Sanauer
General-Anzeiger
Amkliches Organ für SlaSl- «nd Lankkreis Lama
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«r. 124
Samstag den 29. Mai
1920
z, ba fta«Mscheu Kammer wurde »ach längere« yftaatgtn MikerandS eine Tagesordnung Colrat Mimmurn, «ach der der FriedeuSvertrag von zsM<S Deutschlaud die volle Wiedergutmachung iW _
fc der Konferenz m Spa werden^ auch Vertreter jwedaS und SustralienS teiluchmeu.
Bürger und Arbeiter
M zwischen Bürger und Arbeiter aufräumeu." Wn Satz prägte Frl. Dr. Anna S ch u l tz- Kmlkfmt ftt dov am Donnerstag abgehaltenen Werverstmmäung der deutschen demokratischen I AM in Hanau. Ein Satz, dem endlich Folge 'Msiet werden sollte, damit unser Volk nicht wH mehr -scfplfttert wird, ÄS es so wie so schon K. Ein Halbes Jahrhundert und länger ist der Tischen Arbeiterschaft die Ueberzeugung eimge-- Dm«rt worden, daß sie «tue Laste für fich 8, die keknerlet Interessen mit anderen Vollsten habe. Alles, was außerhalb chrsS Krei- $ stand, tat man verächtlich als ^Amrrgwis" L Selbst der Handwerker, der kleine Land- MM, Äle jene handarbettemden Leute, die vom Oe» Marge« M zum spDen Abend den Kampf m ihre Existenz mit Gver HMde Arbeit täglich <O neue führen umßte, von den Kopfarbeitemr
R abgesehen, warf die foMldcmokrattsche Wissensthast kaMöchÄrld m der feindlichen .regsten ätefc Mass«". AW dieser der sinnlose Klastenkampf.
M „DsurgeÄS" oder wenn man etwas höflich« W wollte, aus Bürgern und Arbeiten. Arbeiter vrrm We Jßrsletarter*, Bür^r schlechthin die .SapLaÜfien". Diese Doktrin hüt unser Volk
mte. So wollte es die Sozialdemokratie, weil diese EkuschächbÄung und SpaLmg des MlkG für ihre Kanchfcheorte nüttg hatte.
I ^»leiertet* geworden, % wie auch Frl. I ^Schnitz am Donnerstag ausführte, St feinen I Mwühmev und feiner LebeuZhaltung weit unter I gewerkschaftlich organisierte Arbeiter schafl I Mibgesunken und statt unaufhaltsam weiter. I kt» MeS. gewaWges Ringen, das der I Melstand, der geistig, gewerblich wie auch der I der Hand arbeitende Teil unseres Volkes, I feilte Listen; führt. Die bitte« Not, von I °er die Arbeiterschaft oftmals kaum etwas ahnt, I ^>l sie nicht lärmend auf die Straße geht, hat
■‘eilten Leute in Stadt und Land angefaßt. Es W ein MeS, ein gewalttges Heldentum in die- Eampfe ums Dasein gegen den ungeheuren Aruck von oben und unten, gegen die wirtschaft- und polttische Zwangswirtschaft von allen ^kn, die allgemach sich zu einer unerhörten imteiwirtschaft, zu einem Terror ohne Vorbild ^d Beispiel auSwächst.
