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Nr. 199

barbarischen Proletariats

eines werden schule

müsse. Europas

MW

Einrücksngsg ebfihr: Die8geso.Kolonelzeileod. deren Raum 1.Mk., die 4gew. Zeile i. Reklame­teil 3. Mk.. 25°ivTeuerungszuschl. Offertgebühr 30 Pfg. B e z ug s preis: Vierteljährlich 12.90 Mk.. monatl. 4.30 Mk.. für Postbezug Vierteljahr!. 12.90 Mark, monatl. 4.30 Mk. Die Nummer 20Hsg. Postscheck-Konto Nr. 26659. Frankfurt a. M.

Das Neueste.

Reichspräsident Ebert richtete in der EntwaffnungZ- irage einen Aufruf an dar deutsche Volk.

Außenminister Dr. Simons ist aus der Schweiz ach Berlin zurückgekehrt.

Polnische Banden setzen ihre Angriffe im ober- schlesischen Aufstandsgebiet fort und lassen sich zu bestia­lischen Greueltaten hinreißen.

Die polnische Regierung lehnt die von der russischen Friedensdelegation gestellten 15 Punkte ab.

Der Oberkommissar van Danzig ist in einer Note aufgefordert worden, die Entladung des für Polen be­stimmten Kriegsmaterials durchzuführen.

Der belgische Außenminister HymanS hat seine Demission eingereicht.

Windmühlen-vlitik.

Herr Wa l l a c e, amerikanischer Botschafter in Paris, sprach in Metz öffentlich zum Voll von der großen Sache der Zivilsation, die im Westen die imperialistische Autokratie entthront habe und deren Wiederaufleben im Osten in den Exzessen

Die alle

verhindert Diplomaten-

verschmähte das Lügen

auch nicht, immerhin log sie in gutem Ton, trotzdem sie zu Hause war; während die junge amerikanische Diplomatie, trotzdem sie in Europa nur zu Gast ist, in Verbalinjurien lügt. Der Erfolg der Wilsonschen Schlagwortpolitik überhitzten KriegSatmosphäre läßt sie

" ^schlafen; Sie gew müssen klappern, damit Fach Rosinante zu Nutz und Frommen des anglo- amerikanischen Geschäfts seinen Kampfeseifer er­hält. Es entbehrt nicht des Humors, wenn zu­gleich Herr Churchill, das politische enfant ter- ribse Englands, Deutschland einläd» unter den Räten der Christenheit" Platz zu nehmen, um, an dem heiligen Krieg der großen Sache der Zivi- tuation im Osten, zu dem sich die englischen Ar­beiter nicht mehr hergeben, teilzunehmen. Osfen- bar glaubte man, daß die deutschen Arbeiter, die auf den Witz der 14 Punkte und des Völlerbun- des hereingefallen sind,der 'großen Sache der Zivilisation im Kamps gegen die imperialistische Autokratie" auch diesen Dienst leisten würden; inzwischen haben sie aber die Räte der Christen- b^it eines besseren belehrt. Die Vielseitigkeit der Wzlischen Politik, die in. Amerika offenbar schon Schule gemacht hat, hat von jeher nichts zu wün- schen übrig gelassen; man kann sich aber trotzdem über die frivole Fasson, die sie anwendet, immer wieder von neuem wundern: während das euro- haische Festland fast bis zum letzten Mann sich in verzweifeltem Ernst abmüht, des Unheils Herr -u werden, das die englische Politik wieder ein« >ual über es gebracht hat, höhnt England und Amerika über seine Leiden.

Wir sind in Deutschland, das seit Jahrhun- «srten im kulturellen Kampfzentrum liegt, furcht­bar ernst geworden; unsere Geschichte zeugt darin von ben Tagen der Reformation bis zu den Schlachten des Weltkriegs. Die Aufklärung des Hasses unserer Feinde ist die Fortsetzung unserer kulturellen Aufgabe, in der deutscher Ernst nicht Nachlassen würd, bis er mit gleichem Ernst gewür- »8t wird.

