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General-Anzeiger

RichardHulttck: tür lokalen und provinziellen Teil

Verlagsleitung: Ad. Jndermüble.

Verantwortlich: Hit politischen und allgemeinen Teil

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

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k?erniorechanschlülle Nr. 1237 und 1238.

Nr. 52

Donnerstag den 3. März DHMMHBMMMBHMBMHHMHHBMaBBgi

1921

gs Erwartung der AMierle» Antwort. Das deutsche Angebot berück, fichügt bereits eine künftige Besserung der deutschen Wirtschaft. Sturm- lauf der Cnkentepresse.

Festes Verirmien - würdige Ruhe!

Di« Erregung, die sich gestern nach dem Be- kanntwerden des Verlaufes des ersten Londoner Verhandlungstages im deutschen Volke bemerk- 1 har macht«, war beg:«iflich begreiflich umso­mehr, als die deutschen Gegenvor­schläge als äußerst weitgehend be­zeichnet werden müssen. Ja, sie überschreiten wohl tim ein erhebliches tag von uns Erwariet«; find wir doch im gewissen Sinne über die Gecenvor- fchläg«, di« seinerzeit von der deutschen Friedens- txlegation in Versailles gemacht wurden, sogar binâusgegangen. Doch die deutschen Sachverstän­digen haben dies« Vorschlag« nach reichlichen Durchberatungen gutgeheißen und so hat sich das deutsche Volk geschlossen hinter sie zu stellen. Die deutschen Gegenvorschläge stellen die äußerste Grenze unserer Leistungsfähigkeit dar und be­rücksichtigen be-eits eine künftige Besserung der deutschen Wirtschaft Auf der Grundlage der heutigen Zustände ist das beut« scheAngebotan sich, wie cs in der deutschen Antwort auf die Kritik der Vor^ch^äge heißt, nicht zu verwerten. Wir haben di« Entente von unserem guten Willen überzeugt und wenn die Alliierten behaupten, die deutsch«» Gegenvorschläge bildeten einen neuen Beweis für den bösen Willen Deutschlands, so O' oaS eine Unterschiebung, die das deutsche Volk wahrhaftig nicht verblein. ZM.-«ÄMâLât bereit und diesen Willen hat «s zur Genüg« be­wiesen, innerhalb bet Grenzen, zu dem es nach bem Friedcnevorschlaz sich verpflichtet hat, zu leisten, was es zu leiten vermag. Es will sich aber unter kei­nen Umständen unter das Joch einer endlosen, sein Ehrgefühl wie feine Lebenskraft vernichten­den Sklavenarbeit anspannen lassen. Es will auch nicht abermals der Demütigung ausgesetzt sein, daß feine Vertreter im Angesicht der Welt wie vcrabscheuungswürdiye Verbrecher behandelt werden, bloß meil es unseren Feinden guldünkt, das Maß ihrer Forderungen immer und immer wieder so hoch zu schrauben, daß wir, auch beim besten Willen, mit unseren Leistungen hinter diesen Zurückbleiben. Deshalb legen wir Ver­wahrung ein gegen den höhnischen Ton, mit dem Lloyd George die Sprecher unserer Dehegäkion abgetan hat. Unsere Feinde haben kein Recht dazu, die Ehre des deutschen Volkes durch den Schmutz zu ziehen und wir erwarten, daß Dr. Simons dagegen Front macht.

Die Frage ^Mas wird nun werden?", die man gestern auch in unserer Stadt überall ver- nehme» konnte, war begreiflich, aber viel höher tft der Standpunkt, ist die Auffassung: Was auch kommen mag, wir bleiben fest, wir ver­harren auf demNein" gegenüber den Pariser Forderungen. Und diesesFest-leihen" muß gegründet sein auf zwei Grundpfeilern, di« hei­ßen: Vertrauen zu unseren Vertretern in Lon- »on und Ruhe wahren im eigenen Land! Fort mn allen unsinnigen Gerüchten, wie sie bereits B^ftern in unserer Sta^t kursierten, die nur ^eignet sind, die Gemüter unnütz aufzuregen. Was wkrü der Feinübund entwerten?

Wirtschaftliche Massnahmen.

