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^CWi Ul® ZtllA^ Ru I Derantmörtlich: für politischen und al?g«netuen
^ i TeilRick.hultick: für lokalen und vrovinzielle«
M - „ . _ - , • Teil iorvie Evort Morib: für Anzeigen und
AmMches Organ für ElM- unb LauSkrers Sanan i ^s^^!fi&
1 Fernivrechanschlüsie Nr. 1237 und 1238
Erschein! fSglid) mit Ausnahme der Sann- und Feiertage
53®!
Nr. 215
Morrlag den 13. Ssptembsr
1926
Las Neueste.
Der Kreisbauernverein H a n a n beschloß in seiner gestrigen Herbsttagung den Kartoffelpreis für den Kreis Hanau auf 25 Mk. für ben Zentner ab Erzeuger jestzusctzen.
Die brutsche Regierung bat dem Völkerbund eine Rote zngehen lasten, in der letzterer ersucht wird, die in Eupcn-Malmcdy ftattnefunbene Volksbefraguna, die den wahren Willen der Bevölkerung nicht zum Ausdruck gebracht hat, für ungültig zu erklären.
Die „Deutsche Tageszeitung" veröffentlicht einen Angriffsplan der Linksradikalen, dessen Ziel Kottbus sein soll.
In Aix-leS-Dains fand gestern die Begegnung zwischen Millerand und Giolitti statt. Millerand betonte den Pressevertretern gegenüber den vertrauten «nd herzlichen Charakter der Unterredung.
Der österreichische Staatskanzler Renner äußerte um Wiener Korrespondenten gegenüber, daß auf ^entsch-Westungarn kein österreichischer Staatsmann verzichten könne.
900 Mitglieder der englisch-irischen Polizei fordern die Freilassung des Bürgermeisters von Cork.
Aus dem italienischen Arbeiterkongreß wurde in vem Arbeiterkonflikt eine Tagesordnung der gemäßigten Richtung angenommen.
Die irische Urage.
Obgleich der hungerstreikende Bürgermeiller von Cork für manchen ein überraschend zähes Leben zu haben scheint, ist die von ihm in Gestalt einer zielbewußten Nahrungsverweigerung inszenierte Demon- üration gegen^Lloyd George als ein außerordentlick k ^DW»NLtULS^MtzvMüM^^^^^LrLj^e^iusviwilla «r Verbättniffe in Irland. Manwinst nur immer wieder daran denken, welch ungeheurer Skandal in der Presse der jetzigen Entente geschlaaen worden wäre, : - wenn _ etwa zurzeit der Zaberii-Affäre in Elsaß- Lothringen von irgend einem lothringischen Büraer- »teifter das gleiche geschehe« sein würde. Danli hätte i es geheißen, hier zeige sich die ganze Brutalität des deutschen KnechtungssystemS und seine Unfähigkeit, die l Bevölkerung für Deutschland zu gewinnen. Damals
Aix-lss-Wa!ns.
Aufhebung der Genfer Konferenz?
WB. Paris, 12. Sept. Wie HavaS meldet, ist Millerand heute <srüh um '/*9 Uhr, von MüAhansen komniend, in Aix-l's-Bains eingetroffen. Er begab sich sofort ins Hotel Mirabeau. Um 11 Uhr fand hier die erste Zusammenkunft mit Giolitti statt. Die Unterhaltung der beiden Ministerpräsidenten, die unter vier Augen statttand, dauerte eine Stunde. A'S Millerand nach der Besprechung von Journalisten bekrönt inurbe, beschränkte er sich daraus zu erklären, daß die Unterhaltung durchaus herzlich gewesen sei. Um 3 Uhr nachmittags fand eine neue Zusammenkunft statt, an welcher der italienische Botschafter in Paria, der aus Wunsch Giolitti? hier eingetroffen war, der französische Botschafter in Rom, sowie Berthelot und Alliotti teil- nabmen.
WB. oefx-kes-DainH, 12 Sept. Havas. Giolitti wird am Dienstag Aix-le? Bain? verlassen, während sich Millerand am Mittwoch nach Genf begehen wird.