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, , ; Fernsprechanichlüffe Nr. 1237 und 1238

Erscheint täglich mit Ausnahme bekrönn- und Feiertage

i _ Verlagsleitung: Ad. Jndermüüle, » Verantwortlich; für volitischen und allgemeinen

? TeilRich.Hultschz für lokalen und provinziellen

-, « -f Terl sowie Sport Moritz; für Anzeigen und

AmMchrs Or§M für SkM- und LMtES Sans»

MtAwoch den 25. August

»S»^«IML«L

meisten praktischen Disziplinen die unbestrittene Führerin ist, ist vermöge ihrer universalistischen Fähigkeiten allein in der Lage, die schweren kul­turellen Krisen, die zur Zeit die ganze Erde be­drohen, zu einer Lösung zu bringen. Die Span­nung zwischen dem europäischen Osten und Westen, zwischen dem individualistischen und so­zialistischen Idealismus kann nur ihren unum­gänglichen Ausgleich in dem großzügigen Realis­mus finden, der im sozialen Staat Preußen- Deutschland seine erste greifbare Form gezeitigt hatte. Dieser realistische Sozialismus ist die Weltanschauung der Zukunft, ist der Ausgleich zwischen Weisheit und Frömmigkeit, nach dem die Menschheit seit Jahrhunderten sucht. Die sitt­liche Not, die uns Deutsche zur Zeit befallen hat, ist nur die Verwirrung der gemeinen Hunger­blockade und Raubpolitik, die die kurzsichtigen Ententepolitiker über uns gebracht haben; wir werden sie umso schneller überwinden, je inten­siver der sich noch immer steigernde Haß unserer Feinde diese Entsittlichung des deutschen Volkes als vermeintlich beste Frucht ihres Sieges zu kultivieren sich ereifert. Der Deutsche ist für jede Erkenntnis wober sie auch kommen mag von jeher zugänglicher gewesen als andere; er ging oft genug zu weit in der Schätzung frember Verdienste; vermöchten andere Voller auch nur entfernt es in dieser Erkenntnisfähigkeit uns gleichzutun, so hätten wir nicht nötig, ein so gigantisches Maß von Torheit zu bekämpfen, wie es der Haß unserer Feinde darstellt. Es ist ein seltsames Zeichen deutscher Größe, daß es uns noch heute, nachdem dir Welt das Maß des Ekels gegen uns schier erschöpft hat, schwer fällt, unsere Feinde als solche zu achten, d. h. zu hassen. Der weil er

England ausgegangenen plutokratischen Macht­haberei. Man kann die Lehrer der Sozialdemo- kratie dieser anglomanen Verirrung nicht frei­sprechen; sie haben aber trotzdem das unbestreit­bare Verdienst, daß sie die großen Masten nicht nur im Deutschlano politisch erweckt haben und ihnen die hohe soziale Ueberzeugung gegeben haben, deren Eindruck sich kein Volk der Erde mehr entziehen kann. Die Christenverfolgungen der römischen Imperatoren haben die Befreiung der antiken Sklaverei nicht zu verhindern ver­mocht, dir Softalistenverfolgungen, in denen sich England und Amerika ergeht, werden beide nicht davor retten, sich dem notwendigen Ausgleich -wischen der Plutokoatie und dem modernen Pro­letariat beugen zu müssen. Die Pole des Kamp­fes liegen heute in England und Rußland, in welch letzterem der sozialistische Idealismus, wie sich auch das Schicksal des Ostens gestalten mag, nicht mehr zu unterdrücken ist. Deutschland liegt zwischen diesen Polen und hat in seinem Inneren den Kampf dieser beiden Weltanschauungen be­reits soweit durchgekämpft, daß kein Zweifel mehr bestehen kann, daß nur seine Lehre dem Kampf ums Dasein, der alle Kultur zu zerstören droht, ein Ende nrachen kann.

Je früher man sich dieser Notwendigkeit beugt, umso besser in Sonderheit für das schuldbe­ladene England und das ihm nacheifernde Amerika.

