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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Elsöl- und Landkreis Sanau

Erscheint täglich mit Ausnahme d« Sann- und Feiertage

Berlagsleitung: Ad. Indermühle.

Verantwortlich: für oolitiscken und allgemeinen Teil Nick, vulti ck: für lokalen und orovinziellen Teil sowie Sport W. Moritz: für Anzeigen und Reklamen A. Brodt. alle in Hanau a. M.

Rotationsdruckd. Waisenbausbuchdruckerei Hanew Fernivrechanichlüsse Nr. 1237 und 1238

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Ak. 248

Dounerstaa den 21. Oktober

1926

Das Neueste.

In der gestrigen Sitzung des Reichstages wurde die Ausweisung der Moskauer Delegierten behandelt. Der Antrag auf Aufhebung der Ausweisung wurde abgelehnt.

Der Junungsausschuß der vereinigten Innungen zu Dortmund spricht sich in einer Entschließung gegen Sozialisierung des Kohlen­bergbaues aus.

Die Errichtung des Freistaates Danzig soll noch im Laufe dieser Woche erfolgen.

Nach einer Meldung aus Konstantinopel hat der Sultan Tewfik Pascha mit der Bildung des neuen Kabinetts betraut.

Die Vorgänge in Griechenland.

Der wegen des bedenklichen Befindens des Königs Mexander von Griechenland abermals zusanimengetretene griechische Ministerrat hat die Einberufung der Kammer gemäß Verfassung be­schlossen. Ueber die Krankheit König Alexan­ders herrscht völliges Dunkel. Die wildesten Ge­rüchte sind im Umlauf. Der Geschichte des an­geblichen Affenbisses begegnet man allenthalben mit Unglauben. Vor allem sprechen die wider­sprechenden Berichte über den Unfall gegen jede Wahrscheinlichkeit desselben. Zunächst hieß es, der König wurde von einem Affen gebissen, mit dem er spielte. Dann hieß es, er wäre bei einem Spaziergange im Walde von Tatoi von einem Affen, der ihm gehöre, überfallen worden. Nach einem anderen Bericht fand der Ueberfall bei einem Spaziergang durch einen Privatpack statt, dessen Besitzer auch der Affe gehöre. Es wird vielmehr mit Bestimmtheit angenommen, daß es sich um ein Attentat von feiten der Venizelisten

spricht sich auch ein in Berlin weilender griechi­scher Politiker aus, der folgend« Mitteilungm macht:

»Die gehelnmiSvollm Ereignisse in Griechen­land sind die ersten Zeichen eines Umschwunges, der kommen muß, weil b§ nach d«n Lügen des Weltkrieges in den Köpfen endltich tagt. Der »Affenbiß* des Königs Mexander erinnert leb­haft an die Ripvenfellentzünduag seines Vaters Konstanirn im Jahre 1915. Das Volk glaubt nicht daran. Es glaubt eher an einen politischen Dolchstoß, ausgeführt von einer verborgenen Hand, die den Umsturz nach ihrem Willen lenken möcht«. Man bedenke doch: Veni'elos, der »Ret­ter d«s Daterland«s*> hat vollständig abgewirt- schasf«t. Nachdem er in den letzten beiden Jah­ren 2000 Menschen, darunter auch Frauen, wegen »Böswilligkeit gegen d'e Regierung* hat er­schießen lallen, 45 000 Bürger als er Stände und Klassen, Offiziere. Geistliche und Richler ins Ge­fängnis oder in die Verbannung geschickt bat ist er jetzt die Zielscheibe eines ungeheuren Hasse? des ganzen griechischen Volkes. Um sich zu ret­ten und zu h-aljen. strebt jetzt Venizelos offen die Republik unter seiner eieenen Diktatur an. Der König ist überflüssig und lästig geworden. Er muß verschwinden. Mt ihm aber das Königtum als solches.

