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General-Anzeiger

Amkliches Organ für Slabl- und Landkreis Kanan

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

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Verantwortlich: ffir volitüchen und allgemeinen Teil R i «ba rd Hu l tI ck: rür lokalen und provinziellen Teil sowie Soort Wilhelm Moritz: kür Anzeigen und Reklamen August Brodk. alle in Hanau am Main. Rotationsdruck der WaNenbausbuchdruckersi Hanau. Fernivreckanschlüks« Nr. 1237 und 1238.

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Nr. 42 Samstag den 19. Februar 1921

W die Wahlurne!

WShler

I Ler Aufmarsch der Parieikolonnen zur Preu- [ jenschlacht erfolgte diesmal bei gedämpftem i Trommelllang. Die gemeinsame schwere Sorge f Doc der äußeren G«,ahr, vor der EListenzue- Nohung bes gesamten Bolles, ließ bei den Par- s teiinstanze» keine rechte FicuL« um einem frisch- i fröhlichen Wahlkampf mit schwerem Geschütz aus- i kommen. Beschimpfungen der gegnerischen Par­teien wurden in den Wahlversammlungen die übrigens diesmal allgemein nicht so glän­zend besucht waren nach Möglichkeit ver­mieden und so kann man sagen, da 8 wir einen ziemlich ruhigen und anständigen Wahlkampf hin- ter uns haben, der morgen mit dem Stimmzettel in der Hand seinen Abschluß finden soll. Richt nur das ganze deutsche Reich steht diesem Wahl­ausgang mit großem Interesse entgegen auch das Ausland, das feindliche, wie neutrale, hat in dic^n Lagen seine Augen auf Preußen, dem Kern Deutschlands, gerichtet. Das Volk des größten Landes des deutschen Steichcs, das in der deutschen Geschichte durch feine Opfer an Gut und Blut die hervorragendste Rolle zu geben berufen war, legt morgen in schicksalsschwerer Zeit sein politisches Bekenntnis ab. Das deutsch« Boll erwartet von diesem Bekenntnis nationale Größe, Willen unb Stärk«, auf das man auf sei­len unserer Feinde mn« wird: DaS deutsche Volk DWPch einem Diktat niemals unterwerfen. Die MischerdungSvoll« Schlacht wird also, morgen nicht nur füt Preußen geschlagen, > sondern für ganz Deutschland. Di« Wichtigkeit der Preußen- wahl ist damit schon gegeben und es kann und darf niemand di« Frage auswersen, ob er morgen überhaupt zur Wahlurne gegen soll. Diese Frage­stellung ist verkehrt, verkehrt einmal aus dem Grunde, weil es morgen daraus ankommt, unsere jetzig« Rerchsregicrung zu stärken und zu stützen und zum anderen Akal« verkehrt, weil sie Gefühls­politik bedeutet. Gofühlspoliliker aber bringen den Demagogen den Erntefcgen. Ein jeder Wahl­berechtigt«, der im Preußenland« wohnt, muß also wählen, wenn er nicht durch Stimmenthal­tung die R«ichsr«gierung schwächen und der po­litischen Demagogie das B«tt bereiten will für das Wasser, das ihr« Mühlen treiben soll. Es er­hebt sich nun die Frage: Welcher A.< könnte di« Stärkung sein, die die Reichsregierung aus den Preußenwahlen erhält? Das Kabinett Fehrert- dach-Heinz«-Simons ist eine Minderheitsregie, rung, trotz dein sie keine Regierungspartei ist, einen starken Einfluß hat. Durch die sozialdemo­kratisch« Preußenregierung, nämlich durch das Kabinett Äraun-Seoermg-Lüdemann-Hänisch, der politisch« Drsalismus, wie er in Berlin b«- steht, erzeugt bis in die letzten Winkel der Re- Sierungsmaschinen Hemmungen, Hindernisse, Unfrieden, Verbitterung, Aerger. Es ist ein öffentliches Geheimnis, daß di« preußische StaatsregierungHott" erklärte, wenn die Reichsr«gi«rungHüh" sagt«. Ein derartiger po­litischer Dualismus stiftet natürlich auch im Volle Schaden an, ist bis zu einem gewissen Grad geeignet, das Parteiwesen immer in den Vordergrund treten zu lassen. Den treffendsten Beleg hierfür hat di« ozialdemokratiche Staats­regierung selbst in der Wahlschrift geliefert, die üuf Kosten der preußischen Steuerzahler durch die Presseabteilung des preußischen Staatsmi­nisteriums kürzlich erschienen ist und die vor uns [NtZwei Jahre Regierungsarbeit in Preu- ßen" bearbeitet von der Presse-Abteilung des preußischen Staatsministeriums, so lautet der Titel dieser Schrift, die die schlimmste Wahl- nnlche enthält, bk von den sozialdemokratischen Ministern getrieben worden ist und die nichts ®e&r und nichts weniger bezweckt, als in Preu- °en und durch Preußen noch einmal die sozial- demokratische Herrschaft auszurichten und durch ^n sozialistisches Ministerium die bürgerliche "Nietung im Rech« lahmzulogen und unmöglich )u machen. Es steht nach den Ankündigungen Sozialdemokratie fest, daß, wenn die Preu- Mwahl eine sozialistische Mehrheit ersehen NN so daß zunächst der bisherige Unterschied fischen Reichsrcgaung und preußischer Regie- rung bestehen bliebe, bie Sozialdemokratie zum «Miss übergeht, um auch im Reichstag wieder N führende Rolle zu erlangen. Diese Absicht W mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen und Wj gibt morgen der Stimmzettel Gelegenheit. .Die vornehmste Aufgabe der morgigen reu» Unwohl liegt also, wi« schon gesagt, darin, eine ^ichartiLleit der Reiterung im Reich und kei­

