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Sanauer 1 Anzeiger

General-Anzeiger

AmMches Organ für Stadt- und Landkreis Saturn

Erscheint täglich mit Ausnahme der'Sonn- und Feiertags

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Rr. 166

Samstag den 17. Juli

1920

Das Neueste.

Die Konferenz in Soa ist gestern beendet worden, «hdem die deutschen Delegierten das Kohlenab- vmmen. das Zugeständnisse für Oberschlesten ent- At. angenommen haben.

Das Braunschweigische Staatsministerium be- mnt sich in einer programmatischen Erklärung zur «talistischen Gesellschafts- n. Wirtschaftsordnung.

Der französische Gesandte für München hat sein ^glaubigungsschreiben überreicht.

Der Friedensvertrag von St. Germain wurde eitern ratifiziert.

Sie Schlußsitzung in Spa lunahme des Kohlenabkommens Ablehnung kr Einmarschllansel Zugeständnisse für Ober- schlefie« Abreise der Delegierten.

Die Spaer Konferenz ist geschlossen, ste hat Hern abend mit der Unterzeichnung des Pro- Pwlls in der Kohlenfrage mit ausdrücklicher Aus- vhme der Ernmarschklaufel ihr Ende gefunden, die Delegierten werden im Laufe des heutigen Samstag Spa verlassen. Ueberblicken wir heute arz die Konferenz, so muß zunächst gesagt wer- jen, daß sie aus einer Reche von Krisen bestand N> je länger die Konferenz vorschritt, desto häu- iger kam es zu einer Untechaltung zwischen den Liierten Staatsmännern und den deutschen delegierten, aber desto stärker machten sich auch Le rein sachlichen Gegensätze geltend. Vielleicht at Tardieur nicht unrecht, wenn er nach den ksten Krisen der Konferenz meinte, man könne p» V ertrag von Versailles ab ändern oder man

.bestehen bleiben, ein drittes sei

Allerdings der Hauptmitarbeiter dieser törichten fnskumenite der Weltgeschichte nicht, nämlich: da der Vertrag von Versailles in den Augen Der vernünftig und rechtlich denkenden Menschen leichviel welcher Nation unerfüllbar ist, muß r abgeändert werden. Es ist den Miierten unter chr krankhaften Erscheinungen und nur langsam ekungen, sich aus der äußeren Atmosphäre von Versailles zu entfernen. Auf dem Standpunkt der serfailler Bedingungen sind sie stehen geblieben, vbald Deutschland unter Anwendung guter Gründe und anständiger offener Erklärungen die inmö glichkeit nachzuweisen suchte, die Forde- >Mgen der Miierten zu erfüllen, griff man nach M Klingelzug und die GenerAe traten auf. ane unmögliche Art, im Friedenszustande den krieg zu etablieren, eine Art, die zweifellos denft beschämend ist für den, der sie anwendet, sie unerträglich für den, der ihr Opfer ist. Unter siesen Umständen war schon in den ersten Tagen « erkennen, daß als Resultat von Spa vielleicht tote Formulierungen, aber keine neuen Ideen r »ervergehen konnten, die für den ehrlichen Auf- on irgend etwas bedeuten. Aus allen Gesten, «orten und Handlungen der alliierten Staats­männer sprach die Rücksicht auf ihr Parlament, Vrach die unsinnige Angst, das Gefüge der wahn- plnigen Paragraphen von Versailles auch nur pnzurühren. Alle menschlichen Worte, die auf dieser Konferenz gefallen sind, wurden sozusagen nebenbei gesprochen- Es ist unmöglich, mit den -lernen des Versailler Vertrages belastet, einen Weg zu gehen, der über den Sumpf politischer Phrasen zur Höhe der Verständigung zwischen »ernünftigen Menschen führt. Die Herren Alliier- bestanden auf dem Schein und sie waren in Een Fragen entschlossen darüber besteht nach den getroffenen Maßnahmen kein Zweifel mehr, ~ das furchtbare Spiel der Besetzung des pruhrgebiets zu spielen. Die Beurteilung der deutschen Haltung in der Kohlenfrage, in dieser achtbaren Lage ist nicht leicht und die Sachver- tändigen und die Außenminister werden sich ser Last der Verantwortung voll bewußt gewesen $n. Die Gründe, welche die deutsche Delegation «m Unterschrist des KohlenabkommenS bewogen haben, gehen zum Teil aus einer unten folgen­den Erklärung Dr. Simons hervor, sie werden aber erst nach Rückkehr der deutschen Regie- nrngsvertreter in aller Ausführlichkeit bekannt werden.