WB. Paris, 13. September. Nach der zweiten Unterredung in Air-les-Bains zwischen Giolitti und Millerand, die g-stern von 3’* bis 6 Uhr dauerte, empfing der Ministerpräsident Millerand die anwesenden Journalisten und betonte ihnen ge enüber ins- besonders den vertrauten und herzlichen Charakter der Unterredung. Er beantwortete dann die an ihn gestellten Fragen über die Genfer Konferenz und erklärte, daß Llopd George auf den belgisch-französischen Vorschlag sPrü'ung der Wiedergutmachung>-Angebote Deutschland? durch die Reparationskommission und nicht durcss die Gen-er Konferenz. D. Red) noch gar nicht habe antworten können und Giolitti balle nicht die geringsten Einwendungen gemacht. — Ueber die Sow jetfrage erklärte Millerand, da bestehe das Abkommen zwischen den Alliierten, da) vor acht Monaten abgeschlossen worden sei: Handelsbeziehungen, keine politischen Beziehungen. Das Abkommen sei bisher loyal angewandt worden. Er glaube aber, daß der eigentliche Arlik-l, den Rußland ausführen könne, die Propaganda sei, an deren Einnrbr nach Frankreich er nicht das Geringste Interesse habe. — Nach dem „Journal" hat Millerand gefallt: Um endlich zum
Lemberg halten die Polen die Linie BuLk-RohatYn- Gnila Liva.
Wrangel und die Polen.
Ipu. Warfchatt, 12. Sept. Wie ber Korre- svondcnt der „International Preß Union" bei der Enteute-Mission in Polen erfährt, haben die Besprechungen zwischen der Wrangel-Delegation und dem polnischen Generalstab in militärischer Hinsicht zu einer Uebereinstimmung geführt, insofern, daß die beiderseitigen militärischen Pläne ausgetouscht werden. 'Beim polnischen Generalstab wird ein Bertrter des Stab-s von Wrangel verbleiben, während f'Ä einige polnische . Offiziere dem Stabsquartier der Wrangel- armee auschließen. In technischer Hinsicht wird eine drahtlose Verbindung zwischen Polen und der Krim bergestellt und auch sind weitere Truppensendungen von Polen nach der Krim in Aussicht gestellt.
Unterstüfeintg der Wrangel-Aktion.
Ipu. Paris, 12. September Dem Kommandanten des französischen Mittelmeerge'chwaderS sind Befehle erteilt worden, sich bereit zu halten, um nach den tsr russischen Häfen des Schwarzen Meeres ausmiabren. Das Geschwader soll noch durch eine Anzahl Transportschiffe und einige Kreuzer verstärkt werden. Man bringt ben Auftrag mit dem Plan der franwsi'chen Regierung in Verbindung, um die Bkfion der Wrangel- armee -u unterstützen und durch ein Eingreifen der Flotte Wrangel die Möglichkeit zu verschaffen, andere Häfen Süd-Rußlands zu besehen. Vor allem scheint Odessa dazu an «ersehen zu sein. Es beißt, daß England von dieser französischen Erpedition nicht erbaut ist, da sie den Handel im Schwarzen Meer gänzlich unterbinden werde, der sich in letzter Ait gut entwickelt hatte und an dem außer England auch Jtal-en
und
Griechenland erheblichen Anteil haben.
Sie inierttierien Russen
Eine deutsche Feststellung.
WB. Berlin, 11. Sept. Der „Petit Parifien^ behauptet, daß die in Ostpreußen internierten hülfet wistischen Truppen nicht genügend bewacht würden, w- daß sie Gelegenheit hätten, am litauische» oder rmsi-
toaren aber die ehemaligen Reichslande erst vierzig Jahre wieder bei Deutschland, England jedoch hat mehr als vierhundert Jahre Zeit gehabt, sich die Sympathien der Jrläuder zu gewinnen. In welchem Umfange ihm das gelungen ist, zeigen die heutigen Vor- ■ Länge.. Diese übertreffen in chaotischer Hinsicht alle I früheren Perioden des endlosen Freiheitskampfes der Iren gegen die englischen Bedrücker und weil sich jetzt die amerikanische öffentliche Meinung in immer stärkerem Maße an der Diskussion darüber beteiligt, scheint man m London endgültig zum Rückzug entschlossen zu sein.
