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General-Anzeiger

AmMches Organ für Slaöl- und Landkreis Kanon

Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags

Verlagsleitung: Ad. Jndermuble. Verantwortlich: für volitischen und allgemeine« Teil i.V.:W.Moritz: für lokalen ».provinziellen Teil sowie Sport W. Moritz: für Änzeigenund - Reklamen A. Stobt, alle in Hanau a. Rotationsdruckd.Waisenbausbuchdruckerei j

Fernivrechanichlüsse dir. 1237 und

Nr. 148

Samstag den 20. Juni

1920

Das Neueste.

Die neue Regierung wird sich am Montag vor- sittag dem Reichstag vorstellen.

Der deutsche Geschäftsträger in Paris hat dem Sekretariat der Friedenskonferenz eine die Verlängerung ia RäumungSfrist der neutralen Zone betreffende M her deutschen Regierung überreicht.

Berlin steht wieder vor der Gefahr eines VerkehrS- ßreiks. Von den Arbeitern der Großen Berliner Straßenbahn wird die völlige Gleichstellung mit den Mischen Arbeitern gefordert.

Die Abstimmung in Oberschlesten soll nach polnischen Quellen im Oktober stattfinden.

Lord Miluer erklärte, daß das geraubte Deutsch- lPafrika in Zukunft Kenia-Kolonien heißen solle.

Siolitti hielt in der italienischen Kammer seine Programmrede, in der er u. a. auf die Einverleibung Wamen» verzichtete.

Das Kabine« der Mille.

- Hans«, 26. Jimi.

Eine amtliche Mitteilung gab in den vor­gerückteren Nachmittagsstmrden vom Freitag die neuen Minister bekannt. Auf Vorschlag des Reichskanzlers Fehrenbach erannte der Reichs- -rastdent folgende Herren:!

Reichsjustizminister u. Vizekanzler: H e i n z e, (D. Vpt.);

Reichsmini-ster des Auswärtigen: Simons (Dem.); ^

ReichSminister des Innern: Koch (Dem.); Reichsfinanzminister: Wirth (Zentt);

AaLs" -" öLramaSm in em.. H.: r^n^^Ztr.f: Reichspostmimster: G i e s b e r ts (Zentrist;' Reichsverkehrsminister: Grüner (Dem.);

Reichswehrmmister: Geßler (Dem.);

Reichswirtschaftsminister: Sch olz(D. Vpt.); Reichsschatzminister: Räumer (D- Vpt.).

Aus parlamentarischen Kreisen verlautet, daß das Reichsarbeitsministerium dem Zen- tlwnsmitglied Pfarrer Brauns angeboten werden dürfte, der Direktor des Katholischen Volksvereins in München-Gladbach ist und in 5er christlichen Arbeiterbewegung eine große VoLe spielt. Das Mederaufbauministerium soll gegebenenfalls mit dem Kommerzienrat B ö h m in München, dem Direktor der dortigen Deut­schen Bank, besetzt werden, der der Bayerischen Bolkspartei amgehört.

Das Kabinett Fehrenbach wird sich also zu- sammensetzea aus vier Zentrumsministern neben dem Reichskanzler, vier Volksparteilern und vier Demokraten. Die erste Kabinetts-Sitzung P auf heute Samstag morgen anberäumt.

Nach Mitteilungen des Regierungsvertreters im Aeltestenrat des Reichstags beabsichtigt der Reichskanzler am Montag 11 Uhr das neue Kabinett vorzustellen und eure programmatische Erklärung abzugeben. Am Montag nachmittag wird tu neuer Sitzung Gelegenheit zur Aus- strache gegeben, die wegen des katholischen Feiertäges am Dienstag erst am Mittivoch weitergeführt wird. Da endgültig feststeht, daß An 5. Juli die Verhandlungen in Spa begin­nen, sollen die Verhandlungen des Reichstags M® dahin abgeschlossen werden.

Preffeskimmen.

Zur Lösung der Kabinettskrise heißt es in derDeutschen Allgemeinen Z e 4 - lang": Eine Minderheitsregierung wird jetzt das Ruder führen. Sie wird es nur können durch eine geschickte und sachliche Politik, die ich von jeder Parteineigung fernhält. Sie hat dazu den festen Willen und sie rechnet dabei Arf die Mitarbeit aller Parteien, deren Wille es ist, Staat und Volk wieder den Weg nach aufwärts ^u führen.