Dr Simons hat am Schluß der gestrigen Mung u. a. mit aller Entschiedenheit den festen Willen der deutschen Regierung, den Friedens- Vertrag zur Ausführung zu bringen, betont. Weber diesen festen Willen besteht trotz Leug- "ung der U. S. P. kein Zweifel. Wir werden pfeift das Aeußerste tun, um die 2 Millionen Tonnen» monatlich zu liefern. Aber wir müssen endlich vor neuen Drohungen und Erpressungen schützt sein. Wenn die Kohlenförderung sich nicht steigern läßt, weil die durch Unterernäh- Ma geschwächten Bergarbeiter einfach Ueber-

menschliches nicht leisten können, so ist auch dies erneute Nachgeben Deutschlands ein Fehlschlag gewesen.

Dr. Simons über die Schlußsii-nng.

Dr- Simons äußerte sich Pressevertretern gegenüber über den Verlauf der Schlußsitzung, daß es ein gewaltiges Ringen gegeben habe. Die Alliierten versuchten ihre sieben Punkte einschließ­lich der militärischen Einmarschklausel mit allen Mitteln zu verteidigen. Aber es ist der deutschen Delegation nach stundenlangem Kampf gelungen, diese lebensgefährliche, Deutschland auf Schritt und Tritt bedrohende Klausel aus dem Vertrag über die wirtschaftlichen Grundfragen hinauszu- drängen. Darin liegt ein großer politischer und noch größerer moralischer Erfolg der deutschen Delegation. Es ist auch von großem praktischen Wert, daß inbezug auf die oberschlesische Kohlen­frage, in der zwar Deutschland nicht das erreicht hat, was es zu erreichen wünschte, eine Bindung der Konferenz in einer von Herrn Lloyd George klar formulierten Deutschland günstigen Weise erzielt werden konnte. Die deutschen Vertreter haben ihr Bestes getan, um die übrigen 6 Punkte des Kohlenabkommens im Sinne neu formulierter Abänderungsvorschläge abzuwandeln, aber sie stießen damit auf unüberwindlichen. Widerstand. Dr. Simons erblickt den Erfolg der Kohlen- debatte darin, daß Deutschland, wenn auch um einen teuren Preis, sich die Sicherheit vor einer neuen Invasion erkauft habe.

Sitzungsbericht.

Die gestrige Vollsitzung fand um 5 Uhr nach­mittags statt. Von der deutschen Delegation waren Reichskanzler Fehren Lach, Reichs- minister Dr. Simons und der bayerische Staatsrat Dr. v. Meinen anwesend. Reichs- daß die deutsche Regierung die gestrigen Vor­schläge in der Kohlenfrage eingehend besprochen habe und in drei Punkten Einwendungen mache: in der Finanzfrage, in der oberschlesischen Frage und in der Besetzungsfrage. In der Finanzfrage wünscht Deutschland, daß die angebotene Prämie von 5 Goldmark für die Tonne und der Vorschuß, der aus der Differenz zwischen deutschem Inlandspreis und Wölt- marktspreis für die Kohlenliefecung berechnet werde, nicht nur für die über Land gelieferte Kohle, sondern auch für die über See gelieferte bewMgt werde. In der oberschlesischen Frage besteht die deutsche Regierung aus Ga­rantien, die ihr die Lieferung von Ostkohle für den Fall von Schwierigkeiten im Ruhrgebiet sichern. Zu § 7 (Einmarschklausel) konnte die deutsche Regierung ohne vorherige Befragung der gesetzgebenden Körperschaften ihre Zustimmung nicht geben. Sie schlug deshalb eine solche Fassung vor, daß diese Klausel nur eine Ausführung der im Annex 2 § 17 und 18 für den Fall vorsätzlicher Verzögerung der Re­parationslieferung vorgesehenen Bestrafung sei.

