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« ü br:Die 8geiv.KotoneIzeileod. Mk^ die 4ßesp. Zeile i. Reklame- loTeuerungszuschl. Offertgebühr oreis:Vierteljährlich 12.90 Mk- . für Postbezug vierteliährl. 12.90 4.80 Mk. Die Nummer 20 Pfg.

Nr. 26659. Frankfurt a. M.

Teneral-Mzeiger

LmMchrs Organ für Sta-k- und LanSkreis Senea

Erscüetnk kagNch mit Ausnahme der Sonn» und FskerkaM

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Fernlvreckanicklüffe Nr. 1237 unb 1238

Donnerslng den 25. November

1929

/ Das Neueste.

/ Der Reichstag beschäftigte sich gestern mit /Versailler Friedensvrrtrag.

L. Die preußische Landesverfammlung er- /igte die zweite Beratung des Gesetzentwurfs /«r die Einführung einer Altersgrenze für / InparlamentarifchenKreifenfprichtmanvon /einer kommenden Spaltung der Zentrumspartei., / Der vorläufige Reichswirtschaftsrat hat zin wirtschaftlichen Förderung der geistigen Arbeit einen Unterausschuß gebildet.

Der Berliner Oberbürgermeister Adolf Wermuth hat sein Rücktrittsgesuch eingereicht.

Der nächste Weltpostkongreß wird 1924 in Stockholm abgehalten werden.

Der Reichslag und Versmlles.

Der Reichstag hat'gestern die zweite Lesung des Reichshaushaltplanes wieder ausgenommen ;inb zwar beim Haushalt für die Ausführung des Friedensvertrages. Diese bedeutsame Frage darf oon der Tagesordnung der Reichstagssitzungen cigrntlich nicht verschwinden. Immer wieder muß hcrvorgehobcn werden, daß eine Revision des Friedensvertrages unbedingt erfolgen muß. Phanlastifch sind die Forderungen der Entente, die Jtilliarden von Goldnmrk einheimsen möchte. Mit Staunen und Unwillen sieht man diesem lvesrnsftemden phantastischen Treiben zu. Wie soll Deutschland sich wieder emporheben aus dem lvirtschastlichen Zusammenbruch, wenn es in die­ser Weise geschwächt wird? Bei den Jnterpella- tioneu über die Zustände im Rheinland und über Euven und Malmedy ist schon darauf hingewiescn Gebiete unter der Vc- uifzen. Die Fremd

unsere Kosten einen guten Tags Ungeheuer sind bie Summen, die zu diesem Zwecke von dem ver­armten deutschen Volke aufgebracht werden müßen. Alle möglichen ftemden Agenten müssen in Deutschland gefüttert werden. Frankreich unterhält einen großen Teil seines Heeres auf : deutsche Kosten. Die Fremden sind die Herren im Lande, Moral und Sitte werden untergraben, und eine Schuldenwirtschaft türmt sich auf, die zum furchtbaren Zusammenbruch führen muß, ivenn hier nicht endlich Einhalt geboten wird. Der Hauptausschüß des Reichstages hat diese Mißstände bereits erörtert und fordert die Regie­rung eindringlich auf, die Kosten des Besatzungs- i Heeres, sowie die Zahl der Besatzungstrup in ver- i mindern zu lassen und auf Ersatz der angerich­teten Schäden zu dringen. Es wimmelt von fremden Kommissionen im Lande, die mit Weib und Kind aus ihrer Heimat herbeigerilt find, um ßch in Deutschland gesund zu machen.

