Ei«r2ckungs,qebübr:Dw8gesv.Kolonelzeileod. deren Sioum EPfg., die 4gem. Zeile i. Nsklame- teil2.S0Mr..25°<oTeuerungszusch!. Offert gebühr 30 Pfg. Bezugsvre» s: Vierteljährlich 10.50 Mk.. monatl. 3.50 Mk.. für Postbezug Vierteljahr!. 10.50
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)is Nummer 15 Pfg.
i, Frankfurt a. M.
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AmMches Organ für Stab!- und Landkreis Sanan
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ür politischen und allgemeinen _- für lokalen und provinziellen ____________„J W. Moritze für Anzeigen und Reklamen A. Brodt. alle in Hanau a.M. Rotationsdruck d. Wai senhausbuchdruckerei danan FernfpreLanschluffe Nr. 1237 und 1238
Rr. 118
Freilag den 21. Mai
"1926
Das Neueste.
In der gestrigen Dtadtverordnetensitzung wurde Wshrrr und stellvertretender Bürgermeister Dr. MüNcr- -nifSwalde zum zweiten Bürgermeister von Hanau ^oählt.
Die Nationalversammlung beschloß gestern mit den Stimmen der beiden sozialdemokratischen Fi '" bie sofortige Aufhebung deS Belagerunaszusti ,„«, Teile« des Reiches.
-raktionen
undes in
Z» Paris wurde dieser Tage über die Wiederauf- »ühme des deutsch-französisch-belgischen Reiseverkehrs (traten.
' Gestern »ahnren in Paris die Verhandlungen über Ä deutsch-französischen Wittschastrbeziehungen ihren Anfang.
Um den Delagerungs Zustand.
An der gestrigen Sitzung der Nationalder- Nnhntg wurde ein allgemein überraschendes Abstimmungsresultat erzielt, dessen Folgen noch nicht zu überschen sind. Die Unabhängigen hatten einen Antrag auf sofortige Aufhebung des noch in verschiedenen Teilen des Reiches be- lehenden Belagerungszustandes ge- Mt, der, trotzdem die Regierung durch den Reichsminister Koch mitteilen ließ, daß eS zu hrem Bedauern nicht möglich sei, den Ausnahme- zfftand noch vor den Wahlen überall aufzuheben, dr es ihre Pflicht sei, die Bevölkerung vor weißen Unruhen zu bewahren, von den Mehr« heitS sozialtste« unterstützt und an. genommen wurde. Die geäußerten Befürch-
'^M wurLey„Mfach beMte geschoben Was DMHechiewürden andauern» aM schipexste verletzt. ^ ^ W wird, steht noch dahin — in varlamenia- — ReichsminM-r Dr. «Öfter t Die Reüben-eg-e- ^r' '^J^ nichen Kreisen spriöbi man von einer Nsaieri^o« ning wird wie bisher in der polnischen Sache dar ^5 : ? ™
krißL. Die Deutsche ANaVmei?e^?- klare Recht des deutschen Volkes ^t wahren Wm RH-iNgebiet-s
löttt, es T6ntw tt5^ 'iM-mm™L insbesondere auch durch mündliche Verhandlungen mit muß, wenn .
' s^J3"?6 ^ «ngenommon werden, daß die -^ Entente, soweit sich die Möglichkeit bietet. die LeraLsetzi
sozialdemokcaten ein Votum hätten geben ”, das gegen die Person des Reichsministers W gerichtet gewesen wäre. Zweifellos liegt es M im Interesse des Reiches, im letzten Augen- dück vor den Wahlen Verwirrung zu stiften, die wf die innere wie auf die äußere Politik in ?^cher Weise ungünstig einwirken könne. Hof- Ech würden sich Mttel und Wege finden
um diese unvorhergesehene und unbeab- Üchügre Störung, die noch feine Krisis sei, zu Mschäifen, bevor sie zu einer Krisis werden könne. Im Laufe des gestrigen Tages fanden Merhalb der KoalittonZarbeite» interfrEio- Ee Besprechungen statt. Heute früh tritt die k-ehrheitssoziafisttsche Fraktion zusammen, um sch gleichfalls mit der Frage zu beschäftigen, wie M ein Uebereinkommen erzielen lassen wird, das Weiterungen des Vorkommnisses aus schließt. D Waldemokratischen Minister rechnen, wie der »lokalanzeiger" hört) bestimmt danttt, daß sie M Fraktionskollegen dahin Bestimmen, daß sie ®«nit einverstanden sind, wenn der Reichskanzler We erklärt, daß der Belagerungszustand nur °a auftecht erhalten werden solle, wo er nicht zu ^ehen sei und daß er auch da möglichst milde handhabt werde.
