Nr. 268'
Eanstnsi den 13. Növ-mbei
Seite 5*
Hande^tes!
18 örse i5 Bericht
mittetetit von dem
Hankhaus Carl Kiefer & Co., Hanau.
Nachdruck verboten. Hanau den 12. Novbr. 1920.
Die Frankfurter IB’irse verlief fest. Die andauernde Geldflüssigkeit führt der Börse stets neue Mittel zu, die in deutschen Industrie- werten Anlage finden. Die Hausse in Valutawerten beginnt langsam abzuflauen. Die Speku- lation greift daher nach angeb'lch zurückgebliebenen Werten, die man am deutschen Industrieaktienmarkt noch zu finden glaubt. Bergwerksaktien setzten durchweg höher ein und konnten, im Verlauf der Börse ihre Kurses wenn auch nicht wesentlich verbessern. Buderus 636 a 34, Gelsenkirchen 401.50, Deutsch Lux 409 ä 10, Mannesmann 516 ä 18, Rheinstahl 529. Bankaktien etwas fester, Dt. Bank 329.50, Darmstädter 179.75, Diskonto 255, Metallbank 360 Brf. Chemiewerte, deren feste Haltung in den letzten Tagen wiederholt festzusfollen war, standen heute unter Haussestimmung. Guano 564.50, Gold- und Silber- scheide,830 (-}- 70), Th. Goldschmidt 463 (4- 18), Griesheim 398.75, Holzverkohlung 495. Von Elek- trizitätswerten waren A. E. G.839,Bergmann 279.50, Feiten 491, Licht & Kraft 229, Schlickert 304.50, Jetter & Scherer 560. Das Geschäft bewegte sich in engen Grenzen. Maschinenaktien durchweg fest. Besonders Autowerte zeigten Ansätze zur Hausse, da man bemerken konnte, dass Matorialknappheit angestrebt wird. Kleyer 313 L 15, Daimler* 248 a 60, Esslinger 325, Beck & Henkel 410, Hilpert 270, Enzingerwerke 415 (-{-45), Hanfwerke Füssen 430 auf starke Münchener Käufe. Gasmot Deutz rückgängig 283. Lebhaft gefragt Krauss Lokom. 442. Von übrigen Einheitswerten lagen fest Hirsch Kupfer 467, Heddernh. Kupfer 377. Gebr. Junghafts 410 bat. (Z- 60). In Zellstoffwerten lagen Aschaffenburger Zellstoff erneut höher. Gerüchtweise verlautet über starke Käufe. Zellstoff Waldhof 502. Fremde Renten lagen ruhig. 5% Goldmex. 982, 5°/e Silbermex. 685, 5% Tehuantopec 595 ä 98. Von Türken-Werten I. Anatelier 194.75, I. Bagdad 200, II. Bagdad 166, 3% Salonique Monastier 156.50. Im freien Verkehr lagen fest Dt. Petroleum 1798 L 1845 ä 30, Mannsfelder Kuxe 5075 L 5000, Knorr Heilbronn 260, N. 8. U. 382, Casseler Fass wurden bis 338 bezahlt
Valutamarkt schwankend. Von Noten bedangen Dollars 861/» ä 87%, London 294, franz. Noten 498, Schweiz 1325, Holland 2600. Von Coupons bedangen Tientsin 151, Silbermex. 23'/s, Irrig. 210, Rum. Coupons 145. Metalle: Barrengold ca. 47 500, Silber 1490, Platin 175.