Die gestrige Aussprache int Reichstag die einzelnen Parteien hatten ihre Abgeordneten aus dem Rheinlande vorgeschickt, die aus Grund ge­nauer Kenntnis der Dinge ein Bild der uner- traulichen Verhältnisse geben konnten und dies ruch gegeben haben hat gezeigt, daß das ganze deutsche Volk für eine Revision des Versailler * Schanddokumenrs eintritt. Alle Redner gaben dies j Nein kund; in dieser Frage herrschte Einmütig­keit von rechts bis links, wenn auch die Tonart verschieden war. Bei jeder Gelegenheit, immer und immer wieder muß im Reichstag, wenn auch der Unabhängige Breitscheid anderer Meinung ist, I der Ruf erhoben werden, daß dieser unselige Ver­lag umgestoßen werden muß. wen,: nicht ganze Wlker darüber zu Grunde gehen sollen, wenn i "scht die ganze europäische Kultur dadurch ver- j achtet werden soll.

SitzungsÄerLcht.

. Ruf her Tagesordnnn« siebt die zweite Beratung ; Haushalts für bie Ausführung des FriedenSver- , tksigtS. Zum Kapitel »Kosten für den hohen AuS- ; Miß", ha# 20 Millionen Mark Vorsicht, beantragt °'r Ausschuß Erhöhung auf 40 Millionen Mark. I M. Wels (Soz.): Eine Revision des Friedeusver- ^aeS ist nur bann zu erwarten, wenn wir die Ent- ; ^sinung bornchmen und Schadenersatz leisten. Es nichts Verkehrtere», als den Schrei nach Rache. §W gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder "Manche ober Revision. Beides zusammen ist nicht Wich. Jcdcr, der setzt dem Gegner der Demokratie der Linken seine Stimme gibt, verstärkt im Aus. !°^dk den Geist des Mißtrauen» gegen im» und hilft ^ Revision unmöglich machen. Wir müssen die ^iiftiimen Krüste Frankreichs stärken, damit der j Weriahsniu» dort stürzt. Daß die Regierung, die (t tnglischc Premierminister anerkannt hat, den ein» Szenen Verpflichtungen der Ablieferung und Knt- L®lloipung nadhgefommen ist, verdient unseren Tank. t",r biete VertragSerfüsilmg war auch nötig, um Atmosphäre zu klären und unseren guten Willen I - . boliimentitren. Angesichts der Höhe der tm bhebengbertrag festgesetzten Sumwen, ist auch den ^iöfiicbcx Rcvalverpolitikcrn nicht wohl zumute. *««n die Belastung durch die Kosten der »eiaeuna»«

pie von uns gefor erten Kosten sind allerdings unerträg­lich. Es geht nicht an, daß bie Entente nnb'grenzte M'nien von Truppen ins Rhe''-lnud werten saun. Bon dieser ßnue einer sinnlosen Bedrückung muß ab- gewichrn werde». Aber die Redeweise Ti na"? war ni vt richtig, besonders nicht seine Rede in Düsseldorf. Hat bie Regierung schlüssige Beweise d-n angeb­lichen UeberffitS an Kohlen in Frankreich?! Ln^en- borrr hat bei seinem Rückzüge 1918 hie KovI«»- ruben in Nordfrankrefch nnbrau^bar ccmad.it.

Die Erklären- des Ministers des Aen'-m über d c Verwendung der Vorschüst» genügt nicht. Es fitP tatsächlich lltz Millionen bcüaß't. worden. Wanim sind sie nicht 3um Besten her Atheist der RuhrrevierS her wendet worden? Nur die SozialDernng kann bie Wünsche der Bergarbeiter hefriebigen W nn die Entente in das Bub krepier einmm schieren Hlltc. sowerr-e« ihr bie Bergarbeiter 'ckon eine harte Nuß zu knacken neben. Die Rede des Ministers des Aemtern in Tüsselbor über den feindseligen Ast, der in einem eventuellen Einmarsch der Entente lieae, war vfiickokoaisck e^n« MnsterVstung gewesen. Was für Machtmittel bat der Miuil'er hinter sich, um seine Worte zu stützen? Ist das aber nicht der Fall, io müsse man sich nickt wundern, wenn Fraiikre'ck seine Konsequenzen aus der Rede ziehe nnb seine Truppen in der Rheinurovinz noch mehr verstärke Har der Minister etwa Bundes- neroffen hinter sich? D-nkt er an Sowretrußland? Leidet scheinen mir dst Einflüsse, die gegen ein miP= schädliche? Zusammengehen mit. Rußland sind, im Auswärtigen Amt gewachsen zu sein. Da wäre eS doch besser gewestn. menn Herr Simon« sich der Makmnng erinnert hätte: Meln Sobn, mein.Sehn, ziehe nicht an den Rhein! Selbst in Frankreich wird bereits vor einer Besetzung des RphrrevierS gewarnt. Warum aber erfüllt Deutschland ,mb vor allen« Bayern nicht restlos die Pflicht der Abrüstuna. DaS ist das beste Mittel, bie' Bnedynq 'des Ruhrrevstr« zu

