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Ei nrück« ngsgebu b r: Die8gesv.Kolonelzeileod. deren Raum 1.Mk^ die 4gew. Zeile i. Reklame- teil 3. Mk.. 25°<<,Teuerungszusch!. Offertgebühr ZOPsy. Bezugspreis:BierteljährliÄ 12.90 Mk., inonatl. 4.30Ml für Bostbezug vierteljäbrl. 12.96 Mark, monatl. 4.30 Mk. Die Nummer 20 Hfg.

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AmMches Organ Wr Siadl- uns Landkreis Kanau

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str.127

MMWSch den 2. Juni

1926 -

Das Neueste.

Am Abgeordnetenhaus der Tschecho-Slowakei «,b der Ministerpräsident eine Erklärung der Regierung ab, auf die die deutschen Vertreter Mdekt-eir-

Jn Oesterreich' wurde die Weiterbestehung is Arbeiter-räte gefordert.

Die Meldungen, daß Ostpreußen als Go- Arenzone erklärt worden sei, treffen nicht zu.

Noch Blättermeldungen ist in Belgien eine LrdinettZkrise zu erwarten.

Aus dem lschechv-flowakifchen Parlament.

Eine Erklärung der Regierung Erwiderung der Deutschen.

WB. Prag, 1. Juni. (Tschecho-flowakisches Pressebüro.) Im Abgeordnetenhaus gab Mi- msterprästdent T u s a r eine Erklärung der Re- jitrinig ab, in der eS heißt: Wir verstehen von «erschlichen Gesichtspunkten aus die Stellung da Deutschen und Magyaren, und daß sie sich M schwer in die neuen Weltverhältnisse ein- Wen. Wir glauben, daß die Deutschen an der Ausgestaltung des Staates ruhig Mitarbeiten raten. Die Klage, daß die jetzige Verfassung eine oktroyierte ist, die ohne das Zutun der Deutschen entstanden sei, erscheint rechtlich un- Mg. Wenn deutscherseits auf die lange Dauer der nicht gewählten Nationalversammlung ver- mesen wird, so müssen wir unsererseits auf die Latsache Hinweisen, daß sich die Pariser Frie- «vechandlungen unerwartet verzögert haben. Unsere Wahlordnung mit ihrer Sicherung der ^iNrM4DLrr^tung- liaewlste anerkannt worden. Der üicnf wendete sich sodann dagegen, daß das deutsche Schulwesen vergewaltigt worden sei, und fuhr fort: Das Wahlergebnis ist nicht bloß auf unserer, sondern auch auf deutscher Seite ein klurer Fingerzeig, daß unsere Völker von ihrem Parlament vor allem wirtschaftlich« und soziale stbeit verlangen. Der Ministerpräsident be­sprach dann die Ernährungslage. Er kündigte Ganges Vorgehen gegen den Wucher an. Die Regelung des Verhältnisses zur Kirche wird auf der Basis des Grundsatzes der Trenn- ung durch geführt. Der soziale Umbau der agrarischen Produktion kann nicht isoliert blei­ben. Man muß auch mit einer neuen Aeoa in der industriellen Produktionsordnung beginnen.

Zeit sei gekommen, wo die S o z i a l i -- sierung des Kohlen- und Erzberg- daues aktuell geworden sei, ebenso die uaatlich e K o h le n b e w i r 1 s ch a ft u n g. Die Regierung werde die Krankenkassen zur «Grundlage für den Aufbau der sozialen Ver- dcherung benutzen. Sie werde ihre Mitgliedschaft an dem internationalen Arbeitsamt des Völker- dundez zur Verwirklichung des Bestrebens ver­enden, dir sozialpolitische Gesetzgebung zu in= ^nationalisieren. In Besprechung der Teschener möge sagte Tusar: Wir hegen gegen Polen oneffeindseligen Gefühle. Wir rasseln nicht mit