An der Frankfurter Abendbörse lebhaftes Geschäft in Industrieaktien. Montanwerk gesucht Dt Lux 419, Harpener 550, Gelsenkirchen 419 ä 22, Buderus 630. Sehr fest und höher bezahlt wurden Autoaktien. Kleyer 329, Daimler 286. Von Ein- heitewerten waren Beck & Henkel 416, Hirsch Kupfer 472, Kratisa Lokomot 448, Gummipeter 385, Bing Metall 320, Faber & Schleicher 180, Zellstoff Aschaffenburg notierten -ö6h^ Zellstoff W&Idhof 506, Elektrische ^■kkpnnten »^u ueiesu, — —
Bergmann 279.50, Licht & Kraft__________meyer 260. Von Chemischen Werten notierten Chom. Weiler 390, Rütgerswerke 453. Fremde Renten lagen schwankend. 5% Silbermex. 685, 4% Irig. Mex. 490, I. Anatol. 192, Zolltürken 117, Admin. Türken 118, 19lB Türken 100.
Die Merlin er Börse verlief fest, da einerseits der Elektrizitätsstreik den Telephon- und Funkverkehr nicht mehr beeinträchtigte, andererseits das Publikum wieder in steigendem Masse Aufträge sandte. Am Montanmarkt waren Hösch- aktien 855 (-}- 120), Harpener, die in einem gewissen Verhältnis zu Hösch stehen, 542, Bochumer 536, Bismarckshütte 724, Donnersmark 488, Mannesmann 515. Chemiewerte auf westdeutsche Käufe gesucht und höher. Anilin 560, Griesheim 399, Chem. Heyden 599%, Goldschmidt 460. Schiffahrtswerte lagen fest. Dt. Australier 240, Hansa 325, Paket 200, Hamburg Süd 320. Von Einheitswerten, die grösstenteils höher notierten, sind zu nennen Kleyer 330, Guano 468, Zellstoff Aschaffenburg 545, Berliner Holzkontor 320, Braunkohlen & Briketts 339®/», Daimler 270, Dynamit Nobel 415Va, Essener Steinkohle schwächer 445, Gas Deutz 285, Ges. k. Elektr. Untern. 219, Hilpert Masch. 278’/« auf das Bezugsrecht, das der Aktie noch anhaftet. Linke Hofmann 570, Lüdenscheider Metall 449, Meguin 560, Oberbedarf 328, Rom- baoher Hütte 390, Stettiner Vulkan 311, Telephon Berliner 340. Kolonialwerte ohne Geschäft Otavi I 351, Genüsse 710. Im freien Verkehr Benz 280, i Kosmos 410 a 15, Hansa Lloyd 188.
Amtl. Dcv.-K. v. 12. Nov. 1920:
Belgien Holland London Paris .
Schweiz, Spanien Italien.
Portugal
Geld 532.- 2007.1" 29N20 498."0
VW.ßV
Brief 533.— 2612.60 294.80 499.50 1336.40
iWUnnj lOtifi.10
296.70 - 297.30
Dünemark .
Norwegen .
Schweden . Helsfnyfors .
New York . : Wien (altes) D. Oest. (abg.) Budapest . . Prag . . .
Gold
Rrle’
1136 30 N M.7N 1138.30 1141.20 1635.80 1639110 87.5202 87.72^
22 97— 23.03 — 15.88—I 15.92-
IKarknotierun^n fni AnsUnd
llt. 11.112. 11. |
In. 11.112. ii
Zürich . . A msterdam. topedb'’26n Kockholm .
7.45
3.82I-«
9.1 ü
6.15
7.50*1 3.87 ' q__
6.25
Wien . . New York Paris . .
London .
665
1.16
206/«
665
1.16 203«
291
*) Diese Notierung ist vom heutigen Tage.
Berliner Brief.