Verbindern. Die Stimmen, her Versöhnung in Frank­reich mehren sich. Da muß jedes mißzuverstehende Wort vermieden werden. Die Regierung muß eine L nie haben. Sie muß wissen, ob sie den Vertra" erWerz will und kann. Sie wird nn? an ihrer Seite '^twaS^^nm^MSi' Sr^t cm

den Wiederaufbau in Frankreich herangebt. um jedes llnckertappcn im Dunkeln M vermeiden/ wäre das Festletzen einer bestimmten Summe für die Wiedergutmachung und die AirsteKung eines festen Planes für Gene ha? Beste. Daß der Vertrag jetzt afimählidi Ber its anfänat abzubröckeln, freut, uns. Abg. Korell (Tem.) bespricht die Wirkung der Ministerreden in der ausländischen Presse. England und Amerika haben sich ansgeschw'cgeu. , Dic Holländische Presse bat unsere Lage jetzt erst richtig erkannt. Die französische Presse sieht in der oan-cu InterpellationSdebatte den Beweis, daß Deutschland sich um die Erfüllung des FriedenSvertrageS - drücken wolle. Wenn solche Ausstellungen an ben Reden des Ministers Simons und deS Reichskanzlers in der ausländische« Presse erhöhen worden sind, so rührt mich daS nicht, denn tie Reden der Minister in bei Nhrmprcvm i Ivaren dem Auslande höchst nnerwünickt. Herr Brcidscheid wirst dein Minister Mangel an poli­tischer Klugheit vor. Hält er etwa feine Frage nack beni eventuellen Bundesgenossen für politisch klug? Herr Breidstheid handelt nach dem Grundsatz derer, bie, nm Frankreich gefällig zu sein, sich alles von Frankreich geialleu lassen. Wenn er hier, wo es s-ck um die Not der Rheinlande handelt, die 'Schuldfrage aufwirft, so wird dadurch nichts geholfen. Da» werden Herrn Breidsckeidk Anhänger im Rheinland« selber bestätigen. Wir müssen im Rbeiulande Unsere Gefühle zügeln. Der Redner schildert bis llebcrgriffe her hoben Kommission. Im Gegensatz zu Brcidscheid bin ick der Ansicht, daß nur dann etwas erreicht werden kann, wenn man es wieder und wieder in dar Wcitgcwiffcn bineinhämmert, daß dieser Vertrag von Permillcs eine einzige Büge ist geKnübcr den Grundsätzen, be zum Waffenstillstand oeführt haben. Abg. Fries (lt. «.-Linkst: Den Krieg hat bie internationale Arbeiterschaft verloren, deshalb trägt sie allein die Kosten. Die Klagen der rheinischen Bürgerschaft erscheinen übertrieben, sonst würden die Bürger el nicht vorsieben, englische Offiziere in ihre Wohnungen mihr.nehmen statt deutsche Arbeiter und Angestellte. An dem Mißtrauen gegen Deutschland hat die Orgesch- organisation die Hauptschuld. DaS Bürgertum scheut sich nicht, die fremde Besatzung und ihre Maichinenge- iuehte regen streikende Arbeiter anznrufen. Dem­gegenüber hilft nur der intcimationale Znsammenschiuß auf kommunistischer Grundlage. - Damit schließt die Aus'praÄe. E» folgt die Einzeldebatte. Die Er­höhung der Kosten für den hohen Aurschuß aus 40 Millionen wird gegen bie Stimmen der Teutsch« nationalen angenommen. Der Feit bei Etats wird sodann ohne wesentliche weitere Debatte genehmigt.

