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Berlaasleitung: Ad. SnBermühlt, l Verantwortlich: für nohtifcben und atlse«ei«en Teil Rick. Hult > cktkür lokalen and vrovinzlellen l Teil, sowie Scott A). Moritz; für ÄnzeigenunL Reklamen A. Brodt. alle ,n Hanau a.M. i Rotationsdruckd.WaiscknbausduchdruSexe: »entert FernivreSanschlüsse Nr. 1237 und 1238

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Mittwoch den 9. Juni

19M

Das Neueste.

''Das' Meichskakinett h«i- gcstfrn beto Reichsvräsi- ; LiKfiftitrs rDünWott "tmzeSoten, (die anzenominen

Ser-rÄre Reichstag - wird 460 Abgesrbnete- zählen sfi Mr 192 sozialistische und 368. bürgerliche.

:.2ftdeutsche Regierung iat. der Entente zwei 'Roten Loöchr» - lassen, betreffend - die' zukünftige -deutsche Mekstärke urw Belassung des. für die deutsche Wirt- ^aftjmbebuist nötigen Schiffsraumes.'. - 7

| »jfcffr-m . uiNiim ^ w,. , ,

: Der neue Reichstag.

460 .Abge-rdnete (421).

1W. -Berlin. 8. Juni. Wie wie »an zuftii»- cher stelle erfahren, find bei den Wähle« zum AichStag nach' den dorläufige« amtliche« Mel« ftmgtit, die beim Reichswahlleiter eingelaufen btb, insgesamt L5 719 067 Stimmen abgegebe« iiKbeit. Davon entfallen auf die

, §oziqlde«u,krateu 5 531157,

Unabhängige« 4 809 862,-

Deiftschnat. Battspartei 3 6218 851,

Dentsche B-lkspartei 3456 131,

Zentrum 3 500 800,

Demolraten 2 152 509,

Christlich-föderal. (B«yris«he

Volksp. n. Christi. V»lksp.) 1254 963, Kommunist. Partei 438 199,

Deutsch-Hannov. Partei '-' 3181W

Stimmen. r . ' - : -nc/

Auf Gr«nd dieses Dtimmenderhältnisies find mt Berücksichtigung der Verteilung der Reststim- W a«f die Berbaudswahlkreise und die ^sihslrste 418 Abgeordnete gewählt worden und

Wadleu vorssege. Wenn sie diesen Entschluß fo-rafA Wohl :vns»en lauter Uiimöglickficite'!. DasAllge- wieder geändert haben, so ist das wo'st hauptsächlich meci:"VSnde>sb!ad" bevierkt: Furchtbar groß st»d^we darauf-znrückziisübrrbfi daß die lio-ch äitsSe^mbtn (£r* gebniss"- der Wahlen tätsächlich' ..berut»'-geliern das. Schicksal der Kpplitwn. entschwdrii hätten. - Die .bis» Herige.Mehrheit.erbäst War auch im krmstigsit-RcichS- fag, ch. H. wenn die Christlichen-Födei'«listc:r rBaperische Vosksparie;i)-tS,- nicht vorzieht zur WrgerWM' Optzo- Mop' überiitgeben, eine Majorität vpn etwa 5 Sitzen, hoch diese gs'Mgt nicht, um sich gegenüber der stark äMewächstnen Opposition behaupten zu können. Die gestrige Demission des Kabinetts ist "also lediglich eine logische Fal«e aus der schweren Niederlage, die sich Mkhrheitssoziälistksi und Demokraten im Wadlkampf geholt haben. Wie die neue Konstellatrou aussehen soll- nnd wird, läßt sich heute noch nicht lagen. Es steht- zu. erwarten,'- daß- der .Neich»präsid,en.i heute- noch den bisherigen Reichskanzler Müller. beauftrazen und ersuchen wird, die Bildung des. neuen Kabinetts zu übernehmen. Hermann Müller dürfte sich jedenfalls dieser Aufgabe unterziehen, und zuerst den Versuch machen, die Basis der Mhrrigrn Koalition nach LittS zu eWeitrrrß 'Er wird-kbeusL-wie nach dem Rückintt des,Kabinetts Bauer mit den Unabhängige» uber ejne« Eintritt in den MehrheitSblock .verhandeln. 'Daß. diese Versuche von vornherein, zum.Scheitern ventrtcitt und, da.die' N'nabhiingigen. uäch(ihrem großen WaAlerfolg schärfer als' ir es ablehnen werden, in.eine Koalttioii mit bürgerlichen Parteien einziitrctcn. steht wohl fest.' Herr Müller wird dann den ebenso- formellen, weil nicht weniger äiissichtslost-N Berfüch machen.- mit den bisherigen -KoalititznSparteien. dcn'Mebrdeitssoziaüsien, Demokraten und Zentrm», eine..Regierung zu bilden. Wenn diele beiden ^ersuche; wie vorauszusehen ist. ergebnislos bleiben, dürfte Müller den Aultrqg in die Hände des NeichSvrSüdriiten z»rüA.Ä«r. Mchr Nimmt an, daß der Reichspräsident da^ü.'dem Führer des Zentrums Dr. Drimborn mit bet- Kabinettsbildung beauftragen wird, bei der er. aber auf nicht geringere Schwierigkeiten stoßen wird, als Hermann Müller.

