Einrückungsgebübr: Die8gefp.Kolonelzei!eod. deren Raum 1.— Mk., die 4gefp. Zeile i. Reklameteil 3.— Mk., LSAoTeuerungszufchl. Offertgebübr ZOPfg. Bezugspreis: Vierteljährlich 12.90 Mk.. monatl. 4.30Mk., für Postbezug uierteliäbrl. 12.90 Mark, monatl. 4.30 Mk. Die Nummer 2ÖJPfg. Postscheck-Konto Nr. 26659. Frankfurt a. M.
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Rotationsdruckd.Waisenbausbuchdruckerei Hanau , Fernivrechanschlüsie Nr. 1237 und 1238
Nr. 211
Mittwoch den 8. September
1929
Das Neueste.
Die Regierung bat zur Linderung der Not, die durch die polnischen Gewalttaten über zahlreiche ober= schlesische Familien hereingebrochen ist, zunächst 10 Millionen Mark zur Verfügung gestellt.
In einer gestern im preußischen Ministerium statt- ijefunbenen Konferenz wurde eine Einigung über die Neuordnung des Polizeiwesens erzielt.
Die Polen Verlangen von der Soldauer Bevölke- rung sofortige Option für Deutschland oder Polen.
Der großdeutsche Parteitag in Salzburg forderte eine Volksabstimmung über die Frage der Einverleibung Deutsch-Oesterreich» in das deutsche Reich.
Polen hat den Vorschlag des General Wrangel, ;me gemeinsame Offensive gegen die Bolschewisten zu unternehmen, abgelehnt.
Enver Pascha ist auf Wunsch Lenins und Trotzkis MiOberkommandierenden der gegen Indien marschierenden bolschewistischen Armee ernannt worden.
3« Italien verursachte ein heftige» Erdbeben großen Schaden.
Die Ardetterbewegung in Ställen
Die Nachrichten, die heute aus Italien vorliegen, sind widersprechend insofern, als nach einer Stefanimeldung gesagt wird, daß die im Auslande über die italienischen Verhältnisse um- laufenden Gerüchte völlig unzutreffend seien, während italienische Blätter weiterhin von dem Sonst der Arbeiterbewegung sprechen. Es wäre wünschenswert, wenn die Unruhenachrichten nicht »utreffen würden, damit Italien seinen Teil zum Mederausbau der so schwer erschütterten Welt- Wir geben folgende uns vorliegende Meldungen wieder':
i WB. Rom, 7. Sept. (Stefani.) Die im Auslande über die italienischen Verhältnisse umlau- fenben Gerüchte sind völlig unzutreffend. Abgesehen von dem Streik in der Metallindustrie, der, wie man hofft, bald beigelegt werden wird, nimmt dar Leben seinen gewöhnlichen Gang. Giolitti befindet sich noch im Urlaub in Piemont und wird um 12. September nach Aix-les-Bains fahren. Der König weilt in San Rossore.
Rote Garden in Dbentölten.
— Bafel, 7. Sept. Der „Carriere della Sera" meldet: Die ungesetzlichen Zustände in einem Teile Oberitaliens bestehen fort. In Sesto und Turin bildeten sich rote Garden, die bewaffnet durch die Straßen ziehen. Ein Regiment hat vesto besetzt und sucht die Revolutionäre zu enl- mrffnen. Die Lage ist in Mailand, Florenz, Neapel und Genua weiter kritisch. Der „Giornale d Ftalia" berichtet, daß es trotz der bolschewistischen Bewegung in einer Anzahl von italienischen Städten noch zu keinen nennenswerten Zwischen- , fallen gekommen ist. Das Militär ist angewiesen, Mr im äußersten Falle mit der Waffe einzuschrei- Bis zum Sonntag waren in Mittel- und Oberitalien 280 Fabriken, meist solche der Me- rattinbuftrie, vom bewaffneten Proletariat in Be- genommen.
Der Rote Vollzugsausschuß droht mit Brandstiftungen.
