âanauer S Anzeiger
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General-Anzeiger
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Amtliches Organ für Sladi- und Landkreis Kanan Z-n-m-n,»«.»«*«.<«»« ' 3 1 Rotationsdruck der Walienbausbuchdruckerel Hanau.
Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
Fernspreckanicklüne Nr. 1237 und 1238.
Nr. 45
Mittwoch den 23. Februar
1921
Das Neueste.
— Nach den bisherigen Meldungen sind für tzen neuen Landtag, der am 10. März zusammen- M, 414 Abgeordnete gewählt.
— Gestern fand eine Besprechung der in der Ileichsregierung vertretenen Parteien statt, um zu der durch die Preußenwahlen geschaffenen Lage Stellung zu nehmen.
— Neichsernährungsminister Hermes sprach gestern in München über unsere Ernährungslage.
— Foch hat einen neuen Plan über die gegen Deutschland zu treffenden Zwangsmaßnahmen ausgearbeitet.
— Der Völkerbundsrat sprach Eupen und Nalmcdy endgültig Belgien zu.
— Herzog Ernst Günther zu Schleswig- Holstein ist gestern an einem Herzschlag gestorben.
Der neue Landlag.
225 Mandate der alten Koalition,
131 Mandate der Rechten,
SS Mandate der radikalen Links- vppvsitiou.
Nach her vorläufigen amtlichen Feststellung setzt sich ter neue Landtag wie folgt zusammen:
MebrbeitSsozialdemokaten 111,
Zentrum 83,
Demokraten 25,
Teiltschnationale 73,
Unabhängige Conaldemokraten 28,
Deutsche Volkspartei 56,
Vereinigte Kommunisten 30,
Wirtschaft-Partei 2,
^Aelttt!^ und Schleswig-Holsteiner 6 ;
zusammen 414. In dieser Zahl M dir 22 Mer- schlesiichen Mandate miteinbegriffen.
Für die preußischen Landtagswahlen sind «Sgesauü für die einzelnen Parteien abgegeben »vorden:
MehrheitSsozialikten 4171286 Stimmen,
Zentrum 2 964 002,
Demokraten 977 403,
Teut'chnationale 2 892 667,
Unabhängige 1 u55 023,
Deutsche Volkspartei 2 266 587,
Kommunisten 1207 595,
Polnische Partei 12271,
Fraktionslose 940,
Wirtschaftspakt« 187 343,
auf sonstige Parteien 5606.
Die Sozialdemokraten haben im vorigen Landtag ^5 Mandate gehabt, verloren also zunächst 34, die Demokraten hatten 66 Mandate, verloren also 41 Mandate, und die Unabhängigen, die im alten Landtag nur 24 Mandate gehabt hatten, bringen er jetzt aus 28 Mandate. Von den rechtsstehenden Parteien stieg die Mandatziffer der Deutschnationalen, die im alten Landtag schon verhältnismäßig stark waren, von 50 aus 73, der Deutschen Vollspartei von 21 auf 56. Dar Zentrum, daS mit den Welfen und Schleswig- Holsttiner» zusammen 94 Mandate besaß, erzielte bisher 89 Mandate.
Besprechung der politischen Parteien.
Gestern fand eine Besprechung zwischen den in der ReichSregicrung vertretende» Parteien über die durch die preußischen Wahlen geschaffene Lage statt. ES bestand volle Einmütigkeit darüber, daß auf eine Lösung hinzuwirken sei, bei der die Regierungen im Reiche und in Preußen von denselben Parteien der Koa ition getragen werde». ES wurde vereinbart, daß von diesem Gesichtspunkt aus ein einheitliches Vorgehen der in der Reichs!egierung vertretenden Parteien bei der Neubildung der prcußnchcn Regierung angeprebt wcr- btn soll.
Die Pcrteipreffe und die Regierungsbildung.
Zu den Verhandlungen über die Erweiterung ter. Koalitionsregierung in Preußen und dem Reiche sagt das Berl. Tageblatt: Alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß in kürzester Z^it sowohl im Reiche wie in Preußen eine Stoße Koalition zustande kommen wird, die von ter Teutschen Volkspartei über Zentrum und Demokraten bis zur Sozialdemokratie reicht.
