Einzelbild herunterladen
 

Hanauer «Anzeiger

Ginrüdunfiooebübt:

DieSgelv. Kolonelzeile oder deren Raum 1. Mk..die »gelv. Zeile imReklameteiI3.Mk..25^ Teuerungs» zuiÄl. Offertgebübr30Pig. Bezugsvreis:Viertel- jährl. 14.40 Mk..monatl. 4.80 Mk.. f. Postbezug viertel- jähr!. 15.90 Mk..monatl.5.30Mk. DieRummerMPfg.

Posticheck-Konto Nr. 26059, Frankkurt a. M.

> ..... ...... ............ '"'.....'1^

Gmeral-Mzeiger

Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Derlagsleitung: Ad. Jndermüble.

Derantwortlick: für politischen und allgemeinen Teil Richard Huli>ck:iür lokalen und provinziellen Teil sowie Sport Wilhelm Moritz: für Anzeigen und Reklamen August Brodt. alle in Hanau am Main. Rotationsdruck der Wailenbausduchdruckerei Hanau. Fernivrechanichlüffe Nr. 1237 und 1238.

^ssg»^

Sr7 23

l^^IHM<W<ll'.UlMMUM».^.^lWIM^II»Z♦t'ue~~~^HIfBiW.MBninilH10

Freilag den 28. Januar

Das Neueste.

Der deutsche Botschafter Dr. Mayer hat ilch In persönlicher Angelegenheit für kurze Zeit ch Berlin begeben.

2m Reichstag wurde gestern der Etat di- Neichswehrministeriums beraten.

In der gestrigen Sitzung der Pariser jkonserenz wurde die Reparationsfrage behandelt.

Nach einer Temps-Meldung aus Warschau vird Marschall Pilsuoski am 2. Februar in Paris eintreffen.

1 Venizelos ist in Paris eingetroffen und zwar auf Wunsch von Lloyd George, der mit ihm über die Orientfrage verhandeln will.

Die armenische Räteregierung hat den Vertrag mit der Türkei für nichtig und alle Verpflichtungen der Entente gegenüber für un­gültig erklärt.

Alliierten die Gesamtschuld mit 5 Proz. verzinsen und in 30 ober mehr Jahreszahlungen abzahlen. Bei 42 Jahreszahlungen würde die Annuität 12 Milliarden jährlich betragen. Nach dem Be­richt Doumers hat Deutschland im Jahre 1913 für 10 Milliarden Waren ausgeführt. Da der Wert der Waren unabhängig von dem Geldkurs um 70 Proz. gestiegen ist, könne Deutschland leicht für 17 Milliarden Mark Waren ausführen. Die Einfuhr nach Deutschland müsse dagegen auf das dringendste beschränkt bleiben und könn« auf 5 Milliarden Mark heruntergedrückt werden. Auf dies« Art würde also ein Exportüberschuß von 12 Milliarden Mark erzielt werden, den Deutsch­land dazu iterntenben müsse, die Allii«rten zu be­zahlen. Als Garantien faßt Soumer nicht mili­tärische Maßnahmen ins Auge, sondern Vor- mundschasten, wie man sie sonst ohnmächtigen Staaten gegenüber angcnxindt habe. Der Fi­nanzminister betonte, Frankreich sei am Ende seiner Kraft und könne nicht länger mehr für Deutschland bezahlen.

Pertinax schreib! im ,.Echo de Paris", die alliierten Vertreter hätten sich über dies« Theorie sehr erstaunt gezeigt. Man hätte auch feststellen können, daß die Mitglieder der englischen Dele­gation nunmehr eine andere Sprache sprechen. Einer von ihnen babe sogar von einem Turmbau zu Babel gesprochen, an dem man jetzt arbeite. Es fei Zeit, daß Millerand und Briand eine ge­meinsame Marschroute aufstellten.

Eine Konferenz der Schiebungen.

Rom, 27. Jan. Die italienische Presske weist auf di^ besondere Bedeutung der Vorschläge hin, wel^e" Graf Sforza auf der Pariser Konferenz zu Gunsten Oesterreichs gebracht hat und be­dauert nur, daß die Konkerenr keinen Beschluß faßte. Die Tribuna schreibt: Der Oberste Rat hat sowohl die Frage der Entwaffnung wie die­jenige der Hilfe an Oesterreich und die Oriente MM^Mim eine Konferenz der Schiebungen genannt werben.

