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10.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für SlaLL- und Landkreis Kanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags

Verlagsleitung: Ad. Jndermuble.

Verantwortlich: für politiicken und allgemeinen Teil Ri ch. H u l t i L -für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport W. Moritz; für Anzeigen und Reklamen A, Brodt. alle in 6 an au a.M.

Rotationsdruckd.Waisenhausbuchoruckerei danan Fernivrechanschluste Nr. 1237 und 1238

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Sr. 113

Samstag den 15. Mai

1920

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0'53

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Das Neueste.

MckrsHall Fach hat die Entsendung eines VMkerS nach Cassel angeordmet, b*er mit der deutschen Regierung über die Räumnag des Maingaues unterhandeln soll.

S« eine ZentrmnSversammlung in Eßl-m- gen, in der Erzb erger sprach, wurde eine Handgranate geschleudert, die glücklicherweise niemand berichte.

Rußland hat weitere 40 000 Arbeiter mobi­lisiert, die Odessa befreien sollen.

Mustafa K-emal Pascha erklärte die Annahme per Friedensbedingungen durch die gegenwär­tige Delegation für null und nichtig.

Die Röummrg Les Mawgaues.

VL. Paris. 15. Mai. General Rollet lich belanntgebsn, datz gemäß den begonnenen

Kontrollarbeiten vorauszufehen ist, da« die derfichen Trnppenbestande in der neutralen

Zone als mit den a« 8. August 1319 fest« gelegten Zahlen im Einklang stehend an» erkannt werden. Infolgedessen ersuchte Mar- schall Foch den General Degontte, einen Offizier seines Stabes nach Saftel zu komman- irteren, um mit der deutschen Regierung Aber die Einzelheiten der Räumung der seit dem 18- April neu besetzten Zone seitens der fravzoftschen Trappe« zu unterhandeln. Die Äfittttuing wird durchgefShrt werden, sobald Äe Ergebnisse der KoutroNarverleu unweit Status sind.

Erzberger ReichstagsKanöiöar.

WB. Stuttgart, 14. Mai. Der heutige Parteitag der wLrttewbergifchen Zentrumspartei wählte Erzberger mit 856 gegen 27 Stimmen bei 3 Enthaltungen wieder M Kandidaten für die ReichstagSwahl.

Ein neues Atlenkat auf Erzberger?

WB. «Klingen, 15. Mai. Am Freitag abend veranstaltete die Zentrumspartei in KugelS Festsaal eine Versammlung, in der Erzberger sprach. Nachdem die Versamm­lung, der etwa 2000 Personen beiwohnten, schon vorher durch leidenschaftliche Opposition «estSrt worden war, wurde im Verlaufe der Aussprache gege« 10 Uhr von der Straße aus durch das Fenster eine Handgranate geschleudert, die im Kleideraufbewah- mngsraum platzte. Die Splitter drangen stUweise biS aus die Bühne. Unter den Ver­sammlungsteilnehmer« entstand ein großer Tumult, doch wurde niemand verletzt. Von dem Täter hat man noch keine Spur.

(Dieser Handgranatenwurf zeigt wieder mit er- Weckender Deutlichkeit, dir zu welchem Grade die «uwilderuug der Sitten bei uns gediebm ist. In ane überfüllle Versammlung wird eine Handgranate Sttoorfen ganz gleich, ob vielleicht Hunderte von Uenschcu getötet werden. Furchtbar! Das Menschen- ist stmen Pfifferling mebr wert. Wie kann unter

Umständen noch ein Wahlkampf geführt werden, wenn wir noch nicht reif sind, zu verstehen, daß der Kampf, den wir führen, ein solcher ist um Ansichten, Auffassungen, Weltanschauungen, der mit geistige n «lassen, aber nicht mit Handgranaten und Revolvern ausgetragen wird? D. Red.)

Weilerbestehen öer Emwohnsr- wehrerr in Vaysrn.

Wie derTägl. Rundschau" aus München "ttichtetwird,teilte der stellvertretendeBandes- aauptmanu der Einwohnerwehren Vahcrns 5'"^ Sitzung mit, daß an zuständiger die Nachricht vorliege, daß man sich in Varts mit demWeiterbefteheu derEinwohuer- Wt9ten in Baheru abgcfuuden habe.

Die Vankbeamienbewegnng.