Wie will Venizelos dies zu Wege bringen? Der Fall ist längst vorgesehen und schlangenklug »orbereitet. Als König Konstantin im Sommer 1917 das Land verließ, um als einfacher Kurgast stach Luzeru überzusiedeln, zwang ihn die En- ienle durch das Medium Venizelos, als seinen .Nachfolger nicht den Thronerben Georg, sondern seinen zweitgeborenen Sohn Alexander zu bezeich­nn. Dies geschah in der Absicht, zu verhindern, daß dem in der deutschen militärischen Schule ausgewachsenen Vater der in gleicher Weise sol­datisch erzogene Sohn folge. So dachte mans sich Wenigsieus in London und Paris. Aber es steckte etwas innerpolitisch-griechisches dahinter, das der alte^ Fuchs sich ausgedacht hatte. Nämlich der § 45 der griechischen Verfassung. Der besagt, daß, >nnn ein anderer als der Thronerbe König wer­den soll, die Kammer . mit Zweidrittelmehrheit ihre Zustimmung geben muß. So geschah es, und Venizelos rief den König Alexander als einen durch die Volksvertretung Neuerwählten aus, der mit der bisherigen Erbmonarchie nichts Au tun habe. Sein Geschöpf! Wenn es nicht Ufehr da ist, kommt die Republik. Eine raffinierte ~eu(clet, aber Venizelos hat die Rechnung ohne den wahren Sinn des Versaffungsrechts und ohne den Willen des Volles gemacht. In Währbei! dat König Konstantin gar nicht abgedankt. Mit feinem Wort hat er dies in seiner Prol^amation «ksagt. Stünde der Thronverzicht in der Pro- Mniation, so wäre er rechtsunwtrlsam, well d'e ^egen eichnung des Ministers fehlt. Venizelos das sich in se'nen treuen Schlingen gefangen. sZ' e> Einh-echer hat er etwas te-gt^en, was dan Erfolg verdirbt. Wollte man selbst an- aeymen, daß Venizelos seine Herrschaft einer

Volksbewegung verdankt er verdankt sie in Wirklichkeit den Manipulationen der Entente­mächte, also dem Auslande, nicht denen, zu der er selbst gehört, so kann lediglich dieses Er­eignis die Absetzung des Königs als Wirkung nicht nach sich ziehen. Ein auf eine Volksbewe­gung gestütztes Regiment muß die Verfassung in ihrem Bestand« derart ändern, daß die monar­chische Staatsform beseitigt ist. Erst dann hört der König auf, König zu sein. Die griechische Verfassung aber ist, soweit bekannt ist, in ihrem Fundament geblieben, wie sie ist: die oberste Staatsgewalt ist nach wie vor repräsentiert durch den Monarchen, der durch die Kammer ver­fassungsmäßig beschränkt ist. Es ist also ver­fassungsrechtlich nichts geschehen, was zu der An­nahme berechtigt- Konstantin habe seinen Thron verloren. Die Verfassung Griechenlands kennt keinen Fall, der die Absetzung des Königs recht­fertigt. Es läßt sich höchstens sagen, daß der König sich seines Rechtes als König begibt, wenn er aus der grbrchij'ch-orthodoren Kirche auStritt, oder wenn er in einem anderen Staate die Krone annimmt. Lassen die Tatsachen den Schluß zu, daß der König staatsrechtlich abgedankt hat? Hat er ausgehört, König zu.sein? Ist er griechischer Bürger geworden? Seine Abdankung, wäre sie wirklich erfolgt, bleibe rechtlich schon um des­willen wirkungslos, weil erzwungene Handlun­gen nach allgemeiner Rechtsregel keinen Willens­akt darltellen. Aber auch muh den svecke^en Norme» der Verfassung liegt kein Akt vor, der «ine rechtsgültia« Abdankuna darstellt.

Wenn es also jetzt zum Umschwung der poli­tischen Verhältnisse in Athen kommt, kann Kon- ffantin als König auftreten und vom Throne Be­sitz ergreifen. Ec kann aber auch für seine Per- sonverz-ebten, worauf Kroupr'»-- Georg, der f*^ aHRio-ywoet mit WMMfW

Manien in Smam verlobt hat, ohn« werteres nach Recht und Gesetz König von Griechenland wird.*

Athen, 20. Oktbr. s^ r Uhr nachmittags.) Obe>leich im Vesinden d"s Königs eine leichte Besserung zu verzeichnen ist, ist der Zustand andauernd sehr ernst

Basel, 20. Oktbr. Die Athener Zeitung Vatris" meldet: Die Regierung hat in Be­rücksichtigung der beunruhigenden Lage in Griechenland die Zurückziehung der griechischen Truppen aus Kleinasien angeordnet. Die ur­sprüngliche Absicht, das militärische Unterneh­men in Kleinasien fortzusetzen, wurde vorläufig aufgegeben.