«srlanb soll ^e Autonomie erholten und zwar in einem Umfange, der alle früheren Wünsche in oicser Hinsicht' v ? Winter sich läßt. Es scheint weiter, als ob für
^kse Lösung auch Irland weite Kreise zu haben wären, Wodurch allerdings das Verlangen der Sinfein-Orgaui- l^wu auf absolute Unabhang gkeit entwurzelt würde. Aber, wer hätte noch vor kurzem daran gedacht, daß man in London gegenüber den Iren soviel Wcitherzig- keu an den Tag legen würde. Der Grund ist, wie 80agt, das Aufsehen, das die jüngsten Ereignisse in
Irland mit den dramatischen Spitzlichtern des Hungerstreiks der sühnenden irischen Agitatoren in der ganzen Welt erregt haben. Die englisch-amerikanischen ^Wenungen und die in - ähnlichem Sinne wie in ^merila gegen die Londoner Unverlöhnlichkeit eiugc- uonimenc öffentliche Dieinung in verschiedenen
^Shictien Dominien soll entlastet und „gereinigt" werden. Insofern also hat doch Siunfein
über England gesiegt, und man wird nun gespannt m "r J'^ien, in welcher Weite man den unruhigen Elmar jenseits der ir-schen See die Selbstverwaltung wgcneht. Nur wenn das in wirklich eiiiwandsfrcier »form geschieht, werden die Iren sich zufrieden geben, ohne daß aber auch dann die Erinnerung daran iwwindcn wird, in wie „genialer" Weist das große yngjanb.es verstanden hat, das kleine Irland „friedlich durchdringend
WB » m erdam, 12. Sept. Das „Allyemeen vandelsblad" meldet aus London, daß die Pol-iz-i von nilow in Irland nach der Erschießung zweier Poli- • ' nt die Stadt eindrang und eine Anzahl Gebäude
<nanb steckte. In Dublin trafen Polizciverstär- mngeg ein.
"^i11; Mail" meldet, daß ausgedehnte Maßnahmen 'ie Lloyd Georges getroffen wurden, da die nooner Polizei erfahren habe, daß eine Gruppe von 2™«” einen Mordanichl g auf den Premier- fein X^^te. Lloyd George weigere sich, Sin- Äü^J/dordnungcn, die ihn wegen der Freilassung des
^""^^Ers vonOork sprechen wollten, zu empfangen, darf», 13. Sept. Der „Matin" meldet, daß 'Glieder der englisch-irischen Polizei eine Eut- Nem, . "8 lingenommen chaben, in der sie von der Cork ^"^ ^'^ Freilassung des Bürgermeisters von ouaenm”w ltr. Bereit politischen Gefangenen, die lanos,,"die Nahrungsaufnahme verweigern, ver- bestnn,F- ®»tftf)lic&uug Jpridit sich auch gegen bie Trmm » "1 Repressalien seitens ber Polizei und der hcftig s'' nu8' Alöscn die Provokationen auch noch so
Cork und
Mäßignng erteilen, sowie alle Verträge im Geile der Mäßigung und der Loyalität auwendcn, wie d'eS 'schon in 2liiern auSgechrocken worden sei. — In der Adria- frage bleibe es bei der englisch-französischen Politik von San Remo, also keine Intervention irgendwelcher Art.
WB. PnriS^13. Sept. Der Sondcrbenchtersta'ter der Age^Oir Havas berichtet aus Aux-keS-BainS: Die bedeutendste Entscheid ua der Zusaminenkun t ist die Vertagung der Genfer Konferenz, toenn nicht deren vollkommene Fallenlassung. Der Verzicht auf diese Konferenz wird sehr wahrscheinlich in Frankreich ohne Bedauern ausgenommen werden, wo man bekanntlich der Ansicht ist, daß das Vcrsahnn vor der Reparat>ons- kommission der Methode dritter Verhandlungen mit den Deutschen vorzuziehen ist.
OberschkSstsu.
Wiederaufftackern des Polenaufffandrs.