HandwerkerauSschttst im Reichstage.

Im Reichstage haben sich die Reichstagsabge- orductcn, die dein Handtvcrkcrstande angeboren, zu einem interfraktionellen Ausschuß zn'ammcugescklosicn, der in Handwerkerfrage ein gemeinsames Vorgehen austreden will. Dem HandwerkerauSstckutz. zu dessen Vorsitzenden Kl«nipnerobcrmcisterReichstag»abgeordiitter Bart-ckat tstömgSbergl gewählt wurde, gehören 16 NcichStagsabgcordnete aller bnrgcr! cken Frackwnen an. Die sozialistischen Gruppen sind dem Ausichuß nicht beigetreten. Der Ausschuß hat. bereit« vrastnche Arbeit geleistet. Er wird dem ReickStag folgenden Antrag vorlegen: Der Reichstag wolle beschließen: Die Reckisregierung wird ersucht, durch Bei ordnung bc# Re-chSpräfidente» unverzüglich eine Stelle «mzu- rlcüten, die einen fortfauieuben lleherblid erhält über alle Besckaüunacn des Reiches, von welchem Rehort

armee schließt die Erküllung unserer finan ießen Ver­pflichtungen aus. Wenn daher v=0 von französischer Seite Vorschläge auüauch-n, daß mir an bie Stelle der simmzielten Leistungen 'o^che in Niniea'ien und JudustcieMeugxisst« treten lassen, so sollte dieser Vor­schlag an den Arbeitern nicht scheitern. Umso mehr ist er zu bedauern, daß unsere Vorschläge für den Wiede-an'bau dort ant so wenig Gegenliebe gestoß n sind. Die NH wie unsere Regierung bie Fraae be­handelt. läßt nicht auf ihren guten Willen schließen diesen Aufbau als da? Rückgrat der WiederMmachun; auiinebett. Fraickre^ch allein kann iebemath? '-t" Wieder«»kban nicht aus eigenen Kräften feisten, ^i* deutsche Arbesterschakt ist. bereit, ihre Kräfte rnr Ver­fügung in stellen. Andererseits muß das Ausland über die Schwere unserer BAastiing anlgek "-t merben, sowie ü^er unseren guten Willen, unsere Pflicht nach Möglichkeit zu ersäßen.

Reichs« inister Dr. Simons stellt richtig, erhöhe in Köln nicht gesagt, daß die Entei-re bie versprochenen Vorlchnfse nicht geleistet habe. Die Sache liege vül- mehr so: daß nach unseren Ablieferungen allmonat­lich festgestebt werde, ob wir aber bie Entente ein Guthaben hätten. Wenn wir ein Guthaben hätten, würde uns dieses nicht cmsbczäblt, forbern ntm späteren Ausgleich iiirücthHialten. Abg. Schreiber (3tr3 bedauert, daß e ne Aa-bvrüsnng der Kosten »ür die Besatzung nicht unmöglich ist, weil die Gegner jede ReÄtNivaslegung kerweiaern, ausgeschlossen die Belgier. Beschwerden genen das B«satznng»heer von ISO 000 Mann haben mir dann Wert, wenn ^as ganze Volk sie unterstützt. Den Amerikanern wüsrn wir klar machen, daß ehe ihre Licbesaäben umsonst seien, wcnii nicht die Kdcn>>! deS BeiatzungShecres ver­mindert werden. Der Redner protestiert gegen bie schwarzen Truppen, die noch imm-r aW dem linken Rbeiinifer stehen nnb unsere kulturell in hoch stehende Bcvölkerunu vergewaltigen. Er pi i' stiert auch gegen den Sklavenhandel, der unter dem Deckmantel der Fremdenlegion getrieben wird. 1 sollen bie zwölf Flugplätze dienen. Auf die ReW? mibriafeit dieser Einrichkung müsse das Ausland m*-» fltheiru

