4^^r
n 71
7
(Etnrüdunoggebühr:
nie8oelv. Kolonelzeile oder deren Räumt.—Mk., die taeiv. Zeile im Neklameteil 3.— Mk..25AoTeuerungs» uML Ofrertgebübr30Psg.BezugsvreistViertel» jSbtl. 14.49 Mk.,monatl. 4.80 Mk.. f. Postbezug vienel- jädrl. ,5MMk..monatl.5.30Mk. DieNummerLllPsg.
Posticheck-Konto Nr. 26659, Frankkurt a. M.
General-Anzeiger
Verlagsleitung: Ao. .'- eer^ verantwortlich: für volittiLen ui, •/:■
Richard Huktlch. »jt Weier. un r’'.c ?i Or Zed
Amtliches Organ für Stark- und Landkreis Kanan Reklamen Ausust Bröst. eÄ inHs^v. ent Sioia.
' ’ Rotationsdruck der Waikenbausduch drückn?! öatuau
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
ernIoreckanIcblüN, Rr. 1237 uns 1238. ............... >
jir. 35
Freilag den 11. Februar
1921
Das Neueste.
— Die deutsche Kriegslastenkommission hat htt Neparationskommissiön eine Note über die «tage der deutschen Kohlenlieferungen übergeben. 0 — Bayern erklärt, dass auch in der Ent- Naffnungsfrage die letzte Entscheidung und die Verantwortung für die allenfallsigen Maßnah- flten der Reichsregierung zufällt.
— Der Reichspräsident empfing gestern den Mtmannten italienischen Botschafter Frassati.
— Die Reichsregierung hält unter allen Umständen an der Ausfuhrkontrolle und der zentralen Regelung der Ausfuhrpreise für Salz fest.
— Die Belgrader Regierung hat den von ihren und den deutschen Unterhändlern vereinbarten Handelsvertrag abgelehnt.
— Nach dem „Temps" findet die nächste Sitzung des Völkerbundsrates am 21. Februar nicht in Eens, sondern in Paris statt.
— Die französischen Minister und Unterstaatssekretäre werden sich heute im Ministerium des Beugern unter dem Vorsitz von Briand zum Kabinettsrat versammeln.
" Der Weg ins Freie.
Di« Pariser Beschlüsse sind feine Auswirkung, I sondern die Fortsetzur.-g des Krieges mit andern I Mitteln Der Wirtschaftskrieg, den uns England I ««gekündigt hatte, ben es einleitete mit der Zcr- I störung des deutschen Außenhandels, den es I sortierte mit der Wegnahme der Handelsflotte I und der deutschen Kolonien, dieser WirtschaflS- I stieg ist es, der, wie wir bereits an dieser Sielle I aus führte,., in den Pariser Beschlüssen einen I neuen eisernen Ring um Deutschland zu schlagen I sucht. Es gilt die deutsche Wirtschaft im Kern zu »treffen, durch den Zollausschlag di«,deutschen I Karen von den Auslandsmärkten zu verdrängen. I Gewiß, der Zollaufschlag ist scheinbar franzâ- I stsches Eigengewächs, aber nicht Frankreich, son- I bern England wird der Nutznießer sein. Die I Franzosen mögen hoffen, wi« Briand sich aus- I drückt«, durch den Aufschlag an der Erstarkung I der deutschen Wirtschaft teilzunehm.°n. Allein I was sie nicht sehen das ist, daß die W'atzsähig- I seit ter deutschen Erzeugnisse im Ausland nicht I unbedingt, sondern bedingt ist. Gilt dies schon I für bie Zeit der Kris«, so noch mehr für die Zeit I des Uebergangs, in der bie geschwächte ober I «unterbundene Kaufkraft des Volkes langsam I tvioder steigt Vergessen wir nicht, daß England I bie Versuche, bie deutschen Waren zu ersetzen, I kcch nicht aufgcgeben hat. Es wird auf die I Taner ein Versuch mit untauglichen Mitteln I bleiben, es fei denn, daß England entschlossen I ist, selbst um den Preis der Zerstörung der Fest- I landwirtschast die deutsche Wirtschaft voWandig I vbzudrosseln
I Allein hier zeigt sich auch der Weg ins Freie. I Ebenso wi« England die Kontinentalsiperr« miß- I lang, ebenso kann und muß die Zertrümmerung I der deutschen Wirtschaft an der unabänderlichen I Kittsamen Interessen^emeinschaft der europäi- I scheu Staaken scheitern. Diese Jnteressengemein- I Schaft ist keine Erfindung von hcute, sond-ern I stires gegebenes. Das hat seit bem Versailler I Frieden am schärfsten der italienische Staatsmann Nitti betont, der die Ursachen der «uro- I Maischen Kri«e messerscharf anbeutete, als er von I Rußlands Zerfall? und Deutschlands Einkapse- I 'ung sprach. Die englische Taktik ist zwar darauf I reichtet, mit Rußland ins Geschäft zu kommen, ^a die Londoner City mit Rocht Geschäfte und Eerdtenfte von unbegrenzten Möglichkeiten gittert. England sucht gleichzeitig b'.e Handelsbeziehungen mit Sowjet-Ruß,lanid wieder aufzu- vehmen, aber es versucht auch gleichzeitig, den deutschen Wettbewerb für unabsehbare Zukunft «rurzuschalten. So vorteilhaft das für bie englische Wirtschaft ist, so nachteilig ist das für bie Europas. Dafür haben auch die Neutralen ein Empfinden gehabt, auf bie die Pariser Beschlüsse ^och mehr wie aus Teutschland wie ein Hagelschauer gewirkt haben müssen. An uns liegt es, den wach senden Wider fand der Neutralen zu