Die Ausmeisung öer russischen Lreitsaposlek.

Dcr R ickktag befaßt« sich in seiner gestrigen Sitzung mit bem Antrag der Unabhängig«» auf Aufhebung des Ausweisungsbefehl? gegen Sucowjew und Losows^y. Abg. Rosen feld (II S.) begründet den Antrag geaen den AnsweisunzSerlaü, der, ganz den alten BiSmarL"Dn Geilt atme. Es fei die böchAe Zeck, endlich ein An Sonderrecht geschaffen werde. In England gibt es ein Anrecht, in Deutschland besteht »in so'ckes nur für Rea rwnäre. Anlaß zum benckocn AnEag gibt die emvören^r B^ban^lung d-r russischen Delegierten Sinowjew und SofoteSfu. Redner wei det sich besonders gegen dm preußischen Miuffter S verini, her dem Wunsch« der AetcbSreüeruKg bereitwillig ent= Wrochkn habe, ohne^ sich auch nur die Müde zu geben, seinen Erlaß tu begründen. (Die Ausführungen des Redners werden viel och von Zwischenrufen unter­jochen und führen zu grober Unruhe bes Haines Die sozialistische Arbeiterschaft, protestiere cnerüd) geaen die Ausweisung. Weil sie jede lerrorißische Maß- nahme verabscheue. Man sehe doch endlich davon ab, "ne sich durchsetzende aeiffiae Bewegung zu unter- r'lcken. (Stürmische Heiterkeit). Eur neuw Gei Hülfe in Deul'chland eingehen. (Erneute ftürmifdie ^e^erkeit). Die Ausweisung sei offenbar nur bet ' ufmkt zu einem scharren Varae' en der bürgerlichen Hegierung gegen die deutsche Arbe terühaff. Ein neuer gurs scheine bevorzusichen, dagegen würden d e Arbeiter auf 'her Lmt sein.

Minister des Aeußern Dr. Simon? gibt einen Neberblick über die Vorgeschichte der Zu'assuni der russischen Delegierten. Im Anschluß an den Besuch einer liuksßebeudcn deutschen Musion in Sowictruß- 'anb sei der Besuch einer ent'vrecheiideu russisch?» Gegeu- kommission in Aussicht gesiebt worden. Dement prechend ei drei russischen GewerlschacksEihrern die Einreise ge- attet worden uuo zwar auf 4 Wochen. Eine Auf« orderung, diele Zahl auf 11 zu erhöhen, fei abg lehnt worden, zumal e ne Kommission deutscher Kewcrk- ichaükr autb fn h erklärt habe, einen Zw'ck' babe xur die Aumc;enbe t be' immter Gruppen von Kcwcrk- chgsileln. D.elcni Wunsch« ent'vrechend sei noch vier "e ren die Einrciseerlrnbni? erteilt werben. STrorem eint in H niburg auch die nicht zuge'assencn Delc- erf n «ingetroffeu. Man habe knete letzteren bot t z irückbeba'ten und sie häfen die Ke'egen :>t zu auk- giebiger Ag fation auszenuht. Den übrigen Herren ci zur a»:d: »Sticken Bed'ngvna ihrer Zul ssung ae- mcM irerben, daß ihre V e r b a n b I u u g e n nur gewerk cka >' tl ck e u C a r alter t onen ^en, ab r fe ne yl heu ro.it ehr A t ge a ten w iden. Das habe sie aber nicht abgeyal- ten. da» doch jii tun und jo mußte dem