Säbel, aber unser gutes Recht, auf das wir nicht verzichten., werden wir verteidigen. Wir wünschen mit allen unseren Nachbarn in Frie- und Ruhe zu leben. Niemand fordern wir gegen niemand hegen wir feindselige Ab- Mten. Im übrigen wollen wir in der auswär- ^oliti! die bisherige Richtung einhalten. < Dr. Lodgmann gab namens des schen parlamentarischen Verbandes eine Er- ab, in der er u. a- sagte: Als gewählter ntreter des im tschechischen Staate un t er = ruckten deutschen Volkes erklären JJ °ai unserem Eintritt in das tschecho-slowa- W Parlament feierlichst vor der Bevölkerung States, vor ganz Europa und der gesam- arteten Welt folgendes: Durch den Frie- nsvertrag von St. Germain entstand mitten in Uropd ein Staat, welcher neben 6^ Millionen Räbchen auch fast 4 Millionen Deutsche umfaßt, rgebens versuchten wir das Schicksal unseres ^edlungsgebietes selbst zu bestimmen. Ver- ? wiesen wir darauf hin, daß «in so ge- ^^at eine stete Bedrohung des euro- tchen Friedens bilden würde. Wir erklären Zierlichst, daß wir keines dieser Gesetze als für uns ver- anerkennen. Wir verkünden dem- feierlichst, daß wir niemals a u f - ' b § Selbstbestimmungs- / unseres Volkes zu fordern. Lichte: Redner sprach namens der deutschen unonal-sozialfftischen Partei Ingenieur "Ung. Ex sagte u. a.: Die Einverleibung der

deutschen Provinzen stellt sich als eine völlige Mißachtung des von den alliierten und assoziier­ten Mächten verkündeten Selbstbestimmungs­rechtes dar. Wir deutsche Nationalsozialisten erklären daher, daß die auf die Festsetzung des Staatsgebietes der tschecho-slowakischen Republik bezüglichen Bestimmungen im Friedensvertrag von St- Germain eine ungeheuerliche Geschichtslüge darstellen und wir diesen Vertrag nie als Rechts quelle an erkennen können. Die Fortdauer des am deutschen Volke ver­übten Unrechts verhindert die Beruhigung der Welt und die wirtschaftliche Erneuerung Euro­pas. Für diese Ueberzeugung wollen wir auf dem Boden des tschecho-slowakischen Staates und seiner ersten erwählten Volksvertretuna jederzeit unsere Stimme erheben und für das Eigenrecht und Eigenleben unseres Volles alle unsere Kräfte einsetzen Die Mitarbeit an der Gesetz­gebung dieses Staates solle diese unsere Rechts­auffassung in keiner Weise beeinträchtigen. Die Sitzung wurde behufs Beratung über die Aus­schußwahlen abgebrochen.

Die ArZetterraLe in Oesterreich.

WB. Wien, 2. Juni. In der gestrigen Sitzung des Reichsarbetterrates betonte der Berichter­statter über die politische Lage, Friedrich Adler die Notwendigkeit, an dem System der Arbetterräte sest zuhalten, denn der Arbeiterrat habe die Einheit des österreichischen Proletariats erhalten. Abg. Otto Va u meinte, die Auslösung der Koalition-würde zur Bildung einer neuen .Revolution unter einer neuen Form führen, da die Arbeiterklasse sich gegenüber einer rein bürgerlichen Regierung, die versuchen wollte, gegen das ProlÄariat aufzutreten, nicht mit der bisherigen Opposition begnügen würde. Auch er sei gemäss her Ueberzeugung der überwiegenden Mehrheit der Arbeiterschaft für die Aufrecht-

schast gegenüber der drohenden Reaktion au keine Organisation ihrer Macht verzichten könne.

WB. Wien, 2. Juni. In der Sitzung des Reichsarbeiterrates brachten mehrere Redner das Verhältnis zu Rußland zur Sprache. Die kom­munistischen Redner wandten sich hauptsß gegen das Weiterbestehen der Koalition, jedoch

auch der Kommunist Friedländer betonte, die Einführung der R ä t e c e g i e r u n g Oesterreich zurzeit n i ch t m ö g l i ch sei.

daß in

WB. Paris, 1. Juni. Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" versichert trotz aller gegenteiligen Behauptungen, die Konferenz in Spa werde jedenfalls auf den Monat Juli verschoben werden.