Die EinigungSverhandlungen in der Bankbeamten- "twegung sind gestern gescheitert. Infolgedessen ist es »tret« ix einer großen Anzahl von Städten im Reiche

.senden gekommen. Ueber 50 000 Bankange- Ee sollen sich schon im Streik befinden. Nach den irrigen Vorgängen besteht kein Zweifel mehr da- daß auch die Berliner Bankbeamten in den ®treil treten werden. Heute vormittag wird eine ?EW>usamc Vorstandssitzmig des Allgemeinen Ver- andez der deutschen Bankbeanitcu und des Deutschen ^anibeamtcn-Vercins stattsiuden. Nachmittags ivirb wann die Berliner Baukbeamtenschaft zu der über ^^üeik entscheidenden Versammlung sich zusavimen- i ^>e das Berl. Tagebl. aus Mönche» berichtet, hat J wt Frage des Münchener BankbeanltenstreikS der ^ichtungsauSschuß einen unverbindlichen Schieds-1

sprach gefällt auf Grund dessen man zu einer Eini­gung zu kommen hofft.

Die Bankleitungen über die Bewegung.

WB. Berlin, 14. Mai. Der RtichSverband der Bankleitungen beschloß in seiner Hauptversammlung am 12. Mai auf die seitens der Angestellten-Organi- sationen gestellten Forderungen folgende Antwort:

Der Reichrverbaud der Bankleitungen hält an dem Gedanken der einheitlichen Regelung der Einkommen der Bankangestellten für das ganze Reich fest, welche sowohl von dem Allgemeinen Verbände der deutschen Bankbeamten als auch von dem Deutschen Bank- beamtov-Verein gefordert war. Demgemäß ist der Reichsverband der Bankleitungen nach wie vor bereit, über einest ReichStaris zu verhandeln unter der Be­dingung, daß vorher alle örtlichen Streiks abgebrochen werden. Dagegen kann er seinen örtlichen Verbänden keine Genehmigung zu Sonderverhandlungen erteilen, weil dies mit dem Gedanken einer einheitlichen Reichs- rcgelung unvereinbar ist. Soweit sich die Anträge der Angestellten-Organisationen auf Maßnahmen be­ziehen, die den derzeitigen Kosten der Lebenshaltung Rechnung tragen sollen, ist der Reichsverband der Bankleitungen entsprechend der bereits im Schlichtungs­verfahren gemachten Ansage zu Verhandlungen gemäß § 13 der Neuregelung wegen der Erhöhung der Teuerungszulagen mit Wirkung vom lt Jum ab beim Nachweis der Steigerung der Teuerung bereit, sobald die örtlichen Streiks abgebrochen sein werden.

Die Lage in OLskschiefisu.

WB. Berlin, 14. Mai. Die Entwickelung in Oberschlesien scheint in schnellen Fluß gekommen zu sein. Während die deutschgesinnte Bevölke­rung sich bislang in der Verteidigung ihrer Rechte gegen die Bedrückung durch die Entente- 'Kommissionen und' gegen die Anmaßungen der Polen nur gewehrt hat, scheinen die Polen den Zeitpunkt für gekommen zu erachten, um offen­siv nicht nur gegen die Deutschen, sondern, wenn es nicht anders geht, auch gegen die Entente oorzugeAHn. Me MftaS MckMWWrM schworerplane hat die Obers dielten bedrohende große Gefahr grell beleuchtet und in das Lager der Polen begreifliche Aufregung gebracht. Je ungünstiger sich die Verhältnisse in Oberschlesien für die Polen gestalten, je mehr insbesondere auch der polnisch sprechende Teil der oberschle- sischen Arbeiterschaft zu der Erkenntnis gelangt, daß eS um seine Zukunft bei den Polen jeden­falls schlechter bestellt sein würde, als bei Deutschland, umsomehr scheint in Warschau der Wille zu erstarken, Oberschlesien mit Gewalt an sich zu reißen, wenn es auf dem Wege der Ab­stimmung, deren Aus gang für Polen immer fraglicher wird, nicht gelingen sollte. Aus die­sem Grunde ist in den letzten Monaten die pol­nische' militärische Geheim - Organisation in Oberschlesien eifrig gefördert worden und an der oberschlesischen Grenze sind auffallend viel regu­läre polnische Truppen verteilt. Auch die En- temtekommission in Oppeln erkennt die Ober- schlesien bedrohende Gefahr und kann sich der Einsicht nicht verschließen,^ daß durch das terro­ristische Vorgehen der Polen unter Führung Warschaus die Oberschlesien betreffenden Be- siimmungen des Friedensvertrages ernstlich ge­fährdet sind. Es liegt nicht im deutschen In­teresse, die Stellung der Entente, die für die Ausführung des Friedensvertrages verantwort-, lich ist, noch knehc zu erschüttern. Ein Gebot politischer Klugheit ist es darum, daß auch der deutsch gesinnte Teil der oberschlesischen Bevöl­kerung jetzt Ruhe hält und sich nicht durch die polnischen Provokationen zu Gegenaktionen hin­reißen läßt, die die Sage der Entente-Kommis­sion noch unhaltbarer machen müßten, als sie jetzt schon ist. Unser Bestreben muß darauf ge­richtet bleiben, die Volksabstimmung in Ober- schlesien sicher zu stellen. Wir sind überzeugt, daß der gesunde >Sinn der oberschlesischen Be­völkerung sich dem Volk, und Land zuwenden wird, die durch ihre Ruhe nicht nur ihr Recht, sondern auch ihre Stärke beweisen.