M. Berlin, 12. Novbr. 1920.
Mit einer gewissen Wollust hat man in letzter Zeit von der politischen wie von der industriellen Seite auf die Verschlechterung unserer Valuta hingewiesen und sie durch Devisen- ankäufe .verstärkt. Die Mark steht heute nach dem Dollar gemessen kaum 5 Pfennig = 1,1 cent. Die Industrie wirft dies der Regierung als Folge ihrer Politik vor und die Regierung der Industrie als Folge ihres habsüchtigen Verhaltens. Dabei vergessen beide Teile, dass sie wirtschaftlich gesehen eine Einheit bilden und die Schwächung der einen Seite trotz allen Schein reichtums die Schwächung der anderen Seite zur Folge hat. Selbst wenn wir den unangenehmen Vergleich nit der Entwicklung der Finanzen zur Zeit der französischen Revolution machen, so müssen wir feststellen, dass unsere Valuta heute schon auf einem Stand ist, der ganz katastrophale Zustände es- komptiert. Vergessen wir nicht, dass in vorstehenden Zahlen bereits eine zwanzigfache Verschlechterung des wirtschaftlichen Zustandes gegenüber dem Frieden zum Ausdruck kommt. Die ungeheuren Verluste des Krieges prägen sich darin aus.
Aber wir haben doch trotz der gegenteiligen Entwicklung der Valutabewegung in den letzten 14 Tagen den Eindruck, als ob die schlimmsten wirtschaftlichen Mißstände absterben und der wirtschaftliche Heilungsprozess Fortschritte macht. Zwar noch nicht von der Geldseite; denn in dieser Beziehung ist etwas Entscheidendes noch nicht vorgefallen, wohl aber von der Waren seite, d. h. es werden in der Welt mehr Waren angeboten, als gekauft. Im Ausland verschärft sich die Absatzkrisis immer mehr: der Warenpreisindex in England ist nennenswert gefallen. Ueberall macht sich das Fehlen der Käufer in Mittel- und Osteuropa unliebsam fühlbar. Auch bei uns in Deutschland ist trotz der Valuta Verschlechterung eine Entwertung des Geldes im In- lande so gut wie garnicht eingetreten. Die Warenpreise sind nur ausnahmsweise erhöht Die Eisenindustrie hat sogar ihre Preise nennenswert er mässigt. Nicht die Notenumlaufsumme ist letzten Endes entscheidend, sondern ihr Verhältnis zu dem Warenangebot. Wir glauben, dass dies sich doch in nicht zu ferner Zeit vorteilhaft bemerkbar machen muss.
Politisch ist die Valutaverschlechterung im
nicht nennenswert gewesen. Auch die Deutsch- Ueberseels^hon Elektrizitätswerke-Aktien haben nieht nenn-nswerten Nutzen davon gezogen; es sieht jedoch aus, als ob diesem Papiere sich das Kaufinteresse wieder zuwondet.
Berlin. Ein Herr Dr. Georg Senfner in Berlin teilt der ,Vos3. Ztg.“ mit, dass sein mit der Dynamit A.-G. vorm. Alfred Nobel in Hamburg geschlossener Vertrag betr. die Verwertung seines Verfahrens zur künstlichen Herstellung von Diamanten mit gegenseitigem Einverständnis aufgelöst worden ist
Malle« Die Braunkohlen-n.Brikett- Industrie A.-G. in Berlin schloss grössere Feldankäufe ab mit den Landwirten der Gemeinden Creva. und Neudorf, wo abbauwürdige Braunkohlenlager erboh rt sind.
Kskch. Zu der Mitteilung, dass die Firma Carl Später in Koblenz als Reflektant auf die B u d e r u s auftrete, hört die „Rhein.-Westf. Ztg.“, dass mehrere Reflektanten für Budsrus vorhanden seien. Die Aufkäufe der Baderns-Aktien erfolgten bisher durch dasselbe Bankhnus Herzfeld in Berlin, das seinerzeit auch für die Bochumer Akt en als Käufer auftrat Daraus konnte man Schliessen, dass ebenso wie bei Bochumer auch bei Bnderus die Stinnesgruppe die Reflektantin sei. Inwieweit das zutreffe-, lasse sich aber nicht feststellen. Von der Stinnesgruppe werde jedenfalls das Interesse an Buderus in Abrede gestellt. Richtig sei ferner auch, dass die Firma Röchling ihren Aktienbesitz in der letzten Zeit erheblich verstärkt habe.