WB. London, 2. Juni. Reuter erfährt, Südafrika werde in der Delegation des englischen Reiches in Spa nicht vertreten sein, da die südafrikanische Regierung der Meinung sei, daß ihre Ansichten zur Genüge bekannt sind.

Zur EntschWigungsfrage.

Ein gemeinsames Vorgehen gegen England.

Ipu. Paris, 2. Juni. Obwohl nach der Konferenz in Hyths von amtlicher Seite in Frankreich und durch Millerand selbst behauptet wurde, daß Uebereinstimmung erzielt sei und Frankreichs Pläne angenommen wurden, woran die eingeweihten Kreisen zweifelten, tritt jetzt die Wahrheit näher in Erscheinung. Seitens der Regierung wird jetzt zugegeben, daß Frank­reich seinen Standpunkt in der Entschädigungs- frage nicht durchsetzen konnte und auch für die Konferenz in Spa sich die Aussichten noch in keiner Weise geändert haben. Es find neue Ver­handlungen notwendig, um bei England zu erreichen, daß es mit der französischen Auffassung Rechnung hälti Auffallend ist, daß auch die übrigen Verbündeten jetzt einen Schritt getan haben, um ihre Schulden an England so lange aufzuschieben, bis sie aus der deutschen Ent­schädigung getilgt werden können. Es wird hier vermutet, daß Frankreich die Triebfeder zu diesem Vorgehen gegen England gewesen ist, um England auch mit den übrigen Verbündeten in Konflikt zu bringen. Es haben in Paris Besprechungen zwischen Frankreich und den Ver­tretern der kleineren Nationen stattgefunden, um evcntl. ein Zusammengehen in verschiedenen Fragen zu erreichen. Darauf wird auch das Gerücht zurückgeführt, daß Italien die Auf­schiebung der Konferenz in Spa gefordert habe.

Die DrMmrifiertmg Europas.

Das Neue Wiener Tagblatt schreibt:

Der Friede der in Paris zelebriert wurde, ist nicht in der Welt. Ein blutiger Krieg, der c u s s i s ch - V o l n i s ch e, lobt an den Pforten

Mitteleuropas; in Vorderasien blitzen überall die Waffen, im Kaukasus, in Nordp ersten, in Mesopotamien, Syrien und Palästina. Hier waren die eigentlichen Beutestücke des großen Krieges, aber die Nationen daselbst wollen vom Segen der europäischen Zivilifrt^u nichts wissen. Sie empören sich gegen da? --'?anbat der Großmächte. So züngelt Krieg auf allen Seiten aus dem Pariser FriedenSmachwerk. Nicht min­der schlimm ist die Erbschaft, die die Pariser Friedensstifter dem armen Mitteleuropa hinter­ließen. Die französischen Politiker stehen heute betrübt vor den Trümmern des alten Oester­reich-Ungarns, dessen Zerstörung ihr Kriegstriumph war. Sie ersehnen die wirtschaft­liche Einheit, die sie zerschlagen haben, zurück. Die schwerste Sünde an der europäischen Zivili­sation war die Entfesselung der n-atio- nalistischen Eroberungsinstinkte in den neuen Staat sgebilden. Tschechien und Oberschlesien sind ab­stoßende Beispiele der Balkanisierung Mittel- europas Hier ist sinnlos die wildeste Brutalität auf Gebiete losgelaffen, die von deutscher Schaffenskraft durch Jahrhunderte zu Stätten blühender Kultur emporgearbeitet worden waren. Es ist kein Segen auf demschleißgen Frie­den". Seine Schöpfer haben Elend und Krieg ausgesät. Ihr Werk wird zusammenbrechen.

Die amerikanische OeffenMchkell gegen WUssn.

