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Sinrücku n es g ebuhr:Die8gesv.Kolonelzeileod. beten Raum 1.Mk die 4gesv. Zeile i. Reklame­teil 3. Mk.. 25°IoTeuerungszuschl. Offertgebühr MPsg.Bezuasvreis:Vrerteljahrlick 12.90 Mk.. monatl. 4.30 Mk für Postbezug vierteljährl. 12.90 Mark, monatl. 4.30 Mk. Die Nummer 20 Pfg. * Posticheck-Konto Nr. 26659, Frankfurt a. M.

GenerÄ-Anzeiger

AmMches Organ für SlaSl- und Landkreis Lamm

Erscheint täglich mit Ausnahme der^onn-- und Feiertags

Verlagsleitung: Ab. Jndermüble.

Verantwortlick: für politischen und allgemeinen TeiIi.V.:W.Moritz: für lokalen u. provinziellen Teil sowie Sport W. Moritz; für Anzeigen und Reklamen A. Brodt. alle tn Hanau a. M.

Rotationsdruckd.Waisenhausbuchdruckerei Hanau Fernsorechanschlüsie Nr. 1237 und 1238

Nr. 143

Montag den 21. Juni

1920

Das Neueste.

Die deutsche Volkspartei hat dem Präsidenten Mrenbach eine neue Erklärung zum Regierungs- pisgtamm überreicht.

Nach demEcho de Paris" muß mit einer merlichen Verschiebung der Konferenz von spa gerechnet werden.

Der chinesische Präsident hat den Friedens- ,drag mit Oesterreich ratifiziert.

Noch keine Einigung.

Die Verhemdlungen zwischen den Partei- I steril und dem Präsidenten Fehrenbach waren I gut Samstag soweit gediehen, daß man mit einer I Äsung der Krise rechnen durfte. Nach den B-e- I ungen zwischen Führern der Deutschen I Vollspartei und der Deutschen demokratischen I Partei, die Klarheit über die Frage der Stel- I irngnahme der Volkspartei zur Monarchie brin- I zen sollte, ließen beide Parteien dem Präsi- I toten Fehrenbach eine Erklärung zugehen, | unter welchen Umständen sie bereit seien, in eine I Mitten der Mitte einzutreten. In einer bei I sjchrenbach hieran anschließend vorgesehenen Kruferenz der Führer der Parteien, die den I neuen Regierungsblock bilden sollen (Deutsche I Vellspartei, Zentrum und Demokraten), sollten I N etwa vorhandene Gegensätze ausgeglichen I und beseitigt werden. Diese Besprechung hat I noch nicht stattgeftmden, wodurch vorläufig wie- I i«c ein Stillstand in den Verhandlungen ein- I Körten ist. Dr. Heinze, der Fraktions-Vor- I Stäbe der Deutschen Volkspartei, ist -nach Dres- | tat «bgereist und trifft erst heute in Berlin | «trete. Innerhalb oer

M W gegen die Forderungen der DeMokraten, I daß die Deutsche Volkspartei sich auf den Boden I da Weimarer Verfassung stelle und sich bereit I Kläre, diese Verfassung zu verteidigen, daß » K der Besetzung der Portefeuilles in der neuen I Regierung von den anderen Parteien keine Per- I Mlichkeiten vorgeschlagen werden, die fich in I einem allzu starken politischen Gegensatz zu den I Demokraten befinden und daß schließlich von I den Wehrheitssozialisten die Zusicherung ver- I langt werde, daß sie im Reichstage ein Ver- I dauensvotum für die neue Regierung ermög- achen würden, erheblicher Widerspruch geltend I kMacht, Wohl steht die Fraktion als solche I Wiwärtig auf dem Boden der Weimarer Der- I MNg, und es denkt, wie versichert wird, kein Mglied der Fraktion daran, die Weimarer I Mästung zu verletzen, die monarchistisch füh­ren Mtglieder der Fraktion lehnen es aber I ^ ihre Ueberzeugung zu verleugnen.