aus mnerpolitifcben Grülldt» weder eine reinsozialnu-chc RegserViig möglich- scheint, noch eine Mehrheit, die stewalick aus sen beihern Narteiea und

SchwieriEtern Mit Gpannnng fim«' Man «warten, welche LäsrmK -efilnh-n werden.tmrd, denn schließlich

muß doch eine'ung gefunden werden. .

Die Pariser Presse verfolgt mit geipanntekter A«l» merksamkeit.die Ergebuissr d.ex.Reichstagswahl.Echo dr. Pa.riS" glaubt, daß Deutschland eine starke Re- giceung hrvAche, dir sich.Gehvrsäm erzwingen könne. Das deutsche Vol^ von morgen sei'aber ebenso n n- fähig, eine solche zu bilden wig das deutsche Volk von gestern."'Mettto Papisten* ist der Ansicht, daß die jetzige deutsche R cgkcrltng wohl mit einer - schwachen Mehrhech ihren Platz behaupten könne und so die alten Minister- auf ihren Posten blieben Ihre Lage sei. aber auf. alle,-Fälle, durch das starke Unwachs.cn. der Opposition.. sMkrtz. sich.w a n? e nch. ^Homine Libri* saci.fi Paß dich Neue Regierung ebensowenig in der Lage sein werde, die Forderungen der FriedenSvertrageS zu erfüllen wie die biSderigr. Die Zeit arbeite nicht für die Verbündeten. ^Hunianite* meint, die Abstimmung sei wieder eine BcMtignrrg'- der Macht des Proletariats und des wahren Sozialismus. ^Journal de Debats" sagt: Eine Neuorientierung nach rechts oder -links sei möglich. Das . katholische. Zentrum werde viel­leicht'imstande, sein, indru.i .eS sich auf .die eine oder andere Seite, schlage,, die Entscheidung $u geben. Es habe schon oft die Rolle des Vermittlers gespielt. Der Temps* meint,- die Nachbarn Drutschlauds 'dürften durch das Ergebnis der Reichstagswählen nicht leiden. Die verschiedenen deutschen Parteien müßten nun ihre Absichten kund geben inbezüg aus die Ausführung der

FrwdenSöertrages und die. Beziehungen Deutschlands zu -jeder Nation, mit der es Krieg geführt habe. . Es wäre besonders erwünscht, Wenn die beiden Parteien,, deren Eisifluß durch die Wahlen, gestärkt sei, also die Dtütschr Volkspartei und. die N.S.P.s ohne ......* ihre künftige Haltung in den churspäischen festlegen wurden.

Keffen - Rasia«.

Anrttiche» Gekamtersevuir.

bering

Fragen

stufichnEtipnalsn Volkspartei, 59 der deutsch«« ÄlUpartei, 80 her ünabhängrgen, 2 der Ämvm- eistischett Pattei, 4 des bayerischen Bauernbun- ich. 5 bbr deatsch-hannoverschen Partei und 21 der christlich-föderaüstischen Liste. Bei der Be- "Omng ergab' sich, daß von de« Reststimmew über 30 000 je ein Mandat auf die deutscheM denwkrate«, die deutschnationale Volkspartei und sie christlich-fSheralistischt Liste Mt. Im Lbri- M verteilen sich die Reststin .>« folgender- Wi 11157 Sozialdernokratelfi, 20 800 3etu toßti 22 509 Denrokaten, 8851 deutschnationale ßMpartei, 161317 deutsche Volkspartei. 9862 ««abhängige, 15763 christD-fSderalistische Liste, fy-t DürtschH annoveraner, 318199 Kommu- j;87.518. deutscher Wirtschaftschund für chabt und Land. Unter Hinzurechnung der Ab« srorbnete«" aus' den Abstimmungsgebieten ergibt W> daß der neu« Reichstag insgesamt 460 Ab- p-rdnite zahlen wird.