Mit dem Klassenunterschied zwischen B ü r- !ern und nArbeitern muß man endlich Mäumen. Jeder Bürger ist Arbeiter und jeder Weiter ist Bürger. Wenn man schon einen ^terschied machen will, so ist eS der, daß heute Arbeiter viele Rechte und hohen Lohn, der ödster aber wenig Rechte und oftmals ein viel Eiligeres Einkommen hat. Unseres ErachtenS liegt absolut keine Ursache vor, den Bürger Wmew mit „Bourgeois" abzutun und die Weite rittest mit „Proletariat" zu bezeichnen. Kurzer und Arbeiter sind Namen für dieselbe Klonen. Nichts rechtfertigt die Kasteneintei- Wn, der sich eine weltfremde Theorie als Zank- M bedient. Dieser willlürlich konstruierte "assenunterschied nutß endlich überbrückt wer- 'n. Jeder Arbeiter ist Bürger ohne Unterschied, aber auch jeder hat die Pflicht, allen Kräften am Wiederaufbau unseres ■Wetlanbes mitzudrbetten und gemeinsam zu “Wen in der großen Schlacht, in der um Sein ’®er Nichtsein unseres Volles gerungen wird, noch niemals ein Voll um seine Exfftenz Sckampst hat. Deshalb fort mit der Klassenein- 5^118 und vor allem mit der Lehre, daß die Arbeiterschaft eine Klasse für sich bilde! rh.
Millerand
, über die WiederguSmachrrng.
t Eine Debatte in der französischen Kammer.
i (Drahtbericht.)
; . WB. Paris, 28- Mai. In der heutigen Kammersitzung begründete der gemäßigte Sozialift Paule A u b r i o t feine Interpellation über die ' Festsetzung der von Deutschland zu zahlenden Wiedergutmachung. Man müsse die Deutschen daran erinnern, daß sie Verpflichtungen aus dem Friedensvertrage von VersÄlles hätten, die sie erfüllen müßten. Der Teil des Vertrages, der die Franzosen am meisten interessiere, betreffe die Wiedergutmachung. Wie immer auch die Globalsumme der deutschen Schuld sein möge und auf welche Weise man sie auch festsetzen werde, diese Aufgabe käme der Wiedergut- machungskommiffton zu. Die Frage fei nun, ob die alliierten Regierungen berechtigt seien, sich, ohne die Parlamente zu befragen, an die Stelle des Wiedergutmachungsausschusses M setzen. Der Vertrag von Versailles fei für viele Deputierte ein Minimum der Rechte Frankreichs gewesen. Wolle man also nun sich einem schrecklichen Abenteuer ausfetzen und einen Teil dieser Rechte verlieren, indem man ein neues Minimum annehme? Der Anteil der Wiedergutmachung, der Frankreich z-ufalle, hätte vier bis fünfmal größer sein müssen, als der, der England zu gesprochen werde. Die PoRttk der Generosität gegenüber Deutschland werde einzig und allein auf Kosten Frankreichs gehen. Der Interpellant warnte deshalb und ersuchte die Regierung, der maskierten Armut und Misere Deutschlands zu mißtrauen. Er hoffe, daß die Regierung noch sagen könne, daß sie sich nicht verpfttchrer, rm-ü Wc Hpa ^jgfeJä^^ Mx konservative Abgeordnete Baudry d'Affon versuchte M Beginn, über die Jntörsssem Frankreichs im Orient zu sprechen, wird aber vom Mnisterprafidenten Mllerand rmtecbrochsn, der erklärt, daß die Regierung nicht in der Lage sei, irgend etwas über den türkischen Friedensöer- trag zu sagen. Baudry schließt sich deshalb den Ausführungen des Abgeordneten Aubriot an und unterstreicht die Tatsache, daß Deutschland zahlen könn«. Zu behaupten, Deutschland könne nicht zahlen, sei eine reine Hypothese, ein Be-