Sitzungsbericht w^rU^ist Fehrenbach eröffnet bte Sitzung unb W Mitteilung von dem Eingang mehrerer GesetzeS- »srlagen. — Abg. Röhr (Soz.) begründet eine ■luerpellatiott aller Fraktionen mit «'.nähme der Unabhängigen betreffend *
Verwendung farbiger Truppen in dem besetzten Gebiet.
§ ^^" ltn') Kinder, Männer und Knaben seien V^ Wilden eine schauerliche Gefahr. Nur der kleinste der Scheußlichkeiten werde bekannt. In der MM^ Welt watse die Empörung. (Beifall). — Sf^^W’inifte» Köfter: Bis gegen Abend war ^ Nachricht eingelaufen von irgendeiner Zurück- Obiger französischer Truppen. (Hört! Hört!) >7 ^ wollen nicht in eine Rassenhetze eintreten; wir men an die Schwarzen in unseren Kolonien, loelche uns zusammen gefochten haben. Aber die V e r- 'Nanzung von 50000 Farbigen in das
^ur^'?8 ist ein Verbrechen! Die fi^ ^ Amerikas, Englands, Schwedens nnd . wegens haben auf die Franzosen ebensowenig Ein- iiiit-s,-»E'"uiP,wle iiusere Proteste. Von einer ökono- 6),?™ Solidarität Europas kann nicht gesprochen ane ”' solange man die polilische Solidarität mit L^y intt. Wir wollen uns an den Völkeröiind v?uiit der moralische Druck der ganzen Welt U Den Brüdern im Westen wollen wir sagen, ihnen leiden und auf ihre Befreiung < ^'^^ 7- Abg. Frau Zistz (Ll. S.): tarU» tarc” Snftintte entfiamnien nur dem Mili- Dkiit!^?' der überhaupt beseitigt werden muß, wenn »bei- v Sr. die Bedingimgcn des Friedensvertrages ls ,!„ Stärke seines Militärs erfüllen würde, würde „w^ geneigte« Ohr bei der Entente für die Ber- teiln,i?Uu^. der Besatzungstruppen finden. Die Jnter« ^u»«e« hohen Mh Wort o/nw hu »nKHUrfw^ Stab.
heiten, die gegen deutsche Frauen durch deutsche Soldaten begangen worden sind, gesagt. Auch in Rußland, Belgien usw. haben deutsche Soldaten solche Greueltaten begangen. (Stünnische Unterbrechungen, andauernde EntrüstungSrufe: Pfni Teufel!) Mit diesen Zurufen heißen Sie die Freveltaten der deutschen Soldaten gut. (Erneuter Lärm, stürmische Schluß- rufe. Die Rechte, das Zentrum, die Demokraten und ein Teil der Socialdemokraten verlassen den Saal.) Es ist nur ein Rassenkampf gegen die Schwarzen, den wir nicht mitmachen. — Abg. Frau Meude (Vpt.): Für «die Vergewaltiget seiner Kinder kann niemand einen Fimken Liebe empfinden. Vielleicht nutzt es, sich an den Papst zu wenden.