Die Entwaffnung.

An das Seutschs Volk!

Der Reichspräsident erließ folgenden Aufruf:

An das deutsche Vclk! Das Gesetz über die Ent­waffnung ist in Straft getreten. Die erforderlichen AuMhrungsvorjchrifien sind mit Zustimmung

1929

gelassen. In Jdlin wurde der Amtsvorüeher, er Hauptmann Brandes verhaftet und nach Polen bei schleppt. Es handelt sich um einen Racheakt. E wurde von morgens 9 bis abends 5 Uhr festgehalten dann wieder in Freiheit gesetzt, mit der Aufforderung sich nicht mehr in dem Orte sehen zu lassen da er sonst erschlagen werden wurde. In besagten Gebiete werden Maueranichlckge versffem licht, die vom Selöstschußkomitee int ' Gebiet unterzeichnet sind. Dieses Selbstschntzkomitee ist 1 Wabrhe't die Exekutw-Organüatwu der volnischei Banden. Die ländlichen Bezirke in der Umgebun, von Tarnowitz sind von den Polen besetzt worden, so> daß Tarnowitz fast gant eingeschloffen ist. Soeben wird gemeldet, daß 300 Polen von Alt-Tarnowis a«f Tarnowitz marschieren. Iin Osten von Tarnowij sieben reguläre polnische Truppen auf deutschen Boden. lieber Rybnik ist per Belagerunisulsiand ver­hängt worden. Die Interalliierte Kommission gibt iu einer Bekanntmachung zu, daß diese Banden von jen­seits der Grenze herübergekommen sind. Friedens Hütte ist vorläufig noch nicht beseht. Zwilchen bei Sicherheitswehr und den Polen kam es zu einem Zu­sammenstoß. 18 Sicherheitsbeamte und 44 Franzosen versehen jetzt den Dienst. Auf den Delbrück» schäckten fuhren 65 Mann ein, darauf drang eine polnische bewaffnete Bande in die Grube ein und holte die Arbeitswilligen wieder aus den Schächten. Ein Haufen der Insurgenten drang auf die Arbeitswillige» ein und schlug sie mit Knüppeln. Während fast sämtliche Ortschaften des Kreises Hindenburg von den Polen besetzt sind, ist dies bei der KreiShauptstadt noch nicht der Fall.

Oberschlesien ein inlernationaler Konslikl?

Wie die Ipu aus Paris vernimmt, toll sich bis oberschlesische Frage zu einem internationalen Kouckkl auswachsen, da Frankreich der Auffassung zunrigt, daß die Unruhen in Obers (fliesten von deutscher Seite in Einverständnis mit Rußland provoziert seien. Obwohl von der Entente angenommen wird, daß reguläre in eÜcfeiUti einmariniert ge­handelt haben, so HM man doch die Notwendigkeit für geboten, die Volksabstimmung in Ober« schlesien weiter aufzu schieben, da du Deutschen die Bevölkerung gegen Polen und anderer­seits auch gegen Frankreich verhetzt hatten, weil Frank­reich als der Bundesgenosse Polens gilt. Von fran­zösischer Seite wird nun behauptet, daß hinter den schlesischen Unruhen schwerwiegende deutsche nationale Pläne versteckt seien, um die in Deutschland bereits stark fühlbare Gährung zu einem gewalttätigen Wider­stand gegen die Ausführung des FriedenSvertrageS zu verstärkcii. Daran arbeiteten Personen, die hinter der Regierung stehen, im Verein mit der Mehrheit der Presse unentwegt weiter. Die französische Regierung sei nun entschlossen, die Frage mit b* Verbündeten zit besprechen und schärfere Mittel anzuwenden. um den Nationalismus in Deutschland zu unterdrücken. Wie man an Londoner Regicruugskreiscu vernommen hat, wird Millerand sich in der folgenden Woche an den Obersten Rat und auch schriftlich an Lloyd Geo-gr wenden, wenn er diesen nicht, persönlich aufs acht! Frankreich drängt auf Beschleunigung ber ? «gelegen' Heit, der in Paris große Bedeutung bei - legt mirb, weil sie für den AuSgang deS polnischen Krieges vor ausschlaggebender Bedeutung sein kann.

