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Ei»rück«»g»S e-ü b t:Die Saesv.Kolon^zeileob. hertn Kaum 1. Mk, die 4geip. Zeile t. Reklame» teua.--$IL25%Teueruneszukckl. Offertgedübr 30 Pfa. B es »las »reis: Vierteljährlich 12.90 Mk^ monatl. 4.M Mk» für Postbezug vierteljährig 12.90 Mark. monatl. 4.30 Mk. Die Nummer 20JBfß.

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Amtliches Organ für ElaSl- und Landkreis Lamm

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Nr. 159 Freitag den 8. Juli 1929

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Das Neueste.

Dr« Entscheidung über die Entwaffnungs- waHe wird heute in Spa fallen.

Die Maische Regierung hat Littaven als «abhängigen Staat anerkannt.

Wie derTemps" aus Melbourne meldet, be­schloß der australische Seemannsbund die Orga- »istltio-nen der Seeleute aller Länder aufzufordern, tos der Konferenz die Haltung der Seeleute in den künftigen Kriegen festzustellen. Man will künftige Kriege dadurch unmöglich machen, daß evenÜ. die Bemannung der Schiffe verweigert wirb

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Sar-iners Urteil über DeutschlanZ

3m letzten Aufsatz seiner Artikelserie über Dentschland zieht der Thefredatteur der ^vaily News", A. E. Gardiner, die Schluß­folgerungen, die sich aus diesen Untersuchungen ergeben und schreibt:

Die Franzose« hatten zweierlei Ziele, Me W miteinander nicht vereinigen lassen. Das erste war, Deutschland zu zermalmen und in Stücke zu brachen, es mit einemSanitätskordon" von Fänden zu umgeben und ihm die Quellen seiner Macht und seiner industriellen Lebens zu H^|Q^tte Das zweite Ziel war, bon Deutschland ungezählte Milliarden zu erlangen. Deutschland sollte erst zerstövt werden und dann bezahlen. Aber nicht allein Deutschland sollte zermalmt werden. Frankreich hatte vor dem Kci-ege große Summen in Rußland angelegt und die russische Wevvlutivn sollte diese Gelder gefährden.

den denn lange vor Kriegsende die Staats-

ie für di

e o r g e un mit englischem Geld und englischen Waffen Krieg gegen das republikanische Rußland geführt.

Das von der französischen Politik zur Ver­nichtung Rußlands auf der einen und Deutsch­lands auf der arideren Seite angewandte Instru­ment ist Polen. Diese unternehmende Macht ist unter Leitung französischer Generale in ein groß« militärisches Gibraltar verwandelt »orden, um nach Osten hin Rußland und nach Westen hin Deutschland niederzuhalten- Frank­reichs Felder sind verwüstet, sein Bankerott ist unsagbar, aber er hat Geld im Ueberfluß für militärische Raubzüge in Rußland und wird keinen Mangel an Geld haben, wenn die fran­zösische Politft er für gut findet, daß es sich gegen das entwaffnete Deutschland wendet. Gerade jetzt ist Frankreich, wie ich bei meinen Untersuchungen festgestellt habe, dabei, eine ge- waltige Propaganda in O b e r s ch l e s i e n zu treiben, damit dieses Kohlengebiet sicher an Polen fallen möge, um so die wirtschaftliche Schling« um Deutschland enger zu schnüren.

Diese Deutschland gegenüber verhängnisvolle Politik der militärischen Einkreisung "und der wirtschaftlichen Erdrosselung einerseits und unbe­grenzter finanzieller Ansprüche andererseits hat Europa zum Verderben gereicht. Zur Hälfte liegt es in Trümmern. Der Rest wankt, und wenn das geborstene Mittelstück zusammenbricht, wird der Ruin vollständig sein und Frankreich . ^p Katastrophe nicht lange über» l e b c u.