Abg. Kaverenz (dntl.) begründet eine Interpellation betreffend
Maßnahmen der internationalen Schleswig- kommission,
die von allen Fraktionen außer der Unabhängigen und der Bayerischen Volkspartei unterzeichnet ist, und hie üch wegen der Erlaffung dänischer Gesetze und Einführung der Kronenwährung in der ersten Ab- stimmungszone beschwert. Da die Grenze noch nicht festgesetzt sei, seien besonders in der zweiten Zone schwerste Schädigungen entstanden. — Rrichsmiurster Dr. Küster r Die Schritte der dänischen Regierung find weder mit dem Geist noch mit dem Wortlaut des Friedensvertrage? vereinbar. Wir haben am 11. Mai in einer Note in Paris und später in Flensburg protestiert, ohne Resultat. Das Recht ist auf unserer Seite, aber leider nicht die Macht, diese Rechtsbeugung zu verhindern. Nach dem nabe bevorstehenden Abzug der Kommission aus Flensburg werden wir auch die Zollgrenze nach Süden legen können. Ganz Deutschland wird nicht ruben, bis alle unzweistlhast deutschen Landesstämme wieder mit uns vereinigt find (Beifall)
Abg. Pohlemann (Dem.) begründet eine Interpellation aller Fraktionen mit' Ausnahme der Unabhängigen betreffend die Rechte der
deutsch sprechenden BrvSlkerunq in den an Polen abgetretenen Gebieten.
der Entente, soweit sich die Möglichkeit bietet.
Es folgt die Interpellation des Abg. Schultz-Brom
Berg (dntl.) betreffend die
Feier des 1. Mai
und die Erteilung von Urlaub an Arbeiter und Beamte in den Staatsbetrieben am I.Mai. — ReichZ- minister Schlicke erklärt, die Interpellation innerhalb der geschäftsordnungsmäßigen Frist beantworten zu wollen. — Abg. Schrtlh-Bromberg (dntl.)r Dann hat die Regierung ein schlechtes Gewissen und will sich von der Beantwortung drücken. Es wäre Pflicht der Regierung gewesen, für die Aufrechterhaltung der Arbeit am 1. Mai sit sorgen. (Lärm Bei den Soz. und U. S.), — Präfident Fehre»bach t Diese Ausführungen sind aeschästsordnunosmäßig nicht zulässig. — Abg. Du. Leppelman»» (D. Vp.) stimmt dem Abg. Schultz zu.
Abg. Henke-Leipzig (U. S.) begründet einen gestern eingebrachten Antrag Geyer-Leipzig betreffend sofortige
Aufhebung des Ausuahrnernstau-es in allen Teilen des Reiches.
Abg. Loeve (S.) will mit einem großen Teil seiner Partei für den Antrag stimmen. — Rrichs- minifter Koch: Es ist nicht angängig, den Ausnahmezustand überall aufzuheben, da die Wahl gesichert werden muß. Doch soll geprüft werden, wieweit eine Milderung möglich ist. — Abg. Giclfliig (Z.l ist gegen den Antrag. — Abg. Schultze-Gävernitz stimmt dem Minister Bei. — Der Antrag wird mit den Stimmen der stark besetzten sozialdemo- kratischen Parteien angeuomiuen.
Es wird dann abgestimmt über den Antrag des Ausschusses, die nachgesuchte Genehmigung zur Ei»»- leitung eines GerichtSberfahreus gegen den Slbg. Braß nicht zu erteilen. Die Abstimmung bleibt zweifelhaft. Bei Hanunelsprung ergibt sich bei 207 Stimmen die Beschlußunfähigkeit des Hauses.
*
Die nächste Sitzung wurde um 2 Uhr 30 Min. eröffnet. — Erledigt werden Gesetzentwürfe betreffend Erweiterung der Verordnung über eine militärische Amuestie, betreffend Entichädigungsansprüchc verhafteter oder verurteilter Mfatz-Sothrin ger, betreffend die Erteilung einer Kreditermächtigung, betreffend Beendigung des KriegSznfiaUdes zwischen Derrtschland und Co'tariea, betreffend patentarntliche Gebühren in allen drei Lesnngeu.