Die Finanzierung Deutschlands.

Ipu. Washington, 14. Mai. Der vonS-nätür France eingereichte Gesetzentwurf, durch den Denisch- land größere Kredite für Rohstoffe und ßebenSmittel erhalten soll, sieht nach der Ansicht von Finanzsach­verständigen die einzige Möglichkeit vor, um in Amerika neue Kredite zu bekommen. Deutschland soll diese Anleihe mit 6*/eiqen Obligationen zurückzahlen. Da die Anleihe in Dollars erteilt wird, so rechnen die Finanzleute besonders bamit, bei der zu erwartenden Steigerung der deutschen Valuta mit diesen Obliga­tionen ein besonderer Geschäft zu machen. Auch private Handelsgesellschaften haben sich bereit erklärt, größere Mengen dieser Obligationen zu übernehmen. Die einzige Schwierigkeit besteht bisher noch darin, die Entschädigungssumme, die Deutschland an die Alliierten zu 'zählen hat, feftgeftellt zu wissen, damit die Neu- Finanzierung Deutschlands sich klarer übersetzen läßt. In Amerika hofft man jedoch, daß die Entente Deutsch­land in dieser Hinsicht keine Schwierigkeiten machen werde, und daß Frankreich nicht« übrig bleibt, als in die sofortiae Klärung der Verhältnisse eintuwilliaell.

Pxvkefk der Schleswig-ÄoLfteiner gegsR die J??ksrtraSiVNaWerung.

WB. Berliu, 14. Mai. Gegen die I n t e r- uationaliiierung der zweiten Zone protestierten in Südschleswig 31 816 Personen durch ihre Unterschrift unter folgende Erklärung des Ächlerwig-Holllcin-BundeS:

Die Unterzeichneten protestieren gegen alle Be­strebungen, die zweite und dritte Zone zu internatio­nalisieren ober zu einem Freistaat zu machen. Nach dem Friedensvertrage ist durch die Abstimmung am 14. März über das Schicksal der zweiten Zone und damit FlensburgS endgültig entschieden. Jede enbere Regelung lehnen wir Schleswig-Holsteiner als Rechts-' bruch und Vergewaltiguna ab. Die Unterzeichneten erklären, daß sie bei Deutschland bleiben wollen.

Spa.

wk London, 14. Mai. Reuter erfährt: Es ist ziemlich sicher, daß Lloyd George und Millerand bei den Beratungen in Hythe sich dahin einigen werden, daß die Konferenz in Spa verschoben wird, - da es nicht zweckmäßig wäre, wenn die Konferenz mitten in die deutschen Reichstagswahlen fiele und da es für alle Teile vorteilhaft wäre, wenn die deutschen Vertreter auf der Konferenz das Vertrauen des neuen Parlaments genießen.

WB. Pasis, 14. Mai. Nach dem heutigen Kabinettsrat reiste Millerand nach England ab. In feiner Begleitung befand sich Finanz- minister Marfal.

WB. FalkeN»««, 14. Mai. Die britische und hie franzöfische Delegation sind hier eingetroffen.