(Speztalbericht)

London, 2. März. Während die deutsch» Delegation im engsten Einverständnis miteinander stand, ihre Meinungen über die Eindrücke in »er gestrigen Sitzung austauschte und eifrig den AAnichreibex mit Berlin benutzte, um dem Kabinett über die bisherigen Ereignisse zu verirren, hatten die Alliierten das ganze Heer lyrer sachverständigen aufgeboten, um die Lage sprechen. Die juristischen und finanziellen Sachverständigen traten bereits morgens 10 "A zusammen, während zu gleicher Zeit unter dem Vorsitz non Chamberlain im Schatzamt stnanzielle und wirtschaftliche Fragen erörtert wurden. Eine beträchtliche Menschenmenge hatte A? dtt Umgebung des Saint Jamespalast versammelt, als gegen Mittag die Chefs der 7,^Aten Regierungen zur Beratung hier ein- ^n- Die Menge verharrte jedoch schweigend. M wurde durch Hutabnehmen begrüßt, aber Lloyd George, der vom Paick her mit _onar Law an bet Seite kam, wurde schweigend wW^» untz die üblichen Hurras blieben aus. nrirlt bisherigen Beratungen haben ein end- W* Ergebnis nicht gehabt, denn für 5 Uhr

nachmittags war eine neue Zusammenkunft de* Alliierten festgesetzt. Die Abendpresse hebt aber durchweg die Tatsache hervor, dass die mili­tärischen Sachverständigen gefragt wurden und herStar" bringt sogar die Ueber'chrift:Der Plan, Berlin zu besetzen." Es scheint aber, wie aus Mitteilungen aus gutunterrichteten streifen hervorgeht, so gut wie sicher zu sein, dass militärische Massnahmen nicht in Aussicht genommen sind, sondern die von dem offiziösen englischen Büro angekündigten wirtschaft­lichen Massnahmen die Hauptrolle spielen sollen. Und wenn die Nachricht der Evening News" richtig ist, dass Briand für die sofortige Ueberreichung eines Ultimatums ein­getreten sei, so ist er mit seiner Auffassung unter­legen.Evening Standard" deutet selbst schon an, dass ein Inkrafttreten der Strafmassnahmen vor dem 1. Mai kaum möglich sein werde. Es ist auch sicher, dass den Deutschen noch irgend eine Möglichkeit geboten wird, ein neues An­gebot zu machen, bevor die Verhandlungen ab­gebrochen werden. Es wäre nicht überraschend, wenn in diesem Falle die deutsche Delegation, beten Vollmachten zweifellos beschränkt sind und die keineswegs die Möglichkeit hat, über die gemachten Vorschläge irgendwie hinauszu­gehen, zur Einholung neuer Instruktionen nach Berlin zurückkehrt. Eins sei aber gegenüber allen Gerüchten und ausländischm Preffemel-

Um 8 Uhr abends wird bekannt, dass morgen mittag um 12 Uhr im Saint Zamespalast die Antwort der Alliierten erteilt werden wird.

Sie Zwangsmaßnahmen.

London, 2. März. HavaS. Die Zwangsmaß­nahmen, welche gencru abend von den Alliierten gegen Tentichland ins Auge gefaßt worden sind, falt« es hatt Versailler Berti a I nicht Nachkommen sollte, werden 'ülgendc teilt: 1. Erhebung von 5u Prozent der Er­löses auS den Veiläuftn Tentichlands in den allliertcii Läiidcnl. Diese Zwangsmaßnatune soll von Lloyd George vorgeschlqgen sein. 2. Einrichtung ciuer be» sonderen Zollverwaltung, die das hnfsrlKiinidje Ufer von dem übrigen Deutschland in Wirtschafthler Bc- zietmng abspcrrcn würde. 3. Besetzung der rechts­rheinischen uohleiihäsen. Was die BeWagnahme der Zölle in Tkutichland anbetrifft, so kommt das erst ui letzter Linie in betracht.

Die Alliierten über Sie Lettischen Vvrichlüge.