Stuttgart. In der G.-V. der Gebr. Jung- h a n s A.-G. (Uhrenfabrik) in Schramberg wurde der Abschluss und die bereits mitgeteilte Dividende von 18®/o für fünf Vierteljahre auf die alten Stammaktien und von 10,8% für drei Vierteljahre auf die neuen Stammaktien einstimmig genehmigt. Die Verwaltung bemerkte, es könne möglicherweise «las Bedürfnis zutage treten, abermals eine Kapitalserhöhung in die Wege zu leiten. Die Gesellschaft habe sich nunmehr so ausgedehnt, dass es als erwünscht erscheine, auch Vertreter der führenden Berliner Banken im Aufsichtsrat zu haben. Neugewählt in den Aufsichtsrat wurden Direktor v. Stauss (Deutsche Benk) und Dr, Jeiteles (Berliner Handels-Gesellschaft).
mamsaKUKasw» »i ■m»mmwwwiwwwwiiwu—ii im HanswaM
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Brennholz-Bersteizerntts.
Aus den Waldungen der früheren Truppen» übnng-platzeS Orb und zwar ehemal. Lohr- hauptener G?meiudewald, Distr. 43, 51, 58, 60 61, 62, 63, 64, ehemal. Setttzenbrnnner Sei meindrwaLd, somit ehemal. A-ttgenbrunncr, Villbacher und Psaffenhättser Privatwalr» werden am DonnerStaq den 18. November l. AS., vormittags von «V, Uhr ab, im ®ai • Hause „Zum Weitzen Motz" in Bad Orb folgende Brcunholzrei'cr 1. Kl. gegen sofortige Bar» zahinng öffentlich ineistbietend berfanft:
Eiche: 1650 Nm„ Buche: 195 Rm., Birst: 83 Rm., Fichte: 40 Nm^ Lärche: 5 Rm., Liefe, r 252 Rm. 8321
Nach Erlöschen der Maul- und Klauenseuche in den Gemeinden Langenselbold, Hüttengesäß, Erbstadt in# Grouau werden die von mir unterm 14. Juni 1920, 1- Juni 1920, 19. August 1920 und 22. September 1920 — verg'. „Hananer Anzeiger" vom 15. J»-> Nr. 138, 3. 3um Nr. 138, 19. August Nr. 194 und vom 25. September Nr. 226 — für diese Gemeinde- bezirke erlassenen viehleuch-nvolizeilichen Anordnungen gemäß § 176 der V..A. B G. hiermit aufgehohen.
Hanau den 10. Oktober 1920. 270
Der Landrat. Voigt.
4% Schuldverschreibungen der SandeS- kreditkaffe zu Caffel zum Kurse von 100,50°/» t-= bältlich bei der Landcs»Renterei — Stemheimer- straße 16/18. 1484*
«Me MMm
Zur Verminderung der Betriebskosten wird im hiesigen Schlachthofe bi8 auf weiteres Dampf oder ocißes Wasser zum Brühen nur am DienSteg, Mittwoch und Donnerstag von 10 Uhr vor» mittags bis 2 Uhr nachmittags abgegeben.
Die Schlachrungen sind möglichst auf diese Tage zu beschränken und müssen innerhalb der Schlachtzeiten so erfolgen, daß der Betrieb einschließlich Reinigung bei Tageslicht erledigt werden kaun. 867
Hanau den 11. November 1920. Der Magistrat.
Vereine, VersaMMlungen.
* Gesa,-zverei» der Marke«kirÄ«. In An- betracht der Vorbereitting deS B»lk«kirchenkonzertes zur Tolengedenkkeier am Totensensonntag sollen mor-en Sonntag, abends ^,6 Uhr, am Montag abend 8 Ubr, am Bußtag bormittaa* 11% Uhr GesangSproben statt« finden. Erscheinen aller Ehrenmitglieder dringend erbeten.