Treiben bei Herrn Lokowskp Einhalt getan werden. Eine Verlängerung seines Aufenthalts konnte nicht mehr in Frage kommen. Da er nach Italien weiter reuen wollte, wollten wir ihn au* nicht sofort aus- we len. Inzwischen hat Herr Lolow^fy sich weiter über alle SorfchrPten binweggesetzt. Statt wie ihm aufgegeden worden war. in Berlin zu bleiben, er nach Halle geaanoen. Nun blieb uns nicht weitere? übrig, als die preußische Regierung um feine AuS- weisung zu ersuchen. Den Beweis, daß er entgegen den Zulassi'nosbedingungen politische Reden gehalten hat, kaun ich jederzeit erbringen. Inzwischen kam auch auS Italien d-r Bescheid, daß er dort nicht znaelalsen sei und so blieb nur der Rückweg nach Ruß­land offen. Was den Fall Sinowjew anbetrifft so ist ihm und einem andern Delegierten, der aber nicht gekommen ist, auf Wunsch der Hnabhängia-n Vartei die Erlaubnis zur Einreise erteilt worden. Der Zuhast ferner Rede ist ja allgemein bekannt. Das Kab'nett konnte gar nicht? andere?. ^? sein weiter»? Auftreten verhindern. Daß unsere Polizei nicht allzu viel Umgangsformen b-sstzt, wissen wir alle. Aber wie kommen aerobe die B-rtreter der Sowjetrepublik dazu, ßch darüber zu b-lllagen. die doch ganz andere B-i- Eiele der Polizeih-rrschast gegeben haben? Auf Geltendmachung seiner Hohelt?r-chte r'gennber dem AuSTanb könne kein Staat verzichten. Znr denilchdu Arbeiterschaft aber hege er das Vertrauen, daß üt a die Dauer erkennen wird, daß die Methoden Rußlan'': nicht die umrigen sind. Wie aber eine Partei sich bis nnabbänaige nennen sönne, die ihre Abhängigkeit von Moskau so deutlich bekunde, her stehe er nicht. Gewiß sei die ganze Angelegenheit eine BelallungSprobe für unsere Beziehungen zu Rußland, aber, die rnsü'che Re­gierung müsse ffch darüber klar fein, daß sie lelbß einen großen Test der S^itTb daran trage, weil sie allen Ahn actmnaen zum Trotz das Auftreten ihrer Vertreter nicht bindern konnte. Redner schließt mit einem Hinweis auf den Zecken ©Tauben bei deutschen Volke? an die Zukunft des russischen Volke?.

Abg. Bernstein <S0 bedauert da? Fehlen eine?

fVre'ubenrcdits und empsiebT ein Asylrecht, ähnlich wie .SA .die 82 r-i'.pgkcn St««^<« ^»kU»««. Akm Wütt -

'Sinowjew) der mck Mord und TvEchsar in Rußland vorgegangen sei. Ihm sei in Hrlle selbst das Wort Bluthund zugerufen word-n. Die Mebrbeit des deut- fchcn Bockes habe das VerhaZen der Regierung für eine selbsiveiBändliche Pflicht gehn ten. Zu bedauern 'ei nur, daß man die beiden Leute überhanvt ins Land gelassen habe. Jedenfalls müsse der Auswei­sungsbefehl sofort vollzogen werden. Abg. Dr. B e l l (Z.) spricht sich für Ablehnung des Antrag? aus, plädiert aber,,ähnlich wie der Abr. Bernstein für ein inter« nationales Uebereinkommenin Sachen des Frcmdenrecht?

Abg. Dr. Maretzky (D. Vp.): Wir fordern die energische Anwendung der bestehenden Ge'etze auch geaen diejenigen, die zur kommunißischen Revolution aufforbern. Das wird der Massenniggession am beü-n entgegenwichken. Abgeordneter Petersen ($em.> hält das Verhalten der Regierung für sachlich richtig und für ein Politsich gerechtfertigtes Vorgehen. Abg. Scenen (Linke 11. 6. P.) entbietet S-nowj-w dm Gruß der dentichen Arbeiterschaft, die diese ihrem be­währten Führer schulde (Kroßer Lärm). Er M.tk ihm für das Vorbild, das er durch seine muiw'tme Verwaltung in Petersburg gegeben habe. Das Er- näbrungs- und da? Wohnnntzsprobkem habe er geS'. fStürmische Heiterkeit). Alle Schauermärchen ü r den Bolschewismus fei-n von der antibolswewlüisch n L'ga aus'«streut worden. Als der Redner die Rech'e und die Kaiser und die Könige für die Wunden der Arbeiter verantwortlich machte, er lob sich großer Lärm und Pfuirufe. Die Rechte habe DrroriSmus verübt, als sie die Arbeiter für sich bluten ließ. (Stürmische U iterbrediuna, Glocke des Prästtenten). Redner dankt dann dem Herrn Vcktor Kopp für ferne Bemühungen, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Rußland wieder a»fznnehmen, um so bedauerlicher sei es, wenn Abgeordnete der Rechten teils au^ Nnkenntnis, te 18 mit Absicht Rußland b - schimpfen. Sinowjew fei ein echter Russe und habe niema'8 den Namen Ap eiüaunck getrag n. a)en Antrag würde seine Partei unterstützen, sie lege ihm aber le.ne Bedeutung bei. WaS die Rechtslage