Die Alliierten zogen sich zu einer langen Be­ratung zurück und teilten schließlich mit, daß die deutschen Forderungen nicht angenommen wer­den könnten. Bei den über See gelieferten Koh­len sei ein Vorschuß und eine Prämie deshalb unmöglich, iveil Deutschland diese Kohle zum Weltmarktspreise auf ReparationSkonto gutge- schrieben würde, eine Vergütung über diesen Preis hinaus aber nicht möglich sei. In der oberschlesischen Frage erklärten die Alliierten, daß sie dieselben Absichten wie die deutsche Regie­rung hätten. Sie könnten zwar die Beschlüsse der vorgesehenen Kommission nicht vorherbestimmen, sie würden aber ihre Vertreter in der Kommission in dem eben erwähnten Sinne instruieren. Bei dem § 1 (Einmarschklausel) sei eine Abänderung unmöglich.

Nach Besprechung mit dem Reichskanzler er­klärte Dr. Simons, er bitte um eine Unter­brechung der Sitzung, da die deutsche Delegation sich beraten müsse. Zu dieser Be­ratung wurden die Reichsminister Wirth. Dr. Hermes und Dc. Scholz und die Staatssekretäre Albert, v. Bergmann und Müller eilig hinzu­gerufen. Es fand sodann eine Kabinetts- s i tz u n g statt, die nach eingehender Besprechung zu dem Ergebnis kam, an folgenden zwei Punk­ten festzuhalten:

1. daß in der oberschlesischen Frage. eine Zusage in dem von Lloyd George geäußerten Sinne erfolge,

2. daß der § 7 des Vertrages Wegfälle.

Die Beschlüsse wurden von der Mehrheit deS Kabinetts gutgeheißen, da man die weltgeschicht­lichen Fortschritte der Besprechungen von Spa nicht an der Finanzfrage scheitern lassen wollte. In der oberschlesischen Frage erklärten die Alliierten, daß der deutschen Regierung nach Schluß der Sitzung ein bealaubiater Auszug aus

dem amtlichen Sitzungsprotokoll mit den Er­klärungen von Lloyd George übergeben werden würde, wodurch die deutschen Bedenken wohl zerstört seien. Hinsichtlich des Paragraphen 7 schienen sie jedoch keine Nachgiebigkeit zu zeigen, sondern versuchten es immer und immer wieder, durch die militärischen Drohungen die deutschen Unterschriften zu erzwingen.

Dir Vollsitzung trat dann wieder zusammen und es sprachen nacheinander Ministerpräsident Millerand, Prenrierminister Lloyd Ge­orge, Außenminister Graf S f o r z a und Botschafter C h i n d a. Ministerpräsident Mille- rand erklärte, die deutsche Regierung habe an­scheinend noch immer nicht verstanden, daß es der unbeugsame Wille Frankreichs sei, die Erfüllung desFriedensver- träges unter allen Umständen sicher zu stellen. Premierminister Lloyd George erklärte, er be­greife nicht den deutschen Widerstand gegen die Unterzeichnung der Einmarschklausel. Er könne nur annehmen, daß die deutsche Regierung hier unter Einflüssen von außen stehe, ja es seien anscheinend Bestrebungen von deutscher Seite im Gange gewesen, denen an einer Besetzung des Ruhrgebietes durch die Alliierten gelegen sei.

Reichsminister Dr. Simons erwidertein einer längeren Rede. Er betonte mit der größ­ten Entschiedenheit den f e st e n Willen der deutsche« Regierung, den Friedensver­trag zur Ausführung zu bringen. Deutschland wisse wohl, daß die Gegner die Macht hätten, die Durchführung des Vertrages zu erzwingen. Unv sowenizer verstehe man deutscherseits die Droh­ung der militärischen Maßnahmen. Die deutsche Regierung kenne keine Einflüsse von außen, außer einem: der d eutschen öffentlichen Meinung. Jeder neue Fall, in dem man die

Nemoruna unter Drobuna mit mili­tärischen Zwangsmaßnahmen zu einer Unter­schrist zwinge, mache ihr die Unterschrift für das nächste Mal schwerer.