Der Demokratische Zeitungs- e n ft gibt laut Vossischcr Zeitung dem Standpunkt der Demokraten Aufdruck, indem er schreibt: Ter oberste Leitsatz muß ter der Homogenität der Reichsregierung und preußischen Regierung sein. Es war ein schwerer Fehler, daß man nach den Reichstagswahlen nur Re Reichsregierung neu bildete und sich nicht um we enge Beziehung zur preußischen Regierung 'ummerte. Das Experiment, daß beide Reg-e-
runzen nicht auf ein und derselben Grundlage beruhten, ist gründlich mißglückt und darf nicht wiederholt »verden. Zum mindesten will die Deutsch« demokratisch« Partei sich an ihr nicht beteiligen, und wenn andere Parte'«n die Neigung zeigen diesen Weg zu beschreiten, «s ihnen überlassen, ihn ohne sie zu betreten. Di« Möglichkeit aber, aus diesem Grund« etwa überhaupt der Regierung fernzubleiben, hat .für bie Demokratisch« Partei wahrhaftig nichts schreckliches.
Ueber die Herstellunz einer Homogenität in der Regierungsbildung im Reiche und in Preußen, wie sie von den Parteien der Regierungskoalition im Reiche empfohl«n wird, sagt das Berl. Ta geb lat, daß der Eintritt der Deutsckzen Volkspartei in bie preußisch« Regie- rungskoalition von den Zusicherungen abhäng«n wird, bie di« Partei für ihr Verhalten in einem Koalitionskabinett abgeben würde. Das Blatt hebt jedoch hervor, daß die demokratisch-republikanischen Parteien der gegenwärtigen Regierung in Preußen die entscheidenden Ministerien wie das Ministerium bes Innern und des Kultus, für sich beanspruchen würden.
Ueber bie Haltung der sozialdem o- kratischen Parteien erfährt das Bla!t von .frühtenben preußischen Sozialisten, daß innerpolitisch nicht bie mindeste Notwendigkeit für die alte Regierungskcalition borliege, ihr« Basis nach rechts zu verbreitern, da die Mahl eine, wenn auch nicht starke Mehrheit für die Re- gierungekcalition ergeben habe, bie als durchaus arbeitsfähig angesehen werden könne.
Wie der „Vorwärts" mitteilt, kann über bie endgültige Stellungnahme der Sozialdemokraten noch nichts gesagt werden, da die einzig 'uständigb Parteiinstanz, die preußische Landtagsfraktion. noch nicht Zu^ammengetreten sei.
ferenz beschäftigte sich mit der Regelung der Be- wie ber „Teutschen Allgemeinen Zeitung" von wirts-chastuitg ves rä$ii<^
führenden Kreisen^ der^Partei mitgeteilt- Ksrd,^ schrfisjahr. In der Aussprache »vurde e yrage " " erörtert, ob eine Aenderung des bisherigen Systems notwendig sei. Sie ergab vollständige
wie der „Teutschen Allgemeinen Zeitung von
nach wie vor die Einh«itsfront von den Deutschnational«» bis ru den M«hrhett5sozialist«n im
Reiche wi« in Preußen.
Sie „Germania* lehnt erneut die Teilnahme des Zentrums an einer rein bürgerlichen Regierung, wiefiovon den Deutschnationalen ge- fordert wird, ab.
Die „Deutsche Tageszeitung" sagt, dem Ruck nach rechts bei der Landtagswahl und der Tatsache, daß mit Einschluß des Zentrums eine starke Mehrheit der Rechten im weiteren Sinne gegeben wäre, müsse bei der Regierungsbildung in Preußen Rechnung getragen werden.
Die Wahlen im Industriegebiet.
Düsseldorf, 22. Febr. Die Scheidung der Geister im Lager der sozialistischen Richtungen ist noch nie so scharf hervorgctrete» wie bei den jetzigen Wablen im »iederrl'einisch-westfälischeu Industriegebiet. Die litt« abhängigen haben in dje'em Gwirt, daS die Wahlkreise Düsseldorf-West, Düsseldorf-Ost. Westsaleu-Rord und Westfalen-Süd umfaßt mehr als 509 OjO Stimmen gegen die Wahl im Juni 1920 verloren. Die Kom- mnnlsten dagegen haben rund 309 003 Stimm u ge- wonneii. Es haben in diesem Gebiet Stimmen erhalten:
Deutschuat. 365 678 (1920
Deutsche VolkSP. 489135
Zentr. Deniokr. MehrlicitSsoz. Ilnabh.
Komin.
