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teilS.-Mk..25^Teuernngsrus'chl. Offertgedühr 30 M^Bezusspro,s: Vierteljährlich 12.90 Mk.. nwnail. 4.30 Mk., für Postbezug vierteliahrl. 12.9(5 Mer^, monatl. 4.30 SRf, Die Nummer 20 Pfg. WMed-Äonto Nr. ^659. Frankfurt a. M.

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Das Neueste.

I Das Preußischr Staatsministorium hat der Fest- I Atzung bet Neuwahlen auf den.20, Februar zugestimmt. | LaS deutsche Plebiszitkommissariat in ßber« | ^tsMi hat den Antrag auf Ausweisung Korfäntyr | zksiellt. .

I Dw Besprechungen zwischen der RcichSreglerirng k md dem bayrischen Ministerpräsidenten in der Ent- I ».«ffnungs- und Einwobnerwehrsrage haben zu einer | ßibiguuq geführt.

I Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den [ juvrischen und preußischen Demokraten treten immer ; gütlicher zutage.

Die italienische Kammer ratifizierte den Vertrag , »n Ravollo.

Das vor wenigen Tagen gehildet» portugiesische

! Kabnett hat wieder demissioniert.

Die Londoner Verhandlungen.

Sie oberschlrsische VolksabNtmm'.rug. Die griechische Mage.

Varrs» 28.: Nov. Der. Londoner Sonderbericht- | glatter der Agentur HavaS meldet, daß auF der | Ui^isterZusa2imenkun.ft vorgestern über bie VolkS- lbstzstmung .in Oberschlesien verhandelt wurde. Um t yn stngelkgeybestm zu. entgeben, die die Zuteile von I >9 rst-lcii anßerbälb des BolkSabstrmmnngSbezirkS I Webiieudi'n «m Tage der Volksabstimmung haben I ikr-itrn, seien Borsthläge gemacht worden. Nach, dem s även sollen bie außerhalb des MstimmungSbezirks | SSohmüben nicht am gleichen Tage wie die Bevölke- | ntng Den Oberschlesien abstimmcu. Nach einem s vitrren Vorschläge sollen'die außerhalb Oberschlesiens- Vcävrndeu ausserhalb des "Abstimmungsbezirks, aber

I sti der Besatzüpgszone, etwa in Köln,- abstimmen. Zti dieser Lösung bemerkt> der Berichterstatter der Havas, er stelle die Freiheit des AbstimmungSrechtS und i «W^itie? bie Lufrechterhaltung der Ordnung sicher- Es tei beschlossen worden, den letzten Vorschlag Polen Wb-De'-nchtand zur Annatime zu unterbreiten. Werde ^*('4,.!? ^^e. «Mi M.MreLösung zur Ts'renhung bringen. Anncr der Frage der Volks- ststimntung M Oberschlesien beschäftigte man sich mit der Frage der Grenzen von Palästina und den Handels- MMSW Mit Rnftlaikd, Die nähere, Bcsprcchiniii »eser Fragen wurde »edoch bis zur Ankunsr des rralic- aischen Ministers des.. Acußern Grafen Sferza vcr- i schoben. Dte'Zwischenzcit sollen die beiderseitigen Ber- trttkr benutzen, .tim zu einer Annäherung, ber, fotMeitigen Staudpunkte, überchi e n e u e, Ls.g!p i. n $ried)en lanb zu gelangen. LeygneS dürfte : »orgen. vielleicht einen Vorschlag anregen,, her -bie Billigung der drei beteiligten Regierungen pnoen Lunte. Es fei" anzunehmen, daß die verbündeten Rc- girrungen keinerlei Schritte unternehmen würden, bis " äH einer Nachprüfung des Vertrages von Scvres fübren1 mürben. Wohl aber würden sie von Griechen­land ernsthafte Sicherheiten gegen eine Wickerkebr , de» deutschen Anstösse» in Griechenland und-be'- xriechischen Regierung fordern. Beide Teile feien vori = bn bisherigen Fortschritten des Mermmgsaustausches llstickmätzig befriedigt, v Man sei- fest überzeugt, daß die Konferenz mit einer endgültigen Lösung tndm werden, die von allen Beteiligten angenommen decken könne.