= Basel, 7. Sept. Der „Stampa" berichtet, die Lage in Turin ernst bleibt. Es sind wei- Truppenabteilungen von auswärts einge- Die Regierungsgebäude, der Bahnhof und neu andere öffentliche Gebäude stehen unter mi- mürifdjem Schutz. Alle im Außenkreis der Stadt telegenen Fabrikanlagen sind durch kommunistische ^veitectruppen besetzt. Der Rote Vollzugsaus- ichUß gab die Anweisung, im Falle des S3or= Me”8 ^ Truppen die Fabriken in Brand zu v, T. Rom, 7 Sept. Die Arbeiterunruhen in Italien dauern an. Als erschwerender Umstand hinzu, daß Waffen in die Fabriken ein- ^chtnuggelt und daß neue Waffen für die Arbei- berge siellt werden. In Turin werden an allen t£y*tgen Punkten Geschütze ausgefahren.
Aeuregetirng unseres Porizeiweseus. 6«. .Berlin, 7. Septbr. Heute fand im "M^um des Innern eine Sitzung statt, in • -.^en Oberpräsidenten, Regierungs- und "Dprüsidcpten sowie den Kommandeuren tcherheitswehren usw. ein Plan über die ,.„,^8eluug des Polizeiwesens vorgetragen bn^' Plan ist ein gänzlich anderer, als bisherigen Pressenachrichten vermuten iolgenden^P ' ^^"tliche desselben beruht in Beseitigung der herrschenden Zersplitterung Gebiet des Polizeibehördenwesens.
41 Bereinigung aller Polizeibeamtengruvven.
3. Herstellung einer klaren Behörden- und Veamtengliederung.
4. Schaffung eines festen einheitlichen Polizeikörpers, der in geschlossenen Verbänden über den Staat verteilt ist.
5. Beibehaltung der Kasernierung in 12 von den vorgesehenen 14 Dienstjahren, sodaß nur wenig mehr als 10 Prozent außerhalb wohnen.
6. Eine den Zugeständnissen der Entente entsprechende starke Bewaffnung, deren Erweiterung übrigens in Aussicht steht.
7. Einheitliche Leitung durch die Oberpräsidenten mit Hilfe des ihnen zu diesem Zwecke zu unterstellenden Veamtenkörpers.
8. Schaffung eines besonderen Polizeischulwesens, woran es bisher fehlte.
Der erste Teil der Neuordnung, soweit er nicht gesetzliche Maßnahmen erfordert, soll noch vor Monatsende nach Genehmigung durch das Staatsministerium und die Landesversammlung durchgeführt werden. Die heutige Sitzung ließ Uebereinstimmung der Erschienenen in allen wesentlichen Punkten erkennen. Eine nochmalige abschließende Stellungnahme soll am 15. September unter dem Vorsitz des Ministers des Jnnem selbst erfolgen. Der Entwurf des neuen Polizeigesetzes ist, wie wir hören, bereits in Bearbeitung und soll in kürzester Frist der Landesversammlung vorgelegt werden.
Oberschlesien.
Ein Schreiben des Reichskanzlers.
WB. Berlin, 7. Septbr. Der Reichskanzler bat an den deutschen Bevollmächtigten für den Abstim- mungsbezirk Oberschlesien, Fürsten H « tzfeldt, das nachstehende Schreiben gerichtet:
Euer Durchlaucht beehre ich mich zu benachrichtigen, daß gestern das Reichskabinett und das preußische Kabinett zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen- t|CtTEiCM jltlb^.
wehr der Oberschlesien drohenden "Gefahren zu beraten. Mit tiefer Bewegung haben die Kabinette die ergreifenden Berichte entgegengenommen, die über die Leiden und Kämpfe unserer treuen Oberschlesier erstattet worden sind. Nur zu viele wackere Männer haben ihre feste Anhänglichkeit «n das Deutsche Reich mit Wunden und Tod bezahlt, und nur zu viele sind bei der Verteidigung alter Rechte und des heimatlichen Herdes in ihrer wirtschaftlichen Existenz schwer geschädigt und bedroht worden. Die Regierungen aber wissen sich mit der oberschlesischen Bevölkerung eines Sinnes darin, daß keine Gewalttat die Liebe zu Deutschland au? ihrem Herzen zu reißen verman. Die Regieru«pen haben die Zuversicht, daß die oberschlesische Bevölkerung die Prüfungen dieser schweren Zeit standhaft ertrage« wird. Mit Entschlossenheit werden sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel anwenden, um der Bevölkerung OberschlesienS bei ihrem guten und gerechten Kampf zu helfen. Um der äußeren Bedrängnis zu wehren, die durch den Tod ihrer Ernährer und durch zahllose Gewalttaten über unschuldige Familien hereingebrochen ist, haben die Regierungen einen Betrag von zunächst 10 Millionen Mark zur Versügung gestellt. Wo um des deutschen Namens willen Schwere» erduldet wird, soll und darf die Hilfe der Volksgemeinschaft nicht ansbleiben. Euer Durchlaucht bitte ich, bei »er oberschlesischen Bevölkerung der Dolmetsch der Gesimmugen zu sein, die in den Beratungen der beiden Kabinette zum Ausdruck geloiumen sind. Oberschlesien bei Deutschland zu erhalten, ist unser Wunsch und fester Wille. Dazu wollen wir alles tun, was in unserer Macht steht. Der Reichskanzler gez.) Fehrenbach.