Die Berliner Morgen-blätter sind ziemlich I daß mit dem Zustandekommen des Blockes I Mitte noch nicht endgültig gerechnet werden Mine. Man müsse noch das weitere Ergebnis I A demokratischen Beratungen und den Be- I Guß der Sozialdemokratie am Dienstag ab- varien, ob nämlich diese der neuen Koalition M alle Fälle 'wohlwollende Neutralität zusagen

®fc neue Erklärung per Deutschen Volkspartei.

Berlin, 21. Juni. Wie die Montagmorgen- "usgaben der Ullstein-Zeitungen melden, übec- kelchte die Deutsche Volkspartei dem Präsidenten vchrenbach eine neue Formulierung d-er wich- Wen Sätze des Regierungsprogramms, die ^besondere den Voraussetzungen entsprechen, von ben Demokraten als unerläßlich für das Mitwirken an der Regierung bezeichnet werden, Mlich ^s Bekenntnis zur Weimarer Ver- mung und zur republikanischen Staats form.

Slaalsrat für Preufzen.

. Merlin, 20. Juni. Der Verfassungsausschuß preußischen Landesversammlung hat nach Beendigung der freien Aussprache Über einige grundsätzliche Fragen abgestimmt. Gegen die Summen der beiden sozialdemokratischen Frak- j^en beschloß der Ausschuß, eine zentrale Spitze Präsidenten des Staatsrates zu schaffen. »ur Schaffung einer ersten Kammer stimmte dre aus den Rechtsparteien bestehende Scheit. Dagegen beschloß der Ausschuß Umsetzung eines Staatsrates und dieser ^natsrat soll lediglich aus Vertretern der Provinzen bestehen, die Wahl soll durch die ^?^>nzialen Landtage erfolgen, die ihrerseits aus allgemeinen, direkten und geheimen heroorgehen müssen. Mit der Aus- deitung der Einzelheiten, sowie der Fest- >i^"rg der Befugnisse des Staatsrates wurde besonderer Unterausschuß betraut.

Die Entwaffnung Deulschlands.

WB. Paris, 20. Juni. Die Botschasterkon- ferenz hat heute vormittag unter dem Vorsitz von Jules Cambon eine Sitzung abgehalten. Sie hat Entscheidungen festgestellt über die Frage der Entwaffnung Deutschlands. Diese Entscheidungen entsprechen denen des inter­alliierten militärischen Komitees und werden den Regierungschefs, die in Boulogne versam- felt sind, mitgeteilt. Zu dieser offiziellen Mit- teilung bemerkt derTemps", daß die Sitzung nur von kurzer Dauer gewesen sei, da die Mit­glieder des Botschafterrates im Besitze von In­struktionen ihrer Regierungen gewesen seien. Obzwar die Entscheidungen des Obersten Rates nicht veröffentlicht wurden, glaubt derTemps" zu wissen, daß das deutsche Heer innerhalb der festgesetzten Zeit, also bis zum 10. Juli, auf 100 000 Mann zurückgeführt werden müsse. Im Falle die deutsche Armee von 100 000 Mann nicht genügen werde, um die innere Ordnung aufrecht zu erhalten, müsse zur Schaffung regio­naler Polizeitruppen geschritten werden. Die nächste Sitzung des Botschaftexrates findet kom­menden Samstag statt.

Was Deutschland bis xetzk erfüllte.

DD. Paris, 20. Juni. Im Kammerausschuß für Auswärtiges gab der französische Kriegs­minister Leveuvre Erklärungen über die Ent­waffnung Deutschlands ab. Er betonte, daß der Artikel 172, betreffend die Vernichtung der Explosivstoffe, von Deutschland nahezu erfüllt sei. Ebenso der Artikel betreffend. die militärischen Schulen, von denen 94 bereits aufgelöst setsn^ gegenwärtig seien nur noch vier vorhanden. Da aber, nach Mitteilung der Kontcollkommis-

von den Deutschen die Versicherung verlangt und auch gegeben worden, daß diese vier Schu­len auch aufgelöst werden sollen. § 180, betc. die Entwaffnung aller Festungen im besetzten Gebiet, ist durchgeführt. § 177 und 146, betr. die Herabsetzung der Artillerievorräte, sind in der Ausführung begriffen. Deutschland hat 15000 Kanonen, darunter 2000 schwere, vernich­tet. In der Herabsetzung des Heeres zeigt sich Deutschland störrisch. Aber mit Energie, so schloß der Minister, werden wir Deutschlands _ bösen Willen brechen. Wir haben einen Wechsel auf Deutschland und wenn er am Zahltag auch nicht pünktlich ausgezahlt wird, so werden wir doch in Abschlagszahlungen die Summe erhalten.

