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Die Beeb. Kolonelreile oder deren Raum 1.Mk., die 4geiv. Zeile im Reklameteil 3. Mk.. 25°|O Teuerung?, zuichl. OffertgebübrSOPfg. Bèzugsvreis : Viertel- jäbrl. 14.40 Mk..monatl. 4.80 Mk^ f. Postbezug viertel« Mrl. 15.90 Mk..monatl.5.30Mk. Die Nummer 20 Ms.

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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Saturn Reklamen August Brodt. all« in Hanau am Main. 8 vt«» Rotationsdruck der Waisenbausbuchdruckerei Sana«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Verlagsleitung: Ad. Jndermüble.

Verantwortlich: für oolitischen und allgemeinen Teil RichardHultlch.für lokalen und vrovinziellen Teil

Ferniprechanichlülle Nr. 1237 und 1238.

Sk. 24

Samslag den 29. Januar

1921

Das Neueste.

Der Reichstag setzte gestern die Beratung des -»»»halte» de» ReichSwehrministeriumS fort.

Der Ausschuß für die Lösung dc» NeparationS- «oblem» schlägt ein ZablungSsystem vor, das über toi Boulogne Abkommen hinausgeht.

Das preußische EtaatSministerium beschloß den -taatsminister a. D. Dr. Drew» zum Präsidenten Id Oberverwaltungsgerichtes zu ernennen.

Die Wiener Postdirektion teilt mit, daß der Postanweisungsverkehr nach Deutschland wieder auf» lenommen worden ist.

Der schwedische Reichstag verlieh den Frauen toi volle politische Wahlrecht.

Au» Madrid wird gemeldet, daß die Minister- Irtft nur eine provisorische Lösung gefunden hat. Ministerpräsident Dato habe die Absicht nach der Billigung der Thronrede ein konservatives Konzen- trationskabinrtt zu bilden.

Was heitzt wiedergulmachen?

In Paris verhandelt der Oberste Rat seit einigen Tagen über die Wiedergutmachungsfrag«. La erscheint es angesichts der Tatsache, daß, trotzdem wir die Wirkungen des Friedensver- irages täglich zu spüren bekommen, es. noch weite Kreis« bei uns gibt, die sich über das Ausmaß der einzelnen Friedensbedingungen immer noch im unklaren sind und sie in ihren inersten Wesen noch nicht begriffen haben, angebracht, die Trag­weite und Schwere der in Frage stehenden Ar­tikel des Friedensvertrages nochmals vor Augen zu führen. In 17 Artikeln und 6 erläuternden Anlagen wird im Vertrag von Versailles sest- gelegt, was darunter im einzelnen zu verstehen ist, und 14 weitere Artikel beschäftigen sich aus­schließlich mit der finanziellen Frage der Wieder­gutmachung. Freimütig hat Deutschland in Ueber­einstimmung mit Wilsons Botschaft sich zur Wie­dergutmachung der Belgiens und Nordfrankreichs

Aber darüber hinaus fordert '

in den Artikeln 231/32 auch eine Schadenersatz­pflicht, gegenüber den Regierungen * und eine Verpflichtung zur Entschädigung der Zivilbe- völkerung der anderen alliierten und assoziierten Staaten. Danach gelten als Schadenersatzpflichtig die Pensionen usw. an Verwundete und Kranke der gesamten gegnerischen Wehrmacht, sowie an Personen, deren Ernährer im Kriege gefallen, erner die Kosten der Unterstützung der gegneri- chen Regierungen an ihre Kriegsgefangenen, leren Familien, weiter die Familienunterstütz- ungen an die während des Krieges Eingezogenen. Für die Verletzung der Neutralität Belgiens werden Deutschland die Rückzahlung aller jener Summen auferlegt, die Belgien bis zum No­vember 1918 von den alliierten und assoziierten Mächten zu einer Kriegsführung, insgesamt 22 Milliarden Mark nebst 5 Prozent Zinsen, ausge­nommen hat, gefordert.