Die Man d «ts p er t eil« nS

dem.' Zentrurst beleben -wird, ^lz«tz ^ dm fit «t Ant- fassung der verantwortlichen Persönlichkeiten einzig mögliche Lösung eine Koalition, bw von den MegrüeitSsozralistcn bis zur' D-t-Men Wkspärter reicht. Die Deutsche Volkspartei hat bereits mehr,ack ihre Bereitwilligkeit erhärt, an einer solchen Kombr- nation teilzunebmm: Auch im Zentrum herrscht. eine kleine Gruppe anSgenommen- Gmergthrrt damr- Erheblicher Wider,stand macht -sich bei den Demokraten geltend und völlig ablehnend verhalten sich die Mehre heitssvzialisien, wie .auch «us einer unten folgenden Borwärts"-Stimme hervorgeht.

PetGefti«»«»««.

^ DerB »twätt 8" stellt fest' daß der iffeichspräsi- dent bisher noch-mit keinem führende« Politiker.über, die Zstage drr RsgieritngSbildnng verhand6t.bat. "In sozialdemokratischen Krrücy wiege die Ansicht vor, daß der Schlüssel der Situation jetzt bgt beu. Unabhängigen liege. Nur die Unabhängigen könnten, indem iw sim zur positiven MehrbeitSbildnng bereit erklärten, d:e .Notwendigkeit, eine Regierung der Rechten zu, bilden, befeiKgen. Versagten .st^bis-WsN^PBtz die litt« wirkimcr in dem Zwea, eine Rechtsregierung zu her«

^sidt «lifidieser Zurechnung folgendes Bild: ^'ildemokr. Partei- 110 Sitze (163), otntrmH

^wiofi-ateu , toiftU38beralitt.. ««ilschdat. BoNsp. ^uffch. Volks«.

^«mmunisten - .

^«Y*. Bauernb und 4

^Mch-Hannoveraner 5

45

21

65

< 6t

80

2

(89 einschl.

Bahr, Bp.) (74),

er (42), - (22), . re ' (22) ',

(3).

tr» ^" .skk-Natisnslversammlung war da» Verhältnis j'.,/0N2lvcii,»lrateu zu den Vertretern de» Bürger. ® «:> 338-. Die bisherigen Koaliriansparteien « L,P<p<^ürMten>.D«»okraten,.Zyttruw)..vafLStey bis s,iQt.°J-aIö^rfammlwxg zusammen über 326 Sitze, -Opposition iDentschnätionale, Deutsche i-Eu^^ E A. Parteiens über 70, hie unab- !^>>rs -vvosition 'über 22. Int neugewählttn P.P. ^jE^kn-dir eutspri-chrndeu Zahlen lauten: M, l ,>M: 82 oder wenn sich die. Christlichen ^/.hf''^en RBsyr.' Jolklpartei) zur bürgerlichen k"'Nvn.schlagen.würde» 333.: 166.:;82; -

OMULvr; des Reichskabinetts.

«7 ^ Berlin. 8. Juni. Das Reichskabinett hat besu^Es «m 12 Uhr stersamurelt und dem Reichs- Rel^i"^' seine Demission engeboten. Der , _ akfbeäfibettf. Hat angenommen und die Mi- J'^ irrten, bis auf weiteres ihre GeschSflst k,^, l» führen. Außerdem hat er den Reichs- -f-fis^ "sucht, darauf hinzüwirken, daß eine «?* drschleunigte Fcftstcllnng deS Wahter- z-,j."ES erfolgt und die Einberufung des chstagetz möglichst bativ stattfinden möge.

WaS wird werde«?