Französische Zwangsmaßnahmen

in Ludwigshafen.

LudwigSdafen, 19. Juni. Auf Befehl der französischen Behörde wurde von der Eisenbabn- direktion dem Eilenbahnpersonal bekannt gegeben, daß es für die französische Behörde beschlagnahmt fei und Verweigerung des Dienstes durch das Kriegsgericht abgeur- t ilt werde. Auch für die städtischen Beamten rst biete Beschlagnahme für den öffentlichen Dienst angewandt worden. Nach einer Verfügung der hohen interalli­ierten Kommission vom 14. Oktober 1919 war da? deutsche Eisenbahnpersonal nicht mehr requiriert Er hat nur Befehle für militärische Zwecke zu befolgen.

Neue Verschiebung von Spa?

WR Paris, 20. Juni. Wie dasEcho de Paris" nutteilt, bestätigt man, daß die Konfe­renz von Spa wegen der Schwierigkeiten der deutschen Kabinettsbildung auf den 15. Juli verschoben werde.

WB. Paris, 20. Juni. Nach einer Privatmeldung derTimes" auS London hat die englische Regierung beschlossen, die Dominions für die Beratungen der Konferenz in Spa heranzuziehen. Es wurde zu diesem Zweck der Organismus wieder errichtet, der während des Krieges als Delegation des britischen Reiches bestanden hat. Die Delegation hatte gestern ihre erste Sitzung im Unterhaus im Beisein Llopd Georges und Bonar LawS. Die englischen Finanz- sachv-rständigen für die Konferenz tu Spa wohnten der Sitzung best

Das Programm von Boulogne.

Rom, 20. Juni. Die Giolitti nahestehende Presse läßt durchblicken, daß man in Boulogne zwar auch die Frage der Festlegung der deutschen Zahlungen, sowie deren Aufteilung anschneiden, sich aber haupt­sächlich mit der Frage des türkischen FriedenSvertrages befthästigen werde, der infolge der bedrängten Lage bei englischen und französischen Truppen in Kleinasien im Mittelpunkt des Interesses der Staatshäupter stehe. Die Verbündeten müßten sich darüber einigen, ob es angebracht sei, den Vertrag von Sau Remo umzustoßen und vollkommen neu zu fixieren, ober nur seine Auslegung so zu gestalten, daß man hoffen könne, mit den türkischen Nationalisten zu einer Eini- Luna tu kommen. Dir .Evoca" liebt in dielen vielen

Vorbesprechungen ein Zeichen der innerhalb der En­tente herrschenden Verwirrung und hofft, daß es Sforza gelingen möge, Lloyd George von den Be­schlüssen von Hythe abzubringen. DieJdea Nazio- nale" hofft, daß nunmehr die Italien feindliche Koali­tion endgültig gesprengt werde, und schließt:Deutsch­land gegenüber muß unser Standpunkt, der sicher­lich siegen wird, folgender sein: Einmalige Festlegung der deutschen Schuld und deren Leistung durch Deutsch­land nach Festlegung der Aufteilung in einer Form, bie jedem Teilhaber die Aufnahme freier und selb­ständiger Beziehungen zu Deutschland gestattet."

WB. Paris, 20- Juni. Havas. Die Zusam­mensetzung der Konferenz von Boulogne, die Montag zusammentreten soll, ist folgende: Frankreich wird vertreten sein durch Millerand, Marschall Foch, General Wehgand, Avenol, De­legierter für Finanzen beim Obersten Wirt­schaftsrat und Direktor beim Finanzministerium, und Cheyffon, Vertreter Frankreichs bei der Wiedergutmachungskommission. Die belgische Delegation besteht aus Hymans, dem Minister des Aeußern, Jaspar, dem Minister für Wirt- schaftsangelegenheiten und dem Vertreter bei der Wiedergutmachungskommmission Thysse. Japan wird seine beiden Gesandten in England und Frankreich zur Konferenz entsenden. Ita­lien ist durch den Minister des Aeußern Grafen Sforza vertreten. Die englische Delegation ist noch nicht bekannt.