Reut«r erhält folgende autoritativ« Analys« der Ansicht der Alliierten über die deutschen Vor­schläge:

Ler von den Alliierten in Paris für bie Be­zahlung der Reparalionsschuld Teutschlands vor­bereitete Plan erläßt Deutschland zugestandener­maßen einen erheblichen Te.l der Summe, die es auf Grund des Versailler Vertrages zu bezahlen hätte. Die deutsche Regierung gibt ihre Antwort auf den Pariser Plan und zwar unter vier Be­dingungen:

1. ta§ Oberschlesien bei Deutschland bleibt, 2. daß die Beschränkungen der Handelsbeziehun­gen beseitigt werden, 3. daß die deutsche Regie­rung von allen weiteren Zahlungen oder Liefc- rungsverpflichtungen auf Grund des Versailler Vertrages befreit wird, 4- daß die Alliierten auf ihre Rechte nach dem Friedensvertrag, auf die Liquidation deutschen Eigentums verzichten. Dieser Vorschlag verdient weder eine Prü-fung »scheine Diskussion. Um seinen wahren Charakter zu zeigen, braucht man nur auf folgende Punk.e hinzuweisen:

1. D:« deutsche Regierung nimmt an, daß sie ohne weiteres den Gegenwartswert der festgesetz­ten Annuitäten auf Grund der Sprc^tioen Rechnung herauskalkulieren sann. Der Pariser Plan gestaltet di« Anwendung nur für die Dis­kontierung der für bie ersten beiden Jahre fest­gesetzten Annuitäten.

2. Die deutsche Regierung kennt nicht den Wert der -im Pariser Vorschlag vorgesehenen variablen Annuitäten, deren Wert von dem Wert der deutschen Ausfuhr abhängt.

3. Die im Pariser Plan feftge'e^ten Annui­täten gelten als Zuschlag zu jeglicher Summe, bte auf Gründ der Reparationshestimmungen be­zahlt roerteil sollen.

4. Die deutsche Regierung nimmt den Wert der auf Grund verschiedener Verpflichtungen aus dem Friedensrcrirag geleisteten Be-ahlungen auf 20 Milliarden an. Di« Reparationèkommission

beziffert den Wert dieser Lieferungen auf weniger als die Hälfte dieser Summe. Es wird sich der- ; ausstellrn, daß der Betrag, der der deutschen Re­gierung in Berücksichtigung dieser Lieferungen ; auf der Reparationsrechnung gutgeschrieben wer- ! den soll, sehr klein ist.

5. Die deutsche ^ewiermig macht Gebrauch ' von der Lprozentigen Tabell« in der Abfickt, den Betrag zu errechnen, den sie schuldig ist. Gleich- zertig aber schlägt sie vor, daß di« Zinsen ihrer Schuld auf 5 Prozent beschränkt bleiben sollen.

6. Di« deutsch« Regierung schlägt vor, daß ihre Sicherheiten in dem Ausea^»land von der Steuer befreit werden, und belastet so bas Aus- gabeland mit einem Teil ihrer eigenen Verbind­lichkeiten.

7. In der Annahme, daß der Betrag, den Deutschland während der ersten fünf Jahre be- 'ahlt. l^ Milliarde beträgt und daß die E'eiamt- verpflichtung in 30 Jahren abce^rag^n werden soll, wird der Betrag, den es zu bezahlen haben wird, während der 25 Jahre, die auf diese Zeit folgen, und der zur Verzinsung und Amorti­sierung der Gelamtschuld dienen soll, 3 Milliar­den jährlich betragen. Der @egenroart8roert der Zahlungen beläuft sich auf höchstens ungefähr 27 Milliarden.

Es ist nur nötig sagt Reuter, diese Summe mit dem Betrag der Zahlungen zu ver­gleichen, die nach dem Pariser Plan geleistet werden sollen, um die gann» Unzulänglichkeit der deutschen Vorschläge aus-einanderzusetzen. Nach dem Pariser Plan beläuft sich der Gegenwarts- wert der 14 Jahrcè'ahlrmaen allein nach der 8proz. Tabelle auf 53 Milliarden Goldmark. Diese Tabell« ist indessen nur auf die Diskontie­rung der zukünftigen Jähreszahlungen mährend der ersten beiden Jahre berechnet. Nach der 5proz. Tabelle, die auf den Diskont nach 1925 anH-no^..^, iv.feVtn v.i, Ui, über 83 Milliarden Goldmark. Es ist selbstver­ständlich schwer, den Wert der verkabeln Jahres- -ahlimgen, wie sie der Pariser Plan vorüeht. zu schätzen, aber zum mindesten muß auf di« oben genannten Zahlungen in Berücksichtigung dieser Annuitäten, ein wesentliche Aufschlag gesetzt werden. Die Summe, von der die deutsche Re­gierung verlangt, daß bie Alliierten sie als Ab­geltung ihrer Schuld annehmen, erreicht also nur einen kleinen Bruchteil der in Paris sestgesetzten Summe und die Folge würde sein, daß die aus­wärtige Schuld Deutschlands, bie sich auf seine VerbMIlchkeit aus der Reparation beschränkt, nur einem geringen Pro-entsatz der auswärtigen Schulden gleichkommt, welche bie Alliierten für den Stieg auszunehmen gezwungen waren.