Dr. Simons über Versailles.

Der deutsche Außenminister Dr. Simons ist gestern aus der Schweiz über Bapcrii nach Berlin zurückgekehrt. Am Tage zuvor hatte er eine Unterredung mit einem schweizerischen Zeitungsver- tretcr. Aus dieser wird demBerl. Tagebl." berichtet: Der Minister halte jede Differenz zwischen England und Frankreich als für Deutschland schädlich. Die Gegensätze würden auf dem Rücken der Deutschen aiis- getragen. Schlimm sei das grenzenlose französische Mißtrauen. Die N i a) t u n t e r 3 e 14 n u n g des Versailler Friedens nnd ein fran« zösisches Einrücken in Deutschland seien psychologisch besser gewesen. In Frankreich hätte dies entipanuenb gewirkt und gleichzeitig der ganzen Welt eingeprägt, daß Versailles ein unmög­licher Gewaltakt sei. Auch von den polnischen Bäumen sei zu erwarten, daß sie nicht in den Himmel wacipen würden. Er. der Minister, trete mit Leidenschaft für die volle Nciuralüät ein. Zwischen Oft und West könne Deutschland nur Schlachtfeld oder Bindeglied sein und er strebe darnach, daß es das letztere sei« Nach seiner Meinung werde die Entscheidung über die Zukunft fallen, wenn Frankreich seine wahre finan­zielle Lage erkennen würde.

Giolitti über dsn Bolschewismus.

D. Genf, 25. Aug. DerMatm" meldet: Im Laufe einer Unterredung zwischen Giolitti und bun Vertreter desDaily Telegraf" hat Giolitti folgen« Aeußerung gemacht: Man kann nicht zugrbcn. Sag die Sowjetregiernng Polen ein Regime vorschlägt, welches keinen Erfolg im eigenen Lande gehabt hat. Ich glaube mich nicht zu täuschen, wenn ich sage, daß der Bolschewismus iiidjt mehr lange dauern wird, denn er bedeutet nicht einen Fortschritt.

Erhöhung der amerikanischeu Armee.

WB. Paris, 24. Aug. Wie derJntransigeant" aus Washington erfährt, hat die amerikaulschc biegie« rang beschlossen, die Armee um 100000 Mann zu er­höhen. Hierdurch würde der Effckt'.vüestand der Armee von 175 000 Mann auf 288 000 Mann gebracht.

(Weitere politische Nachrichten Seite 4.1

Der deutsche Staat war, bevor die Entente- -^t über uns verhängt wurde, bekanntlich das unübertroffene Vorbild sozialer Gesinnung und Leistung: der in Deutschland reisende Engländer es mit schwer verhehlter Erbitterung, daß Rutsche Arbeit in kurzer Zeit Lebensbedingungen ^schassen hatte, wie sie selbst dem Jahrhunderte Piratenglück der Engländer nicht gelungen unrein Wir wissen diese englische Angst vor dem be? Friedens von einem Volk, dessen Heil nur in» Kampf ums Dasein gelegen hatte, würdigen; die deutsche friedliche Arbeit : d^" Glücksrittern eine furchtbar gefähr­de Schule zu werden. Um mit Hegel zu reden:

Äußere Gewalt hat inzwischen viel über uns rmocht; der friedliche soziale Geist der deutschen miou ist aber ungeschwächt, ihn bändigt keine C^Wt. Wir glauben mehr denn je an die Kraft s' Gedankens, daß alle Menschen ohne Unter- M der Nation und Rasse auf einander ange- -, M sind und daß die Erde Raum für eine (i ^ Kultur aller hat. Wir haben diese Urzeugung im Gegensatz zu amerikanischen

schließlich jeder Mensch sich beugen muß.