Der Gesetzentwurf über den Personenstand wird in 2. und 3. Beratung angenommen.
Der Einspruch des ReichSrats gegen die Einstellung von 500 000 Mark zur Errichtung einer wissenschaftlichen Abtcilnng für Volksbitdung an der Universität Frankfurt a. M. wird dem verfassungsmäßigen Ausschuß überwiesen. , _ .
Erledigt in 2. und 3. Lesung wurden die Renbs- hauShaltsrechnungen 1916 und 1917 und die Berichte der Neichsschuldenkommission. ferner der Bericht des Ausschusses für Volkswirtschaft über Heraufsetzung deS GrundlovneS und Ausdebnung der Verfichening in ber Krankenversicherung, sowie der Bericht desselben Ausschusses über beu vorbereitenden Relchswirtschafts» rat.
Erste Beratung eines Gesetzentwurfs betreffend daS Abkom neu mit der rassischen föderativen sozialistischen Sowjetrepublik, über die Heimschaffung der beiderseitigen Kriegsgefangene»» und Zivilinternierten. - Ab«. Leute OL 6J toiuüdii LückuLviu»- to»
fortiger Beziehungeu zu Soivfetrußland. — Abg. LcheiVenraurt lS.): Das Auswärtige Amt möge alles verbuchen, daß wir mit Sowjetrußland in ein' erträglichss Verhältnis kommen.
^Der Gesetzentwurf wird in allen drei Lesungen angenommen, ebenso derjenige über den gegenseitigen Gefangenenaustausch mit der lettischen Republik.
Nächste Sitzung morgen 9'/2 Uhr vorm. Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit und anderes.
DsMche ForLsrNNFSN in Sxa.
Die „Chicago Tribune" _ schreibt: Die deutsche Regierung wird in Spa bie Räumung der Brückenköpfe am Rhein durch die Besirtzungstruppen der Alliierten fordern. Deutschland beruft sich darauf, daß die Unterhaltung dieser Truppen jährlich drei Milliarden kostet, die man besser z ur Bezahlung der Kriegsschuld verwenden kann. Wenn die Besetzung fünfzehn Jahre fortbauert, würde sie 45 Milliarden v e r s ch I i n g e n. Das Blatt fügt hinzu, dieser Vorschlag würde zwefellos den lebhaften Widerspruch Frankreichs finden. Es gebe keine andere Sicherheit für die Durchführung des FriedensvertrogeS, wie Frankreich meine, als die Besetzung der Rheinlande. Deutschland habe aber Vertrauen zu Amerika und E n g - l a n d, und es fei zweifelhaft, ob Wilsons Nachfolger bereit sein werde, amerikanische Soldaten am Rhein zu belassen. England habe an der Besetzung des Rheingebietes immer weniger Interesse. Es habe sogar in Köln weniger Soldaten als Amerika in Koblenz. Deutschland ver
sichere auch, daß die Alliierten mit einer eventuellen Blockade genügende Sicher- heitfürdieDurchführung des Vertrages hätten. Das Blatt macht noch eine wichtige Mitteilung, von der man freilich nicht
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Rheingebietes kann kommen, wie man annehmen muß, wenn Deutschland sich sofort betest zeigt, die Herabsetzung seiner Heeresstärke herbeizu- führen und alles Kriegsmaterial zu zerstören. V/r allem wird es nötig sein, daß Deutschland in Spa nicht das Ersuchen stellt, 200 000 Mann unter den Waffen behalten zu dürfen, und daß es sofort 5 Milliarden Goldmark als Entschädi
gung entrichtet.
Woher die sonst im allgemeinen sehr gut unterrichtete amerikanische „Chicago Tribune" ihre Kenntnis von der deutschen Forderung nach Räumung der Brückenköpfe am Rhein erhalten hat, wissen wir nicht. Wir würden es aber begrüßen, wenn diese Forderung gestellt mtb mit Nachdruck vertreten würde, denn durch die Be- fetzungskosten wird Deutschland nur armer gemacht, und wie Frankreich mit den deutschen Geldern umspringt, geht aus der Tatsache hervor, daß es jetzt für bie 41 f ä g i g e Be - fetzung des Maingaues Ersutzfor- decungen von 21 Millionen Francs an Deutschland stellt.