Vielleicht ist es schon zu spät, die finanzielle Katastrophe zu vermeiden. Aber wenn es noch Zeit ist, dann gibt es nur ein Allheilmittel. Die sranzösische Politik, die Europa in Seine jetzige Lage gebracht hat, muß vollständig In ihr Gegenteil verwandelt werden. Die Dik- tatur über Europa muß den Händen Fachs ent= ragen werden und die Politik, die ^or 18 Mo- «aten durch Paris hätte eingeleitet werden sollen, nuß in Spa zur vollen Geltung gebracht werden. * ' Diese Konferenz bietet Europa die letzte RettungsMöglichkeit. Ein ganz neuer Geist muß ;ur Herrschaft kommen. Die Zeit des Auflegens 1 am ög lich er S e b in gungen an den Feind ist vorüber. Deutschland muß als Sch u l b= ner behandelt werden, seine Verbindlichkeiten müssen festgesetzt werden, nicht entsprechend den rhetorischen Phantasien von Demagogen, die nach ihren Wählern schielen, sondern auf Grund sachkundiger Untersuchungen entsprechend der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage des Schuldners.

Aber Spa ist nur ein Anfang. Viel wichtigere Dinge müssen erreicht werden. Der Oberste Rat hat schon zu lange gelebt. Diese Gruppe unver­antwortlicher Männer, die Europa dauernd in Flammen hält, ist keine Vertretung der europäischen Demokratie. Der Oberste Rat ist nichts weiter mehr als ein Organ, das die Dekrete des Marschalls Fach aus führt, wobei

Churchill die Kanonen, Llohd George den künstlichen Nebel, B o n a r L a w die De­mentis liefert. Der Oberste Rat ist eine Belei­digung für England und eine Gefahr für die Welt. An feine Stelle muß ein R a t E u r o p a s treten, ein Rat, worin Gleichberechtigte für ihre gemeinsame Rettung arbeiten. Die Tä­tigkeit dieses Rates muß mit der des Völker­bundes verschmolzen werden. Wenn die frans zöfische Politik aufgegeben wird, dann wird der Völkerbund automatisch auf den Plan treten, und nur durch den Völkerbund kann der Friede der Welt gesichert werden. Wenn das erreicht wird, dann wird das Scheitern von W i l s o n s Po­litik in Paris später nur noch als fürchterliche, aber zeitliche Verirrung der Staatsmänner in Erinnerung fortleben, wodurch schließlich der Triumph der Vernunft nicht verdunkelt wird. Aber und das ist das letzte Wort, das ich von der Beobachtung der Tragödie Mitteleuropas mitbringe Amerika darf seine Hilfe nicht verweigern, es muß seinen Anteil an den: großen Befreiungswerk der Menschheit übernehmen, das doch in Amerika seinen Anfang genommen hat.

Die Konferenz von Spa.

WB. Spa, 8. Juli. Der oberste interalliierte Rat versammelte sich heute vormittag um 11 Uhr in der Villa de la Pronouse zur Entgegennahme des Berichtes der militärischen Experten über die Entwaffnungsvorschläge, wie sie gestern von der deutschen Delegation gemacht wur­den. Um 12 Uhr mittags sprachen die deutschen Dälegiecten ihrerseits in der Villa ein, auf wel­chen Zeitpunkt sie gestern eingeladen worden waren. Der Vorsitzende Delacroix ließ sie wissen, daß die Sitzung der Konferenz auf nachmittags t den Alliierten

Die deutschen Delegierten zogen sich darauf zurück.

Nach der Abfahrt der deutschen Delegierten wurden die Beratungen unter den Alliierten fort­gesetzt, um zu einer Verständigung über die Schriften und die Bedingungen zu kommen, die Deuffchland für die Vernichtung des Materials und die Herabsetzung der Truppenbestände ge- stellt werden sollen. Die Experten, unter denen Frankreich durch General Rollet und Deutschland durch General v. Seeckt ver­treten waren, Berieten\ gestern lange zur Ver- gleichung der vom deutschen Generalstab und den beiden alliierten Delegierten eingebrachten Zah­len über das zu vernichtende oder auszuliefernde Material. Es erfolgte eine Einigung in dem Sinne, daß die Zerstörung von 14 000 Geschützen, 5000 Maschinengewehren und 750 000 Hand­waffen als erfolgt anerkannt wird. Dagegen wei­gerten sich die Alliierten, den deutschen Ziffern bezüglich des nvch zu vernichtenden Materials zuzustimmen, da man fortwährend noch weitere Vorräte aufdecke. Man weiß so, daß mindestens die Hälfte des deutschen Material noch nicht

Die Sitzung

wurde dann nachmittags ^4 Uhr int Schlöffe de la Pronouse eröffnet. Llohd George teilte so­fort im Namen der Alliierten mit, daß, sofern Deutschland sofort zur Entwaffnung der Einwohnerwehren und der Si­cherheitspolizei schreite, ihm für die Herabsetzung der Heeresstärke auf 100 000 Mann

eine Frist von sechs Monaten zugebilligt worden sei.

Die Herabsetzung des Heeres habe in zwei Raten, bis zum 1. Oktober 1920 auf 150 000 Mann, bis zum 1. Januar 1921 auf 100 000 Mann stattzufinden.

Minister Dr. Simons Betonte, daß eine so bedingte Fristverlängerung eine einseitige Auflage der Entente darstellen würde, nicht ein Abkommen unter den verhandelnden Parteien.

Llohd George entgegnete, daß die Alliier­ten darauf beständen, daß wir das Protokoll für diese Mmachungen annehmen. Demgegenüber erklärte Minister Dr. Simons, daß wir das nicht tun könnten, ohne vorher eingehend über die Angelegenheit, b era te n zu haben.

Die Konferenz wurde daraufhin um 5 Uhr nachnnttUhs auf Freitag mittag 11 Uhr vertagt. Die Mitglieder der deutschen Delegation sind sofort nach der Rückkehr von der Konferenz zu einer Besprechung zusammengetreten. Daran anschließend fand eine K ab inetts sitz ung statt, die über eine Stunde währte. Die Regie­rung hat sich sofort mit den in Berlin weilenden Mitgliedern des Kabinetts, mit dem Reichsprä­sidenten, mit den Führern der politischen Par­teien und mit dem Reichstag in Verbin­dung gesetzt.

Me in der gestrigen Sitzung als Ergeb­nis der Beratung der Alliierten übergebene

Erklärung

hat folgenden Wortlaut:

Unter der Bedingung, daß Deuffchland

a) sofort zur Entwaffnung her Ein­wohnerwehren und der Sicherheitspolizei schreitet,

b) eine Bekanntmachung veröffentlicht, in bet die sofortige Ablieferung der Waf­fen gefordert wird, die in den Händen der Zivilbevölkerung sind und welche im Falle der Zuwiderhandlung wirffame Strafen vorsieht (im Falle, daß die Befuzniffe, die die Regierung kraft Gesetzes hat, nach dieser Richtung hin un­genügend sein sollten, müssen unverzüglich gesetz­geberische Maßnahmen geschaffen werden, die die Befugniffe der vollziehenden Gewalt auf die­sem Gebiet verstärkt),

c) sofort alle die Maßnahmen in Angriff nimmt und ergreift, die notwendig sind, um die allgemeine Wehrpflicht abzu- schaffen und um das Heer auf der Grundlage der langfristigen Dienstzeit aufzubauen, so wie es im Friedensvertrag vorgesehen ist;

d) den Alliierten alle in ihrem Besitz befind­lichen Waffen und alles Kriegsmate­rial, das über die im Vertrag zugelassene Menge hinausgeht, zum Zwecke der Zerstörung ausliefert und den Alliierten bei der Zerstörung behilflich ist;

e) die Anwendung derjenigen Bestimmungen des Friedensvertrages über die S e e ma ch t wie über die Luftfahrt sichefftellt, die noch keine Ausführung gefunden haben,

erklären sich die Alliierten damit einberftanben, er Minderung

sehen ist, bis zum 1. Oktober zu verlängern, u diesem Zeitpunkt muß das Heer auf 150 000 Mann beschränkt sein und höchstens 10 Reichs­wehrbrigaden umfassen. Die Alliierten erklären sich weiter mit einer zweiten am 1- Januar 1921 ablaufenden Frist einverstanden. Zu diesem Zeit­punkt muß die Ermäßigung der Streitfröfte auf 100 000 Mann genau in der Zusammensetzung und der Organisation, wie im Friedensvertrag vorgesehen, vollendet sein.

2. die deutsche Regierung zu ermächtigen, in der neutralen Zone bis zum 1. Oktober diejenigen Streitkräfte zu unterhalten, deren Zahl der interalliierte militärische . Hebers wachungsausschuß ihr bekanntgeben wird, um an der Sammlung der Waffen teilzunehmen,

3. alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Waffenschmuggel aus dem be­setzten Gebiet nach anderen Teilen Deutschlands zu verhindern.

Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt vor dem 1. Januar 1921 die alliierten Uüberwach ungs aus- schüsse in Deutschland fcftffeüen, daß die Be­dingungen der gegenwärtigen Vereinbarung nicht loyal ausgefiihrt werden, z. B. wenn am 1. Sep­tember die vorgesehenen Verwaltungs- und^ ge­setzgeberischen Maßnahmen nicht ^ergriffen sind, nicht in weitgehendem Maße veröffentlicht wor­den sind, wenn die Zefftörung und Auslieferung des KriegKgeräts nicht normal ihren Fortgang nehmen, wenn am 1. Oktober das deutsche Heer nicht auf eine Ziffer von 150 000 Mann be­schränkt ist und böchstens 10 Reichswehrbr!gaben umfaßt, werden die Alliierten zur B e s e tz u n g eines neuen Teils des deutschen Gebiets schreiten, sei es das Ruhrgebiet, Jet es jeden anderen Gebiets, und werben dieses Gebiet esst an dem Tage räume n,_ wenn alle Bedingungen der gegenwärtigen Vereinbarungen restlos erfüllt werden.

Presfestimmen.

Die Blätter sehen die Wendung, welche r Verhandlungen in Spa genommen haben, als sehr ernst an. DerBerl. Lokalanz.« erblickt in den borgelegten Forderungen im Zusammen­hang mit den angedrohten Strafbeftimmungen eine Wiederholung der Diktatur von Versailles. Das ^Berl. Tagebl." meint, das Diktat sei in einer un erh ö rt sch w eren Form erfolgt. Mit der Nichtunterzeichnung würde sich Deutschland in eine sehr große Ge­fahr bcgeben, denn es müßte dann mit dem Verlust des Ruhrgebiets gerechnet werden. DerVorwärts" betrachtet als den schwersten Teil der Fordeungen die Entwaffnung der Sicherheitspolizei. So schwer aber auch gewisse Verpflichtungen sein möchten, die uns die Alliier­ten auferlegten- so dürfte doch die Konferenz an ihnen n icht sch eiler.n. DieDeutsche Tageszeitung" sagt, es zeige sich, daß die ieind-

lichen Vertreter große Eile hatten. Ein eiliger Behandeln der deutschen Lebensfragen in Spa laufe den deutschen Interessen durchaus zuwider.

Uebereinkommen. Zugeständnisse.

WK Spa. 9. Juli- Wie der Sonderbericht­erstatter der Entente, Havas, glaubt witterten zu können, wird die deutsche Delegation wahrschein­lich heute das Uebereinkommen unter­zeichnen. Fehrenbach und Simons hätten bei einer Unterredung mit dem Generalsekretär bee Konferenz erklärt, daß die Drohung, neue Ge­biete zu besetzen, eine Aenderung der Bestim­mungen des Friedensvertrages bedeute und be­fürchten ließe, daß auf Grund dieses Präsiden^, sattes ihnen in Zukunft neue Bestimmungen zur Ausführung des Vertrages auferlegt würden Deinentsprechend sei offiziell vereinbart worden, eine formelle Uebereinkunst vorzunehmen, beten Inhalt selbstverständlich aufrechterhalten bleibe. Diese Uebereinkunft werde dem Versailler Ver­träge angegliedert werden. Unter diesen Umstäw- den wird die deutsche Delegation das Ueber­einkommen heute unterzeichne». Nach einer Depesche desEcho de Paris" au® Spa werden Deutschland bezüglich der mititäd» schen Klauseln des Friedensvertrages

folgende Zugeständnisse gemacht, die die Mitteilungen über die getroffn neu Entscheidungen vervollständigen:

1. Nicht eingeschloffen sind die 4000 Offiziere, die durch den Vertrag genehmigt sind;

2. nicht eingeschloffen sind ferner die ge* nannten 4000 Offiziere und 750 Verwaltung- Offiziere;

3- Deutschland kann eine Reserve von 5MH

die Verluste auszugleichen, die durch eventl. innere Kämpfe entstehen können;

4. eine geringfügige Erhöhung der Zahl des Maschinengewehre, sodaß alle Formationen in der Lage sind, sich zu verteidigen.

Deutschland hatte außerdem ein 5. unb_& Zugeständnis verlangt zur Regelung der Waffen und Munition, derart, daß alle Formationen, mit Waffen versehen, einen Angriff zurückweisen könnten; ferner die Wiederherstellung einer kur­zen Militärdienstzeit mit der Garantie, daß man diese Vergünstigung nicht mißbrauche a werde, um eine ganze Anzahl Deutscher militärisch auSs zubilden. Diese beiden letzten Verlangen sind nicht gewährt tootben, andererseits erhielt Deutschland das Recht, vorübergehend

in der »eutrUen Zone 10 Bataillone, 5 Schnur* dronen und eine Batterie zu unterhalten.

Es ist aber sehr wahrscheinlich, daß die Antwort der befragten Berliner Stellen diese Disposi­tionen ändern kann. Wenn das autrifft, so ist der Wert, der von Millerand befürworteten Me­thode gewesen mid die Alliierten würden dann das richtige getroffen haben.

Nach der Entwaffnungsftage wird die Kon» ferenzan die Frage der Kohlenlieferu ng an die Frage der Bestrafung und an die Frage der Wiedergutmachung heran­treten. Der Betrag der Wiedecgutmachungs- summe wird bis in die kleinste Einzelheit festge­legt. Millerand wird Spa spätestens Montag abend berlassen.

Neue Besetzungen?

Paris, 8. Juli- Die französische und eng* lisch» Presse bestätigen, daß die verbündeten Truppen im besetzten Gebiet den Befehl erhalten haben sollen, den Rhein zu überschreiten, falls in der Entwaffnungsftage keine Einigung zu­stande kommen würde. Der Vormarsch der Alliier­ten sei auf d^n 10. Juli angesetzt, und die Vor­bereitungen für ihncien bereits getroffen. Sollte die gefährliche Klippe der Abrüstung?« frage glücklich umschifft werden, so dürfte auch die Frage der Wiedergutmachung und die Koh. lenfrage noch im Laufe der nächsten Woche ge­regelt werden. Die Konferenz würde sich wahr­scheinlich Sonntag ober Montag auflösen. Dem .Jutreusigeant" zufolge haben die Verbändebea den Beschluß gefaßt, ihr Uebereinkommen in d« Frage der Verteilung der deutschen Entschabi- gvng rechtskräftig zu machen, bevor die Frage der Wiedergutmachungen in Gegenwart der Deutschen angeschnitten wird. Ferner soll bon nun an jeder Beschluß der Verbündeten schrift­lich niedergelegt werden. DasJournal bei Debüts" schlägt vor.angesichts der noch nicht ab­geschlossenen finanziellen Beratungen mit ben Deutschen die internationale Finanzkonferenz M Brüssel auf den Herbst zu verschiebe».