Die russische Frage.

WB. Paris, 21. Juni. Nach dem Journals hat die Konferenz von Hythe fidi auch mit der russischen Frage beschäftigt. Vire, Avenol und Halgouel erstatte« ie,H Bericht. Über die Verhandlungen mit Kraffin. Lloyd George würde vor allem mit Rußland zu einer Eini­gung gelangen, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu diesem Lande wieder aufnehmen zu können und so

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! Stellungnahme in dieser Angelegenheit ist unumstößlich und man hört, daß, wenn Frankreich diesem Abkommen entschlossen Widerstand leistet, sich England um die Wiederaufrichtung Europa? nicht mehr kümmern wird und wie Amerika, seine eigenen Wege gehen wird.

Frankreichs Außenhandel.

WB. Paris, 20. Juni. Nach der offiziellen Handelsstatistik ergibt die Einfuhr Frankreichs aus dem Auslande und den Kolonien in den letzten fünf Monaten einen Wert von 15 041253.30 Francs gegen 11114413.30 Francs im Jahre 1919, also 1926 840.30 Francs mehr. Die Ausfuhr in demselben Zeitraume ergibt einen Mehrbetrag von 3 854 446.30 Francs. Havas bemerkt dazu, daß die Besserung des Außen­handels stark fühlbar sei und von Monat zu Monat zu Gunsten der Ausfuhr beträchtlich zu- nehme. Dieses Ergebnis sei um so bedeutsamer, als im Mai der Handel infolge der Arbeits- störungen behindert gewesen sei.

Bsykvlk gegen Angarn.

In Ungarns Nachbarländern verhindern die Arbeiter seit gestern die Beförderung aller Güter mit dem Ziele Ungarn. Der Beweggrund dieser Maßnahme fft der Haß der soz. Arbeiterschaft gegen die gegenwärtige Regierung- Wie verlau­test wurden die Telephonleitungen an der Grenze unbrauchbar gemacht. Eine einzige Leitung dient noch dem Delephonverkshr der Regierung und der diplomatischen Vertretungen und Mis­sionen. An Telegrammen werden nur befördert Staatstelegramme, diplomatische Korresponden­zen und Transitdepeschen.

Zum erstenmale greift daniit die Internatio­nale der Gewerkschaften, so schreibt dieWiener Arbeiterzeitung", mit einer großen Aktion in die Getriebe der europäischen Politik ein. Der Boykott, den die Gewerkschaftsinternationale über Ungarn verhängt hat, stellt den ersten Ver­such dar, die gewerkschaftlichen.Kampfmittel in den Dienst einer internationalen politischen Aktion zu stellen. Es wird, wenn nicht alle Zeichen täuschen, sehr bald Gelegenheit zum Eingreifen auch bei anderer Gelegenheit ge­geben sein. Auch die bürgerliche Presse beschäf­tigt sich mit dem Boykott. DasNeue Wiener Tagblatt" gibt auch den in anderen Blättern enthaltenen Gedankengang wieder, indem es sagt:Die Boykottierung eines Staates auf Geheiß einer ausländischen Parteiorganisation ist eine noch nie dageweso Erscheinung, welche unabsehbare Möglichkeiten in sich schließt. Sie ist die Zerstörung der Grundlagen, auf denen das innerstaatliche und internationale Ver­kehrsleben aufgebaut ist. Der Boykott weist deutlich in die Richtung der proletarischen Dik­tatur." Der Wiener ungarische Gesandte Dr. , Graf erklärt in derReichspost", der rasche Zu-|

sammenbruch des Boykotts sei geradezu ein europäisches Interesse; denn sonst hätte Europa von nun an in Amsterdam eine Weltregierung, welche heute Horthy, morgen vielleicht aber Lloyd George oder Millerand auf diesem Wege ihre eigene Politik aufdrängen könnte.

Der problematische türkische Frieden.