nem größten Lande herzustellen und damit auch in der Art durch Messung einer stärkeren Autorität unseren Feinden eine geschlossene Front vorzusührcn. Weiter gilt es morgen dafür zu sorgen, daß uns Preußen erhalten und. nicht zerstückelt wird Wir müssen uns bewußt sein, daß uns Preußen groß gemacht hat, daß mit Preußen auch das Reich zerfällt. Diese Gefahr begreifen, heißt sie mit aller Kraft bekämpfen; cs handelt sich dabei nickt um Partikularismus. sondern um drängende Notarbei! für unser deut­sches Vaksrland^ Jeder muß sich daher die Par­tei an'ehen, der er morgen feine Stimme geben will und jeder muß sich sagen, daß es stets auf di«. Sache und nicht immer auf den Mann an= kommt. Die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht umsonst gemacht worden sein. Lernen wir davon und treten wir morgen für bie bürgerlichen Parteien ein. Vorläufig haben wir noch meh. rer« bürgerliche Parteien. Die große Partei fehlt noch. Sie wird auch erst Jammen, wenn bie Deutschen reif dazu sind, sie gewissermaßen unbe­wußt zu fdxiffen; wenn sie nur da? eine unent­wegt im Auge behalten: cs gibt nichts Größer«;, als über sich selbst hinausleben im Dienste der Nation treu ureigenem Werden des Volkes. Heute gilt es zrmächst einmal, daß die b ü r g er­lich « n W n h l s r n i ch t schlafen. Tun sie alle ihre Pflicht, wie am 6. Juni.bei der Reichs- tagswahl, so besteht die sichere Möglichkeit, in Preußen ebenso wie in Davern eine bürgerliche MchrM ^.Len LandjaL zu «.Ltt^er und da-, mit für Ruhe, Ordnung und Siettgkeit in Preu­ßen und für eine Stärkung der Reiche-regierung '*u sorgen. Rechnet man nämlich die Zahlen der Reichstagswahlen in Preußen einmal auf bie eventl. zu verteilenden preußischen Maidot« um, so ergibt sich das folgende Bild: Die bisherigen Regierungsparteien in Preußen mürben danach im preußischen Landtag statt ihrer 304 Mandate, bie sie bisher hatten, im c, -anten nur 212 haben, die Oppositionsparteien dagegen statt der 93 Mandate. bie sie ietzt zusammen baden, 192 Man­date. Hierbei sind ab<lr die Mandat der Ab­geordneten in den Gebieten nicht berücksichtigt, die im Juni 1920 nicht gewählt haben. Da? sind bei den jetzigen Mehrheitsparteien 49, bei her bisherigen Opposition nur 11 Mandate. Wenn man aber das Verhältnis des Rückgang der Stim­men für die Regierungtparteien zugrunde legt, das man auf «in Drittel beziffern muß, dann fallen noch IG Mandate ter Opposition zu. Es wurden somit bie bisherigen Req'erunasparte'en in Preußen nur noch 191 Mandate haben, die gegnerischen Parteien dagegen 208 Mandate.