Wenn man mit Schlagwörtern gegen uns ope­riert, so erwäge man doch, daß solche Torheit gegen ein Volk so hoher Kultur nichts ausrichten kann; wir haben eine einzigartige Schule und Sachkenntnis, der ganzen Welt zu dozieren, was Zivilisation, was Imperialismus, Autokratie, Barbarentum, Proletariat und Christentum ist. Wir haben auch für die Fruchtbarkeit unserer über die ganze Erde verbreiteten Lehren nichts mehr zu fürchten trotz der begreiflichen Ungelegen« heit, die eine dekadente Machthaberei darob emp­findet unb auch trotz der- idealistischen Ent­gleisung, in die das auf deutschen Schulen er­zogene Russentum verfallen ist. Der Bolschewis­mus, den man uns gern in die Schuhe schieben möchte, ist nur die idealistische Reaktion eines sitt­lich unbefleckten Naturvolkes auf das gemeinste Verbrechen, das plutokratische Ausbeuterei von Innen und Außen je gegen ein ganzes Volk be­gangen hat. Wir haben, Gott sei Dank, keine Schuld an der Qual dieses beklagenswerten russi­schen Volkes, das sich ohne geistige Reife selbst zer­fleischt, um des Elends Herr zu werden, das ihm die frevelhafte Politik Englands im wesentlichen aufhezwungen hat. Wir haben es deshalb auch nicht wie die schuldbeladenen Ententepolitiker nötig, vor dem furchtbaren Mene tekel des russi­schen Bolschewismus zu zittern und zu zetern, die zu ihrem Verbrechen die Schmähreden fügen, um ihre Angst vor der bitteren Notwendigkeit des Kausalitätsgesetzes zu bannen, das auch in der Geschichte auf eine Schuld allemal mit der Sühne geantwortet hat. Auge um Auge und Zahn um Zahn!

Theatralische Gesten, wie man sie aus dem von der Kultur doch noch recht wenig beleckten Amerika zu uns verschleppt, wirken in dem Ernst der europäischen Situation nur ekelhaft. Wenn wir wirklich einen Schein von Imperialismus und Autokratie an uns hatten, so waren das doch nur anglomane Entgleisungen einiger übertrieben selbstbewußter, innerlich undeutscher Elemente, die unsere soziale Gesinnung nach innen und außen nicht zu beeinträchtigen vermochten. Der libc- ralistische Anarchismus der angloamerikanischen Plutolratie ist die Heimstätte des Imperialismus und der Autokratie und hat ick Lande eines

einer Erkenntnis

Friedrich des Großen keinen Boden. Gradezu widerlich aber wirkt es, wenn Leute dieser An­schauung wie Churchill sich mit ihrer angeblichen christlichen Gesinnung breit machen. Der Staat Friedrichs des Großen ist der erste und vorläufig der einzige, der es vermochte, praktisches Christen­tum zu treiben, der aus der sittlichen Weltord­nung der christlichen Lehre die ökonomische Konse­quenz des sozialen Staates zu ziehen verstand.

» -O'-Uyung im iDegeniay zu amemmniicyen huhis H <

P°phetenfpcüchen, nachdem wir wie kein an- Dagegen beweist der Unistand, daß SeutiManb

Volk der Erde der Menschheit ein in der die Heimat on Karl Marx und damit des mate- ,-Dichte sanft nicht bekanntes Maß von schöpfe- rialistischen Soziali-mus geworden ist, nicht-.