WB Brcsiau, 11. Sept. Hier liegen Nachrichten vor, aus denen auf ein bevorstehendes Wiederauf- flackern des PoleuaufstandeS geschlossen wird. S ch o p p i- nitz wird als Mittelpunkt einer erneuten Be wegung angesehen. Die Versammlungen in diestm Orte ließen feinen Zioeifel über die polnis eh Absichten. Zahlreiche durch die von den Polen ges^affene Erregung beunruhigte deutichgesinnte Einwohner aus Eichenan, Rosdzin und Schoppinitz fliehen aus ihren Wohnstätten. Die Meldungen über polnische Gewalttaten dauern fort. Die Stadt Bleß wurde heute von der französischen Besatzung verlassen. Hingegen wurden in Ryüuik die Jtalisner von F-anzosen abgelöst. Im Kreise Rybnik wurde sckon am letzten Sonntag in eurer polnischen Versammlung angelünbigt, Obe r- schlesien gehöre b e r e i t ö h e u t e 'z u Po. e n.
Un?wsr? der VsffchKfterkvnfersrrz.
WB. Berlin, 11. Septbr. Auf die Note der deutschen Regierung vom 4. September, in ber unter Hinweis auf die von polnischer Seite begann neu Gewalttaten die Einsetzung einer neutralen Untc r s u ch u u g s - K o m nr i s s i o n vorgesehlagen wurde, ist dem Präsidenten der deutschen Fricd-iis- delegation in Paris nachstelende A utwort der B o r i ch a f t e r k o n f e r e n z zugegaugen:
Sie haben ber Konferenz am 4. September 1920 eine Note der deutschen Stegterung übermittelt, in der die Einsetzung einer Kommiffron zur Untersuchung der Ereignisse in Oberschleuen vorgl schiageu. Wird. Die Kommission soll sich aus Angehörigen von Mä.itcu zusammensitztzn, die nicht «Signatarmachte beS Vertrages von Versailles sind. Ich beehre mich, Sie ■ davon in Kenntnis zu ietzen, daß die alliierten Mächte einstimmig der Ansicht sind, daß die Bildung ein r derartigen Kommission sich nicht rechtfertigen läßt, und daß der Vorschlag ihrer Regierung infolgedessen nicht angenommen werden kann.
Polen—Nutziand.
Lageberich!.
WB. K öttigSbcrg i. Pr., 11. Sept. An litauisch-polnischen Front beichten bie Polen weiterem Borriicfcu die Ortschaften Scjny und
der in
Kranuopol. An der bolschewistisch-polnischen Front von östlich Bialyßock und östlich Broü-Litowsk entlang Aeiu Buo wechselseitige Kampfhandlungeu. Oestlich
zugelayen, aas itc Mre. MW Volkrriing verkaufen. Die beutst
larfteunna, daß die
in Ol-preußen verfügbaren Truppen zur Ueberwachnug der internierten Ruffen nicht ausreickten, treffe nicht "it, da die Deutschen in Ostpreußen nicht 15 000 Mann hält°n, wie sie behaupteten, sondern tatsächlich mehr als 40 000. Auch mit der Verminderung der Reichswehr gehe es nicht so, wie es solle; denn während nach dem Abkommen von Spa die Reichswehr zum 1. Oktober auf 150 000 Mann hcrabarsctzt sein solle, be- tr«ge sie im Augenblick noch 200 000 Mann. Es sei zu bezweifeln, daß eine töerabsctznng auf 150 000 Mann bis zum Monatsende noch dnrchgcführt werden könne.
Demgegenüber ist festzustellen, daß deuischerseits alle MaZxaümcn geh offen wurden, die für die Ucbcr- wachnng und den schleunigen Abtransport der über« getretenen Russen crwrdcriich sind, Ueber die den Russen abgensmmenen Waffen werden sorgfältige Nach- weiinngen geführt. Im übriaen hat die interalliierte Konti ollkomminion die Möglichkeit, sich jederzeit von dem Verbleib der Waffen Kenntnis zu verschaffen. Unwahr sind die Behauptungen des franzöfisthen B'attcS über die deutsche Truppenstärke. Nach den vorliegenden dienstlichen Meldungen betrug der Gesamt bestand der Reichswehr am 1. August 19^0Kür 181000 ^Uaun. Die Zahlen sind inzwischen weiter ge unten. Am 1. Oli aber 1920 wird die Herabminderung des Heeres auf 150 000 Blaun durchgeführt sein.