Die Sozialdemokratie, die der Regierung öine gewisse Schonzeit zu bewilligen genötigt ist, wird, wie es imVorwärts" heißt, wahr- scheinlich bald mit ihr, namentlich mit ihrem rechten Flügel, im,Kampfe stehen. Dann werde ^ gelten, den verlorenen Einfluß wieder zu ge­winne« versuchen, was nur möglich sein werde, ^nn die Unabhängigen ihre Politik deszwi­schen zwei Stühlen sitzen" aufgeben und sich der parlamentarisch-demokratischen Methode der ^achtgewinnung bedienen lernen.

Die rechtsstehenden Blätter fassen die Lage ganzen sehr ernst auf. Umso fester, heißt es derDtsch. Tagesztg.", müssen Re- grerung und Volk auf dem Boden ihrer Rechte ^b der nationales Leboasnotwendicckeite»

stehen und umso kühler und mutiger den Dingen ins Auge sehen.

Die Konferenz von Spa ist, so schreibt die Deutsche Allgemeine Zeitung", auf den 5. Juli angesetzt. Wenige Tage stehen der neuen Regierung zur Verfügung, sich da­rüber klar zu werden, wie sie ihre Stellungnahme für diese schwerwiegende Besprechung im einzel­nen zu präcisieren habe. Niemand gibt sich der Erwartung hin, daß die Vorschläge der Der- Handlungsgegnsr diktiert sein werden von ir­gendwelcher Rücksichtnahme auf Deutschlands Lebensmöglichkeiten.

Gerüchle.

Aus Berlin wird unterm 25. Juni gedrahtet, daß der Reichswehrminister Geßler, infolge der Unnachgiebigst der Entente, den Bestand der Reichswehr auf 200 000 Mann zu belassen, die Verantwortung, die ihm sein Amt für die Ruhe und Sicherheit des Reiches auferlegt, nicht mehr tragen könne und zurückzutreten entschlos­sen fei.

Diese Gerüchte enthalten insofern ein Körn­chen Wahrheit, als Dr. Geßler mit einem Be­stand von 100 000 Mann nicht auskommen zu können glaubt und seinen ganzen Einfluß im Kabinett aufbietet, die Ententefordecung abzu- lehnen. Er hofft, daß angesichts der Lage in Deutschland, die jeden: klar vor Augen liegt, 8er sehen will, das letzte Wort noch nicht gesprochen' ist. In diesem Sinne wäre es also verfrüht/von einem Rücktritt Geßlers zu sprechen. Ebenso- tvenig kann selbstverständlich das Gegenteil be­hauptet werden. Alles wird von der Entwick­lung abhäugen, die diese Angelegenheit erfährt.

In derDeutschen Allgemeinen Zeitung" liest man: In Berlin steht man vor der Entscheidung über die^Möglichkeit

Reichswehr kleir^r werden soll, ist" kein^ein­faches, sondern ein doppeltes Minus. Nicht nur daß die Reichswehr diese 100 000 Blaun ver­liert, ein namhafter Teil dieses bisher staats- erhaltenden Elements wird,.von wirtschaftlicher Not und von Zwang getrieben, in das Lager des Widerstandes und der Unruhe übergehen. Die Entente will Ersatz schaffen in einer Polizei, die lokal oder regional organisiert sein soll. Die Erfahrung lehrt, daß solche Polizeimann- schaften überraschend schnell bodenständig wer­den, daß sie für Aktionen außerhalb ihres Be­zirks unbrauchbar sind. Die regionalen Polizeien sollen nach der Absicht des Verbandes anschei­nend nebeneinander stehen und so fehlt ihnen hie einheitliche Stütze. Alles in allem ist die Polizei kein Ersatz für die Reichswehr.

DieK c e u z z e i t u n g" schreibt unM der Ueberschrist:Sturmzeichen": Wir wundern uns, daß die Entente die unmittelbar bevor­stehende Gefahr einer Volschemisterung Deutsch­lands nicht klar erkennt, sie vielmehr durch die Forderung eines 100 000 Mann-Heeres sowie Auflösung der Sicherheitspolizei geradezu her- ausforderi.