* Bttnd Deutscher MiiitLranwSrter-Drreine H»n«u. Auf die morgen Sonntag, nachm. %5 Uhr im »Elefanten" flattfindende Monatsversammlung mit Familien-Unlerhaltnnq wird nochaxils hingewiesen. In STnMradit der Wichtigkeit der Tagesordnung voll- zäbliges Erscheinen erforderlich.
* B—K Jung-Slegfrird. 1. Kreis ’/»5—Vsti Mr: Herr Pfarrer Kurz; 2 und 3. Kreis ‘hö—7?8 Uhr: Lortrag des Herrn W. Götz: »Die Welt in
Nachweisung der Johanni- und Martini-Marktpreise (Durchschnittspreise) in Hanau für 1920.
1. Weizen 100 kg „ 1 hl .
2. Roggen fOO kg . 1 hl .
3. Gerste 100 kg.
6.
„ 1 M . .
Hafer 100 kg
, 1 hl . . Kartoffeln 100 kg Welschkorn 100 kg
7. Noggenstrob 50 kg
8. Haferstroh 50 kg.
9. Gerstenstroh 50 kg
10. Heu, neu, 50 kg. , alt, 50 kg .
b) Jobanui 76.53' Mk. 61.20 .
71.50 ,
52.91 ,
71.50 , 47.19 „ 320— .
140.80 , 30.— „
800.— „
25.— .
75.
85.
131.20
150.—
111.—
145 —
95.70
145.—
63.80
60.-
450.—
60.—
60.—
60.—
100.-
Kurse vom 12. November.
% Krleipianleihe
■« T-andes-Creditkasee Hyp.Cred.Ver.
4« Franks. Hyp. Bank * Tdrken von 1911
’ Bandad Ser. I V Bagdad Her. n i;.1,» Analolier Ser. I/Il , »w Analolier Ser.
A Analolier Ser. M %t»ehe Bank , ViMtärtter Bank ,.stonto.Gesellschaft ^Wlbank ““«soh-Asiat Bank Ni Lloyd l'JJ^t Amerik. Paket >SL7 ÄrG“
I ^^b.mduexsr ,;, Asobersleben ,«6okirchen ,'n>ener
Hütte
| !-‘<:,ll6dait
I '7nesmann I .'^sb & Co.
I %tofnbUrSerMMCh‘ I ^lo Guano
I «Anll,n
I.,u- Siiberschefde
I %oldschmidt
I reim
I 8™ter
I Inkohlung
77.50 99.75 99.50
103.-
115.-
200.— 166.— 194.75
135.—
330— 179.75 255.— 300 —
605.—
194 — 201.80
636.-
637.— 410— 506—
401.50 545—
394— 619—
330— 330—
519—
442—
559.— 502—
465— 504.50 ton- 453—
398.75 449.7ö
495— 445.-
Ultramarin Accum. Hagen Bergmann A. B. G.
Fellen
Licht * Kraft Voigt & Häftner Schuckert
Siemens & HaJske Lahmeyer
Gummineter Heddernheimer Kupfer Junghans Uhren Jetter & Scherer EmafU. Ullrich Bad. Uhren Daimler Kleyer Eselin ger Manch. Fahrz. Eisenach Beck & Henkel Nähmaech. Kayser Deutzer Gas Hing Metall Waggon Fuchs Zucker Franken that Hathgeber Waggon
Benz Dt. Petroleum Dt Erdöl Steaua Romana Casseler Fass Neu-Guinea Kolonlaianteile Otavi-Anteile Otavi-Genüsse 3o/o Silbermex. 50y Silbermex. 5°/o Go'.dmox.