Oeftsrreich und Anaarn.
WB. 25icn, 12. Sept. Die „Politische Korre- spoikdenz" veröffentlicht eine Unteirebitiig deS Wiener oi reiponbenten des ungarischen Blatt"? „Az Est" mit dem Staatskanzler Dr. R muer, ber da auf Hinwies, daß bie österreichische Oe''ent!ickkeit mit der Gegenwart als einer wenn auch swmerzlichen Tatiachc rechne, während Ungarn nach Aeußerungen seiner S'aat$= Männer und seiner Presse ben Stampf weiterführen wolle. " her trotz dieser unleugbaren Unterschiebe, die sich der Verständigung der beiden Nachbarstaaten bem= mend in den Weg stellen iuollen, müsse an dieier'Vcr- ständiaung gearbeitet werden. Vom ersten Tag der Re"ublik an sei es klar gewesen, daß eine dauernde gute Nackbarschast zwischen Oesterreich unb Ungarn im Interesse beider Völker gelegen sei. Auf Deutsch- West ii n g a r n könne kein österreichischer Staatsmann verzichten. Mit den der „klenicu Entente" ange« hörenden Staaten habe Oesterreich keinerlei politische oder militärische Verträge abgcüblofien: alle gegenteiligen Behauptungen beruhten aus Eifindung und auf der ebenso unbegründeten Furcht ober Hoffnung. Ungarn vcrzic' te offenkundig nicht auf einen letzten "Appell, auch n'djt darauf, sich für Sonderab» in a ch u n g e n Porjnbereiten. Das z,uge von einem Gefühl der Nervosität. Oesterreich werde sich in keinen wie immer'gearteten Konflikt verwickln lassen, ebensowenig für, wie gegen Ungarn. Auch der StaatS- s ö rm U n g ar n S stehe man in Wien mit vollster Sachlichkeit gcgettüler. Ungarn in5 c - ch , tat Mv- schloffen sein, daß Untern direkt ober inti efi für Oesterreich einen Monarcken zu bestehen v;r 'udic. Oesterreich sei eine Republik, weil das
Volk die Dionarckie abgelehnt habe und ab= lehne, weil die M onarchie in Oesterreich einen Bürgerkrieg, nach sich ziehen müßte Eine ungarlidje Dynastie mit Restanrntions- ibeen gegenüber Lcstcireich müßte natürlich Oesterreich herausrordern, denn sie würde andeuten, daß Oester-
- reich gezwungen sein könnte, an irgend einem terr torialen Revindikationsversuch teilzunehmen. _ Di Teutschen Oesterreichs würden unter keinen Umständet für ein Interesse zu den Waffen greifen, das sich «ich als ausgesprochenes LebenSintereffe der Deutscher Oesterreichs barftelle. — Der Staatssekretär kam
> schließlich auf die „kleine Entente" zu ivrecheu- Er meinte: Da die „kleine Entente" eine Garantie des FriedenSvertrages darstellt, Oesterreich aber den Vertrag anerkennen mußte, so kann sich kein Anlaß zu Feindseligkeiten ergeben. Da ferner Oesterreich nr reiner Nationalstaat ist, so erscheint die Republik auch keiner nationalen Revindikation auSgefegt. Ein Blatt meinte, daß Oesterreich Schulter an Schulter mit
- Tschechen und Serben gegen Ungarn geben müsse. Das sind Halluzinationen am hellen Tage. Oesterreich wünscht zu genesen und nickt zu marschiere«, aufzubsueu und nicht Krieg zu führen. Allerdings feine volle nationale Souveränität, seine auf dem Frieden beruhenden Rechte wird Oesterreich _gu wahren wissen. Oesterreich ist in diesem Punkte völlig ruhis und einig. Zur Wahrung seiner Rechte bedarf es nicht der Waffen, sondern divlomatischer Rechtsmittel Nur von außen her konnte Oesterreich der Appell a>
: bie Gewalt ausgezwungeu werden.
DieArbetterbeWegung in FkslLen.