Ministerpräsident De l a c r o i x machte daraus den Vorschlag, die Reparationsfrage nicht mehr zu beraten, sondern sie auf einer neuen Kon­ferenz, die in diesen Wochen in Genf zusammen- treten soll, zu regeln- Der Vorschlag wurde an­genommen. Ministerpräsident Delacroix schloß darauf mit einer längeren Rede die Konferenz.

Kurz nach 8 Uhr fand dann die Unter- zeichnung des Protokolls in der Kohlenfrage statt. Von der deutschen Re­gierung leisteten Reichskanzler Fehrenbach und Reichsminister Dr. Simons die Unterschrift mit dem Hinzufügen der in solchen Fällen, üblichen diplomatischen Formel wegen der Einmarsch- klausel des Paragraphen 7fous cescrve de l'article sept".

Die oberschlesische Kohle.

Ueber die Verteilung der oberschlesischen Kohle soll lautVorwärts" eine für Deutschland günstige Regelung dadurch erzielt worden sein, daß es ein festes Quantum von 1^ Millionen Tonnen zugesichert erhalten habe. Der deutsche Anteil an der oberstl)lesisck/en Kohle habe im vorigen Monat 1357 WO Tonnen betragen. Durch diese Regelung sei eine der schlimmsten Folgen der 2 Millionen-Lieferung zum Teil be­hoben worden.

1% Milliarden für LebenSmitteL.

WB. Paris. 16. Juli. Der Korrespondent des Journal" berechnet die <summe, die Deutsch­land für Nahrungsmittel- und Rohmaterialien­bezug aufgrund des Kohlenabkommens bewilligt werde, auf etwa 1t- Milliarden, die sich nach einem Spezialabkommen der Alliierten unter­einander wie folgt verteilen: Frankreich 62 Pro­zent, England 22 Prozent und Belgien und Italic 8 Prozent.

Abreise der deutschen Delegatio».

Wie die Morgenblätter aus Spa melden, werden die deutschen und alliierten*Delegationen im 'Laufe des Samstag von Spa abreisen. Stiunes und Wiedseid sind bereits am Freitag vor der Unterzeichnung des Kohlenabkommens abgereist. DerVorwärts" erblickt in dieser Ab- reife eine Demonstration und sagt, daß diese Herren als Vertreter des unnachgiebigen Stand­punktes mit der vorzeitigen Abreise die Verant­wortung für die Unterzeichnung ablehnen wollten.

WB. Sva. 17. Juli. Reichskanzler Fehren­bach wird Spa heute vormittag im Automobil verlassen unb nach Köln fahren, von wo er nach Berlin weiterfährt. Die englische Delegation wird um 12 Uhr mittags abfahren und sich in Ostende einschiffen. Die französischen, italienischen und japanischen Delegationen werden um 11 Uhr von Spa abreisen und in Paris eintreffen.

Frankreich ist zufrieden.

Der französische Minister Le Trocquer erklärte in einer Unterredung mit einem Jour- nafiften, daß Frankreich Grund habe, ntü den letzten Vereinbarungen der Alliierten zu­frieden zu sein. Es ergebe sich daraus, daß Frankeich 1600 000 Tonnen Kohlen pro MonÄ erhalten solle, Italien 250 000 Tonnen und Belgien den Rest. Das Kohlendefizit, das gegen­wärtig für Frankeich bestehe, werde auf diese Weise auf 6 Millionen Tonnen im Jichre zurück, gebracht.

Ein deutsches Manneswort.