«tut ^ Reichskabinett hat gefieru bemiiftoiitrtz nach- ii'h^ ^S^entofräten ant Montag noch, also tags AJ Wen verkünden lassen,^ daß sie mit diesem * '" warten würden, bis das amtliche Ergebnis der

hindern, so bleibe die Bildung einer folmett ber ste zige Ausweg. -0)18 der verworrenen Lage. Die So- ziaidemokraten. werden sich an, einer weiter nach rechts neigenden Regierung nicht beteiligen, sondern m Oppo­sition zu ihr' sich stellen. Die neugewählte sozial- ' demokratische R-imStägSftaktion und' der Parterans- ichuß" ttttku ant Sonntag zu einer'gemeinsamen , Be- sprechnng zusammen. * - .

Wie- bemLokalLnzeig-r" »o« maßgebender Seite untgctöilt wird, dürfte dre deutschnationale Volks- mtiet bereit fein, in eine Regierung «inzutreten,, an. -r auch, die Mehrheitssozi.alistentcilnebmcn.Vor- usjetzun» sei, daß die D-utschn«t,onalen nicht, gc- uvungen würde», von ihren Sauptgrundiatzen . abjii- meTtidCM die Deutsche Volkspartei sei bereit,;etntr -- oalition' beiz',strcte«,' in der auch die MehrheitSivzra- fisten sitzen. Vorbedingung seien jedoch -einige vwr- i berungen, von denen sie unter keinen Umständen ab= weichen..wärden. Sie würden verlangen, daß nach.Spä. ; wirkliche Staatsmünner und keine, Partcimönner.eut- : sandt würden, daß nach wirtschaftlichen GesichtSpunklen regiert werde, raß das Bcanitenimn von dep. Politik vcr chont blcibe und bafi bie StädtSauiörifäftoieber» : hergestellt und die Zuvcrkässiokeit unserer Reichswehr gesichert bleibe.' Aus-ZentrumSkreisen wird versichert, daß das Zentnim- c» gern sehen wür^e, wenn eine Koalition von den DeNtschnatisualen oder mindestens von der deutschen Volkspartei bis zu bat MehrheitS- wzialistLn geschaffen werden , könne., Nach der Sl,ä i L N h nbj ch a u". fet die Deutsche Volkspartei aus Pfli.»t. ' gefübt und Opfersinn zur RÜtarbelt unter sehr be-

R n nb.f ch a n" fei die Teutsche Volkspartei auS Pflui-t- gefühl und Opfersinn Mit Mit«heif unter sehr bc- stimmten Poraussetznnge» bere K Sie könne aber auch außerhalb der Regierung wirkt».

'DieD eistfAe. Al Ich '3tg/' schreibt, daß er 'cheine, als Möchten die MkhrhcitSsoz;alisieu setzt die Zvlgernnste« aus dem Wahlergebnis ziehen und. hierin solidarisch mit ben Unabhängigen, derr Rechts­parteien mit dem Zentrum Hie LegierungSmöglichk-stl gewährleisten. Die Dankbarkeit .einer solchen RechiS- regierung sei fiaglu-y.

A»»ska«dSstlm«u«»

WB. «m"er»am, 8. Juni. Die holländischen Blätter, bt'prechcn in Leitartikeln bie Ergebn,sie der deutschen ReichStagSwahlen und würdiren die großen Schwwrigkkltcn. bie die Bildung des neuen MimileriumS bietet. Der »Rieuwe RoÜcrdamsche Eourant" sagt: Dem Präsidenttn Svert wird bte Bildung bei1 netten Kabinetts nicht leicht fallen. Tatsächlich bat »r die

' DewokraWt. .

Sozialdemolratic ' . U. S.K . .

Kommunisten .

. 186 111 W

. 111 984 (1)

. 297 883 (4)

. 139 937 (2) '

. 1s 854 (0) -

. Dcmnäch sind gewählt Dentichnstionale 2 (l): Helfferich, Lind, Deutsche Volkspartei 3. fU: Riester, Hepp, S eid erst, Demoftate« 1 (3): Schm.Ling-., Zentrum 3 (Ss: Schwarz, Hrr» b ext, H ö yer, Sszialdem.okrat.cn 4 (7): Sck er- d e.münn, T'efch, Kaiser, T hS n«, U'. S.P- 1 (0): D m ann.