Die Nvlnische Presse.
WB. Beuthen, 7. Sept. Die heute vorliegende polnische Presse wirst interessante Streiflichter auf die polnischen Aufstands- Lewegungen in Oberschlesien. Der in Posen erscheinende „Kurjer Wieczowny" schreibt unterm 27. August: Auf den preußischen Terror antwortete das tüchtige Polenvolk Oberschlesiens mit einer SelöstverteidigungZakiion. Nun alarmieren die Deutschen, die die Urheber der Unruhen sind, die ganze Welt, indem sie die berechtigte Verteidigung der Polen als unerlaubtes gesetzwidriges Verhalten hinstellen. Wir müssen an Warschau die Anfrage stellen, warum die polnische Regierung noch keine amtlichen Schritte in der oberschlesischen Angelegenheit getan bezw. die Allgemeinheit noch nichts darüber unterrichtete. Organisierte Deszynski seine jüdisch-aktivistischen Missionen der Propaganda dazu, um die Deutschen zu schonen? — Die „Gazette War- zawska" führt aus: Die polnische Politik in Oberschlesien hat eine Aufgabe vor sich, die Vorsicht und Ueberlegung verlangt. Man muß sich Rechenschaft darüber ablegen, daß die Entente sich rückhaltlos auf den Versailler Vertrag stellen muß. Jede Zuspihimg^der Beziehungen mit den Vertretern der Westmächte wäre ein unverzeihlicher Fehler. — Der „S z ta n d a r - P o l s k i" in Gleiwitz erklärt: Das polnische Volk hat einen großen Sieg erfochten. Die polnische Bevölkerung hat das Recht, mehr zu verlangen. Aber vorläufig müssen wir uns damit br.aniiam was kick lLon
Der fruuz.-Lelglfche WUttärverlrag.
Tpn. Brüssel» 7. Sept. Der Militärvertrag zwischen Belgien und Frankreich, beunruhigt in Belgien weite Volkokreie. In der Kommission für auswärtige Angelegenheiten machte der Ministerpräsident die Mitteilung, daß er über ben näheren Inbalt he« Nartraaes erst Mit-1
ausführen läßt. Die Deutschen haben den Plan, die französischen Truppen zu vertreiben, und sich Obecschlesiens zu bemächtigen, aufgegeben. Aber sie werden jetzt durch ständige Unruhestiftung zu beweisen suchen, daß die Volksabstimmung, welche sie zu verschieben wußten, undurchführbar ist. Sie hoffen, daß das Urteil der Entente dank der Unterstützung verschiedener geheimer Faktoren für sie günstig ausfallen wird.
Polen—Rußland.
Polen und Wrangel.
WB. Paris, 7. Septbr. Wie die „Ehicago Tribune" aus Warschau meldet, hat Polen den Vorschlag bes' Generals Wrangel, eine gemeinsame Offensive gegen die Bolschewisten zu unternehmen, abgelehnt. Die Ablehnung hänge damit zusammen, daß die Verhandlungen in Riga vor ihrer Wiederaufnahme ständen, und sei auch durch die seitens der Alliierten gegebenen Ratschläge zur Mäßigung hervorgerufen.
Enver Pascha OberkommanLierenber der bolschewistischen Truppen gegen Indien.