ß-Pari-, 28. Nov. Wie der Sonboher Dericht trügtter desEcho de. Pari?" meltzest, übrrrrickte Lord Curzyn gestern der französischen Delegation eine Note, w der die englische Äuffassung der griechischen Anqe- ieswbcit und der Orienttrogc dargelegt wird". Se S'cke'dahiu: daß die Türkei das Verlorene nicht-wieder- ttlangrn dürfe und daß für die alliierten Mächte Sicherheit darin gesucht werden- müsse, daß Personen, die mit der Politik Konstantins in engsten Beuehuvrei! gcstcndrn haben,. wie Lusmams, Hetaxas und MpiffE M der Regierung ferngehalten würden. Außerdep- m e8 erforderlich, daß eine finanzielle und pMüäß Kontrolle über' die griechische Regierüng ahtgeM ^ttbe. Zür Erreichung dieleS Ergebnisses wotlkLloyt ®torge ben griechischen Ministerpräsidenten Rhallis »«ck London kommen lassen. Das englische Memo­randum soll am Montag besprochen werden. Wie der Berichterstatter desEcho be PariS" erklärt, »er M es sich von. selbst, daß.Frankreich schon von vorn- W». seinen Widerspruch gegen Eurzous Ausführungen itftgelegt habe..

, . London, 27t Novbr. (HävaS). Die frcmzösis.ch- »rutische Konferenz wird voraussichtlich mit einer ge- ^emiamen Erklärung enden. Er ist nicht auSge- Glossen,- - daß der griechische Ministerpräsident Ntmllik London berufen wird, um bie Griechenland treffenden Maßnahmen der Alliierte« zur AemitniL ru Fehmeq. Anderseits würde LeygueS eine weitere tsie nach Griechenland unternehmen, da alle Fragen * Laufe dieser ersten Zusammenkunft nicht geregelt ftffden können. ..... J

^«crtlivuna der griechischen Regierung.

Athen., 28. Nov. Die Regierungspresse versichert, SB die Regierung bisher kein offizielles Anzeichen da- M erhalten habe, daß die Alliierten gegenüber König Fonsiantin eine feindliche Gesinnung hegten. Minister- Wbdtnt RhalliS erklärte einem Vertreter dev Agenos "/^tNtnes; bje Ausführungen LeygueS hätten ihn sehr herzlich berührt. Er habe nach Pari« und London Mn.kggen, um die nötigen Erklärungen zu geben, f6^ gestatte bie augenblickliche Lage Griechenlands ^.Neisc nicht. Immerhin habe er den Erklärungen Befürchtungen LeygueS insoweit Rechnung geira« M daß er sofort , eine Erklärung über seine politischen pAjtlinicn dem ftanzösischen Gesandten überreicht habe.

. Nth«», 28. 'Nov. (HavaS.) Die griechische Rc- ®-«u«4 hat an bie Gelandte» Erulland«, Frankreichs

Amtliches Organ für Sladb ob Landbreks Sanan

Erscheint tSglich Mit Ausnahme der-Svn». «nd Feiertage

Montag den 29. November

und Italiens und an deck Vertreter Rußlands eine behandeln: 1. Ständige Kommission für Mandate, Erklärung gerichtet in der es heißt: In ihren Bezic- 2. Jnt«rn»tionale Kommission für Wilna, 3.- ®r= ^kfrrx ^^ ^" Z"^ ^m Großmächte Nennung eines neuen Oberkommissars für Danzig, »;ä"^ÄSmÄ 4- * «»AWWM» « V» Folge,der gemeinsamen Interessen dieser Staaten und der griechischen Staates ist, zur Richtschnur nehmen. Die griechische. Regierung stützt sich dabei auf'daS volle Vertraue,!, da« ihr 'änlätzlich der letzten Wahlen vom griechische« Volke zum- Ausdruck gebracht worden ist. Sie ist verpflichtet/ denselben Verpflichtungen voll und ganz -nach, ukomme-n, - welche das vorige Kabinett den Großmächten gegenüber;übernommen hatte.

nennung eines neuen Oberkommissärs für Danzig,

Vom Völkerbund.