Millerand erklärte hierauf, in den bis jetzt stattgfundenen' Unterhandlungen fä noch keine Verpflichtung übemom- men worden. Die Miierten gingen nach Spa als Fördernde, aber nicht als Verteidiger mit vollkommen freien Händen, um die Ausführung des Friedens Vertrages, aber nicht dessen Revision zu erzielen. Deshalb habe er auch dem Abgeordneten Aubriot gesagt, Äs er ihm seine Jn- terpellattom anfünbigte, daß keine Debatte über die Vorberatung erfolgen könne. Er müsse an die Erflärungen von San Remo erinnern, aus denen klar hervorgehe, daß die Miierten nach Spa gingen, um die A n w e n d u n g des V er= sailler Friedensvertrages zu erzielen, aber nicht, um ihn zu revidieren. Die Kontrollkommlssionen würden mit Wachsamkeit und mit aller erforderlichen Eile ihre Aufgaben weiter verfolgen. - Die Entwaffnung Deutschlands sei die erste Be dingun g des Weltfriedens. Diese wichtige Klausel müßten die Miierten mit allen Mitteln zur Durchführung bringen. Es wäre eine Ungerechtigkeit und ein Skandal, wenn die Urheber des Krieges nicht die Schuld, die sie sich verpflichtet hätten zu zählen, vollkommen entrichten würden. (Beifall.) Selbst ein bankrottes Deutschland würde das französische Volk nicht davon befreien, den Opfern dieses Krieges diese Summe zu bezahlen. Elsaß-Lothringen und ganz Frankreich seien dasür Bürgen. Er habe sich bis jetzt niemals erlaubt, auch nur einen Schatten der Kritik gegen irgend einen Urheber des Vertrages aus- zusprechen, er wolle auch heute damit nicht anfangen. Die letzten vier Monate, seitdem er sein schweres Amt führe, hätten ihn davon überzeugt, gegenüber welch ungeheuren Schwierigkeiten die Urheber des Vertrages sich befunden hätten. Er würde diese Schwierigkeiten leichtferttg durch eine Kritik verkleinern. Er nehme deshalb den Vertrag wie er sei.
Nachdenl Millerand sodann die Artikel über die Wiedecgutumchung verlesen hatte, erklärte er, er lege den größten Wert darauf, daß die Wiedergutrnachungskommissionin Funktion bleibe, denn sie sei das Organ, das die Jurisdiktion und Verwaltung bestimmen könne und über die Ausführung der Vertragsklauseln wachen müsse. Die Kommission müsse vollkommene Freiheit unh Autonornie haben. Sie habe am 12. Mai eine befriedigende Antwort in- i bezua auk die Bons erhalten, die Deutschland als
Anerkennung seiner Schuld geben müsse. Diese Bans aber würden erst wertvoll an dem Tage„ an dem man sie diskontieren könne. Es sei eine Tatsache, die mehrere französische Freunde mit einer Lebhaftigkeit hervorgehoben hätten, daß es von besonderem Interesse sei, sobald wie möglich den Betrag der deutschen Schuld zu finanzieren und deshalb habe man die Möglichkeit ins Auge gefaßt, schon jetzt den Betrag dieser Schuld festzusetzen. Diejenigen, die damit nicht übereinstimmten, behaupteten nun, damit käme man zu einer Revision des Vertrages, die nur mit Zustimmung der Parlamente möglich sei. Dieser These trete er formell entgegen. Durch den Vertrag sei bestimmt, daß die Wieder gutmachunzskonrmi ssion .am 1. Mai 1921 diese Schuld festgesetzt haben müsse, ihr aber nicht verbiete, daß das schon jetzt geschehe. Er gebe zu, daß es gewisse Ungelegen- hetten habe, nicht bis zum 1. Mai 1921 zu war- tn, weil man dann wertvollere Aufklärungen hätte. Aber die $hm|t des Staatsmannes sei, zwischen großen Angelegenheiten zu wählen. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges lasteten auf allen wirtschaftlichen Unternehmungen, namens lich auf denen Frankreichs. Dieser Lage müsse ein Ende bereitet werden. Keine Ziffer sei festgehalten. Der, der sie zitiert habe, habe falsch interpretiert.