anbelangt, so fei sie wenigstens im Folie Sinowjew klar. Dieser fei auSdrUckck h zum Parteitag gekommen. Daß er russisch tymfieu würde, hätte iebc.it etn= gefeuchtet. Die gesamte Press meute von der »Frei- heit" bis zu Herrn Nulle summe in das Wutgebe» gegen thu ein. Nun solle ein Ausnabmegtictz kommen. ull|iC ^uwiu^u,. *wa., g» ^- ^~ Es wild ab r doch immer beim alten bleiben, daß d unternommen wird, dieVolksmassen zu beruhigen,

unter bem G.-setz leiden muß, beffen Nase einem »lchl temat Redner wendet sich dann ge.ten Bern tem, der erklärt habe, Sinow'ew und Loww ki seien Unter­drücker. Wenn Siuowjew w rklich Ättit vergossen höbe, dann habe er es im Kampf« der Arbe-ierfcha t -c cn die Bourgeoisie qetan. das fei immer noch besser, a>s da» Bündnis der Soualtemotra'en nckt den Weiß­gardisten, und daß das Blut von Tausenden von Ar­beitern der o"en wurde. Im übrigen bemühte sich der iWr ^»stellen, daß Smowjelv iemc^Ber- iprechungr» gehalten habe und besonders keinen Terror

vclübt habe.

nsmmen.

Ein Antrag um S*fuü der Debatte wird ange-

T^s Schlick wart trhät drr Abgeordnete ß c b e b it r (U S P > Das Wüt der freien Nie nu-g« mßcruna du ie nickt ringe chränft werden, ob b. essend« heimatsbecech.ick ic, oder nicht. Das Si a rj oune nicht zur Anwendung gelangen, weil in der .ReS ! ow-erS töt.Sflra bar.« Vorkommen ei. M t 6i wall öinie man ferne ge-ü ge B' u' unz totinache». Aber Herr < wwjew mW'e l .sbTc b.u. ba uit d>e deu. .h.n Arbeiter bat^ von nm Lirier würden. Das ist der Grund unsere» Anträge».

Zum Schluss« kam c? zu einer lebhaften Auseinander» fesuna zwischen ihm und den Kommunisien über he Vorgeschichte des Antrages, die wiederholt zu stürmischen Unterbrechungen, großer Heiterkeit und vielen Zwischen­rufen Anlaß gab. Nach einer Reihe veriönl'cher Aus­einandersetzungen zwischen Dr. Levy (Komm) und Ledebour (U. S. P.) wird der Antrag der U. 3- P. abgelehnt.

De- englische Dergarveilerskrelk.

Sana, 20. Okt. Der Bochumer Vertreter bei Ri-uwe Eonrant hatte eine Unterredung mit dem Berg, arbeiterfübrer H n 6, der soeben aus England zuriick- gekommen ist. Er erklärte u. a, er glaube nicht, daß der Streik der englischen Bergleute eine direkte Rück. Wirkung auf die internationale Arbeiterbewegung und die Haltung der deutschen Bergleute bahm werde. Er habe bei seinem Aufenthalt in England, wo er auch an der Konferenz des Streikkomitees der Bergarbeiter teilacnommen habe, die Ueberzeugung aewonnen, daß in den enalischen Arbe>terkreisen ein positive? Strebe» nach Nerelung vorhanden sei, das der Wiederheeitellunz des Fried-ur diene und die Uiiausßübrbarkeit deSVer- la'ller Vertrage! berücksichtige. Ueber die deutschen Koh^enlieferungen auf Grund des deutsch-Holländischen Abkommen? sag^e Hus, er sei überzeugt, daß die Lei­stungen durchgesübrt würden. Im Riibrgebiet wie im übriaen Deutschland habe man den beüm Willen, die Verpflichtungen gegen Holland m erfüllen.

