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Samstag den 8. Januar

Belte 11

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SO Jahre Gesangverein -er Marien­kirche Äanau.

Rtftborfrai, - «halten von Polneiobersekretär Franz Hchmldt am 30. Dezember 1920 bei der goldenen

Jubiläumsfeier in bat Sälen der Centralhall«.

(Fortsetzung.)

In Dunkel gehüllt, doch die Hoffnung zu Gott, erschien ein neues Jahr, das Jahr 1914, das Jahr deutschen Geistes und Begeisterung. In der ersten Hälfte wurde treu der übernomme­nen Pflichten in den hohen Gottesdiensten mit­gewirkt, am 8. März ein Familienabend veran­staltet und im Juli ein Ausflug nach Bergen unternommen. Wenige Wochen nach diesem Aus­flug brach der furchtbare Krieg aus. Die Be­geisterung aller Deutschen, besonders aller wehr- und waffenfähigen Männer, war groß. Im Ver­ein aber war man um das Fortbestehen des Chors voll banger Sorge. 3 Mitglieder (die Heroen Murawski, Schönmaier und Clemens) zogen zur Verteidigung des schwer bedrohten, ge­liebten Vaterlandes aus. Die Vebungsstunden mußten zunächst eingestellt werden. Aber lange duldete es den allzeit strebsamen, wenig rasten­den Dirigenten nicht zu Hause. Auch er wollte, wie jeder nicht mehr waffenfähige Mann, Opfer bringen und zum Sieg und Frieden beitragen. So ging er mit den Damen, die den festen Ent­schluß haften, auf alle Fälle durchzuhalten, auf die Suche nach sttmmbegabten Sängern. Gott segnete die Arbeit. Es gelang, den Chor durch 6 Herren und mehrere Damen zu vervollständi­gen. Die Proben wurden sofort wieder ausge­nommen. Galt es doch, für die bevorstehenden kirchlichen Feiertag« Reformationsfest, Toten­sonntag, Weihnachten, Neujahr Vorbereitun­gen zu treffen und nebenbei Chöre tröstenden und aufrichtenden Inhalts für Gemeinde und Verwundete einzuüben. Mit Gottes Hilfe ge­lang alles. Sowohl die Totengedenkfeier, als

auch die liturgischen Gottesdienste waren außer- ordentlich gut besucht, wie überhaupt eine reli­giöse Welle über das Volk dahiirging. Von den anfangs überaus gut besuchten Kriegsbetstunden wurde mehreren durch Mitwirkung des Chors die rechte ernste Weihe gegeben. Auch konnten die Verwundeten in einigen Lazaretten durch ernsten und heiteren Sang erfreut werden. Am Schluß des Jahres verließ noch ein verdienstvolles Mit­glied den Chor (Herr Frischkorn) und ein werte­res wurde zum Kriegsdienst eingezogen (Herr Froschhäuser). Trotz des Tosens des Krieges ließ der Chor es sich nicht nehmen, auch im Jahre 1915 seinen kirchlichen und konzertlichen Auf­

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gaben gerecht zu werden. Am 27. Januar hatte die Freude, mit einer außergewöhnlich großen Gemeinde den Kaisergeburtstag zu feiern. Am

24. März konnte in einem liturgischen Passions- gottesdienst gesungen werden. Auch dieser gut besuchte Gottesdienst hinterließ durch die Mit­wirkung zweier hiesiger Sängerinnen, Fräulein Schnee und Fräulein Gröbener, einen tiefen Eindruck- Leider konnte der Chor den Festgottes­dienst an Ostern nicht verherrlichen, da mehrere unentbehrliche Mitglieder von ihrer Kriegsdienst- stelle nicht abtommen konnten. Die Mitwirkung im Pstngstgoltesdienst wurde noch in letzter Stunde möglich gemacht. Hierauf trat wieder eine Zeit erregter Besorgnis ein. Im Laufe des Sommers waren die nach Kriegsausbruch gewon­nenen Sänger auch noch zum Kriegsdienst einge­zogen worden. Eine Bitte um Unterstützung bei hiesigen Gesangvereinen blieb bedauerlicherweise ohne Erfolg. Wieder mußte auf die Suche ge­gangen werden. Dem unermüdlichen Werben des Dirigenten gelang es, die Herren Fix, Dück- Hardt und Leipold, drei geschätzte Mitglieder von den Weinsern, und noch einige musikalisch ge­bildete Herren zu gewinnen. Dadurch wurde es möglich, die Teilnahme am Resormationsfest und an den liturgischen Gottesdiensten zu Weihnach­ten und Neujahr zu sichern, dazu konnte noch

unter Mitwirkung der Frau Pfarrer Wohlfahrt und Frl. Schnee von hier sowie des Cellisten Herrn Lempert aus Wiesbaden ein recht wir­kungsvolles und gut besuchtes Konzert am Toten­fest gegeben werden. Soweit hatte der Chor auch im Kwiegsjahr 1915 seine Aufgaben zu erfüllen gesucht. Nicht unerwähnt soll hier bleiben das von Herrn Paulstich, dem Meister der Orgel, am 24. Oktober veranstaltete Freikonzert, in welchem neben den Solisten Frau Pfarrer Wohlfahrt, Herrn Chr. Kreuter und Scheffel auch der Knabenchor mitwirkte.