Es rechnen weiter zur Wiedergutmachung auch die gesamten Unterhaltungskosten für das Be­setzungsheer, die Masse der Ntaterialien, die zum Wiederaufbau in Nordftankreich und Belgien dienen, und die Deutschland den deutschen oder ausländischen Lieferanten in bar ersetzen muß, die Ablieferung von dem Vieh aller Art, die jeden Monat zu liefernden 2 Millionen Tonnen Koh­len, die Ablieferung von 35 000 Tonnen Benzol, von 50 000 Tonnen Steinkohlen, von 30 000 Tonnen schwefelsaueren Ammoniak bis zum Jahre 1923, das Recht auf den Bezug von Farb­stoffen und chemisch-pharmazeutischen Erzeug­nissen bis zum 1. Januar 1925 bis 25 Prozent der gesamten deutschen Produktion und nicht zuletzt muß Deutschland auch Ersatz aller durch Kriegsereignisse verlorenen oder beschädigten Handels- und Fischerei sahrzeugniffen leisten. Die Zahlungen für alle diese Lieferungen muß Deutschland an die betreffenden Lieferanten in dar ersetzen, 400 000 Tonnen Schiffsraum sollen auf Rechnung der deutschen Regierung bis 1922 abgeliefert werden, weitere 600 000 Tonnen in den folgenden drei Jahren. Um den sofortigen Wiederaufbau in den zerstörten Gebieten in die Beee leiten zu können, hat Deutschland bereits 20 Milliarden und dann nochmals 40 Milliarden Goldmark in Schuldverschreibungen emittieren wissen. Eine weitere Zahlung von 40 Milliarden Goldmark in Schuldverschreibung mit 5 Prozent

Zinsen steht noch in Aussicht. Der gesamte Besitz und alle Einnahmequellen des Reiches und der Einzelstaaten hasten an erster Stelle für die Be­zahlung der Wiedergutmachung. Die Wiedergut­machungskommission hat das Recht der weitest­gehenden Kontrolle und der Auslegung aller ein­zelnen Bestimmungen. Hinzu kommt aber schließ­lich noch, daß Deutschlands Angehörige auf jede Vertretung oder Teilnahme an Staatsbanken feiner Verbündeten, sowie an allen öffentlichen Unternehmungen in Rußland, China, Oester­reich, Ungarn, Bulgarien, der Türkei, sowie deren Besttzungen. Habben verzichten müssen, an­dererseits aber mußte Deutschland seine gesam­ten Forderungen an diese Mächte der Entente übertragen. Diese Summe beläuft sich wiederum auf mehrere Milliarden.

Sie Pariser Konferenz.

42 Iahreszahlungen.

Der diplomatische Mitarbeiter derSfgence Havas* berichtet über die gestrige Vormittags­sitzung des eingesetzten Ausschusses, dem die Auf­gabe zufällt, einen Resolutionsentwurf über tos Reparationsproblem auszuarbeiten. Die um 11 Uhr begonnene Sitzung dauerte zwei und eine halbe Stunde. Von den ftanzösifchen und belgischen Delegierten wurden verschiedene Vorschläge unterbreitet. Nach längerer Diskussion scheint man endlich als Verhandlungsbasis fol­gendes Zahlungssystem vorgeschlagen zu haben:

Deutßchland soll 42 Jahreszahlungen leisten, die in den ersten 5 Jahren je 3 Milliar­den Goldmark betragen sollen. In den darauf­folgenden 5 Jahren je 6 Milliarden Goldmark und in den folgenden 32 Jahren je 7 Milliarden Goldmark. Das sind die Grundsätze des Abkom­mens von Boulogne. Außerdem soll von Deutsch-

Annuitäten langt wer-

r den

fähigkeit richten sollen, indem èmè Steuer auf die Ausfuhr Deutschlands von 10 bis 15 Prozent gelegt wird. Diese Steuer soll von der Repara- tionskommission erhoben werden. Dieser Vorschlag geht von dem belgischen Delegierten bei der Re­parationskommission Delacroix aus. Um Deutsch­land zu einer rascheren Regelung seiner Schuft» zu veranlassen, sollen ihm bei Vorauszahlungen bis zu 8 Prozent Diskont gewährt werden. Der Ausschuß hat berechnet, daß durch das aufgestellte Problem 100 bis 150 Milliarden Goldmark be­zahlt würden, an Stelle von 85 Milliarden, die das Abkommen von Boulogne vorgesehen habe. Di« englischen Delegierten sollen erklärt haben, daß dieser Plan einen ernstlichen Fortschritt dar- ftelle. Sie haben sich ihre Entschließung Vorbe­halten bis Lloyd George Bericht erstattet habe.