zur Anfrechierbältung ber Rüde und Ordnung zu er­lassen. Sie darf Pm Prcsüverdot aussprechen, vor allem aber bars sie nicht bie hohen Forderungen auf« siellcn, die an^ dein Etat bervorgeben. Entschieden protestiert werden muß gegeit des Bestehen der fried­lichen Durchdringung, da? im Rbxiuland bereits leider Früchte zu tragen beginnt. Ein ReichSschnldae'ctz muß den Rheinländern in ihrem harten Kampfe, für dessen mannhafte Durchführung sie ben Dank des gesamten oemschen Volkes verdienen, zu Hilfe sommern Ant die Dauer können wir eine IabrcSüe- lastung von 25 Milliaideil aus dem Friedensvertrage nicht leisten. Der N-dner regt die Bildung eines parlamentarischen Ausschusses an, her sich mit den Verhältnissen im besetzten Pebiete ständig befaßt, sowie die Schaffung einer Stelle, der die Kontrolle über alle Beschaffungen deS Reiches ^ustchen. Abg. Dr. Reicher: (deutschnatl.) betont, daß der Abg. v. Grase in Hannover sich nicht für eine Nachevolitik ausge­sprochen habe. Er habe vielmei r genau das Gegenteil gefegt. Die Leiden unserer Volksgenossen im besetzten Gebiet, die schwarze Schmach, bie Hemmung unseres Handel- und unserer Industrie, da« Forisührcn unserer Viehbestände, überall Verarmung, das sind die Fußtapfen unseres LeidenSweftS. Uuro dan barer müssen wir ben StammeSaenosseu sein, die tapfer an deutscher Art iesthalten Deutschland ist ein Schuldn r= Volk geworden. Wenn e? w meitergeht, wird es ein Bettlervolk. Der Friedensvertrag lastet schwer auf uns und selbst die Nazisisten sind zu einer gewissen Einsicht gekommen. Die Last drückt umso schwerer, als wir die ganze Summe, bie wir zu zahlen haben werden, noch gar nicht kennen. Jeder Soldat des Be- satzungsheereö kostet uns 100 000 Stars. Dazu kommen die Kosten für die Truppenübungsplätze. Ein ge­meinsamer P r o t e st der N e g i e r n u g , b c 8 Reichstags und der gesamten deutsch e n B e n ö l ke r u n g ist dringend e r ftue > e11W Die Ruhe, die augenblicklich in Deutschland herrscht, ist eine Grabesruhe. Tätig ist nur bie Rotenvrcüe. Das einzige Altivum, das wir besitzen, ist bU Stöhle. Ihr gilt die Sehnsucht der Franzosen. L asten haben wir nicht. Die Revision zu erzwingen, haben wir nickt die Macht. Aber die Macht des Geistes und b er Idee müssen mir a n 8 n ü g en. Wir müssen Aufklärungsarbeit teilten, im Inlandc wie im Auslande, wie das in Amerika bereits mit Erfolg der Fall gewesen ist. S ol a n g c d i e R e v i s i o n des Friedensvertrages nicht erfolgt ist. können wir an einen Wiederaufbau nicht denken. Abg. Zapf !Dtsch. Vpt.) schildert bie Schwierigkeiten der Unterbringung panlöslicher Ofii- zicre. Es ist sein Wunder, wenn im Rheinland der alldeutsche Gedanke alles andere verdrängt. Da« ver­kleinerte und verarmte Deutschland steht vor einer ftntnjiell n Unmöglichkeit. Die Lage trägt das Stigma der Hoffnungslosigkeit. Das Volk ist enttäuscht über den Ausgang des Krieges, aber auch über bie Nevo- lutton, seit bereit Anfang die ÄiiSschrcitungen beS Kapitalismus nicht ab, sondern gugenommen haben. Abg. Breidscheid tUS.): Die Hauptleidtragenden des KriegeS nud des Friedensvertrage l sind die arbeitenden Klassen. Aber unsere Lage ist eine Folge der KfiegSL Verbrecher. Manches ist tarüber in die OeffenWchleit gekommen. Hoffentlich erfahren wir noch mehr. Die Schuldigen v^« gestern, von BrestlitowSk und v n Bukarest spielen sich heute als bie Moralhelden auf. Deutschland würde vielmehr Oom Auslaode verstau ccw w.rdcn, wenn die Heifferich fchmeigen wurden. Wir aalten es nicht für richtig, bei jeder Gelegen cit nach der Revision des Fricde»LvertraaeS zu idbreiem c?ä