129-! 144 153 851 689 407 217 156 377 078
Wabl baden
alw
Segcn die letzte
Teutsche Volkèpariei 42 000, die
33 4 470) f531 7*0 (1263 168) (1^9 916) (657 IG9) (72 3 748)
(81 310) verloren: die
Temo'raten 36 000
niid die lliiabhängigkn 511 000 Stimmen. Dagegen haben gewonnen die ®cutid)itationa(eu 31000, das Zentrum 35 OGO, die Sooalöemo ratcn 32 000 und Die Kommunisten 295 ODO. Sowohl die drei lozialistsschcn Parteien wie die vier bürgerlichen Par- td:it haben die Gelamnitstimmenzahl von 1920 nicht erreicht. Für die drei sozialistische» Parteien wurden 183000 Stimmen weniger und für die vier bürgerlichen Parteien,21 <$0 Stimmen weniger abgegeben. Durch den auffallend großen Ansmll au 'ozmiistischui Stimmen bat sich auch das Verhältnis der Stimmen der bürgerliche» Parteien zu denen der sozialistischen Richtungen verschoben. Bei der Wahl im Juni 1320 war daS Verhältnis der bürgerlichen zu neu iozmsisti che» Parteien 61 : 39. Bei der jetzigen Wahl tat sich ein Verhältnis von 64 : 36 ergeben. Vei jeder Wahl muß dieses Verhältnis scharf hervor« gehoben werden, weil in weiten Strafen ces Reiches Ze irrige Auffassung zu finden ist, als o> im Industriegebiet die sozialistischen Parteien auf Grund inrer Stärle Anspruch auf eine Vorherrschaft erheben könnten.
Französisches Echo zum Wahlergebnis.
Paris, 22. Fehr. Zum Ergebnis der preußischen Lanoiagswahleu ich reibt Gustav Hetve in der Pictoire, man sehe wohl, daß die beiden Rechtsparteien einige Liye ßcmonnen hättet^ aber da sie im alten Landtag nur den vielten Teil der Sitze in „ege habt hätten, würden sie eine durch legale Mittel vollständig mifämgc Minderheit bleiben M fei also e ne feft-teaenbe Tatsache, daß Die Mäuuer der Partei von 1!<14 nur ein Viertel der Wähler jür »ich habe». Echo oe Paris
erklärt, die preußischen Wahlen hätten, wie man erwartet habe, eine Schwenkung nach rechts gebracht, die ungbdäugigen So.valbemotrateu hätten sehr gelitten und bk Rat onalisten hätten zum Schaden der gemäßigten Komervatioen Erfolge erzielt. Die Mehrheitssozialdemokratie gewinne Stimmen, so daß die Koalition der demokratischen Parteien Herr der Lage bleibe. Man dürfe aber die Bedeutung dieses Ergebnisies nicht übertreiben. Denn die Mehrheitssorialdemokraten dächten in bezug auf den Friedensoertraa von Versailles wie alle Deutschen, das beißt, sie hatten nur die Tendenz, ihn nicht auszuführen.
Die Reichstagswahlen in Ostpreußen und Schleswig.
Berlin, 22. F«br. Aufgrund her Rrichstags- wahl«n in Ostpreußen und Schleswig-Holstein ergibt sich unter Berücksichtigung der noch nicht verwendeten Reststimmen vom 6. Juni 1920 folgende Verschiebung innerhalb der Parteien des Reichstages: Zahl der Abgeordneten: Teutschnational« SBoH3 parkt bisher 66 künftig 71, Deutsche Volks Partei bisher 62 künftig 65, Hannoversche Landes Partei bisher 5 künftig 5, Zen
trum bisher 67 künftig 68, Bayerisch« Volks Partei bisher 21 künftig 21, Bayerischer Bauernbund bisher 4 künftig 4, Deutsche demokratisch« Partei bisher 45 künftig 40, Sozialdemokratische Partei bisher 113 künftig 108, Unabhängige soz-aldemo- kratische Partei bisher 59 künftig 61, Kommu
kratische Partei bisher 59 künftig 6 , nistischs Partei bisher 24 künftig 26. Gesamtzahl
bisher 466 künftig 469.
Unsere Ernährungslage.
Die Münchemrr Ernâhrungskonfercnz.