Genf, 27. Novbr. In der Sitzung der A b - rüstungIkom m.i s sio n machte Lord R o -. b e.r t C e c i l zur Beginn, einige Ausführungen über die Wirtschastsblockade. Nachdem er sich mit der Frage befaßt hatte,/Unter welchen Beding­ungen eine Blockade in Wtracht kämmen könnte, schlug er vor, einen besonderen Dienst oder einfach einen Beamten des Sekretariats zubeauftragen, der Derartiges genau zu .verfolgen habe.-um den Rat über, jede offizielle-Verletzung , des Paktes zu unterrichten. Dieses Vorgehen würde .ermöglichen, , die wirtschaftliche Lage schnell anzuwenden ohne auf die Schaffung einer ,internationalen Blockade- kommission. ^u. warten, , die der Rat befürwortete und deren schnelles Inkrafttreten Eec.il. wünschte. Milieu (Australien) vdrlangte, daß man für jeden einzelnen Staat die im.Fälle einer. Blockade, zu treffenden Maßnahmen festsetze, gewissermaßen gesetzlich -regele. Die, Lage, Hinsichtlich .dieser Frage wechsle namentlich ^vyn- Land zu Land-: - Es. s«i notwendig, daß das Verhalten eines jeden Lan­des festgelegt jperde. Lau g e (Norwegen) unter­stützte den Vorschlag Misten, wobei er sich auf -das typische Beispiel seines eigenen Landes berief, dessen Handelsverkehr größtenteils auf der Schiff-

an hie. besondere Lage zu erinnern, die sich- für.bie Schweiz aus. ihrer, besonderen wirtschaftlichen Neutralität-, ihrer wirtschaftlichen Lage- und.Hen hohen Prozentsatz der m.ihrem ©einet lebenden Bevölkerung ergebe. F ock (Holland) meinte, daß schließlich jedes Land darüber zu entscheiden habe, ab Artikel 16 bek. die Blockade in Kraft gesetzt werden solle ober nicht. Der Rat könne :^ie Mitglieder des Völkerbundes nur einladen, diese oder jene van ihm. als. notwendig erachtete Maßnahme zu ergreifen, .' -

Nach eingehender'Debatte, waran Fisher (England), Schanzer .(Italien), Adels ward (Schweden), Politsch ('Serbien), Lord Robert Cecll (Südafrika). und Bourgois (Frankreich) teilnahmen.- erklärte der Ausschuß a-wf Antrag -Bourgois) ist- Anbetmcht der TatsaHe, daß der Rat einzig für die-Anwendung des Artikels 16. verantwortlich sei, daß die Kommission, die. mit der- 'technischen - Organisation der Blockade beauf­tragt ist, auf keinen Fall ben Characker. einer ständigen Kommission annehmen dürfe. Schließlich ernannte die Kommission auf Antrag Brantina einen besonderen Arbeitsausschuß.

"" Genf, 28. Novbr. Die beratende Kommission des Dölkechmides für die mtlitärifchen Schifft ährts- und Luftschifsahrtsfragen beauftragte'ihre sämtlichen Unterkommissionen mit der- Prüfung Frage der für die -Sicherung' dtzs. freien Ver­kehrs im Hafen von Danzj.g und für die Ver- teldigung des Freistaates notwendigen militäri­schen Kräfte.' Sie nahm- ferner-eine Resolution an, durch-die bie bereinigten ^taäten von Ame­rika eingeladen werden, sich offiziös an der Prü­fung der Abnistungssrage zu Beteiligen,