Der Zug rmch rechts und links.

An der letzten Reichstagswahl ^aben sich,' wie jetzt feststeht, 951 358 Wähler weniger beteiligt als an der Wahl zur Deutschen Nationalver- sammlung. Der Verlust der Koalitionsparteien beträgt bei der S. P. D- 5 852 260, bei den De­mokraten 3 399.287, dem Zentrum 1271618, dem Bayerischen Bauernbund 56 288 Stimmen, so daß insgesamt der Verlust für diese Parteien 10 578 453 Stimmen, d. i. 48 v. H-, beträgt, denen ein Zuwachs nach rechts und links in der Höhe von 6 117 821 Stimmen gegenüberstellt. Diese Ziffern erfahren aber insofern eine Ver­änderung, als bei der diesmaligen ReichLtanZ- wahl fünf Reichstagswahlkreise ausschieden, in denen zur Deutschen Nationalversammlung ge­wählt wurde. Bekanntlich schieden wegen ihrer Abtrennung vom Reich die Wahlkreise Westpreu­ßen und Posen aus, zurückgestellt wurden die Wahlen in den Kreisen Ostpreußen, Oberschlesien und «Ahleswig-Holstein. Der Zug nach rechts brächte an Stimmenzuwachs der Deutschen Volkspartei 2 466 113, der Deutsch nationalen Volkspartei 537 205, der Christlich-föderalistischen Partei 91 613, der Deutsch-Hannoverschen Partei 255'420 Stimmen, so daß der Zug nach rechts einen Zuivachs vor: 3 350 251 Stimmen ergibt, d. Z. 60,4 v- H. Der Zug nach links ergab die St'immenzahl für die Kommunisten mit 441 995, und der U. S. P. D- mit 2 580 995 Stimmen, im ganzen also 3 022 990, gleich 130,6 v. H.

Sehr interessant ist der Stimmenzuwachs bezw- der Verlust bei den einzelnen Parteien im Neraleick au den Wahlen zur NationLlv.ee-

sammlung. Im Jahre 1919 erhielt die Deutsche Volkspartei 902 760 Stimmen, jetzt 3 606 316. Das bedeutet einen Zuwachs von 300 v. H. Die Deutschnationale Volkspartei brächte es 1919 auf 2 744 293 Stimmen, 1920 aber auf 3 786 778 Stimmen. Hier ist ein Plus von 922 485 Stim­men zu verzeichnen, gleich 36 v. H. Ueb Wasch end groß ist der Zuwachs der Welsensti innren. . Sie sind prozentual um 400 v. H. gewachsen. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung konnten die Welsen nur 63 680 Stimmen aufbringen. 1920 wurden für ihre Liste 319 100 Stimmen abge­geben. Die Christlich-föderalistische Partei hat 1919 1145 328 Stimmen erhalten, dagegen er­hielt sie diesmal 1^36 941 Stimmen Sie ^nei­det" also mit einem Plus von 91613 Stirn-. M ab.

Der Verlust der Koalitionsparteien ist min­destens so lehrreich. Bei der S. P. D- betrogt er 46,3 v. H-, den Demokraten 55,3 v. H., 7 im Zentrum 21,9 v. H-, und Beim Bayerischen Bauernbund 20 v. H., so daß für die ehemalige Koalition ein Durchschnittsverlust von 42 v. H- herauskommt. Er wäre aber nach dem Ausfall der Wahlen im Reich noch um ein erhebliches größer gewesen, wenn die Wahl in den drei zurückgestellten Wahlkreisen ebenfalls erfolgt wäre.

Eine neue deutsche Note.

WB. Paris, 25. Juni. Der deutsche Ge­schäftsträger Mayer überreichte dem. Sekretariat der Friedenskonferenz heute nachmittag eine Note der deutschen Regierung, in der von den Alliierten eine Verlängerung der Frist ver­langt wird, die Deutschland zur Räumung der neutralen Zone gewährt wurde. Es wird darin erklärt, daß es Deutschland un- ncoglich sei, diese Zone bis zum 10. Juli zu räumen. Diese Note kreuzte sich somit mit den Evten. dW am Kr^nsrag dem^LMMn Le- schaftsträger überreicht wurden.

Genug der schWarzen Schande!