i stärken, wozu einmal sach.lich« Tarsirllungc.z, Hann aber auch bie Boweise notwendig sind, daß Teutsch land ent schlcf.cn ist, den Wund-erbau einer Wirtschaft den gesamten europäischen Jn- 'eiefitn wieder dienstbar zu machen. Wenn die yieuhalcn ine an Deutschland geworden sind, ^» geschah das auch mittelbar unter dem Eindruck bet zermalmenden innerpolitischen und sozialen äämps-st in bie sich Teujschianu ohne äußere Not 'tob irreren Zwang gestürzt hat. Es ist eine Tragödie, in bet wir uns selbst den Giftkelch .......„
Un b.e Lippen setzen. Wir müssen das Vertrauen Zer vorhanden sein. Die korrekte ^mwort der ^rs Auslandes wieder gewinnen, vor allem da- beut ,den Sxcierung erinnere daran, ^daß die durch, daß wir die Arkdeitsenergien entwickeln, tit noch immer ungebrochen in uns laben. Mehr
nie der verlorene Krieg hat uns die Umwälzung vtnb, di« sozialistische Auflockerung geschadet. Wir suchen Vertrauen und Kredit und können 'dafür als Gegenleistung nur unsere Arbeit bie- 'tcn. Das Ausland fieti nur, wi« wir zügellos hin- und herschwanfcn, die Arbeit abbau«n, statt sie aufzurichicn. Er ist. als ob wir die Tragödie selbst vollenden. Dazu gehört, daß wir die noch seimkräftigen Wirtschaftszweige durch sogenannte 'Sozialisierung zum Absterben zu bringen suchen. <Wir müssen nun einmal die Meinung des Aus- sandes als Unwägbarkeit in den Kauf nehmen. /Wenn wir den Weg ins Freie wieder aufstoßen «wollen, dürfen wir ihn nicht in neuen Abgründen und undurchsichtigen Tiefen enden lassen.
Bayern und die Reichsregierung.
München, 10. Febr. (Amtlich). Die mchrtällige» Beratungen der bayerischen StaatSregierung «nd der Koalitionkpartclen fanden mit Ju'ttmmnng aller beteiligten Faktoren mit einer an die NeichSrefZernng zu richtende» Erklärung der bayerischen rtaatsreglernn.-z abend» ihren Abschlnst. Die riaatsregiernng und die KoalitionSparteien Haben der Dcdcntnng und Schwere d:s .'lttgenb'.ickS in feder Weise Rechnung getragen. Wenn trotzdem daS Ergebnis der mehrtägigen Bcratttngen, die in erfrenlicher Einmütigkeit geführt wurden und auch von der Mehrheit der Presse in dankenswerter Geschlossenheit nnterstützt wurden, den b i ö- herigen Standvnnkt der bayerischen StaatSregiernng s est hält so beweist dieS erneut aller Welt, daß das bayerische Volk und seine Regierung in der Erhaltung deS unent^!)^ j^|it|U sch » heS auch heute noch eine Lebens- frage erblickt. Die bayerische Staatsregie- rung hat demzufolge von Anfang an den Standpunkt vertreten, daß die Rcichsregic- rung, ebenso wie sie die ungeheuerlichen ReparationSforderungc» abgelehnt hat, auch den» « n in ö gl i ch e » Enttvaffuungs« d i k t a t nicht z n st i m m e n dürfe, die beide ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Sie verkennt jedoch nicht, daß der R e i ch S r e g i e r u n g die letzte E n r s ch e i- du ng »nd die Verantwortung für die aNen- fallsigen Maßnahmcst zufällt. Die bayerische StaatSregiernng und die KoalitionSparteien ließen sich in ihren Beratungen und Ent- id)iiefimucn ausschließlich von de» vaterländische» Jtttercsscn leiten. ES war daS Bestreben der bayerischen StaatSregiernng, die Posilion der ReichsreLierung gegenüber »cm geschlossenen Willen der alliier:«,» Mächte z» stärken. I»» diesen, Grist und in dieser Absicht wurden von ihr alte Vcrha»-- luttgcn gepslogc». Wein, nicht überall unter ZnrücksttUung alles Trennenden mit der gleichen Sachlichkeit und Znrückha tung die strittige Frage bGandelt worden ist, so ist daS bedauerlich, da cs viel zur Verschärsttug beigetrageu hat.
