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GeNeral-Anzeiger

AmMches Organ für Sledl- und Landkreis Sauna

Erscheint täglich mit Ausnahme d« Sonn- und Feiertage

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Nr. 303

. Monlag den 27. Dezember

1929

K '4

Das Neueste.

Der socialdemokratische Reichstagsabgeordnete und Gewerkschaftsführer Legien ist gestern gestorben.

In Berlin ist die Gründung einer Reichs­gewerkschaft der Post- und Telegraphenbeamten erfolgt.

Der Gesamtverband deutscher Beamten- und AtaatSangestelltengewerkschaften hat sich erneut mit seinen Wünschen an Regierung und Parlament ge­wandt.

Aus Athen wird berichtet, daß Prinz Georg von Griechenland am Mittwoch nach Paris abreisen werde, um den Alliierten die Versicherung zu geben, daß Griechenland die Politik von Veniselos fortsetzen wird.

Geständnisse Paul Cambvns.

Wie England in den Krieg ein trat.

Paul Cambon bei Kriegsausbruch franzö- sischer Botschafter in London, gibt jetzt Einzel­heiten über jene Zeit bekannt. Einer seiner pri­vaten Freunde veröffentlicht sie in der Times:

In den ersten drei August-Tagen, heißt es da u. a., sei seine Stellung zu England außer­ordentlich schwierig gewesen. Das britische Ka­binett besprach die europäische Lage immer wieder Frankreich verließ sich auf die Unterste ung von drei bis vier britischen Ministern, aber andere Kabinettsmitglieder wurden durch die führenden Persönlichkeiten der City im Sinne der Neutra- liiär bearbeitet Am 1. August war wieder ein­mal ein Kabinettsrat, nach welchem Cambon eine Unterredung mit Grey hatte, der ihm mitteilte, daß die Regierung noch keinen Beschluß gefaßt habe, ob sie in den Krieg eingreifen werde. Der Botschafter erklärte, er sei außerstande, eine der­artige Antwort an seine Regierung weitcrzulei- /ten. Nach der Borgeschichte, nach der Zurück- Mimp her Truppen aus ^LhuLuEel^ jene, ^o die deutschen Patrouillen ungehindert nach Frankreich kommen können, nach dem Flot- Unabkommen, auf Grund dessen Frankreich seine Flotte ins Mittelmeer sandte, und Deutschland ungehindert Calais, Boulogne und Cherbourg vernichten könne, sei es undenkbar, eine solche Botschaft nach Frankreich zu senden. Am selben Mend und am nächsten Morgen hatte er nach neuen Kabinettsräten wieder eine Unterredung mit Grey. Erst am 2. August spät abends erhielt er die Versicherung, die britische Flotte würde die französische Nordküste verteidigen. Grey war mit seinen Sympathien aus Frankreichs Seite, ebenso Asquith und Churchill. Aber die Stim­mung im Unterhaus war noch durchaus ziveifel- hast. Am Nachmittag des 3. August hielt Lloyd

eine Unterhausrede, und dann konnte Franireich^ fcfjon etwas freier Atem schöpfen.

Intervention war aber noch nicht bechloßen, weil der Einfall Deutschlands in Belgien noch unbekannt war. Der belgische Ge- sandte dc la Laing erhielt am frühen Nachmittag des 3. August ein diesbezügliches Telegramm wer Regierung. Er eilte damit zum Auswär- Ogen Amt. Grey war aber abwesend. Er hielt scrade im Unterhaus eine Rede. Der'belgische ^ciandte begab sich nun mit seiner Depesche zum Parlament und überreichte sie dort Grey und gab o ^ Gelegenheit, unmittelbarer an das nglische Volk zu appellieren, als er es sonst hätte tun können.

Sie Berechtigung des U-Boot-Krieges.