Genf, '28/ Novbr. In der ersten - Kommissivi: brächte Ader (Schweiz) eine Resolution ein, die, gestützt auf die Vorschläge der-Brüsseler Fi nanzkonferenz, die Schaffung einer st a n d i g e n Wir tschafts - und Fin a n zkom m i s - si on verlangt. Die Aufgabe dieser Kommission wäre es, die-für 1921 sin Genf vorgesehene zweite Finanzkonferenz vorzubereiten, die Errichtung- einer Kreditorganisätion zu prüfen und endlich, gestützt auf Artikel"23 des Vertrages, der für alle Staaten eine gleichmäßige Behandlung fptbert, die Maßnahmen zu beraten für die Verhinderung der Anhäufung von Rohstoffen in einzelnen Län­dern ünd süt diä Regelung der Verteilung. Die- Resolution betont die.unbedingte Notwendigkeit, alle natürlichen Hilfsquellen einzig für die Stei gerung ber Produktion zu veriveNden. Infolge dessen ergeht die Einladung an alle Regierungen ihre Rüstungsmaßnahmen beträchtlich herabzu- setzen, gemäß den-Bestimmungen des Artikels 8 des Vertrages. Der Vorschlag Adors wird in der nächsten Sitzung behandelt.

- Die hentige Tagesordnung. -

Genf, 28- Novbr. In seiner morgigen Sitzung wird der Dölkerbuudsrät folgende Gegenstände

' dender Brief bezüglich der Rüstungen Oester­reichs, Bulgariens und Albaniens, 5. Eupen und Malnredv: Brief des deutschen Reichsministe­riums des Aeuhern, 6. allgemeiner Bericht über die Mandate, 7- Antrag Karnebeek-Holland über .die Entsendung einer internationalen Kommission nach Wilna. 8. Protest der internationalen Ge- weykschaftsföderation gegen die Zuweisung des rechten Weichselufers an Polen, 9. Garantien für die Minderheiten dürch den Völkerbund' im Ver­trage zwisch-m Jugoslawien und der Tschecho- Slowakei. Auf der Tagesordnung der Vollver-- sammlung vom Dienstag stehen: 1. AuGaa Barnes über die jüngsten Konisifte zwischen Btzsep mch.Sowjetrußland, 2. Geschäftsordnung der Dölkerbundsversammlung. darunter der An- trag auf Zulassung der spanischen Sprache und Bericht der' ersten Kommission lVerfassunEkom- Mssflonl. 2. Abänderung des Pölkerbundsvertrags : (Bericht der ersten Kommission). .

Die WieSergulmachungsKohle.

Berlin, 27- Novbr. In der Ablieferung der Medergutmachungskoble sind in der letzten Feit Schwierigkeiten eingetretzen, weil der Rheinwasser- stand mir ein seit Jahrzehnten nicht mehr beobach- kt<§ Maß rirrückqeqangen ist. Die Gefahr ist in greifbare Nabe gerüN, daß die Verladungen nach dem Oöerrhein ganz eingestellt werden müssen. Schon- jetzt sind Listige OberrheinhEen ganz aus- geschitlW stnd andere in ihren Lerstungen außer­ordentlich'gesNnken, ilm die drohende Folge der Nichterfüllüna des S^ä-Abkomm«ns abz"w«nden, mußten die bisher auf dem Wasser liegenden WiedergutmachimosiranHyorte zu einem großen

Folge. Suüdeütlchlands KohleuversorgMq (wird Nur 'noeb "unter den größten Anstrengungen a-uf- rscht erhalten. Die deutstbeN BetnühuNaen. trotz allem die Ententeforderungen 3tt befriedigen, stoßen ^f --weiter« -SÄwitz'riakeiten dadurtb, daß die ideloifchen- und französiMpn Bahnen -rrw Ab­nahme der erhöhten Babnfrachten garnicht in der Lage sind. Alle Vorstellungen- bei der Entente, dadurch -die Erfüllung des Spa-Abkommens zu ermöglichen, daß die Wiederq"tmachungskable. wie der Friedensvertrag es vorsieht, zum Teil auch, über deutsche Seehäfen geliefert werden darf, waren bis jetzt erfolglos. Auch die Bemühungen, für die Bahntransporte nach Frankreich ausrei­chende Mengen ^französischen Wagenmaterials zu ethalten.- hatten nur einen-ganz unbedeutendeu Erfolg. Bei dieser Sachlage wäre es moglieb. daß °M Monatsende die 2 Millionen Tonnen-Liefe- rung mit einem Fehlbetrag ab schließt.

die bayerischen Einwohnerwehren.