Paris, 28. Jan. Die Havas-Agentur berichtet um 8 Uhr abends nichtoffiziell, daß die Sitzung des Ausschuffes, der die Reparationsfrage behan­delt und nach 4 Uhr begonnen hat, um %6 Uhr unterbrochen wurde, um den belgischen Delegier­ten und den englischen Sachverständigen Gelegen­heit zu geben, sich mit Lloyd George zu besprechest. Um 6.55 Uhr sind die Delegierten und Sachver­ständigen wieder am Quai d'Orsay eingetroffen. Es habe den Anschein gehabt, daß sie einen Text mitgebracht hätten, der nunmehr Ministerpräsi­dent Briand zur Annahme unterbreitet werden solle. Der diplomatische Mitarbeiter der Agentur Havas glaubt, daß ein Einverständnis vielleicht noch heute erzielt werden könne.'

Wie der diplomatisch« Mitarbeiter der Agen­tur Havas um 8.15 Uhr (französische Zeit) be­richtet, ist die Sitzung des Ausschusses der Kon­ferenz, der über den Resolutionsplan in der Re- parationsftage Beratungen seit 4 Uhr nachmittags pflegt, noch nicht beendet. Es wird jedenfalls eine Nachtsttzung stattfinden, um den endgültigen Plan festzusetzen, der morgen vormittag bet Voll­sitzung der Konferenz unterbreitet werden soll. Es habe den Anschein, daß ein Einverständnis auf folgender Grundlage erzielt werden könne: 42 Annuitäten gemäß bem Abkom­men von Boulogne sowie eine Wert­steuer von DeutschlandsExport. Die Diskussion drehe sich im Augenblick um die Höhe der Jahresleistungen und der Steuer. Es scheine, daß man einen höheren Steuersatz als den vor­

geschlagenen von 10 bis 15 Prozent annehmen wolle.

(Sollte auf Grund dieses Vorschlags der übrigens wesentlich über das Boulogne-Abkom- men hinausgeht wirklich eine Einigung unter den Alliierten zustande kommen, so kann für uns dieser Vorschlag absolut undiskutabel sein, denn wir werden weder 6 Milliarden noch 3 Milliarden Goldmark jährlich zahlen, weil wir solch« Sum­men garnicht zahlen können. Bekanntlich hat auch Staatssekretär Bergmann die Instruktion bekom­men, eine Rate von 3 Milliarden für voll­kommen unmöglich zu erklären. Für uns könnte es deshalb nur eine Ablehnung dieser Forderung geben. D. Red)

Lloyd George gegen die französische Auffassung.

Paris, 28. Jan. Ueber die gestrige Debatte in der Reparationsstage berichtete derMatin", Lloyd Georg« habe seinen Standpunkt dahin ge­kennzeichnet, daß

die vorherrschenden Meinungsverschiedenheiten weniger die Sache betreffen als die Methode, die in Anwendung gebracht werden soll. Man sei sich darin einig, daß Deutschland bis zur äußersten Grenze der Möglichkeit bezahlen müsse. Die Me­thode des Finanzministers Doumer nannte Lloyd George ein unerfüllbares Ideal. Man könne den Export Deutschlands nicht unbegrenzt erhöhen und den deutschen Import nicht unbegrenzt herabsetzen. Für vieles Rohmaterial sei Deutsch­land vorn Aussande abhängig. Man könne auch ferner bie deutschen Eisenbahnen nicht mit einer besonderen Steuer belegen, da die dadurch er­zielten Einnahmen bei der augenblicklichen Lage Deutschlands Papier ohne großen Wert ergeben würde. Dagegen müßten di« Alliierten entschädigt werden für ihre ungeheuren Verluste während des Krieges, ganz besonders Frankreich, das wäh­rend des Krieges die größten Opfer gebracht habe chen sowohl wie an Material. England