Der Entschluß Bayerns, sich in der Entwaffnungsfrage nach den Anordnungen der Reichsregierung zu richten, ist angesichts der inneren Schwierigkeiten Bayerns, die unbedingt, zu würdigen sind, mit lebhafter Genugtuung zu begrüben. Wäre jetzt, wo alles darauf aii- tommt unseren Femoen eine geschlossene Front aller Deutschen entgegenzustelken, auch nur ein Staat abgejallen, so hätte dies von unübersehbaren Folgen für die Einheit des gleiches fein könne. Da nun ter Weg von Mün- ch«u nach Berlin freigeipacht und das Verhältnis zwischciy Bayern unb dem Reich« von jeder Trübung befreit ist, kann man sich auf die Hoffnung beschränken daß die adschließenden letzten Verhandlungen ohne neue Störung zu Ende geführt werden.
Pariser Stimmen zur Londoner Konferenz.
• Die Annahme der Einladung zur Londoner Konferenz durch die deutsche Regierung wird vom Temps als eine Folge der Reden Lloyd Georges bezeichnet. Man Müsse jcooch, so erklärt »das Blatt, bedenken, daß die deutschen Proteste die Mahnung nahelegten, Franl.eich müße stark -bleiben, sonst wurde die Kr rege g Zahl bald ivie-
L.'zu'l'iv. tat vAviviuj.y vuiui^v w,wh» *«p v 1 ’ Verbündeten nur dann ihr Ziel erreichen würden, wenn sie einig blieben. Von diesem Ge-
dankengang aus betrachtet das Blatt die Aussichten der Londoner Konferenz. Die verbündeten Regierungen müßten allein entscheiden, wie weit sie gehen wollten, das heißt, inwiefern sie die deutschen Gegenvorschläge in Erwägung zu ziehen gedachten Jed« Lösung müsse als ungerecht erscheinen, die den Gläubigern Deutschlands nicht die gleichen Vorteil« gewähr«, die das Abkommen von Paris vorsehe. Wenn Deutschland Gsgenvorschläge mache, dann müßten die verbündeten Regierungen mit neuen Gedarrten kommen. Sie dürften sich nicht an den Text binden, der cm 29. Januar in Paris festgesetzt worden sei, denn unzählige Systeme könnten zum Ziele führen. Wenn z. B. Deutschland mit den Plänen von Spa komm«, also mit der Frage der Stellung deutscher Arbeiter, müßten die Verbündeten im voraus wissen, was sie darauf antworteten. Schließlich gebe es auch noch ander« Fragen, di« zur Sprach« kommen könnten. So z. B. die erst« Zahlung von 20 Milliarden Goldmark, di« Begrenzung der Kosten für die Besetzung, die Frage der Kontrolle der ausländischen deutschen Anleihen, den etwaigen Zwang, den man auf die deutsche Regierung ausübèn wolle, um sie zu zwingen, für die Verbündeten im Ausland Geld zu leihen. Alles das müsse in Betracht gezogen werden, aber schließlich müsse man auch Klarheit über die Maßnahmen schaffen, durch di« man die Ausführung der Abmachungen erzwingen wolle. Frankreich vor allem als Hauptgläubiger müsse die Konferenz von London vorbereiten. Es müsse mit klaren Richtlinien kommen und sich vorher über alles mit den Verbündeten rerstündigen.