r Der(zweitägige Aufenthalt des daher. Minister­präsidenten von Kahr in Berlin war eingehenden Besprechungen über die bayerischen Einwohner- wehren gewidmet- Am Donnerstag hätte' Kahr eine Unterredung mit dem Reichspräsidenten, der sich Konferenzen mit dem Reichskanzler, und dem Neichsminister des Auswärtigen anschlossen. Am Freitag folgte eine Beratung zwischen Kahr und ^n beteiligten Reichsnüstisiern, zu der außer .einigen weiteren Mitgliedern der. bayerischen Rc-. .iieruitg auch der Reichskommissar für'Entwaff- nung der Zivilbevölkerung und der vorübergehend in Berlin anwesende Botschafter Maycr'hin^uge- .Agen wurden. Ueber das 'Ergebnis, der oerßchie- Zenen Besprechungen kann mitgeteilt werden, daß. Kahr die Durchführung des Entwaffnuägsgesetzes und die-Erfüllung der in Spa üsternommgnen Verpflichtungen auch für Vaheni als ein notwen- eiges Ziel erkannt und nur, was die Entwaff- iuungsMaßnahmen zu bestimmten Zeiten angeht, die Derücksichtigung der besonderen 'bayerischen 'Verhältnisse für unumgänglich erachtet. Während 'eines Aufenthaltes in Berlin hat der bayerische Ministerpräsident' auch den Vorsitzenden der intcr- astiierten Kntrollkommffsion, General Nollet, aus­gesucht und ihn über den Stand der. Einwohner- .mehrfrage informiert. General Nollet'.hat diese MÄch-lüngen ''zür Kenntnis genommen: Kahr «atte ferner Gelegenheit, auch dem Berliner bri- Lischen.Botschafchr AMärungen über die Ein­wohnerwehren in Bayern zu geben.

Wie unser Berliner Korrespondent hierzu .noch wsöhrt. bat der-Ministerpräsident versucht, in bet Entivafsuungssrage der bayeri;chen Einwohner­wehren den-bayerischen .Standpunkt^ durchzu- drücken,- stieß-jedoch bei der Reichsregierung wie bei den Ententevertreiern auf heftigen Wider­stand. Sowohl äüf Seiten der Entente als auch -Bayerns ist iebock ein aufrichtiger Wille zur Vor­

BeÄa«sletku«s: 8b. Snbermü

Besiegelet fang: 8 b. SwbermQMe. ?EMtwoMlch' füt pantilÄen und attaeeteiwx TeilRich. »ultftb: fut totalen und provinziellen

1923

SS

ständigung um Beilegung des Konfliktes vorhan­den und man Hatstch auf beiden Seiten zm Kon­zessionen bereit erklärt. - V. Kahr hat der ReichS- regirrung schließlich" die Zustimmung Bayerns zum Abkommen von Spa- in der Entwaffnungs- frage gegeben. Von Seiten der Entente-hat man- mit Nachdruck darauf hingewiesen,-dass man-sich bezüglich der Frist der Entwaffnung zu Konzessio­nen bereit erklären- würde, keinesfalls aber in der Prinzipienfrage der Entwaffnung. Bezüglich der- Auflöftmg der Einwohnerwehren hofft man-zu einer Einigung dahingehend zu gelangen, daß deren Mitglieder zwar nicht organisiert werden/ aber im Bedarfsfälle zur Anierstschung-der Sicher- heitpölrzei, deren Stärke man berarsssetzoir wird, herangezogen werden dürfen. Die Gefahr eftne9 Konflikts- mit der Entente erscheint - damit als endgültig-beseitigt.

Mltzsrrmmung in der Lemökr. Parref. .. .Ipu.Berlin, 29. Nop. Neben den in der deutschen Zentrumsfraktion sich immer mehr geltend machenden Zersetzungobestrebungen ist auch innerhalb der DeutschenDemokratifch^n Partei die MWrmmunq. erheblich gewachsen^ Die Meinungsverschiedenheiten treten insoeson­ders zwischen den bayerischen-und. preußischen Demokraten zutage,-die auf dem koWneuhen Par­teitag ja Nürnberg zu lebhaften. Ausesnander- setzungen, wenn nicht,gar zu einer Spaltung der Partei^. führen werden. Es ist schon lange,feilt Veheimuis mehr,- daß..hie - süddeutschen Dom tra­ten, -besonders die Bauern, mit,her...stark linkst gerichteten Politik der LeitMg.-der Gesamitzartzei in wachsendem Maße unzuffieden sind. So mehren sich bereits die.- aus Norddeutschland kommenden Stimmen, hie vom Partei-tag ein Be­kenntnis zur Demokratie und zur .Republik for­dern, während die süddeutschen Maaten es. ab-