Wir leben nlm. es liegt in der ^anb der bürgerlichen Wäbler! Zu welchen Zuständen Wabl"nthaltnng führen kann letztere kommt natürlich nur in dem bürgerlichen Laaer nor beweist die Landtaaswahl des Freistaates Sachsen, wo nur 65 Prozent aller Wablberech- tieten ihrer Pflicht qenüai haben, und die Folge trotz eines erheblichen Ruckes nach rechts eine rein sozialistische Negierung ist, die jetzt mit Moskaus Unterstützung schaltet und maltet, wie es ihr beliebt. Deshalb nochmals: Preußische Bürger unb Bürgerinnen tut morgen Eure Pflicht und wählt zum preußi­schen Landtag! Vergeßt dabei aber auch die anderen Wahlen nicht in der Stadt die ksommunallandtaqswahl und auf dem Lande dieKommungllandtags-und5ireisèagsn»ablen, die diesmal ebenfalls von großer Wichtigkeit sind.

Die Aemrerverschwenöung.

Ein ^Beitrag zu ben LandtagSwavien.

AnL in Satiren siebt man mit großem Intcrcsic nach Prcmicn und erhofft vom nächsten Sonntag einen Uitrdmr.Hig zum Zweck reinlicher Schtiduna, weil e* o, w e bisher, eben nicht weiter geht. Ta» dcmo- kratii.ltäeipvger Tageblatt* weist barau* bin, daß oer bödme Trumpi der wablreikencen fouafoemofrati« eben preußischen Minister immer ist: ionnd'o viele gcsiiinungSerprovte eii.geschriebene Genossen haben wir im Bereich unserer Berwattungen unteracbradit Die Herren sprechen auch durchaus die Mabrbeit: in weitem Ausmaß sind Reich mib Staat m BerioraMgr- anfta-ten treuer Porttiglänbiâit geworden Nur daß Ittner für die trösten der Versadrens innen» w-c außenpolitisch die We amtbeit ausuikommen hat.

Zu teil Jeden, io klagt ba« genannte deiuokratische Oraan, wo das Teut'che Nc-ck eine Grogniachl war unb eine aktive auswärtige Politik zu treiben hatte iwennschon es nicht immer eine gute trieb), genügten rür die Zwecke bei ynSwärtigen Lintts zwei Gebäude Heute ist'» in der Wühelmstraße ein ganzer Häuser­block. Die Geschäkte des Pressereierat» besorgten ebLdlu» tut Ministerialdirektor und drei oder vier Mu-

arbe'ter. Unter der Herrschaft der SoiitlbemofraHe mnrbf zu solchem En^e ein Pala'S rrauiriert und in für den Kunststeund schmerzlichen formen bebaftiert. Daneben aber wimmelt es auch in den anderen Zentral beworben von PressechesS und Assistenten, und zu den alten (und »licht durchweg ans sachlich gwinaenben Gründen» Iwt man neue Ressorts und Aemter geschaffen. Rene Sieffort« und neuen Troß.