Auch das Journaldes Debats sagt. Deutschland habe das Recht, Vorschläge in Lon. don zu unterbreiten Die Teutschen könnten die Wie Art und Weise angeben, wie sie ihre Einnahmequellen auszunutzen imstande seien. Hoffentlich würden sie die Lage nicht erschweren und nicht mit leeren Taschen zur Konserenz kommen. Es sei notwendig, eine Kontrolle über die Verwendung der heutigen Steuern «inzurichten. Jedenfalls aber sei es falsch, zu sagen, Deutschland würde die französische Industrie ruinieren, wenn es die sein« entwirf le, um bezahlen zu können. Es sei aber auch falsch, zu behaupten, man ruiniere Deutschland, wenn man ihm Zahlungen aufzwingc, die über feine Kräfte gingen. Deutschland könne Frankreich viel« Produkte liefern, die Frankreich nicht herstelle.
' _ Das Vcrtrauenszeugnis für Briand.
Paris, 10. Febr. Bei der gestrigen Abstimmung in der Kammer haben sich 102 Deputierte an der Abstimmung nicht beteiligt. Gegen di« Vertrauenstagesordnung stimmten geschlossen die Sozialisten und die Kommunisten, weiter di« Mitgliedes der Partei Arrago, sieben Radikal- sozialisten, neun Linksrepublikaner, sechs rechtsstehende Republikaner, sechs Abgeordnete, die keiner Partei angehören, und zwei Mitglieder der repMikmisch-sozialistischen Fraktion.
Der „Temps" sagt bei Besprechung der heute vormittag dem Ministerium Briand be- willigi«n Vertrauenskundgebung, daß es die bc- rechtlgte und notwendige Genugtuung des Parlaments habe, aber die Kammer behalte sich vor, das Abkommen von Paris erst an dem Tage zu beurteilen, an dem das Abkommen von London hinzugekommen sei. Diese Deutung könn« man aus einer Erklärung ersehen, die der Abgeo-sb-- nete Fabry, der Urheber der Vertrauenskund- gebung, ausgesprochen habe. Er habe gesagt, alle Abgeordneten hätten den Eindruck, daß erst neue Verhandlungen das in Paris begonnene Werk zu einem vollkommenen machen könnten, über das sich alsdann die Kammer auszu sprechen habe. Nach dem „Demps" hofft Frankreich, daß die Verteilung der deutschen Entschädigung sich nicht nach dem einfachen Verhältnis regele, was bis jetzt angenommen wurde. Der Abgeordnete Tardieu habe unter Beifall der Parlaments erklärt, erst müsse alles restlos miederhergeftellt werden, was Frankreich an Schaden erlitten Jdtte, und danach könnte die übrig bleibende Summe im Verhältnis zu den allgemeinen Schäden verteilt werden.
Die „Liberte- sagt, es müsse vermieden werben, daß die Konferenz von London ein Tribunal werde, auf dem die Franzofen Verlanger, die Deutschen Verteidiger und die anderen Beteiligten Richter sein würden.
Der bayrische Landtag und das Pariser Diktat.
München, 10. Febr. Im Landtag kam Mi- nister H a nr in aus das Pariser Diktat zu sprechen und führte aus:
Wir wissen daß wir zahlen müssen, nicht aus einem gerechten Richterspruch heraus, sondern aus dem Titel des verlorenen Kriege». Die
Pariser Forderung«« gehen noch über ten Versailler Friedensvertrag hinaus. Wir sin- entschlossen. sie abzulehnen und nein zu tagen: Wir werden aber auch neue Sachverständig«- Vorschläge als Deutschlands letztes Wort aus- arbeiten. Was von uns verlangt wird, ist r.ichi nur völlig« Unmöglichkeit, sondern ausgesprochener Wahnsinn. Er soll uns auf» erlegt werden nicht von WirtschafiSmansch«», sondern von Menschen, bie getrieben werben von Haß, Vernichtungswill«n oder von Politikern, die sich fragen: Wie komme ich über die nächsten vier Wcchen. wie komme ich über die Wahlèrr hinweg? Eine Lösung lann nicht gesunden wer, ben im Geist« des Versailler Vertrages, sonder» nur im europäischen Geiste, nur nach dem Auè-, spruch der wirtschastlichen Sachverständigen i« Brüssel. Gemeinschaftliche Zusammenarbeit und guter Wille aller Nationen. Der Geist von Paris ist davon himmelweit entfernt Wir wisse« wicht, ob in London der Geist von Versailles ober der Geist der wirtsckaftlichen SachveKöndizen vor. herrschen wird. Wir müssen jedenfalls in ««er» gischer Arbeit all« wirtschaftlichen Unterlagen für bie Londoner Konferenz vorbereit««. Ich freue mich, daß Bay«ru bei blesen Arbeiten wieder durch bie gleichen ausgezeichneten Sach. Walter vertreten ist wie in Spa, Versailler unk Brüssel. Für uns bleibt nur übrig: Zur vollkom. menen Einigung aller Volksgenossen zu kommen, bie wie Genomen eines Schicksals sind. Die Frage ist, ob wir Rechtstitel schaffen, die noch unseren Kindern und Kindeskindern vorgehalten werben könnten. Wir wissen nicht, ob der Abschluß d«S Abkommens gelingt oder nicht. Wenn es nicht gelingt und man uns Ketten anlegen will, so möge man wissen, daß uns diese Ketten innerlich nicht binden.