München, 22. Febr- Amtlich. Im bayerischen Landwirlschaftsministerium begann mittags unter dem Vorsitz des Reichsministers Hermes die Konferenz der Ernährungsminister. Die Kon-
Uebereinstimmung darin, daß für die freie Wirtschaft bezüglich des Getreides die Zeit noch nicht gekommen sei und daß die öffentliche Bewirtschaftung des Getreides in irgendeiner Form nicht entbehrt werden könne. Als die geeignetste Form der Bewirtschaftung sah die überwiegende Mehrheit der Versammlung das Umlageverfahren an. Ueber Einzelheiten bei der Durchführung des Verfahrens wird eine Kommission, die aus Vertretern der verschiedenen Staaten besteht, Vorschläge ausarbeiten, die der Konferenz morgen vorgelegt werden sollen. Im Laufe der Besprechung wurden Bedenken geäußert gegen die von der Kommission des Reichswirtschaftsrats vorgeschlagen« E i n f ü h r u n g «i n e s Monopols für di« Eiffführunz von Brotgetreide. Reichsminister Hermes erklärte, daß er diese Bedenken teile und teilte ferner mit, daß vom 16. März ab die Qualität des Kochmehles verbessert werden soll, das von da ab nur noch 70 Prozent ausgemahlen wird.
Reichsernâhrmrgsminister Hermes über die Lage.
Gelegentlich der Münchener Ernährungskonferenz sprach gestern Reichsminister Hermes vor Vertretern der Presse üoer die allgemein« Ernährungslage in Deutschland. Ter Minister oetonre die Bedeutung dieses Probleme im Zusammenhang mit den berrorsteyenden Verhand- lungen in Lanoon und führte dann aus, daß un,«re Ernührunzskag« in ihrer Gesamtheit noch ourchaus nicht zufriedenstellend sei, wenn auch im letztenmahl«, wie man ohne Uebertreibung sagen tönne, eine gewiss« Entspannung eingeheten i«i. Die Schwicrigreit«n sowohl in ber Versorgung an sich w.e in der Preisgestaltung bestehen jedc-ch weiter. Vor allem sei bk Brotration, b.e wir heute der Bevölkerung zu Sielen vermögen, noch völlig unzureichend. .Wenn auch bie Hoffnung besteht, daß die gegenwärtige Ration burd^allen werden kann, so muß man sich doch darüber klar fein, daß eben diese Ration noch n i ch t a u s r e i ch e, um di« Unterernährung zu bannen.
Recchsmini^er Hermes erklärte weiter: Ich möchte nodi ein grundsätzliches Wort sagen. Es ist viel geklagt worden über Schleichhändler, Wucherer und Schieber. Es sind hohe Strafen verlangt worderi. Ich bin der Meinung, daß man, soweit man dazu in der Lage ist, unnachstchtlich gejen bie Wucherer und ^Schieber vorgehen muß. Die verschärften Straf- bestimmungen sind eine,Folge den Vorstellungen gerade meines Ministeriums gewesen. Aber das eine darf tnan nicht übersehen, mit Strafen allein kann man dieses Problem nicht lösen Die wirksamste Bekümpsung des Schleichhandels muß gesundau werden in der Durchfüh
rung positiver Maßnahmen. Man muß dem Dott mehr bieten und deshalb haben wir zu der Kochmehlration von 200 Gramm noch eine Ration von amerikanischem Weizenmebl zugesetzt, wobei wir das Weizenmehl zu dem Einstandspreis abgeben. Wir verwenden dazu unser Auslandsgetreid« und verteilen auf den Kopf der Bevölkerung vom 16. F«bruar an 150 Gramm. Das Mehl wird mit 75 Prozent ausgemahlen. Wir werden die Qua, l i t ä t dieses Mehles vom 16. März an, wie bereits mitgeteilt wurde, verbessern. Die Ausmahlung wird auf 70 Prozent herabgesetzt. Ich hoffe, daß es möglich sein wird, trotz bet Verbesserung der Qualität den Preis zu halten. Wenn die Valutaverhältnisse günstiger werten, wird zu prüfen sein, ob der Preis eine Kleinigkeit heruntergesetzt' werden kann. Wenn wir diè Kopfcation vom 16. Februar ab erhöht haben, s» sind, wir uns darüber klar, daß wir mit dieser Ration bis zum Schluß des Wirtschaftsjahr es durchhalten können. I» der Frage des Preisabbaues lab« ach ben Standpunkt vertreten, daß man die Preisentw ick, lung nicht künstlich leiten kann. Das Problem besteht darin, Waren zu schaffe» durch Förderung der Jnlandserzeugung und Vermehrung des Warenangebotes. Wir- haben eine liberale Einfuhrpolitik getrieben. Wir haben bie Reichzstellen nach Möglichkeit ausgefch-altet und haben an ihre Stelle den freien Handel gestellt. Heute sind bie Reichs stellen in der Hauptsache nur noch für das Brotgetreide zuständig. Wir fofcen dazu beigetragen, daß bie geschäftlichen Beziehungen des legitimen Handels zu den einzelnen Ländern-des Auslandes wieder auMnom- men werden. Die Londoner Konferenz ist für bie Ernährungswirtschaft Deutschlands von entscheidender Bedeutung. In Spa ist es uns geluw' n durch Mitwirkung der MLLâârLLrnHrWgslase , stcherzu'stâg.