Die Äsrch'ch-frKKZMcheK
LHKAZTlsöeZiehÄNgSM
WB. Paris, 20- Mai. Der französische Han- delsminisier veröffentlicht folgende N o t e:
Der Meinungsaustausch, den die deutsche Regierung vorgeschlagen und den Ministerpräsident Millcrand angenommen hat, um die Wiederaufnahme der deutsch-französisch e n W i r t f ch a f t s b e z i e h u n g e n zu ermöglichen, wird heute Donnerstag in Paris beginnen. Die französische Regierung hat folgende Delegierte ernannt: Leon Levy (L.etallindu- strie), Laedrich (Elsaß), Eugene Maryon (Dex- til), Gillet (Farben und Chemikalien) und Cor- dier (für die elektrische Industrie). Nach der Art der Fragen, die beharrdelt werden, können die bereits bezeichneten SachLechär.digcn^ ersetzt oder 'ergänzt werden durch besondere Spezia- listm. Die Verhandlungen werden präsidiert werden von dem Handelsminister Jsaac, dem der Direktor aus dem Handelsministerium Serruys beistshen wird- Der Ministerpräsident wird bei den Verhandlungen vertreten sein durch den Unterdireltor Seydorix. Von deutsche Seite führt den Vorsitz der Geschäftsträger Minister Dr. Mäher.
Der „Matin" bemerkt, die deutsch-französische Konferenz habe keinesfalls zum Ziel, über Frie- denSbertragSklauselu zu sprechen oder sie etwa zu revidieren. Ihr Gegenstand habe ausschließlich praktischen Wert für den Handel zwischen Frankreich und Deutschland.
WmdsrattftmhM^ -es Kerrtsch- frKNZ.-LLZgifchsR AsiseVLMshrs.
WB. Par>s, 21. Mai. Dom 14. bis 20. Mai hat hier eine Zusammenkunft technischer Delegierter der beutidütt. franröstLckcu und belgische« Eueubadu-
Verwaltung stattgefunden, um über bie Wiederauf nähme des Reiseverkehrs zwischen den drei Ländern und beu Durchgangsverkehr zu beraten. Erziehst wurde 1. eine Vorvereinbarnng über einen Expreß' Paris—Prag—Warschau—Wien, 2. eine Vereinbarung mit der franzöfischen Ostbahn wegen birefter Expreß- verbindung mit Frankfurt, Berlin, Münche«, Prag und eventirell Wien, 8. eine Vereinbarung mit der fianzöstschcn und belgischen Nordbakm und her internationalen Schlafwagengesellschast wegen direkter mehr- klassiger Wagenverbindung zwischen Berlin—Ostende und Berlin event!. Warschau. Zur Behandlung weiterer Einzelpunste zu 2 und 8 soll demnächst eure Zusammenkunft in Kehl stattfinden.
Ein KsNgretz Des Wetthande!s?
WB. Paris, 21. Mai. Hier tagen augenblicklich Delegierte wirtschaftlicher Verbände auS Amerika, Eng« land, Frankreich, Italien und Belgien, um einm Kow greß des Welthandels vorzubereiten, der vom 20. Bit 26. Juli in Paris stattfinden soll. W. a. scheint bu Absicht zu bestehen, eine internationale Handelskammer zu begründen, beten Sitz abwechselnd in Amerika, England, Frankreich und Italien sein soll. Zu dem Kon« greß des Westhandels sollen noch später die Neutralen sowie die Mittelmächte zugelassen werde«.
WB. Paris, 20. Mai. Heute nachmittag habe» im französischen Handelsministerium in Paris bie deutsch-französischen Wirtschaftsbesprechungen begonnen.