WB. Paris, 15. Mai. Milleraud und der Finanz­minister . Marsal sind heute nach Falkcstone abgereist. Auch der französische Botschafter in Sonbdn Bau' Cambon wird zu den Verhandlungen erwartet. Nach Meldungen aus Brüssel begehen sich der Minister für auswärtige Angclegenbeiten Huhmans und der Wirt- ffchaWWin.cher.EM!M. .gift,ä?^^

Der Bötschakterrat hielt heute unter dem Vorsitz von C. Cambon eine Sitzung ab. Der englische Ver­treter in der Kommission Schleswig-Holstein Charles Marlyng und ber fianzösische Vertreter Paul Klaube wohnten der Sitzung bei. Nach dem Temvs scheint es, daß man bei der Verwaltung der Wasserstraßen die Interessen der Bevölkerung der ersten Zone sicher- stellen will, die für den Anschluß au Dänemark ge­stimmt haben.

Die sraKZöfifche Streikbewegung

WB. Paris, 14. Mai. Havas. Heute be­gann der Streik der Easarbeiter. Die meisten Arbeiter blieben aber auf ihren Posten. Zahlreiche Freiwillige stellten sich zur Ver­fügung, sodass der Betrieb in den Werkstätten vollständig gesichert ist.

WB. Lyon, 14. Mai. Am Mittwoch abend fand hier eine Versammlung der Postbeamten statt, um die Eisenbahner in ihrem Streik zu unterstützen. Die Versammlung sprach sich jedoch mit großer Mehrheit gegen einen Streik aus.

Die französische Regierrmg gegen den Einfluß der SvZialdeMokrakie.

Ipu. Strahburg t. Elf., 15. Mai. Die Arbeiterschaft Elsaß-Lothringens ist nach dem neuen Verwaltungsprojekt, das der General- Kommissar Alapetit mit der französischen Re­gierung verhandelt hat, mit ihren Ansprüchen, die eine Teilnahme der Arbeiterschaft an der Landesverwaltung betrafen, abgewiefen worden. Die Pariser Regierung fürchtet, daß"der Einfluß der Sozialdemokratie^in Elsaß-Lothringen die neuerworbenen Provinzen mit Frankreich ent­fremden könnte. Je mehr die elsass-lothringifche Bevölkerung im radikalen Sinne erzogen wird, nähert sie sich wieder der gleichen Bewegung in Deutschland. In Frankreich ist eine Ab­änderung der Kommunalverwaltung beabsichtigt, um auch in den Gemeinden den Einfluß der sozialisfischen Arbeiterschaft mehr eindämmen zu können. Es bleibt abzuwarten, ob die Sozial- demokratie in Elsaß-Lothringen sich mit dieser Politik abfinden lassen wird.

MsbilisierNng rrrMfcher Ardeiler.

Ipu. Warschau, 15. Mai. Die Sowjet- Regierung hat weitere 40000 Mann mobilisiert, die aus der Arbeiterschaft der größten Fabriken stainmen. Während die ersten 40000 Mann an hie polnische Front befördert werden, sollen die neuen Truppen nach Südrußland gesandt werden, um Odessa zu befreien.

Der ungarische FrieÄensverlrag.

WB. Budapest, 14. Mai. (Ungarisches Korps- Büro.) Vertreter der deutschnationalen Minder­heiten Ungarns, Deutsch-Rumänen, Rutenen, Slowaken und Wenden erhoben in einer Ver- nmmlung gegen den Friedensvertrag gegen die Entscheidung über ihr Schicksal ohne Volksab­stimmung Einspruch.

Das preußische Lanöwirtschaflskammergesetz.

'»Der Gesetzentwurf.

Wie wir erfahren, wird demnächst der preu« ßischen Landesversammlung der Entwurf eines Landwirtschaftskammergesetzes zugehen, in dem das System der Lartbwirtfchaftskammer auf neuer, demokratischer Grundlage reformiert wird.

Nach dem Entwurf gehören zum landwirt­schaftlichen Berufsstande, ohne Unter« schied'des Geschlechts:

1. wer die Landwirtschaft im Hauptberuf ausübt;

2. der Eigentümer und der Pächter eines in der Hauptsache landwirtschaftlich genutzten Grundstücks es sei denn, daß er die Landwirt- schaft nicht selbst ausübt oder daß das Grundstück überwiegend seinen hauswirtschaftlichen Bedürf­nissen dient;

3. abgesehen vom Eigentum jeder Fischerei- berechtigte oder Pächter eines FischereirechtS, der das Recht selbst ausübt;

4. die in Verwaltungen, Anstalten und Ver­einigungen im Hauptberuf tätigen Personen, so­weit sie nicht überwiegend mit kaufmännischen oder mechanischen Arbeiten beschäftigt werden.