haben durch die GotdmarLprcimis unsere Si<>- fuhr in erheblichem Umfange finanzieren und die Ernährungswirtschaft in Deutschland etwa? besser gestalten können. Wurde nun London rr diesem Verhältnis etwas ändern, so würde das für Deutschland eine weitere starke Unterernährung bedeuten, »reil wir nicht in der Sage sind, aus eigener Kraft die Einfuhr zu finanzieren. Deshalb müssen wir auf der Londoner Konferenz das größte Gewicht darauf legen, denAllii« r- ten erneut den Nachweis zu erbringen, daß wir ihre Hilfe in unserer ErnährüngZwirt- schaft nack wie vor benötigen. Wir müssen den Alliierten offen zue eben, daß mit ihrer Hilfe ein gewisser Fortschritt in unserer Ernährung eingetreten ist. Mir müssen aber auch den Nachweis führen, und das können wir le'der, daß dieser Fortschritt sehr bescheiden ist und daß wir noch lange nicht aus eigenen Kräften weiter- 'teuern können. Wenn wir die'e Ueberzeugung bei den Alliierten trathru’en. so können wir hoffen, daß in unseren Forderungen eine gewisse Grenze eingehalten wird.
Politische Tagesberichte.
— F-^anzöfl'che Maßnahmen in der Psal».
Welche Ziele seitens der französischen Befatzungsbe- 'örden nii Nbeinland erstrebt »verden, zeigt eine Ai?« ordnimg bei fran'ösi'chen Beznks^eleg-erten für Jr Pfa'z. General De Fetz. Diele bestimmt, daß die "dju'pfliditiaen Kinder von Eltern, die früher bie bentiebr R'ichsaiigeböricikeit besaßen, nach dem FriedenSverlrag aber die französische Staatsangeböriakeit ermarber, ans ber allgemeine» deutschen Volksschule entlassen und den für O nnerS- und Soldatenkind-r eingt« nuteten Schulen zugeivie'en werden. Die Maßnabine steht wie bie .De it'cke Allgemeine Zeitung" feftsteUt im Wcher'pruâ an ben FriedeuSvertraq und dem R' iisaidrbkomnei En: äfuilitc Bestimmung w'!
e von b'ui Bezirkstele sei «i von ber Pfalz getroffene ist nur für däS Saargetäet im Frieden?ver- trag vorgesehen. Es sind also etwaige Anordnungen, die g'gen d'e deutsche Ge'etzgebnug über Schulwesen verstoßen, unzulässig. Die einschlägige Ge'etzg- uug ist im vorliegende» Falle die bayerische. DaS bap:« rische Staatlminifterinm verneinte, daß eine Ausnahme vorlienc. Eine solche ist nur statthaft, ivenn ber Unterricht einer sonstigen Anstalt einen ausreichenden Ersatz für den Besuch der Volksschule bietet. Ter Reichkkoiuiuissar für die besetzten Gebiete in Koblenz erhob gegen die Maßnahme des sranzösischeir BezirkSdelegierten für die Pfalz bei der interalliierten Rheuilandkommiisivn Eiu'pruch.
— Bolkscrnällrunst n. d Gütertarif«. Der bayerische LandeSeistiidahnra? ersucht mit Rücksicht auf d e Bolkseriiährung bei ber Erböbiing, des neuen Eiienbahntariss nickt über 65 Prozent für die Güter und 30 Prozent über den Personcuverlehr lunauS': • geben und weitere Erhöhungen durch eneraucbc ~ju. lantfeit unnötig zu madirn. Bei der llnncheru^t;. Verhältnisse sollten die Tarife periodisch neu v und zur rechten Zeit abgebaut werden. Ber - nabmetarif der Kohle für Eiiisernungeu hb^ Meter sollen bie An'ioßkräite verrtngcu . Nabrl'nns-mittel und Düngemittel überhcucz.. . XarifexWluutg abMieWM wxbere-