Schon vor dem Weltkriege geschah es sehr oft, daß die mit dem älten Sultan und seiner Regierung abgeschlossenen Verträge ohne die geringste praktische Folg« blieben, da die ört­lichen Machthaber und Verwaltungschefs in AnatoGea oder weiter östlich sich grundsätzlich nicht um die Abmachungen der Zentralstelle kümmerten. Boshafte Zungen verbreiteten, daß diese Sabotage der von Konstantinopel erlasse­nen Anweisungen von den Mitgliedern der Zentralregierung selbst inszeniert oder doch wenigstens wohlwollend geduldet würde. In Konstantinopel saßen ja alle fremden Diplormv- ten und die gestrenge Finanzkontrolle des dettes publique, gegen die man offen nichts unterneh­men mochte. Durch den Krieg ist die Autorität der Zentralregierung noch geringer geworden und der Anreiz, einen boshaften Gewaftfrieden zu brechen oder zu umgehen, stark gewachsen.

Das haben jetzt die Franzosen an der Süd­küste des Schwarzen Meeres erfahren. Wie die Times" aus Konstantinopel meldet, haben die türkischen Nationalisten den Waffenstillstand ge­brochen. Es ist zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen Türken und französischen Truppen ge­kommen, über deren Ausgang noch nichts be­kannt ist. England und Frankreich werden von den türkischen Patrioten als die Zerstörer der

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daß es doch noch eine gewisse Solidarität zw: scheu den Völkern des ehemaligen Kalifats gibt. Der Vormarsch Mustapha Kemals nach Osten, die Revolten in Mesopotamien, die herausfor­dernde Haltung der persischen, afghanischen und indischen Moslem zeig^ daß die früher oft so unbotmäßigen politischen und geistlichen Unter­tanen des Sultans wohl für sich das Recht in Anspruch nehmen, der Obrigkeit in Konstanti- nopel das Leben schwer zu machen, daß sie aber keine Einmischung von Ungläubigen dulden wollten.

Die französische Kammer hat beschlossen, eine Kommission nach Konstantinopel, Syrien und Silizien zu entsenden. Alle Studien an Ort und Stelle werden nichts dagegen auSrichten, daß jede wie auch immer geartete Einmischung europäischer Staaten in westasiatische Dinge selbst die erbittertsten Gegner im Widerstände gegen unerbetene Vorsehung aus dem Westen einigt.

Kurze Meldungen.

* Der wsialdemokratifche ParteiVorstand hat be« schlössen, den nächsten ordentlichen Parteitag in der ersten Hüllte des Oktober nach Casscl einzuberufen.

* Die Jahresversammlung des schweizerischen Ge- wcrbc-VerbandcS in Zürich beschloß, entschieden gegen die Einführung der 48 Stundcn-Wsche in den Ge­werbe-Betrieben Stellung zu nehmen.

* Wie derMatin" zu der Konferenz tx Boulogne berichtet, scheint man sich entschlossen zu haben, die deutsche Armee auf 100 000 Mann herab setzen zu lassen.

Die Finanzkommission in der französischen Kammer hat für die Ausgaben der Völkerbundes einen Kredit »an 726 000 Fr. bewilligst Die Regierung hatte einen solchen von 769 000 Fr. verlangt.

* Wie dasJournal" meldet, hat der Ackerbau- ausschuß der frankst dien Kammer bestimmt, daß die französischen Bauern für das Getreide aus der Ernte 1920 pro 100 Kilo 100 Franes bezahlt erhalten sollen. Gleichzeitig bat der Kammerausschuß dir Zahlung einer Prämie von 200 FrancS für jeden mit Getreide bestellten Hektar der verwüsteten Gegenden angeordnet.

* Die Belgier haben in Eupen wieder 56 Personen verhaften lassen, die ihnen durch ihre Spitzel ange­wiesen waren, sich mit deutscher Provagauba unter der Bevölkerung befaßt zu haben Die Verhafteten sollen nach Deutschland angewiesen werden.

* DaS chinesische Kabinett hat beschlossen, den für« fischen Friedensvertrag nicht zu unterzeichnen, da China die Türkei im ganzen nicht anerkannt und rnocm ge. fordert hat, daß die Exterritorialität abgeschafft werde, während der Vertrag die türkischen Kapitulationen wieder vorsiebt.

* Der chinesische Präsident ratifizierte den Friedensvertrag Oesterreichs.