.^ die obigen Geständnisse Paul Cambons geeignef sind, größere Klarheit über die Vor- ;'an9c dei Kriegsausbruch zu verbreiten, so sind m Den Gren,boten ab gedruckte Ausführungen r Revue militaire, des Organs des französischen , aruwmlnisteriums. wert, weitesten Kreisen be- M zu werden. In der Revue heißt es:Es ist T V ^eit, mit allen irreführenden Meinungen

Gebrauch der U-Boot-Waffe durch Deutschland aufzuräUmen. Der U-Boot-Krieg war vollkommen gerechtfertigt; und das Gegen- J ^u behaupten, ist nicht nur falsch, sondern ^Msft auch vom militärischen Standpunkt aus m durchaus unzutreffendes Bild. Es ist ferner r. ^r Zeit, mit dem Glauben aufzuräumen, als m der Gebrauch der U-Boot-Wasfc durch die mit den Gebräuchen des internatio- -ulen Kriegsrechts nicht zu vereinbaren gewesen. Äie e während des Krieges irrtümlich (?) ver- ^tete Ansicht könnte unserer nationalen Ver- für die Zukunft großen Schaden zu- Unter diesem höheren Gesichtspunkt muß k dalKgA anerkannt werden, daß die deutsche lernte Kriegsleitung ihr gutes Recht vertrat, wenn sie sich der U-Boot-Waffe als Mittel zur Erlangung des c'ibGültigen Sieges bediente. Es nu" daher mit allem Nachdruck darauf bestanden werden, daß trotz der während des Krieges laut« ^ftbenen Einsprüche negen den Gebrauch der ü-Aoot-!Lasse diese selbst, vom militärischen

Standpunkt aus betrachtet, unanfechtbar ist. Es ist auch vollkommen ungerechtfertigt, wie man im Anfang des Krieges immer glaubte, daß ein feindliches Handelsschiff vor der Torpedierung gewarnt werden müsse. Hier handelt es sich um grundsätzliche Fragen des Kriegsrechts, über deren Auslegung bei denen nicht der geringste Zweifel bestehen sollte, die die Verantwortung für die Leitung eines Krieges übernommen haben. Nach allem kann daher nur anerkannt wer­den, daß die Verwendung der U-Boot-Waffe als entscheidender Faktor im verflossenen Weltkriege in jeder Weise korrekt gehandhabt worden ist."

Weihnachrsdank des SeMschenVolkes

Reichspräsident Ebert richtete an dem Reichs­kanzler Fehrenbqch folgendes Schreiben:

Berlin, 23. 12. 1920. Menschenfreundliche Kreise des Auslandes sind seit langem bemüht, der in weiten Schickten unseres Volkes herrschen­de Not durch Werke der Nächstenliebe zu steuern. An erster Stelle stehen in dieser Beziehung unsere Nachbarländer Dänemark, Finnland, Holland, Norwegen, Schweden und die Schweiz. Die warmherzige fürsorgliche Aufnahme die den Kin­dern unseres Volkes seit Jahren in diesen Län­dern monatelang bereitet wird, begegnet den schweren Gefahren, denen das Heranwachsende Geschlecht in geistiger wie körperlicher Beziehung durch den Krieg und seine Nebenerscheinungen ausgesetzt wurde und verfolgt damit ein Ziel, das über die Nor des Tages hinausgeht und uns Deutschen ganz besonders am Herzen liegen muß. Gleichen Zwecken dient die Hilfstätigkeit der Quäker Ihren Speisungen der.Schuljugend haben sie gleiche Fürsorge - für bedürftige Er­wachsene folgen lassen. Auch andere Kreise der Bevölkerung in den Bereinigten Stachen ent­fallen weitgehenoe ,^ütiti^^

von Liebesgaben und Gekdüberweiftingen. Tat­kräftige, von warmer Sympathie getragene .Vife kam auch von den Staaten Südamerikas. So bat noch jüngst ein Komitee chilenischer Damen der Gattin unseres Außenministers 150 000 Mark für unsere Kriegswaisen zur Verfügung nesselt. Das Gefühl der Dankbarkeit für all diese men­schenfreundliche Hilfe wird im deutschen Volke, das schwer um tem Dasein ringt, nicht erlöschen. Ich möchte das Weihnachtsfest nicht vorübergehen lassen, ohne diesem. Gefühl weiterhin Ausdruck zu geben, und ich bifte Sie, Herr Reichskanzler, allen beteiligten Stellen den warmen bleibenden Dank des deutschen Volkes zu übermitteln.

gez. Ebert.

Der Reichskanzler hat veranlaßt, daß den be­teiligten Stellen des Auslandes und den inlän­dischen Hauptstellen des ausländischen Hilfs- werkes der in diesem Schreiben ausgedrückte Weihnachtsdank des deutschen Volkes übermittelt wird.