Die -euische Auffassung der KriltK.

(Spezialbericht.)

Zu der. Kritik der heutigen Gegenvorschläge erfährt unser Sonderb«rich>erfialter aus den Steifen der deutschen Delegation:

Zu 1.: Es ist durchaus gerechtfertigt, die Pariser Annuitäten mit dem Satze von 8 Proz. jährlich auf den Jetztwert zurückzudiskontieren. Ler Pariser Plan sieht ausdrücklich vor, daß alle Zahlungen auf bie Kapilalsumme der Entschädi­gung in den ersten zwei Jahren mit 8 Proz. zu- rückdiskontiert werden können. Die deutschen Vorleistungen stellen SEerte dar, welche sich jetzt schon im Besitz der Alliierten befinden, also Zah­lungen, die bereits erfolgt sind. Im Verbauf bet nächsten zwei Jahre soll ferner eine inter­nationale Anleihe von 8 Milliarden zur Ausgabe gelangen. Sodann haben die Alliierten den Er­lös des liquidierten deutschen Eigentums als flüssige Mittel in der Hand und schließlich ist es möglich, daß im Laufe der nächsten zwei Jahr« noch weitere Kapitalszahlungrn erfolgen. Alle die vorgenannten Werte sind daher unter dem Pariser Plan als Jetztwert« zu beLachten, auf welche bie Zurückdiskontierung mit 8 Pro;. An­wendung findet. Was nach zwei t a ren von der Kapilalsumme noch übrig bleibt, ist daher völlig unbestimmt. In Frage könnte höchstens kom­men, ob der Restbetrag der Kapitalschuld, der nach zwei Jahren noch bestehen wird, etwa mit einem höheren Satz als 5 Pro;, zu verzinsen sein mürbe Wir hrben aber von vornherein gesagt, daß die Höhe der Pariser Annuitäten für uns unerträglich ist und Habm aus bleiern Grunde einen Nachlaß auf hie Zinsen oesordrit. Dir'er Nachlaß ist, da er sich nur ans bas Rest^ivital beschränkt bezieht, unb da wir bcrei* sind, 5 Prcz. zu zahlen, verhältnismäßig nicht hedeutend.

Zu 2.: Die Behauptung, daß Deutschland die Abgabe von 12 Pror. auf die Ausfuhr habe unter den Tisch fallen lassen, ist nicht zutreffend. In den teutschen Dorscklägen ist ous"«iührt. daß die !2vroz Abgabe aufoesaßt wird als <in Mittel, um den Alliierten eine Beteiligung an der künf­tigen Besserung her ' deutschen wirtschaftlichen

Verhältnisse zu gewähren und daß dieses Prin­zip grundsätzlich anerkannt wird.

Das deutsche Angebot ist aber nur dadurch möglich, daß bereits eine künftige Besserung der deutschen Wirtschaft in Rechnung gestellt wird. Auf der Grundlage der jetzigen Zustände wäre das deutsche Angebot an sich nickt zu verwerten.

Wie in den deutschen Vorschlägen bereits ^. sagt, halten wir den Standpunkt für berechtigt daß eine Beteiligung der Alliierten an einer Besserung der triften Wirtschaft stattfindet.

Zn 3 ; Die Behauptung, dass die Annuitäten des Pariser Manes ohne B»-ückficktigunq der bisherigen Entsckädigunpsleißunk-en Teutsch, lands zu zahlen seien, ist sachlich unberechtigt und nach dem Wortlaut der Pariser Beschlüsse nicht begründet.

Zu 4.: Deutschland schätzt allerdings den Wert seiner bisherigen Vorleistunaen auf das Revarationskonto mit etwa 20 Milliarden SoRk mark ein. Wenn die Reparationskâmmission in ihrer Schätzung nicht can-* a"? d'e äffte dieses Betrages tnmmt, so ändert dies nichts an unse­rer Berechtigung, die Anrechnung von etwa 20 Milliarden zu fordern.

Zu 5. ist die Antwort bereits unter Nr. 1 gegeben.