5°« Tehuanttipeo 3»k» Mazedonier
450— 279.50 339— 491— 229—
415—
802 — 375— 258—
384.75 377—
410— 5(10— 270—
260— 318.75 325—
410.— 339.— 283.— 318.—
414—
280.—
1830.--
1900.-
2250.-
333.— 795—
880—
730—
685—
980.-
595— 11/6.50
s^sherzu unserer Zahlungsfähigkeit Stellung zu nehmen. Auch vom Standpunkt der Staatsfinanzen bedeutet die Valuta Verschlechterung nur einen vorübergehenden Schaden, weil sie den Wert der Staatsschuld berabmindert und weil sie in diesem überaus kritisehen Augenblick die schwere Welle der Absatzkrise, die über die Auslandsindustrie dahin- rollt, bei uns im Lande einebbt. Es ist vielleicht das Glück, «las uns über die Krisis des Unglücks hinweghilft. Das Leben in Entbehrung und Armut, das hinter den Tapeten einiger Luxusstätten im ganzen Lande herrscht, bedeutet volkswirtschaftlich mit zunehmender Dauer eine bittere, aber notwendige Einschränkung des Konsums; sie wird den Rohstoff besitzet in den Verkaufsbedingungen williger machen.
Es ist ganz klar, dass eine Besserung der Finanzen nur möglich ist, wenn unsere finanziellen Lasten gegenüber dem Auslande ab gegrenzt sind und man nicht zu befürchten hat, dass eine Mehrleistung lediglich dem Gegner zugute kommt Wenn man auch durch das lange Hin und Her daran verzweifeln möchte, so sieht es doch aus, als ob jetzt in der Festsetzung der Ent- schädigungsfrage eine Entscheidung ge troffen werden wird. Nur durch ein Hinausschieben der Fälligkeiten von Zahlungen ist es für uns zunächst möglich, einen Ausgleich der Zahlungsbilanz herbeizuführen und die wilden Schwankungen der Valuta, wie wir sie jetzt haben, einzuschränken. Der privatwirtschaftliche Wiederaufbau wird aber insofern erleichtert werden, als Handel und Industrie in einer Art Selbstschutz doch sehr stark mit Devisen eingedeckt sind und diese herausgeben werden, sobald sich eine äussere Besserung der Verhältnisse zeigt. Der Kursstand der Devisen im jetzigen Stadium sollte die Liebe zu den Devisen etwas abkühlen.
Merkwürdigerweise hat die Steigerung der Devisen im Gegensatz zum Frühjahr an der Börse nicht die erwartete grosse Kurssteigerung gebracht. Im Gegenteil ist in den letzten Tagen gerade in den «grossen“ Werten eine Abschwächung wahrzunehmen. Der Hauptgrund liegt in einer gewissen Ermüduner nach den starken vorangegangenen Aktienaufkäufen. Auch der Abschluss von Interessenkäufen und die Rückschläge der Kurse bei den betreffenden Aktien haben die Phantasie etwas erlahmen lassen. Man sprach auch von Massnahmen in Form von neuen Steuern gegenüber den grossen Gewinnen der Gesellschaften und fürchtet davon Dividendeneinschränkungen. Die zahlreichen Transaktionen auf dem Aktienmarkt machen jedoch im Augenblick grössere Rückgänge im Zusammenhang mit der Valutaverschlechterung nicht wahrscheinlich. Die Kapitalserhöhungen wirken immer noch als Anreiz zu neuen Käufen: Man beobachtet dies bei Gerüchten, die über eine solche anftanchen, wie z. B. den Howaldtwerken oder bei den Aktien des Anilinkonzerns und auch daran, dass Bezugsrechte fast nirgends unter Parität erhältlich sind.
Auslandswerte haben die Valutaver- schlechterung nur in beschränktem Umfange mitgemacht. Dies gilt nicht für in- und ausländische Renten und Coupons, hinsichtlich deren man an- nimmt, dass sie als Valuta voll in Zahlung gegeben werden können. Dagegen sind auf dem Markt der Kolonialwerte die Steigerungen bisher
8 Uhr Vereinsabend in der »Centrak^alle".
* Gesangverein .Germania". Heute abend %9 Uhr Generalversammlung im VereinSlokal »Zum Löwengärtchen".