PoMijche Tagesberichle.
— Die Be'a'un« an Steuern un» AbO«« ben. Zn fixer Denkschrift des Völkerbünde», die der internationalen Finanzlomerenz in Brüssel im Herbst vorlaa, war die Gelamtbtlastnng an Steuern und Abgaben in Deutschland noch auf mir 474,90 Marl berechnet. Dar geschah auf Grund älteren Material», sie beträgt tatsächlich auf den Raps der Bevölkerung 753 37 Mark. Die Stenerbelculung in Frankreich beträgt nach der Denklchrift auf den Kow 416,80 Franken. Die Denkschrift nimmt ein Durchschnitt», einkommen 4k Deutschland mit 3900 Mark und in Frankreich mit 32< 0 Franken auf dm Kopf an; Wen« man sich auf den Boden dieser Zahlen stellt und sie, wie e« die Denkschrift tut, in Dollar umreinet, de» trägt rack dem Kurse Pont 31. in Dcutichlans da» Durchschnittseinkommen €0 84 Dollar und die Steuer» belastUiig 11.75 Dollar, in Frankreich da» Durchschnitt»« einkomme» 225.92 Dollar und d e Stcuerbclaftung 29.42 Dollar. In Deutschland muß habet bie Bevölkerung 2ü Prozent bei Durchschnittseinkommen» an hen Stâat «Sführen, während der Franzose nur 13 Prozent abzugeb:« tot. Danach ist die steuerliche Belastung in Deutschland sehr viel schwerer all ii Frankreich Hub dies besonder», wenn man berücksichtigt. bafj flcutere Einkommen viel wringet ao,abe> pflichtig fuiD, al» größere. Setzt man dar Eristcuz. imnimiim für Dcutichland und Frankreich aas d.-n Kopf her Vevölkcrun, auf etwa 40 Dollar au«, so bliebe als bcsteueiungSiäbtgcS DnrchschmttSeinkommm in Deutschland der Betrag von etwa 20 Dollar, und in Frankreich etwa 180 Dollar. E«.dürfte für die Franzosen ungleich teichrcr lein, von 180 Dollar 29.42 als tüt die Keuticheu vo» 20 Dollar 11.75 fit Lteiicrzivecki zu erübrigen. ^ . _.
— Eine oberschlesische Denkschrift. Wtt der „Vorwärts" von gut unterrichteter Seite er, jährt, arbeiten die führenden Persönlichkeiten des oberschlesischen Wirtschaftsledens eine Denk, jchrist aus, die den Anteil Oderschlesiens am Weltmarkt, mit statistischen Zahlen belegt, Nachweisen soll. In der Denkschrift wird bewiesen werden, daß die grosse Bedeutung Oderschlesten» für den Weltmarcc von seinem Verbleiben beim Deutschen Reich abhängig ist. Die Denkschrift soll den führenden Staatsmännern aller mit der oberschlesischen Industrie in Beziehung stehenden Länder übergeben werden.
— Die Kosten der Besatzungstruppen. Zy einer Meldung der „Daily Slews", baß bte den Alliierten vom Wasfenstillstandstag bis Ende September 1920 erwachsenen Bejatzungskosten 35,9 Milliarden Papiermark betrügen, bemerkt die „Morgenpost", bie ungeheuerliche Hohe dieser Kosten ruyre in erster Lienie dayer, dass Die Zahl der Besatzungstruppen über sie Ersord«, Nisse einer feindlichen Besetzung weit hmauL- gcyen. Sie sei doppelt |o doch a^ bei ben Beljüiller Verhanolungrn den ürirt-chen Bcr. ireleru in Aussicht geteilt worben |ct Dazu komme die Höhe der ben Bojatzungstruppcn zu, steyensen Gehälter. So erhalte ein luwer» bei ratetet sranzöiijcher Unterleutnant mehr ai* ein deuticher iuüni|t:nairac ooer DberiL
Weite« politische Nachrichten «aU» *