republikanische Staatsform wünscht, tue gut, -dh weitere - Entwicklung der Dinge erst abzuwar'ten. Gegen diesen Standpunkt nimmt dasBerl. Tageblatt" in'scharfer Form Stellung, indem es bezweifelt, ob die ,.Münchner N. NT nach ihrem Uebergang in. den- Besitz eines schwer industriellen Konzerns noch das-Recht hätten, im Namen der Demokraten zu sprechen. Das Blatt weißt darauf hin, daß die demokratische Partei in ihrem Auft- rüf Dom 16 November 1918 das Bekenntnis zur revublikanischeir Staatsform abgelehnt habe, wer anders handele,'verlasse den Boden der,"Partei'. Auch, derFränkische Kurier" wendet sich hetzen die. Berliner Richtung der demoktzakiftchen Parrei wegen ihrer kionzesfionspolitik und fordert, daß der.Parteitag -in Nürnberg gegen Berlin Stellung nimmt, und daß der bayerische Standpunkt jm Reiche, mehr zur Geltung gebracht igirb, Menü sich- Frankfurt und Berlin nicht belehren lassen wollep so müßten sich die bayerischen Demokeaten selbständig-machen. .- ----- - -^-- - ^

PolMsche Tagesberichte.

Die deutschen Ausfichten für die obenchle- -fische. Abstimmung.. Der Kattowitzer Korrespon- oen botB. Z. am Mittag" schreibt. Über die ober- schlesische Abstimmung: Unter allen Umständen a. ... mit einem außerordentlich harten Ab st im- inungskampf gerechnet werden, der nur dann zu einem , für Deutschland wirklich günstigen Re­sultat führen kann, wenn jeder Abstimmungsbe­rechtigte . Im Reich seine Abstimmungspflicht ex- süllt. ohne , sich durch. Unbequemlichkeiten.. oder sonstige Imponderabilien davon..abbringen, zu lassen. : .......

Sl» ritz« auf AuSweisun- Aorsaitty^. Der demiche PlebiSzitkominisiar bat bei her inter­alliierten goimutmoit die Ausweisung Korfanty'S 'bet* Tangs, wobei es sich auf die Destimmungen des Fr-.e- deusvrrtraqcs stiiyt, daß die int-rakliierte Kommission die ä'tuswcikimg jeder Person zu verfügen hat, die da» -ErgchniS der BotkSabsrimümng durch Lestcchimg.zu fälschen, sucht.

- ^ Französische Propaganda für die Besetzung des. Ruhrgebiets, Die TageszeitungDgsnocratie .nouvellr" organisiert eine Pet-ition zu. Gunsten der Besetzung des Kuhrgebiets,. Die Lefep und -AnhängLrches .Blgttes, sowiealle guten Fran­zosen? ohne Ansuchen der Meinung, werden vom Ehcffedakteur B.isy ersucht, -die Rundfrage mit ihren..Unterschriften zu füllen. Die Äcsetzpng des RührgebietS fei. fÜrrFrankreich das jentf^iebenst« Mittel, einen Krieg wieder zu 'gewinnen,-. dessen Sieg -am grünen Disch .stumpfsinnig berf^erjt mbrbejt sei Frankreich, sei nur dem Namen nach Sieger. Die-^T^mocrati« nouvesse" bojft, chi« schwache Regierung und das schwache PaiBment niü bei Schaffung einer mächtigen unwcherstechich breiten Strömung auf die Kühe ihrer Aufgaoea tragen zu können. Die Bittschrift wird auch bem PrMdeMn .drr Republik zur Unterftchrfft mrter- byeitet.-.wcrd«». . .-..- uo: