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General-Anzsiger

AmMches Organ für ElaSl- mS Landkreis Saturn

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags

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Verlagsleitung: Ad. Inder« ühle. Verantwortlich: für volitischen und allgemeinen Teil i.V.:W.Moritz: für lokalen morovinriellen Teil sowie Svort W. Moritz: für Anreisen und Reklamen A. Stobt, alle in Hanau a.M. Rotationsdruckd.Waisenhausbuchdruckerei San« FernivrechanichlMe Nr. 1237 und 1238

Nr. 158

Donnerstag den 8. Juli

1920

Das Neueste.

Die Dotfchasterkonferenz unter dem Vorsitz Jules Eambon hielt gestern eine Sitzung ab. sie beschäftigte sich zunächst mit der Volksab­stimmung in Marienwerder und Allenstein. Die beiden Kommissionen an Ort und Stelle be- kamen die Vollmacht, alle Einzelfragen, die die Volk-abstimmung betreffen, zu regeln.

Die belgische Regierung hat noch 175 Rhein­schiffe unter Sequester, die deutschen Eigentümern gehören und beschlagnahmt waren. Jetzt ist beschloffen worden, die Schiffe vorläufig nicht zu verlaufen, sondern sie sollen von der Re- giemng selbst zeitweise oerchartert werden und auch für Staatszwecke Verwendung finden.

Aus London wird ein großer Sieg Wrangels über die Bolschewisten gemeldet.

Bei den Wahlen zum Folkething hat das dänische Kabinett einen Sitz gewonnen.

Zwischen italienischen und griechischen Truppen ist es bei Smyrna zu einem blutigen Zusammen­stoß gekommen.

Das ungarische Kabinett ist zurückgetreten.

Einer Privatmeldung aus Konstantinopel zufolge, hat Mustafa Kemal Pascha die Ee- neralmobilisation aller wehrfähigen Männer ohne Unterschied der Religion angeordnet.

Wie aus den Kreisen der Konferenz verlau­tet, ist die Lage in Spa nicht unbedenklich. In Kreisen, die den deutschen Interessen wohlwollend gegenüberstehen, weist man darauf hin, daß es ein taktischer Fehler gewesen sei» den Reichswehr- minister nicht sofort auf die Konferenz mitzu- bringen. Deutschland sei deshalb nicht schuldlos an der gereizten Stimmung, die die Abwesen­heit Dr. Geßlers unter b*t Ententevertretern hervorgerufen habe. Trotzdem druckt man die Hoffnung aus, daß es der Initiative Fehrenbachs gelingen werde, die gegenwärtige Mißstimmung zu beseitigen und die Verhandlungen in An­wesenheit der deutschen Staatsmänner zu Ende tu führen. Nach dem Eintreffen der Kohlen- sachverftändigen wirb sich das Plenum heute wohl mit der Frage därdeutschenKohlen- lieferungen befassen. Auch dieses Kapitel, soll in den Umrissen in einer einzigen Sitzung erledigt und dann voraussichtlich wiederum einer Kommission überwiesen werden. Hierdurch würde es möglich sein, am Freitag zu dem wichtigsten Abschnitt der Verhandlungen zu kommen, näm­lich zu dem Abschnitt der finanziellen und wirtschaftlichen Verpflich­tungen Deutschlands. Es ist anzuneh- men, daß auf beiden Seiten in dieser Frage feste Vorschläge vorhanden sind. Es ist nicht ausge­schlossen, daß die Deutschen zuerst das Wort er­halten und so Gelegenheit haben werden, ihr Programm zu entwickeln. Der alliierte Gegen­vorschlag wird aber zweifellos in der weiteren Diskussion auch dann eine Rolle spielen, wenn die 'deutschen Gegenvorschläge grundsätzlich als brauchbar anerkannt werden. Dieses Kapitel wird den Rest der noch verfügbaren Zeit vollauf in Anspruch nehmen. Es wird hoffentlich nicht nur der Gegenstand von Sitzungen des Plenums, sondern auch von ausführlichen Kommissionsbe- spnchungen und von inoffizieller Fühlungnahme sein. Nach ihr bleibt noch die Frage der Ab­urteilung derjenigen Deutschen übrig, die von der Entente im Kriege begangener Ver­brechen beschuldigt werben. Man muß an- nehmen, daß die Konferenz bis etwa Mitte nächster Woche dauern wird.

Die dritte Sitzung der Konferenz sond gestern nachmittag um K4 Uhr statt. Reichs­minister Simon« schilderte zunächst die Schwie­rigkeiten, die für Deutichrarrd mit der Forde­rung auf sofortige Ablieferung des HecreSmate- ria'ls und gleichzeitiger Herabsetzung der Trup- Henstärke verbunden seien, da wir. um das Ma- tertaf zu erlangen, im Notfälle Truppen _ein= scheu müßten und auf eine ausreichende Siche­rung unserer Produktion nur verzichten könnten, ^nn die wirtschaftlichen Vereinbarungen in Spa wnsjuiuiftneC und finanziell über die schwere Krisis dieses Sommers hinweghelfen. Trotzdem sollten wir, beut Wunsche Lloyd Georges ent- Iprecheird, bestimmte Daten und Zahlen über die Wateriallieieruna und LeeresvermindeWNL

geben. Mr hegten aber die Erwartung, daß die Alliierten bei den weiteren Verhandlungen Ver­ständnis für unsere wirtschaftliche Lage bewiesen, daß sie uns bei Unterdrückung des Waffen- schmuggels aus dem besetzten in das unbesetzte Gebiet beiftänden und daß sie insbesondere auf dem Abmarsch der Garnisonen aus der sogenann­ten neutralen Zone nicht bestünden, da andern­falls dort Revolten, zum mindesten aber schwere Beunruhigung der leitenden Jndustriekreise un­vermeidlich seien.

Darauf legte General v. Seeckt ausführlich den Plan wegen

Ablieferung des restlichen Heeresmaterials und der allmählichen Herabsetzung der Truppenstärke dar. Für ersteres gab er ein Jahr, für letzteres 1^ Jahre als Termin an. Er ging besonders auf die große Zahl der in Deutschland noch befindlichen Gewehre ein, von denen rechnungsmäßig noch beinahe drei Millio­nen abzuliefern seien und fast zwei Millionen keinen nachweisbaren Verbleib hätten. Die Ver­minderung der Reichswehr könne daher nur all­mählich erfolgen. Sie solle bis zum 1. September 1920 auf 190 000, bis 1. Januar 1921 auf 180 000, bis 1. April 1921 auf 160 000, bis 1. Juli 1921 auf 130 000 und schließlich bis 1. Oktober 1921 auf 100 000 Mann durch geführt werden. Entsprechend würden die Jnfanterie- brigadestäbe reguliert und gewisse Hilfsttuppen beschleunigt aufgelöst werden. Für eine beson­dere Besprechung der militärischen Sachverstän­digen meldete er noch eine Reihe von Wünschen zur leichteren Verwaltung des Truppenbestandes an, die weder zahlenmäßig noch 'grundsätzlich dem Friedensverttag widersprächen.

Lloyd George kritisierte die deutschen Bor­des Generals zeigten, wie berechtigt die tiefe Besorgnis der Alliierten vor dem gegenwärtigen militärischen Zustande Deutschlands sei, da jetzt über die im Friedensvertrag vorgeschriebene Zahl hinaus noch drei Millionen Bewaffnete sich im Lande befänden. Das bedeute eine beständige Bedrohung nicht nur der deutschen Regierung selbst, sondern aller Nachbarstaaten mit bolsche­wistischen Angriffen. Er begreife nicht, wie die deutsche Regierung daran denken könne, solche Zustände auch nur 5 Wochen geschweige denn 1X Jahre bei sich zu dulden. Sie solle jetzt eine Probe ihrer Macht geben. Die geforderte Ver­längerung d er Frist ginge weit über das notwendige Maß hinaus.

Im übrigen schlug Lloyd George vor, daß die militärischen Sachverständigen der beiden Par­teien sich über die im einzelnen abweichenden Ziffern bett, des Heeresmaterials sowie über die Durchführung der Klauseln bezüglich der Marine und Luftflotte sofort verständigen sollten und daß die Leiter der Alliierten Delegationen mit ihren militärischen Hauptsachverständigen die Vorschläge der deutschen Regierung beraten sollten. Morgen 12 Uhr würde dann die end­gültige Antwort auf die Vorschläge erteilt werden.

Nach einem Schlußwort des Ministers S i - mons, der für die Beratung der Alliierten Dislokationskarten für die Heeresstärke von 200 000 Mann und von 100 000 Mann übergab, wurde die Sitzung um 6.45 Uhr geschlossen und die nächste Sitzung auf Donnerstag mittag an- beraumt.

Na<b der Sitzung traten sofort die militä­rischen Sachverständigen zu der vorgeschlagenen und deutscherseits angenommenen Sonderbe- spcechung zusammen. Dabei wurde über die Ziffern des Heeresmaterials Einverständnis erzielt-

Wie das Wolfbüro von zuständiger Seite er­führt, sind die Beschlüsse, die General v. S e e ck t gestern als Plan in der Konferenz vorgeschlagen hat, von den hier anwesenden Kabinettsmitglie­dern und nach mehreren eingehenden Beratungen einstimmig gefaßt worden.

Reichskanzler Fehrenbach

konferierte gestern vormittag mit Simons und Dr. Gehler über die von den Alliierten ge­forderte genaue Beantwortung der in der En t- waffnungsfrage gestellten Anfragen. Die Diskussion war lange und lebhaft, da die Sach­verständigen ant geneigt schienen, eine Redak­tion zu prüfen. Es scheint, daß man im Gegen­teil auf Seiten der Regierung geneigt ist, Z u - g e st ä ndnisse zu machen. Es handelt sich nur darum, in welchem Maße. Hier muß sich, wie man in deutschen offiziellen Kreisen bemerkt, die 21 utorität bes Reicks kanrlerL reisen.

Die Entwaffnungssrage.

Jpu. Spa, 7. Juli. Von Teilnehmern der Konferenz wurde zur Entwaffnungs­frage mitgefeilt, daß die Alliierten sich ent­schlossen haben, zunächst diese Frage ganz nach ihren Entschlüssen abzuhandeln, ehe sie sich auf andere Angelegenheiten einlassen. Zeige Deutsch­land, daß es bereit ist, die Entwaffnung voll­ständig im Sinne der Entente vorzunehmen und auch die dauernde Konttolle dazu gestattet, dann erst wollen die Alliierten an dem Willen Deutsch­lands, den Friedensverttag auszuführen, nicht mehr zweifeln. Diese Probe aufs Exempel kann also wirttich die Gegensätze sofort ver­wischen. Wahrscheinlich wird aber Italien vor­schlagen, diese Frage zwischen Kommissionen weiter beraten zu lassen, damit die Konferenz andere Dinge besprechen kann. Zeigt sich, daß die Mehrheit dafür eintritt, dann dürfte der Boden für gegenseitige Verhandlungen geebnet sein.

Gerüchte über Befetzungsptäne.

P. Paris, 7. Juli. Wie Pariser Abendblätter melden, geht in den politischen Kreisen Lon - d o n s das Gerücht um, daß die f r a n z ö s i s ch e Regierung Vorbereitungen für die Wieder- Belebung Frankfurts und Um­gebung vom nächstenSamstagan trifft, da an diesem Tage die Frist zur Entwaffnung der Reichswehr abläuft, aber nicht durchgeführt sein werde.

Nach SA« berufen.

WfL Der preußische Minister des Innern, dem die Sicherheitspolizei untersteht, reiste gestern abend nach Spa ab.

WB. Spa, 7. Juli. Reichsjustizminister Dc. H e i n z e traf mit dem Reichsanwalt Richter hier ein, um über das Reichs gerichtsv erfahren gegen die sogenannten Kriegsverbrecher vor der Konferenz Auskunft zu geben. Außerdem wird Geheinrrat Schmied vom Reichsministe­rium des Innern hier erwartet.

Zur Teilnahme an den Beratungen über die K o h l e n f r a g e, die voraussichtlich alsbald be­ginnen werden, üyb von der deutschen Regierung als Sachverständige folgende Herren dringlich nach Spa gebeten worden: Hugo Stinnes, Geheimrat H i l g e r, Geheimrat A r n h o I d , Hülsen, H u £ und Reichskohlenkommissar und Generaldirektor Kongeter.

General L o r en d, der Vorsitzende der inter­alliierten Kommission in Oberschlesien, traf gestern abend 6 Uhr im Automobil hier ein. Der General wurde noch gestern abend von Millerand empfangen.

Gestern fand eine Besprechung der finan­ziellen Sachverständigen statt, die sich mit der italienischen Note befaßten. Die Chefs der alliierten Regierungen hatten heute früh eine längere Besprechung über die türkische Frage. Der französische Finanzmi­nister Ma c sa l ist heute früh aus Paris wieder hierher zurückgekehrt. Gestern hatten Lloyd George und M i l l e r a n d eine lange Unter­redung. Sie empfingen dann später Veni - s e l o s und besprachen sich längere Zeit mit ihm.

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WB. Spa, 7. Juli. Eine maßgebende franzö­sische Persönlichkeit erklärte einem Vertreter der Agentur Havas, es habe den Anschein, als ob auf der Konferenz in Spa nur die großen Richt­linien zur Lösung der Probleme ausgestellt wür­den. Die Einzelfragen kämen später zur Erledi­gung. Die Deutschen sähen nunmehr ein, daß sie keine Winkelzüge mehr machen könnten ange­sichts der geschlossenen Haltung der Alliierten zugunsten der Erfüllung des Friedensvertrages.

WB. Spa, 7- Juli. Pertinox meldet dem Echo de Paris": Wir haben im Laufe des gestrigen Tages neue Andeutungen erhalten können über die Vorschläge, die ohne Zweifel von den Deutschen bezüglich der Wiedergut­machungen gemacht werden. Sie _ werden verlangen, daß ein SachverständigenaussKuß.^ in dem die Deutschen gleichmäßig mit den Alliier­ten vertreten sein sgllen, ein System der Wieder­gutmachungen aufstellen soll, durch das Deutsch­land Zahlungen auferlegt würden, die seiner Wiederaustichtung entsprächen. Nur im äußer­sten Falle werden sie das Prinzip einer Mindest- jahresrate anerkennen. Die Vertagung der Sach­verständigengutachten bis zur Brüsseler Finanz- konferenz ist das angestrebte Ziel. Die Brüsseler Konferenz wird zweifellos auf Oktober vertagt werben. Pertinax betont, daß vor Beendigung der Besprechungen von Spa die Alliierten von neuem ihre Ansprüche feststellen würden, unter die sie nicht Heruntergingen.

WB. Spa, 7. Juli. WieSoir" meldet, be­schäftigten sich Marschall Foch und Marschall W i l s o « lebhaft mit den kürzlich en militärischen

Ereignissen anderpolnischenFront. Das Blatt glaubt zu wissen, daß Polen in Spa von den Alliierten keine Unterstützung und die Entsendung von Truppen, sondern hie Gut­sendung von Munition und Waffen erbitten werde. Nach den Morgenblättern sind dir Verhandlungen in der Frage der b e l g i s ch e n Priorität, die einen recht lebhaften Cha- ratter hatten, bisher zu keinem Ergebnis gekommen. In der belgischen Delegation bezwei­felt man, daß die Frage in Spa gelöst werden wirb. Man werde zweiftllos auseinandergehen, ohne sich über diesen Puntt verständigt zu haben.

WB. Spa, 7. Juli. Der Oberste Rat trat heute vormittag 11 Uhr zur Prüfung der von der türkischen Delegation überreichten Not« zusammen. Nachdem der Rat die Unmögli^ett fest gestellt hatte, den türkischen Vertrag in all« von der tückischen Regierung verlangten Punk­ten abzu ändern, da dieses Begehren alle wesent. lichen Punkte betreffe, beschloß der Rat, ein« Kommission politischer Sachverständiger unter Mitwirkung militärischer Sachverständiger mit der Ausarbeitung der Antwort auf die Bemer­kungen zu beauftragen. Die Antwort soll in einigen Punkten auf die begründeten Einwänd- der Türkei Rücksicht nehmen.

Was Wien un- Amerika sagt.

WB. Wien, 7. Juli. Die hohe Bedeutung, welche auch hier den Verhandlungen in Spa beigemessen wird, kommt in der Presse klar zum Ausdruck. Besonderes Interesse erregen die über­zeugenden Darlegungen in den Denkschriften über Deuffchlands wirtschaftliche Lage. Die Denk­schriften, schreibt dasDeutsche Volksblatt"» be­kräftigen auf das eindringlichste den von bei Reichsregierung vertretenen Standpunkt, daß in­folge der Fortsetzung der Blockade nach bett. Waffenstillstand und infolge bet ominö *; Fi­nanzpolitik der Entente gegen Deutschland sowie infolge der Defttmmungen des Versailler Der- träges die wirtschaftliche LH.stungSfähigkeit und Zahlungsfähigkeit Deutschlands derart herabge­drückt werden, daß einerseits das frühere An­gebot der Zahlung von hundert Milliarden Gold­mark nicht mehr aufrecht erhalten, andererseits die Zahlungsverpflichtung nur unter gewissen Voraussetzungen übernommen werden kann. Die Reichspost" sagt nach einer ausführlichen Wür­digung der Denkschriften: Wer dem Deutschen Reich den Glauben an die Zukunft und den langsamen Wiedecaufstieg nimmt, der begibt sich von vornherein jeder Hoffnung der Wiedergut­machung. Er ist vor allem auch sein eigener Feind, denn ohne ein zu geordneter Arbeit zu­rückgekehrtes Deuffchland gibt es keine Ruhe in Europa.

Zürich, 7. Juli. Von ihrem Korrespondenten in Spa erhält dieNeue Züricher Zeitung" fol­gende Meldung: Obschon die Vereinigten Staaten nicht an der Konferenz teilnahmen, wäre es falsch, deren Bedeutung zu verkennen. Wenn man in Spa zu einem Abkommen gelange, n^rbe Amerika bereit sein, Europa mittels einer Pcivatanleihe zu Hilfe zu kommen Im anderen Falle aber werde die Geneigthett dazu ab nehmen, weil das Verttauen in die wirt­schaftlich Zukunft Europas verschwinden würde. Lloyd George beachte das wohl und auch Belgien gebe sich darüber Rechenschaft.

Preußische Landesversammlung.

- Berlin, 7. IM.

Der Gesetzentwurf über die vorläufige Be» Handlung verschiedener fünfte des Gemeinde» beamtenrechts wird an die GemeindekommisNor verwiesen.

Die Gesetzentwürfe über die Durchführung des Staatsverttags über die UÜbertragung bei preußischen Staats bahnen aus das Reich und die Bereitstellung von Staatsmitteln zur Urbar, machung von staatlichen Mooren werden an den Hauptausschuß überwiesen.

In zweiter und dritter Beratung werden die Gesetzentwürfe betreffend die Bereitstellung neuer «Staatsmittel für den Ausbau von Wasserkräften des Reiches und der unteren Weser und des Ge- setzerrwurfes über die Mänderung des Gesetz­entwurfes über das Pfandleihgewerbe (Erhöhung der zulässigen Zinssätze auf 3 bezw. 2 Pfennig) angenommen.

Daraus setzt das Haus die

erste Beratung des Staatshaushaltsplanes fort. Abg. Dr. V. Richter (D. Dpt-): In Sp« handelt es sich um Sein oder Nichtsein des Va­terlandes. Ich lege daher Verwahrung ein gegen die Art, wie der Abg. Leid uns gestern der Entente denunziert hat, daß wir den Friedens- verttag nicht erfüllten. (Sehr richtig-) Vecwah^