Nach einleitenden Worten deS französischen Handels- Ministers I s a a k und des deutschen GeschästSttägers Ministers Dr. Mayer wurde kurz die allgemein WittschaftSlage besprochen. Ein Meinungsaustausch über den Gegenstand der Beratungen und die Geschäftslage ergab völlige Uebereinstimmung. Sodann traten die Sachverständigen zu Einzelbesprechungo- zusammen.
Vsm internalisnaierr Lebens- mittelmarkt
sung: Die Rarnnung
Verhältnisse auf dem internationalen Lebens-- mittelmarkt fesig-estellt, wogegen aber der englische Minister für bie Vovsernährung energisch Stellung nimmt. Der Mrnifter bezeichnete es an der Hand seines Materials als völlig unanehm- bar, daß schon in nächster Zeit mit einer merklichen Besserung der Lebensverhältnisse zu rechnen sei. Wo die Zustände sich in geringerem Maße gebessert hätten, wäre dies allein auf bis wieder einfetzen-de Konkurrenz zurückzuftährrn, durch die der Wucher etwas nachlasse, weil bie Verkäufer ihre hohen Gewinne etwas einschränken müßten. Der Umsatz der Verkäufer nchme ab, weil das Publikum sich merklich einschränke und nur bie notwendigsten Bedarfsartikel kaufe. Sie Zuckerproduktion sei gegen 1913 um 3 500 000 Tonnen geringer, doch seien die Preise fast zehnmal böher, besonders sei dies in Amerika der Fall. England schränke seinen Zuckerverbrauch durch die Rationierung um 700 000 Tonnen jährlich ein, doch werde diese Ersparnis in England wieder durch den Mehrverbrauch in Amerika ausgeglichen. An Weizen werde England in bte fern Jahre von Amerika nicht mehr als 5 Mill. Tonnen erhalten, während es im vergangenen Jahre 9 Millionen empfing. In Indien werde die Ernte etwa 1^ Millionen Tonnen mehr liefern, doch könne davon nichts ausgeführt werdem Die Preise für Weizen werden also sicher steigen- D>e Buttereinfuhr in England betrage in diesem Jahre nur 100 000 Tonnen, vor dem Knegr 200 000. Die Zahl der Milchkühe habe in Europo abgenommen und Sibirien hefere keine Butter mehr. Englands eigene Buttererzeugung sei von 40 000 auf 25 000 Tonnen zurückgegangen. England müsse die fehlenden Lebensmittel größtenteils aus Amerika einführen, dessen Lieserungs- Möglichkeit immer mehr abnähmen. Man ^ann also noch trüben Zeiten engegen gehen, bie allerdings dadurch günstiger werden könnten, wenn Arbeitskraft und Produktion überall erhow würden.
AMerilm — GLAffchlÄnK.
WB. Washington, 21. Mai. Die vcrbündeiS« Führer des Nepräseutantenhanies haben beichloffen, die vom Senat angenemmene R-solut.oir, die dem Krieaszustand zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland und Oesterreich ein Ende feet ebemaliS anznuehmen. Das Haus soll noch am heutigen Freitag endgültig über bie Resolution sprechen.
VSM VölkerbuRdsral.
WB. Rom, 20. Mai. In einer im Rat bei Völkerbundes gehaltenen Rede wicr Trttonl am die Vorläufer der Friedensbewegung hm uu^ auf Wn Anstrengungen zngunsten bes »vriedenS. -ras Ver- treuen zum Völkerbund werde mit der Zeit zunebmen. Der Vertreter BelgienS erstattete Bericht über bie Tätigkeit der UntccinchnngSkonimiNlon in.RnKMii». Er schlug vor, der Völkerbund möge LowiettußlaUb mitteilen, daß ihm bie volle Verantwortung zufallm müsse für den negativen Ausgang deS Versuchs, du Wittschastüche Lage der Welk und nie Internationale^ Söejuebuuaeu Ruptaud» tu ütrbdüiu.