Als echter deutscher Mann trat der um da- Deutschtum in der Nordmark hochverdiente Pastor Schmidt-Wodder dem dänische«^ König entgegen. Er richtete am Tage des Königsbe­suchs in Tondern folgenden Aufruf an^ihn:

An Seine Majestät deß König von DänemarA Eure Majestät haben den Jubel einer Bevölke« rung gesehen, die auf den heutigen Tag gehofft hat durch manches Jahrzehnt und nun die Er­füllung ihrer Hoffnung feiert. Eure Majestät haben nicht gesehen, wie schwer dieser, Tag all den Deutschen wird, die durch die gleiche Ent- schcidnng von ihrem Mutterstaat getrennt,, _ir der Lebensgemeinschaft mit ihrem Volk geftör sind, und ihren Staat und ihr Volk so liek hatten wie nur je ein Däne das, seine. Wir ver, trauen darauf, daß ein König _ den Freimut seiner neuen Untertanen höher schätzt, als einen fairen Schein oder einen schwächlichen Ge­sinnungswechsel. Darum soll das unsre Huldi­gung sein am heutigen Tag, daß wir Eurer Majestät in aller Ehrerbietung als auftechte deutsche Männer, als keue, deutsche Frauen zu erkennen geben: Diese Liebe in unserm K erzen stirbt nicht. Auch hier in Ton-. oe-m wird wohl NW^s M SrjMimmg treten »ea dem, was uns das Herz schwerer macht, als drese kurzen Worte. Es soll uns das Herz leichter machen, indem wir es offen aussprechen: Hier in Tondern, das wir nie anders kannkn als eine deutscheStadt, werden wir nich i weniger treu sein, als Eure MajestA es der heute so glücklichen dänischen Bevölkerung Nordschleswigs nachgenihmt haben. Mr hoffen auf den Tag, wo wir neu entscheiden werden über unser staatliches Geschick, frei von dem Zwang der en bloe-Abstimmung, frei von dem Zwang des Friedensverkags. erbnubt» Wodder.

Eine Warnung.

Morel, ein hervorragender Führer b« englischen Friedensbewegung, der sich besonders durch sein freimütiges Auftreten gegen die Verwendung von Negertruppen in Deutichtanr verdient gemacht hat, ist dieser Lage m Berlin gewesen. Er und sein Begleiter, em bekannte, englischer Parlamentarier, behaupteten, m stießen in England auf große Schwierigkeiten bei der Verfolgung ihres Zieles eine Revision des Friedeusoertrages Herbeizufuhren und em» neue internationale Ordnung in Europa zu be­gründen, infolge des Umstandes, daß gemOI< politische Richtungen in Deutschland jede Ge­legenheit ergreifen, um , Deutschland als de» allein Schuldigen am Kriege hmzustellem Dies, Haltung müsse die Wirkung haben, daß; in« Anstrengungen der englischen Arbeiterschaft, Deutschland Gerechtigkeit zu ^verschaffen, ge, schwächt werden. Bei weiterer Fortdauer tormt« sie sogar die englischen Arbeiter veranlassen, kein weiteres Jntorepe mehr an Deutschland- Wiederaufbau zu nehmen. Die Theorie not Deutschlands alleiniger Kriegsschuld könne, ab. gesehen davon, daß sie^^ geschichtlich ganz uw richtig sei, nur dazu mithelfen, die imperiakuiche« Pläne der verbündeten Regierungen zu l-auen und diese zu ermutigen, noch weiter ein Volk zu demütigen, das sich im Staube der Selbstverurteilung wohlfuhlt.

AebeearSsik im Bergbau.

WB. GelskUkiechen, 16. Juli.. Der R«chsv-L band teutscher Bergb-m-Angestellten erörterte au fernen Lczirkstag in Gelienkirchen auch die Frage der Ueber arfirir im Bergbau. Es wurde eine Entichlreyun, mettereS Verfahren von Ueber,cylchtm wlgendc Be L ungcn-1 Freilassung des Ucvcrsw.chtengeldes v°, jeglicher Besteuerung; 2. Ueberwersung eines Iv missen Betrages aus dem VirkaufSpreis der Kohle, an die Kiiappschaitskasse zwecks Aufbesserung,der klag liehen Pensionen; 3. Sichcrstcllring einer hegeren Le nähr U«fl. insbesondere bc,sere Belieterung uu gesundheitlich einwandfreiem Brot. Mit dreier Eu, «dlieäung befinden wir uns tu vollster Uebereinstiinmuld mit den nnterstellteu Bergarbeitern und knüpfen hier« die feste Erwartung, an maßgebender stelle gegor ^^ zu werden.

(Weitere politische Nachrichten auf Seite 4.M \