Zu 6: Die deutsch« Anregung, daß die in­ternationale Anseihe in allen Emilssonsländern s'euerlrei lein soll, ist innerlich wohl begründet. Die Gründe dafür bat der Reichsmsnister Dr. Simons angeführt. Das finan-ielle Op^er, wel­ches von den ein-elnen Emissionsländern ver­langt wird, lässt sich ziemlich genau berechnen. Angenommen die Anleihe roäre mit 4 Vroz. ver- -inslich und die ee^amten Stevern, die darauf entfallen werden, betragen 25 Proz. der Zinsen, so würde die Einbusse an Ste'-cm 1 Proz. des nominellen Betrages der Anleihe ausmachen. Im «bâe» -Mrchechas Op^er n'chr â'n. d'-e Alliier« ten, sondern vor allem auch die natisnal-'n Staa­ten und Deutschland selbst Ersten. ^«nn Deutsch­land ist ßc-eit, einen erheblichen Teil der Aw»- leihe im e'ge-an P^e auf-ntenen.

Zu 7. Die Alliierten berechnen, dass bei Annahme der deutschen Vorschläge die jährlichen Leiltnnaen Deutschlands nach Ablauf der ersten 5 Jahre etwa 3 Milliarden tWbmart betragen würden. Eine solche jährliche Last geht weiter über das hinaus, was nach dem Urteil der Sackverliändioenvon uns als tragbar anzusehen ist. ^ann wird gesagt, dass der Jetztwert der oemmten Zablunven gemäss den deutschen Vorschlägen etwa 27 Milliarden betragen wurden und dass bies nur ein geringer Bruchteil der Pariser Forderuna-n sei. Dazu ist zu bemerken, daß biew 27 Milliarden zuzüglich der 20 Milliarden Vorleistungen also insgesamt 47 Milliarden betragen, eine Zahl, die dem geforderten 53 Milliarden Jetztwert ganz nahe kommt.

Die Haltung der Rheinischen Arbeiterschaft.

Perlin, 3. März. Ueber die Haltung der rbti* Nischen Arbeit-rschmt schreibt die ioriatiiti'chr .Nbri- nische Leitung" : Wenn die Alliierten nnnm-hr ibn Sanktionen anwenden, wir im Rdeinlan» wissen, daß diele Sanktionen in erster Linie ini» treffen werden. Wir wissen, dass die Forderungen der Entente aus der beutidjeu Arbc'tericbait herauSgeholt werden sollen. Dementtprecbeid wird auch der Widerstand der Ar- deiterklassen fein.

(Fortsetzung der Londoner Berichte s. Seite 4.)

Politische Tagesberichte.

<fin Schulstreik. Tie Echülerinnen da stürft n BiSiiiaeck-Schule in Chaelottenbürg finb gestern in den Schulstreik getreten, weil der Dirrkwr Burg an eine nnbere Lastalt Dene|t werden faßte. Etwa 40 ShiUerlNue» protestierten vor dem Kiiltu»- miniltccuim. Einer Depu a.ion wurde Beiche o, dass ter Direktor Dur; wegen Lcr-edlii ro-n versetzt werde und daß die Anzrlegriiyeil die Schülerinnen nicht« angehk.

Kür Beseitigung des ReUgion-nnter« ulchls. Der jächsi che Landtag u«bm gestern einen Antrag an. die säckülche Regierung ;» beauftragen, bei der Rcichkregicriing die geieshdle ©eitigunj bei Religionkiinlernchte« aut der Volksschule durchru- südren. Der Autrag wurde mit 58 gegen 44 Stimmen angenommen. ,

- Aufstand in Petersburg. Hui Helsin-« fort wild gemeldet. bei ei der Sowjetregierun, ge. tuII gen ist, den Ai fllaud in Pe:c:»burg zu unterdrücke«. Fronttruvpen sind tunrugeiogen worden.

<Sriedheit:aii> gegen die Revision iei Vertrages von Lèvre». Reuter meldet ane Athe«; Die griechische Natioualveriammliiii« nahm eine Eat> schsitßni.g an, die Hategoroputoe n«k London über» mitteln wird. Sie besagt im wesentlichen, daß Griechenland trotz dankbarer Aneifeninnig bei wohl. woUendtli Schurs bir Zuiercfltn des Landes durch ote >? Kiieritit nickt hintan be fei, kn Vorschlag der Rev non des Vertragt» von Semei an zu nehmen, bett ti ai5 MiudestculschaoiLUiig für feine Opfer betraf

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