeführt, die Konferenz um einen kurzen Auf­schub zu bitten, um mit dem Kabinett über die Gesamtregelung Fühlung nehmen zu können. Ich stelle fest, daß auch dieser neue deutsche Vorschlag unbeachtet geblieben ist. Aus dieser Tatsache ergibt sich schon, daß die Besorgnis unbegründet ist, als wollten wir das Provisorium dazu be­nutzen, um nach seinem Ablanf eine Revision des Friedensvertrages durchzusetzen. Im Gegen­teil, die deutsch« Regierung hat die Schaden­ersatzpflicht als ganzes übernommen und ist bereit, ihr in den Grenzen des Mögichen nach­zukommen. Wir sind deshalb bereit, einzugehen auf den Gedanken des Herrn Präsidenten der Konferenz, wonach den alliierten Regierungen das Recht gegeben werd«n soll, einen Teil des Preises zu beschlagnahmen, den die Käufer in den alliierten Ländern für die aus Deutschland eingeführten Waren zu zahlen haben, bamit die­ser ^ii Les Preises an das GchâMâWM. und auf Reparationskonten berechnet wird. Ich habe diesen Vorschlag meiner Regierung zur Berücksichtigung empfohlen und bedauere nur, daß dieser Gedanke in der öffentlichen Meinung Deutschlands dadurch geschädigt worden ist, daß er in die Sanktionen ausgenommen wurde. Auch in dem Punkte ist die deutsche Delegation mit dem Gedanken d«s Präsidenten völlig einig, daß es jetzt darauf ankömmt, mit möglichster Be­schleunigung sestzustellen, tvelches die Ziffern der festen Leistungen sind, die durch Deutschland ausgeführt werden müssen, und welches di« Fak­toren der variablen Leistungen sind, die Deutsch­land für die Reparationen im Falle des Wieder­aufblühens seiner.Wirtschaft zu zahlen haben würde. Wir sind ferner einberftanben damit, daß in eine Prüfung eingetreten wird über die Art und Weise in welcher Deutschland seine festen und variablen Leistungen an die einzelnen Län­der machen kann, lieber alle diese Punkte sollte möglichst bald eine Besprechung zwischen den Sachverständigen veranstaltet werden. Es ist schade, daß wenn es zu solchen Besprecköungen. kommen sollte, sie eine Atmosphäre vorfinden würden, die durch die Anwendung der Sank­tionen wesentlieb verschlechtert sein wird. Ich kühle mich verpflichtet, gegen die Sanktionen, die in biedern Augenblick endgültig über uns ver­hängt werden, nochmals mit allem Nachdruck Verwahrung einzulegen. — Die Sitzung wai zu Ende.

Einspruch gegen die Zwangsmaßnahmen.

London. 7. März. (Havas.) Dr. Simons hai es abgelehnt, das Abkommen von Paris anzuneh- men. Er hat gegen di« Zwangsmaßnahmen Ein­spruch erhoben, erhielt jedoch keine Antwort. Die Sitzung wurde um 6 Uhr 30 Miw aufgehoben. Die Delegation wird London morgen verlassen.

Heute Beginn der« militärischen Operationen.

London, 7. März. Nach einer Reuter­meldung wird der Beginn der militärischen Operationen auf morgen festgesetzt.

Das neue Zollregime.

Sondo», 7. März. Briand hat dem Renterschcn Büro mitgeteilt, daß das neue Zollregime im besetzten Gebiet a m Donnerstag in Kraft treten werde.

Heimreise der deutschen Delegation.

London. 8. März. Die deutsche Delegation be­absichtigt, bente die Heimreise nach Berlin aujutreten.

Tie Franzosen vor Düsseldorf.

Düsseldorf, 7. März. Wie aus Benrath gt« meldet w rö, sind d. rt »ie ersten französischen Truppen emgenoffcu, die für die Besetzung Düsseldorfs in Frage tommcn.

(Letzte Drahtnachrichten Seite '