Durch die Wah'krciSderbinduug- mit Hess;n>Darm- stobt erhielten die Dtzitschnationalen noch einen weiteren Abgeordneten (Hartwig- Bethel). Der bisherige Abgedrdnetc H-och-Hämau. der an 5. Stelle der Liste der MehrheitSkvMÜste« steht. öesindtt sich demnach nicht uRer den gewählten Abgeordneten. Er würde noch in Frage gekommen sein, wenn die Restsümmei-, bie sich auf 57383, belaufen, die in Hissen-Darmstadt vorhandenen Reststimmen <59 814) übertroffen hätten.. So aber kommen Hessen-Darmstadt die Reststimmen unseres Wahlkreises zugute. Immer­hin kann wohl als sicher angenommen ivcrden, daß die sozialdemokratlschc Partei den Abgeordneten Hoch auftücken läßt.

Am Deutschlands Seeresstteke

WB. Pari», ». Juni. iHabas). Vor fünf Lag« hat die deutsche Regierung den Verbündeten eirtt Weise Note zngchcn lassen, in der sie erklärte, daß es ihr unmöglich sei, bis zum 10. Juli bie Stärke dcx .irmee auf den tut Frirdcnsvertrag von Versailles f^figesetzt« Stand, von 100 000 Mann z« ermäßigen. Sie ver­langt, daß die gezenwärtige Stärke der Reichs­wehr theoretisch auf 200 000 Mann für die Dauer bestehen bleibt. Hierzu bemerkt »Echo be Paris', daß die Mächte in San Remo bereits ein ähnliches Ansuchen erhalten und ' darauf geant­wortet hätten, daß Dcntschlrnd seinen Verpflichtungen nächzukommen habe. Für die Folge würde «a« banx sehen, ob in Anbetracht innerer Schwierigkeiten eine größere Militärmacht genehmigt werden stnn«. Be­jahendenfalls würde Deutschland die Erlaubnis er» valten den im Friedensvertrag vorgesehenen HeereD- bestand durch Polizeikräfte zu verstärken. Kürzlich habe nun der militärische Rat von Versailles dl^e wichtige Frage geprüft und sich ebetiftiEfs^ in dieft« Sinne ausgesprochen. Die alliierten Mächte würden auch die eingenommene'Haltung nicht aufgeben.

Deuttche Note wegen Aeder- lassung von Schtffsran«.

WB. »erlitt, 8. Juni. Die deutsche, R-giermrS, bie, wie bekannt, bereit» wiederholt bei der Entente wegen Belassung der für die deutsche Wirtschaft unbe­dingt nötigen Schiffsräume» vorstellig geworden ist. hat neuerdings der ReparationskomMission in Paris folgeside R ö t e überreichen lassen:

" Die deutsche Regierung bat in der Note vom 8. ^ um Belassung von SchiffSronm. Die darin enthalte­nen Anträge stellten das Minimum dar, welcher gk- fordert werden muß, um das deutsche -VerkehrSweftii zur See aufrecht erhalten zu känneli. Die deutsche Regierung ist da bei -davon auSgegaugyr, daß in Aus­führung des Friedensvertrage» von 325 000 Soxr.eit im Bau befindlicher Schiffe bei der Fertigstellung durch Deutschland jedenfalls 145 000 Tonnen Deutschland zufallen würden. Dieser Erwartunr entsprechen du SerbanbOntgett in London nicht. Ed wurden doch. Deutschland u u r 1006 0 0 Tonnen und zwar auch nur Schiffe mit geringem Fertigkeitsgrad,. M-e- ftanbea. Da der Maritime Service weitere Anträge ablehnte, sah, sich die deutsch« Regierung genötigt, drc- se» Angebot anzunehmen. Jnfokgcdessep müßte sie die jetzt in der Note vom 3. 5. gestellten Anträge er­weitern. Wenn sie trotzdem hiervon^ absieht, so tut sie es in der festen Erwartung, daß die RepäratiöuSkbw- misfion nunmehr dem Antrag auf Belas f u n g von S 'ch i f fS raum ungekürzt ftattgebtn und eine En'> scheidung s o fehlt ell w i e möglich treffen wird. Deutscherseits ist die Voraussetzung, von welcher bte ReparationskoMmission die Prüfung des Antrages av- hängig gemacht hat, nach besten Kräften erfüllt wor; den. Bon, den abzuliefernden Schiffen wurde bereits eine beträchtliche, Anzahl nach dem Firth of Forth ge­bracht. Dw Reparationskommissio» wird daher um tunlichst umgehende Entschridung gfbettn.

Deulschersetts abgeliefertes Dieb.