Der Reichspräsident über unsere Zukunft.

Die Schriftleitung derFrankfurter Meßzei- tung", des Organs der Frankfurter Internatio­nalen Messen, hat sich an eine größere Zahl von Regierungsmitgliedern, Parlamentariern usw. mit der Bitte gewandt, ihr mitzuteilen, was^ sie von dem deutschen Wirtschaftsleben im nächsten Jahre erhoffen. Aus der Reihe der eingegangenen Antworten geben wir die des Reichspräsidenten wieder, der u. a. schreibt:

Was wir erhoffen oder zu erhoffen wagen können, läßt sich nicht in zwei Worten sagen. Man kann alles erhoffen und muß alles erhoffen. Wir brauchen vor allen Dingen O p t i m i s m u s der Tat und des Willens; wären wir nicht optimistisch, so bliebe uns nichts anderes 'übrig, als auf den vollkommenen Zufammenbruch zu warten. Die Gesundung unserer Wirtschaft und mit ihr das Erstarken jedes Einzelnen siüd unsere größte Hoffnung. Es wäre fall*. die Fortschritte des hinter uns liegenden Jahres zu verkennen. Wir haben allerdings Bescheidenheit gelernt und sind mit kleinen Augenblickserfolgen schon zufrieden. Wir müssen auch mit unseren Hoffnungen bescheiden sein. Für unsere ganze zu­künftige Entwicklung fehlt uns ein Faktor, ohne dessen Kenntnis der Ertrag unserer Arbeit auch nicht annähernd abzuftbätzen ist. die Höhe unserer Verpflichtungen gegen­über der Enckente. Wir weben in bkfem Jahre auch hier klarer sehen können, wenn es uns gelingt, durch diesen Winter, den kritischsten, den wir denken können, hinweo'"kommen. Dann kann Deutschland mit dem Ernst und b^m Ar­beitswillen, den es froh allem bewiesen bah an seine große friedlicke Aufgabe herangehen, ein Veredlungend zu sein. dessen geistige und Wirt schastlick.» Erzeugnisse in b: ogn-rn Welt ihre alte Geltung wieberaewamen werden"

Reichslagsabgeordnerer Legion f.

Berlin, 26. Den Der ReichStagSavcuordrute Legien, der Vorsitzende des Allge'. einen Deutschen «ewerkschastsbundes, ist heute morgen g e = storbe u.

Der Reichspräsident hat folg-ndeS Schreiben an den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund gerichtet:

Das plötzliche Hiuicheiden Karl Legieus, Ihres Vorsitzenden, erttillt mich mit tiefem Schmerz. Mit Karl Legien sinkt einer der hervorragendsten Männer Dentschlauds ins Grab. Was er in mehr als dreißig- iähriger zäher, tatkräftiger Arbeit für die Gewerk­schaften der Arbeiter Geschaffen hat, ist unvergängliche Kulturarbeit. Ueberall in der Welt, wo die Gewerk­schaften Wurzel gefaßt haben, wird der Tod Karl Legiens tief beklagt werden. Für den allgemeinen b.mtfeben Gewe^kschastrbund ist der Verlust LegienS ein schwerer Schick'alSschlag. Seien Sie meiner herz­lichen Teilnahnic versichert.

Ebert, Reichspräsident.

Anden Reichswirtschaftsrat sandte der Reichsprändent folgende? Schreiben:

Dem Reichswirtschaftsrat beehre ich mich zu dem schweren Verluste, den er durch hex plötzlichen Tod seine» zweiten Vorsitzenden Legien erfahren hat meine herzliche Tei nähme aukzusprechen. Das warme und stetsebenbige Interesse, daS der Verstorbene dem Schicksal unseres Vaterlandes entgegenbrachte und die tatkräftige Mitarbeit, die er allen fragen unseres wirtschaftlichen Aufbaues widmete, werden seinem Warnen im deutschen Wirtschaftsleben ein bleibendes Gedenken sichern.

Ebert, Reichspräsident.

Amerikasunsichtbare Gäste".