RotterSa'n, 20. Okt. DerNieuwe Rätteroamsikn Courant" meldet auS London: Ungefähr 50 090 Ar- beller der Eisen- und Stahlindustrie sind infolge bei KohlensireikS erwerbslos. Die Sch'üswercken würden den Streik nur noch 11 Tage ausbalten können. In Nord-Vorkibire ft^t der' größte Teil der Eisen- und Stablfabriken still. Der Eisenbahnerverband von Hark stimmte einer Entschließung zu, in der erklärt wird, die Weigerung der Regierung, die gerechten Forde­rungen der Bergarbeiter anzunebmen, sei ein direkter Angriff auf das Gewerkschaftswe'en und wies feine Delegierten an, für den Streik zu stimmen.

London. 21. Okt. Die Ansichten in den Streifen

der Eisenbai'n-(,;tv«rlsckaften scheinen a

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beaetsiern Die Lage wird auch im Schoße des parla­mentarischen Ausschusses der Trade Union und der Exekutive der Transportarbecker erörtert werden. Man glaubt, daß die genügen Verhandlungen, welche bis zwischen der Regierung und den Bergleuten bestehen- den Meinungsverschiedenheiten überblicken lassen, bis Hoffnungen auf e-ne baldige Wiederausnahme der Ver- Handlungen neu beleben.

ipa. London, 20. Okthr. Der Streik in bei Kosslemndustrie in England hat bedeutende Stillegungen von großen Industrieunternehmen hervorgerufen, und ist dadurch die Arbeitslosigkeit gestiegen. Nicht nur die Eisengießereien sind dadurch betroffen, sondern auch die großen Webereim in Manchester. Die Arbeitslosen betragen in Sheffield ca. 80000 Mann. Auch in Birmingham erfolgt wegen Kohlenmangel eine Schließung der Betriebe, wodurch ebenfalls ca. 60000 ohne Arbeit sind. Sollte der Streik nur einige Tage dauern, 7o sind die Fabriken in Misdelborougt ebenfalls gezwungen, ca. 55000 Arbeiter zu entlassen. Es sind dies b«. sonders Werke der Metallindustrie.

^ol!!r?che TKgssbsr'hre.

Gegen die Sozialisierung der Kohlte Der Jnnungsausschuß der vereinigten Innungen zu Dortmund hat zur Sozialisierung des Ltohlen» dergbous folgende Entschließung angenommen: Die Vertreter des Dortmunder Handwerks sonnen sich mit den geplanten Sozialisierungs» beftrebungen des Kohlenbergbaus nicht ein­verstanden erklären und protestieren mit Ent- fchiedenheit gegen diese Art vonKohlenreform", weil die bisher bekanntgewordenen Vorschläg« keine Gewähr bafür bieten, daß die Sozialisierung eine Hebunz und Verbilligung der Kohlen- erzeugung zur Folge haben wird. Ein Experiment, wie das oeabsichügte, m*3 von vornherein den

Kei n des Miglingens in sich tragen, wenn es ohne Rücksicht auf die etwaigen folgen für unsre Volkswirtschaft lediglich zu dem Zweck

Unsre wirtschaftlichen Nöte können nur gebessert werden, wenn wir den Weg zum Arbeitsfrieden finden, und dieser Weg führt nach unsrer/Änf- far"ig über die Arbeitsgemeinschaft, wie sie zw j hen Jndu'trie und Handwerk einerseits und der Arbeitsgemeinschasr anderseits neuerdings gedacht und angeftrebt wird.

Die Verteilung der deutschen Schiffe.

DieGazette" meldet, daß Belgien 15 von den deutschen Handelsschiffen erhält und zwar 10 von den I usihen Schiffen kl ineren Tonnen- gehalts (1000 bis 1500 Tonnen) und 5 von den Schiffen nüt einem Tünnengehalt von 2000 bis 4000 Tonnen. Die Schiffe sollen dem- nächst aus England eintreffen.

Englands schwebende Schuld. Chamber. lain teilte aur eine Anfrage in t, daß die schwebende Schuld Englands am 16. Oktober 320 418 000 P.und Sterling betrug.

(Weitere politische Nachrichten Seite 6.)