sie auch ansgehen mögen, und bei der die Sänket durch ihre Braus' ragten in der Lage sind, auf die gerechte und wicrschastsich: Verteilunz der Reichrauk« träge auf d - einzelnen leistvirtfdiajtledbiete bei 3!eicheS einzumirken.

Spallung -es Jen!rums?

fp'i. Berlin, 25. Aov. In parWurntarilchen Kreier verlautet, bah sich innerhalb der deutschen HentriimMl:tei eiue Bewegung bemerkbar macht, die dir eine Spaltung der großen tatuolidien Partei, 'iiißüÜiin't Innerhalb der Partei bestand schon seit langem ein rechter und ein linier Flügel. Letzterer unter .Führung der .. mistet Braun, Steger- wald und Erzberger. Den rechten Flügel btr» bete in der Hauptsache die fvirarfoH'Vrvqtiuen Elemente. Äälu eud der rechte Flügel stark mouarchrflisch gestimmt ist, besteht d r linke au# Anbei »gern der Republtk. Trotz­dem die Ansichten schon seit Monaten dark auseinan­der gingen, geseift et bisher die Einheit der Partei im Interesse der Kirche zu erhalten. Nunmehr haben sich aber die politischen und i»ya(m Gegensatze se ver'chärft, daß fe Spaltung der Pariei nahe bevor, sieht. Zu Merlin Mrse bereit* von Füvrcrn des lin­ken Flügels der Autztlitt au? der Partei und die Gründung einer neuen Partei beschlossen. Auch in Duhelsor- bat Ster envaid den Zusammenschluß aller Gle.chg sinn teil beib*r Koufefsion-u^ zu einer christlich nationalen Loilsparrei angekündigt. Tie'e neue Par­tei, die sich. nuzwriseutiz au- den Boden der re^ubli« dänischen Bermsfung stehen wird und die eine Haupt­stütze, der gegenwärtigen Regierung darstetlen soll, wür­den sich die süddesttscheu Zentrumrorganiiatione«, so­wie die d r RbtinkandeS atlichl^eßen. In parlameu' tarischen Kreisen mißt man bieten Pprgüuzeu greur Osdentung bei und man glaubt, daß diese Partei viele .LMngtr Mtzen dUL^^x.sich »ie^ HfMD. PWe- 'stantiMe WuMr an WMn wer^.

Preußischer Zentrumsparteitag. Nach einer Meldung der !^o!nischm Volkszektung findet vorn 11. Bis 13. Dezember em Parteitag der preußischen Zentrumspartei statt, der sich vornehmlich mit der Vorbereitung der Wahlen zum ersten preußischen Landtag und mit dem Ausbau der Parteiorganisation beschäftigen soll.