Der amerikanische Senator Mc. Cormick, der während der Weihnachtsfeiertage in Berlin weilte hat sofort noch seiner am Donnerstag abend erfolgten Ankunft. «inen Weihnachtsgruß an seinen Freund, den ehemaligen Rahrungs- nifes für die notleidenden euröpäiichen Kitider am Weihnachtsmorgen in allen größeren ameri­kanischen Zeitungen veröffentlicht werden sollte. Dieser Ausruf faßt, wie der Senator einigen deutschen und ausländischen Pressevertretern mit­teilte, alles das zusammen, was er über die Ein­drücke seiner europäischen Rund-reise zu sagen habe.

Der Auftus in dem auf den Vorschlag von Hoover Bezug genommen wird, man möge in Amerika in jeder Familie für einen nicht vor­handenen Gast initdecken und den Anteil an den Mehrkosten des Weihnachtsdiners der amerika­nischen Kinderhilfe für Europa zuwenden, lautet:

Berlin, 23. Dezember 1920.

Herbert Hoover, bitte, zähle mich auch zu der Heerschar der Amerikaner, die kleine ab­wesende Gäste willkommen heißen werden, deren Weihnachten und deren ganzes Leben freund­licher gestaltet wird, weil wir sie aufgefordert haben, an unserer Julsestfreude teilzunehmen. Im Gegensatz zu Dir wird es mir möglich sein, einer größeren Anzahl dieser Kinder ins Gesicht zu schauen, ihre jetzt fröhlicheren Stimmen zu hören und mich an ihrem kindlichen Lärm zu erfreuen. Ich werde die Gesänge dieser Kinder hören, die als unsere unsichtbaren Gäste ihre bei uns unerbörbaren Stimmen vereinigen werden mit den Stimmen meiner und anderer Kinder, während sie Weihnachtslieder singen um den Weihnachtsbaum im glüMchen unb gesegneten Amerika.

Im erschöpften Europa, wo neue Truppen und neue Schutzzölle immer noch die günstige Entwicklung in der Gegenwart verzögern, ver­bürgen die Kinder die Hoffnung der Zukunft. Sie tun es, sie können es tun, nur weil wir ihre kleinen Hände ergriffen haben. Ueberall, wo ich sie gesehen habe, haben sie sich um mich gedrängt, hoben mir die amerikanischen Röcke gezeigt, mit denen sie bekleidet sind, und gaben mir Nahrung zu kosten, von der sie sagten, sie käme aus Amerika. Hier im Herzen Europas sind es Amerikaner dieselben jungen Amerikaner, die in unseren Armeen oder in den Armeen Frankreichs Krieg Geführt haben, die jetzt den Frieden herbei- führen, den Frieden, der nicht durch geschriebene Verträge festgelegt wird, sondern der in den Herden der Menscken liegt. Dieser Winter wird wir wollen es hoffen, die letzte sckwe>c Probe der sozialen Sicherheit Europas sein. Laßt uns hoffen daß Europa nach diesem Winter nicht mir allen phantastischen revolutionären Plänen den Rücken kehren wird, sondern auch endgültig unb mit Entschiedenheit vom Haß und von den Mitteln des Krieges zu den ungestörten Zielen und Arbeiten des Friedns übergehen wird. Hier und in den anderen Ländern, von denen ick komme, wo bhnaftisehe St walt und militärische a.M das Schlimmste angerick'et haben, steigen in unserer Erinnerung alle die ^chanten auf, die in unserer Svracke so wunderbar ausgedrückt

worden sind über unser uraltes Recht, die Ge­rechtigkeit, die Freiheit, die Ordnung, die Brü­derlichkeit und die christlicke Nächstenliebe^ Ich habe das wunderbare 13. Kavitel der 1. Epistel Vauli an die Korinther gelegen. Ich habe in den Seiten bet Evangelien geblättert und las bie Worte des Heilands, bie von den kleinen Kin­dern sprachen. Amerika arbeitet hier in diesem Gersie. Es wird gesegnet werden für seine Gaben.

Zur Nächstenliebe führt kein äußerer Zwan» Sie fällt Wie linder Tou vom Himmel Hernieder auf b;e Erde, zwiefach gesegnet, Sie segnet den, der gibt, und den, der nimmt Sie ist am stärksten in der starken Herzen. Sie ist ein Schmuck des Höcksten selbst Und irdische Mackt kommt nah' der himmlischen Wenn Mitleid sich dem Recht vermählt."

Gott schütze Amerikas Kinderhilfe.

Medill Mc Cormick.

Berlin, 26. Dezbr. Auf Veranlassung der ameri« konischen Senators Mc Cormick wurde vier am ersten Weibnachtsfeiertage von den amerikanischen Quäkern für 700 arme Kinder eine WeibnachtSfeier veranstaltet. Die Kinder wurden ben dem Senator mit Eßwaren, Kuchen. Obst, Raschwerk und warmem Winterzeug be­schenkt. Frau Stadtrat Weyl dankte in einer herz, lichen Ansprache Mc. Cormik.

PoMsche Tagesberichte.

Rücktritt des Geheimrat Schüler. "Der per» sönliche Referent im Auswärtigen Amt, Geheim­rat Schüler, hat einen Urlaub angetreten, aus dem er nicht mehr in feine alte Stellung zurück­kehren wirb. Der Rücktritt Schülers ist das Schlußkapitel eines ziemlich heftigen Sturmlaufs, der seit einem halben Jahr von den verfchicoen- ften Richtrmgen der politischen Windrose gegen die Neuordnung im Auswärtigen Amt und Haupt retten Schüler, untern»mmen worden ist.

Eine varlanrentarische Anfrage über die Verwendung der Goldmarkpramren. Die Abge­ordneten Piper und Ernst haben eine ?In= frage an die Reicksregierung gerichtet, in der diese mit Bezug auf die Erklärungen des franzö­sischen Ministerpräsidenten über die Verwendung der Goldprämien für das Spa-Abkommen gefragt wird:Ist die Regierung geneigt,, genaue An­gaben über die Höhe der eingecangenen Gold­markprämien zu geben? Ist sie bereit, eine genaue Aufstellung dem Reickstaa zu übermitteln, in welcher Weise die Goldprämien Verwendung fan­den? Ist sie ferner geneigt einer Kontrollrnsianz aus selbstgewählten Vertretern der Ruhrberg- arbeitet regelmäßige Einsicht in die Verwendung der Goldmarkvrömien zu gewähren?"

Eine Reichsgcwerkscknft der PostbeEen. Der Reichsverband deutscher Post- und Tcle- graphenbeamten teilt mit: Die am 23. Dezember im Verbandshause des Verbandes deutscher Post- und Telegraphenbeamten versammelten Vor­standsvertreter der Postboamtenlckast, nämlich des Reichsverbmides deutscher Post- und Tele- araphenbeamten und des Verband^ - deutscher Post- und Telegravbenbeamten mit über 200 000 Mitgliedern, beschlossen die Gründung einer Reiatsgewerkschaft der Post- und Telegraphen­beamten. Mit den Arbeiten »um Ausbau Wvtbe ein Ausschuß beauftragt, der durch Vertreter der orderen postalischen Fach verbände, die zur M-t- wirkung eingebaben werden sollen, ergänzt wer­den soll. In dem gegenwärtigen Wirtschaftsleben Existenzkämpfe werben die vereinigten Verbände bereits geschlossen auftreten. , *

Hardings Pkan einer Gesr"'ck>'l» der Rationen. Nack einer Meldung der Chicago Tribune aus Mar on ( Ohio) sagte bet neu ge­wählte Präsident Harding. er boffe^ ist ew-'t Linie auf i e Zustimmung England s Frank:eG's, Javans und Italiens zu seinem Plan einer 0>« 'ellschaft der Na'Gneu. Härdiua sagt ferner, er glaube, daß irreMia Bedach!, darauf genommen werden müsse, die Möglichkeit eines Offenen- oder Defensiv-Bündnisses unter diesen fünf Großmütter a"°":schalten.

Die lettischen Sozi allsten und Moplau. Aus Riga wirb derFreiheit" gemeldet: Vom 18. bis 20. Dc'emver fand in Riga der Pm.eimg der sozialdemokratischeu Partei Lettlands j-atr. Es waren 150 Delegierte von 97 Organenonen anwesend. Der Parteitag lehnte mit allen gegen 13 Stimmen die Bedingungen der Dritten v*ti ternationale ab und bestätigte den Bemnutz de Zentralkomitees, an der Wiener Konferenz teil­zunehmen. Am Schlissse des Konarcises drangen einige .Offiziere in den Sitzungssaal unb ver­suchten, Unruhe hervorzurusen; sie wurden Jvstorb von den Delegierten feftgenommen und der Stadt« tommanbantur übergeben.

(Weitere politische -Nachrichterr Seite 6 )