taute und zehn Milliarden Pfund Sterling

Krieg ausgegehen. Man müsse also vor allem Deutschland in den Stand setzen, zu bezahlen. In erster Linie müsse das Finanzsyst«m in Ord­nung gebracht werden. Es könne nicht geduldet werden, daß die deutschen Bürger weniger Steuern zahlen als die der alliierten Länder. Was

die Festsetzung der Schuldsumme anbetreffe, so bestehe ein erhöhtes Interesse daran, das sobald als möglich zu tun im Hinblick auf eine eventuelle Flüssigmachung. Nach seiner An­sicht müsse man sich an die Abmachungen von Brüssel und Boulogne halten. Seine Meinung gehe deshalb dahin, zuerst die Höhe der deutschen Schuld fostzusetzen, dann die Mittel, die man anwenden wolle, zur Gesundung der deutschen Finanzen. Ueber di« Anwendung dieser Methode müsse man in einer gemeinsamen Konferenz mit den Deutschen verhandeln. Zum Schluß erklärte Lloyd George, bei der gegenwärtigen Lage Europas sei es vorzuziehen, eine mittelmäßige, aber sofort anwendbare Methode anzunehmen als längere Zeit darauf zu verwenden, um viel­leicht etwas besseres zu schaffen.

Nach dem ^cho de Paris* hat Lloyd George nicht verheimMt, daß, wenn die stanzösische These sich nicht wandele, er bedauern würde, seine Zeit in Paris verloren zu haben. Diese Aeuße­rung von Lloyd George nennt Pertinax inEcho be Paris* ein britisches Ultimatum.

Doumer erwiderte. Er sprach von seinen drei gefallenen Söhnen und von den Rechten Frank­reichs, die man nicht aufgeben könne. Schließlich sagt^ Briand, daß die ihm zugezangenexr Mit­teilungen aus der britischen Delegation stammen. Als er tos Ministerium übernommen habe, habe er nichts von formellen Verpflichtungen gewußt. Auch bie Kammer sei der Ueberzeugung gewesen, die französische Regierung habe die Hände rein gehalten. Di« öffentlich« Meinung in Frankreich könne eine Herabschung erst zulassen in dem Augenblick, in dem der Beweis erbracht sei, für die Zahlungsunfähigkeit Deutschlands. Die Reparationskommission müsse die Gesamtschuld festsetzen. Wenn man einiges zu opfern gezwungen sei, so müsse das aus einem sichtbaren Grunde geschehen. Nach den Abschätzungen von Boulogne hätte Frankreich 65 Milliarden Goldmark erhalten

sollen. Diè französische äußere Schuld betrage aber 25 Milliarden und man könne nicht einsehen, wie man den Rest der Schuld reparieren wolle. Nach der jetzigen Zahlungsfähigkeit Deutschlands könne man die deutsche Schuld nicht bestimmen. Des­halb tritt Briand für drei oder fünf Annuitäten ein. Nach Pertinax hat Briand Lloyd George mit einer

französischen Ministerkrise

gedroht, worauf Lloyd George erklärt habe, bat sei ein Grund mehr, um ein für alle Male zum Schluffe zu kommen. Er habe konkrete Vorschläge gemacht, die im Abkommen von Boulogne ent­halten seien. Briand habe aber nichts Positives vorgebracht. Wenn man bei diesen Meditationen bleibe, werde die englische Delegation abreisen. Im übrigen halte er sich an die im November festgesetzte Regelung. In diesem Augenblicke schlug der belgische Minffter Jasper vor, sich auf Jahreszahlungen von etwa drei Milliarden Goldmark zu einigen, aber später erst die Zahl dieser Jahreszahlungen zu bestimmen. Diesen Kompromiß, sowohl was die Höhe als die An- zahl der Zahlungen betrifft, soll in der Haupt­sache die gestern eingesetzte Kommission formu­lieren. Die nächste Sitzung soll heute nachmittag oder heute abend stattfinden.