Der Bericht des Marschalls Foch.

Paris, 27. Jan. Nach einer Havasmeldung sieht der Bericht des Marschalls Foch in der Entwafsnungsfrag« als Zwangsmaßnahmen nicht nur die Besetzung neuen deutschen Gebietes, son­dern auch die Verlängerung der Besetzung des Rheinlandes vor, falls die gewährten Fristen für die Ausführung der militärischen Klauseln nicht eingehalten werden.

Saqplausfdfub des Reichstages«

Der Hauptausschuß des Reichstags hat gestern die Beratungen über den Etat des Reichs­schatzministeriums wieder ausgenommen. Ersing (Ztr.) griff die Reichstreuhandges«ll- schaft an, der das überzählige Herresgut zur Veräußerung übergeben wird. Sie scheine sich zu einer Kriegsgesellschaft übelster Art zu entwickeln. Reichsschatzmiuisier v. Sia unter erklärt, die Vorwürfe gegen die Reichstr«uhandgesellschaft seien nicht haltbar. Die Reichstreuhandgesellschaft werbe nach Ansicht des Ministers augenblicklich vorzüglich geleitet. Sie zeige sich auch außer­ordentlich geschickt in schwierigen Verhandlungen, die sie wegen der Vernichtung des Heeresgerätes mit der Entente zu führen habe. Was die angeb­lichen Wafsenschiebungen betreffe, so habe sich jedesmal gezeigt, wenn erdolchen Gerüchten nach­gegangen sei, daß sich in keinem Falle die An­schuldigung bestätigte. Es habe sich stets um Luft­angebote gehandelt, wobei ein Schieber dem andern nicht vorhandene Waffen anbot. Erstng erklärte, die Entente mach« geltend, daß die Luft- schiffhalle in Lahr-Dinglingen nebst Anbauten ihr gehör«. Das Reichsschltzministerium mache geltend, daß dies wohl bei der Lustschiffhalle zu­treffe, daß die Anbauten aber dem Deutschen Reiche gehörten. Der badische Landtagsabgeord- netr Maker habe, obwohl ihm der Sachverhalt bekannt war, sich an die Ententekommission -ge- .wandt und den Verkauf der Luftschiffhalle nebst den Wirtschaftsbauten an die Heidelberger Firma Honnef vermittelt. Es fei unerhört, daß ein Ab­geordneter bc deutschen Parlaments sich an die Ententekommission wende. Ministerialdirektor Miller erwiderte: Die Hallen werden nicht von bet deutschen Regierung verkauft. Sie waren

Die Pariier Konferenz.

Die gesamte deutsch« Öffentlichkeit erwartet in Spannung das Ergebnis der Pariser Kon­ferenz. In der Entwafsnungsfraoe wird an amte lièfyen Stellen die Tatsache hervorgehoben, daß Frankreich genau dieselbe Politik wie in Spa anxuschlagen versucht, nämlich die Entwasfnungs- fiage in den Vordergrund zu stellen, um dem mangelnden Willen Teutjchlands erneut zu brandmarken. Es kommt nun darauf an, wie sich Lloyd George dazu stellen wird. Vorläufig sind di« Meinungsverschiedenheiten noch vorhanden und wir glauben auch, daß man in Paris zu einer Einigung nicht kommen wird. Die Ansichten gehen anscheinend so weit auseinander, daß be­reits der Gedanke einer Vertagung der Konferenz um einige Wochen.auftaucht. In bet italienischen Presse wird bereits von einer .Konferenz der Schiebungen" gesprochen.