Der italienische Arbeiterkonflikt dürfte gestern eint Wendung insofern erfahren haben, als die Versammlung deS Arbefterparlaniciits in Mailand mit einem Siege der gemäßigten Richtung geendet hat Die auf dem Kongreß des Arbeiterperbandcs angenommene Taaesordniing befürwortet laut „Giornast d'Jtaia" eine Verständigung mit den Industriellen an« ber Grundlage sofortiger wirtschaftlicher Aufbesserungen Die maximalistische Tagesordnung, die von der Le-tunz der sozialistischen Partei eingebracht wurde und befürwortete, daß die Besetzunq seitens bee Arbeiter auch auf die Werkstätten und Fabriken aller Art ausgedehm werden sollte, wurde abgelehirt. —
PariS, 12. Septbr. Wie Havar aus Rom meldet, ist „Jdea Nazionale" zufolge in Rom eine metallurgisch- Fabrik ohne Zwischensall von den Arbeitern besetzt worden. Die Arbeiter der chemischen Fabriken treffet j^rnereifaiuacn. der..Leweguns anzuschließen. I» ihrem Manifest sprechen sie cw der Erodernntz oe Fabriken. Wie die „Epoca" meldet, haben die Kohle« arbeitet von Faleomara die Gruben besetzt und di rote Fahne gehißt.
WB. PariS, 13. Septbr. Da? „Journal" chekdü aus Turin, daß gestern von einer Fabrik aus, die von Rotgardisten besetzt ist. auf die Bescher einer Nachbar, fabrif, die noch regelmäßig arbeitet, geschossen worve« ist. Einer der Angeschosscuen erwiderte- ba8 Feuer unk tötete zwei Rotgardisten.
Sie eng!. DndusMe vor einer Krisis.
WB. ondon, 13. Septbr. (Havas.) Die Krise, die der englischen Industrie droht, wird immer ernster. Neben dem drohenden Beraarbeiterstreik u».d der Au», sicht auf einen SilwanatSstreck der Eisenbahner und Transportarbeiter broht/fine Krise in der Baumwoll^ Industrie infolge vrn Lohudifferenzeii. Man spricht bereits von einem General st reik für End i dieser Woche. Außerdem steht noch ein Streu der Londoner ElekritrizitätSarbeiter bev»r, die sich mit ihren 1 a neraden von Nordenglnud, die auSgeiperri sind, solidarisch erklären werden. Ferner erwartet mau auch eine Streikvewegung unter den Postangestellten-
Die föchsischen Unabhättgige« und Wsskau.
— Leipzig. 12. Sept. Die Landesversammlun; der sächsischen Unabhängigen nahm nach Referaten vor Hilserding und Däiimig, von denen sich der ersten gegen die Hinnahme, der letztere für die Annahme bei Moskauer Bedingungen auSsprach, mit 44 gegen A Stimmen folgende Resolution der LandeSvorstandc» an:
„Die Be reiung aus kapitalistischer Ausbeutung und Knechtsckaft kann nur durch die Vcrgcsellschaftimg der Produktionsmittel erfolgen. Diesen Kampf für die Bergcicü’diaftung der Produkt-oiisniittel kann nur die Ärbe terklaffe bcioufet unb einheitlich führen. Er bedingt bie Geschlossenheit des bewußt sozialistiichen revo. lutionäreu ^oletariatS in Deuischlau» und den anderen kapitalistischen Ländern. Deßhalb erklärt bie etfamm« hing nachdrücklichst, für einen Zusammenschluß des infernal ionale.i revolutionären ProletanatS allcrLaiidrr einschließlich Rustands zu wirken. Ber voller Würdigung der schweren Lage Sowjctriißlands in die Arbeiterschaft bereit, Sowictrußlaud tatkräftig zu unter» ^ stäken. Die LandeSversämmlung vermag aber in ben Smitabmebcbinguugät nicht den Weg zu sehen, auf dem eine altionsmhige sozialistische revolutionäre 3utr= nationale geschaffen werden kaun und emofiehli bei« Parteitag, bie AuinahmebeLingiiugen abzulehnen."
Ein neuer liurrsradikuler Sullas 2
WB. Berlin, 12.
D- Tagcszcg-
veröffentlicht m ihrer heutigen Sonntagtnummcr einest aus übrlichen Augriffsplan der Linksrad Mzn. »fi'en 8iel KoltduS sein soll. Er ent' alt genau" Bn.m;*#
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