Millerand erklärte weiter, die Auskünfte, die man seit einem Jahre erhalten hatte, gestatteten, den Betrag der französischen Wiedergutmachung auf 200 bis 210 Milliarden z u schätzen. Nach dem Stand vom 15. Juni seien das 70 Milliarden Gold- mark. Diese Schätzung beruhe nicht auf der .ZahlungsUnfähigkeit Deutschlands, sie hätte einfach den Zweck, den Gedanken festzuhalten. Der
I Wert der Pauschalziffer Hänge von vielen anderen Elementen ab und zwar ersten? von den Zinsen, zweitens von der Priorität, drittens von der Frage, ob die Lieferimgen in die Surmne einbegriffen sein sollen oder nicht. Millerand erinnerte an die letzten Erklärungen Banar Laws im englischen Unterhaus, woraus Herb ergehe, daß England Frankreich die Priorität verweigere. Das wichttgste aber sei, daß man in alliierten Ländern effekttve Realisierungen in Fonn von Kapitaltenentsch ädigungen und internationalen Anleihen oder etwa in einer Serie von Anleihen geben wolle, woraus hervorgehe, daß die Miiecten eng verbunden sein müßten, um Wiese Anleihen zu kontrollieren, sodaß also keiner der Stotterten isoliert fei in der Verteidigung seiner Interessen gegenüber den Söldnern. Eine andere Methode bestehe darim, lange Jahre auf Zahlungen zu warten. Die jetzt angenommene Methode aber zwinge, nicht länger als 20 Jahre auf den Vertrag zu starren und man gebe nichts dabei auf die französische Regierung. Die alliierten Regierungen wollten nichts von ihren Zentren aufgeben, narneutlich von den besetzten deutschen Gebieten- In San Remo habe man dies nicht nur betont, sondern auch erklärt, daß, wenn Deutschland sich länger seinen Verpflichtungen entziehe, Neue Gebiete besetzt werden könnten. Er wiederhüle, daß die Polittk Frankreichs eine Politik der Union mit seinen Alliierten sei, aber auch eine Politik des Einverständnisses mit Deutschland. Man wünsche lebhaft, daß Deutschland begreife, daß es nur nack> Wieset Richtung hin für Deutschland das Heil gebe. Aber um diese Polittk eines Einverständnisses und einer Union zu realisieren, müsse man zu Handlungen schreiten, die offen eine Polittk der Realisierung und der Verantwortlichkeit verfolge. (Lebhafter Beifall außer bei den Soz.) Millerand verlangte von der Kammer das Recht, mit den Alliierten alle notwendigen Garantien studieren zu dürfen, um zu einer raschen Reoli- fierung zu gelangen.
Locheur erklärte, wenn Millerand eine Pauschalsumme von ‘70 ^Milliarden Goldmark angenommen habe, habe er Frankreich in eine schreckliche Lage gebracht. Die Summe sei ungenügend (Millerand ruft dazwischen er habe gesagt, daß noch keine Ziffer festgehalten würde.) Locheur wiederholte, man könne mit Millerand über das Ziel einverstanden sein, wenn er von 100 Milliarden Frank spreche, aber nicht von 66, 70 oder 75 Milliarden Gold mark rede.
Hierauf ergriff Briand das Wort und sagte, 1916 sei auf einer wittschafllichen Konferenz festgestellt worden, daß, nachdem Frankreich das Schlachtfeld für die ganze Welt sei, seine Forderungen einen besonderen privilegierten Eharatter haben werden. Das Unglück sei, daß wenn 1 eine Regierung der anderen folge, ihre erste Sorge sei, beiseite zu schieben, was der Vorgänger tat. Das allgemeine Interesse lnüsse die ■ lerjönlichen Polemiken vergessen machen. Es wurde aelast, daß der Erundiak finaiuüellei
Solidarität niemals aufgestellt wurde. Er aber erkläre, daß ä doch gestellt wurde.
Es wurden acht Tagesordnungen Än- gebracht. Die erste von den Sozialdemokraten, die die Irrtümer im Laufe der Friedensver. Handlungen bedauert und finanzielle Solidarität
der Schäden.
Millerand nahm die Tagesordnung Eolrai an, welche besagt, daß der Friedensvertrag wo Versailles Deutschland die vollkommene Wie» dergutmachung der Schaden an Personen and Gütern auferlegt. Nach längerer Debatte wurde diese Tagesordnung mit 535 gegen 68 Stimmen angenommen.