Die Landwirtschaftskammern umfassen das Gebiet einer Provinz.

Außerdem wird eine Hauptlandwirt­schaf t s k a m m e r mit dem Sitz in Berlin 'ew- gerichi-et, die aus 104 Mitgliedern besteht.

Innerhalb der Kammerbezirke können nach Bedarf örtliche Unterabteilungen gebildet werden. Hierüber beschließt die Santa wirtschaftskaMner. Der Beschluß bedarf der Ge­nehmigung der Aufsichtsbehörde, die vorher dir Hauptlandwirtschaftskammer zu hören hat. Die durch die Berufsangehörigens in unmittelbarer und geheimer Wahl nach den Grundsätzen bet Verhältniswahl gewählt. Die Wahl erfolgt in Bezirken, die nach Verhältnis der Zahl der wahl­berechtigten Berufsangehörigen so gebildet wer­den, daß auf jeden Wahlbezirk eine durch drei teilbare Zahl von Mitgliedern entfällt.

Die Wahlen erfolgen in drei Gruppen. Die beiden ersten Gruppen umfassen die In­haber landwirtschaftlicher Betriebe, die _ dritte Gruppe umfaßt die übrigen Berufsangehörigen. Jede der drei Gruppen wählt die gleiche Zahl von Mitgliedern. Die Wähler der einzelnen Gruppen haben gleiches Stimmrecht. Wahlbe­rechtigt ist jeder Deutsche, ohne Unterschied des Geschlechts, der das 20. Lebensjahr vollendet hat, die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt und seit min­destens einem Jahr Berufsangehöriger ist. Wähl­bar ist jeder wahlberechtigte Berufsangehörige, der das 25. Lebensjahr vollendet hat und ^ seit mindestens einem Jahr ununterbrochen im Kanr- merbezirk wohnt. Die Mitglieder der Landwirt­schaftskammer werden auf sechs Jahre gewählt. Alle drei Jahre scheiden die Vertreter der Hälfte der Wahlbezirke aus. /

Der Landwirtschaftskammer werden folgende Fach kommern angegliedert: a) die Fischc- ceikammer, b) die Forstkammer und c) die Gar­tenb aukamnrer.

Jede Fachkammer besteht aus höchstens acht­zehn Mitgliedern. Die Mitglieder bet Fachkam- mern werden in unmittelbarer und geheimer Wabl nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Der Landwirtschaftskammer treten die Vorsitzenden der Fächkammern oder ihre Stellvertreter fowie ein Mitglied jeder^Wa-hl- gruppe der Fachkammern mit beratender Stimme hinzu. Dem Vorstand der Sanbroirt^aftstaminei treten die Vorsitzenden der Fachkammern oder ihre Stellvertreter mit beschließender Stimme hinzu. Den Fachkammern treten der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer ober fein SteLvertre- ter und, soweit möglich, ein den: Fach angeboren- des Mitglied jeder Wahlgruppe der Landwirt­schaftskammer mit beratender Stimme hinzu.

Bei der Landwirtschaftskammer und den Fachkammern können nach Bedarf Aut­sch ü s s e f ü r b e s o n d e r e Aufgaben ge­bildet iverden. Ein Ausschuß für Arbeiterwcson muß gebildet «erden, wenn es die Mehrheit der Kammermitglieder einer WahlgruNve beantragt. In Arbeiterausschüssen müssen Arbeite ober und Arbeitnehmer in gleicher Zahl vertreten sein. Im übrigen beschließen die Kammern über b e Mitgliederzahl, die Zuständigkeit und das Ver- ahren ihrer Ausschüsse.

Die Mitglieder der H a u p t l a n d w l r t - chaftskammer werden von den Landwirt- chaftskammern und den Fachkammern ohne Be- Kränkung auf deren Mitglieder aus den Be­rufsangehörigen gewählt. Die Mitglieder der HaupilandwirtschaftskaMmr werden auf 6 Jahre gewählt.