WB. London, 8. Sept. Ein Funkspruch besagt: Moskauer Nachrichten melden, daß Enver Pascha auf Wunsch Lenins und Trotzkis zum Oberkommandieren- dcn der bolschewistischen Truppen, die gegen Indien marschieren, anerkannt wurde.' Die bolschewistischen Truppen im Kauka'uS, Persien, Afghanistan und Trans- kaukasien sind unter seinen Befehl gestellt worden. Enver Pascha hat sein Hauptquartier in Smolenrk.
Eine polnische Drohung.
WB. Allenstein, 7. Septbr. Nach einer Meldung aus Soldau sollen die Polen von der dortigen Bevölkerung sofortige Option fürDeutsch- land oder Polen verlangen, widrigenfalls die
Die „Allensteiner Zeitung" schreibt zu der Meldung: Nach den Bestimmungen des Friedens- vertrages haben die Einwohner des an Polen abgetretenen Gebietes zwei Jahre Zeit, ehe sie sich für Deutschland oder Polen erklären. Unter den jetzt im Soldaugebiet obwaltenden Umständen würde die Option augenblicklich eine brutale Vergewaltigung der deutschen Bevölkerung bedeuten. Die Optierung würde Enteignungen und andere Uebergriffe seitens der Polen unmittelbar im Gefolge haben.
Der Manisch-polnische Konflikt.
WB. Paris, 7. Sept. (Havas.) Aus Warschau ist eine Depesche der polnischen Regierung an den Völkerbundssekretär mit folgendem Inhalt eingetroffen:
„ Im Augenblick des polnischen Rückzuges ermächtigte die litauische Regierung die Bolsche- wisten auf litauisches Gebiet überzutreten, um sich eine militärische Operationsbasis zu bilden, und verletzte dadurch die Neutralität, die sie beobachten wollte. Nach dem Rückzug der polnischen Truppen besetzten die Litauer die Polen am 19. Dezember 1919 durch den Hohen Rat zugesprochene Demarkationslinie und ließ der polnischen Regierung zu verstehen geben, daß sie die früher festgesetzte Grenze nicht anerkennen würden, und daß sie verlangen würden, daß die Polen sich jenseits Crajavo zurückziehen.
WB. London, 7. Sept. Der „Times" zufolge, besagen Telegramme aus Warschau, daß Polen bereit sei, seine ursprüngliche Absicht, die Räumung des Gebietes von Suwalki durch die litauischen Truppen binnen 10 Tagen zu fordern, aufzugeben. Die polnische Regierung habe sich mit den Alliierten beraten und inzwischen eine maßvolle Haltung gezeigt.
Litauischer Heeresbericht.
Kowno, 7. Sept. Nördlich von Suwalki fanden gestern den ganzen Tag Kämpfe statt. Das Dorf Nauje-Grauziai (?) ging zweimal von Hand zu Hand. In der Nacht zum 7. Sept. besetzten wir N i z a i n y. Südöstlich von A u g u- st o w o besetzten die Polen Rygalowka. Dadurch wurden unsere Truppen gezwungen, L i - Pak aufzu geben und sich auf die Linie von Holinka zurückzuziehen. Die polnische Funk- meldung, daß unsere Truppen gemeinsam mit den Bolschewisten operieren und daß sich im Rücken unserer Truppen Teile einer bolschewistischen Armee sammeln, ist erfunden.
teilungen machen könne, nachdem er sich mit Millerand besprochen habe. Diese Erklärung befriedigte die Kommission keineswegs, weil wie mehrere Redner kundgaben, Belgiens Stellung gegenüber Polen und Rußland in ein schiefes Licht komme. Der ganze Vertrag, den man mit größter Beschleunigung zum Abschluß brächte, soll nach Auslassungen von Komissionsmitglie- dern allein dazu bestimmt sein, Belgien zur Ausführung der französischen Militärpolitik zu bestimmen. Die fortwährenden Waffentrans- porte aus Belgien nach Polen zeigten eine große Gefahr, in die sich Belgien unnötigerweise be* geben hat. Die Kommission verlangte zum Schlüsse die Einberufung des Senates, um die Angelegenheit besprechen zu können. Auch im Lande ist die Opposition gegen den Vertrag im Wachsen.
Der Märtyrer von Cork.