Ipn. London, 29. Mai. An der Konferenz in Spa läßt England auch die Vertreter von Kanada und Australien 'teilnehmen, die bereits in London ein- getroffen sind. Damit wird das Übergewicht bei politischen Stellung, die England gegenüber Frankreich bisher schon einnahm, noch stärker.
Der -SÄrfch-leMsche Friedensverkrag.
WB. Kopenhagen, 28. Mai. $>a3 lettisch» Telegraphenbüro in Riga teilt mit:1
Die lettische Regierung hat das Friedens» Protokoll veröffentlicht, das am 5. Mai in Berlin von den Delegierten Lettlands und Deutsch- lands unterzeichnet ist und das nach Austausch der Ratifikationen in Kraft treten soll. Die Hauptbedingungen sind: Deutschland er-» kennt Lettland als selbständigen Staat an und zwar sofort, nachdem von den alliierten Mächten diese Anerkennung ausgesprochen worden ist. Sowohl Deutschland als Lettland verpflichten sich, keine Bestrebungen.zu
; unterstützen, sie sich gegen eines der beiden Länder richten, und keine feindliche Truppenbildung auf ihrem Gebiet zu dulden. Deutschland verpflichtet sich zum Ersatz aller Schäden, die die dem deutschen Oberkommando unterstellten Truppen in Lettland angerichtet haben. In Mga wird eine gemischte Kommission die Höhe des Schadenersatzes festsetzen. Lettland erhält alles Kriegsmaterial, das den Truppen BermondiS gehörte, ausgeliefert. Deutschland verpflichtet sich, Lettland Waren auf Kredit zu liefern.
Wie das Wolffbüro hierzu von zuständiges Stelle hört, sind noch folgend« Punkte des Vertrages bemerkenswert: 1. Die oben erwähnte ge- . mischte Kommission wird auch den Wert der von Lettland zu ersetzenden Auswendimgen fest, stellen, welche mit deutschen Mitteln für öffentliche Anlagen auf. lettländifchem Gebiet gemacht worden sind. 2. Beide VertvagSteile sichern fich für den gegenseitigen Handelsverkehr, für industrielle Unternehmungen sowie für die Schiffahrt das Recht der Meistbegünfttgung zu. 3. Lettland verpflichtet sich, den Transitverkehr^ aus Deutschland durch Lettland oder aus anderen Ländern durch Lettland nach Deutschland nicht zu erschweren und keine besonderen Transitabgaben zu erheben.
WB. Paris, 29 Mai. Die Kammer hat gestern die Diskussion der Interpellation über die finanziellen Klauseln des Friedensverttages von Versailles und über die Verhandlungen von Hpfle beendet und eine Vertrauenstagesordnung für die Regierung mit 535 gegen 68 Stimmen angenommen.
Französische BeamtenmitzWirlschaft.
Ipn. Paris, 28. Mai. Im Senat ist von mUitärischer Seite gegen die französische Ve- amtenmißwittschaft in Elsaß-Lothringen ernstlich protestiert und behauptet worden, daß Frankreichs Verwaltungsbeamte so untauglich seien, daß sie die neuen Provinzen wirtschaftlich zu Grunde richten werden. Frankreich habe für die Verwaltung der beiden Provinzen dreimal soviel Beamte notwendig als Deutschland dort 1914 besaß. Das zeigte sich auch in den Ausgaben, denn das Budget sei bereits auf 686 Millionen gestiegen, wahrend Deutschland noch 1914 mit 100 Millionen ausgekommen sei. Dazu müßten noch 450 Millionen aufgebracht werden zum Wiedemufban der zerstörten Gebiete. Die Lasten, die Frankreich dadurch entstehen, seien auf die Dauer nicht aufzubringen, so daß die einst blühenden Gebiete von der Teuerung und Defizitwirtschast verwüstet werden. Die französischen Militärs find in ihren Ms- sührungen über Elsaß-Lothringen ebenso scharf, weil die dort zunehmenden sozialistischen Einflüsse ihnen nicht passen.
* Teresa Sartho, die Schwester des Papstes Pins, ist in Rom gestorben.
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