PoMsche Tagesbericht.

Wirtschaftliche Försrrnng der «kistiqen Arbeit. Der vorläufige ReickzwirtschastSrat bat in Erkenntnis der geistigen Arbeit einst Unterausschuß sw wirt'ckaltlichru Förderung der geistigen Arbeit ge« biH?t, dessen Allsgabe sein soll, die Vorausietzunge'« für eine produktive Emglied-rung der geistigen Arbeit in das Wustscha'tSleben schas-n. Zum 1. Vorsitzen­den wurde Professor Ernst Jack- vom Deutschen Werk, buub q wählt. Luxussteuer, liebe gerecht und bie Möglichkeil von S aatSbeihilsen in Form einer vro- dnktive» ErwerbSlosenfürsorge für austiae Ar bester werden einen Teil des Programm» der nächsten 2i,- ung bilden, die während der Plenarsitzung vom 10. bis 18. Dez. slattfindet. Ferner wird der Antrag der Aerzte gegen die von den Krankenkassen beabsichtigte Eluschränkung ihres Arbeitsgebiete? und ein weiterer Antrag. der die Entlohnung der geistigen Arbeiter im VerlagSgewerbe betrifft, verhandelt. Alle Organisatio­nen geistiger Arbeiter, die tue bist« und weitere Fra­gen z. B. Rohstoffversorgung, Kunst- und Verkehr«« fragen, Wertzuwachs von Kunstwerten Vorschläge haben, werden aufgeforbert, diele als begründete An­träge an den Unterausschuß zur wirtschaftliche För­derung der geistigen Arbeit im Reich»>vi rt'chqft»rat' zu richten.

Rücktritt des Verti«er TberdSt-qr«- meister-e. Zimtlick wirb mitgeteilt, daß der Ober­bürgermeister von Berlin, Adolf Wermutd. den Magistrat erfuhr hat, seine Verstgung in den Ruhe­stand herbei zu führen. Das Gesuch wird mit nem äußerst angegriffenen Ge fund beit»n ffa no und dem Hin­weis aus'da» hohe Alter des Oberbürgermeister? be« ornndet. Die Blätter dagegen führen den Rück­tritt deS Oberbürgermeisters Wermutb auf politische Gründe zurück. Der Elektrikerstreik habe ihn tu Fall gebracht. Zu der für heute festgesetzten Debatte über den Aursiaud der städtischen ElektrizitätSarbeiter baren die Sozialdewokraten. dre Unabhängigen und die Ren- Kommunisten beabsichtig., ein Vertrauensvotum für den Oberbürgermeister einzudringen, um dadurch den An­griffen der bürgerlichen Parkeltn gegen Wermntü wegen seiner Haltung mähreno bei Kriege» zu begegnen. Da im letzten Moment die Neukommunilteu ihre Unter­schrist zurückzogen, konnte mit der Annahme deS Per- trauenSantraac# nicht gerechnet werden. Darum sei, wie der Vorwärts schreibt, der Oberbürgermeister »U- rückgetretcu.

aeiite Neberfiebeluns *#5 Kaiser» nach Korfu. SLie der Amsterdamer Vertreter deS Wolff- büroS von maßgebender Seite erfährt, ist von einer Ucbersikdelung des vormaligen Kaiser» nach Korfu keine Rede. Alle diesbezüglichen Meldungen sind vöürg au» der Lust gegriffen. DaS Befindell der vormaligen Kaiserin meist eine weitere geringe Besserung aus. Dir anwesenden Kinder deS Kailerpaare» konnten ote Mutter sprechen. Die Herzogm von Brannschweig unterstützt den Kaiser bei der Psiege der Kaiserin. Drr Kronprinz ist wieder nach Wie-tugeu nbgk'ayren. Pr^m» Adaldert rett morgen von Doorn ab.