* Tnrnverer« Hasan 1860. Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß am Buß« und Settag ein Familien-AuSflug nach Kahl stattfindet.
* Dcrein der .^ochspeffarifreunde Rotherr- bitch e. B. Am Buß- und Bettag findet eine Herren- wanderung nach Klingenberg, Schlucht, Schmachteberg, Röllbach statt; hierselbst gemütliches Zusammensein im Gasthaus »Zum Engel". Abfahrt Hanau-West 6.33, Ost 6.46 Uhr. — Gleichzeitig den Mitgliedern zur Kenntnis, daß die Eintrittskarten für das Winterfest am Sonntag den 12. Dezbr. in Empfang genommen werden können.
* Mar. Jungfrattcn-Kongre«atlon. Morgen */a8 Uhr Gencralkommnnion, 11 Uhr Dücherausgabe. Montag abend 8 Uhr Versammlung.
* Ltkar. Jangtinqs-Korrgregoiion. Morgen um l/t8 Uhr gemeinsame hl. Kommunion für unsere verstorbenen und gefallenen Alitglieder. Ehrenpflicht muß es sein für einen jeden Kongreganisten, sich daran zu beteiligen. Die hl. Beichte soll nach Möglichkeit heute schon geschehen. — Sonntag morgen ‘/ilO Uhr Pyramidenprobe in der Turnhalle, Jahnstr. Montag abend »/,8 Uhr Turnstunde.
* RotvurgKvcrei«. Morgen 5 Uhr nachm. beginnen die religiösen Vorträge. Um recht pünktliches Erscheinen wird gebeten.
* Kath. Arbeiterverein^ Heute abend l/*8 Uhr VereinSabend im »goldnen HecE'.
, * Borromättsverei». Morgen BücherauSaabe.
• Kaitfm. Juß-ndbund im B d. H. Heute abend 8 Ubr Zusammenkunft in unserem Heim, Römer- straße 7 (frühere Leihbank).
* Verein der .H-nndefreunde. Morgen vormittag 9 Uhr Dressurübungen auf dem Dressurplatz an der krummen Kinzig für Polizeihunde.
* Groß - Lteinheim, Des Liedertage» wegen werden die Sänger der .Harmonie" gebeten, sich morgen früh um halb 11 Uhr zur nochmaligen Brode bei Jakob Braun einzufinden. Nachmittags 2 Uhr vom VereinSlokal aus Abmarsch.
11. Buchenscheithol,; 1 rm 150.— ,
12. Eichenkcheitbolz 1 rm 120,—
13. Tannentcheitholz 1 rm 100.— .
14, Kranthänvter 50 kg —.— ,
Hanau den li. November 1920.
Slädtische Polizeiverwaltniig.
Der Oberbürgermeister. J. V.: Dr.
150«*-'" 135.— ■
115.-
25.-
Engel.
Lebensmittelversorgung für die Woche vorn 16, biS 20. November 1920.
L Warenausgabe.
1. Brot r Die Wochenration beträgt 1800 Grmnm Ausgegeben wird 1 Brot zum Preise von 4D6 Mk. Gültig sind die Brotmarken 2.
2. Kartoffeln: Auf die LebenSmittelmarke 352 werden 12 Pfd. Kartoffeln abgegeben.
Kakao: Chne Marken.
4. Geschälte Erbse» und Bohnen: Pro Kopf ft, Pfund. Preis pro Pfund 1.80 Mark.
5. Speisefett: Auf die Speisefettmarke 2 werden m den bekannten Geschäften 50 Gramm Schmalz ab Freitag abgegeben. Preis pro Pfd. 18.— Alk,
6. Jugendliches: An Kinder bis zu 1 Jahr auf Abschnitt 70 der weißen Karre % Pfd. Haferflocken und 300 Gramm Zucker. Preis für Haferflocken per Pfund 1.30 Mk.