WB. London, 7. Sept. Nach einer Meldung des Schweizer Korrespondenten der „Daily News" erklärte Lloyd George in den ihm übermittelten Gesuchen betreffend die Freilassung des Bürgermeisters von Uork habe er nicht eine einzige Andeutung eines Versprechens gefunden, daß die Mordanfälle auf Polizisten eingestellt würden. Sollte eine solche Sicherheit geboten werden, so würde er jedenfalls bereit sein, nicht nur den Bürgermeister, sondern auch die elf anderen Hungerftreiker fteizulassen. Die Telegramme irischer Regierungsstellen hätten ihn davon überzeugt, daß eine Freilassung ohne diese Garantie die Regierung in Irland unmöglich machen würde.
Jpu. Dublin, 7. Sept. In Belfast sind in bei vergangenen Woche wieder 18 Personen getötet und über 150 verletzt worden. Im Befinden des Lord Mayors ist eine weitere Verschlechterung eingetreten, die seine Entlassung aus dem fängnis zu exwarten läßt Sonntags fanden ha allen katholischen Kirchen Irlands Bittgottesdienste für den Bürgermeister.statt. Auch wird mitgeteilt, daß der Papst in der Sirtinischen Kapelle ein Sterbegebet für den Bürgermeister verrichtet hat. * ,
Ausweisung der russischen Wission aus England.
WB. Paris, 7. Sept. Nach einer „Temps"» Meldung aus London ist man dabei, Maßnahmen zu treffen, um der wirtschaftlichenMifsionSowjet- rußlands in London ein Ende zu machen. Die englische Regierung sei entschlossen, die Mission auszuweisen. Sobald Lloyd George zurück sei, werde der Beschluß bekannt gegeben werden. Aber es scheine immer noch möglich,daß Kanwnew und Krassin freiwillig vorher abreisten.
Die eugl. Dergarbeilerforderungen«
WB. Paris, 8. Scptbr. Nach einer Hava?« Meldung «uZ London ist bis zur Stund: fein Ler- such gemacht worden, die Verhandlungen zwischen den Bergarbeitern und der Regierung wieder aufzunehmen. Während die Regierung bereit ist, die Frage der Lohn. erhShnng einem unparteiischen Schiedsgericht zu unter, breiten, weigert sie sich, die Fr«ge der Reduktion des HanSbrandkohlenpreises einer anderen Instanz all dem Unterbaust zu unterbreiten, da eS sich um eine rein politische und keine industrielle und Wirtschaft^, frage handelt.
Das Karnkner Abstimmungsgebiet.
Protest des Großdcutfchc« Parteitages.
WB. Salzburg, 8. Sept. Der Großdeutschi Parteitag nahm einstimmig eine Entschließung an, tu der die "gegen Völkerrecht und den Diktatfrieden von St. Germain hohnsprechenden Gewalttaten der Iugo- slawen im Kärntner Abstimmungsgebiet aufs schärfst, verurteilt werden. Ferner wurde eine Entschließunz angenommen, in der eine VolkZabUimmuug über du Frage der Einverleibung D c u t s cb - O e st e r- reich? an daS Deutsche Reich verlangt wird.
Auslösung derbraunschwelger Landes» eiKWvhnerwehren.
WB. Brattttschweig, 7. Sept. . Der Landtag beschloß in namentlicher Abstimmung mit 31 gegen 23 Stimmen die Auflösung der Landesemwohnerwehren. Für die Auflösung stimmten die beiden sozialistische!» Parteien, dagegen der Landeswahlverband unb bis Demokraten. Ein Antrag des Landerwablverbande^ anstelle der Einwohnerwehren einen Orisschntz unte^ Aufsicht eines besonderen Ausschusses des Landtags z» organisieren, wurde abgefeimt.
iJm Braunschweiger Landtag haben wir bekannt» lich eine sozialistische Mehrheit unb ein dcmentsprechen. deS Ministerium.)
Herabsetzung der Okkupattonskoften^
= London, 7. Sevt. „Daily Telegraph" meb bet, daß eine Unterredung zsischm Wi«'t»n ChurchiL und dem französischen Kriegsministers dic ^erab- seynng der Sorten der Okkupation des Rheingeb.etr^ mw Zwecke hÄiS.