* Aon den Autos, bie ganz allgemein nun zu den ministeriellen PcklcidiiiigSstückrn gehören, soll in diesem Zummiiieiibang gar nicht erst geredet werden. Um -Bagatellen handelt, bei den bermatigen Preisen, es sich freilich auch dabei nicht. Iiumerbin wird man daran erinnern dürfen, daß der Sürst Bismarck als Kanzler und preussischer Ministerprästsent sich in Berlin mit zwei KnI'chpstrden behalf, bie er, obschon ein Sreitnb der Genauigkeit, selber bezahlte. Otto v. Bismarck ist dabei sicher schlechter gefahren als heute Herr Braun und Herr Severing. Das Reich und Preußen eigent­lich aber nicht . . .

Aussürreikungen in Wahl­versammlungen.

Frauk'vrt a. M.» 18. Sehr. (Vriv. - Teltgr.s In einer deutsch-nationalen Versammlung, ist der Staatsminister a. D. Helfferich vor etwa 409- Ver- ioneii Grack, fam eS heute zu stürmischen, blutigen NuSeiuand-ufctzungen mir etwa 100 jfoinmnniften, bie kurz vor BersammluugSbestun mit Gewalt in ben Saal tingedrungen waren und hierbei einen älterm Mann erheblich verletzt hatten. Die Rede Helfferichs würbe fortwährend durch Johlen der Eindringlinge unterbrochen. AlS schließlich einer der Kommunisten einen Studenten mit einem Schlagring schwer und einen, anderen Jejdit verletzte, wurden dir Friedensstörer von den VrrsammInngsieilnenmern hmautgeprügelt. Cun gro'eS Echiiypolizeiauigebot sperrte den Zoolo- .glichen Garten, wo die Versammlung ftattfanb, ab und jagte die Ruhrstörrr in entlegene Seitenstraßen, um weiteren Ausschreitungen vorjubengen. Nachdem bie Ruhe in der Vtrsammlung wieder bergeftellt war, teilt: Helfferich u. a. mit, daß die deut'ch nationale Partei bereit sei, auch mit den Sozialdemokraten in eine Regierung einvitreten, weiln man die Gewähr fatür habe, daß man in London unter allen Um­ständen feftblcibcn werde.

Berlin, 18. Febr. Wie das .Verl. Tageblatt" ans Kiel meldet, lam es gestern in einer Wahlver­sammlung der Teutsch-nationalen zu schweren Aus. schreituiigen. Der Führer einer linksradikalen Gruppe warf einen Stuhl gegen ben VorstaudSüsch und gab raunt las Zeichen zu einem Heft-gen Stuhlbombarde- ment. Mehi ere Personen wurden verletzt- Die Polizei räumte fchließlich ben Saal.

D!e Reparaksonsfrage.

Philadr phia, 18. Febr. In einem von der Zeitung gilbte Ledger Heron statteten öffentlichen Vor­trag erklärte Dr. Allyn, Dozent an der Havardum» verfität und Wrrtichatttbcirat der anterifaiuidien ,fn»beiilfommiffion, daß die neuen französischen R'pa- rationSvorschläge, über bie sich Frankreich mit Eirg- land kürzlich einigen sonnte, in der Hauptmche poli­tischer Natur seien. Die neuen Vorschläge, sagte Dr. Allyn g-hen weit über die Revarationsklausel des Ver­sailler Vertrages hinan». Ich kann sie nicht ander? als mit politischen Erfordernissen Frankreich» erklären denen Lloyd George an» iraeudwelchen nnerforidjlidieii Gründen znstnnmte. Selbst mit dem besten Willen könnte Deutsch'and nicht bie von ihm jetzt verlangten Zahlungen leisten. Kompetente sranzön'ch: nnd Ing­usche Sachverständige mußten das wissen. Seit Frie- denrichluß hat Frankreich nur einen mäßigen wirt­schaftlichen ,'OrtiAntt erlebt, aber die wirkliche Ge> siiilduui; wird wapricheiuLd) aucblcibcn, wianae da« framöfbehe Volk nicht bie volle Wahrheit über bie Wettfinanzen erfahren hat, über die drastischen Maß­nahmen, die zur Ausgleichung des HauS -altes unb zur Hebung bei Wccbselkue't» erforderlich sind und über »« enttäuidjen) tleiiie Summe, bie Deutschland als Reparation suhlen kann. Durch die Eiörterung und Adäiidcrung der NeparaUonSvorsyläge wurde ihr wah­rer Cvaralt.'r enthüllt. Sie sind, wie ich glaube, bauptiâchUch auf politische Gründe jur.icf;uführen und ihre Wirkling auf die wirtschaftliche Lage m Deutsch» taub wurde außer acht gelassen mit Rücksicht auf b e Ausnahme durch bie sranzösiicht Presse, bie Abgeord­neten unb die Wähler.