WB.^rciBurg, 25- Juni. Prinz Max von Baden veröffentlicht folgenden Auftuf:

Genug der schivaMen Schande! Der Rhei­nische Frauenbund, dem Frauen aller Stände, Parteien^ und Konfessionen angehören, hat in diesen Tagen einen ergreifenden Protest gegen die zahlreichen Angriffe der französischen Be- satzungstrupperr auf die Ehre deutscher Frauen und Mädchen im Rheinland veröffentlicht. Der Bund konnte 29 Fälle mit genauen Angaben als Belege anführen. Dabei waren 17 farbige Soldaten die Täter. Uns unterzeichneten Mt- gliedern der Arbeitsgenleinschast für eine Poli­tik des Rechts (Heidelberger Vereinigung) sind weitere 9 Fälle nach Namen der Geschädigten, nach Ort und Zeit des Vergehens *mit grauen­erregenden Einzelheiten bekannt. 11jährige Knaben, Mädchen in kaum heiratsfähigem Alter, hochbetagte Frauen befinden sich unter den Opfern, und es besteht Grund zu der Befürch­tung, daß auch damit die traurige Liste noch nicht abgeschlossen ist, da naturgemäß die Scham viele der Betroffenen zurückhält, der Oeffent- lichkeit preiszugeben, was ihnen passiert ist. Der Zustand der Knechtschaft, in die man das ganze rheinländische Volk versetzt hat, verschließt in vielen Füllen den Opfern den Mund.

Alle Vorstellungen der deutschen Behörden haben bis jetzt keine durchgreifende Besserung erzielt. Es bleibt nur der eine Schluß übrig, daß die Offiziere entweder nicht die Macht oder nicht den Willen haben, die unerhörten Zustände -u beseitigen. Die Versuche der fvanzösischen Regierung, die einwandfrei bezeugten Tatsachen abzuleugnen, können wir uns nur dadurch er­klären, daß sie von ihren Nachgeordneten Stellen nicht wahrheitsgemäß unterrichtet wurde.

Wir bedauern aufs tiefste die aus anderen Erdteilen kommenden Männer, die fern ihrer Heimat im Dienst eines die Grenze der eigenen Volkskraft weit überspannenden Militarismus von einem fremden Gebiet ins andere gehetzt werden. Nicht sie tragen bis Schuld, daß die Zivili­sation unseres Jahrhunderts in dieser Weise ge­fährdet wird, soliden: die weißen Machthaber, deren willenloses Werkzeug sie sind.

Gegen diese Gewalthaber appellieren wir an die gesamte Kultmwelt, an alle gerecht und ritterlich denkenden Frauen und Männer, auf daß sie alle Macht aufbieten, damit der Besetzung europäischen Landes durch farbige Tmppen. endlich ein Ende gemacht werde. Gleichzeitig sprechen wir tiefgefühlten Dank allen den Men- schenfteunden aus, nicht zuletzt denen in den vormals feindlichen Ländern, die aus eiaener

Initiative unserem Appell schon zuvorgekommen sind."

Prinz Max von Baden, Staatsrat Dr. Lud­wig .^aas, Gräfin Pauline MontgelaS, Graf Max Mmitgelas, Frau Lina Richter, Frau Ma­rianne Weber.

Die allgemeine Wehrpflicht.

DD. Berlin, 25. Juni. In einer der neueste» Ententenoten, die bei der deutschen Regierung ein» getroffen sind, wird bemängelt, bah die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland noch nicht abgeschafft ist. Wie uns von zuständiger Stelle mitaeteitt wird, hat die Regierung zu dieser Frage ein Gutachten des ReichS- justizministcriumS eingebolt und diese? stellte sich auf den Standpunkt, dah unsere Verfassung de jurae die allgemeine Wehrpflicht schon beseitigt hat, und eine besondere gesetzaeberische Maßnahme daher nicht not» wendig sei. In Ergänzung der bisherigen Mitteilunge» über die Abrüstung wird aus dem ReichSwebrministeriu», mitqeteilt, Satz außer den genannten fünf deutschen Festungen auch die übrigen Festungsanlagen an der deutschen Ost- und Südgrenze beibehalten werden, daß diese aber im Gegensatz su ben5 genannten Festungen keine schwere Artillerie führen dürfen. Ueber die Be­waffnung schweben noch Verhandlungen, die noch nicht abgeschlossen sind.