Ipu. Washington, 2. Juni. Anläßlich Wil- sons Einspruch gegen die angenommene Frie­densresolution, bringen die amerikanischen Zeitungen sehr scharfe Bemerkungen über die Art und Weise, wie das amerikanische Volk jetzt regiert werde. Eine Volksmehrbeit spreche sich für den Frieden aus und der Präsident, dem och die Minderheit das Vertrauen schenkt,

>as Urteil der Modert ^u sein Pro­gramm, das Schiffbruch gelitten habe, und auch von der Volksmehrheit verurteilt werde, nicht zu verletzen. Das amerikanische Volk sei zurzeit tatsächlich ohne Regierung, da nicht nach seinem Willen regiert werde, sondern mit der Kriegs- diktatur, die keine Berechtigung mehr habe.

Die MögttchKeit eines

-olschemMschen Angriffes.

In der ,Kreu^eitnng" wird die Möglickkeit be­sprochen, daß die Bolschemiki Polen nieocrwerfen und dann Deutschland bedrohen. Im, auswärtiflen Aus­schuß des bayerischen Landtages habe der Vertreter der Regierung mitgeteilt, daß die Reichsregierung etwas authentisches mcht wisse, hingegen die Frage eines bolschewistischen Angriffes mit einem Optimismus be­trachte, den die bayerische Regierung nicht teile. Man tue in Dentschland j^cnfallS gut, mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die Bolschewiki vordringen und an der Hoffnung nnd Absicht in russischen und in deutschen Kommunistenkreisen sei nicht zu zweifeln, daß die Ver- biudung eines russischen Angriffes und deutscher Putsche etwa im Ruhrgebiet oder in Mitteldeutschland den Sieg des Bolschewismus in Ost-und Mitteleuropa endgültig herbeiführe. Bis jetzt sei aber kein Anlaß zur Nervo­sität und von wirklich großen Erfolgen der Sowjet­armee sei keine Rede.

Wie es um Rußland sieht.

DemVorwärts" wird aus Wien berichtet: Dem Kreisarbeiterrat überbrachte ein aus Rußland zurück­gekehrter Kriegsgefangener hie Grüße eines Kameraden. Da er für die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen mit Rußland eintrat, ivurde Aufschluß über die Ver­handlungen gegeben, die seinerzeit in Rußland und Londou mit ritssischen SeuoiWdjaften geführt wurden. Die Russen hätten gar keine Zusage machen können, wirklich etwas zu liefern. Dentschl.-Oesterreich könne keine drei Wochen von dem leben, was Rußland 'schicken würde, selbst wenn es Lokomotiven und Wagen hätte.

WB. Berlin, 1. Juni. Zeitnngsmcleungen zu­folge soll von feiten des Reichswehriuiniiterluuis wegen angeblich drohender bolschewistischer Gefahr Ostpreußen als Gefahrzone erklärt worden sein. Diese Meldung ist unrichtig. Militärischerscus liegt zu einer solchen Maßnahme keinerlei Veranlassung vor.

Die Lage im Orient

Ipu. Konstantinopel, 2. Juni. Während sich die Rationalisten von Anatolien bis zu den Dardanellen fest behaupten und ihre Macht aus- zubreiten suchen, wogegen England beinahe nichts unternimmt, suchen die englischen Abwehr­maßregeln zunächst in Kaukasien eine Scheide­wand zu errichten, um alle äußeren Einflüsse von Kleinasien von dieser Richtung abzuhalten. Von der Äüm aus, wo der General Wrangel mit Entente-Unterstützung operiert, werden an der Küste entlang an der Schwarzen See die kaukasischen,Strecken von Türken und fremden Elementen gesäubert, wobei vielfach kurzer Pro^ zeß gemacht wird. Die Türken die sich nichM zu schulden kommen ließen, werden deportiert, während alle Personen, denen feindliche Ee-

sinnungen zugeschrieben werden, aufgehäygt oder erschossen werden. Deren Zahl wird von eng­lischer Seite bereits auf einige Hundert ange­geben. Jetzt folgen Ententetruppen nach Baku, um die Front nach Persien zu errichten und bett Kaukasus in zwei Teile abzuschneiden. An der nördlichen kleinasiatischen Küste will man eben­falls Truppen landen, um von Norden aus in Kleinasien aufzurücken auf Kemal Paschas Heer. Ob die Entente über so bedeutende Truppen- massen verfügt, ist sehr fraglich, besonders so­lange die persische Gesahr nicht abgewendet ist.