Kriegsjahr 1916. Nach kleinen Veränderungen im Chor konnte wieder am Kaisergeburtstag im Gottesdienst gesungen werden und durch Mitwir­kung des Herrn Prof. Henkel am 24. März ein Passtonskonzert veranstaltet werden. Diesmal waren Frl. Volck-Nürnberg und Herr Musikleiter Boldt die Solisten. Auch an den Festfeiern zu Ostern und Pfingsten nahm der Chor teil. Als bald wieder eine neue Krisis drohte, wurde zur Fürsorge ein dreistimmiger Frauenchor einge­richtet. Glü-Hcherweise kehrten unerwartet meh­rere Chorsänger teils durch Reklamation, teils du-ch Entta""m aus dem Kriege zum Chor zu­rück und der Chor erlebte die Freude, an allen Kirchenfesten bis Neujahr und in einem Konzert am Totenfoni tag (Frl. Volck als Solistin) er­folgreich wirken zu können. Ter Erfolg dieses Kon'ertes veranlaß'« das Presbvttrium zu dem Entschluß, ein für allemal am Totensonntag eine Totengederk-eier zu veranstalten. Unter schwie- 'igen Verhältnissen fand auch das Kriegsjahr 1916 für den Chor einen segensreichen Abschluß.

Kriegsjahr 1917 Zunächst entstand eine neue Lücke im Chor. Das überaus treue und geschätzte Mitglied Herr Heinrich Klehm, wurde plötzlich zum Kriegsdienst heran-ezogen. Mitte Januar mußten die Proben auf. einen Monat vorläufig ausgesetzt werden. Die Regierung hatte das Sparen an Heizmaterial und Licht ang«ordn«t, dazu war es mehreren Damen durch ihre Betäti-

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gung im Hilfsdienst und der strengen Kälte nicht möglich, die Proben zu besuchen. Dennoch wurde es möglich gemacht, daß der Frauenchor in einer Gedächtnisfeier am 29. März drei Chöre vor- tragen sonnte. Während es in letzter Stunde noch gelang, den Festgottesdienst an Ostern zu verschönern, blieb die Mitwirkung zu Pfingsten versagt. Gelegentlich der Gl ockenabfchieds feier im Juli mußte wiederum der Frauenchor die Stelle des Gesamtchores vertreten. Nun galt es, sich auf die 400jährige Luther-Gedenkfeier vor­zubereiten. Wieder fehlte es an Herren. Dies­mal gelang es den redlichen Bemühungen des Presbyter H. Stein, der auf Antrag des Chor­leiters von dem Presbyterium als vermittelndes Glied zwischen Chor und Presbyterium gewählt worden war und als aktives Mitglied in den Chor ausgenommen wurde, einige Herren aus derEintracht', darunter den geschätzten Vor- sitzenden, Herrn Bauer, zu gewinnen. Durch di« Unterstützung dieser Herren und durch die Mit­hilfe mehrerer, von den Chordamen geworbener 'timmbegabterEisenbahner" konnte die liturg. Festfeier am 31. Oktbr., sowie der Festgottesdienst am 4. November verherrlicht werden. Zu einer Feier ernstester und tiefgehendster Art gestaltet« sich die Gedenkfeier am Totensonntag. Durch Mitwirkung der durch ihren reinen, seelenvollen Vortrag hochgeschätzten Frau Pfarrer Wohlfahrt, eines Streicherkorps der Eisenbahner und des Herrn Organisten Paulstich wurde neben ande­ren Chören das Helden-Reguiem von Nagler mit gutem Erfolg aufgeführt. Aus Mangel an Kohlen mußten vom Adventssonntage an dj« Gottesdienste der Johannes- und Marienge, meinde gemeinschaftlich abgehalten werden. Die Kirchenchöre teilten sich aus diesem Grunde in die liturgischen Feiern am heiligen Abend und am Jahresschluß. Der Marienkirchenchor sang am heiligen Abend und schloß mit dieser Feier seine Tättgkeit im Kriegs jäh r 1917.

(Fortsetzung folgt.)

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