Laurent über seine Aufgabe.

WB. Paris, 25. Juni. HavaS. Der Berichter« statter desExcelsior" hatte eine Unterredung mit dem neuernannten Botschafter in Berlin, Saürent, in der dieser sagte:Die mir übertragen« Anfaabe schmeichelt mir sehr, fie beunruhigt mich ab« auch etwas. Meine Vergangenheit als Sachverständi. ger in finanziellen, wirtschaftlichen und industrieller Fragen gibt den Charakter meiner Mission zur Genüg, bekannt, 'da die politischen Fragen mit denjenigen finanzieller, wirtschaftlicher und industrieller Art m engem Zusammenhang stehen. Also wird sich meine Mission, die Juieresieu FrairLeiLL » Berlin -u Zer­treten, darauf beschränken, die Ausführung des >vrie« n seinem Sinne

. Grenzen zu LMwaMi. L» rwe ooi ^, Z^ens- , schluß verschiedene dienen in Teutm'lauS nnfernoir-wen und halte es daher für überflüssig, den gegenwärtiaen Stand der Entwiöllung der deutschen Zustände zu 3» rückstchtigen. Ich werdemeinMöglichsteStun, um g ut e V e zie h u n gen zwischen der d e u t s ch e u und französischen Republik Herbeizu- führen."

Amerlka und England.

I pn. Washington, 26. Juli. Der britisch« Gesandte in Washington hat eine Gelegenheit benutzt, um Amerika vor dem nächsten Krieg, der sehr leicht zwischen Amerika und England entstehen könne, wenn sich die beiden Völker nicht verstehen, bange zu machen. Die Entwickelung, die in England und Amerika kommen werde, biete eine Gefahr für Amerika. Deshalb müßten sich die englisch sprechenden Nationen verstehen, damit sie nicht getrennt würden und in der Stunde der Gefahr oeite an Seite ständen. Warum der britische Guandte den Amerikanern diesen Schrecken an die Wand malt, läßt sich verstehen, denn die z u n e h m e n d e A b n e i g u n g der Amerikaner gegen England, die sich im abgelaufenen Jahre so außerordentlich bereichert ' hat, teils mit amerikanischer Hilfe, schlägt denr britischen Gesandten mit der Zeit auf die Nerven. In einer kürzlich gehaltenen Rede hatte er nämlich betont, daß er Amerika völlig verändert wieder geftlnden habe; es sei nicht mehr das Volk wi« 1914. Er könne nicht begreifen, warum sich Amerikaner fänden, die von Deutschland und Rußland etwas hielten. Die ersten Völker und Staaten in der Welt könnten nur England und Amerika sein und wenn* sie die bleibet wollten, müßten sie zusammenstehen und sich nie trennen, denn die Trennung bedeut« Krieg, der weit schlimmere Folge» für die.Welt haben werde, als der letztcZ

^ueze Melörrpgen. e

* Die Fraktion bet 11. S. P. D. in der preutz Landesversommlung t at folgenden Anrrag eingereitfet: Die »ertgmtnggebeitDe orenstische LandeSverlammluyz. wolle beschrieben: 1. sich für aufgelöst zu erklären ,2. die Staatsregierung zu ersuchen, sofort NelUvahlr» ausmschreiben. »

* Der Lanvarbeiterstreik im Regierungsbezirk KöSü» umfaßt ungefähr 150 bis 250 Güter, davon allem i» Streife Stoip hundert. Seit gestern hat der Streit auch auf den KreiS Rumuielsburg übergegrüfer!. Es sind PlündcrUngsveriuche in den Kreisen Stolp und Zchlave vorgftommen.

* Infolge der ernsten Auffassung, welche die mili­tärischen Behörden über die Lage im nahen und fernen. Osten liegen, erließ das Kriegsamt in London einen Ausruf an die ehemaligen Soldaten- bei der Rcfcrv« Dienst zu nehmen. _ .

* Die griechische Armee, die an der Smprnarron| die Offensive ausgenommen hat, soll die Statthalter«» unb die Gebäude der ottomanischen Post in Smyrna besetzt haben. Sie besetzten ferner den Hafen von Smyrna.