wb. London, 2. Juni. (Unterhaus.) In Erwiderung auf eins Anfrage betreffend die An­wesenheit englischer Streitkräfte im Schwarzen Meer, sagte Lang, die englischen Kriegsschiffe würden den Schiffsverkehr mit der Krim solange schützen, bis zwischen der Armee Wrangel und Sowjet-Rußland der Waffenstillstand trögen schloffen worden sei. Die Unterhandlungen über den Waffenstillstand würden demnächst beginnen. Ferner hätten die englischen Kriegsschiffe den Auftrag, einen Angriff der Sowjettruppen ent­lang der Küstensträße nach Baku zu verhindern.

Die Lriautschrnr-Frage.

Jpu. Peling, 2. Juni. (Oftasiatischer Dienst.) * Die Kioutschau-Frage hat zu einem neuen Zwi- schensall geführt, nachdem die chinesische Regie­rung an Japan mitteilte, sich nicht auf Verhand­lungen auf Grund des Versailler Vertrages in dieser Frage einlassen zu können. China fordert von Japan die militärische Räumung dieses Gebietes zunächst vorzunehmen, worauf die wei­teren Besprechungen folgen sännten. Daraus läßt sich Japan noch nicht ein, will aber unter allen Umständen mit China zu einem Vergleich kommen, da es den chinesischen Boykott seiner Waren jetzt mehr als bisher fühlt, wovon du Krise erst in das Stadium der Kaiaftrophe ge- ina wird von fremden Mächten in

öffentlich berichtet. Dabei wir esnerstits an England gedacht, dessen Interessen in China stark zunehmen und andererseits an Amerika, dessen Politik bekanntlich stets gegen Japan ge­richtet ist. Verständige japanische Diplomaten haben leßter Tage die Regierung auf die Not­wendigkeit gewiesen, den Streit mit China nichi zu erschweren oder in die Länge zu ziehen-^Es wird nun erwartet, daß sich eine japanische Kommission in den ersten Tagen nach Peking begibt, um dennoch zu trachten, zu Vorhand- ' längen zu kommen. Japan braucht auA seine Truppen, die jetzt, noch im Kiautschau-Gebiete stehen, dringend für seine Operationen in Si­birien und zum Schutze Koreas, wo der Auf­stand nur so unter der Asche glüht. Vielleicht wird die Lage aber erst nach den japanischen Wahlen erledigt und geklärt, da ein neues Ka- binet zu erwarten ist, das eine gemäßigtere Politik gegenüber China führen wird.

Eine belgische Minilterkrise bevoxstehsnö?

WB. Brüssel, 2. Juni. (Harms.)Librt Velgique" befürchtet, daß in Folge der Siebs des 'Ministers des Innern, Renkin, auf dem Katholikenkongretz und der deswegen am Montag im Miniflerrat stattgehabten Debatte das Kabinett sich virtuell im Demiffionszufland befindet. Die Krise werde binnen kurzer Zeit offen werden. Renkin werde demiffionierey was die Umgebung des Ministers nach sich ziehen wird.

Dis soziaUftifchs Parlei Amerikas über Kirche und Religion.

Ipn Washington, 2. Juni. Auf dem Partei­tag der sozialistischen Partei Amerikas, der m New-York stattfand, wurde ein Antrag um dre Bekämpsung der Kirchen und Pieligion in das Parteiprogramm aufzunehmen, mit großer Majorität abgelehnt. Die Gegner des Antrages begründeten die Ablehnung damit, daß in einem Lande wie Amerika die Massen religiös aennnt blieben, wenn auch weniger aus Über­zeugung als aus natürlichen Ursachen. ... - einer systematischen Bekämpfung der Kirche würde die Partei sich den Vollsmaßen nie nähern können, sondern gegen sich emneymen.

Eine Anleihe für Armenien.

WB. Paris, 1. Juni. Laut Daily Mail schlug ver amerikanifcheSenatorHUschcock vor, Urmemen eine Anleihe von 10 Millionen Pchad ffrr den wirtfchastlichen Wiederaufbau zu bewulrgen.