London, 18. Febr. Im Laufe der Unterbaus- debatte über bie Reparation erklärte Lloy) George, er werde feilt möglichste» tun, um an« Deutschland den letzten Pfennig, ben es zahlen könne, hkranrruzicheu. Er wolle jedoch teilte Vonchläge uiiterbie ten, die nach den cingeiiolten Gutachten der Sachverständigen ganz undurchführbar seien und laßche Hoffnungen tu Eng- -and eiiDcdicn.

Lloyd George will Frankreich helfen.

Der Londoner Korr«spond«nt L«sJournal" hatte ein« Unkutciumg mit einer Persönlich­keit aus der Umgebung Lloyd Georges über bk Haltung, bk Lloyd Georg« bei ten Konfe. r«nz«n «lnzun«hmen gedenkt. Lloyd Georg« ist von demselben G«ist erfüllt wie bei feiner Abreis« von Paris, als er sagte, daß vor allem irgendein

ArrSwelchen Deutschland« ntcht gedulde- wetchetz? würbe. Nur sei es Lloyd George» Methode, bc% beim Herannahen der Konferenz der KnÜppe» nicht geschwungen werden dürfe, damit bie Kon­ferenz bei ihrer Eröffnung sich nicht in einem schlechten Geist befind«.

Amerikas Ausscheiden ausSerEnlenls

Paris. 18. Febr. Die amerikamsche Regierung beschloß, ihren ?Jertreter aus der Wiederherstellung»- Ko ^mifstov abmbmr'en, wie sie schon vor einiger Zeit ben Vertreter Amrn'as in der Botschafter-Konftrens abberuktn hat. Der Delegierte Amerikas in der Re- raratirnSfrage, Boydrn, hatte übrigens in der letzten üeit nur mehr die Rolle des Beobachter» zu svitlen. Die Regienzug Wil-oii» will übrigens, bevor sie da» Weiße Haus verläßt, eine klare Situation schaffen. ES wird angenommen, daß auch die amerikanischen Tnipven noch vor dem Amtsantritt Harding» aus ttoblcnz abmarschreren werden.

Nmerika lehnt die Gintabnni zur Lon»»«»«» «onfcrenz ab.

Lonbvn, 18. Febr. Die »Time»' melden «t» New Dark, daß die neue Einladung der Alliierten an die amerikanische Negierung zur Entsendung eine» Ver­treters zur Londoner Konferenz vom Präsidenten der Republik erneut obgekbnt worben ist. Ein Einspruch Wilions gegen die Pariser Beschlüsse ist jedoch bi»hrr nicht erfolgt.

PoMlsche Tagesberichte.