An Kinder von 1—2 Iabren V« Pfd. Hafer- flocken auf Abschnitt 70 der roten Karte.
An Jugendliche von 2—17 Jahren auf Abschnitt 69 der gelben Karte % Pfd. Haferflocken
An Personen über 70 Jahr: ‘0 Pfd. Haferflocken auf Abschnitt 21 der. grünen Karte.
Die Händler werden gebeten, die Bestellungen auf Erbsen und Lohnen bis Montag mittag im Stadt- schloß abzugeben.
Hanau den 12. November 1920.
Der Magistrat, Abtl. LebenSmittel.
Sporl-Nachrichre«.
Heute nachm. 3 Uhr treffen sich auf beut Viktoria- Sportplatz 94 die 1. Elf her Schutz-Polizei Hanau mit der 1. Mannschaft Vikwria 94. Anfang 3 Ubr. Das Spiel versvricht interessant zu werden, da sich zwei gleich spielstarke Mannschaften gegenüberstehen. Ab 2% Konzert der Schutz-Poiljei Hanau.
Sportfreunde Frankfurt — Hanau 93,
Wir weisen nochmals auf das morgen nachm. auf dem Sportplatz an der »Schönen AuSsicht" starinn- dende Berdandsspiel obeugen. Gegner hin. Das Spiel dieser Mannschaften im vergangenen Jahre ivar cinr der schönsten auf dem 93er Sportplatz. Durch ihre ruhige und schöne Spielweise hinterließen damals die Gäste den besten Eindruck. Auch das morgige Zu- sammentreffen verspricht sehr intercffant zu verlaufen, da beide Mannschaften Schnelligkeit, Technik und AuS- daner in die Wag schale werfen können. E»> Besuch des 93er Sportplatzes an der »Schönen Ausstchl durfte sich sicher lohnen. Spiclausang nachm. 3 Uyr.
Auf Grund bes 5 61c der ReichSgetreidsordnung für die Ernte 1920 vom 21. Mai 1920 R. G. Bl. S. 1021 wird für den Stadtkreis Hanau folgende An- oibnung erlassen:
Die Abgabe von Backwaren darf nur in den Bäckereien uns in den vom Magisttat genehmigten Lrotverkaufsstellen erfolgen.
Zuwiderhandlungen werden nach § 80 der Reichs- getreibeorbnung bestraft. Diese Anordnung tritt am Tage ihrer Bekanntmachung in Kraft.
Hanau den 12. November 1920.
Der Magistrat. Dr. Müller.
Als Arbeitsuchende fbib zurzeit gemeldet:
a) männliche: Handlungsgehilfen, Büroange» stellte, Techniker, Zeichner, Juwelen-, Gold- hub Silberarbeiter und verwandte Berufe, Schlosser, Dreher, Mechaniker, Former, Kernmacher, ©Denglet und Installateure, Porkefeuiller, Bürst-nmache-, Zigarrenmacher, Bäcker, Köche, Konditorcu, ungelernt« Arbeiter aller Art, sowie Arbeitskräfte aus anderen Berufen.
b) weibliche: Kontoristinnen, Vcrkäuferluncn, Näherinnen, Poliseusen, ungelernte Arbeiterinnen aller Art.
Offene Stellen: 2 Reichsbank-Anwärter nach auswärts, Bedingung: ehemalige aktive Ofsizlere oeer Unteroffiziere, 1 Diamantschleifer für Brillanten nach auswärts, 1 Diamantschleifer für Achtkant für Hanau 1 Isolierer, 10 Hausangestellte.
Hanau den 13. November 1920.
Städtisches Arbeitsamt, Französische Mee 19.