Politische Tagesberichte.

Die Kultivierung der deutsche« Moore. JA der Sitzung der Zentral-Moorkommisston, die im preußischen Landwirtschaftsministerium statt» fand, totes Landwirtschaftsminister Braun auf die Bedeutung der Erschließung der Moore für unsere Ernährungslage hin, betonte aber auch die großen Schwierigkeiten, mit denen die Moor­kultur jetzt kämpfen muß. Die Kosten für die Umwandlung der Moorfläche in ertragreichen Kulturboden sind ungefähr achtmal so hoch als früher. Statt 600 bis 800 Mark kostet ein Hektar heute 50006000 Mark. So kommt es, daß der Betrag von 12 Millionen Mark, der 1913 für die Fertigstellung der in Angriff genommenen Kul­tivierung fiskalischer Moore ausgeworfen wurde, trotz der Erhöhung um weitere 17 Millionen nicht mehr ausreicht. Der Minister kündigte an, daß er die produktive Erwerbslosenfürsorge, au» deren Mitteln weitere 10 Millionen fließen wür­den, zur Fertigstellung dieser Moorkultivlerun- gen hewnziehen würde. Er sei entschlossen, bie im Osten des Landes gelegenen Hochmoore in gleicher Weise mit den Hilfsmitteln der moder­nen Hochmoorkultur in Nutzland umzuwandeln, wie dies im Westen bereits geschehe. Zunächst sei hierfür der große Moorbruch bei Labiau in Aussicht genommen. Die Meliorationsprojekt« feien ausgeardeitet. Die Arbeit würde allerdings mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Aber dann werde auch ein Werk geschaffen, das für die Er­nährung des deutschen Volkes nutzbringend fein wurde. Die Kommission beschäftigte sich bann noch mit Spezialfragen, insbesondere über die £rairieruna der Moorböden.

Sie Bilanzeinsicht. Wie der Vorwärt» bett unterrichteter Seite hört, ist der Entwurf über die Tribut time der Betriebsräte am AnsüchtSrat im Reich». arbeitSnnnisterium bereits fertigeesiellt und wird dem svezialpolitikche« Aulichuß bei Reichstage» demnächst »ugeljen. Der Entwurf enthält auch Bestimmungen über da» EinsichtSrecht der von den Betriebsräte dele­gierten AufstchSrat-mitgliedern in die Bilanz.

Auftreten von Werbern für die Feem« denlegion. Nach einer Meldung bei Berl. Tage« blatte» au» Leipzig sind bei der dortigen Polizei m den letzten Saarn mehrfach Anzeigen darüber ringe, gangen, daß Werder der Fremdenlegion in dortigen Schankwirtschaften junge Leute durch glänzend« ver- sprechnngen zum Eintritt in die Fremdenlegion zu überreden versuchen. Die Polizei warnt vor den Wer- btrn und ersucht ihr« sofortige Verhaftung zu veran­lassen.

Urberangebot von Saarkohl«. Auf de« Saargruben werden nach Mitteilung der ftanzösifchen Bergverwaltung zunächst am 31. Januar und am 5. und 7. Februar Feierschichten eingelegt werden, da infolge der wirtschaftlichen Krise eine Absatzstockung e ngctreten ist und die Haldenbestände bereit» überfüllt sind. Die Krise wird all vorSbergedend angesehen, da Verhandlungen im Gange sind, um Saarkohle nach Italien und der Schweiz auszuführen. Auch mit Deutschland sollen Verhandlungen schwebe«, um auf dem Wege bei Austausches von Ruhrkohle Süddeutsch­land mit Saarkohle zu versehen.

Weitere volitische Nachrichten Seite 4.

Frage jeden Oberschlesier, den Du Kennst, ob er seine vaterländische Pflicht erfüllt und seinen Stimmantrag vollzogen hat. Sonst muß er sich sofort an die nächste Ortsgruppe der Vereinigten Verbände Heimalstreuer Oberschlesier

wenven.