Wie demBerl. Tagebl." auS Dasek gemeld-t wird- sind von dem deutsche.rseit8 an Frankreich abzuli- 'itbeit Vieh bis jetzt abgeliefert worden 42 463 Sinter, 67 476 Schafts 7.875 Ziegen und 7176 j«n-tPft^.e-«nd Zuchrstuten. ' -

. Wie dar8»tal«n,." berichtet, so« »u4 GrsevniS im Wahlkreis öSeffen-Raffau wegen zahlloser formeller BerftSsie, sowie tvegen behaupteter -esetzwidriaee BteinsiNffunsen anaefochten werben. Eine Bestätigung dieser Meldung konnten wir bisher nicht erlangen.

Die ÄerchsZagsäbgeor-nelen Sachsens.

' Die parlamentarische Vertretung des Freistaates Sachsen im neuen Reichstag gestaltet sich nach den amt- hebeu Ergebnissen folgendermaßen:

Dcutschnaüonale 6 ( 4)

Deutsche Volkspartei Demokraten Mehrheitssozialisten llnab änqige Kommunisten

7 :( D.

8 (7)

9 (17)

9 ( 3)

' 35. (32 )

Der neue Dsyr. Lanblag.

. WB.- -München, '8. -Juni-. BoÄrn^zDs M gebnis für den bayrischen La?csitcisij Die Mandate verteilen sich für den kommenden Landtag wie folgt: Mehrheitssozialiften 19, Unabhängige 16, Kommunisten-einen, bayerische Volkspartei 64, deutsche Volkspartei -und deutsch- nationale Volkspartei zusammen 17, bayrischer Bauernbund 19, Demokraten 8. Außerdem sind noch 15 Sitze auf Grund der Restziffern und 15 Landessitze auf die Parteien zu verteilen. Die sozialistifthen Parteien vereinigen demnach auf ihre Parteien 36, die bürgerlichen Parteien zusammen 89, ohne die vorerwähnten 30. Die Stimmenzahlen verteilen sich fplgendermasten: Vämi.'che Volkspartei und deutschnationale Partei zusammen 404611, Unabhängige Sozial- denivkraten 388613, Demokraten 235 494, Bauern- bunb 235 435. kommunistische Partei 51174

Spa.

Die Konferenz am 5. 3«Ü.

WB; ®ri|f<G 8. Juni. Hava» meldet, daß? nachdem Millerand der Verschiebung der KoNferkei von Spa zügestimmt habt, diese nunmehr am h. J»li 'tattfinden wird. Ihr wird eine Komeren, der Prr- mierminifter der alliierten Staaten vorangchen, die am 2.5 3. und 4. 3ult. in Brüssel abgehaiten wird.

Ein englisches Postabkommeft mit Rntzland.

WB. Rotterdam, 8. Juni. Die »Times" cnälM. daß die englische Regierung im Begriff ist, er« Ss- » äbkowmcn mir Rußland abzuschließen. Die Franzos«: wider etzc« sich der Absicht, da dies die Merlennung der Sowjctrcgierung bedeute.

Polnischer Generalslabsbericht.

Wll. KopenvagtN, 9. Juni. Einem Telegramm an» SSarschMt üufolre besagt der letzte polnische Äe'ueralstabLbinchb: ?l« der Bereiina und am Dnjevr stellten, hie Bolschewisten ihre Versuch: ci«, d.e no » uneben Brilckctzköpft aus dem -östlichen Wer zu »ürinen upd den Uederging zu erzwinge». Südöstlich von Kiew besetzten die Polen Rzyszczen. Die Siebt KM befindet sich außer Gefahr. Aus dem östlichen' U ff des Dnjepr entwickelten dir Auwührer ein: :e.>Sr.*e Tätigkeit und kampsen mit --Erfolg gegen die Kölsche» reisten. Zwilchen dem Dnjepr und der rumänischen Grenze ist die Lage andauernd günstig für dir.PoleU. Die seit einigen Sagen andauernde» großen Kavallefie- länichje nahmen für, die Polen eine günstige WcnduuK. Eme feindliche Brigade ging zu den Polen über. Außer« deut wurde eine, ganze Rc>tcretdivisio« der Bolschewisieu ausciuäudergeiprengt. Die berüchtigte Reiterei Buden» nys, die Hoffnung der Bolschewisten, erlitt eine voll- stand gc Niederlage.