L è^ âll^s HaoasMeldung wurde der gestrig« VoM^ag ausgefüllt mit vrlvalMäMtechrMau zwischen den einzelnen Delegationest, die auf diesem Wege zu einer Verständigung in d«r Wi«- dergutmachungsfrag« zu gelangen suchten. Briand und Loucheur berieten von 1012 Uhr mit den beiden belgischen Delegierten Jaspar und Theunis. Inzwischen besprach sich Lloyd George mit Graf Sforza und wurde von den beiden belgischen Delegierten ausgesucht, nachdem diese ihre Besprechung mit Briand und Loucheur ge­habt galten. Havas zufolge scheint es, daß die belgisch« Del«gation den französischen und eng­lischen Standpunkt einander näher bringen wolle. In den Kreisen der Konferenz frage man sich, ob dieses Ergebnis vor Ende der Woche zu­stande kommen werde. Andernfalls würde die Sachverfländigenkonferenz in Brüssel fortgesetzt werden, um von neuem-die praktischen Möglich- kiten zu studieren, Deutschland zur Zahlung zu Itoingen. Ueber die endgültige Entscheidung wür­den die Alliierten sich dann im Verlaufe einer neuen Konferenz aussprechen, die wahrscheinlich im Februar in London stattfinden würde.

Die ^>^mi1tagssitzung der Konferenz begann M 4 Uhr. Sie behandelt die Reparationssrag« foultet. Zu dieser Sitzung wurden zahlreich« Sachverständig« zugezogen. Abends 9 Uhr wurde folgendes offizielles Kommuniques ausge- geben: Die Konferenz ist in einen engen Mei­nungsaustausch über die Reparationsfrage ein» getreten und hat einem kleinen aus einigen Mit­gliedern bestehenden Ausschuß den Aufkaq er­teilt. die im Lauf« der Sitzung vertretenen Mei­nungen zusammenzufassen und einen ausgearbei­teten Text der Konferenz vorzulegeyj»

Das Expose Doumers.

Ueber das Expose des französischen Finanz- «lnisters Doumer vor der Konferenz machen die französischen Morgenblätter Angaben. Pertinax teilt imEcho de Paris" mit, daß der französische Finanzminister auf Grund der Schätzungen der ReparationSkommisston die vorzulegende Forde­rung an Deutschland mit 212 Milliarden Gold­mark angab, einschließlich Zinsen und Amorti­sation. Dies« Ziffer fei zweimal so groß wie die, bie in Doulogne genannt worden sei. Sie fei allem dem entgegengesetzt, was man bisher über die Höhe der Gesamtsumme gesagt habe.

Nach demMatin. soll der französische Fl- Nanzministcr erklärt haben, Deutschland solle den

nach dem Friedensverkag (Art. 202) der Entente auszuliefern. Die Entente verkaufte sie fod-ann auf Abbruch. Nach Ausschreibung der Halle durch die Wicdcrherstellungskommission kam Mayer in das Reichsschatzministerium und sagte, er wolle für Honnef in Heidelberg die Halle in Lahr- Dinglingen kaufen. Ihm wurde erklärt, daß die Entente nicht berechtigt sei, mehr zu verkaufen, als bic eigentliche Lustschiffhalle. Die Anbauten, Maschinen, Tankanlage usw. gehörten nicht zu den auS'ulieferndcn Gegenständen. Nach dem Kaufabschlüsse kam Mayèr wieder und sagte, die Kommission habe ihm zugesichert, die Anbauten gehörten doch zum Derkaufsgegenstand. Nach 14 Tagen kam Mayer abermals und teilte mit, er habe auch di^ Halle in Mannheim gekauft. Wegen der Anbauten seien ihm die gleichen Zu- stchecungen gemacht worden. Auch hier waren sie im Vertrage nicht enthalten. In beiden Fällen verhandelte aflo Mayer mit den Kommissionen des Feindbundes über die Nebenanlagen noch, als er bereits wußte, daß das Reich die An­sprüche der Entente auf diese Anbauten nicht anerkenne. Im Verlaufe der weiteren Verhand­lungen verzichtete die Entente auf den Anspruch auf die Anbauten in Lahr-Dillingen. Wegen der Anbauten in Mannheim erklärte sich Honnef nach­träglich zum Verzicht bereit.

Aus der Tschecho-Slowakei.

Ablehnende Haltung zur Anschlufffrage. Die Beziehungen zu Deutschland. Die Abstimmung in Oberschlesien. Die Beziehungen zu Ungarn und Rußland. Die kleine Entente.