^hu Drnkfchritt der ReichSgeirelb«« Kelle. Die Blätter veröffentlichen im Auszug eine Ten lcbrilt der NeichSgetreidestclle, die der auf ben 21« d. Mts. festgesetzten Konferenz der ErnâhrnngSmmistek der Länder in München unterbreitet werden soll. E» wird darin die vollständige Freigabe beS Getreidelter- febr« abgelebut. da hierdurch bald bie inländische« Preise bie Höhe des Weltmarktpreises erreichen, vielleicht noch überschreiten würben. Es wird dann weiter dasttliiilagcsystem empfohlen wegen des Zwange» für ben Landwirt, die Rentadlität seine» Betriebe» in hohen Hektarerträge», statt in hohen Preisen für ge» ringere Erträge zu suchen. Ein Abbau bei Zwang»« wirtidiaftsauparateS wirs in der Richtung als möglich bezeichnet, daß der zentralistische Müblendetrieb bei RcichSgetreidestelie aitigeboben und von der bisherige« Dieblwirticbaft zur KSruerwirtscha't übergegangen wirb. Bezüglich ber Grfaifuiig und der Ncberivachung wird in der Organisation ber ReichSgetreidestellt im laufenden WirtschastSjahr eine starke Dezentralisation stattfinden.

Zum kommunisttschcn Parteiwirrwar« heißt eS imVorwärts" : Dir Kommunisten werde« am 20. Februar nur den neuen Beweis dafür erbrin­gen, wie weit sie von der Ergreifung der Macht ext« lernt find.» Vielleicht werden sie etwas an Stimmen gewinnen, dafür ist el aber gewiß, daß sie sich durch die Methoden, mit den n sie diesen Wahlkampf führ­ten, selber den Hals gebrochen haben. Zwischen bett ehrl 4 irienden unter ihnen unb ben manbatbungerigen Stevo.utioiiefchw.iibkrx wirb baun ein Kampf auf Leben und Tod entbrennen.

Des neu: lirpisHe 8 rubtag. Der nette gern üb te livpisch: Landtag trat heute zu seiner ersten Sitzung zusammen unb nahm die Wahl des Landtag»- Präsidium» vor. Gewählt wurde zum Präsidenten der Abgeordnete Meier-Detmold (Sog >, zum Vizepräsiden­ten der Abgeordnete Arcier-Dörcutrnp (D. Nat.)

VerttanSlungen zwischen Polen und Dangig. Havas meldet aus Warschau: Gestern wurden die V roaiidlungkn zwischen Polen unb her Freien Stabt Danzig durch eine Begrüßungsfeier ein» geleitet, bei der der Vorsitzende der polnischen Abord­nung Senator PlnunSki int Namen seiner Regierung erklärte, daß bie Unterhandlungen sich auf politische, wirtschaftliche und SerkhrSnageu erstrecken würden. Las Ziel sei, im Gebiet von Danzig alle diese Fragen derart zu regeln, daß Polen einen freien Zugang zum M«r' bekäme und ihm bie Eröffnung der Schiffahrt aus allen Meeren ermöglicht werde. Redner gab ber Hoffnung Ausdruck, daß die Unterbanblungeu in Kürz« in einem Abkomme» führen würben, das als Grund­lage ber Wahrung der beiderseitigen Interessen und bei gegenseitigen Vertrauens bienen könnte. In feine« Antw rt dankte JcwGwSki dem polnischen Redner füt feine Erklärung uns druckte gleichfalls die Hoffnung auf Wahrung ber freun JicpiftliAen Bezieh»» en au^ sowie auf baldigen Abschluß eines Abkommens. D« Aurschüsse werden drei Tage in Danzig tagen uxi orei Taue in Warschau.

Tie sratizösisch-potnischt» Perhandlum qe». Wie berMatin" mitteilt, müssen bie Vertreter Polen» um der französiich-N Regiern»-, bevar bei Ministerpräsident Paris verläßt, um sich nach Lands» zu begeben, das Ergebnis ihrer Beratungen bekannt- gebe«. ES haudle sich um ein Handelsabkommen, bei arm die Pctrolcumqiietzeu in Galizien eine besonder« Rotle spielen, sowie um ben Abschluß rillt» militärische, TefeniiviünbniffeS. Diese« Abkomiuen enthalte tech­nische Klauseln, bie nicht veröffentlicht würden, ver­lange aber feine Verpflichtungen Frankreich», kic »ich» im «erbaltoul |X seinen Mittel» Mdc». ~