Kraft bereits geschenkt haben; die religiöse Die Entartung des Lozialismus in den Materia- ^rgeburt ist das Verdienst der deutschen Re- lismus ist lediglich eine Reaktion der unterdruck- ^atjo^. die deutsche Ä^isienschuft, die in den ten Viasien gegen den Matcrierlismus, der von

deutsche Volk auf die schwere Bedeutung hinzuweisen. Die Verpflichtungen, die wir durch den Friedensvertrag und bie Vereinbarungen von Spa übernehmen mußten, verlangen das Entwaffnungs- gesetz. Unabsehbar sind die Folgen, wenn die Ent­waffnung nicht gelingt. An die Volksgenossen geht die Forverung, die Waffen herau-zugeben. Wer sein Vaterland nicht' neuerlich infolge der Nichterfüllung des FriedenSvertrageS in schwere Gefahren stürzen will, darf sich der Forderung der Waffenabgabe nicht entziehen. Die Befolgung der Vorschriften, die zur Durchführung der Waffenabgabe erlassen werden, ist gebieterische Notwendigkeit. Die Entwaffnung der Bevölkerung ist für uns Zwang und gleichzeitig Lebensfrage. Die Waffenabgabe wird gleichmäßig und unparteiisch gegen jeden durchgeführt, mag er in seiner politischen Anschauung rechts oder links stehen. Wer säumig ist und widerwillig bleibt, den muß die schwere Strafe des uns in Spa abgeforberten Gösctzes treffen. Wir müssen durch die Tat auch hier den festen Willen zur Erfüllung der übernommenen Pflichten beweisen, sonst drohen uns neue schwere Belastungen, die unser gesamtes Wirtschaftsleben vernichten wurden.

Berlin den 2l. August 1920. Der Reichspräsident: Ebert. Der Reichskanzler: Fehrenbach.

Oberschlefie«.

Neue polnische Raubzüge.

Kreis-

v. Kattowitz, 24. Aug. Der englische Kontrolleur für den Kreis Rosenberg, ein Oberst, teilt einem sicheren Gewährsmanne mit, das polnische Bauden aus dem Lublinitzer Kreise in den Kreis Rosenberg vorrücken. Im Lublinitzer Kreise befinden sich Woischnik und Koschentin im Besitz der Polen.

Der englische Oberst erbat aus Oppeln Waffen und Verstärkung. Kostuchau ist von den Polen besetzt worden. Die Deutschen, namentlich die Heimattreuen, werden von den Polen verfolgt und schwer mißhandelt. Der Vorsitzende der Ortsgruppe wurde verhaftet und schwer mißhandelt; dann sollte er standrechtlich er­schossen werden. Vor der Exekution hielten die Pol-m jedoch noch eine Beratung ab, während der es dem Vorsitzenden gelang zu entfliehen. Die Insurgenten äußerten, sie würden jeden Heimattreuen, der ihnen in die Hände fiele, ob Mann, Frau oder Kind, erschießen. Kostuchau sei von nun an polnische Erde, auf der die Deutschen nichts mehr zu suchen hätten. Na-ckischacht ist vollständig im Besitz der polnischen Banden. Die alliierten Truppen lassen sich nicht blicken. Die Insurgenten hausen in übelster Weise, in Josefsdorf haben sie die Schule besetzt. Sie re­quirierten aus den Bäckerläden sämtliches Brot und gaben den Bäckern den Auftrag, auch das übrige Mehl noch für sie zu verbacken und abzuliefern. Infolge­dessen kann die Bevölkerung auch gegen Brotmarken kein Brot erhalten. Französisches Militär ist nicht zu sehen. In Hobenlohehütte wurde eine Art Bürger- wehr gegründet, die aus 5 Polen und 5 Deutschen besteht. Auch hier lassen sich keine alliierten Truppen sehen. Die polnischen Insurgenten erklären öffentlich, daß die Franzosen mit ihnen Hand in Hand arbeiten und sie hätten von den Franzosen nichts zu be­fürchten. Auch in Domb werden hauptsächlich die Ge­werkschaftsmitglieder und die Heimattreuen verfolgt. Die Insurgenten erhalten bom der polnischen Re­gierung täglich 16 Mark Lohn und freie Verpflegung. Pizelaika wurde von 60 Insurgenten besetzt. Aus der ganzen Gegend dauert der Flüchtlingsstrom un- uuterbrocheu fort Kein Deutscher in dem von den Polen besetzten Gebiete ist seines Lebens sicher. Die meisten haben ihr aanzes Hab und Gut im Sticke