Prag, 27. Jan. (Wolff.) In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses führte der Mi- nist er des Aeußern Mnesch aus: Die Frage über Oesterreichs Anschluß an Deutsch­land wird heute in Wirklichkeit gar nicht gestellt und kann nicht einmal gestellt werden. Die Be­stimmung des Friedens von St. Germain läßt feine Ätâkung- ju. &n ^t^^ Piâ nicht daran gedacht. Wenn in gewissen politischen Kreisen auf diese Möglichkeit für die Zukunft verwiesen wird, so geschieht es »vornehmlich in der Absicht, um die internationale Hilfe durchzu­setzen. Auch das Dilemma:Anschluß an Deutsch­land oder Donauföderation" entbehrt jeder ernsten Grundlage. Die Absicht, auf uns oder andere Nachbarn einen Druck auszuüben, läßt sich nicht verkennen. Für Südflawien und Rumänien kommt diese ^dee nicht in Betracht, da beide vom ehemaligen Zentrum der österreichisch-ungarischen Monarchie zu weit entfernt sind. Was die Tschechoslowakei betrifft, so steht fest, daß sie mit überwiegender Mehrheit den Gedanekn daran a priori ablehnt und sich mit allen zu Gebote "ie^enben Mitteln widersetzen würde Uebrigens denke auch in Oesterreich, abgesehen von einigen wenigen Theoretikern, niemand daran. Aus den Traditionen der Vorkriegszeit läßt sich erklären, daß diese Idee in gewissen französischen. und englischen Kreisen hier und da Anklang findet, doch steht fest, daß das mitteleuropäische Problem auf diese Weise nicht gelöst werden kann. Tas Problem Mitteleuropas, w'e es während des Krieges geschaffen wurde, ist für die Tschecho- Slowakei von hervorragender Willigkeit. Im weiteren Verlauf der Sitzung sagt« Minister Benesch über die Beziehungen zu Deutschland: Tue Grundlage unserer Be­ziehungen sind die Friedensverträge. Auf dieser Basis haben sich bereits in den letzten zwei Jah­ren bestimmte Traditionen nachbarlichen Zusam­menlebens herausgebildet. Es gibt zwischen uns keine Konflikte.

Zum Schluß gab der Minister folgende Er - k l ä r u n g ab: In der Angelegenheit des bevor­stehenden Plebiszits in O b e r sch l e s i e n wer­den wir einfach die uns durch die Friedensver­träge auserlegte Pflicht erfüllen. Im Geiste un­serer demokratischen Politik wünschen wir von Herzen, daß das, was slawisch war, auch slawisch bleibt. Wir hoffen auch, daß die Erledigung der Plebiszitfrage die wirtschaftlichen Interessen, welche wir in Oberschlesien haben, nicht schädigt. Ueber die Beziehungen zu Ungarn sagte der Minister: Die Wiedereinsetzung des ehemaligen Kaisers Karl wäre für einige Nachbarstaaten Ungarns ein tatsächlicher, berech­tigter casus belli. Die Einsetzung einer auslän-

1921

S7^W>.S»SSK I ~T~" ijmmB dischen Dynastie oder eines magyarischen Arist» traten scheint weder aktuell, noch gut möglich zu sein. Aus der am 2 Februar 1920 gefaßten Ent» schließung der Botschafterkonferenz geht hervor, daß die Rückkehr der habsburgischen Dynastie, in welcher Form und welcher Person es immer sei, auf irgendeinen Thron in Zentraleuropa ausge­schlossen ist und daß sich dieses Veto nicht nur auf den ehemaligen Kaiser?ssondern auch auf die anderen Mitglieder des Herrscherhauses bezieht. Ohne uns einzumengen können wir sagen, daß wir je nach Art der Lösung"der inneren Strife Ungarns auf sie reagieren werden. In der Be­sprechung des Verhältnisses zu Polen sagte bet Minister: Nach Lösung des Teschener Konfliktes betrachtet die tschechoslowakische Regierung, trotz­dem sie von der Lösung nicht befriedigt ist, den Konflikt mit Polen als definitiv gelöst und will eine systematische Politik der Annäherung ker­ben. Unsere Politik gegenüber Rußland ist die der Nichtintervention, es versteht sich, der gegenseitigen. Nach der Niederlage Wrangels denkt niemand mehr an Intervention. Die Lösung des Problems muß den Russen alleirt überlassen werden. Man spricht heute von einem eventuellen bolschewistischen Angriffe gegen seine Nachbarn im Frühjahr. Unsere Republik wird mit äußerster Entschiedenheit g^en jeden An­griff auf unser Gebiet, von welcher Seite et immer kommen mag, tvenden. Ganz objektiv ge­nommen, kommt man zu dem Schluß, daß eine Politik der Nichtintervention vielleicht eine raschere Lösung des heutigen ruiü^n Lebens herbeiführen wird. Daß das heutig« Regime sich noch lange in der gegenwärtigen Form erhalten kann, ist überhaupt ausge­schlossen. Unser Verhältnis zu Jugoslawien ist durch unseren Allianzvertrag und unser Ueber- einkommen mit Rumänien oder mit anderen Worten durch die Politik der sogenannten kleinen Entente gegeben. Aber das muß konstatiert wer­den, daß auch zwischen uns und Rumänien keine größeren entgegengesetzten Interessen bestehen. Die KouWierunff^ bekräftigt nur

von neuem die Volitik'der sogenannten kleinen Entente Sie beweist, warum diese Politik sozusagen überhaupt eine internationale Not­wendigkeit ist. Wir würden die birette Mitarbeit anderer Staaten herbei wünschen. Vielleicht wird es dazu alsbald zwischen Polen und Rumänien und dann zwischen Polen und uns kommen.

Politische Tagesberichte.

ttntcrkttchunasausschttft flehen dr« RAchSernäbrunaSminisiex. Der ©efdiâftlorb« nungtaHtüfmf; des Neickrtaaer beschloß, dem am 15. Den. 1920 im Plenum eüigebrachten Antrag auf Gin« etzung eines Ausschüsse«. der die gegen den Reichs« rrnäbrunaSminifter Dr. Hermes erhobenen Vorwürfe zu prüfen hat, skaltzugebrii und einen Untersuchung?» aitSMmft einzusetzen, in dem jede der acht Fraktionen einen Litz hat. Ferner beschloß der Ausschuß, die nadwfudite Geuebmigung der Strafverfolgung gegen die Ncichstagrabgcorduetcn Eichhorn, Teuber und Ernst zu untersagen.

Ungültigkeit der Versinkt Dta-tl»:r»r»« netenwahlen. Der BezirkSaugschutz Berlin erklär» in Sachen der Klage der Deutschen LolkSpartei geges die Berliner Stadwcrorduetenveramniluns Wege» (Lustigkeit der Berliner Stadtverordueteuwablen usw. sich dahin, daß bi^Berliner Stadtverordueteuwahlt« ür ungültig zu erfroren sind, dagegen die Wablen der BezirkSverordneten tu 20 Berliner Verwaltungsbezirken für gültig. Die Köllen wurden zu einem Zehntel de» Klägern, zu neun Zehnteln der beklagten Stadtverord« nete>!Versammlung auferlegt. Da» Streitobjekt wurde auf 5000 Mk. bemessen. Die Stadtverordnetenver­sammlung wird gegen Diese» Erkenntu « sofort Bern- ung an Das ObcrvcrwaltungSgencht einlegen.

Vom sächsisch n «-at. Dem sächsisch«« Landtag fol in den nächsten Tagen ein Nachtrag?« etat znaebe», der 111 Millionen Mehrausgaben for­dert. 100 und mehr Millionen Mark, namentlich für die erhöhten Beamtenbesoldungen, konnten garnicht in den Etat eingestellt werden, weil ei an der erforder- liehen Deckung fehlt

«reine Niederlage der Griechen t Di« ariechiicbe Hrsandtichast in Par» läßt durch Hava» in kategorischer Form die au? türkischer Quelle stammende Aachricht dementieren, die griechische Armee habe in Kleinasien eine große Niederlage erlitten. Die offizl» eßen Berichte des griechisch, n Kommandanten in Klein­asien stellten fest, daß die griechische Armee Kemal i-aichaS die schwerste Niederlage beigedracht habe. Nach dieser Niederlage fei es dem Feinde für lange Zeit unmöglich gemadit, die Offensive zu ergreifen.

Oberschlesier!

Das Vaterland fragt Dich:

Saft Du Deinen Stimmantrag eingereichl?

Wenn nicht, wende Dich sofort an die nächste ^Ortsgruppe der

Vereinigten Verbände beimalstreuer Oberschlesier